„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 18. Juni 2020

Mission

Oswald Sanders († 24.10.1992) erzählte eine Geschichte von einem Missionar, der in Indien das Evangelium von Dorf zu Dorf verkündigte. Er war ein sehr einfacher Mann, hatte keine Ausbildung, aber er liebte Jesus von ganzem Herzen und war bereit, sein Leben für ihn zu geben.

Dieser Mann kam in ein Dorf, das das Evangelium noch niemals gehört hatte. Es war schon spät abends und er war sehr erschöpft. Trotzdem ging er ins Dorf und predigt laut und klar von Jesus.

Die Einwohner zogen über ihn her, verspotteten ihn und trieben ihn aus ihrem Ort. Er war geschafft; völlig am Ende. Er ging aus dem Dorf und legte sich entmutigt unter einen Baum.
Dort schlief er ein und wusste nicht, ob er jemals wieder aufwachen würde. Es war durchaus möglich, dass man ihn umbringen würde.

Plötzlich wachte er auf und bemerkte erschrocken, dass das ganze Dorf um ihn herumstand und ihn anstarrte. Er zitterte vor Angst, als der Dorfälteste zu ihm sagte: “Wir sind gekommen, um zu sehen, was du für ein Mensch bist.  Als wir die Blasen an deinen Füßen gesehen haben, wussten wir, dass du ein heiliger Mann bist. Wir wollen wissen, warum du Blasen an den Füßen hast und trotzdem hierher gekommen bist, um uns etwas zu sagen.”

Dann erzählte dieser Mann Gottes ihnen die gute Nachricht von Jesus und seiner Auferstehung. Laut Oswald Sanders ist das ganze Dorf zum Glauben an Jesus gekommen.
  • Jesu Macht hat sich nicht geändert: Er besitzt immer noch alle Gewalt und Autorität im Himmel und auf der Erde.
  • Jesu Verheißung ist nicht zu Ende gekommen: Er ist immer noch bei Seinen Jüngern, bis ans Ende der Weltzeit und bis an die Enden der Erde.
  • Und Jesu Auftrag ist noch nicht erfüllt. Das ist die Aufgabe an unsere Generation (= an uns, die wir heute leben). Wir sind die, die heute mit Jesus auf dem Berg in Galiläa stehen. Wir sind die, zu denen Er heute sagt:
    • - Geht hin! Wartet nicht – Geht!
    • - Evangelisiert und macht zu Jüngern!
    • - Tauft sie!
    • - Belehrt sie über das ganze Wort Gottes!
Lasst uns gehen, niemanden vergessen, niemanden übersehen, niemand vernachlässigen und uns vor niemandem scheuen. Lasst uns erwarten, dass der Herr jeden von uns gebraucht und  dass Er Wunder tut. Schlussendlich ist es sowieso Sein Wirken, das Herzen öffnet – aber unser Gehorsam, der das Evangelium zu ihnen bringt. Zu viele haben es noch nie gehört!

Mittwoch, 17. Juni 2020

Das leidige (und leider aktuelle) Thema: Sorgen!

Eine 95(!) jährige Dame im Pflegeheim erhielt eines Tages Besuch von einer ihrer Kirchenfreundinnen.

"Wie geht es dir?" fragte der Besucher.
"Oh", sagte die Dame, "meine Sorgen machen mich krank!"
"Worüber machst du dir Sorgen, Liebste?" fragte die Freundin. "Du siehst aus, als wärst du bei guter Gesundheit. Das Personal hier kümmert sich doch gut um dich, oder?"
"Ja, sie kümmern sich sehr gut um mich."
"Hast du Schmerzen?" fragte die Freundin.
„Nein, ich hatte noch nie in meinem Leben Schmerzen.“
"Ja, aber worüber machst du dir denn Sorgen?" fragte ihre Besucherin weiter.
Die Dame lehnte sich in ihrem Schaukelstuhl zurück und erklärte langsam ihre größte Sorge.
„Jeder enge Freund, den ich jemals hatte, ist bereits gestorben und weitergegangen in den Himmel. Und ich weiß, wie diese engen Freunde waren. Ich fürchte, die fragen sich alle, wo ich wohl gelandet bin. "


Die Sorgen DER Frau möchte ich haben! Wenn’s mehr nicht ist! Aber es ist mehr! Bei uns allen im Leben! Sorgen können in jedem Bereich unseres Lebens entstehen. Aber unser Herr weiß das alles und hat eine Lösung für uns parat. In Philipper 4:6+7 lädt Er uns ein:

Sorgt euch um nichts; sondern in allem
lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung
eure Anliegen vor Gott kundwerden.
Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt,
wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren
in Christus Jesus!

