„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Der Gott meiner Umstände

Mir wächst die Arbeit über den Kopf!
Ich zerbreche unter meiner Last!
Meine Sorgen zermürben mich!
Meine Schmerzen bringen mich um!
Meine Lasten erdrücken mich!

… und vieles andere, was wir heute so hören (oder sagen) kommt uns sehr bekannt vor.     Vielleicht auch aus dem eigenen Leben. Solche Aussagen müssen wir ernst nehmen, sowohl bei uns selbst, wie auch bei denen, von denen wir sie hören. Was uns selbst als „leichte Last“ erscheint, kann meinen Nächsten schier erdrücken. Und was meinem Nächsten kein graues Haar wachsen lässt, mag mir die Kehle zuschnüren. Die Frohe Botschaft ist: Die Bibel ist voll von Berichten, dass Menschen in den widrigsten Umständen den Herrn als den Gott ihrer Umstände erlebten. Und so, wie sie Gott erfuhren, so dürfen auch wir es erwarten.

Noah: Er hatte ein buchstäbliches Jahrhundertprojekt auf seinen Schultern lasten. Während er die Arche baute und predigte, erntete er nichts als Spott. Aber Gott war mit ihm in seinen Umständen.

Abraham: auch „Freund Gottes“ genannt. Aber er erlaubte sich nicht nur kleine Ausrutscher. Der bekannteste ist vielleicht sein (von seiner Frau vorgeschlagener) Seitensprung mit Saras Magd, Hagar. Gott verwarf ihn nicht, sondern blieb sein Gott auch unter diesen Umständen.

Samson: Was für ein Versager. Gottgeweihter sollte er sein – und dann erlag er den Reizen weiblicher Schönheit und verlor alles. Aber Gott blieb sein Gott in seinen Umständen und er errang seinen größten Sieg für Gott am Ende seines Lebens.

David: Mann nach dem Herzen Gottes wurde er genannt. Er war es auch. Aber er war auch ein Mann auf der Flucht. Jahrelang vor Saul, später vor seinem Sohn Absalom. Doch in allen Umständen blieb Gott sein Gott!

Johannes der Täufer: Cousin Jesu, Vorläufer, Täufer unseres Retters. Dann kam die Zeit im Gefängnis. Er verstand nichts mehr, er begann zu zweifeln – aber er warf seinen Glauben nie fort, denn auch in den Umständen seiner Gefangenschaft blieb Gott bei ihm.

Petrus: Ich glaube, unser Freund Petrus steht repräsentativ für uns alle. Haben wir Jesus nicht alle verleugnet? Haben wir nicht alle geschwiegen, wenn wir hätten reden sollen? Haben wir nicht alle leise getreten, wenn wir hätten mit dem Fuß aufstampfen sollen? Sind wir nicht alle weggelaufen, als wir das Feld hätten behalten sollen? Aber hat Jesus ihn je verlassen? Nie! Unter keinen Umständen.

Stephanus: Erster christlicher Märtyrer. Er lebte ein geisterfülltes Leben, diente den Armen, predigte Jesus, wurde ungerecht gefangengenommen, verurteilt und gesteinigt. Wo war Gott, als die Angriffe kamen? Wo war Jesus, als die Steine flogen? Wo? Mittendrin in seinen unglücklichen, unangenehmen, ungerechten und tödlichen Umständen. Sichtbarer sogar als bei anderern, deren Umstände nicht so dramatisch waren. Stephanus durfte direkt in den Himmel schauen.

Ihnen allen und Dir hat Jesus verheißen (Hebräer 13:5):


„Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen!“

Jesus ist mit Dir, egal was Deine Umstände sind! Er wird keines Seiner Kinder je im Stich lassen!

Wir laden ein: heute Abend:


 

Bibelstunde / Jüngerschaftsabend
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 19. Oktober 2021

Gottes Verheißungen im Brief an die Römer

Der Brief des Paulus an die Römer sticht aus allen Briefen des Neuen Testaments hervor. Martin Luther sagte zum Römerbrief: „
Es ist der Hauptteil des Neuen Testaments und das perfekte Evangelium. . . der absolute Inbegriff des Evangeliums.“ Der schweizer Evangelist und Bibellehrer Aebi sagte: „Es kann mit Recht gesagt werden, dass der Römerbrief die Reformation auslöste.“

Tatsächlich finden wir einige der bekanntesten Verheißungen in diesem Bibelbuch. In Römer 1:16+17 schreibt Paulus:

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; 17 denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«.

