„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 10. November 2022

Freunde

Hast Du welche? Hast Du gute Freunde? Freunde die da sind, wenn Du sie
brauchst? Freunde, die auch da sind, wenn Du sie nicht brauchst? Echte Freunde?

Eine Zeitung startete einen Umfrage-Wettbewerb, um herauszufinden, mit welchen Worten ihre Leser Freundschaft beschreiben würden. Die überzeugendste Antwort war:

„Ein Freund ist jemand, der reinkommt, wenn alle anderen rausgehen.“

Starke Antwort! Wohl dem, der JESUS zum Freund hat. Er ist ein Freund, der genau das tut!

Hier einige Verse aus der Bibel, die entweder direkt oder indirekt von Jesus reden.

Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren. (Sprüche 17:17)

Ist das nicht genau der Grund, warum Jesus kam?! Wegen unserer Not und Verlorenheit wurde Er geboren. Um zu Sterben wurde Er geboren.

Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. (Johannes 15:13)

Er kam, ließ Sein Leben für uns, besiegte den Tod, auferstand von den Toten und beschenkte uns mit jeder Segnung, die aus Seinen Taten der Liebe floss!

Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe. (Johannes 15:15)

Mit hineingenommen hat uns der Herr, hat uns offenbart, was Er tun möchte, hat uns Seine Pläne gezeigt. Und nicht nur das! Er möchte uns mit hineinnehmen in die Erfüllung dieser Pläne!

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete. (Johannes 15:24)

Freundschaft mit Jesus offenbart sich durch Gehorsam gegenüber Seinem Auftrag und Seinem Wort. Und diese Freundschaft ist einzigartig eng, treu und verbunden.

Wer viele Gefährten hat, der wird daran zugrunde gehen, aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder. (Sprüche 18:24)

Jesus als Freund – besser wirds nicht mehr!

Welch ein Freund ist unser Jesus, o wie hoch ist Er erhöht!
Er hat uns mit Gott versöhnet und vertritt uns im Gebet.
Wer mag sagen und ermessen, wie viel Heil verloren geht,
wenn wir nicht zu Ihm uns wenden und Ihn suchen im Gebet!

Mittwoch, 9. November 2022

Von Vergesslichkeit und Weidenkörben

Kennt Ihr den Frust, morgens in Eurer Bibel zu lesen und kurze Zeit später vergessen zu haben, um was es in dem gelesenen Bibelabschnitt ging? Ich kenne das! Und es frustriert mich. Allerdings gibt es Illustrationen, die mir zu verstehen helfen, dass Bibellesen trotzdem gut und wichtig ist. Ich denke da z.B. an ein Essen. Wenn ich mittwochs zu einem Mittagsbüffet eingeladen wurde, weiß ich am Samstag nicht mehr alles, was ich gegessen habe. Aber ich weiß, dass es geschmeckt, mich gestärkt und gesättigt hat. So ähnlich geht es mir auch oft beim Bibellesen. Es erfreut, stärkt und sättigt mich, auch wenn ich nicht alles in Erinnerung behalte. Kürzlich fand ich eine weitere Illustration zum Thema:

Ein unbekannter Verfasser schreibt von einem alten Bergbauer, der von seinem Enkel besucht wird. Der Opa ist ein gläubiger Christ und gewohnt, jeden Morgen in der Bibel zu lesen. Das behält er auch während des Besuchs seines Enkels bei.

An einem Morgen kommt der Junge mit einer Frage zu seinem Opa: „Opa, ich möchte die Bibel genauso lesen wie Du, aber so Vieles verstehe ich nicht. Und wenn ich was verstehe, vergesse ich es oft schon kurz nachdem ich die Bibel wieder weggelegt habe. Was nützt es mir überhaupt, in der Bibel zu lesen, wenn ich alles wieder vergesse?

Der Opa hatte gerade einige Scheite Holz aus einem alten Weidenkorb genommen und ins Feuer gelegt. Er antwortete dem Enkel: „Nimm den Weidenkorb und hole Wasser aus dem Fluss.

Der Junge tat, was ihm sein Opa gesagt hatte, doch das ganze Wasser sickerte aus dem Korb, bevor er wieder am Hof angekommen war.

Sein Opa lachte: „Du läufst nicht schnell genug, Junge. Lauf schneller, damit das Wasser im Korb bleibt!

So rannte der Junge wieder zum Fluss. Er füllte den Weidenkorb erneut und rannte so schnell er konnte zurück. Doch wieder war der Korb leer, als er ankam.

Keuchend stammelte er: „Opa, es ist unmöglich, Wasser in einem Korb zu holen. Ich nehme den Eimer!“ Aber der Opa stoppte ihn und antwortete: „Nein, ich möchte nicht Wasser in einem Eimer, sondern in einem Korb! Du wirst das schon schaffen. Streng Dich noch ein bisschen mehr an!

Der Junge gehorchte, obwohl er wusste, dass es nichts bringen würde. Als er zurückkam, war der Korb wieder leer. Er sagte: „Opa, das ist sinnlos!

