„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 19. Mai 2022

Demut & Ehre – Wachsen und Abnehmen

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Johannes der Täufer war zu seiner Zeit ein angesehener Prophet. Sein Leben ist bis heute ein Vorbild an Hingabe, Dienst, Leidensbereitschaft, Selbstdisziplin und Jesusliebe. Einer seiner Sätze, die er während einer Predigt aussprach, gehört zu den bekanntesten der Bibel. In Johannes 1:30+31(Schl/NLB) sagt er über Jesus und sich:

Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. 31 Er ist von oben gekommen und ist größer als jeder andere. Ich bin von der Erde, und mein Verständnis beschränkt sich auf die irdischen Dinge. Davon kann ich sprechen. Er aber ist vom Himmel gekommen.

Tausende, wenn nicht Millionen von Christen haben diese Aussage zu ihrem Gebet gemacht: „Herr, lass mich abnehmen, damit Du zunimmst!

Ich werde erinnert an die Begebenheit von der ich las. Der Geschäftsmann und Philanthrop, Sir Robert Mayer, wurde fast 105 Jahre alt. Während eines Empfangs zu Ehren seines 100jährigen Geburtstags am 5. Juni 1979 war auch eine ältere britische Lady namens Diana Cooper eingeladen. Diana war selbst über 90 Jahre alt und litt an einer altersbedingten Sehschwäche, die sie daran hinderte, ihre freundliche Gesprächspartnerin wiederzuerkennen – bis ihr irgendwann die herrlichen Diamanten auffielen und sie merkte, dass sie mit Königin Elizabeth höchstpersönlich sprach!

Lady Diana Cooper machte völlig verlegen den gebotenen Hofknicks und stammelte: „Oh Madam ... Eure Majestät ... es tut mir leid, Eure Majestät. Ich habe Sie ohne Ihre Krone nicht erkannt!“ Darauf soll die Königin geantwortet haben: "Es war so sehr Sir Roberts Abend, dass ich beschloss, auf das Tragen der Krone zu verzichten."

Was für ein herrliches Beispiel von Demut und Selbstaufgabe. An jenem Abend ging es nicht um die Königin, und sie war bereit, auf die Zeichen ihrer Hoheit und Würde zu verzichten, um den 100jährigen Sir Robert Mayer zu ehren.

Ob sich diese Begebenheit 1:1 so zugetragen hat, lässt sich nicht zurückverfolgen. Die Worte des Täufers Johannes schon.

Auch er – ein anerkannter Prediger und aufgesuchter Prophet, eine Stimme des Herrn in seiner Zeit, ein geehrter Mann Gottes bringt unmissverständlich zum Ausdruck, dass er auf all diese Ehre von Menschen und auf all diesen Zulauf keinen Wert legt. Er bezeichnet sich als eine ‚Stimme in der Wüste‘ und möchte abnehmen. Gering, klein möchte er werden, damit Jesus groß und bekannt werden kann.

Immer, wenn Diener Gottes auf die Ehre von Menschen verzichtet – und alle Ehre Jesus gegeben haben, konnte Gott sie am besten gebrauchen. Immer, wenn sie – statt ihrem eigenen Reich das Reich Jesu gebaut haben, dann kam der himmlische Segen.

Lasst uns nach dem Motto des Täufers Johannes beten und handeln:

Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

Mittwoch, 18. Mai 2022

Fürchte Dich nicht!

Beim Lesen des Buches Ruth kam ich an den Ausspruch des Boas in Kapitel 3:11:

 Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht!
Alles, was du wünschst, das will ich für dich tun;
denn jedermann im Tor meines Volkes weiß,
dass du eine tugendhafte Frau bist. 

Natürlich fallen zunächst die Worte auf „Fürchte dich nicht! Alles, was du wünschst, das will ich für dich tun.“

Was für herrliche, mutmachende Worte, die der Herr hier dem Boas in den Mund legt, um Ruth in ihrer seltsamen Situation zu trösten und ihr zuzusprechen. In seinem Kommentar zum Buch listet Warren Wiersbe eine ganze Reihe von Beispielen auf, in denen der Herr den Menschen zuruft: Fürchte dich nicht!

