„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 8. Dezember 2022

Fußball WM und Christusnachfolge

Heute vor einer Woche sind sie ausgeschieden, die deutschen Kicker.
Und seit heute vor einer Woche ist Deutschland im Krisenmodus, was den Fußball angeht.
Der eine hat schon den Hut genommen. Weitere werden wohl folgen.
Wen wundert eigentlich das Ganze? Mich nicht! Interessanterweise sehe ich eine Parallele zwischen der WM und unserem Christsein. Lass mich erklären.

Hunderte von Webseiten haben irgendwo in ihrer Überschrift: „Kein WM Fieber“, „WM Fieber bleibt aus“ oder dergleichen. Und das ist verständlich. Im Vorfeld ging es ja gar nicht um die WM – oder zumindest nur am Rand. Die WM wurde in diesem Jahr lediglich zum Zugpferd für die eigentliche Thematik: Den neu (aber falsch) definierten Regenbogen, die Kapitänsbinden, den (z.T. berechtigten) Protest gegen das Gastgeberland und – in einseitigem und eingeschränktem Maß – die Menschenrechte außerhalb der LGBTQ Bewegung. Die wesentlich brutalere und weiter verbreitete Unterdrückung erfahren Christen in Katar. Das Land nimmt Platz 18 in der Welt ein, was Christenverfolgung angeht. Es schien, dass es bei der deutschen Bevölkerung, den Medien, den Sportverantwortlichen und den Spielern nur eine Hauptthematik gab: den Regenbogen. 

Dass das Protest-Mannschaftsfoto (alle Spieler mit der Hand vor dem Mund) nur von 2 Spielern wirklich forciert und schließlich durchgedrückt wurde, spricht eine deutliche Sprache – und unterstreicht die Tatsache, wieviel Macht eine vokale Minderheit ausüben kann.

All das und mehr hat den sportlichen Aspekt der WM in den Schatten gestellt. Selbst die Medien berichten, dass der ganze Trubel die Spieler belastet und abgelenkt habt.

Und was hat das mit mir zu tun und mit meinem Christsein? In Philipper 3:13+14 heißt es:

Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, 14 und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

„Eins aber tue ich …“

Zielstrebigkeit! Davon redet Paulus hier und auch in 1 Korinther 9:26, wo er schreibt:

So halte ich mir stets das Ziel vor Augen und laufe mit jedem Schritt darauf zu. Ich kämpfe wie ein Boxer, aber nicht wie einer, der ins Leere schlägt.

Zu viele Nachfolger Jesu geben ihren Sieg leichtfertig auf, weil sie eine (vielleicht) wichtige Nebensache zur Hauptsache machen. Der Kampf hierfür … der Einsatz dafür … meine Zeit für dies … mein Geld für das … und bevor man es bemerkt – oder auch ohne dass man es je bemerkt – ist das Ziel verschoben und unsere Kraft vertan.

Weil die WM keine Fußball WM mehr war sondern ein Event der Nebensächlichkeiten, darum fehlte das WM Fieber in Deutschland. Die TV Quoten waren extrem niedrig. Wenige wollten unsere Fußballer sehen, weil es nicht mehr um das ging, um das es hätte gehen sollen.

Das wird uns Christen auch so gehen. Wenn wir uns nicht kompromisslos und eingleisig auf das konzentrieren, worum es in unserem Leben geht, werden die Menschen um uns herum kein Interesse haben, unsere Botschaft von Jesus zu hören.

Liebe Geschwister! Neben vielen unwichtigen Zielen gibt es tatsächlich auch Ziele, für die sich ein Einsatz lohnt. Aber lasst uns immer auch auf die Zahlen der „Einsatzteilnehmer“ schauen. Tausende, Hunderttausende oder gar Millionen setzen sich für Ziele in der Welt ein, die sie für wichtig halten. Als Christen müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass für das höchste Ziel: Jesus – nur wenige „Einsatzkräfte“ zur Verfügung stehen. Unsere Kraft muss gebündelt werden; vorwiegend für Ziele, die die Ewigkeit betreffen und Jesus und Seinen Auftrag an uns zum Inhalt haben. Lasst uns heute und ab heute unsere Ziele, unsere Einsätze und unsere Prioritäten prüfen und unseren Einsatz für Jesus (wieder) an oberste Stelle rücken.

