„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 15. Juli 2021

Das Kreuz

Es ist interessant, welches Spektrum von Reaktionen ein Symbol hervorrufen kann. Gibt es ein Symbol, das kontroverser dargestellt werden kann als das Kreuz?

Einerseits wird es als Schmuckstück aus Edelmetall um den Hals getragen, andererseits ziert es aus gebrochenem Stein oder verwittertem Holz so manches Grab. In der katholischen Kirche wird es mit Diamanten besetzt im Gottesdienst eingesetzt, in den Ländern der Verfolgung in Streichholzgröße aus kleinen Ästchen zusammengebunden.

Die einen tun im Namen des Kreuzes Gutes, andere vernichten es als etwas Böses. Auf Kirchtürmen bezeugt es den Glauben der religiösen Gemeinde, in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Gerichtssälen und dergleichen lodert alle paar Jahre ein heftiger Streit darüber, ob das Kreuz nicht in diesen Gebäuden verboten werden sollte. Das Kreuzverbot als Nachfolger des Rauchverbots? Im NSU Prozess forderte gar ein türkischer Parlamentarier, der als Beobachter am Prozess teilnimmt, dass man das Kreuz aus dem Gerichtssaal entfernen soll, weil es eine „Bedrohung für alle Nichtchristen“ darstelle.

Warum dieser Kampf ums Kreuz – diese Achtung und Missachtung, diese Liebe und dieser Hass? Nun, der NSU Prozessbeobachter gibt uns eine Teilantwort. Das Kreuz ist tatsächlich eine Bedrohung. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus die Macht Satans und die Macht der Sünde besiegt. Das Kreuz – korrekter gesagt: Jesus Christus – bedroht die Macht des Bösen. Gottes Wort bezeugt in 1 Korinther 1,18: 

 
„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen,
die verloren gehen;
uns aber, die wir gerettet werden,
ist es eine Gotteskraft.“

Das Kreuz ist Zeichen der Liebe Gottes. Wer Jesus, den Mann am Kreuz, ablehnt, dem wird die Kraft des Kreuzes ein ewiges Mysterium und ein Anstoß bleiben. Wer dem Mann am Kreuz  ausweicht, der wird das Kreuz als Bedrohung ansehen, denn das Kreuz predigt. Die Predigt des Kreuzes ist: Sünde fordert Sühnung. Der Lohn der Sünde ist der Tod. Und da wir alle Sünder sind, gilt die Botschaft des Kreuzes uns allen.

Wer allerdings den Mann am Kreuz, Jesus, zu seinem Freund hat, der empfindet die Botschaft vom Kreuz anders. Ja, Sünde fordert Sühnung! Ja, der Lohn der Sünde ist der Tod. Aber Jesus hat die Sühnung übernommen. Er hat den Lohn für unsere Sünden erhalten: Tod. 
 
Wer Jesus, den Mann am Kreuz, zu seinem Freund hat, dessen Sünde ist gesühnt. Er empfängt übernatürliche Kraft zu lieben und zu leben. Das Kreuz – besser: Jesus, der „Mann des Kreuzes“ hat jeden, der die konsequente Freundschaft mit Ihm eingeht, zu seinem Freund erklärt, dessen Sünde vergeben ist. Für alle Freunde Jesu ist das Kreuz keine Bedrohung mehr, sondern Kraft, Freude und Zuversicht! 

„Er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht,
die durch Satzungen uns entgegenstand,
und hat sie aus dem Weg geschafft,
indem er sie ans Kreuz heftete.“ (Kolosser 2:14)

Hast Du Jesus zum Freund?

Mittwoch, 14. Juli 2021

Nur Babys!

In einem Rundschreiben wird der Evangelist und Autor, Leonard Ravenhill zitiert. Er berichtet von einer Touristengruppe, die ein malerisches, kleines Dorf besucht. Sie wandern umher und kommen an einem alten Mann vorbei, der neben einem Zaun auf einer Wiese sitzt.

In einer eher herablassenden Art fragt einer der Besucher: „Wurden in diesem Dorf irgendwelche großen Männer geboren?“

„Nein,“ kam die Antwort des Alten. „Nur Babys!“

In seinem Buch „Intercessory Prayer“ (Fürbitte-Gebet) beschreibt Dutch Sheets diese Begebenheit und fährt dann fort:

„Niemand wurde als Gebetsheld geboren. Sie werden geformt und verbessert auf dem Trainingsplatz des Lebens.

Einst sagte ein Talentexperte in Hollywood über den später weltbekannten amerikanischen Tänzer, Choreograf, Sänger und Schauspieler, Fred Astaire (1899-1987): „Er kann nicht schauspielern. Er kann nicht singen. Er kann ein wenig tanzen.“

Dutch Sheets schreibt weiter: Ich bin überzeugt, dass Satan in bestimmten Zeiten dieses Urteil über mir ausgesprochen hat: „Kann nicht predigen. Kann nicht leiten. Kann ein bisschen beten.“ (Aber) Preis dem Herrn für Seine Gnade und Treue zu mir. Ich bin mehr vorwärts als rückwärts gestolpert.