  • In1 Mose 15:1 sagt Gott dem alten, kinderlosen Abraham, der sich sicher so seine Gedanken machte betreffs seiner Zukunft: „Fürchte dich nicht!“
  • In 1 Mose 26:26 spricht er dem um seine Brunnen beraubten Isaak zu: „Fürchte dich nicht!“
  • In 1 Mose 46:3 richtet er den alten Jakob auf mit den Worten „Fürchte dich nicht!“ zu seinem Sohn Josef nach Ägypten zu ziehen.
  • In 2 Mose 14:13 ermutigt er das Volk Israel vor dem Roten Meer mit den Worten: „Fürchtet euch nicht!“
  • In Josua 8:1 spricht er Josua vor dem Kampf gegen Ai zu: „Fürchte dich nicht!“
  • In 2 Chronik 20:17 beruhigt er Josaphat im Angesicht einer Übermacht von Feinden mit dem Zuspruch: „Fürchtet euch nicht!“
  • In Jesaja 41:10 ermutigt er das aus dem Exil zurückkehrende Volk: „Fürchte dich nicht!“
  • In Hesekiel 2:6 baut er Seinen Boten Hesekiel auf mit den Worten: „Fürchte dich nicht!“
  • In Daniel 10:12 hört Daniel in einer besonders furchtsamen Gottesbegegnung die Worte: „Fürchte dich nicht!“
  • In Matthäus 1:20 spricht er dem verwirrten Josef zu: „Fürchte dich nicht!“
  • In Lukas 1:13 beruhigt Gott den Priester Zacharias und sagt: „Fürchte dich nicht!“
  • In Lukas 1:20 hört Maria die gleichen Worte: „Fürchte dich nicht!“
  • In Lukas 2:20 wird die Freudenbotschaft an die Hirten eingeleitet mit dem Zuspruch: „Fürchtet euch nicht!“
  • In Apostelgeschichte 27:24 versichert Gott dem in Seenot geratenen Paulus: „Fürchte dich nicht!“
  • In Offenbarung 1:17 bereitet Gott den Apostel Johannes auf apokalyptische Offenbarungen vor und sagt: „Fürchte dich nicht!“

Menschen in verschiedenen Situationen. In Krankheit, Todesnot, Kriegswirren und mancherlei Verzweiflung – immer ist der Zuspruch Gottes an Seine Kinder: „Fürchte dich nicht!“

Was flößt Dir Furcht ein? Jesus ist größer! Jesus ist stärker! Jesus hat alles unter Kontrolle und Dich in Seiner Hand. Darum:

Fürchte dich nicht!“

Wir laden ein zu unserer Bibelstunde um 19:30 Uhr:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Herzlich Willkommen!

Dienstag, 17. Mai 2022

Der Spiegel und ich!

Es ist ein paar Wochen her, dass ein Freund mir von einer Erfahrung erzählte, die ihm persönlich hilft, den Alltag besser zu meistern. Irgendwann stand er – vielleicht morgens – vor seinem Spiegel und sah ein verknittertes Gesicht, das ihn anstarrte. Egal, wie lange er das Gesicht ansah, das ihn aus dem Spiegel her anstarrte – immer blickte ihn das verknitterte Gesicht unverändert an. Erst als er das Gesicht im Spiegel anlächelte, veränderte auch das Gegenüber seine Erscheinung und lächelte zurück. Mein Freund stellte fest, dass er immer zuerst den ersten Schritt tun musste, wenn er Wert darauf legte, angelächelt zu werden.

Für ihn war der Spiegel ein Bild fürs Leben: Das Leben hört mir zu, folgt meinem Beispiel. Das Leben wird sich nicht verändern, ohne dass ich mich verändere. Meinem Freund haben seine Überlegungen geholfen, viel fröhlicher in den Tag hinein zu gehen.

Im Gespräch mit ihm wurde ich an einen Vers in der Bibel erinnert, in dem es auch um einen Spiegel geht. In Jakobusbrief, Kapitel 1, Vers 23-25 lesen wir:

 Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; 24 er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. 25 Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.

