„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 13. Dezember 2022

Wer sind eigentlich die „Unerreichten“?

Als Jesus mir 1977 ein Herz für Mission schenkte, schlug es von Beginn an für die Verkündigung des Evangeliums unter den ‚Unerreichten‘. Wer aber sind die ‚Unerreichten‘?

Zugegeben, in Deutschland gibt es Menschen, die vom Evangelium unerreicht sind. Das ist zum Teil auch ihre Schuld. Über unzählige Wege – wie etwa Radio, Fernsehen, Internet, digitale und Papierbücher, christliche und säkulare Buchläden und eine Unzahl an christlichen Gemeinden können sie sich über die Botschaft der Bibel und das Angebot Jesu informieren. Gleichzeitig haben sich auch viele Christen in Deutschland schuldig gemacht, indem sie das Evangelium denen vorenthalten haben, die um sie herum leben und denen sie jeden Tag oder immer wieder begegnen. Missionstheologisch sind sie nicht unerreicht, da sie unter Christen leben und zahlreiche Möglichkeiten besitzen, sich selbst zu informieren. 

Missionstheologisch gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Begriff ‚Unerreichte‘ zu definieren. Eine führende Missionsorganisation, ‚Joshua Project‘ definiert eine Volksgruppe mit folgenden Worten als unerreicht: 

Ein  unerreichtes Volk ist eine Volksgruppe, unter der es keine indigene Gemeinschaft gläubiger Christen gibt, die eine ausreichende Anzahl von Christen und Ressourcen besitzt, um diese Volksgruppe ohne fremde Hilfe zu evangelisieren. 

Diese Definition trifft auf viele Länder nicht zu, in denen es einzelne, unerreichte Menschen gibt. Joshua Project zeigt auf, dass von den 17.429 Volksgruppen der Erde noch 42,6% – das sind 7417 Völker oder 3,370.000.000 Menschen – noch völlig unerreicht sind mit der Botschaft von Jesus. Bei Weitem die meisten leben in Asien und gehören zu den Religionsgemeinschaften des Islam und des Hinduismus. (Quelle) Hunderte dieser Gruppen sind nicht nur unerreicht, sondern es existiert nicht mal ein Team oder eine Strategie, sie zu erreichen.

„Die Unerreichten“ Wer sind sie?

Sie leben in Ländern, von denen wir sicher gehört haben, die wir aber möglicherweise nicht auf einer Karte finden würden, wenn wir müssten. Andere Länder sind prominent.
90 % der unerreichten Menschen leben an Orten, die dem Evangelium widerstehen.
Beispiel: 495.000 Dörfer in Indien haben keine christliche Präsenz. (Quelle)

Aber – dem Herrn sei Dank! – in aller Welt gibt es:

_ Viele Tausend Missionare und Gemeindegründungsinitiativen  

_ Einen wachsenden Fokus auf die noch völlig unerreichten Volksgruppen

_ Immer mehr Wege, auch die Menschen in „verschlossenen Ländern“ zu erreichen

_ Gebetsinitiativen, besonders für unerreichte Volksgruppen.

_ Gottes Versprechen, dass sich Leben und Dienst für Ihn lohnen. In Habakuk 2:14 sagt Er:

Denn die Erde wird erfüllt werden
von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn,
gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken.

Daran dürfen, sollen und wollen wir gemeinsam mitarbeiten. Rund 150.000 Menschen sterben täglich; die meisten ohne Jesus. Zahllose, ohne je die Botschaft der Rettung gehört zu haben. Ohne unser Zeugnis an unserem Wohn- und Arbeitsplatz zu vernachlässigen, wollen wir besonderes die Volksgruppen ins Auge fassen, die noch nie von Jesus gehört haben und es bisher auch nicht konnten.

Zu den Organisationen, die einen Schwerpunkt auf „die Unerreichten“ legen, gehören in Deutschland unter anderem die DMG, Frontiers und die Wycliff Bibelübersetzer. Nimm doch mal Kontakt mit ihnen auf.