Das Evangelium – die Frohe Botschaft der Bibel ist Gottes Kraft! Das ist eine Verheißung, die jeder erfährt, der sich mit Gottes Wort beschäftigt – privat, in kleinen Gruppen oder in der großen Gemeinde. Lass Gottes Wort an Dein Herz heran und Du wirst die Kraft des Allmächtigen durch diese Botschaft erfahren. Dies ist nicht auf Israel als Volk Gottes Volk beschränkt, sondern gilt allen Menschen.

Auch die Verse in Römer 3:23-25 bergen eine mächtige Verheißung Gottes an uns:

Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, 24 sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. 25 Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren.

Zusammengefasst verheißen diese Verse die Rechtfertigung jedes Menschen, der durch den Glauben an Jesus erlöst ist. Bist Du ein erlöstes Kind Gottes? Dann bist Du gerecht gesprochen vor dem allmächtigen Gott. Das Blut Jesu redet lauter als Deine Schuld!

Als Folge Deiner Rechtsprechung durch Gott verheißt Dir der Römerbrief weitere Segnungen:

Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, 2 durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. 3 Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, 4 das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; 5 die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Römer 5:1-5)

Findest Du die verheißenen Segnungen? Es werden erwähnt: Frieden mit Gott  /  Zugang zu Gottes Gnade  /  die Hoffnung der ewigen Herrlichkeit  /  Lebensumstände, die viel Gutes bewirken, selbst, wenn sie Leiden bringen  /  Gottes Liebe in unseren Herzen.

Der oben zitierte Bibellehrer Aebi schrieb: „Auch die Heiligkeitsbewegung von 1875 in England lässt sich auf das eingehende Studium von Römer 6-8 zurückführen.“

Wenn dem so ist, wollen wir die eine oder anderer Verheißung aus Römer 6-8 – dem Herzstück des Römerbriefs – nicht übersehen:

Wer zu Jesus gehört, mit Ihm lebt und Leib und Leben Ihm unterstellt hat (Römer 6:13), dem gilt die gewaltige Verheißung aus Römer 6:14:

Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.

Mit Sicherheit der Herzenswunsch jedes Christen!

Abschließen kann man den heutigen Eintrag nicht ohne Hinweis auf die Verheißungen in Römer 8:1, 18 und 28, die jedem Gläubigen zum Trost werden dürfen:

1 So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.

18 Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Erkenne, ergreife und erfreu Dich an den Verheißungen Gottes im Römerbrief!

Montag, 18. Oktober 2021

Herzliche Einladung zum heutigen ...

 Beginn: 19:30 Uhr!
Komm! Bring Freunde mit!

Der gute Mensch am Höllentor

Ob der spanische Dramatiker und Dichter Pedro Calderon de la Barca, der von 1600 – 1681 n. Chr. lebte, den Vers aus Jakobus 4:17 kannte? De la Barca wurde mit 10 Jahren zum Halb- und mit 15 Jahren zum Vollwaisen. Er besuchte 5 Jahre lang ein Jesuiteninternat in Madrid. Das dürfte ihn geprägt haben, ebenso die Literatur, die ihn seit seiner Kindheit faszinierte. Dramatisch waren nicht nur verschiedene Episoden seines Lebens, sondern auch einige seiner Schriftstücke. In einem geht es (theologisch nicht ganz korrekt) um die Begegnung des Teufels mit einem Menschen am Höllentor.

Die Hölle war total überfüllt, und noch immer stand eine lange Schlange am Eingang. Schließlich musste sich der Teufel selbst herausbegeben, um die Leute fortzuschicken. "Bei mir ist nur noch ein einziger Platz frei", sagte er, "den muss der größte Sünder bekommen."

Der Teufel hörte sich die Verfehlungen der einzelnen an. Aber was auch immer sie ihm erzählten, nichts schien ihm schrecklich genug, als dass er dafür den letzten Platz in der Hölle hergeben mochte. Doch da stand noch ein Mann ganz für sich allein, den er noch nicht befragt hatte. , "Was haben Sie denn getan?" fragte ihn der Teufel. "Nichts", sagte der Mann, "ich bin ein guter Mensch und nur aus Versehen hier. "
"Aber Sie müssen doch etwas getan haben", sagte der Teufel, "jeder Mensch stellt etwas an."

"Ich sah es wohl", sagte der "gute Mensch", "aber ich hielt mich davon fern. Ich sah, wie Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich beteiligte mich niemals daran. Sie haben Kinder hungern lassen und in die Sklaverei verkauft; sie haben auf den Schwachen herumgetrampelt. Überall um mich herum haben Menschen Übeltaten jeder Art begangen. Ich allein widerstand der Versuchung und tat nichts."
"Absolut nichts?" fragte der Teufel ungläubig, "sind Sie sich völlig sicher, dass Sie das alles mitangesehen haben?"
"Vor meiner eigenen Tür", sagt der "gute Mensch".

