„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Freitag, 26. August 2022

Viele Wege führen nach Rom ...

 … aber nur einer führt zum Himmel.

Wir leben nahe am Wald und unsere Spaziergänge führen uns oft in die Stille des Waldes. An einer Stelle steht ein mächtiger (ur)alter Baum, ein Orientierungspunkt für Wanderer aus allen möglichen Richtungen. Über vier, vielleicht fünf Wanderwege kann man diesen Baum erreichen. Manche sind steil und kürzer, andere länger und dafür etwas flacher. Manche sind beschwerlich durch Wurzeln und Rinnen, andere angenehm hergerichtet. Jeder kann sich einen Weg aussuchen nach seiner Fasson.

Der Weg zum Himmel ist nur einer. Unsere Leben sind unterschiedlich. Da gibt es Leben, die laufen wie geölt, andere haben scheinbar von der Geburt bis zum Tod Sand im Getriebe. Andere liegen dazwischen. Aber der Weg, den sie ausnahmslos alle gehen müssen, ist einer.

Jesus ist DER Weg zum Himmel.

Der Gott der Bibel bezeugt über sich selbst:
Ich, ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter. (Jesaja 43:11)
Ich bin der Herr und sonst ist keiner; 
denn außer mir gibt es keinen Gott. (Jesaja 45:5)
Ich bin der Herr, und sonst ist keiner! (Jesaja 45:18)
Und sonst gibt es keinen anderen Gott, 
einen gerechten Gott und Erretter; außer mir gibt es keinen!
Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde;
denn ich bin Gott und keiner sonst! (Jesaja 45:21+22)

Propheten prophezeien, dass es die Heiden bekennen werden:
Nur bei dir ist Gott, 
und sonst gibt es gar keinen anderen Gott! (Jesaja 45:14)

Jesus behauptet sagt es:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“

Jesus beweist es:
Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich, sandte sie zu Jesus 
und ließ ihn fragen:Bist du derjenige, der kommen soll, 
oder sollen wir auf einen anderen warten? 
 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin 
und berichtet dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: 
Blinde werden sehend, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, 
Taube hören, Tote werden auferweckt, 
Armen wird das Evangelium verkündigt. (Lukas 7:19+21)

Die, die ihn am besten kannten, verkündigen es:
In ihm allein gibt es Erlösung! 
Im ganzen Himmel gibt es keinen anderen Namen,
den die Menschen anrufen können, um errettet zu werden. (Apostelgeschichte 4:12)

Jesus erarbeitete uns, schuf uns diesen Weg in den Himmel:
[Den Eingang in das Heiligtum hat Er uns eingeweiht] 
als neuen und lebendigen Weg
durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch das Opfer seines Leibes. (Hebräer 10:20)

Andere Religionsstifter haben Gebote aufgestellt, zu mehr (vergeblicher) Anstrengung aufgerufen, philosophiert. Jesus hat die Ärmel aufgekrempelt und hat den Weg gebahnt!

Menschen erfahren es
Millionen Menschen haben erfahren, dass Jesus Leben verändert, wie Er es versprochen hat. In 2 Korinther 5:17 verspricht Gott:
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur;
das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

Das haben Menschen erfahren in allen Lagen des Lebens. Fromme und Atheisten, gute Bürger und Massenmörder. Menschen aller Kontinente, aller Hautfarben und aus allen religiösen Hintergründen haben erfahren und bezeugen: Jesus hat mich neu gemacht und mich auf einen Weg gestellt, der mich mit Sicherheit zu Ihm bringt.

Das Siegerländer Original, Berta Isselmann, war einmal in einer Stadt mit der Straßenbahn unterwegs, als der Schaffner den Namen der nächsten Haltestelle durchgab: „Himmelsweg“. Berta Isselmann, nie um das rechte Wort verlegen sagt: „Oh, da können sie gleich ‚Jesus’ rufen, denn Er ist der Weg in den Himmel“

Suche Jesus – und Du findest den Weg zu Gott!

Donnerstag, 25. August 2022

Wie ernst meint es Gott?

