„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 14. Dezember 2015

Wer Jesus vertraut … und wer zweifelt

Als „Gewinner und Verlierer“ werden auf verschiedenen Webseiten verschiedene Menschen gegenübergestellt. Bei näherem Hinsehen habe ich festgestellt, dass es sich eigentlich nicht um Gewinner und Verlierer handelt, sondern um Menschen, die Gott vertrauen und solche, die zweifeln. Hier eine Auswahl der Aussagen, z.T. leicht bearbeitet:

Wer Jesus vertraut, sieht für jedes Problem eine Lösung
Der Zweifler sieht für jede Lösung ein Problem
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Wer Jesus vertraut, hat immer einen Vorschlag
Der Zweifler hat immer eine Ausrede
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Wer Jesus vertraut, sagt: “Lass mich Dir helfen”
Der Zweifler sagt: “Das ist nicht meine Aufgabe”
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Wer Jesus vertraut, sagt: “Es mag schwierig sein, aber es ist möglich”
Der Zweifler sagt: “Es mag möglich sein, aber es ist zu schwierig”
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Wer Jesus vertraut, sagt "Ich habe einen Fehler gemacht"
Der Zweifler sagt "Das war nicht meine Schuld"
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Wer Jesus vertraut, hat eine positive Lebenseinstellung
Der Zweifler konzentriert sich auf die negativen Dinge des Lebens.
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Wer Jesus vertraut, ist für alles Neue offen und lernt gern dazu.
Der Zweifler verschließt sich gegen alles Neue.
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Wer Jesus vertraut, hat Mut, der stärker ist als seine Angst. Deshalb geht er Risiken ein und nutzt Chancen im Glauben.
Der Zweifler scheut das Risiko.
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Wer Jesus vertraut, richtet seine Aufmerksamkeit auf den versprochenen Sieg.
Der Zweifler denkt nur an die vergangenen Niederlagen.
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Wer Jesus vertraut, ist bestrebt nach vorne zu gehen und zu wachsen.
Der Zweifler ist bestrebt, nicht zurück zu fallen und nicht zu schrumpfen.
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Wer Jesus vertraut, hat unbegrenzte Möglichkeiten. 
Der Zweifler denkt nur bis zum Gartenzaun und bewegt sich innerhalb selbst gesetzter Grenzen.
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Wer Jesus vertraut, lebt seinen Traum.
Der Zweifler verträumt sein Leben.

Diese Aussagen leuchten ein. Warum würde irgendjemand sich unter den Zweiflern wohl fühlen und dort bleiben wollen.
Jesus vertrauen ist die Antwort.
„Ja, aber …“ ist der Einwand.
„Tu’s einfach!“ ist die Antwort. "Vertrau’ einfach!"
Auch für Petrus war der Schritt aufs Wasser nicht einfach.  Aber er wagte, es, Jesus zu vertrauen – und Seine Zusagen trugen ihn – selbst auf dem Wasser. Sei kein Zweifler. Sei einer, der Jesus vertraut!

Sonntag, 13. Dezember 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute: Jeremia 50+51
(da wir im Gottesdienst den Text nur auszugsweise und schwerpunktmäßig lesen werden, 
hier nun der gesamte Text der 4 Kapitel)  
 
JEREMIA 50
1 Diese Botschaft hat Jahwe durch den Propheten Jeremia an Babylonien, das Land der Chaldäer, gerichtet:
2 Verkündet es den Völkern! / Ruft die Botschaft aus! / Richtet Feldzeichen auf! / Lasst es hören, / verschweigt es nicht: / "Babylon ist gefallen! / Bel ist blamiert / und Merodach am Boden zerstört. / Mit ihren Bildern ist es aus, / ihre Götzen sind von Schrecken erfüllt."
3 Von Norden her rückt ein Volk heran, das Babylonien verwüstet, sodass niemand mehr darin wohnt. Mensch und Vieh ergreifen die Flucht und laufen davon. 

4 "Wenn diese Zeit gekommen ist", spricht Jahwe, "kehren die Israeliten und Judäer gemeinsam zurück. Weinend kommen sie heim und suchen Jahwe, ihren Gott."
5 Sie fragen nach Zion, das ist ihr Ziel. / "Kommt mit und schließt euch Jahwe an, / in einem ewigen Bund, den wir nie mehr vergessen!" 

6 Mein Volk war wie eine verlorene Herde, / irregeführt von den eigenen Hirten, / auf Höhen geführt und verführt. / So zogen sie von Berg zu Berg / und vergaßen, wohin sie gehörten. 
7 Alle, die sie fanden, fraßen sie. / Und ihre Bedränger sagten: / "Wir haben keine Schuld, / denn sie haben gegen Jahwe gesündigt, / gegen die Weide der Gerechtigkeit / und die Hoffnung ihrer Väter."
8 "Flieht aus dem Machtbereich von Babylon, / flieht aus dem Land der Chaldäer! / Seid wie die Leitböcke der Herde! 

9 Denn seht, ich biete Heere gegen Babylon auf. / Ich führe große Völker aus dem Nordland herbei. / Sie stellen sich gegen die Stadt und erobern sie von dort. / Ihre Pfeile sind wie siegreiche Helden, keiner verfehlt sein Ziel. 
10 So wird Chaldäa zur Beute. / Alle, die es plündern, bekommen genug", / spricht Jahwe.
11 Ja, freut euch nur und jubelt, / ihr Räuber meines Eigentums! / Hüpft wie ein Kalb über Stroh, / und wiehert wie die Hengste! 

