„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Freitag, 10. September 2021

Natur, Tier und Mensch (Thematik Abtreibung)

In Lukas 12 wird berichtet, dass Jesus an einem Sabbat in einer Synagoge lehrte. Wenn Jesus lehrte, geschah das in Vollmacht und Mitgefühl. Die Frau litt seit 18 Jahren unter einer schlimmen Verkrümmung. War sie zur Synagoge gekommen, weil Jesus, der Heiler, zu Besuch war und lehrte? Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen ist, dass Jesus ihr die Hände auflegte, Worte der Heilung sprach und die Frau heilte. Das aber rief die Heuchler auf den Plan.

„Sechs Tage sind es, an denen man arbeiten soll. An diesen nun kommt und lasst euch heilen und nicht am Tag des Sabbats!“ (Lukas 13:14) Mit diesen Worten griff der Synagogenvorsteher Jesus an. Was genau an Jesu Worten und der Platzierung Seiner Hände „Arbeit“ war, die am Sabbat verboten gewesen wäre, erklärte der Vorsteher nicht.

Jesu Antwort (Vs 15) ist bezeichnend: „Du Heuchler, löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke?“

Jesus sagt: Es ist Heuchelei, wenn ich um mein Haustier besorgt bin, mir aber das Leiden oder Leben der Menschen egal ist. Nachdenkenswert in unserer Zeit, in denen man Kühe und Kröten retten will, Menschen dagegen wegmachen lässt.

Auch Gottes abschließende Verse im Buch Jona. Es verdross Jona aufs Äußerste, dass Gott die Menschen verschonte, die er, Jona, nicht mochte. Als er in der Sonne schmollte, klagte er über die Hitze. Gott ließ eine Staude wachsen, die Jonas Situation erleichterte. Dann verdorrte die Staude plötzlich und Jona war wiederum der Hitze ausgesetzt und jammerte. Jetzt fragt Gott den Propheten (4:10+11): „Da sprach der HERR: Du hast Mitleid mit dem Rizinus, um den du dich doch nicht bemüht und den du nicht großgezogen hast, der in einer Nacht entstanden und in einer Nacht zugrunde gegangen ist. Und ich sollte kein Mitleid haben mit der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120 000 Menschen sind, die ihre rechte Hand nicht von ihrer linken unterscheiden können, dazu so viel Vieh!“

Jona wollte das Leben der Pflanze und den Tod der Menschen. Es war leicht für ihn, das Wegmachen der Menschen zu rationalisieren. Gleichzeitig war es in seinen Augen gerecht, sich über die vertrocknete Staude aufzuregen.

Beide Textstellen sind passend für unsere Zeit. Es darf als nobel bezeichnet werden, wenn sich Menschen auf legalem Weg für das Tierwohl einsetzen. Es ist auch durchaus nobel, wenn sich Menschen innerhalb des Gesetzes für Pflanzen und Umwelt einsetzen. Das tun wir hoffentlich alle. Gleichzeitig aber müssen Prioritäten gesetzt werden. Jesus stellte das Leben eines Menschen über das Tierwohl und bereits im AT setzt der Herr den Menschen klar als Priorität über die Umwelt.

Ein ungeborener Mensch ist kein Zellgewebe, weil der Mensch ihn so nennt! Er ist ein Mensch von der Empfängnis an. So lehrt es Gottes Wort!

Jesus nennt Menschen „Heuchler“, die sich scheinbar um das Leben auf der Erde sorgen –um Tier und Umwelt, die aber Leben loswerden wollen, das ihrem persönlichen Lebensstil und ihren Vorstellungen entgegensteht.

Gottes Wort ist unmissverständlich, laut und klar, was die Thematik der Abtreibung betrifft. Abtreibung ist die Tötung eines (noch ungeborenen) Menschenlebens; eine Tötung, die Gott nicht übersehen wird.

Gleichzeitig – ebenso laut und klar – ist Gottes Einladung. Eine Einladung aus einem liebenden Vaterherz! Eine Einladung an Verzweifelte, die durch eine ungeplante Schwangerschaft in Not geraten sind. Oder eine Einladung an solche, die ihre Seele durch eine Abtreibung belastet haben.