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Wenn es Gott nicht gäbe ...

Darüber musste ich schon oft nachdenken. Wo wäre ich, wenn es Gott nicht geben würde? Was tät ich, wo hinein würde ich mich investieren, wenn es keinen Glauben gäbe? Leere!

Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles relativ. Was Martina für richtig hält, hält Martin für falsch. Was für Alexandra Wahrheit ist, ist für Alexander Lüge. Was Paula für wertvoll und ethisch hält, hält Paul für verwerflich. Und alle hätten Recht, denn übergeordnete Massstäbe gäbe es nicht. Bereits der russische Schriftsteller Dostojewski, der im 19 Jahrhundert lebte, schrieb: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."

Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles sinnlos. Warum sollte ich mein Leben lang arbeiten, um dann in der Nichtexistenz zu verschwinden? Warum sollte ich Steuern zahlen, damit es anderen besser geht? Warum sollte ich mich an Menschengesetze halten, die mich einschränken, und den anderen nützen? Warum sollte ich nicht alle Angebote des Lebens genießen, bis dass sie langweilig werden, und dann aussteigen?

Wenn es Gott nicht gäbe, bliebe alles ohne Antwort. Die Antwort auf das „Woher“ wäre absolut unbefriedigend: Zufall steigert nicht gerade unser Selbstwertgefühl. Die Antwort auf das „Wozu“ wäre ebenso unbefriedigend, denn was aus dem Zufall geboren ist, ist zunächst einmal ziellos. Und die Antwort auf das „Wohin“ wäre schlichtweg deprimierend. Vom Nichts zum Nichts ist einfach kein erhebender Gedanke und auch kein motivierender.

Wenn es Gott nicht gäbe, würden die Menschen trotzdem die Bedürfnisse haben, die sie jetzt haben. Allerdings gäbe es vermutlich nur Wenige, die sich bemühen würden, diese Bedürfnisse zu stillen. Warum auch? Menschen mit und ohne Gott haben das Bedürfnis nach Liebe, Angenommensein, Hoffnung, Gesundheit, Verständnis, Treue, Vergebung, Harmonie, Freude, Frieden und dergleichen.

Menschen ohne Gott sind auf der Suche und finden bestenfalls in begrenztem Maße, wonach sie suchen. Menschen mit Gott haben das Potential, die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen durch Jesus zu stillen oder sie direkt mit der Quelle, Jesus, bekannt zu machen. Das ist möglich, weil Menschen mit Gott einen übergeordneten, ewigen, Maßstab haben, der von Gott selbst maßgeschneidert wurde. Menschen mit Gott haben kein sinnloses Leben.

Sie kennen ihr WOHER! (Psalm 139:14-16)
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde. Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Sie kennen ihr WOZU! (Jesaja 43:7; Kolosser 3:23; Epheser 2:10)
einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe
Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen,
Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Sie kennen ihr WOHIN! (Lukas 23:43)
Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles sinnlos.
Weil es Gott gibt, gibt es keine Sinnlosigkeit.

Dienstag, 6. Dezember 2022

Der Bischof von Myra

Wir kennen ihn alle, diesen Alten mit rotem Mantel und weißem Bart. Um ihn hat sich eine - für Kinder wunderbare - Tradition entwickelt. Wäre dieser heute geboren – wäre er ein Türke und würde in einer türkischen Kirche arbeiten: Nikolaus, Bischof von Myra. Um seine Person ranken sich unzählige Legenden, Mischungen von Wahrheit und Erfindung. 