Kürzlich bin ich auf Facebook einer Gruppe beigetreten, die sich mit Aussagen der Puritaner beschäftigt. Meist sind es Zitate, die einige Jahrzehnte oder Jahrhunderte alt sind. Was mir auffällt ist die Ernsthaftigkeit, die in diesen Zitaten zum Ausdruck kommt.

Dieselbe Ernsthaftigkeit sehe ich, wenn ich über die Lebensgeschichten der Hugenotten lese, die vor ca 500 Jahren in Frankreich durch schlimmste Verfolgung gingen; oder die Zeugnisse von Christen, die heute unter Verfolgung leiden. Nachfolge ist eine ernste Sache, bis hin zur Frage über Leben oder Tod.

Dem gegenüber steht eine eher lockere Einstellung zur Nachfolge und zum Gericht, wenn es um die Zeit geht in der ich heute lebe – und der Ort, an den Gott mich gestellt hat – und mit mir Millionen anderer Christen. Freiheit, Selbstbestimmung, Angebote und Forderungen nach Toleranz, die mir die kompromisslose Nachfolge erschweren. Die Frage, die ich mir stellen muss lautet: Als Christ bin ich durch Jesus, meinen Erlöser, gerettet. Ich besitze das ewige Leben. Wie wichtig ist kompromisslose Nachfolge überhaupt? Wie kostenpflichtig sind Sünde, „Sündchen“ oder Kompromisse im Glauben? Rentieren sie sich vielleicht doch gelegentlich? Wie ernst meint es Gott?

Als ich mich heute Morgen in meiner Stillen Zeit mit Jeremia beschäftigte, fielen mir in Kapitel 7 die Verse 3-7 auf, in denen Gott zu Seinem Volk sagt:

So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen! 4 Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: »Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist dies!« 5 Denn nur wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, 6 wenn ihr die Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrückt und an dieser Stätte kein unschuldiges Blut vergießt und nicht anderen Göttern nachwandelt zu eurem eigenen Schaden – 7 dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

"Bessert euren Wandel!“ oder auch: „Ändert eure Wege!“ so fordert Gott alle warnend auf, die in Anspruch nehmen, zu Ihm zu gehören. Wie ernst meint es Gott? 

Es ist Gott keineswegs egal, wie wir leben. Er übersieht Sünde nicht. Zwar hat Er selbst unsere Sünden ans Kreuz getragen, was aber nicht bedeutet, dass wir als Seine Kinder leben können, wir wollen. Immer – ohne Ausnahme – ist die Errettung von Menschen mit dem Ruf in die Nachfolge verbunden. Sünde muss aufgegeben werden, das „Fleisch“ (= unsere Unabhängigkeit von Gott) muss gekreuzigt werden. Auch wenn uns, die wir die Liebe und Gnade Gottes betonen, das Wörtchen „muss“ gar nicht so gut schmeckt, zeigt uns Gottes Wort doch unmissverständlich, dass kompromisslose Nachfolge keine Kür, sondern Pflicht ist. Jesus sagt (Matthäus 16:24 / NLB):

„Wer von euch mir nachfolgen will,
muss sich selbst verleugnen
und sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.“

Also doch wieder ein Leben unter Ge- und Verboten? Gottes Wort belehrt uns (Galater 5:1 / LÜ):

 „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!
So steht nun fest und lasst euch nicht wieder
das Joch der Knechtschaft auflegen!“

In unendlicher Geduld und Liebe hilft und erzieht uns unser Erlöser, den Weg der Nachfolge immer konsequenter zu gehen. Manchmal tut Er das durch Ermutigung und Kraft, manchmal durch Korrektur und Schmerz. Immer aber mit göttlicher Barmherzigkeit und Wohlwollen.

Darauf weist auch Jeremia hin. Er füllt seine Predigt nicht nur mit Worten der Warnung vor Gleichgültigkeit und Ungehorsam, sondern er spricht Israel für den Fall des Gehorsams den Segen Gottes zu: „Ich will euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit“

Es lohnt sich immer – IMMER – den Weg konsequenter Nachfolge dem eigenen Weg vorzuziehen.

„Es sollte die Aufgabe eines jeden Tages sein,
sich auf den letzten Tag vorzubereiten.“
(der Puritaner Henry Matthew)

Mittwoch, 24. August 2022

Sa 27.8. - 14-20 Uhr: Sommerfest im Bitzegarten

Richtig! Im Bitzegarten! Vor unserer Haustür - und in unseren Räumen.