Wie vielen von uns geht es so, dass wir uns fragen: „Was kann ich eigentlich?“ „Wozu bin ich eigentlich gut?“ „Kann Gott irgendetwas mit mir anfangen?“

Ja, das kann Er! Wenn wir uns Seinen Händen anbefehlen, kann Er uns formen und verbessern auf dem Trainingsplatz unseres geistlichen Lebens. Wenn der Meistertöpfer den Ton in die Hand nimmt, wird etwas daraus.

Allerdings muss der Ton wollen. Wenn wir uns der Hand des Meistertöpfers entziehen, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir mit Fragen kämpfen wie den oben genannten, wenn wir uns fragen: Was kann ich eigentlich? Auch im Reich Gottes gilt das Prinzip des Lernens und des Wachstums.

Du möchtest ein Beter sein? Lerne zu beten. Wie? Bete! Nimm teil, wenn andere beten.

Du möchtest mit anderen über Jesus reden? Fang an mit kleinen Schritten. Gib ein Traktat weiter. Wenn die Furcht zu groß ist, gib die ersten 5 weiter ohne Worte und fang erst bei dem 6. an mit Worten wie: „Hier sind noch einige sehr wichtigen Informationen für Sie!“ – oder geh mit jemandem zusammen und verteil Traktate. Lerne von anderen!

Du möchtest eine regelmäßige, tägliche Zeit mit Jesus haben? Fang an! Fang mit 10 Minuten an und bau die Zeit aus, so wie Du es brauchst. Frag andere, wie sie solch eine Zeit gestalten.

All das und mehr im geistlichen Leben geschieht durch Lernen, Übung und Wachstum. Warte nicht, bis Du denkst, Du hast es in der Theorie gemeistert. Damit kommst Du absolut nirgends hin. Fang an mit kleinen, aber treuen Schritten. Lerne von anderen und mit anderen.

Nirgends auf der Welt werden berühmte Persönlichkeiten geboren. Überall nur Babys.

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt,
dass er treu erfunden wird.
(1 Korinther 4:2)

Dienstag, 13. Juli 2021

Gottes Verheißungen im Buch Jona

Den Propheten Jona kennen wir alle – bereits aus dem Kindergottesdienst. Eine faszinierende Geschichte, die immer wieder mal in das Reich der Fabeln verwiesen wurde. Allerdings mehren sich Berichte aus neuerer Zeit (bis ins Jahr 2021), die belegen, dass Jona nicht Fiktion, sondern Fakt gewesen ist.

Das Geschehen des Buches spielt sich grob zwischen 750 und 800 vor Christus ab. Es dreht sich um den Auftrag Gottes an den jüdischen Propheten Jona, die heidnische Stadt Ninive vor dem kommenden Gericht Gottes zu warnen. Jona gehorcht erst in zweiter Instanz, nachdem er zuerst vor Gottes Auftrag floh. Ein riesiger Fisch verschluckte ihn und spie ihn nach 3 Tagen wieder aus. 3 Tage hatte er Zeit, von seiner Rebellion gegenüber Gott umzukehren, sich zu besinnen, und auf Gottes Rettung für sich zu vertrauen – und für die ungeretteten Heiden in Ninive, zu denen er gesandt war. Im Inneren des Fisches war er bei Bewusstsein und betete:

Ich aber will dir mit lauter Stimme Lob opfern;
was ich gelobt habe, das will ich bezahlen.
Die Rettung kommt von dem Herrn!
(Jona 2:10)

Was für eine gewaltige Verheißung, die er hier für sich selbst ausruft und für alle, die der Botschaft Gottes geglaubt haben und je glauben werden: Die Rettung kommt vom Herrn!

Im nächsten Kapitel lesen wir eine weitere Verheißung. Nicht so angenehm wie die erste. In Jona 3:4 predigt er den Heiden in Ninive: „Noch 40 Tage, und Ninive wird zerstört!

Auch das ist eine Verheißung, eine Verheißung des Gerichts, die auf dem göttlichen Prinzip gründete, dass der Lohn der Sünde der Tod ist. Ninive war eine gottlose Stadt und Gottes Geduld ging zu Ende. Der Tag des Gerichts wurde festgelegt: Noch 40 Tage! Aber Ninive hörte auf Jonas Botschaft und tat aufrichtig Buße. Und so erfüllte sich die Verheißung Jonas zum Gericht nicht in seiner Zeit. Ninive erfuhr Vergebung! Sie erfuhren kollektiv als Stadt der Heiden die Erfüllung der Verheißung, an die Jona selbst sich im Leib des Fisches geklammert hatte: Die Rettung kommt von dem Herrn!