Möglicherweise im Jahr 270 wurde Nikolaus geboren. Gestorben soll er an einem 6. Dezember sein irgendwann zwischen den Jahren 345 und 351. Daher das Datum des 6. Dezembers! Die Tatsache, dass Bischof Nikolaus ein geistliches Amt begleitete zeigt, dass ihm der Glaube an Gott etwas bedeutete. In Lukas 19 vergleicht sich Jesus mit einem Edelmann, der sein Volk eine Weile verläßt, seine Knechte ruft, ihnen Geld anvertraut und zu ihnen sagt:

Handelt damit, bis ich wiederkomme! (Vs 13)

Wahrscheinlich hat Nikolaus von Myra nach dieser Devise gelebt. Viel Gutes wird über ihn berichtet – auch im Zusammenhang mit Kindern. Eine Legende besagt, dass ein verarmter Vater seine drei Töchter zu schamvollen Dingen auf die Strasse schicken wollte, weil er selbst zu wenig besaß, um sie gut zu verheiraten. Nikolaus erfährt von der Notlage und wirft in den nächsten 3 Nächten 3 Klumpen Gold in die zum Trocknen aufgehängten Socken.

In einer anderen Legende wird berichtet, dass Piraten alle Getreideschiffe gekapert hatten und sie nur gegen Lösegeld der Stadt Myra freigeben wollten. Die Stadt war vom Hungertod bedroht, konnte aber nicht genügend Lösegeld auftreiben. Daraufhin verlangten die Seeräuber die Kinder der Stadt als Sklaven. Nikolaus opferte den gesamten Kirchenschatz und die Seeräuber gaben sich zufrieden und zogen ab. Kein Wunder, dass St. Nikolaus zum Schutzheiligen der Kinder erklärt wurde.

Sicher kann man aus diesen Legenden seine Schlüsse ziehen. Wichtiger aber noch ist, dass wir – wie vielleicht Nikolaus von Myra – uns die Worte Jesu zur Devise machen:

Handelt, bis ich wiederkomme! (Lukas 19: 13)

Jesus hat uns viel, sehr viel anvertraut. Gesundheit, Freiheit, Gaben, Finanzen, Talente, Beziehungen und so viel mehr. Lasst uns damit handeln und Gutes tun, bis Er wiederkommt. Der Advent erinnert uns daran, dass das schon sehr bald sein kann. Vielleicht sogar heute!

Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden
denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, 
wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:9)

Montag, 5. Dezember 2022

 4 Mitarbeiter … und Du

Wenn wir von vier Personen reden, die am Reich Gottes mitgearbeitet haben, dann kommen uns vielleicht zunächst die vier Freunde des gelähmten Mannes in den Sinn, die ihren Freund zu Jesus brachten. Sie scheuten keine Mühe und Kosten, das Dach des Versammlungshauses abzudecken und ihren kranken Freund an Seilen vor Jesu Füßen abzuseilen. Wirklich, eine faszinierende Leistung. Sicher werden wir ihre Namen im Buch des Himmels gelistet sehen.

Was wohl als Erklärung hinter ihren Namen stehen wird?

Was wohl als Erklärung hinter Deinem und meinem Namen stehen wird?

Aber um diese vier namentlich unbekannten – und doch bekannten Männer geht es heute nicht. Es geht vielmehr um vier namentlich bekannte – und doch recht unbekannte Mitarbeiter im Reich Gottes. Sie werden erwähnt in Kolosser 4:10-13. Alle werden namentlich erwähnt und mit einer oder mehreren Beschreibungen vorgestellt.

Paulus bestellt am Schluss seines Briefes an die Kolosser Grüße von:

ð Aristarchus, seinem Mitgefangenen

ð Markus, dem Vetter des Barnabas

ð Jesus, der auch Justus genannt wird

ð Epaphras: der ein Knecht Jesu, ein Eiferer und Gebetskämpfer ist,

Zunächst scheinen es viel unscheinbare Männer zu sein, die zum Team des Paulus gehörten. Aber mit etwas Nachforschen lernen wir wichtige Lektionen durch diese Arbeiter des Herrn.

