„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 14. Juli 2020

Jesus im 2. Timotheusbrief

„Letzte Worte großer Männer“ – so lautet der Titel eines Traktats, das seit vielen Jahren in Umlauf ist. In diesem Traktat werden die letzten Worte bekannter Persönlichkeiten zitiert, bevor sie den Schritt in die Ewigkeit gingen. Mit dem Wissen, dass auf dem Sterbebett selten Lügen erfunden werden, haben diese Worte besonderes Gewicht.

Der 2. Timotheusbrief war vermutlich das letzte Schreiben des Apostels. Ca 5 Jahre nach seinem ersten Brief war Paulus erneut im Gefängnis in Rom, diesmal ohne die Freiheiten, die er bei seiner ersten Gefangenschaft dort hatte. Sein Schreiben ist adressiert an Timotheus, den er als sein Kind im Glauben bezeichnet – sozusagen das Testament eines geistlichen Vaters an seinen geistlichen Sohn. Es geht Paulus offensichtlich darum, Timotheus zu ermutigen, am Evangelium festzuhalten, das Wort Gottes recht und treu zu lehren und auch zu Leiden um Jesu willen bereit zu sein. In den 4 kurzen Kapiteln wird Jesus (Christus) in dieser oder jener Form mindestens 15x erwähnt, dazu bezeichnet Ihn Paulus mindestens 14x als Herrn. Jesus war immer das zentrale Thema in allen Schreiben des Paulus – so auch im 2. Timotheusbrief! Und weil es die letzten Worte an Timotheus sind, verbindet er alle seine wichtigen Aufträge, Ermahnungen und Erinnerungen mit dem Namen und der Person Jesu. Nichts sollte auf ihm, Paulus, ruhen. Alles sollte in der Person Jesu gegründet und mit Ihm verbunden sein.

Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist! (2 Timotheus 1:13)
Gesunde Lehre, Glaube und Liebe stehen in Verbindung mit Jesus Christus

Halte im Gedächtnis Jesus Christus, aus dem Samen Davids, der aus den Toten auferstanden ist nach meinem Evangelium. (2 Timotheus 2:8)
Jesus ist der Sohn Davids, der Auferstandene. Ihn soll Timotheus, der Paulus´ Dienst weiterführen soll, im Gedächtnis behalten; um Jesus muss sich alles drehen.

Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden. (…) Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewissheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, 15 und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. (2 Timotheus 3:12+15)
Errettung kommt nicht durch irgendeinen Glauben, sondern durch den Glauben, der sich an Jesus bindet. Allerdings wird dieser Glaube angefochten und verfolgt. Festzuhalten und Jesus zu dienen lohnt sich, denn Jesus kommt wieder und mit Ihm unser Lohn.

Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! (…) Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben. (2 Timotheus 4:1,2+8)
Jesus ist Herr, Richter, der Kommende (Erscheinende) und Belohner

Im 2 Timotheusbrief spürt Paulus sein kommendes Ende. Er ermutigt Timotheus noch einmal, den Dienst für Jesus fortzuführen. Jesus ist die Fülle unserer Lehre, der Inhalt unseres Denkens, der würdige Grund unserer Leiden, der Retter unserer Seelen, der Richter unseres Lebens und der Belohner unserer Werke.

Paulus geht es nicht darum, dass „sein Dienst“ nicht zusammenbricht. Es geht ihm darum, dass Jesus Zentrum bleibt von allem, was Timotheus lehrt und ist. Und so schließt Paulus seinen Brief (und vermutlich seine letzte irdische Kommunikation*) mit Timotheus ab mit den Worten:

Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geist!
Die Gnade sei mit euch! Amen.
 (2. Timotheus 4:22)

* In Kapitel 4:9 bittet der mittlerweile einsam gewordene Paulus den Timotheus, sich zu beeilen, ihn in Rom zu besuchen. Ob Timotheus es zeitlich geschafft hat, Paulus zu erreichen, bevor er hingerichtet wurde, ist unbekannt.)

Montag, 13. Juli 2020

Warten

Jeder von uns kennt diese öden Zeiten. Man hat sich verabredet und trifft pünktlich ein. Und dann steht man da und wartet. Und wartet! UND WARTET! Irgendwann geht einem durch den Kopf, wie viel kostbare Zeit man verloren hat durch das elende Warten auf den anderen, der, wie sich herausstellt, den Termin verpennt hat.