12 Sehr beschämt wird eure Mutter sein, / ihre ganze Hoffnung ist dahin. / Seht! Ihr seid das Letzte der Völker, / verwüstet, verödet, zur Steppe gemacht. / 13 Es ist unbewohnt durch Jahwes Zorn, / es bleibt verödet liegen. / Jeder, der an Babylon vorbeikommt, / schüttelt über seine Wunden entsetzt den Kopf.
14 Stellt euch rings um Babylon auf, / all ihr Bogenschützen! / Schießt und spart die Pfeile nicht! / Denn es hat sich an Jahwe vergangen. 

15 Schreit und lärmt gegen die Stadt! / Da! Sie hat sich ergeben. / Ihre Türme stürzen ein, / ihre Mauern zerbersten. / Das ist die Rache Jahwes. / Rächt euch an ihr! / Zahlt ihr heim, / was sie anderen tat. 
16 Lasst niemand am Leben, / der ein Feld bestellen, / und niemand, der es ernten kann. / Vor dem rasenden Schwert / flieht jeder zu seinem eigenen Volk / und kehrt in seine Heimat zurück.
17 Israel war ein versprengtes Schaf, / von Löwen verscheucht. Zuerst fiel der König von Assyrien darüber her, dann kam König Nebukadnezzar von Babylon und hat ihm noch die Knochen abgenagt. 18 Darum spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels: "Seht, jetzt ziehe ich den König von Babylon genauso zur Rechenschaft, wie ich das bei dem König von Assyrien tat. 

19 Und Israel bringe ich an seinen Weideplatz zurück. Es soll wieder auf dem Karmel weiden und in Baschan, im Bergland von Efraïm und in Gilead. 
20 Wenn die Zeit gekommen ist", spricht Jahwe, "wird man die Schuld Israels suchen, doch sie ist nicht mehr da. Auch die Sünden Judas findet man nicht mehr. Denn ich vergebe denen, die ich übrig lasse."
21 Gegen das Land Meratajim: "Zieht gegen sie hinauf und gegen die Bewohner von Pekod! Macht sie nieder und vernichtet sie samt ihrem Besitz", spricht Jahwe. "Tut es genau nach meinem Befehl!"
50,21: Meratajim und Pekod waren Landschaften in Babylonien. Ihre Namen erinnern an die hebräischen Begriffe für "Doppeltrotz" und "Strafe". 

22 Kriegslärm im Land, / gewaltiger Zusammenbruch! 
23 Wie sehr ist zerhauen, zerbrochen der Hammer der ganzen Welt! / Was für ein Bild des Entsetzens ist Babylon unter den Völkern! 
24 "Ich habe dir eine Falle gestellt, Babylon, / und du hast es nicht gemerkt. / Du wurdest gefunden und gepackt, / weil du Krieg mit Jahwe anfingst." 
25 Jahwe hat sein Arsenal geöffnet / und die Waffen seines Zorns herausgeholt. / Es gibt Arbeit für den Herrn, / für Jahwe, den allmächtigen Gott, / und zwar im Land der Chaldäer. 
26 "Fallt von allen Seiten darüber her! / Brecht seine Vorratshäuser auf! / Werft alles auf einen Haufen, / so, wie man Garbenhaufen macht! / Und dann vernichtet alles, / ohne den kleinsten Rest! 27 Stecht seine Stiere alle nieder, / schlachtet sie ab! / Weh über sie, denn der Tag ist gekommen, / die Zeit der Abrechnung ist da." 
28 Horcht! Flüchtlinge aus Babylon. / Sie sind entkommen, um in Zion zu verkünden / die Rache von Jahwe, unserem Gott, / die Vergeltung für die Zerstörung des Tempels.
29 Ruft Schützen gegen Babylon zusammen, / Leute, die den Bogen spannen! / Schließt den Belagerungsring! / Niemand darf entkommen! / Vergeltet der Stadt ihr Tun, / zahlt ihr heim, was sie getan hat! / Denn sie hat vermessen gehandelt, / hat sich gegen Jahwe gestellt, / gegen Israels heiligen Gott. 

30 "Darum fallen ihre jungen Männer auf den Plätzen, / ihre Krieger kommen um an jenem Tag", spricht Jahwe. 
31 "Pass auf! / Jetzt gehe ich gegen dich vor, / du stolze Stadt", / spricht Jahwe, der Herr, / der allmächtige Gott, / "denn jetzt ist dein Tag gekommen, / die Zeit der Abrechnung ist da. 
32 Dann wird die Stolze stürzen / und niemand hilft ihr auf. / Ich lege Feuer an ihre Städte, / das ringsum alles verzehrt."
33 So spricht Jahwe, der allmächtige Gott: "Israeliten und Judäer wurden unterdrückt. Und die, die sie in die Verbannung führten, haben sich geweigert, sie wieder loszulassen. 

34 Doch ihr Erlöser ist stark. Er heißt Jahwe, der allmächtige Gott. Er wird ihnen zum Recht verhelfen, um ihrem Land Ruhe zu bringen. Unruhe verschafft er nur Babylons Bewohnern."
35 "Ein Schwert über die Chaldäer", spricht Jahwe, "und über die Bewohner von Babylon, über ihre Oberen und Weisen! 