Aristarchus begleitete den Apostel Paulus durch lebensgefährliche Situationen. Jetzt lässt er als sein Mitgefangener die Gemeinde in Kolossä grüßen. Aristarchus ermutigt uns, in und unter allen Umständen treu zu bleiben.

Markus versagte auf seiner allerersten Missionsreise und gab auf. Jetzt, viele Jahre später, nennt Paulus ihn „Mitarbeiter für das Reich Gottes.“ Durch Markus werden wir ermutigt, dass Versagen Dank Gottes Gütenicht die letzte Station in unserem geistlichen Leben sein muss.

Jesus, auch Justus genannt, kam aus dem jüdischen Hintergrund. Dem Volk der Juden bescheinigte Gott bereits im Alten Testament ein hartes und verstocktes Herz. Aber Justus hatte Jesus gefunden und diente Ihm. Justus ist ein wandelnder Beweis, dass Gottes Heil auch unter denen mächtig ist, die verhärtete Herzen haben.

Schließlich Epaphras, der vermutliche Gemeindegründer in Ephesus. Epaphras ist uns eine gewaltige Ermutigung und ein großes Vorbild im eifrigen Gebetskampf zur Ehre Gottes.

Vier relativ unbekannte Namen – für alle Ewigkeit festgehalten im Wort Gottes. Bis heute wirken diese Männer für Jesus, obwohl sie längst bei Jesus in der Herrlichkeit sind. 

 

Wenn im Himmel die Bücher der christlichen Weltgeschichte weitergeschrieben – und später einmal aufgeschlagen würden – was würde wohl als Zusatz zu Deinem und meinem Namen stehen? 

 

Vielleicht etwas ganz anderes als bei den vier Männern im Kolosserbrief.

ð Vielleicht etwas, das damit zu tun hat, das Evangelium weiterzugeben.

ð Vielleicht ein Zusatz, der uns charakterisiert als jemand, der die Kranken besucht oder sich um sie kümmert.

ð Vielleicht ein Zusatz, der damit zu tun hat, dass wir den Bedürftigen helfen oder die Traurigen trösten.

ð Oder auch einer der Zusätze, von denen wir heute gelesen haben. Vielleicht möchte der Herr gerade einen von denen in unser Leben einbauen.

Egal WAS hinter unserem Namen steht – Hauptsache es zeichnet uns aus als Menschen, die voll und ganz und bis zuletzt zur Ehre Jesu gelebt hat.

Möge der Herr Dich dabei segnen!

Die ausführliche Predigt zum Thema findest Du in Kürze HIER – oder bereits heute ab Minute 56:30 auf youtube HIER.

Sonntag, 4. Dezember 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigttext:
Kolosser 4:10-13

10  Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Vetter des Barnabas — ihr habt seinetwegen Anordnungen erhalten; wenn er zu euch kommt, so nehmt ihn auf! —,
11 und Jesus, der Justus genannt wird, die aus der Beschneidung sind. Diese allein sind meine Mitarbeiter für das Reich Gottes, die mir zum Trost geworden sind.
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer der Euren ist, ein Knecht des Christus, der allezeit in den Gebeten für euch kämpft, damit ihr fest steht, vollkommen und zur Fülle gebracht in allem, was der Wille Gottes ist.
13 Denn ich gebe ihm das Zeugnis, dass er großen Eifer hat um euch und um die in Laodizea und in Hierapolis.

Anbetung - Predigt - Gebet 
Einladung zum gemeinsamem Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Laßt uns unseren Herrn nachahmen 
in Seinem Mitgefühl denen gegenüber, 
die vom Weg abgekommen sind. 
Dann wird es uns am leichtesten fallen, 
ihnen ihre Sünden zu vergeben, 
und so helfen wir ihnen auch am ehesten, 
vor dem Herrn zu bekennen, 
um damit Gottes Vergebung zu erlangen. 
Fleischliche Härte verhärtet das Herz desjenigen, 
der vielleicht mit göttlichem Mitleid 
hätte gewonnen werden können."
(Robert Cleaver Chapman)