Gott möchte helfen, wenn wir in Not sind oder irgendwo im Leben eine Fehlentscheidung getroffen haben und falsch abgebogen sind. Jesus lädt in Matthäus 11:28 ein:

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid,
Und ich werde euch Ruhe geben!


Fragen? In Not? Wir helfen gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten; gerne auch über das Kontaktformular im Seitenfenster.
 
Info zum Sonderbus aus Siegen: HIER
 

Donnerstag, 9. September 2021

Wegen dem Baby Buggy

Ich bin komisch – etwas verschroben ... hab irgendwie einen Schaden – und endlich weiß ich, warum. Nach einer Universitätsstudie sind Augenkontakt und Kommunikation für Babys essenziell. Kinder, mit Blickrichtung nach vorne im Buggy geschoben, können so in Stress geraten, dass sie nachhaltig Schaden nehmen, besonders auf verkehrsreichen, lauten und belebten Straßen. Unbehagen und Angst sind die Folgen.

In der Untersuchung über die richtige Blickrichtung für Babys im Kinderwagen geht es um wildfremde Menschen, riesige Hunde und die Frage: Wer schiebt mich da eigentlich? Noch Mama, Papa oder mittlerweile jemand anders? All das kann zur emotionalen Isolation oder zur Störung der Sprach- und Hirnentwicklung führen. So zumindest die Untersuchung. Jetzt wird mir einiges klar!

Auch wenn ich den Artikel nicht ganz so ernst nehme, wie die Uni, die ihn veröffentlicht hat, stimme ich im Prinzip zu, dass die richtige Blickrichtung etwas ganz Ausschlaggebendes ist, nicht nur im  Alltag, sondern auch im Leben mit Gott. Auch im geistl. Leben ist es nicht immer nur Blickrichtung nach vorne, die richtig ist.

So hat ein „Rückblick“ – richtig eingeordnet –seine Berechtigung. Das Bibelbuch der Psalmen ist oft ein Rückblick auf Gottes gütiges Handeln und bewirkt Dankbarkeit.  Von Maria Magdalena im Neuen Testament heißt es in Johannes 20:14:

Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen. 

Die Gemeinde in Ephesus fordert Joh in Offenbarung 2:5 auf: 

Bedenke nun, wovon du gefallen bist,
tue Buße und tue die ersten Werke! 

Richtiges Zurückblicken ist ein Rückblick, der zu Korrektur und Dankbarkeit führt. Falsches Zurückblicken dagegen geschieht meist aus Angst oder Sehnsucht nach Vergangenem. Falscher Rückblick kann gefährlich sein:

Von Lots Frau heißt es im Alten Testament, andeutend, dass es ihr schwer fiel, das Alte los – und die Sünde zurückzulassen. 

Sie schaute zurück hinter seinem Rücken;
da wurde sie zu einer Salzsäule. 

Und Jesus selbst sagt in Lukas 9:62: 

„Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, 
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes." 

Richtiges Zurückblicken im geistlichen Leben ist immer ein Zurückblicken, das Jesus und die gnädige Hand Gottes erkennt. Es ist ein Rückblick, der in die Dankbarkeit führt.
Falsches Zurückblicken ist ein Zurückblicken aus Liebe zum Alten oder aus Verzweiflung.

Jesus, unser Vorbild, hatte die richtige Blickrichtung. Von Ihm heißt es in Hebr 12:2:

„Um der vor ihm liegenden Freude willen
erduldete Er das Kreuz und achtete dabei die Schande für nichts.“ 

Das Wichtigste ist allerdings der Blick nach oben. Die Bibel fordert uns auf: „Lasst uns aufsehen zu Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.” Der Blick auf Jesus – Ihn kennen und immer besser kennen zu lernen – das verändert jedes Leben. Der Blick nach oben auf Jesus bringt uns Vergebung, Hoffnung, Kraft für den Alltag und neues Leben

Mittwoch, 8. September 2021

Die Katastrophe am 25. April 1985

Am 25. April 1985 begann in Block 4
in Tschernobyl eine fatale Sicherheitssimulation. Der Test, der zu den größten Kernwerkskatastrophen gehörte, begann um 13 Uhr und musste bereits 1 Stunde später bis 23 Uhr unterbrochen werden. Weitere 1½ Stunden später begannen die ersten Schwierigkeiten. Statt den Reaktor herunterzufahren, fährt man ihn hoch. Eine Stunde später nimmt der Super-Gau seinen Lauf. Ein unkontrollierter Leistungsanstieg erzeugt enorme Hitze. Wichtige Materialien bersten, das Kühlwasser versagt, es kommt zu Explosionen und Brand. Langzeitschäden an Menschen, Tieren und Pflanzen sind bis zum heutigen Tag(!) enorm.  Bis heute bleibt vieles unerklärt.