Unser Nachbar, das Gesundheitszentrum T1 Neunkirchen, hat uns eingeladen, aktiv an ihrem Sommerfest teilzunehmen. Am Samstag wird allerhand angeboten, um die medizinische Rehaarbeit vom T1 vorzustellen. Auch andere Geschäftszweige stellen sich vor.

Als Gemeinde bieten wir in unserer Coffeebar Kuchen, Kaffee und Tee an. Wir hoffen, dass viele vorbeischauen, besonders auch solche, die sonst nur skeptisch durch die Fenster blicken. Eine gute Gelegenheit, mit einem Freund oder Bekannten vorbeizukommen; besonders mit solchen, die sonst nie eine Gemeinde oder Kirche betreten würden. Herzlich Willkommen!

Wasserströme in der Wüste

Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor; solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde. (Jesaja 43:19)

Es war erschreckend, als wir vor wenigen Tagen aus dem Allgäu-Urlaub zurückkamen. Knapp 3 Wochen hatten wir uns in Bayern erholt und die Dürre und Trockenheit im Rest Deutschlands (fast) vergessen. Wir waren umgeben von fetten, grünen Weiden, zufriedenen, Rindern und – nach einer Regennacht – überfluteten Wiesen.

Auf unserem Rückweg schien es uns, als fuhren wir aus dem Sommer in den Herbst. Je nordwestlicher wir uns bewegten, umso gelber, brauner und vertrockneter wurden die Bäume. Die Wiesen hatten ihr fettes Grün gegen ein strohiges Gelb eingetauscht und viele Felder warteten auf eine vorzeitige Ernte der zu klein geratenen Früchte. Es war erschreckend.

Die ganze Szenerie wurde mir zum Bild für unser Christenleben, wenn uns das Wasser des Lebens mangelt. Ich kenne es aus meinem eigenen Leben und ich beobachte es fast täglich: Jesusjünger, die an der Quelle des Lebenswassers vorbeigehen, auf dem (geistlichen) Zahnfleisch kriechen und alle Attraktivität für Jesus und den Glauben an Ihn verloren haben.

Für manche gilt die Aussage Gottes durch Jeremia 2:13:

Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten!

Ja, es gibt sie; und ich denke mit Schmerzen an sie: Einst tranken sie täglich von der Quelle lebendigen Wassers, blühten, brachten Frucht und waren ein Hinweis auf Jesus und ein Segen für andere. Dann kamen die Ablenkungen, Beeinflussungen und Einladungen, das Wasser anderer Quellen zu testen. Heute sind sie aktiv für alles Mögliche … alles Andere – und Jesus hat nur noch Alibifunktion. Gelbes, trockenes, verwelktes Christsein.

Andere haben nicht aus den Tümpeln abgestandenen Wassers getrunken. Aber persönliche Leiden, Schmerzen, Notlagen, Hoffnungslosigkeiten haben sie die Quelle lebendigen Wassers  vernachlässigen und vergessen lassen. Die Quelle, die ihnen Erfrischung in all ihren Nöten bringen kann.

Nicht immer erfrischt und begegnet uns Jesus so, wie wir es für den Idealfall halten. Nicht immer heilt Er. Nicht immer gibt Er uns den erhofften Arbeitsplatz. Nicht immer kommt das Geld rechtzeitig, um die Rechnung vor der ersten Mahnung zu bezahlen. Nein, nicht immer beantwortet Er unsere Gebete, wie wir es uns vorstellen.

Aber immer erfrischt, stärkt, tröstet, erfreut, trägt und belebt Er uns, wenn wir zu Ihm kommen, um unseren Durst bei Ihm zu stillen. Er macht Wege in der Wüste, Wasserströme in der Einöde und lädt uns ein: Verlasst die Tümpel, die kein gesundes und erfrischendes Wasser spenden; verlasst die Brunnen, die kein Wasser halten können. Statt dessen:


 "Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! 
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, 
aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen."
(Johannes 7:37+38)

Komm (zurück) zu Jesus, zu Seinem Wasser des Lebens. Erfrisch Dich bei Ihm und werde selbst zu einer geistlichen Quelle für Deinen Nächsten. Der Herr segne Dich dabei!