Eine andere Art des Wartens ist die auf Antwort. Als unser Sohn sich kurz vor Schulende im Ausland aus Übersee bei 40 oder mehr Firmen um einen Ausbildungsplatz bewarb, kamen irgendwann die Antworten aus Deutschland. Alles was uns erreichte, waren Absagen. Aber nicht alle Firmen machten sich die Mühe, zu antworten. Und so wartete man jeden Tag auf Post, jeden Tag auf einen Brief mit guter Nachricht. Aber das Warten war vergebens. Der Brief mit der guten Nachricht kam nie an.

Kürzlich nahm ich an einem Missionsgebetskreis teil, in dem einige der Teilnehmer auch in einem Prozess des Wartens stehen. In dem Zusammenhang fiel das Zitat.

„Die Zeit, in der wir auf Gott warten, ist keine vergeudete Zeit!“ 

Man, habt Ihr das gehört? Hier noch einmal: „Die Zeit, in der wir auf Gott warten, ist keine vergeudete Zeit!“ Das ist ein Zitat der ersten Liga, gerade weil es so aktuell ist in unserem Leben. Stille zu werden, alles andere ruhen zu lassen, abzustellen, abzuschalten und auf Gott zu warten ist keine vergeudete Zeit. Im Gegenteil. Gott fordert uns auf, auf Ihn zu warten. In Klagelieder 3:26 heißt es: 

Gut ist's, schweigend zu warten auf die Rettung des Herrn. 

Der Anfang des Wartens ist auch gar nicht so schwer. Es ist ganz angenehm, dem Herrn unsere Anliegen zu nennen und uns dann vertrauensvoll zurückzulehnen und zu warten. Nur – was tun, wenn sich die Antwort hinzieht? Wird Er sich tatsächlich aufmachen und sich um mein winziges Anliegen kümmern? Lohnt sich meine Geduld? In Sprüche 10:28 gibt Gott selbst die Antwort darauf:
 
Das Warten der Gerechten wird Freude werden;
aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. 
 
„Die Zeit, in der wir auf Gott warten, ist keine vergeudete Zeit!“  Selbst dann, wenn Gott in Seiner unermesslichen und manchmal unergründlichen Weisheit die Antwort ein wenig warten lässt. Warten auf Gott bedeutet, dass unsere Augen und Herzen auf Ihn gerichtet sind. Das wiederum verursacht Zuversicht, Geborgenheit und Geduld in unserem Herzen. Es ist die Zeit, in der wir ohne Gott warten, die schwer oder verloren ist, „wer aber auf den HERRN hofft, den wird die Güte umfangen.“ (Psalm 32:10)

Sonntag, 12. Juli 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat! 

Kolosser 3:16

Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. 

Wir alle leiden darunter, dass Corona zur Zeit unsere Gottesdienstformen sprengt. Wir müssen uns zum Teil hinter Masken verstecken, dürfen nur mit Masken - oder auch gar nicht - singen, müssen mit 1,5 Metern Abstand voneinander unseren Platz einnehmen und dieser oder jener Auflage der "Nachverfolgbarkeit" Genüge tun. Und oft ist das nicht alles.

Interessant ist, dass die Bibel nichts von alledem ablehnt oder verbietet. Streng genommen GE-bietet sie sogar das "Singen im Herzen". In den Ländern der Verfolgung wird dieses Singen tausendfach praktiziert: Der Mund bewegt sich stumm - das Herz singt laut - der Herr ist verherrlicht und der Anbeter gesegnet.

Zugegeben - das ist für die meisten Christen stark gewöhnungsbedürftig und das "Singen im Herzen" kann sicher auch andere Ausdrucksformen finden, wie etwa das stille Mitsingen beim Abspielen einer CD / DVD oder das stille Mitsingen im Herzen bei einem Liedvortrag.

Aber lasst uns nicht Formen, die Gottes Wort nicht von uns fordert, zur Bedingung unserer Nachfolge machen. Wenn Du nicht zu einer Risikogruppe gehörst und gesund bist, laden wir Dich herzlich ein, mit uns Gottesdienst zu feiern. Jesus hat sich übrigens auch angemeldet. 😀


Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, 
da bin ich in ihrer Mitte. (Matthäus 18:20)

Anbetung - Gottes Wort
 Gebet- Gemeinschaft 

Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
(leider noch ohne Kindergottesdienst)

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten!