 Ein anderes Bild, aber eine tiefe Wahrheit. Heute Morgen haben viele von uns in den Spiegel des Wortes Gottes geschaut. Das Wort Gottes hat uns aufgezeigt, wie ein gesundes, geistliches Leben aussieht, das Gott gefällt. Es hat uns die Schönheit Gottes vor Augen gestellt, hat uns aber auch aufgezeigt, was nicht stimmt und was „korrigiert“ werden muss. Jetzt das gelesene Wort umzusetzen, die Herrlichkeit Gottes preisen und den Aufforderungen nachzukommen, wäre das Richtige. Stattdessen vergessen viele, was sie gelesen haben und werden nicht aktiv betreffs der Erkenntnisse, die Gott ihnen geschenkt hat. Das bedeutet: sie legen den Spiegel weg und gehen „ungekämmt, unrasiert oder ungeschminkt und mit „verknittertem“ Gesicht in den Tag. Der Spiegel hat zwar das Richtige angezeigt, aber wir haben ihn weggelegt und vergessen.

Wir fahren im Leben immer dann am besten, wenn wir in den Spiegel des Wortes Gottes hineinschauen, erkennen, was Gott uns zeigen möchte, daraufhin aktiv werden und unser Leben entsprechend einrichten. Davon schreibt auch der Psalmist, wenn er in Psalm 119:162+163 ausruft:

Ich freue mich über dein Wort 
wie einer, der große Beute findet.
Ich hasse die Lüge und verabscheue sie; 
dein Gesetz aber habe ich lieb.

Montag, 16. Mai 2022

Danke!

Immer wieder mal laufe ich Menschen über den Weg, bei denen ich mich für ihre Hilfe, einen Dienst, eine Einladung oder ein freundliches Wort bedanke. Haben wir das nicht alle als Kinder gelernt? Zugegeben, ich war nicht immer ein guter Schüler im Lebenskurs „Gute Manieren“, und selbst die Lektionen, die ich vor Jahrzehnten mal gelernt hatte „Wie sagt man?“"DANKE!“ – selbst solche Lektionen bedürfen der Auffrischung.

Interessant ist, dass wir als Erwachsene unseren Kindern das „Danke“ sagen mit viel Mühe und Ausdauer beibringen. Wenn sie es dann halbwegs gemeistert haben und als Erwachsene praktizieren, ist der Dank oft ungewollt. Habt Ihr das auch schon als Reaktion auf ein ernstgemeintes „Danke“ gehört: „Ach, nicht der Rede wert.“  „Dafür brauchst Du Dich doch nicht zu bedanken“  „Ist doch selbstverständlich“  oder die ätzendste aller Reaktionen: „Dank nicht mir, dank dem Herrn.“ Ob die letzte Reaktion geistlich, supergeistlich, pseudodemütig oder einfach nur so dahergesagt ist, das muss jeder selbst beurteilen. Meine Reaktion: „Ja, dem Herrn will ich gerne auch danken – aber auch Dir!“ Oder ich sage: „Falsche Antwort! Sag einfach: Bitte, gern geschehen!“

Unseren Mitmenschen Ehre, Respekt oder Dankbarkeit zu erweisen für Gutes, das sie uns getan haben, ist durchaus biblisch. Falsche Demut nicht. Die Bibel fordert uns auf, auf das bedacht zu sein, was ehrbar, liebenswert, wohllautend, und Lobenswert ist oder was eine Tugend darstellt. (Philipper 4:8) Dankbarkeit gegenüber Gott und unseren Mitmenschen gehört wohl unbedingt dazu.

Die Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement der Technikerkrankenkasse, Claudia Fröse, hat herausgefunden, dass Arbeitnehmer mitunter schnell verunsichert werden, wenn sie nie ein Lob erhalten für ihre Leistung. Fehlende Anerkennung im Betrieb kann Arbeiter sogar krank machen. Sie hinterfragen ihre Leistung, werden unsicher und können ihr Potential schließlich gar nicht mehr abrufen.

Dann wird die Frage gestellt, wie man richtig lobt? Zwei Feststellungen seien hier erwähnt: Nicht nur einmal jährlich! Konkret! Josua gibt uns ein gutes Beispiel. Das Land westlich des Jordans ist verteilt und die 2½ Stämme Israels, die von östlich des Jordans mitgekommen waren, dürfen jetzt in ihr Ostjordanland zurück. Sie waren verpflichtet gewesen, ihren Brüdern bei der Einnahme Kanaans zu helfen. Als Josua sie verabschiedet, sagt er folgendes:

Damals rief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm Manasse zu sich, und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des Herrn, geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch geboten habe. Ihr habt eure Brüder während dieser langen Zeit nicht im Stich gelassen bis zu diesem Tag, und habt getreulich festgehalten an dem Gebot des Herrn, eures Gottes. (…) Und Josua segnete sie und entließ sie; und sie gingen zu ihren Zelten. (Josua 22:1-3+6)
Das sind Worte des Lobes, des Dankes und der anschließenden Segnung.