36 Ein Schwert über die Orakelpriester, dass sie zu Narren werden! Ein Schwert über ihre Helden, dass sie vor Angst vergehen. 
37 Ein Schwert über ihre Pferde und Streitwagen, über ihre Söldnertruppen, die zu ängstlichen Frauen werden. Ein Schwert über ihre Schätze, die geplündert werden. 
38 Ein Schwert über ihre Gewässer, die austrocknen werden. Denn es ist ein Land der Götzenbilder. Deren Fratzen machen sie verrückt. 
39 Darum werden Wüstentiere dort hausen, Schakale und Strauße sich tummeln, aber Menschen sollen niemals mehr dort wohnen. 
40 So wie Gott Sodom und Gomorra und die ganze Gegend umgestürzt hat, so wird auch hier kein Mensch mehr wohnen und sich aufhalten wollen." 
41 Seht, ein Volk, es kommt von Norden, / eine große Nation. / Viele Könige brechen auf, / sie kommen vom Ende der Erde. 
42 Sie kommen mit Bogen und Langschwert, / sind grausam und ohne Erbarmen. / Auf Pferden reiten sie heran, /es klingt wie das Donnern der Brandung. / Es sind Krieger, zum Kampf gerüstet / gegen dich, du Tochter Babylons. 
43 Als dein König die Nachricht erhielt, / sanken seine Hände herab. / Angst hat ihn gepackt, / Wehen, wie eine gebärende Frau.
44 Seht, er kommt wie ein Löwe aus dem Jordandickicht. Zum immergrünen Weideplatz steigt er herauf. "Ja, ich jage sie plötzlich davon und setze meinen Erwählten dort ein. Denn wer ist mir gleich, und wer lädt mich vor Gericht? Und welcher Hirt könnte sich mir widersetzen?" 

45 Darum hört, was Jahwe über Babylon beschlossen hat, was er über das Land der Chaldäer denkt:
Wie eine Herde schleppt man sie fort, / selbst die Kinder und die Schwachen. / Ihr eigenes Land ist entsetzt über sie. 

46 Vom Ruf "Babylon ist erobert!" / erbebt die ganze Erde. / Unter den Völkern hört man ihr Geschrei. Gottes Gericht über Babylon


JEREMIA 51
1 So spricht Jahwe: "Passt auf! Ich lasse einen Sturm gegen Babylon los, gegen alle, die im Zentrum des Aufruhrs gegen mich wohnen. 
2 Ich werde Fremde nach Babylon schicken, die es so hoch in den Wind werfen, dass das Land leer wird. An seinem Unheilstag wird Babylon von allen Seiten angegriffen. 
3 Lasst keinen Schützen seinen Bogen spannen, lasst keinen sich in seiner Rüstung erheben! Habt kein Mitleid mit den jungen Männern von Babylon! Vernichtet das gesamte Heer!" 
4 Überall im Land der Chaldäer sollen Erschlagene liegen, die Straßen sollen voll mit Erstochenen sein. 
5 Denn Israel und Juda sind nicht verwitwet von ihrem Gott, von Jahwe, dem Allmächtigen. Doch das Chaldäerland ist voll von Schuld gegen den Heiligen Israels. 
6 Flieht aus dem Land hinaus und rettet euer Leben, dass ihr nicht mit umkommt, wenn Babylonien wegen seiner Schuld bestraft wird. Denn die Zeit der Vergeltung ist da. Jahwe zahlt ihm heim, was es getan hat.
7 Ein Goldbecher in Jahwes Hand war Babylon, / und es berauschte die ganze Welt. / Die Völker tranken von seinem Wein, / und deshalb sind sie rasend geworden. 

8 Babylon fällt plötzlich zu Boden und zerbricht. / Trauert um Babylon, / holt Balsam für seine Wunde! / Vielleicht wird es geheilt. 
9 "Wir wollten Babylon heilen, / doch ihm war nicht zu helfen. / Verlasst es! Jeder ziehe in sein Land! / Denn dieses Strafgericht reicht bis an den Himmel / und türmt sich auf bis zu den Wolken." 10 "Jahwe hat ans Licht gebracht / unsere gerechte Sache. / Kommt, lasst uns in Zion erzählen, / was Jahwe getan hat, unser Gott!"
11 "Schärft die Pfeile, fasst die Schilde!" Jahwe gab es den Königen von Medien ein, gegen Babylon Krieg zu führen und es zu vernichten. Das ist die Rache Jahwes für die Zerstörung seines Tempels. 

12 "Richtet das Feldzeichen gegen die Mauern von Babylon auf! Verschärft die Belagerung! Stellt Posten auf! Legt Truppen in den Hinterhalt!" Wie Jahwe es sich vorgenommen hat und was er den Babyloniern androhte, das führt er nun aus.
13 Ja, du wohnst an großen Wassern, / du bist unermesslich reich. / Dein Ende ist gekommen, / du hast nun genug geraubt.
14 Jahwe, der allmächtige Gott, schwor bei sich selbst: "Wenn ich dich auch mit Menschen angefüllt habe wie mit Heuschrecken, so wird man doch das Triumphgeschrei über dich erheben."
Gottes Größe
15 Durch seine Kraft hat er die Erde gemacht, / durch seine Weisheit die Welt errichtet, / durch seine Klugheit die Himmel ausgespannt. 

16 Auf seinen Befehl hin / sammelt sich das Wasser am Himmel, / steigen Wolken am Horizont auf, / öffnen Blitze dem Regen die Bahn, / bricht der Wind aus seinen Kammern hervor. 
17 Wie dumm steht jeder Mensch davor, begreift es nicht, / und jeder Goldschmied schämt sich für sein Götzenbild. / Denn diese Bilder sind Betrug, sie haben kein Leben. 
18 Nichtse sind sie, Figuren zum Spott. / Wenn abgerechnet wird, sind sie verloren! 
19 Wie anders ist da Jakobs Gott, / denn er hat das Weltall geschaffen / und Israel zu seinem Eigentum gemacht. / Jahwe, der Allmächtige, heißt er. Babylon als Gottes Hammer
20 Du warst mein Hammer, meine Waffe im Krieg. / Mit dir zerhämmerte ich Völker, / mit dir zerschlug ich Königreiche. 