Sein Opa schaute ihn an, lächelte und sagte: „Du meinst, es sei sinnlos. Aber schau Dir den Korb mal an!

Jetzt erkannte der Junge, dass der Korb ganz anders aussah. Zuerst war er voller Späne und Staub gewesen. Jetzt war er sauber.

Das Gleiche passiert, wenn Du die Bibel ernsthaft liest“ erklärte ihm sein Opa. „Du wirst nicht immer alles verstehen. Manches wirst Du auch wieder vergessen. Aber wenn Du sie regelmäßig liest, wird sie Dich von innen heraus verändern.

Da verstand der Junge, warum sein Opa ihn bat, mit einem Weidenkorb Wasser zu holen. Er verstand auch, wie wichtig es ist, regelmäßig die Bibel zu lesen, auch wenn man so Manches wieder vergisst.

Auch heute Abend - 19:30 Uhr - beschäftigen wir uns wieder mit Gottes Wort in unserer Bibelstunde - u.a. mit dem Thema: Was geschieht mit der Seele eines Gläubigen, wenn er stirbt?

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Herzlich Willkommen!

Dienstag, 8. November 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes – W

Die nächsten beiden Wochen werden schon zu einer Herausforderung, wenn es um die Buchstaben X und Y geht. Aber der Buchstabe W scheint unerschöpflich, wenn es um Titel, Namen und Eigenschaften Gottes geht.

Natürlich kommen die Begriffe zunächst in den Sinn, die wir immer wieder besingen und im Gebet erwähnen. Aber gerade deshalb – weil sie so häufig benutzt werden – verlieren sie manchmal ihre Tiefe, ihre Schönheit und ihren Umfang. Zu den gängigen Eigenschaften und Namen gehören Begriffe wie Weg, Wahrheit, Wunderbar (als Name und als Eigenschaft), würdig, weise, wahrhaftig, die Wurzel Davids, das Wort, das Wort Gottes, das Wort des Lebens. Alle diese Begriffe sind uns geläufig – oft zu geläufig, und es mag die Zeit wert sein, über diese bekannten Namen oder Eigenschaften ein paar Minuten nachzudenken und zu überlegen: Warum sind diese Beschreibungen wertvoll für mich?

Aber es gibt durchaus Titel oder Wesenszüge Gottes mit „W“, die nicht so geläufig sind vielleicht sogar den einen oder anderen überraschen werden. So lesen wir in Psalm 22:6-9:

Zu dir riefen sie und haben Rettung gefunden; auf dich vertrauten sie und wurden nicht zuschanden. 7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. 8 Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie reißen den Mund auf und schütteln den Kopf: 9 »Er soll doch auf den Herrn vertrauen; der soll ihn befreien; der soll ihn retten, er hat ja Lust an ihm!«

Psalm 22 galt den Juden als messianischer Psalm. Mehrere Verse werden im Neuen Testament in Bezug auf Jesus zitiert. Ist Dir das „W“ Wort in den zitierten Versen aufgefallen?

Gut, in Zeiten des Tierschutzes mag man es kaum schreiben, aber einen Wurm würden die Meisten als relativ wertloses Tier einstufen. Man kann wenig bis nichts damit anfangen – bestenfalls an Hühner verfüttern. Würmer sind eher verachtet oder werden von vielen als eklig angesehen. Prophetisch beschreibt der Psalmist das gefühlte Elend Jesu am Kreuz und legt ihm die (inspirierten) Worte in den Mund: „Ich aber bin ein Wurm und nicht ein Mann.

In Seiner Hilflosigkeit, Zerschlagenheit, Gottverlassenheit – in Seinem Zertretensein und Seinem Entstelltsein durch alles Leid wird Jesus hier als „Wurm“ bezeichnet. Der Mensch-gewordene Gott – erniedrigt zu einem „Wurm“.

Auch mit dem „Wind“ wird Gott in Verbindung gebracht. Jesus bringt den Wind in Verbindung mit dem Heiligen Geist, wenn Er in Johannes 3:8 erklärt: Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.

Als dann der Heilige Geist an Pfingsten kam, war das auch in Verbindung mit Wind, wie wir in Apostelgeschichte 2:2-4a lesen: Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. 4 Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt

Auch dem Propheten Elias begegnete Gott in einem sanften Säuseln des Windes.

Herrlich und aussagekräftig auch die Aussage in Johannes 15:1: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.

Jesus ist der Weinstock mit dem wir als Reben verbunden sein dürfen, der uns versorgt mit allem, was wir brauchen und zu dem reifen lassen möchte, was Seiner würdig ist. Und unser himmlischer Vater ist der Weingärtner, der nichts lieber sieht, als dass die Reben voll im Saft stehen und der Weinstock Frucht tragen. Weinstock und Weingärtner meinen es gut – nur gut –  mit den Reben.

„Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob!“

Ja, würdig ist Er! Würdig ist Er unseres Lobes!

Montag, 7. November 2022

Vogelfänger

Von August Gottlieb Meissner aus dem 18. Jahrhundert stammt die Geschichte über den Lockvogel. 