HIER geht's zum Livestream für alle, die diesmal lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat: 

Jedes menschliche Wunschbild, 
das in die christliche Gemeinschaft mit eingebracht wird, 
hindert die echte Gemeinschaft und muss zerbrochen werden, 
damit die echte Gemeinschaft leben kann.  
(Dietrich Bonhoeffer)

Oh Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens! 
Wo Hass ist, lass mich Liebe säen; 
wo Unrecht, Verzeihung; 
wo Zweifel, Glaube; 
wo Verzweiflung, Hoffnung; 
wo Finsternis, Licht 
und wo Trauer, Freude.
(Franz von Assisi)

Samstag, 11. Juli 2020

Gott kann alles! - Echt?

Ein Rundbrief von Freunden beginnt mit den Worten:  

„Seit 34 Jahren lebe ich mit der festen Überzeugung: Gott kann alles! Nein, Gott erhört nicht immer unsere Gebete, wann und wie es uns lieb wäre. Auch erlebe ich vermutlich nicht mehr Gebetserhörungen als Sie! Aber …“

Mich sprachen diese Verse an. Auch ich lebe seit mehreren Jahrzehnten mit der festen Überzeugung, dass Gott alles kann. Aber auch ich mache die Erfahrung, dass Gott nicht alle meine Gebete so erhört, wie und wann ich es möchte.

Mit Millionen anderer Christen bete ich immer wieder mal für ein ende der Corona Pandemie. Nicht nur hält sie weiterhin die Welt in Atem – es werden auch immer wieder neue Nachrichten verbreitet, die aufzegen, dass die Pandemie nicht in Kürze enden wird. All die Millionen Gebete vieler Christen warten noch auf Erhörung. ABER: All die Millionen Gebete der Christen, dass der Herr mitten IN der Pandemie wirkt und Seine Liebe und Rettermacht erweist, werden erhört! Seien es Massenbekehrungen durch Evangelisationen im Livestream oder seien es vermehrt Einzelgespräche, die zum Glauben an Jesus führen. Und so beten wir weiter – trotz aller Fragezeichen und wissen: Gott kann!

Mit allen anderen Christen, die in der Nachfolge stehen, bete ich für verschiedene Anliegen und mache die Erfahrung, dass einige dieser Anliegen relativ zügig erhört werden, während Gott mich bei anderen Anliegen auf die Probe stellt. Ich bete weiter, weil ich weiß und erfahre: Gott kann!

Ich erinnere mich an Hiob. Wie lange hat er gelitten? Von den ersten Benachrichtigungen, dass sein Reichtum gestohlen und seine Kinder ermordet wurden … über die Aufforderung seiner Frau, den Glauben über Bord zu werfen … über die verletzenden Antworten und Ratschläge seiner Freunde … über die dunklen Todestäler, in denen Gott schwieg … bis dass er schließlich wieder Licht sah. Wie lange dauerte der ganze Spuk? Sicher hat er in der Zeit immer wieder zu Gott geschrien. „Warum?“  „Wie lange?“  „Rede doch?“  Am Ende erfuhr er nicht nur, dass Gott kann. Er erfuhr, dass Gott noch mehr kann! Denn Hiobs Ende war überaus gesegneter als sein Anfang.

Vielleicht ist auch Dein Glaube: „Gott kann!“ aber Deine Erfahrung ist: Er handelt nicht immer, wann und wie es mir lieb wäre. Bete weiter! Lass Gott Gott sein! Er muss nicht antworten, wie oder wann Du es willst. Er handelt, wie und wann Er es will – aber immer zu Deinem Besten. Er sagt in Jeremia 29:11: 

Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe …
Gedanken des Friedens und nicht des Leides,
dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“ 
 
Gott kann!  Gott will! Und immer zu deinem Besten! Vertrau Ihm!
 
Wir laden Dich herzlich ein, morgen mit uns Gottesdienst zu feiern: Live im Bitzegarten oder, wenn Du zu einer Risikogruppe gehörst, live im Livestream!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 10. Juli 2020

Mitgliederverlust

In den USA sind die „Southern Baptists“ (Südlichen Baptisten) die größte, protestantische Denomination. Allerdings verloren sie im vergangenen Jahr, 2019, fast 290 000 Mitglieder. Das ist ein Mitgliederschwund zum 13. Mal in Folge.

Das zuständige Forschungsunternehmen erklärte dazu, dass auch die Southern Baptists nicht immun sind gegen zunehmende Verweltlichung in Amerika und dass das Interesse, ein Leben mit Jesus zu leben, auch unter den Kindern dieser Gruppe schwindet. Sowohl die Zahl der Taufen (Glaubenstaufen), wie auch die Zahl der Teilnehmer an Gottesdiensten und Kleingruppen sank. All das muss nicht heißen, dass missionarische Bemühungen nachlassen. Aber gleichbleibende, missionarische Bemühungen bringen weniger Frucht.