21 Mit dir zermalmte ich Pferd und Reiter, / mit dir zertrümmerte ich Lenker und Wagen. 
22 Mit dir zerschmetterte ich Mann und Frau, / zermalmte junge Männer und Frauen. 
23 Mit dir zerdrosch ich Hirt samt Herde, / den Bauer samt seinem Gespann, / selbst Statthalter und Befehlshaber zerschlug ich mit dir.
24 "Jetzt aber werde ich Babylon und allen Chaldäern das Böse heimzahlen, das sie an Zion verübt haben. Vor euren Augen werde ich es tun", spricht Jahwe. 

25 "Pass auf! Jetzt gehe ich gegen dich vor", spricht Jahwe, "du Berg des Verderbens, der die ganze Erde verdarb. Ich werde dich fassen und wälze dich von den Felsen hinab. Ich mache einen Berg von Schutt und Asche aus dir, 
26 sodass man in dir keinen Stein mehr findet, der noch als Grund- oder Eckstein taugt. Für alle Zeiten sollst du ein Schutthaufen sein", spricht Jahwe.
Babylons Ende
27 Richtet überall das Feldzeichen auf, stoßt ins Kriegshorn unter den Völkern! Ruft sie zum Kampf gegen Babylon auf: die Königreiche von Ararat, von Mini und Aschkenas. Bestellt Offiziere, die Truppen ausheben, lasst Reiterscharen anrücken, furchtbar wie die kriechenden Heuschrecken. 

28 Ruft die Völker auf zum Kampf, die Könige von Medien, seine Statthalter und Befehlshaber und die Völker, die sie kommandieren! 
29 Da zittert und bebt die Erde. Denn die Pläne Jahwes gegen Babylon gehen in Erfüllung. Babylonien soll zu einer Wüste werden, in der kein Mensch mehr wohnt.
30 Babyloniens Helden haben den Kampf aufgegeben. Sie hocken in ihren Burgen, und ihr Mut ist geschwunden. Wie Frauen vergehen sie vor Angst. Schon stehen ihre Häuser in Flammen, die Stadttore sind aufgebrochen. 

31 Ein Läufer nach dem anderen stürmt heran, ein Bote trifft den anderen, um dem König von Babylon zu melden: "Die Stadt ist von allen Seiten eingenommen. 
32 Alle Furten sind besetzt, die Festungsanlagen in Brand gesteckt und die Soldaten vor Schreck wie erstarrt."
33 Denn so spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels:
Die Tochter Babylons gleicht einem Dreschplatz, / wenn er gerade festgestampft wird. / Ein Weilchen noch, / dann kommt die Zeit der Ernte für sie. 

34 Nebukadnezzar, Babylons König, / hat mich gefressen und mich aufgezehrt, / mich weggeschoben wie ein leeres Gefäß. / Er verschlang mich wie ein Drache, / füllte den Bauch mit meinen Leckerbissen / und stieß mich dann fort. 
35 Darum soll Jerusalem sagen: / "Was ich an Gewalt und Zerfleischung erlitt, / das komme nun über Babylon! / Mein Blut komme über die Chaldäer!" 
36 Darum spricht Jahwe: / "Schau, ich verhelfe dir zum Recht! / Ich vollziehe deine Rache! / Ich trockne sein Meer aus, / lasse seine Quellen versiegen. 
37 Zum Trümmerhaufen wird Babylon, / zur Wohnung der Schakale, / einem Ort des Grauens und der Verachtung. / Und es wird menschenleer sein."
38 "Sie brüllen wie die jungen Löwen, / knurren wie ein Löwinnenwurf. 

39 Ihrer Gier bereite ich das Gelage / und mache sie betrunken. / Sie sollen lustig werden und dann betäubt / und in ewigen Schlaf versinken, / aus dem sie nie mehr erwachen", / spricht Jahwe. 
40 "Wie Lämmer führe ich sie zum Schlachten hinab, / wie Schaf- und Ziegenböcke."
41 Wie ist Scheschach* erobert, / besiegt der Ruhm der ganzen Welt! / Babels Schicksal hat alle Völker entsetzt. 

42 Ein Meer hat Babylonien überflutet, / hat es mit tosenden Wellen bedeckt. 
43 Seine Städte wurden verwüstet. / Das Land ist verdorrt, eine Steppe, / ein Land, in dem niemand mehr wohnt; / kein Mensch reist da mehr hindurch.
44 "Jetzt werde ich mit Bel, dem Gott von Babylon, abrechnen! Was er verschlungen hat, reiße ich ihm aus dem Maul. Die Völker strömen ihm nicht mehr zu. Auch die Mauer von Babylon ist gefallen."
45 "Mein Volk, zieh weg aus seiner Mitte! Rette dein Leben vor dem glühenden Zorn Jahwes. 

46 Und verliere nicht den Mut! Fürchte dich nicht vor den Nachrichten, die man im Land hört. Denn in einem Jahr hört man dieses, im anderen jenes Gerücht. Überall herrscht die Gewalt, ein Herrscher bekämpft den anderen. 
47 Denn es wird der Tag kommen, an dem ich mit den Götzen Babylons abrechne. Mit Babylonien ist es aus, überall liegen Erschlagene herum. 
48 Himmel und Erde und alles, was in ihnen lebt, werden in Jubel ausbrechen. Denn von Norden her kommen die Zerstörer über Babylon", spricht Jahwe.
49 Nun ist Babylon im Begriff zu fallen, ihr Erschlagenen Israels, denn wegen Babylon fielen Menschen in aller Welt. 

50 Doch ihr, die dem Schwert entkommen sind, bleibt nicht stehen! Denkt an Jahwe in der Ferne und tragt Jerusalem in eurem Herzen!
51 Wir schämen uns, denn wir haben den Spott gehört. Schamrot sind wir geworden, denn Fremde drangen in die Heiligtümer des Hauses Jahwes ein.
52 "Darum seht, es kommen Tage", spricht Jahwe, "da rechne ich mit den Götzen Babylons ab. Das Stöhnen tödlich Verwundeter wird das ganze Land erfüllen. 