Montag, 12. Dezember 2022

Gedanken zum 3. Advent

Seit gestern sind es drei Kerzen, die die Altäre in den Kirchen und die Adventkränze in den Häusern zieren. Mehr Licht, als noch vor einer Woche. Wir erinnern uns, dass es nicht mehr lange ist, bis wir uns zu Weihnachten an das erste Kommen Jesu erinnern – und an Sein Versprechen, ein zweites Mal zu kommen … und an die vielen Hinweise darauf. Diese Zeichen, die (kurz) vor Seinem zweiten Kommen auftreten werden, hat Er uns beschrieben. Leider ignorieren zu viele Menschen leichtfertig diese Zeichen. Zeichen aber hat Gott uns gegeben, damit wir darauf achten und entsprechend reagieren – so, wie es die Morgan Seezigeuner taten, von denen David Sargent berichtet: 

Am 26. Dezember 2004 erlebte die Welt mit Horror die Tsunami Katastrophe in Südost-Asien. Ein Erdbeben unter dem Indischen Ozean rief eine riesige, bis zu 30 Meter hohe Flutwelle hervor, die dann über das Land in der gesamten Region hereinbrach. Der Tsunami brachte die Zerstörung bis an die 7500 km entfernte Ostküste Afrikas. Über eine Viertelmillion Menschen kamen in den wütenden Wassern und der anschließenden Verwüstung ums Leben. Ganze Inselbevölkerungen und Küstenorte wurden ausgelöscht, in manchen Fällen alle Männer, Frauen und Kinder. 

Gemäß dem AP Nachrichtendienst gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: das kleine Fischervolk der Morgan Seezigeuner. Sie verbringen einen guten Teil des Jahres auf ihren Fischerbooten und fischen zwischen Indien, Indonesien und Thailand. Jedes Jahr im Dezember, zwischen den Fangzeiten, leben sie in kleinen Strohhütten am Strand von Thailand. In jenem Dezember lebten sie direkt in der Bahn der Tsunami - Katastrophe. Doch jedes einzelne Mitglied des Stammes überlebt, während die meisten ihrer Nachbarn in den tobenden Wasser verschwanden. 

Warum? Der Stammesführer erklärt: "Seit Generationen haben uns unsere Väter gewarnt und gesagt: Wenn das Wasser plötzlich schnell zurückgeht, wird es auch schnell und in gleicher Menge zurückkehren." 

Am 26. Dezember, als das Meer plötzlich abfloss, liefen viele der Nachbarn mit Körben zum Strand um gestrandeten Fisch aufzulesen. Nicht so die Morgan Seezigeuner. Der Chef befahl seinem Stamm, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, nämlich in die Berge und damit in Sicherheit. Als der Tsunami kam, blieb der gesamte Stamm verschont. 

Es gibt einen weiteren Fall von außergewöhnlicher ja, globaler Proportion, der zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt auftreten wird: die Rückkehr Jesu! 

Niemand, nur der Himmel allein weiß genau, wann Jesus zurückkehren wird. Unerwartet wird dieser "Tag des Herrn" sein wie ein "Dieb in der Nacht". Dieser Advent könnte jeden Augenblick kommen! Der Schlüssel ist, bereit zu sein! 

Wenn Jesus kommt, wird Er die Welt in Gerechtigkeit richten (Apostelgeschichte 17:31). Diejenigen, die Jesu Angebot des Heils angenommen haben, werden in den Himmel aufgenommen. Wer Jesus und Sein Angebot abgelehnt hat, wird ins ewige Feuer gehen, das für Satan und seine Engel  vorbereitet wurde. So erklärt es die Bibel! 

Jesu zweiter Advent sein zweites Kommen wird kommen, aber wir können darauf vorbereitet sein. Jesus wird alle retten, die an Ihn glauben (Apostelgeschichte 16:30-31) alle, die sich von ihren Sünden abwenden (Apostelgeschichte 17:30-31), Ihn als ihren Herrn bekennen und Ihm nachfolgen. Für jeden, der bereit ist für Jesu zweiten Advent, müssen die Zeichen der Zeit nicht erschreckend sein, sondern eher ein herrlicher Klang, dass Jesus bald kommt. Bist du bereit?

Sonntag, 11. Dezember 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigttext:
Kolosser 4:14-18

14 Es grüßt euch Lukas, der geliebte Arzt, und Demas.
15 Grüßt die Brüder in Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Haus.
16 Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so sorgt dafür, dass er auch in der Gemeinde der Laodizeer gelesen wird, und dass ihr auch den aus Laodizea lest.
17 Und sagt dem Archippus: Habe acht auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, damit du ihn erfüllst!
18 Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. Gedenkt an meine Fesseln! Die Gnade sei mit euch! Amen.