Als ich diese Informationen dieser Tage in einem Infoblatt las, wurde ich unmittelbar an einen Abschnitt erinnert, den ich am Tag zuvor gelesen hatte. Im Buch von A. Sierszyn: „2000 Jahre Kirchengeschichte, Band 2“ wird die Frage gestellt, warum im 7. Jahrhundert die Germanen so schnell und willig das Evangelium angenommen haben. Die Antwort, die der Autor darauf gibt, lautet: „Als die Germanen mit der christlichen Botschaft in Berührung kommen, ist ihre Religion verbraucht und innerlich entleert. Man traut den eigenen Göttern nicht mehr. Ihre Kraft ist dahin. Auf der langen Reise der Völkerwanderung, diesem 200jährigen Krieg, musste man tausendfach erleben, dass das Schicksal stärker ist als der heidnische Glaube. (…) Hier bringt das Evangelium Erlösung und Freiheit.“

Der Vergleich ist interessant und erschreckend zugleich. Vor 1400 Jahren wandten sich unsere Vorväter vom tiefsten Heidentum, Menschenopfern und Dämonenkult ab, weil sie merkten, dass ihr Glaube leer und verbraucht war, dass die Götter, denen sie folgten, ihnen nicht helfen konnten. Heute, nach 1400 Jahren haben die vielen Generationen vor uns wiederum Schreckliches durchgemacht. Ihr Glaube hat sie getragen und sich verbreitet. Nicht nur Seuchen, Kriege und andere Nöte hat das Evangelium überlebt, sondern auch das Zeitalter der Aufklärung und der Wissenschaftsgläubigkeit. Jetzt, im Zeitalter der Moderne, scheint die Herausforderung für den Glauben noch einmal eine ganz neue Dimension anzunehmen. Und vollkommen unschuldig ist die christliche Gemeinde nicht daran.

Traditionen haben Leben ersetzt. Wissenschaftliche Theorien haben biblische Dogmen ersetzt, sexuelle Grenzenlosigkeit hat moralisches Leben ersetzt und gesellschaftlich geforderte Akzeptanz hat biblisch fundierte Toleranz abgelöst. Und wir alle – Jünger Jesu eingeschossen – sind Kinder unserer Zeit.

Kann es sein, dass uns die Lebendigkeit und Erfahrbarkeit Gottes abhandengekommen ist? Kann es sein, dass wir das Bewusstsein für die Realität Gottes verloren haben? Von den Germanen damals hieß es, dass sie ihren Glauben aufgaben, weil „ihre Religion verbraucht und innerlich entleert“ war und man den eigenen, kraftlosen Göttern nicht mehr traute.

Kann es sein, dass in zu vielen christlichen Leben kein Gespür mehr vorhanden ist für die Gegenwart, die Allmacht, die Frische und die Fülle Gottes? Wenn dem so ist, was haben wir einer Welt zu bringen, die Frische, Fülle und Erfüllung sucht; einer Welt, die Fragen hat – aber keine Antworten; einer Welt, die immer mehr Programm benötigt, um die innere Leere zu füllen und eine Lösung zu finden für den Schrei nach Sinn zu Zweck?

Als die Germanen im 7. Jahrhundert im Evangelium Erlösung und Befreiung fanden, war das Evangelium keine Addition zu ihrem heidnischen Leben. Götterglaube und Menschenopfer hörten auf. Angst wurde besiegt, Leere gefüllt – durch Jesus.

Was es heute ganz neu braucht, sind Menschen wir Du und ich, die den lebendigen Gott an erste Stelle in ihrem Leben haben, die täglich mit Jesus leben, Ihn erfahren, Ihn bezeugen, von Ihm reden und Ihm mutig und von Herzen dienen. Es braucht Menschen, die den leeren Angeboten der Welt um uns herum widerstehen und für die die Realität Gottes wieder zu einer neuen, täglichen Erfahrung wird. Menschen, die ihren alten, leeren „Glauben“ aufgaben, weil „ihre Religion verbraucht und innerlich entleert“ war und die sich neu und ganz auf die Seite Jesu stellen und der Welt zeigen, dass ein Leben mit und für Jesus das erfüllte Leben ist, das Gott für jeden Menschen bereit hält.