53 Auch wenn Babylon bis zum Himmel aufsteigen würde, wenn es sich in unzugänglicher Höhe verschanzte, würden die Zerstörer doch vor mir her nach Babylon kommen", spricht Jahwe.
54 Horch! Ein Geschrei ist aus Babylon zu hören. Das Land der Chaldäer bricht zusammen. 

55 Denn Jahwe verwüstet Babylon, macht seinem lärmenden Treiben ein Ende. Wie tobende und brüllende Meereswogen donnern seine Wassermassen heran. 
56 Ein Verwüster ist über Babylon gekommen. Seine Helden werden gefangen genommen, ihre Bogen sind zerbrochen. Jahwe ist ein Gott der Vergeltung, er rechnet gründlich ab!
57 "Ich mache seine Oberen und Weisen betrunken, all seine Statthalter, Befehlshaber und Kriegshelden. Sie sollen betäubt in ewigen Schlaf versinken, aus dem sie nie mehr erwachen", spricht der König, er heißt Jahwe, der Allmächtige.
58 So spricht Jahwe, der allmächtige Gott: "Die Mauer des großen Babylon wird bis auf den Grund zerstört, seine stolzen Tore werden in Brand gesteckt. So haben sich die Völker, die sie bauten, für nichts gemüht, ganze Völkerschaften haben sich nur fürs Feuer geplagt."
Jeremias Auftrag an Seraja
59 Folgenden Auftrag erteilte der Prophet Jeremia Seraja Ben-Nerija, dem Enkel Machsejas: Es war im vierten Regierungsjahr des Königs Zidkija von Juda, als dieser nach Babylon reiste. Er wurde von seinem Quartiermeister Seraja begleitet. 

60 Jeremia hatte all die Unheilsankündigungen gegen Babylon in eine einzige Schriftrolle geschrieben 
61 und sagte nun zu Seraja: "Wenn du nach Babylon kommst, sieh zu, dass du alles, was in dieser Schriftrolle steht, vorliest 
62 und dann sagst: 'Jahwe, du hast dieser Stadt die Vernichtung angekündigt, dass kein Mensch und kein Tier mehr darin wohnt und sie für immer zu einem Trümmerhaufen wird.' 
63 Dann sollst du einen Stein an die Schriftrolle binden und sie in den Euphrat werfen. 
64 Rufe dabei: 'So wird Babylon versinken und nicht mehr auftauchen wegen des Unheils, das ich über die Stadt bringe. Mit ihr ist es aus.'"  Hier enden die Worte Jeremias.
Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
Quelle: HIER

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
(parallel Kindergottesdienst)
Anbetungszeit
Predigt
Einladung zum Mittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 
 57290 Neunkirchen-Zentrum
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)  
 
Sonntagszitat: 
 
Die Bibel enthält 6408 Verse mit prophetischen Angaben, 
von denen sich 3268 bisher so erfüllt haben, 
während die restlichen Prophetien 
noch zukünftige Ereignisse betreffen.
(Werner Gitt)
 
Die besten Leiter sind nicht die, 
die die betreffende Arbeit tun wollen, 
sondern die, 
die von Gott zur Leiterschaft verpflichtet wurden.
(A.W.Tozer)

Samstag, 12. Dezember 2015

Was, wenn ...?

Herr, dein Wort, die edle Gabe,
diesen Schatz erhalte mir;
denn ich zieh es aller Habe
und dem größten Reichtum für.
Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruhn?
Mir ist's nicht um tausend Welten,
aber um dein Wort zu tun. 
Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf (1700 - 1760)

Ja, WAS, WENN ... Gottes Wort seine Bedeutung verlieren würde?

Wer den 119. Psalm liest, könnte den Eindruck gewinnen: dies ist ein unendlicher Psalm. Und - wenn man zu schnell liest, scheint er immer wieder dasselbe zu sagen. Wer aber etwas aufmerksamer liest, findet die Juwelen, die beschreiben, was Gottes Wort (GW) alles für uns tut. Unglaublich! Bleibt irgendein Gebiet unberührt?

Vs 9 : GW hält unseren Weg unsträflich
Vs 11: GW bewahrt uns vor Sünde
Vs 14: GW erzeugt Freude in unserem Herzen
Vs 18: GW beinhaltet Wunder
Vs 24: GW ist ein Ratgeber
Vs 15: GW belebt
Vs 26: GW belehrt
Vs 27: GW öffnet unseren Mund zum Zeugnis
Vs 29: GW vermittelt Gnade
Vs 42: GW ist vertrauenswürdig
Vs 43: GW ist unsere Hoffnung
Vs 47: GW ist liebenswert
Vs 52: GW bleibt ewig
Vs 52: GW bringt Trost
Vs 54: GW ist unser Lied in der Fremde
Vs 62: GW macht dankbar
Vs 65: GW bringt Einsicht
Vs 67: GW führt aus der Verirrung heraus
Vs 72: GW ist wertvoller als aller Reichtum
Vs 75: GW ist gerecht
Vs 80: GW bewahrt davor, zuschanden zu werden
Vs 86: GW ist wahr von A-Z
Vs 89: GW ist in den Himmeln fest gegründet
Vs 91: GW trägt Himmel und Erde
Vs 92: GW bewahrt vor dem Vergehen im Elend
Vs 98: GW macht weise, verständig (99) einsichtig (100)
Vs 103: GW ist süßer als Honig
Vs 105: GW leuchtet uns den Weg
Vs 111: GW ist unser ewiges Erbe und die Wonne unseres Herzens
Vs 118: GW schützt vor Verwerfung
Vs 130: GW gibt dem Unverständigen Einsicht
Vs 133: GW bewahrt uns davor, dass etwas Böses über uns herrscht
Vs 140: GW ist wohlgeläutert
Vs 161: GW gebietet Ehrfurcht
Vs 164: GW bewirkt Lobpreis
Vs 165: GW bewirkt Frieden
Vs 170: GW verheißt Errettung
Vs 175: GW ist unsere Hilfe

Danke, Herr, für dein ewiges und lebendiges Wort!

