„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 20. April 2020

Von Taten, Worten und Gedanken

Ein Mann hatte nachts einen Traum, der ihn in die jenseitige Welt brachte. Dort traf ihn in Engel und zeigte ihm ein großes goldenes Buch.
"Was ist das?" erkundigte sich der Mann.
"Es ist das Buch deines Lebens", war die Antwort

Bei näherem Hinsehen sah er, dass auf der ersten Seite etwas geschrieben war und fragte: "Was steht da?"
Der Engel antwortete mit den Worten: "Dies sind deine bösen Taten, und du siehst, dass es viele sind."

Der Engel blätterte um und der Mann sah, dass das nächste Blatt enger beschrieben war. Der Engel sagte: "Dies sind deine bösen Worte, und du siehst, dass es mehr davon gibt als Taten." Der Mann zitterte.

Die nächste Seite war noch enger beschrieben.
"Was steht dort?" fragte der Mann.
"Das sind deine bösen Gedanken, und du siehst, dass es viele gibt, denn ein Mann denkt mehr als er spricht oder handelt."

Mit zitternder Stimme fragte der Mann, was denn vierte Seite enthielt. Der Engel blätterte um und siehe da! – es war schwarz wie Mitternacht. Der Engel sagte: "Diese Seite repräsentiert dein böses Herz, denn es ist aus der Dunkelheit des Herzens heraus, dass alle Gedanken, Worte und Handlungen hervorkommen."

So hat es auch Jesus gelehrt. In Matthäus 15:19+20 belehrt Er uns:

Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken,
Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse,
Lästerungen. Das ist’s, was den Menschen verunreinigt!

DAS ist unser Problem! Nicht, dass wir das Gute nicht wollen, sondern dass wir das Böse tun, obwohl wir (zumindest manchmal) das Gute tun wollen. Der Träumer im Beispiel oben träumte von seinen bösen Taten, bösen Worten und bösen Gedanken – jedes Mal mit zunehmender Tendenz in jeder neuen Kategorie. Wovon er nicht geträumt hat, was aber nach der Bibel auch noch hinzukommt, sind die guten Handlungen, die Gott gefallen, die wir aber unterlassen. Auch davon redet Bibel in Jakobus 4:17:

Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut,
für den ist es Sünde.

Und damit stellt sich natürlich die Frage: Und nun? Die Bücher sind voll mit meinen Taten (den geschehenen und den unterlassenen) und ich kann es nicht mehr ändern. Geschehene schlechte Taten rückgängig machen – das funktioniert nur in einem SciFi Film, nicht im Leben. Schlechte Taten durch gute aufwiegen – zum einen macht das die schlechten nicht ungeschehen, zum anderen könnten wir gar nicht genug gute Taten produzieren. Schlechte Taten ausradieren durch … durch … na ja, durch irgendwas – schön wär’s, aber die Bibel offenbart nichts von einem himmlischen Radiergummi oder von einem Gott, der Sünde übersieht. ABER: Die Bibel offenbart einen Gott, der Sünde VERGIBT! Micha 7:18 lehrt:

„Wo ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt
und die Missetaten seines Volkes verzeiht?
Der nicht für immer an seinem Zorn festhält,
sondern der sich freut, wenn er barmherzig sein kann?“

Und Paulus schreibt an die Römer (3:23-24 + 6:23):

Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht.
Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus,
der uns von unserer Schuld erlöst hat.
Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit,
die sie vor Gott haben sollten,
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod;
aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben
in Christus Jesus, unserem Herrn.

Das Blut Jesu ist das Reinigungsmittel für unser Herz und das „himmlische Radiergummi“, das die Negativeinträge in den himmlischen Büchern. Petrus bringt das „Wie“ zum Ausdruck:

Glaube an den Herrn Jesus Christus,
so wirst du gerettet werden, du und dein Haus!
Jeder, der den Namen des Herrn anruft,
wird gerettet werden.
(Apostelgeschichte 16:31 / Römer 10:13)

Ich möchte Dich ermutigen, zur Vertiefung noch den folgenden kurzen Videoclip anzuschauen (15 Min). Er ist eindrucksvoll und das Anschauen lohnt sich. Der Herr segne Dich!

