„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Sonntag, 6. Dezember 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

(Sorry, das war jetzt gar nix mit dem Einstellen von diesem Post.  Man sollte es halt weder sonntagsmorgens um 0:30 Uhr machen, noch 8 Stunden später zu korrigieren versuchen, wenn man in Gedanken schon beim Gottesdienst ist. Nächsten Sonntag wird's besser.)


Predigttext heute: Jeremia 46+49
(da wir im Gottesdienst den Text nur auszugsweise und schwerpunktmäßig lesen werden, 
hier nun der gesamte Text der 4 Kapitel) 
JEREMIA 46 
1 Wort Jahwes, das zu dem Propheten Jeremia kam und gegen die Völker gerichtet war:
2 Über Ägypten: Gegen das Heer des Pharao Necho, des Königs von Ägypten, das bei Karkemisch am Euphrat stand und das König Nebukadnezzar von Babylon geschlagen hat. Es war im vierten Regierungsjahr* des Königs Jojakim Ben-Joschija von Juda.
3 "Haltet die Rund- und Langschilde bereit! / Rückt heran zum Kampf!
4 Spannt die Pferde an, / sitzt auf, ihr Reiter! / Tretet an mit Helm / und schärft die Speere! / Legt die Panzer an!
5 – Weshalb muss ich das sehen? / Sie weichen bestürzt zurück. / Ihre Helden zerstreuen sich, / sie ergreifen die Flucht, / sehen sich nicht um. / 'Schrecken ringsum!', spricht Jahwe.
6 Auch der Schnellste kann nicht fliehen, / der Stärkste sich nicht retten. / Im Norden, am Ufer des Euphrat, / da sind sie gestürzt und gefallen.
7 Wer schwoll da an wie der Nil, / dessen Ströme das Land überfluten?
8 Ägypten schwoll an wie der Nil, / seine Wasser wogten wie Ströme. / Es sagte: 'Ich steige an und bedecke die Erde, / vernichte Städte und ihre Bewohner!'
9 Ihr Pferde, bäumt euch auf! / Stürmt los, ihr Wagen! / Ihr Helden, rückt aus: / Ihr Männer mit Schilden / aus Nubien und Libyen, / ihr Bogenschützen Afrikas.
10- Doch dieser Tag gehört Jahwe, / dem allmächtigen Gott. / Es ist ein Rachetag für ihn. / Er rächt sich an seinen Feinden. / Da frisst das Schwert sich satt, / betrinkt sich an ihrem Blut. / Denn ein Schlachtfest hält Jahwe, der Herr, / der allmächtige Gott, am Euphrat, / im Land des Nordens.
11 Geh nach Gilead und hole dir Salbe, / du junge Frau und Tochter von Ägypten! / Doch vergeblich häufst du dir Heilmittel auf, / deine Wunde heilt nicht mehr zu!
12 Die Völker haben von deiner Schande gehört, / die Welt vernahm dein Klagegeschrei. / Ein Kriegsheld ist über den anderen gestürzt, / keiner kam mit dem Leben davon."

Die Eroberung Ägyptens 13 Als König Nebukadnezzar von Babylon anrückte, um Ägypten zu erobern, sprach Jahwe zum Propheten Jeremia:
14 "Sagt es den Ägyptern, / lasst es Migdol und Memphis / und Tachpanhes hören! / Sagt: Stell dich auf und mach dich bereit! / Denn schon frisst das Schwert alles um dich weg!
15 Warum sind deine Starken niedergestreckt? / Sie hielten nicht stand, / weil Jahwe sie zu Boden stieß.
16 Er hat viele stürzen lassen, / einer fiel über den anderen. / Da riefen sie einander zu: / Auf, zurück zu unserem Volk in unsere Heimat! / Nur weg aus diesem grausamen Kampf!
17 Gebt dem Pharao als neuen Namen: / 'Großmaul, dessen Zeit vorüber ist'!"
18 "So wahr ich lebe", spricht der König, / er heißt Jahwe, der allmächtige Gott, / "wie der Tabor über den Bergen, / wie der Karmel über dem Meer, / so wird der sein, der gegen dich kommt!
19 Pack dein Fluchtgepäck, / du sesshafte Tochter Ägyptens! / Denn Memphis wird zur Wüste werden, / verbrannt und ohne Bewohner."
20 "Ägypten ist wie eine prachtvolle Kuh, / die Bremse aus dem Norden fällt über sie her.
21 Auch seine Söldner sind wie gemästete Kälber, / auch sie ergreifen die Flucht, / keiner von ihnen hält stand. / Ihr Unglückstag ist gekommen, / die Zeit der Abrechnung ist da.
22 Ägypten zischt wie eine fliehende Schlange, / denn die Feinde ziehen mit Heeresmacht heran. / Sie kommen wie Holzfäller mit Äxten
23 und holzen den ganzen Wald ab", spricht Jahwe, / "den Wald, der undurchdringlich ist. / Zahlreicher als Heuschrecken sind sie, / niemand kann sie zählen.
24 Ägypten erntet Verachtung, / es fällt dem Volk des Nordens in die Hände."
25 Es spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels: "Seht, ich rechne ab mit Amon, dem Gott von Theben, mit Ägypten und seinen Göttern, mit dem Pharao und allen, die auf ihn vertrauen.
26 Ich liefere sie ihren Todfeinden aus: Nebukadnezzar, dem König von Babylon, und seinen Soldaten. Doch später soll Ägypten wieder bewohnt sein wie in alten Zeiten", spricht Jahwe.

