„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 7. September 2022

Zeugnisabend - 2. Petrus 3:15

Im Andachtsheft „Our Daily Bread“ konnte man über Franz von Assisi lesen, der einmal einen jungen Mönch einlud, mit ihm in der Stadt zu predigen. Der Mönch fühlte sich geehrt, die Einladung erhalten zu haben, und nahm sie gerne an.

Den ganzen Tag gingen er und Franz von Assisi durch die Straßen, Nebenstraßen und Gassen der Stadt und sogar in die Vorstädte. Sie trafen Hunderte von Menschen.

Am Ende des Tages machten sich die beiden auf den Heimweg. Nicht einmal hatte Franziskus vor einer Menschenmenge gepredigt, noch hatte er mit irgendjemandem über das Evangelium gesprochen.

Sehr enttäuscht sagte sein junger Begleiter: „Ich dachte, wir würden in die Stadt gehen, um zu predigen.“ Franziskus antwortete: „Mein Sohn, wir haben gepredigt. Wir haben gepredigt, während wir gingen. Wir wurden von vielen gesehen und unser Verhalten wurde genau beobachtet. Es nützt nichts, irgendwohin zu gehen, um zu predigen, es sei denn, wir predigen überall, während wir gehen!

Was für ein wahres Wort des Begründers zweier Mönchsordern – der Franziskaner und der Kapuziner.

Das unser Leben auch ohne Worte ein Zeugnis für Jesus sein soll – daran müssen wir immer wieder erinnert werden. Aber auch daran, dass wir nicht schweigen sollen von der Hoffnung, die in uns ist. Einen wunderbaren, herausfordernden Vers gibt Gott uns durch den Apostel Petrus (1 Petrus 3:15):

Macht Christus zum Herrn eures Lebens. Und wenn man euch nach eurer Hoffnung fragt, dann seid immer bereit, darüber Auskunft zu geben, aber freundlich und mit Achtung für die anderen. (NLB)

Sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung. (SchÜ)

Nicht jeder von uns ist zum Predigen berufen, aber jeder von uns berufen, in Worte fassen zu können, was Jesus für uns getan hat. Jeder von uns ist berufen, von Jesus zu erzählen, der unsere Hoffnung ist und warum Er unsere Hoffnung ist.

So viele Menschen sind durch das schlichte Zeugnis eines Christen an Jesus gläubig und gerettet worden, obwohl sich der Christ völlig schwach und unfähig fühlte! Wie viele sind zum Glauben gekommen durch ein Traktat, das ihnen in die Hand gedrückt wurde! Einer meiner Freunde wurde gläubig durch ein Traktat, dass er aus der Gosse aufhob.

Lass Dich ermutigen, für Jesus zu leben und ihn mit Deinem Mund zu bezeugen. Es kommt nicht auf Deine Fähigkeiten an, sondern auf Deine Bereitschaft!

Heute Abend – am 1. Mittwoch im Monat – findet unser Zeugnisabend statt. Komm und finde heraus, was das bedeutet, wie so etwas abläuft. Und wenn Du es bereits weißt, dann komm und mach mit. Rede
in schlichten Worten von dem, was Gott Dir Gutes getan hat und gib Jesus die Ehre!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

                                                               Herzlich Willkommen!


Dienstag, 6. September 2022

Von Gott verlassen!?

 So muss sich David oft gefühlt haben. Ihm ging es oft dreckig, wahrscheinlich öfter, als man meint.