Anbetung - Predigt - Gebet 
Einladung zum gemeinsamem Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"In der Nachfolge Jesu geht keine Anstrengung verloren. 
Darum geh weiter!"
(Corrie ten Boom)

Samstag, 10. Dezember 2022

Frieden auf Erden ...

Passend in unsere friedlose Zeit hier ein neues Weihnachtsgedicht meines Freundes, Hans Elwert, das ich mit Genehmigung abdrucke.

Friede auf Erden

Wie jedes Jahr um diese Zeit

gedenken Menschen, weit und breit

der Weihnachtsbotschafts froher Lehre:

„Gott in der Höhe, ihm sei Ehre –

auch soll nun endlich hier auf Erden

der langersehnte Friede werden.“

 

In folgenden 2000 Jahren

hat man davon nicht viel erfahren.

Schon wie zuvor hat, ungeniert,

das Recht des Stärkeren regiert.

Der Kampf um Meere und um Land,

dem Frieden oft im Wege stand.

Auch Gier nach Reichtum, Ruhm und Macht,

war Hintergrund für manche Schlacht.

Sogar auf Grund von Glaubensfragen,

hat man schon andere erschlagen.

 

Tag-täglich wir die Bilder sehen

vom aktuellen Kriegsgeschehen.

Es scheint, egal wohin man blickt,

erkennt man Feindschaft und Konflikt.

Um diesen Zustand zu beweisen,

braucht niemand bis Timbuktu reisen;

das kann man seh‘n, tagein, tagaus,

bei Unfrieden im eignen Haus.

 

Es ist verständlich, dass man fragt:

Hat Gott mit seinem Wort versagt?

Wie oft im Leben, trügt der Schein.

Drum lautet hier die Antwort „NEIN“ –

Es ist der Friede, den Gott schenkt,

vielleicht ganz anders als man denkt;

zum Einsatz ist er längst bereit,

nur braucht’s noch unsre Mitarbeit.

 

Man hat, wenn man’s genau betrachtet,

die Instruktionen nicht beachtet.

Sie wurden uns in jener Nacht

als Teil der Botschaft überbracht.

Nichtsdestotrotz, man muss gestehen,

wird dieser Teil oft übersehen.

Ihn unterschätzen wär verkehrt:

„Gott in der Höhe, sei geehrt“.

 

Zwei Teile sind es, wie man sieht,

durch die Veränderung geschieht.

Teil eins, dass Gott die Ehre sei –

„Auf Erden Friede“ ist Teil zwei.

Welch Potential in ihnen steckt,

im Doppelpack erst, man entdeckt.

Drum sei empfohlen bei den Beiden,

die Trennung möglichst zu vermeiden.

 

Natürlich kann ich’s nicht beweisen,

doch hab ich den Verdacht, den leisen,

dass, wenn wir lernten, Gott zu ehren,

würd‘ vieles sich zum Guten kehren.

“Gott ehren”, das ist leicht gesagt.

„Wie soll das geh‘n?“ wird gleich gefragt.

Zumindest eins sich sagen lässt –

es hat zu tun mit diesem Fest.

 

Als die Empfänger von Geschenken,

wär‘s ganz normal – so würd ich denken –

dass wir erweisen, dem Respekt,

der hinter den Geschenken steckt.

Dasselbe gilt auch für die Gaben,

die wir von Gott empfangen haben.

 

Man denke diesbezüglich nur

an Gottes Schöpfung, die Natur;

die Tiere, Pflanzen, Land und Meer,

an all die Schönheit um uns her.

„Gott ehren“ zeigt sich im Verhalten,

ob wir die Schöpfung recht verwalten.

 

Als Gott die Menschen einst gemacht,

hat er sich was dabei gedacht.

Gezielt hat er in jedes Leben

Begabungen hineingegeben.

Die Absicht war, dass wir mit ihnen,

stets hilfsbereit, einander dienen.

 

Wie man das täglich praktiziert,

hat Jesus Christus demonstriert.

Er hat mit seinem eignen Leben

das beste Beispiel uns gegeben.

Wie er mit Mitmenschen verkehrte,

das war‘s, wie er den Vater ehrte.

 

Er heilte Mann und Frau und Kind,

gelähmt, verkrüppelt, krank und blind,

berührte selbst die Leprakranken,

durchbrach die kulturellen Schranken.

Er redete in manchem Städtchen

mit „Schweren Jungs“ und „Leichten Mädchen“;

mit Dieben, Zöllnern, Partisanen

und anderen auf schiefen Bahnen.