Wir laden herzlich ein zu unserer Bibelstunde heute Abend um 19:30 Uhr. Auch da geht es um das lebendige Wasser, das Jesus schenkt.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Herzlich Willkommen!

Dienstag, 23. August 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes - M

Sicher ist eine der ersten Eigenschaften, Namen oder Titel Jesu, die uns heute in den Sinn kommen die Tatsache, dass Er der Messias ist, der Christus, der Gesalbte Gottes! Mehr dazu weiter unten, denn die Bibel nennt noch viele andre Eigenschaften oder Titel Jesu, von denen einige hier kurz erwähnt werden sollen.

Wer wollte darauf verzichten – auf die große Macht Gottes. Gottes Macht ist eine Macht, die alle anderen Mächte überwindet und besiegt. Hiob 36:5 beschreibt Gott mit den Worten:

Siehe, Gott ist mächtig, doch verachtet er niemand; groß ist die Kraft seines Herzens.

Jesu Macht ist All-Macht, die jeder fürchten muss, der Ihn nicht kennt und die jeden trösten und stärken wird, der sich zu Ihm zählt.

Jesu Macht ist gewaltig und gerecht, was nicht ausschließt, dass Sein Wesen ein Wesen voller Milde ist. In 2 Korinther 10:1 schreibt Paulus:

Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmut und Milde Christi, der ich ins Gesicht zwar demütig unter euch, abwesend aber mutig gegen euch bin.

Das milde Wesen Jesu bewirkt die Worte der Schrift; hier die des Apostel Paulus. Wer Gottes Wort liest, wird bald erkennen, dass Jesu Macht und Seine Milde keine Gegensätze sind. Die Herrlichkeit Gottes kann in sich vereinen, was bei uns Menschen oft kaum nebeneinander existieren kann. Unser himmlischer König vereint beides in Seiner Majestät. Psalm 145:5:

Von dem herrlichen Glanz deiner Majestät will ich sprechen und von deinen Wundertaten.

Im Neuen Testament finden wir noch zwei Bezeichnungen, die uns Mut machen und trösten sollten. In Markus 10:45 (NLB) erklärt Jesus, wie nahe Er uns gekommen ist.

Selbst der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele Menschen hinzugeben.«

Zu einem Menschensohn – Sohn der Menschen – hat Er sich gemacht, um zu helfen, zu dienen und erkaufen und zu erretten. Wir betonen gerne die Gottheit Jesu. Wäre Er aber nicht zum Menschensohn geworden – wo wären wir heute? Und hätte es einen anderen Weg gegeben, uns zu erlösen (was nicht der Fall ist) – wie fremd wäre uns unser Retter!

Schließlich finden wir in Apostelgeschichte 18:28 (NLB) die Bezeichnung Jesu als Messias.

Er widerlegte die Juden in öffentlichen Auseinandersetzungen mit überzeugenden Argumenten. Anhand der Schrift wies er ihnen nach: »Der Messias, auf den ihr wartet, ist Jesus.«

Auf Ihn hatten die Juden jahrhundertelang gewartet … und als Er kam, erkannten sie Ihn nicht. Auf Ihn warten heute Millionen und Abermillionen von Nachfolgern auf der ganzen Welt. Jesus, der Messias = der Gesalbte. Gesalbt, um unser König, Priester und Prophet zu sein. Über Ihm ist niemand mehr. Alles ist Ihm unterworfen; alles steht in Seiner Macht!

Ihm sei Ehre, Herrlichkeit und Anbetung!