  • Als Jüngster von sieben Brüdern wurde er nicht mal vom Feld geholt, als der berühmte Prophet Samuel zu Besuch kam – geschweige denn, dass er eine denkbare Option für den Königsthron gewesen wäre. Aber hier können wir uns vorstellen, dass Davids jugendlich-unbeschwertes Wesen ihn noch darüber hinweggebracht hat – vielleicht sogar mit einem fröhlichen Lachen. Trotzdem!
  • Nicht lange später kommt David an den Königshof um Saul Gutes zu tun und ihm zu dienen.
  • Zweimal wirft Saul seinen Speer nach ihm, um ihn umzubringen.
  • Jahrelang muss er vor dem mordlüsternen König fliehen.
  • Jahrelang ist er umgeben von einer wilden Truppe zweifelhafter Gestalten.
  • Immer wieder erfährt er Rückschläge.
Dann wird er König!
Ein König mit vielen Kriegen und viel Blutvergießen
Ein König mit vielen schlimmen Sünden, einschließlich Mord & Ehebruch
Ein König, dessen Sünde Tausenden seines Volkes das Leben kostete.

Nun, David wird immer noch „Mann nach dem Herzen Gottes“ genannt. Aber leicht hatte er es nicht immer! Und es ist verständlich – nur zu verständlich – dass er sich manches Mal von Gott verlassen, vergessen und alleingelassen fühlte. Man nimmt an, dass es während seiner Flucht vor Saul war, als er die Worte in Psalm 31 schrieb:

Entsetzt hatte ich schon gedacht: 
"Herr, du hast mich verstoßen!" (23)

Aber sein Entsetzen und seine Furcht trieben ihn nicht in die tatenlose Resignation. Er schreibt weiter:

„Doch du hast die Stimme meines Flehens gehört, 
als ich zu dir schrie. Liebt den Herrn,
alle seine Frommen! Der Herr bewahrt die Treuen, 
und er vergilt reichlich dem,
der hochmütig handelt. Seid stark, und euer Herz fasse Mut,
ihr alle, die ihr auf den Herrn harrt!“ (24+25)

Auch uns ergeht es wie David, dem einen mehr, dem anderen weniger. Niemand, der mit Jesus lebt, kommt an Zeiten vorbei, in denen er sich Fragen stellt. Wo ist Gott? Warum hört Er mich nicht? Hat Gott mich verlassen? Hab ich es mir mit Ihm verscherzt? Gibt es ein zurück? Wird Er mich wieder annehmen, einsetzen, gebrauchen können? Wieviel Güte und Vergebung kann ich von Gott erwarten?

Wenn Dir die Frage kommt: "Herr, hast du mich verstoßen?"  dann wisse, dass die großen Frauen und Männer Gottes dieselbe Frage gestellt haben. Nicht passiv, sondern aktiv: im Gebet. Gottes Antwort war: 
Seid stark, und euer Herz fasse Mut, 
ihr alle, die ihr auf den Herrn harrt!“

„Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“
(Josua 1:5; Hebräer 13:5)

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes - O


Heute wird’s spannend! Name, Titel oder Eigenschaft Gottes mit O! Mit „O“? Gibt’s das? Schauen wir mal, suchen wir mal!

Es ist tatsächlich in vielen Bereichen des geistlichen Lebens so, dass wir meinen, etwas sei hoffnungslos, nicht zu verstehen, nicht zu erklären, nicht zu finden … unmöglich.

Auch die Schriftgelehrten hatten dieses Problem. Und Jesus antwortet ihnen (Matthäus 22:29):

Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt.

Je besser wir die Schrift kennen, umso besser lernen wir auch Jesus kennen und durch Ihn den Vater und den Heiligen Geist. Also, was können wir zum Buchstaben „O“ finden?

»Ich bin das Alpha und das Omega - der Anfang und das Ende«, spricht der Herr und
Gott, der ist, der immer war und der noch kommen wird, der Allmächtige.
(Offenbarung 1:8)
Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. (Offenbarung 22:13)

Interessant! Am Anfang und am Ende des Buches der Offenbarung offenbart sich Jesus als der Anfang und das Ende. Das passt! A und O – Alpha und Omega – sind die beiden Buchstaben, die das griechische Alphabet einrahmen: der erste und der letzte Buchstabe.