„Der ist kein Narr, der aufgibt,
was er nicht behalten kann,
um zu erhalten, was er nicht verlieren kann.“
(Jim Elliot)

Gebt mir hundert Menschen,
die Gott von ganzem Herzen lieben
und nichts fürchten außer der Sünde,
und ich will die Welt bewegen.
(John Wesley)

Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern
oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder
oder Äcker verlassen hat um meines Namens willen,
der wird es hundertfältig empfangen
und das ewige Leben erben.
(Jesus Christus in Matthäus 19:29)

Donnerstag, 9. Juli 2020

Der erste Schritt und das letzte Wort!

In einem Rundschreiben fiel mir kürzlich dieser Satz in die Hände:

„Wenn ich im Glauben bereit bin, den ersten Schritt zu gehen,
dann wird Gott das letzte Wort haben.“ 
 
Die Wahrheit dieser Worte sehe ich illustriert von den ersten bis in die letzten Seiten der Bibel.
 
Abraham war bereits alt und eingesessen in Ur als Gott zu ihm redet: Pack Deine Sachen und geh. Nicht gerade ein detaillierter Auftrag. Wohin, Herr? mag Abraham gefragt haben. Ich habe Frau, Dienstpersonal, Herden und einiges an Besitz. Gottes Antwort war knapp: „In ein Land, das ich dir zeigen werde.“  Abraham blieben zwei Möglichkeiten: Er konnte sagen: Das ist mir eine zu unsichere Zukunft. Mach ich nicht – oder er konnte den ersten Schritt tun. Er entschied sich für die zweite Option und wurde nicht nur Vater Israels, sondern auch der Vater aller Gläubigen. Abraham machte den ersten Schritt – und Gott behielt das letzte Wort.
 
Mose erhielt den Auftrag, die friedliche Wüste Richtung Ägypten zu verlassen, das Land, das er 40 Jahre zuvor als gesuchter Mörder fluchtartig verlassen hatte. Mose fühlte sich völlig unfähig, Gottes Auftrag nachzukommen. Er machte den ersten Schritt in Angst und Schwachheit und wurde zum Hirten, Leiter und Gesetzgeber Israels. Eine Art Vermittler zwischen dem Volk und Gott. Gott schrieb Geschichte durch ihn. Mose machte den ersten Schritt im Glauben – und Gott behielt das letzte Wort.
 
10 aussätzige Männer kamen zu Jesus. Sie waren erbärmlich, ausgestoßen, ohne Hoffnung – und wollten von Jesus geheilt werden. Jesus reibt ihnen keine Spucke in die Wunden (wie Er es mal bei einem Blinden tat), Er rührt sie nicht an, wie Er es bei vielen anderen tat. Er sagt auch nicht: Sei gesund  und heilt sie von einem Augenblick auf den anderen. Nein! Er schickt die Aussätzigen auf den Weg mit den Worten: „Geht, und zeigt euch den Priestern!“  Die Zehn machen den ersten Schritt im Glauben – und Gott behält das letzte Wort.
 
Petrus war mit anderen Jüngern im Boot, als ein furchtbarer Sturm losbrach. Dummerweise war Jesus nicht dabei. Die Jünger hatten Angst und mussten sich mächtig ins Zeug legen. Dann erleben sie ein Wunder. Zuerst meinen sie, einen Geist zu sehen, dann hören sie die Stimme Jesu und die Aufforderung: Fürchtet euch nicht! Ich bin’s.  Jesus war auf dem Wasser gehend zu ihnen gekommen. Petrus wollte mehr. „Herr, wenn Du es bist, dann ruf mich zu dir“ –  „Komm!“ruft Jesus … und Petrus steigt aus dem Boot. Was für ein Wagnis! Was für ein Gefühl das gewesen sein muss – dieser erste Schritt. Hätte das Wasser nicht getragen, wäre Petrus im aufgewühlten Meer baden gegangen. Aber das Wasser trägt. Petrus macht den ersten Schritt im Glauben – und Gott behält das letzte Wort.
 
Zu welchem Schritt fordert Gott Dich heute auf – oder vielleicht auch schon seit geraumer Zeit? Oft gibt Gott uns einen Auftrag oder einen Ruf, und es braucht seine Zeit, bis wir den ersten Schritt wagen. Manchmal zögern wir Tage, manchmal Wochen, manchmal Jahre – und bleiben unglücklich oder zumindest unruhig. Mach heute den ersten Schritt im Glauben – und Gott behält das letzte Wort. 
 
„Wenn ich im Glauben bereit bin, den ersten Schritt zu gehen,
dann wird Gott das letzte Wort haben.