Montag, 22. August 2022

Leidenschaft (5)

Menschliche Begeisterung vermag apostolische Leidenschaft nicht am Leben zu halten. Wenn Gott seine eigene Leidenschaft in Sie hineinlegt, muss der tiefe Wunsch, seinen Namen unter allen Völkern verherrlicht zu sehen, das weiterentwickeln, was Gott Ihnen gegeben hat. Vier Dinge werden Ihnen dabei helfen:
1. Apostolische Selbstaufgabe
2. Apostolische Zielausrichtung
3. Apostolisches Gebet

4. Apostolischer Entscheidungsprozess

Wenn Sie ohne eine Vision von der Herrlichkeit Gottes leben, die die ganze Erde erfüllt, sind Sie in der Gefahr, Ihren eigenen Träumen von Großartigkeit zu dienen, wenn Sie darauf warten, die nächste Sache in Angriff zu nehmen, die Gott Ihnen zeigt. Es gibt zu viele überfütterte Christen ohne Motivation, die sich hinter der Entschuldigung verstecken, Gott habe nicht zu ihnen gesprochen. Sie warten darauf, Stimmen zu hören, Träume oder Bilder zu sehen, während Sie ganz aufs Geldverdienen ausgerichtet sind, um für ihre Zukunft vorzusorgen, sich gut zu kleiden und das Leben zu genießen.

Der Apostel Paulus war von seinen Leidenschaften geleitet. Apostelgeschichte 20 und 21 erzählt uns von seiner Entschlossenheit, nach Jerusalem zu reisen, obwohl er selbst in einer Vorausschau Bedrängnis und Leiden gesehen hatte, wahre Propheten ihn vor der Reise gewarnt hatten, und auch seine Freunde ihn nicht ziehen lassen wollten. Warum ist Paulus gegen seine eigene Intuition losgegangen und hat das Drängen der Propheten und die flehentlichen Bitten enger Freunde beiseite geschoben? Er hatte eine Offenbarung höherer Wichtigkeit, höherer Motivation: Die Herrlichkeit Gottes.

Auf apostolische Art entscheiden beginnt mit dem tiefen Sehnen nach Gottes Herrlichkeit in allen Nationen und fragt dann: "Wo soll ich Dir dienen?" Viele Menschen halten es umgekehrt. Sie fragen nach dem Wo und Wann, ohne eine Offenbarung seiner Herrlichkeit in den Nationen zu haben. Verwundert es da, dass sie Gott nie sagen hören: "Geh!"? Sie haben kein sehnendes Verlangen nach Teilhaben an den Leidenschaften Gottes entwickelt.

Halten Sie dem Herrn Ihre Gaben, Neigungen und Talente hin. Bestürmen Sie Gott und bleiben Sie da, wo Sie sind, bis Sie sich danach sehnen, in seinem Namen hinauszugehen. Bleiben Sie an Ihrem Platz, und nähren Sie das Verlangen, die ganze Erde in Gottes Lob gehüllt zu sehen. Nur dann werden Sie Ihrem Herzen vertrauen können, wenn Sie Gott sagen hören: "Bleib!". Nur die, die sich danach sehnen, seine Herrlichkeit unter den Nationen auszubreiten, haben das Recht zu bleiben.

Mit apostolischer Leidenschaft in sich sind Sie einer der gefährlichsten Menschen auf unserem Planeten. Denn die Welt regiert nicht mehr Ihr Herz. Sie werden nicht länger verführt von Bekommen und Verdienen, sondern Sie sind ganz der Verbreitung und Proklamation der Herrlichkeit Gottes in den Nationen hingegeben. Sie leben als Pilger, losgelöst von den Sorgen dieser Welt. Sie haben keine Angst vor Verlust. Sie wagen sogar zu glauben, dass Ihnen das Privileg zuteil wird, dafür zu sterben, dass sein Ruhm auf Erden ausgebreitet wird. Die Leidenschaften des Vaters sind Ihre Leidenschaften geworden. Sie finden Ihre Erfüllung und Bedeutung in ihm. Sie glauben, dass er immer bei Ihnen ist, bis zum Ende allen Lebens. Sie sind an Gott veräußert, und Sie leben für das Lamm. Satan fürchtet Sie, und die Engel klatschen Ihnen Beifall.


Ihr größter Traum ist, dass sein Name gelobt und gepriesen wird in Sprachen, die nie zuvor im Himmel gehört worden sind. Ihre Belohnung ist der Blick reiner Freude, den Sie vorausahnen, wenn Sie zu seinen Füßen sitzen werden und der gerechte Lohn für sein Leiden, die Anbetung, die die Erlösten darbringen.

Floyd McClung (YWAM / leicht bearbeitet)