Ein Vogelsteller hatte seinen Herd bereitet und sein Fangnetz ausgelegt. Dazu hatte er einen Lockvogel gesetzt, der vortrefflich singen konnte.

Die Vögel in der Nachbarschaft hörten den herrlichen Gesang des Lockvogels, flogen herbei und sahen das im Netz leuchtende Futter. "Was für ein Überfluß an Speisen hier liegt“, sagten die Vögel zueinander. „Und wie freundlich uns unser Geselle, dem selbst so wohl ist, uns dazu einlädt! Diese gute Gelegenheit wollen wir sicher nutzen"; und damit stürzten sie sich auf das reichlich ausgestreute Futter.

Kaum hatten sie aber zu fressen begonnen, fiel das Garn, und sie verloren Freiheit und Leben.

Nur ein Vogel hatte sich abseits gehalten. Ihm rief jetzt der Lockvogel zu: "Wer hat dich allein so klug gemacht, daß du nicht näher gekommen bist?" "Nun, eine einfache Lehre meines Vaters“, antwortete der Angesprochene. „Sohn," sagte er oft zu mir, "wenn man dir etwas Verlockendes zeigt, gar so schön anzusehen und gar so leicht zu erlangen, so hüte dich; denn allzu oft liegt Betrug im Hinterhalt.“

Auch die Bibel spricht von Vogelfängern. Gott klagt durch den Propheten in Jeremia 5:26:

Denn unter meinem Volk finden sich Gottlose;
sie liegen auf der Lauer, ducken sich wie Vogelsteller;
sie stellen Fallen, um Menschen zu fangen.“

Vogelsteller sind demnach in diesem Fall Gottlose (selbst innerhalb des Volkes Gottes), die nur ein Ziel haben: Menschen in die Gefangenschaft zu führen. Das mag eine Gefangenschaft in unbiblischen Sonderlehren sein oder eine Gefangenschaft unter einer Lehre, die nicht falsch ist, aber überbetont wird. Vielleicht ist es auch eine Gefangenschaft unter verschiedenen Gesetzen, die Gott so, wie sie von den Vogelstellern gelehrt werden, gar nicht offenbart hat. Es gibt sogar Menschen, die in unbiblischen „Freiheiten“ gefangen sind, d.h., die sich außerbiblische Freiheiten herausnehmen, die Gott nie für sie bestimmt hat.

Vogelsteller – innerhalb und außerhalb der Gemeinde Jesu – wollen in Gefangenschaft führen. Gott hat nie – NIE – diese Gefangenschaft für Seine Kinder vorgesehen. Darum ruft Er uns in Sprüche 6:5 zu:

Rette dich aus seiner Hand wie eine Gazelle und
wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers!

Oh!? Bei wem liegt denn da die Verantwortung zur Rettung? Man könnte meinen, bei uns selbst. Aber das stimmt nicht ganz! Bei uns liegt eine TEIL-Verantwortung. Wir retten uns aus der Hand des Vogelstellers, indem wir uns ZU JESUS retten. Er, unser Retter, nimmt uns dann unter Seine Fittiche, wie eine Henne ihre Küken. Der Psalmist erklärt in Psalm 91:3:

Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers
und vor der verderblichen Pest.

Satan, die Welt und unser Fleisch (unsere gelernte Unabhängigkeit von Gott) präsentieren uns täglich herrliches „Futter“, verlockendes Material, dass unser Leben leichter, schöner, erfüllter, satter und bunter macht. Aber in alle diesen Angeboten gibt es viel Kleingedrucktes. Und dabei geht es immer um Gefangenschaft. Wie heißt es in der Fabel:

„Wenn man dir etwas Verlockendes zeigt, gar so schön anzusehen und gar so leicht zu erlangen, so hüte dich; denn allzu oft liegt Betrug im Hinterhalt.“

Laufe heute zu Jesus! Lebe heute im Licht Jesu. Rette Dich heute zu Jesus. Bei Ihm ist Freiheit, wahre Sättigung und erfülltes Leben!

Sonntag, 6. November 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigttext:
Kolosser 4:5+6

5 Wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb der Gemeinde sind, und kauft die Zeit aus!
6 Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt.
Anbetung - Gottes Wort 

Anbetung - Predigt
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zu gemeinsamem Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Wenn man das Wort Gottes pflichtmäßig und mechanisch liest, wird man nicht viel Nutzen davon haben. Ich habe erst von der Zeit an Segen vom Bibellesen gehabt, als ich angefangen habe, die Bibel mit dem Fragezeichen der Selbstprüfung zu lesen. Dadurch wird das Wort lebendig und persönlich, wenn man sich beim Lesen des Wortes fragt: Habe ich das? Weiß ich das? Tue ich das? Will ich das? Wenn man so das Wort Gottes liest, dann fängt über dem Lesen der Herr an, mit uns zu reden. So kommt man, ohne dass man es merkt und weiß, ins Gebet hinein.
(Ernst Moderson)