In unserem Gottesdienst morgen beenden wir das Studium des Propheten Jeremia (Kapitel 50+51) Wir laden jeden ein, mit uns Gottesdienst zu feiern und den Segen der Gegenwart Gottes in Seinem Wort, in der Anbetung und in der Gemeinschaft miteinander zu erfahren. Gottesdienst beginn um 10:30 Uhr in den Räumen der Calvary Chapel Freier Grund, Bitzegarten 5, Neunkirchen. (w)

Freitag, 11. Dezember 2015

Nichts unmöglich!

 So spricht der Herr, der Allmächtige: 
`Sollte mir das unmöglich erscheinen, 
nur weil es dem Volk, das in diesen Tagen übrig geblieben ist, 
unmöglich erscheint?´, spricht der Herr, der Allmächtige." 
(Sacharja 6:6: NL)

Gott, der Allmächtige spricht! Der Herr der Heerscharen, Er, der dem himmlischen Heer, dem Engelheer befiehlt! Nichts ist Ihm unmöglich, nichts fällt Ihm schwer! Alles fällt Ihm leicht! Er muss niemanden fragen und hat keine Fragen. Er hat die Antworten. Er muss niemanden um Rat bitten weil Er nie ratlos ist. Aber Er gibt guten Rat. Wo dem Menschen die Antworten fehlen, da weiß Er Bescheid. Wo wir vor einer unüberwindbaren Mauer stehen, da ist Er die Türe.

Was uns Menschen unwahrscheinlich oder gar unmöglich erscheint, bereitet Ihm kein Kopfzerbrechen. Noah hatte nie ein Boot gesehen - zumindest keins in der Form, in der er die Arche bauen sollte. Noah hatte keine Ahnung, wie er die Tiere zusammenkriegen sollte und er hatte sicher 1101 weitere Fragen und Unmöglichkeiten, die Er vor Gott brachte. Und am Ende hat alles funktioniert.

Was Gott verheißen hat, kann und wird Er auch tun.Wie sagte jemand so schön: Unsere Unmöglichkeiten sind Gottes Gelegenheiten! Geh an der Hand dessen, dem NICHTS unmöglich ist!

 So spricht der Herr, der Allmächtige: 
`Sollte mir das unmöglich erscheinen, 
nur weil es dem Volk, das in diesen Tagen übrig geblieben ist, 
unmöglich erscheint?´, spricht der Herr, der Allmächtige." 
(Sacharja 6:6: NL)

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Schieß nicht auf Verwundete!

Immer wieder sieht man mal so eine Szene im Film. Ein Reiter wird verfolgt. Gnadenlos hetzt er sein Pferd durch Gebirge, Steppe und Wald. Immer wieder hat ihm der schnelle Hengst das Leben gerettet. In den härtesten Zeiten der Verfolgung war er des Mannes einziger Begleiter, Gesprächspartner und Weggefährte. Dann passiert es. An einem abschüssigen Hang gerät der lose Untergrund in Bewegung. Pferd und Reiter stürzen hart, aber während der Zweibeiner wieder auf die Beine kommt, bleibt der Vierbeiner mit gebrochener Fessel liegen. Nichts kann mehr getan werden, außer dem einem: den Gnadenschuss geben, der dem Leiden ein Ende bereitet. Jedem Zuschauer dreht sich der Magen um, jeder zweite verdrückt eine Träne.

Zum Glück sieht man so etwas nur gelegentlich im Film und erlebt es nicht in der Realität. Oder doch? 1982 veröffentlichte der christliche Musiker Chuck Girard das Lied: „Don’t shoot the wounded!“ (Schieß nicht auf die Verwundeten!) Hier eine grobe Übersetzung des Liedes:

Schieß nicht auf Verwundete, 
sie brauchen uns mehr als je zuvor.
Sie brauchen unsere Liebe, 
egal, was sie angestellt haben.
Manchmal verurteilen wir sie einfach, 
ohne uns Zeit zu nehmen, ihre Geschichte anzuhören.
Schieß nicht auf Verwundete. 
Eines Tages könntest Du einer von ihnen sein.

Es ist leicht, die Menschen zu lieben, 
die sicher und feste stehen.
Die nach vorne streben, 
um in jene höhere Berufung zu erfüllen.
Aber die, die verzweifelt kämpfen, 
die richten wir schnell zu hart,
Und verweigern uns selbst dem Versuch, 
sie aufzufangen, wenn sie fallen.
Wir stecken Menschen in Schubladen 
und ziehen unsere harten Schlüsse
Und wenn sie Dinge tun, von denen wir wissen, 
dass sie sie nicht tun sollten,
Schreiben wir sie manchmal als hoffnungslos ab 
und werfen sie den Hunden vor.
Unsere Barmherzigkeit und Vergebung 
scheint manchmal Mangelware.
Darum sage ich: Schieß nicht auf Verwundete! 
 