"Und nichts haben Sie getan?" wiederholte der Teufel. "Nein! " "Komm herein, mein Sohn, der Platz gehört dir!"

Die ganze Geschichte lässt den Leser zunächst denken, dass Satan mit einem unschuldigen Menschen im Gespräch ist … bis deutlich wird: nicht nur Taten, sondern auch Unterlassungen können Sünde sein. Somit noch einmal die Frage, ob De la Barca wohl Jakobus 4:17 kannte? Da lesen wir:

Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde.

Viele „gute“ Menschen, die nie etwas „großartig Böses“ getan haben, haben sich der Sünde schuldig gemacht, das Gute unterlassen zu haben. Und gerade die Sünde der Unterlassung drängt sich unserer Zeit auf. Wir haben so viel mit uns selbst zu tun, dass wir keine Zeit haben, uns mit andern zu beschäftigen. Dabei vergessen wir, dass ein Lächeln, ein Gruß, ein  freundliches Wort oder ein Becher kalten Wassers (Matthäus 10:42) bereits die Verheißung himmlischen Lohnes hat. Selbst kleine Segnungen, die wir an andere weitergeben, sind von Gott gesehen.

Manchmal entmutigt uns der Gedanke, dass unsere einzelne gute Handlung im Namen Jesu keine Delle macht in den Berg der Ungerechtigkeiten dieser Welt. Die folgende Begebenheit belehrt uns eines Besseren:

Früh am Morgen lief ein Kind am Strand entlang und sah hunderte von Seesternen, die das Meer in der Nacht am Strand angespült hatte. Fleißig begann er, einen Seestern nach dem anderen aufzuheben und ins Meer zurück zu werfen.

Ein Besucher beobachtete das Kind, ging auf es zu meinte etwas spöttisch: "Junge, denk doch mal nach! Du hast hier einen kilometerlangen Strand, der mit Seesternen übersät ist. Du bemühst Dich vergebens. Es macht keinen Unterschied, ob Du die Seesterne zurückwirfst oder nicht.

Ohne aufzublicken, bückte sich der Junge erneut, nahm einen Seestern in seine Hand und warf ihn zurück ins Wasser. "Für diesen macht es schon einen Unterschied!" sagte er und bückte sich, einen weiteren Seestern aufzusammeln.

Unsere Worte, Taten oder unser Verhalten im Namen Jesu werden die Welt nicht retten. Aber sie können himmlischen Segen unseres himmlischen Vaters in einzelne Leben hineintragen. „Denkt daran: Wer das Gute kennt und es nicht tut, der macht sich schuldig.“ (Jakobus 4:17)

Sonntag, 17. Oktober 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext:
Das Buch Hosea

Als der Herr durch Hosea zu reden begann, da sprach der Herr zu ihm: Geh, erwirb dir eine hurerische Frau und Hurenkinder; denn das Land ist dem Herrn untreu geworden und hat sich der Hurerei hingegeben! (Hosea 1:2) 
 
Ihre Mutter hat Hurerei getrieben; die sie geboren hat, bedeckte sich mit Schande; denn sie sprach: »Ich will doch meinen Liebhabern nachlaufen, die mir mein Brot und Wasser geben, meine Wolle, meinen Flachs, mein Öl und meinen Trank!« (…) 10 Sie erkannte ja nicht, dass ich es war, der ihr das Korn, den Most und das Öl gab und ihr das Silber und Gold mehrte, das sie für den Baal verwendet haben.“  (Hosea 2:7+10)

»Kommt, wir wollen wieder umkehren zum Herrn! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden! 2 Nach 2 Tagen wird er uns lebendig machen, am 3. Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben. 3 So lasst uns ihn erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn! Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguß, wie ein Spätregen, der das Land benetzt!«  (Hosea 6:1-3)

 
 Anbetung - Gottes Wort 
Abendmahl - Gebet
Gemeinschaft
 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:   
Es gibt nur zwei Arten von Menschen auf der Welt. 
Nicht schwarz und weiß, nicht arm und reich. 
Es gibt die, die tot in Sünde sind und die, die der Sünde tot sind.
(Leonard Ravenhill)
 
Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu;  
er kann sich selbst nicht verleugnen.
(Paulus in 2 Timotheus 2:13)