 
 6000 Punkte für den Himmel

Sonntag, 19. April 2020

Herzliche Einladung zum Livestream-Gottesdienst!

Unsere Livestream beginnt um 10:30 Uhr! 
Wir laden herzlich ein, HIER dabei zu sein!

Predigttext
Johannes: 1-14 (und andere) 

1 Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern wiederum am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so:
2 Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern.

3 Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen! Sie sprechen zu ihm: So kommen wir auch mit dir. Da gingen sie hinaus und stiegen sogleich in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts.

4 Als es aber schon Morgen geworden war, stand Jesus am Ufer; doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus war.

5 Da spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein!

6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische.

7 Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: Es ist der Herr! Als nun Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er das Obergewand um sich, denn er war nur im Untergewand, und warf sich in den See.

8 Die anderen Jünger aber kamen mit dem Schiff (denn sie waren nicht fern vom Land, sondern etwa 200 Ellen weit) und zogen das Netz mit den Fischen nach.

9 Wie sie nun ans Land gestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot.

10 Jesus spricht zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!

11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische, 153; und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.

12 Jesus spricht zu ihnen: Kommt zum Frühstück! Aber keiner der Jünger wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.

13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch.

14 Das war schon das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war.

CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft!
Diesmal nur über Livestream!
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Die Menschen, die Gott gebraucht hat, 
um den Lauf der Geschichte zu ändern, 
waren ein Haufen Nichtsnutze und Versager, 
die nicht aufgrund ihrer Leistung, 
sondern in Gottes sprichwörtlich offenen Armen 
Hoffnung gefunden haben."
(Max Lucado)

"P
etrus bezeugte: "Wenn man Jesus verleugnet, 

wird man von ihm immer noch geliebt.""
(Max Lucado)

Samstag, 18. April 2020

Gesinnt sein wie Jesus

 
Wo ich das Bild zum ersten Mal gesehen habe, weiß ich nicht. Aber die Beschreibung passte:

Der Mann weiß nicht, dass sich weiter unten eine Schlange befindet.
Die Frau weiß nicht, dass ein Stein dem Mann den Rücken zerquetscht.

Die Frau denkt: „Ich werde fallen! Ich kann nicht klettern, weil die Schlange mich beißen wird! Warum kann der Mann nicht etwas mehr Kraft einsetzen und mich hochziehen?"
Der Mann denkt: „Ich habe so große Schmerzen! Trotzdem ziehe ich dich so weit ich kann! Warum strengst du dich nicht etwas mehr beim Klettern an?"

Die Schlussfolgerung: Du kannst den Druck, unter dem die andere Person steht, nicht sehen. Ebensowenig kann die andere Person Deinen Schmerz nicht sehen, in dem Du dich befindest.
So ist das Leben, egal ob es die Arbeit betrifft, die Familie, Gefühle oder Freunde. Wir müssen es lernen, einander zu verstehen.

Ich glaube nicht, dass ich das Bild im Zusammenhang mit einer christlichen Aussage kennengelernt habe. Aber biblische Aussagen hat es definitive.

Für das Verhalten von uns Menschen zu anderen Menschen erinnert es an die Aussage von Römer 15:7: “Nehmt einander an, gleichwie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes!” Jesus möchte, dass wir einander helfen, nicht richten. In Römer 14:12+13 heißt es:  So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!

Wenn wir das von Jesus lernen und umsetzen, wird die Gemeinde Jesu zu einem “geistlichen Krankenhaus”,in dem viele verletzte und verwundete Seelen geheilt werden. Wo nicht verurteilt wird, sondern man in Dankbarkeit miteinander umgeht, da geschieht Heilung.