Wir schaffen es, sie zu lieben, 
wenn ihre Sünde die unsere nicht übertrifft.
Denn auch wir sind auf holprigen Wegen gewandert.
Aber wenn sie Taten begehen, 
die Grenzen überschreiten, die wir gesetzt haben,
richten wir sie mit einem Wort, 
wenden uns ab und verschließen die Türe.
Mir selbst wurden so viele furchtbare Dinge vergeben.
Ich wurde so oft gereinigt, gewaschen und gebadet.
Wenn ich einen Bruder sehe, 
der auf seinem Weg gestrauchelt ist,
Kann ich einfach die Lizenz nicht finden, 
ihn für seine Sünden zu verurteilen.
Darum sage ich: Schieß nicht auf Verwundete!

Das bedeutet nicht, wegzuschauen, 
wenn wir einen Bruder sündigen sehen.
Und so zu tun, als sei sein Handeln schon in Ordnung.
Aber wir müssen ihm helfen, seinen Irrtum zu erkennen 
und ihn zur Umkehr anhalten.
Weine mit denen, die weinen, 
aber bring ihre Taten ins Licht.
Denn es sind die Kranken, die den Doktor - 
und die Lahmen, die die Krücken brauchen.
Es ist der Verlorene, 
der die liebende Hand braucht.
Denn der Verzweifelte sollte Freundlichkeit 
von seinen Freunden erfahren,
Damit er nicht die Furcht 
vor dem allmächtigen Gott verliert
Und sich von Gott und Menschen abwendet.
Darum sage ich: Schieß nicht auf Verwundete!

Um das Lied mit inspirierenden Bildern zu hören, schau es Dir im Seitenfenster an. (w)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Gott legt Dir mehr auf als Du tragen kannst!

Wie oft wurde uns in Notzeiten der „Trost“ zugesprochen: „Gott legt Dir nie mehr auf als Du tragen kannst!“ Wie oft haben wir diesen Spruch selbst weitergegeben, um andere zu trösten. Und wie oft haben wir selbst versucht, uns durch diese Worte zu trösten und zu beruhigen. Aber woher kommt dieser Gedanke, der sich bei näherem Hinsehen als falscher Trost entpuppt, der so in der Bibel nicht zu finden ist?

Der Vers, der vielleicht zuerst ins Gedächtnis kommt ist Paulus’ Aussage in 1 Kor. 10:13:

Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; 
Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, 
dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, 
sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, 
so dass ihr sie ertragen könnt.

In diesem Vers geht es um Versuchungen. Hier steht nichts, dass Gott uns etwas auflegt. Im Gegenteil! Jakobus 1:13 macht klar, dass Gott nicht versucht werden kann zum Bösen, und auch selbst niemanden versucht. In 1 Korinther 10 geht es um Versuchung zur Sünde, die Gott nie so groß werden lässt, dass wir nicht mehr ‚Nein’ sagen könnten. Wenn dieser Vers etwas aussagt, ist es die Tatsache, dass uns Versuchung ohne Gottes Hilfe zu schwer würde.

Wie ist es aber nun mit den Nöten und Alltagslasten, die jeder von uns in verschiedenem Maße zu tragen hat? Lässt Gott uns da manchmal Lasten begegnen, die uns zu schwer sind, oder verhindert Er das? – Die Bibel lehrt nicht, dass Gott zu schwere Lasten in unserem Leben verhindert. Paulus beschreibt die Lasten, die er und sein Team zu tragen hatten mit den Worten:

Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen 
die Bedrängnis,die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, 
wo wir über die Maßen beschwert waren
und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten
und es bei uns selbst für beschlossen hielten, 
wir müssten sterben. (2. Korinther 1:8+9a)

Paulus hatte wegen der Lasten, die er zu tragen hatte, mit dem Leben abgeschlossen. Er hatte dem Tod mehr als einmal in die Augen geschaut und wusste: Das geht über meine Kräfte.

Warum sandte Gott einen Engel vom Himmel, um Seinen Sohn, Jesus, in Seiner dunkelsten Stunde zu stärken? Die Antwort lesen wir in Jesu eigenen Worten in Matthäus 26:38+39:

Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. ...
Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber ...

Selbst Jesus hatte Lasten zu tragen, für die Er Hilfe von oben benötigte. Warum würden wir Gott überhaupt brauchen, wenn wir nie in Situationen kämen, die unser Vermögen übersteigen?  Warum würde Jesus uns einladen:

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid,
so will ich euch erquicken! (Matthäus 11:28)

Hilfreicher als der falsche Trost, dass Gott uns nicht mehr auferlegt, als wir tragen können ist die Einladung, mit unseren Lasten, die oft zu schwer sind für uns, zu Jesus zu kommen. Und wenn es unsere Geschwister sind, dann lasst uns uns mit unter ihre Lasten stellen, die ihnen und uns zu schwer sind, und sie gemeinsam zu Jesus tragen.

OHNE Jesus mögen wir wohl an unseren schweren Lasten zerbrechen.
BEI Jesus ist Er es, der uns trägt und hindurch trägt.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Mehr als Worte

Dietrich Bonhoeffer lebte sein kurzes Leben von 1906 bis 1945. Als Theologe und Widerstandskämpfer im Dritten Reich kam er 1943 ins Konzentrationslager, wo er zwei Jahre  später umgebracht wurde.