Abgeben dürfen wir. Unsere Sorgen vor Gott aussprechen und dann bei Ihm lassen. Dazu möchte uns der Herr heute ermutigen. Gib Deine Sorgen heute Morgen dem Herrn (oder wann immer Du diese Zeilen liest). 

Und lass Dich einladen, heute Abend dabei zu sein an unserem Jüngerschaftsabend. Wir beginnen um 19:30 Uhr in der CCFG, Bitzegarten 5 (Neunkirchen Siegerland). Wir würden uns freuen, wenn Du dabei bist.

Ach ja – und bring Deine Sorgen mit. Es geht heute Abend um dieses Thema.

Dienstag, 16. Juni 2020

Jesus im Kolosserbrief

Kolossä war einst eine blühende Handelsstadt in der römischen Provinz Asia. Die Stadt bildete einen Knotenpunkt für die wichtigen Handelsrouten von Osten nach Westen und von Norden nach Süden. Die machten Kolossä zu einer Handelsstadt, besonders für Wolle und Farbstoffe. Allerdings begann ihr Einfluss stark abzunehmen, da die Straße weiter westlich verlegt wurde.

Paulus ist nie in dieser Stadt gewesen. Die Gemeinde wurde vermutlich von Epaphras gegründet, einem Mitarbeiter des Paulus. Die Gemeinde bestand aus Judenchristen und Heidenchristen, die durch falsche Lehren gleicherweise in Gefahr standen, sich vom Evangelium und von Jesus zu entfernen. Menschlich-philosophisches Gedankengut (2:8), jüdische Gesetzlichkeit und die Verehrung von Engeln (2:18) gehörten zu den Lehren, die die Gemeinde verwirrten. Wie aber trat Paulus diesen verschiedenen Irrlehren entgegen? Durch einen Brief, der Jesus über alles erhebt und Seine Gottheit betont.

Kolosser 1:15+16:
Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. 16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen;

Kolosser 2:9+10
Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; 10 und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.

Zur Erklärung: Wenn Jesus als „Erstgeborener aller Schöpfung“ bezeichnet wird, bedeutet das nicht, dass Jesus Teil der Schöpfung Gottes ist und selbst geschaffen wurde. Mit dem Begriff „Erstgeborener“ verbindet sich eine Vorrangstellung, die nicht immer aus der biologischen Reihenfolge kommt. So wird das Volk Israel als „Erstgeborener Gottes“ bezeichnet, weil es eine Stellung vor allen anderen Völkern besitzt.

Jesus wurde nicht von Gott geschaffen und in die Welt gesandt. Er selbst ist der Schöpfer – wie Vs 16 deutlich macht mit den Worten: „Alles ist durch Ihn und für Ihn geschaffen“ (vergleiche auch Johannes 1:1-4)

Außerdem wohnt in Ihm die ganze Fülle der Gottheit. Wenn immer eine Irrlehre Fuß fassen will, bringt sie etwas „Besonderes“, etwas, was bis dahin fehlte. Wie aber kann etwas fehlen, wenn die ganze Fülle der Gottheit in Jesus wohnt und wir „in ihm“ sind, wie es besonders Kolosser 2 immer wieder betont?

Im Brief an die Kolosser ruft Gott durch Paulus zu: Jesus genügt. Weder jüdische Gesetze, noch Philosophie, weder menschliche Überlieferungen, noch die Verehrung von Engeln fehlt denen, die Jesus haben und Ihm nachfolgen.

Dabei geht es um ein unbegreifliches Wunder,
das Gott für alle Menschen auf dieser Erde bereithält.
Ihr, die ihr zu Gott gehört, dürft dieses Geheimnis verstehen.
Es lautet: Christus lebt in euch!
Und damit habt ihr die feste Hoffnung,
dass Gott euch Anteil an seiner Herrlichkeit gibt.
(Kolosser 1:27)