So berichtet Tom Tripp 1993 in der Zeitschrift Leadership, dass zwei Elektroingenieure im Kontrollraum des Reaktors mit der Maschine herumspielten. Sie unternahmen eigenhändige Versuche, die später von den Sowjets als „nicht autorisiertes Experiment“ bezeichnetet wurden. Entgegen allen Anweisungen und Sicherheitsvorkehrungen mussten sie – um ihren eigenmächtigen Test durchzuführen – sechs separate, computergesteuerte Alarmsysteme manuell überschreiben. Das zerstörerische Ergebnis steht heute in den Geschichtsbüchern.

Gottes Wort gibt uns Anweisungen, Warnungen und zeigt uns sichere Wege auf. Aber den meisten Menschen gefällt das nicht. Sie setzen Gottes Warnungen und Wegweisungen außer Acht und finden Wege, sie zu überschreiben. Das zerstörerische Ergebnis sehen wir sowohl auf dem gesamten Planeten, wie auch im Leben der Einzelnen. Wir können nicht Gottes gute Hilfen und Anweisungen ignorieren und hoffen, dass der Super-Gau ausbleibt.

Sollte es wirklich eine „Spielerei“ oder ein „eigenverantwortliches Experiment“ einiger Elektroingenieure gewesen sein, kann man nur vermuten, dass sie ihre Spielereien nicht als gefährlich eingestuft hatten. Ähnlich erging es den 5 Kindern einer Mutter, von denen Chuck Swindoll in seinem Buch „The Quest for Character“ berichtet. 

Swindoll schreibt von Edith, einer Mutter, die eines Samstagnachmittags von einem Nachbarbesuch nach Hause kommt. Es schien zu ruhig, als sie durch ihren Vorgarten ihres Hauses ging. Neugierig blinzelte sie durch die Fliegengittertür und sah fünf ihrer jüngsten Kinder eng zusammengekauert und auf irgendetwas konzentriert. Als Edith sich näherte und entdeckte, was die Aufmerksamkeit der Kinder gefangen hielt, traute sie ihren Augen nicht. In der Mitte des Kreises befanden sich fünf Baby-Stinktiere. Edith schrie aus vollem Halse: "Schnell, Kinder...lauft!" worauf sich jedes Kind ein Stinktier schnappte und wegrannte.

Nicht ganz so tragisch wie ein atomarer Super-Gau, aber tragisch genug für eine Großfamilie. Und lehrreich für uns heute. Liebe zur Sünde macht uns ignorant für die Gefahr der Sünde. Wir bevorzugen, mit der Sünde zu experimentieren, zu spielen und sie mitzunehmen, statt von ihr abzulassen und wegzulaufen.

Aber Sünde ist immer giftig, immer tödlich und stinkt immer. Jesus lehrt in Matthäus 26:52:

Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen! Ähnlich kann man sagen: Wer mit der Sünde spielt, wir durch die Sünde fallen.

Der weitaus bessere Weg ist, sich an die Anweisungen unseres liebenden Vaters im Himmel zu halten, seinen Weg rein zu bewahren, Gefahr und Gestank der Sünde zu erkennen und nicht mit ihr zu spielen. Solch eine Einstellung ist nicht einengend, sondern befreiend.

Wir laden herzlich ein zu unserem Jüngerschaftsabend. Wir haben ein neues Buchstudium begonnen: Das Lukas-Evangeliums.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

... und Freitagmorgen beginnen wir wieder mit dem Frühgebet in unserer Gemeinde. Herzlich Willkommen!