Diese alttestamentliche Verheißung dürfen wir auch in der neutestamentlichen Zeit zu 100% in Anspruch nehmen. Jesus – Sein Name bedeutet: „Der Herr ist Heil!“ oder „Der Herr rettet!

Mit der alttestamentlichen Verheißung Gottes durch Jona und mit Jesus, unserem Retter vor Augen dürfen wir durch diesen Tag gehen. Durch diese Zeit! Durch unsere persönliche Not. Der Herr ist bei uns und wir dürfen uns an Seiner Bereitschaft festhalten, uns zu retten.

Auch Jona hatte im Leib des Fisches keine Ahnung, wie Gott ihn retten würde. Er war in einer hoffnungslosen und ausweglosen Lage. Er wusste nur, dass vom Herrn die Rettung kommt – in welcher Form auch immer.

Halte Dich an Gottes Verheißung fest. Bring Ihm Dein Lob, auch wenn Du die Erfüllung noch nicht erkennen kannst. Bete Ihn an und mach Dich eins mit seinen Worten:

Ich aber will dir mit lauter Stimme Lob opfern;
was ich gelobt habe, das will ich bezahlen.
Die Rettung kommt von dem Herrn!
(Jona 2:10)

Montag, 12. Juli 2021

Hält der Glaube stand?

In seinem weitverbreiteten Buch „ Gefoltert für Christus“ beschreibt der rumänische Pastor Richard Wurmbrand (24.3.1909 – 17.2.2001) eine Begebenheit aus dem Gefängnis. Auf Seite 93 ist zu lesen:

Im Gefängnis fragte mich ein Politoffizier barsch: „Wie lange wollen Sie noch an Ihrer stupiden Religion festhalten?“

Ich sagte nur zu ihm: „Ich habe zahllose Atheisten auf ihrem Sterbebett bereuen sehen, dass sie gottlos gewesen sind. 

Sie wandten sich an Christus und riefen ihn an. Können Sie sich vorstellen, dass es einen Christen, wenn der Tod ihm nahe ist, reuen könnte, ein Christ gewesen zu sein und dass er Marx oder Lenin anruft, ihn aus seinem bisherigen Glauben zu erretten?“

Er fing an zu lachen: „Eine schlaue Antwort!“

Ich fuhr fort: „Wenn ein Ingenieur eine Brücke gebaut hat, dann ist die Tatsache, dass er selber über die Brücke gehen kann, noch kein Beweis dafür, dass die Brücke wirklich gut ist.

Ein Zug muss erst darüber fahren, um ihre Tragkraft zu erweisen. Die Tatsache, dass Sie ein Atheist sein können, solange alles gut geht, beweist noch nicht die Wahrheit des Atheismus.

Er hält nämlich nicht stand in den großen Krisen und Erschütterungen des Lebens.“

Ein mutiges Gespräch und ein mutiges Bekenntnis zu Jesus. Hält unser Glaube stand, wenn die großen Krisen und Erschütterungen des Lebens uns bedrohen? Wie kann unser Glaube standhaft werden? Jesus belehrt uns darüber in Matthäus 7:24-27:

24 Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet. 26 Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.

Unser rettender Glaube an Jesus ist tragfähig, wenn er auf Gottes Wort gegründet ist. Das bestätigt auch Paulus, wenn er in Römer 10:17:

Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

Die regelmäßige Beschäftigung mit dem Wort Gottes baut und stärkt das Fundament unseres Glaubens. Gottes Wort stellt unseren Glauben auf eine solide Grundlage, sodass wir sagen und erfahren dürfen: Ja, unser Glaube an Jesus trägt, auch in den täglichen Krisen und Erschütterungen unseres Lebens.

Sonntag, 11. Juli 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 

Heute wieder mit Sonntagszitat:

Predigttext:
Offenbarung 22:1-5
 
1 Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes.
2 In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.
3 Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen;
4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.
5 Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
 
Anbetung - Gottes Wort - Gebet 
Gemeinschaft

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

Wir laden alle ein, live dabei zu sein.

HIER die nötigen Informationen für den Präsenzgottesdienst

HIER der Link zum Livestream 
 
Sonntagszitat: 
Einheit unter Gotteskindern 
wird einen mächtigen Segenstrom vom Throne Gottes freisetzten. .
(unbekannt)
 
Seltsam, dass Menschen im Alltag 
völlig bedenkenlos den Angaben von Wegweisern, 
Landkarten und Navis blind Glauben schenken, 
bezüglich ihres Reiseziels Ewigkeit jedoch 
völlig plan- und ziellos durchs Leben irren, 
obwohl Gott uns 
einen absolut zuverlässigen Wegweiser gegeben hat: 
Die Bibel
(unbekannt)