Wer über diese Aussage Jesus meditiert, findet schnell verschiedene Wahrheiten, die in diesem Vers enthalten sind:

ð Mit Gott fing alles an: die Schöpfung, unsere Zeit, das Leben auf der Erde, der Heilsplan … alles! Mit Ihm hört alles auf! Natürlich hört Gott nicht auf und auch nicht die ewigen Seelen der Menschen. Aber die Schöpfung, die Er geschaffen hat, wird zu einem Ende kommen. Mit der Neuschöpfung beginnt die Ewigkeit!

ð Mit Gott begann der Weg des Heils! Und Er hat ihn auch vollendet, als Er ausrief: „Es ist vollbracht!

ð Gottes Wort, Seine Offenbarung beginnt mit Jesus und schließt mit Ihm ab. Der erste Vers der Bibel beginnt mit Gott (1 Mose 1:1): „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ Der letzte Vers der Bibel endet mit Gott, genau gesagt mit Jesus, den Sohn Gottes, durch den wir den dreieinigen Gott erst kennenlernen können (Offenbarung 22:21): „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.

„Alpha & Omega“ ist nicht nur eine schöne Redewendung, sondern ein tiefsinniger Titel Jesu.

Ein ermutigender Titel Jesu ist Seine Bezeichnung als ‚Oberhirte‘. In 1. Petrus 5:4 (EÜ) lesen wir: Und wenn der Oberhirte offenbar geworden ist, so werdet ihr den unverwelklichen Siegeskranz der Herrlichkeit empfangen. (1. Petrus 5:4)

Auch hier lohnt sich intensives Nachdenken über diese Bezeichnung Jesu.

  • ER ist der (Ober-)Hirte der Gemeinde, der das letzte Wort hat.
  • ER ist der Verantwortliche Seiner Herde.
  • ER wird nicht immer im Verborgenen bleiben, sondern offenbar werden.
  • ER wird alle belohnen, die bei Seiner Ankunft bereit sind, Ihn zu empfangen.

Was für eine Ermutigung für jeden Pastor, der unter der Verantwortung zum Oberhirten eine Gemeinde als Herde Jesu letet.

Was für eine Ermutigung für jedes „Schaf“ in der Herde Jesu. ER wird als Sieger kommen und uns teilhaben lassen an Seinem Sieg.

„Alpha & Omega“ … „Oberhirte“ … was für herrliche Bezeichnungen unseres Herrn!

Montag, 5. September 2022

Dreiergespann

Eine höchstinteressante Feststellung machen Bibelleser dieser Tage (besser: Jahre), wenn sie sich wiederholende Aussagen im Wort Gottes mit unserer gegenwärtigen Situation vergleichen. Seit vielen Jahren toben brutale Kriege in der Welt, die ganze Regionen aufrütteln. In Syrien tobt der Krieg seit einem Jahrzehnt, der IS ist zwar offiziell besiegt, aber inoffiziell weiter aktiv. Die Ukraine ist vor über einem halben Jahr hinzugekommen, bringt Instabilität und Leiden nach ganz Europa, Afrika und Asien, Einige Experten gehen auch hier von einem jahrelangen Krieg aus.

Während sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder AIDS und Ebola ins Gespräch brachten, dürfte die meisterwähnte Krankheit der letzten 2½ Jahre die Corona Pandemie sein mit all ihren Varianten und Mutationen. Nicht, dass niemand über die Affenpocken reden würde …

Und die Katastrophen, die Nahrungsmittelknappheit hervorrufen haben viele Namen: Ukraine (Getreide), Überschwemmungen (Pakistan), Heuschrecken (Afrika und Mittlerer Osten) und die dramatische Dürre, die – nicht nur in Deutschland und Europa – die Ernten verringert, sondern auch – zumindest bei uns in Deutschland – den Wald schwächt und krankmacht.  