Er liebte alle, die sich nahten –

nicht unbedingt auch ihre Taten.

Es war ihm wichtig, und zwar sehr,

dass Gott geehrt wird und nicht er.

 

Wer die Berichte noch nicht kennt –

die steh‘n im Neuen Testament.

Tatsächlich, so ist es gewesen –

es lohnt sich, das mal selbst zu lesen.

 

Das Christfest ist, was jeder liebt,

die Zeit, in der‘s Geschenke gibt.

Auch Gott hält, für die Festlichkeit,

ein paar Geschenke noch bereit:

Zunächst den Retter, Jesus Christ,

und dann, was auch noch wichtig ist,

für dich persönlich, also komm:

Der Friede Gottes – El Shalom.

© Hans Elwert 2022
kopieren und abdrucken erlaubt
hans.elwert@hotmail.com

Freitag, 9. Dezember 2022

Gedenksteine

Vom vergangenen Mittwoch:

Dass wir Gedenksteine nötig haben, zeigt uns die Bibel. Als Laban und Jakob sich versöhnten, errichtete man im Gedenken an das Versöhnungsabkommen einen Steinhaufen, gab ihm einen Namen und bestellte ihn als Zeuge für die Versöhnung.

Als Jakob vor Esau floh und Gott ihm in einem Traum begegnete, errichtete Jakob Gott ein Denkmal.

Als Israel über den durch Gott gestauten und trockengelegten Jordan zog, richtete man im Fluss ein Denkmal auf, dass an Gottes Hilfe und Wundermacht erinnern sollte.

Das war schon ein erinnerungswürdiger Zeugnisabend, den wir am vergangenen Mittwoch in unserer Gemeinde erlebten. An jedem ersten Mittwoch im Monat hat jeder die Möglichkeit, kurz davon zu berichten, was man mit Jesus erlebt hat. Wir beginnen mit einer kurzen Anbetungszeit, gefolgt von einer Andacht. Am vergangenen Mittwoch ging es in der Andacht um „Gedenksteine“.

Gedenksteine sollen nicht nur uns vor dem Vergessen bewahren, sondern auch unsere Kinder auf den Herrn hinweisen. Josua erklärte dem Volk Israel (Josua 4:21+22):

„Wenn in Zukunft eure Kinder ihre Väter fragen und sagen werden: »Was bedeuten diese Steine?«, 22 so sollt ihr es euren Kindern erklären und sagen: Israel ging auf trockenem Boden durch diesen Jordan 23 als der Herr, euer Gott, das Wasser des Jordan vor euch vertrocknen ließ, bis ihr hinübergegangen wart, ebenso wie der Herr, euer Gott, es am Schilfmeer getan hat, das er vor uns vertrocknen ließ, bis wir hindurchgegangen waren; 24 damit alle Völker auf Erden erkennen, wie mächtig die Hand des Herrn ist, und damit ihr den Herrn, euren Gott, allezeit fürchtet!

 Dann fragte Uwe (der am Mittwoch die Andacht hatte,): Was sind Deine Gedenksteine?  Was erinnert Dich an Gott, Sein Wirken, Handeln, Reden Erhören …? Eigentlich müssten wir alle, die wir zu Jesus gehören, eine Allee mit Gedenksteinen haben, die unser Leben mit Jesus markieren.

Im anschließenden Zeugnisteil erzählten verschiedene Leute über Gedenksteine in ihrem Leben. Gedenksteine, die an konkrete Begegnungen mit Gott erinnerten. Darunter waren Sternschnuppen, ein Tatoo und – hätte ich was gesagt – ein ganz bestimmter Bibelvers. In weitere Zeugnisse zu anderen Themen ging es um Gottes Maßarbeit, was die Führung im Leben von Menschen angeht und wie wir selbst in und für Krankheiten dankbar sein können. Ein durchweg ermutigender Abend.

Was ist Dein Gedenkstein? Lass Deine Begegnungen und Erfahrungen mit Gott nicht in Vergessenheit geraten. Du musst sie Dir nicht gleich eintätowieren lassen J, aber schreib Dir auf, was Du mit Jesus erlebst oder häng Dir eine Erinnerung auf. Es wird Dich immer wieder an Jesus erinnern und Dir Möglichkeiten schenken, mit andern über Ihn zu reden.

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht,
was er dir Gutes getan hat!
(Psalm 103:2)