Aber vielleicht erinnert das Bild noch mehr an den, der trotz Schmerzen (die wir gar nicht nachvollziehen können) Seine Hand nach uns ausstreckt und uns – an der alten Schlange vorbei – zu sich ziehen möchte.

Lasst uns von der Sanftmut, Barmherzigkeit und Leidensbereitschaft Jesu lernen und uns selbstlos nach denen ausstrecken, die unsere Hilfe benötigen.

Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war!
(Philipper 2:5)

Freitag, 17. April 2020

Das unbeantwortete Gebet, das beantwortet wurde

Gestern postete eine Freundin ein Zeugnis in ihrem FB Profil, das mich tief bewegte. Warum? Es zeigt, dass Gott uns hört, wenn wir zu Ihm rufen. Nicht immer sofort und nicht immer so, wie wir es uns vorstellen und wünschen. Aber wo Er ein Herz sieht, das sich nach Ihm ausstreckt, da hört Er zu – und handelt.

Alison Turner postete gestern folgendes Zeugnis, das ich mit ihrer Erlaubnis übersetzen und hier veröffentlichen darf:

Vor Kurzem musste ich darüber nachdenken. Lass mich Dir eine Geschichte erzählen.

Als ich ungefähr 9 Jahre alt war, trennten sich meine Mutter und mein Vater. Kurz bevor mein Vater ging, erinnere ich mich daran, wie ich im Bett lag und ihre wütenden Stimmen von unten hörte. Egal, wie tief ich meinen Kopf unter der Decke vergrub, ihre Argumente kamen bei mir an.

Eine Trennung, eine Scheidung, zerreißen ein Kind! Es kann sehr triftige Gründe dafür geben, aber der Schaden bleibt angerichtet. Ein Herz, zwischen zwei Menschen geteilt. Nie wieder ganz heil.

Eines Tages, als ich von der Schule nach Hause ging, blieb ich stehen. Ich kenne den genauen Ort. Die niedrige Mauer am Ende der Straße, die das Ende des Gartens unseres Nachbarn markierte. Und ich betete. Mein erstes Gebet, das von Herzen kam. Ich betete, dass meine Mutter und mein Vater wieder zusammenkommen würden.

Gott hat mir nicht gegeben, was ich wollte.

Und jetzt möchte ich Dir sagen, wie er mein „unbeantwortetes“ Gebet beantwortet hat.

Mit 14 Jahren hatte ich ein problematisches Privatleben. Details sind nicht erforderlich. Es genügt zu sagen, dass ich unglücklich war. Als meine Schwester, die eine Pause an der Universität machte und nach Hause kam, nahm mich mit in eine Kirche. Was ich dort hörte, war wie Wasser für eine durstige Seele. Es war das, wonach ich gesucht hatte.

Was mich am meisten beeindruckte, war, dass diese Menschen in der Gemeinde über Jesus sprachen als eine echte, lebendige Person; eine Person, die Teil ihres alltäglichen Lebens war. Im Alter von 15 Jahren hatte mich die Bibel überzeugt, dass Jesus genau der war, der er sagte, dass er sei – und dass ich ihm folgen wollte.

Das ist mein beantwortetes unbeantwortetes Gebet. Als ich zu Gott schrie, hörte er mich. Er konnte die Ehe meiner Eltern nicht wieder zusammenbringen, weil das nicht das war, was sie beide wollten. Und Gott zwingt niemandem seinen Willen auf. Aber er hörte mein Herz weinen und als ich bereit war, stellte er sich vor.

Ich habe nicht alle Antworten des Lebens, aber ich weiß, dass Gott zuhört. Ich weiß, dass das Gebet uns und unsere Herzen verändert. Es ist leicht zu glauben, dass das Gebet nichts geändert hat. Aber was wenn? Was wäre, wenn Du nicht gebetet hättest?

 
Ja, was wenn wir nicht gebetet hätten oder nicht beten würden?
Darum wollen wir beten und im Gespräch bleiben mit Jesus!