Drei Schlagworte, die die Bibel im Alten und Neuen Testament immer wieder im Paket erwähnt: Schwert, Pest, Dürre … Krieg, Krankheit, Hungersnot. Aus einer Unzahl von Bibelversen hier eine kleine Auswahl:

Und du wirst deinem Feinde, den der Herr gegen dich schicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Blöße und allerlei Mangel, und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat. (5 Mose 28:38+48)

Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn die Pest ausbricht, wenn Kornbrand, Vergilben des Getreides, Heuschrecken und Fresser auftreten werden, wenn sein Feind es belagert in den Städten seines Landes, wenn irgendeine Plage, irgendeine Krankheit auftritt … (1 Könige 8:37)

Entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate lang Flucht vor deinen Widersachern, sodass dich das Schwert deiner Feinde ereilt, oder drei Tage lang das Schwert des HERRN und die Pest im Land und den Engel des HERRN als Verderber im ganzen Gebiet von Israel. So überlege dir nun, welche Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat! (1Chronik 21:12)

Ich werde gegen sie das Schwert, die Hungersnot und die Pest loslassen, bis sie vollständig aus dem Land vertilgt sind, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe! (Jeremia 24:10)

(Diese drei werden allein in Jeremia mindestens 10x zusammen erwähnt)

In Drittel von dir soll an der Pest sterben und in deiner Mitte durch Hunger aufgerieben werden; ein Drittel soll durch das Schwert fallen rings um dich her; das letzte Drittel aber will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her zücken. (Hesekiel 5:12)

Denn so spricht Gott, der Herr: Wie viel mehr, wenn ich meine vier schlimmen Gerichte, das Schwert, den Hunger, wilde Tiere und Pest über Jerusalem senden werde, um Menschen und Vieh daraus zu vertilgen? (Hesekiel 14:21)

Es ist nicht zu übersehen, dass Hunger, Schwert und Pest zu den Mitteln gehören, durch die Gott in besonderer Weise redet. Es sind Mittel, durch die Er straft aber es sind auch Ankündigungen, dass Er es ist, der am Werk ist.

Besonders im NT wird es deutlich: Kriege, Pandemien und Hungersnöte sind als klares Wetterleuchten zu verstehen, das uns zuruft: Jesus kommt bald. Auch andere Zeichen werden erwähnt: wilde Tiere, Erdbeben, Zeichen am Himmel etc.. Aber wenn dieses Dreiergespann: Schwert, Seuche und Dürre zusammenkommen, dann ist es Zeit, sich mal wieder an Jesu Worte zu erinnern und sich bereit zu machen für Sein Kommen.

Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. (Matthäus 24:7)

Und es wird hier und dort große Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen. (Lukas 21:11)

Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, dessen Name ist »der Tod«; und das Totenreich folgt ihm nach. Und ihnen wurde Vollmacht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Pest und durch die wilden Tiere der Erde. (Offenbarung 6:8)

Als Nachfolger Jesu sind wir weder überrascht von den Entwicklungen in der Welt, noch müssen wir uns ängstigen lassen. Nicht dass wir uns über das Elend in der Welt freuen! Im Gegenteil! Wir arbeiten mit daran, es zu lindern. Aber wir freuen uns auf das, was es uns ankündigt: UNSERE ERLÖSUNG!

So auch ihr, wenn ihr seht, dass dies geschieht,
so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist.
(Markus 13:29)

Wenn aber dies anfängt zu geschehen,
so richtet euch auf und erhebt eure Häupter,
weil eure Erlösung naht.
(Lukas 21:28)

Sonntag, 4. September 2022

Herzliche Einladung zum Gottsdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigttext:
Kolosser 3:5-11

5 Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist;
6 um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams;
7 unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.
8 Jetzt aber legt auch ihr das alles ab — Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund.
9 Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen
10 und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat;
11 wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, noch Barbar, Skythe, Knecht, Freier — sondern alles und in allen Christus.

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Manche Christen säen täglich Fleisch aus 
und wundern sich, warum sie keine Heiligkeit ernten.
(Joshua Harris)
 
"Wir sollten jeden Tag das Fleisch kreuzigen, 
die Welt überwinden und dem Teufel widerstehen." 
(John Charles Ryle)