Dienstag, 7. September 2021

Gottes Verheißungen im Buch Maleachi

Mit dem heutigen Eintrag beenden wir unsere Entdeckungsreise nach Verheißungen Gottes in jedem der 39 Bücher des Alten Testaments. In jedem Buch haben wir Verheißungen, Vorhersagen oder Versprechungen Gottes gefunden. Manche davon haben sich bereits erfüllt, andere erfüllen sich vor unseren Augen oder sogar in unserem Leben, wieder andere betreffen die Zukunft. Als letzter Prophet des Alten Testaments ist Maleachi genannt. Und auch er hat für uns eine ganze Liste von göttlichen Verheißungen festgehalten. Hier sind einige davon:

Aus Maleachi 1:11

Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll mein Name groß werden unter den Heidenvölkern, und überall sollen meinem Namen Räucherwerk und Gaben, und zwar reine Opfergaben, dargebracht werden; denn groß soll mein Name unter den Heidenvölkern sein!, spricht der Herr der Heerscharen. (Schl)

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, von Anfang bis Ende und überall, wo die Sonne scheint (das ist weltweit) soll Gottes Name groß werden. Überall soll Gebet zu Ihm aufsteigen, überall Gaben und Hingabe gebracht werden. Maleachi bestätigt, was vor ihm viele andere Propheten verheißen haben: die globale Ausbreitung des Evangeliums. Paulus bestätigt das in Philipper 2:10+11:

In dem Namen Jesu sollen sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Aus Maleachi 2:2

Wenn ihr nicht hören wollt und ihr es euch nicht zu Herzen nehmt, meinem Namen die Ehre zu geben, spricht der HERR der Heerscharen, so schleudere ich den Fluch gegen euch und verfluche eure Segenssprüche; und ich habe sie auch schon verflucht, denn ihr nehmt es nicht zu Herzen! (NLB)

Eine gar nicht so erbauliche Verheißung, die sich an den Juden erfüllt hat, die zur Zeit Maleachis das Heiligtum des Herrn entweiht hatten. Immer wieder finden wir im Wort Gottes Verheißungen, die sich auf Gericht beziehen gegenüber denen, die den Herrn verachten. Solche Verheißungen werden sich genauso erfüllen wie solche, die uns besser schmecken.

Aus Maleachi 3:11

Ich, der Herr, der allmächtige Gott, fordere euch nun auf: Bringt den zehnten Teil eurer Erträge in vollem Umfang zu meinem Tempel, damit in den Vorratsräumen kein Mangel herrscht! Stellt mich doch auf die Probe und seht, ob ich meine Zusage halte! Denn ich verspreche euch, dass ich dann die Schleusen des Himmels wieder öffne und euch überreich mit meinem Segen beschenke. (HfA)

Was für eine mächtige Verheißung. Wie selten stellen wir diesbezüglich Gott auf die Probe – obwohl Er uns einlädt. C.H. Spurgen sagt: „Der Herr will niemandem etwas schuldig bleiben. Was wir um seinetwillen verlieren oder aufgeben, das kann er uns tausendfältig erstatten.

Aus Maleachi 4:2*:

Für euch aber, die ihr meinen Namen achtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Strahlen werden Heilung bringen. Ihr werdet hinausgehen und vor Freude hüpfen wie Kälber, die auf die Weide gelassen werden. (NLB)

Diese Verheißung Gottes durch Maleachi muss einfach mit hinein in den heutigen Text. Wieder die Erwähnung der Sonne. Eine herrliche Verheißung für alle, die Gott fürchten; will heißen: nicht die, die Angst vor Ihm haben, sondern die, die Ihm aus Liebe von Herzen nachfolgen. Es ist schon ein ungewöhnliches, lustiges und fast schon bewegendes Bild, wenn Kälber nach langer Winterzeit im Stall auf die Weide geführt werden. Da sieht man sie tatsächlich springen und hüpfen vor Freude. Solche ungewohnte Freude ist denen verheißen, die Gott fürchten.

* In alten deutschen Bibeln und den meisten englischen Übersetzung ist das Buch Maleachi in 4 Kapitel eingeteilt. Diese Einteilung wurde hier übernommen. In den meisten heutigen Übersetzungen in Deusch ist dieser Vers Kapitel 3:20