Nach einem kurzen Gebet im Morgengrauen am 9. April 1945 muss Bonhoeffer seine Kleider ablegen, die Stufen zum Galgen hinauf steigen und wird hingerichtet. Der Lagerarzt, H. Fischer-Hüllstrung, schreibt 10 Jahre später: "Ich habe kaum je einen Mann so gottergeben sterben sehen".  Sein Gefängnisfreund überbrachte dem Bischof Georg Bell später  Bonhoeffers letzte Worte: „Dies ist das Ende. Für mich der Anfang des Lebens!“ 

Für Dietrich Bonhoeffer war das Gebet mehr als Worte. Es war Beziehung. Bonhoeffer redete und schrieb nicht nur über Gebet – er praktizierte es. Und weil er es praktizierte und seine Freuden und Sorgen zu Jesus trug, trug Jesus ihn in der Stunde seines Todes. Über Gebet schrieb Bonhoeffer folgendes: 

“Das Gebet in der Frühe entscheidet über den Tag. Vergeudete Zeit, deren wir uns schämen, Versuchungen, denen wir erliegen, Schwäche und Mutlosigkeit in der Arbeit, Unordnung und Zuchtlosigkeit in unseren Gedanken und im Umgang mit anderen Menschen haben ihren Grund sehr häufig in der Vernachlässigung des morgendlichen Gebetes. Ordnung und Einteilung unserer Zeit wird fester, wo sie aus dem Gebet kommt. Versuchungen, die der Werktag mit sich bringt, werden überwunden aus dem Durchbruch zu Gott. Entscheidungen, die die Arbeit fordert, werden einfacher und leichter, wo sie nicht in Menschenfurcht, sondern allein vor Gottes Angesicht gefällt werden.” 

Das sind ernste Worte, nüchterne, nicht übertriebene Worte und auch sachliche Worte. Das Gebet am Morgen hat sicher seinen besonderen Segen. Die Heiligen der Bibel praktizierten es, Jesus praktizierte es und Scharen Seiner Jünger praktizier(t)en es. Und uns alle, die wir Jesus nachfolgen lädt Er ein: (Matthäus 18:19+20)

Weiter sage ich euch:
Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen
über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen,
so soll sie ihnen zuteil werden
von meinem Vater im Himmel.
Denn wo zwei oder drei
in meinem Namen

versammelt sind,
da bin ich in ihrer Mitte.

Diese und ähnliche Gebetsverheißungen gibt Jesus denen, die in Gemeinschaft zum Gebet zusammenfinden. Ohne Zeitangabe! Das gilt morgens wie abends - und über den ganzen Tag verteilt!

Montag, 7. Dezember 2015

Jan Palach

Geboren wurde Jan Palach am 11. August 1948 in Prag. Er studierte an der Karlsuniversität in seiner Heimatstadt. Palach gehörte zu einer Gruppe, die sich aus Protest gegen den Einmarsch der Sowjetunion und die Niederschlagung des Prager Frühlings entschloss, durch Selbstverbrennung die Öffentlichkeit auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen. Am 16. Januar 1969 übergoss er sich auf den Stufen des Nationalmuseums mit Benzin und zündete sich an. Er erlitt Verbrennungen an 85% seines Körpers und starb 3 Tage später im Krankenhaus.

Gestern las ich ein anderes Kapitel aus Jan Palachs Leben. Eigentlich geht es um einen ungenannten Menschen, der durch Nachlässigkeit die Selbstverbrennung nicht verhinderte.

Der Bibellehrer, William MacDonald, schreibt zu dem Vers aus Jeremia 48:10, „Verflucht sei, wer das Werk des Herrn lässig treibt“:

Das Werk des Herrn ist so wichtig, dringend, erhaben und ehrfurchtgebietend, dass ein Fluch auf jedem liegt, der es nachlässig tut. Gott, der das Beste will und auch verdient, kann Faulheit, Zögern, Halbherzigkeit und schlampige Methoden nicht ertragen. Wenn wir an die unendlich wichtigen Dinge denken, um die es geht, wundert uns das nicht.

Im Herbst 1968 gab ein junger Christ in Prag einem anderen jungen Tschechen namens Jan Palach Zeugnis. Jan zeigte aufrichtiges Interesse, worauf der Christ ihm versprach, ein Neues Testament vorbeizubringen. Er war voller guter Absichten, ließ aber Wochen verstreichen, bevor er das Neue Testament überhaupt besorgte. Dann schob er es immer wieder auf, es vorbeizubringen.

Am 16. Januar 1969 stand Jan Palach auf dem Wenzelsplatz, übergoss sich mit Benzin und verbrannte sich. Er hat es nicht mehr erlebt, das ihm versprochene Neue Testament auch nur zu sehen.

Gute Vorsätze sind nicht genug. Es wird oft gesagt, dass die Straßen der Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert sind. Aber durch sie wird die Arbeit nicht getan. Sie müssen in Taten umgesetzt werden. Im folgenden einige Möglichkeiten, wie das geschieht:

Erstens: Lehnen wir es niemals ab, wenn der Herr uns deutlich macht, eine x-beliebige Tat oder einen Dienst für Ihn zu tun. Wenn Er Herr ist, haben wir ihm ohne Wenn und Aber zu gehorchen. Zweitens: Schieben wir die Sache niemals auf. Verzögerungen sind tödlich. Sie rauben anderen Hilfe und Segen und erfüllen uns mit Schuld und Gewissensbissen.

Drittens: Tun wir es sorgfältig. „Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue mit deiner Kraft“
(Prediger 9,10). Wenn es überhaupt zu tun wert ist, dann ist es auch wert, gut getan zu werden. Schließlich: Tun wir es zur Ehre Gottes. „Ob ihr nun esset oder trinket oder irgend etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes“ (1. Korinther 10,31).

Wir sollten alle mit der Gesinnung von Amy Carmichael
(1867-1951, englische Indienmissionarin und Dichterin) erfüllt sein, die schrieb: „Die Gelübde Gottes sind auf mir. Ich kann mich nicht aufhalten, mit Schatten zu spielen oder irdische Blumen zu pflücken, bis ich mein Werk getan und darüber Rechenschaft abgelegt habe.“(Quelle: HIER)

Lasst uns die Nachfolge (Jesu) nicht auf die leichte Schulter nehmen. Lasst uns das Werk Jesu nicht lässig treiben. Lasst uns nicht an denen vorbeigehen, zu denen der Herr uns sendet.