Es gibt andere Bibelstellen, die uns ermutigen, Dank für empfangene Wohltaten nicht mit aufgesetzter Demut abzulehnen, sondern zu akzeptieren. Wer weise ist, wird den Dank ungekürzt und ehrlich im persönlichen Gebet an Jesus weiterleiten. Das bewahrt unser Herz vor Stolz.

Wem kannst (solltest) Du heute Danke sagen?

Sonntag, 15. Mai 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Ruth 3:1-18:

1 Naemi aber, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, sollte ich dir nicht Ruhe verschaffen, damit es dir gut gehen wird?
2 Und nun, ist nicht Boas, bei dessen Mägden du gewesen bist, unser Verwandter? Siehe, er worfelt diese Nacht auf der Gerstentenne.
3 So bade dich nun und salbe dich und lege deine Kleider an und geh zur Tenne hinab; aber lass dich von dem Mann nicht bemerken, bis er fertig ist mit Essen und Trinken!
4 Wenn er sich dann schlafen legt, so achte auf den Ort, wo er sich niederlegt, und geh hin und hebe die Decke zu seinen Füßen auf und lege dich dort hin; und er wird dir sagen, was du tun sollst.
5 Sie sprach zu ihr: Alles, was du sagst, das will ich tun!
6 Und sie ging zur Tenne hinab und machte es genau so, wie es ihre Schwiegermutter geboten hatte.
7 Als nun Boas gegessen und getrunken hatte und sein Herz guter Dinge war, ging er und legte sich hinter einen Garbenhaufen. Und sie kam leise und hob die Decke auf zu seinen Füßen und legte sich dort hin.
8 Als es nun Mitternacht war, da schrak der Mann auf und beugte sich vor, und siehe, da lag eine Frau zu seinen Füßen!
9 Da fragte er: Wer bist du? Sie aber antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd! So breite deine Flügel über deine Magd; denn du bist ja Löser!
10 Er aber sprach: Gesegnet seist du vom HERRN, meine Tochter! Du hast jetzt noch edler gehandelt als zuvor, dass du nicht den jungen Männern nachgelaufen bist, weder den armen noch den reichen!
11 Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht! Alles, was du wünschst, das will ich für dich tun; denn jedermann im Tor meines Volkes weiß, dass du eine tugendhafte Frau bist.
12 Und nun, es ist wahr, dass ich ein Löser bin; aber es ist noch ein anderer Löser da, der näher verwandt ist als ich.
13 Bleibe über Nacht! Und morgen dann — wenn er dich lösen will, nun, so löse er dich! Gefällt es ihm aber nicht, dich zu lösen, so will ich dich lösen, so wahr der HERR lebt! Bleibe bis zum Morgen liegen!
14 So lag sie bis zum Morgen zu seinen Füßen. Dann stand sie auf, ehe noch einer den anderen erkennen konnte, denn er sprach: Es soll nicht bekannt werden, dass eine Frau auf die Tenne gekommen ist!
15 Und er sagte: Gib den Überwurf her, den du anhast, und halte ihn auf! Und sie hielt ihn auf. Da maß er sechs [Maß] Gerste ab und lud es ihr auf und ging in die Stadt.
16 Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter, und die sprach: Wie steht es mit dir, meine Tochter? Da teilte sie ihr alles mit, was der Mann ihr getan hatte,
17 und sie sprach: Diese sechs [Maß] Gerste gab er mir; denn er sagte: Du sollst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen!
18 Sie aber sprach: Bleibe still, meine Tochter, bis du erfährst, wie die Sache ausgeht; denn der Mann wird nicht ruhen, bis er die Sache noch heute zu Ende geführt hat!

Anbetung - Gottes Wort- Gebet
Abendmahl - Gemeinschaft
Möglichkeit zum Mittagessen

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:

"Unser Erlöser kniet nieder 
und betrachtet unsere dunkelsten Taten. 
Aber statt vor Entsetzen zurückzuweichen, 
streckt er uns in seiner Freundlichkeit die Arme entgegen 
und sagt:
 "Wenn du willst, kann ich das von dir abwaschen."
(Max Lucado)