Trost für Israel 27 "Habt keine Angst, ihr Nachkommen Jakobs, / Israel, lass dir nicht bange sein! / Denn seht, ich rette euch aus fernem Land, / eure Kinder aus dem Land, in dem sie Gefangene sind. / Jakob wird wieder Frieden und Sicherheit haben, / niemand schreckt ihn mehr auf.
28 Hab keine Angst, mein Diener Jakob!", spricht Jahwe. / "Denn du stehst unter meinem Schutz! / Ja, ich vernichte alle Völker, unter die ich euch zerstreute. / Doch dich werde ich niemals vernichten. / Dich muss ich nur bestrafen, wie du es verdienst, / denn ungestraft kannst du nicht bleiben!"
 

JEREMIA 47


Botschaft gegen die Philister

1 Noch bevor der Pharao Gaza angriff, empfing der Prophet Jeremia eine Botschaft für die Philister.

2 So spricht Jahwe: "Seht, aus dem Norden droht eine Flut. / Das Wasser wird zum reißenden Strom. / Es überschwemmt das Land und die Felder, / die Städte und ihre Bewohner. / Die Menschen schreien um Hilfe, / im ganzen Land schreien sie laut, /

3 denn sie hören das Stampfen der Pferde, / das Getöse der Wagen, / das Rasseln der Räder. / Da sehen sich die Väter nicht nach ihren Söhnen um, / so hat die Angst sie gepackt

4 vor dem kommenden Tag, der alle Philister vernichtet, / der für Tyrus und Sidon die letzten Helfer erschlägt. / Denn Jahwe vernichtet die Philister, / den Rest dieser Leute von Kreta. /

5 Gaza hat sich kahl geschoren, / und Aschkelon, die letzte Stadt der Ebene, / ist ganz verstummt. / Wie lange noch ritzt du dich vor Trauer wund?

6 Weh, du Schwert Jahwes, / wie lange noch willst du nicht rasten? / Kehr zurück in deine Scheide, / raste und bleib still!"

7 Doch wie soll es ruhig bleiben? / Denn Jahwe gab ihm den Befehl. / Er hat es an die Küste bestellt / und auch gegen die von Aschkelon.


JEREMIA 48
Botschaft gegen Moab 1 Über Moab. So spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels: "Weh den Bewohnern von Nebo, / ihre Stadt ist verwüstet. / Schande über Kirjatajim, / denn es wurde besiegt. / Die Felsburg ist beschämt und geschleift.
2 Mit Moabs Ruhm ist es vorbei! / In Heschbon hat man seinen Untergang geplant: / 'Kommt, wir rotten sie aus der Völkerwelt aus!' / Auch du, Madmen, wirst bald verschwinden, / das Schwert kommt hinter dir her.
3 Horch! Aus Horonajim hört man Geschrei: / 'Alles ist verwüstet, ein großer Trümmerhaufen!'
4 Moab ist gebrochen, / die Kleinen hört man schreien.
5 Beim Aufstieg nach Luhit weinen sie laut, / am Hang von Horonajim hört man entsetzliches Geschrei.
6 Flieht und rettet euer Leben! / Seid wie ein Wacholder in der Wüste!
7 Weil du auf deine Werke und Schätze vertrautest, / wirst auch du bezwungen werden. / Dein Gott Kemosch wird in die Verbannung geführt, / seine Priester und die Oberen dazu.
8 Der Verwüster kommt in jede Stadt, / keine kommt davon. / Im Jordantal wird alles vernichtet / und die Hochebene völlig zerstört, / wie Jahwe es befohlen hat.
9 Gebt Moab Flügel, damit es entfliehe im Flug. / Seine Städte werden zu Wüsten, in denen keiner mehr wohnt.
10 Verflucht, wer Jahwes Werk nachlässig tut, / verflucht, wer sein Schwert beim Blutvergießen hemmt."
11 Von Jugend an war Moab sorgenfrei, / wie Wein durfte es ungestört lagern, / niemals umgegossen von Fass zu Fass, / nie musste es in die Gefangenschaft. / So ist ihm sein Geschmack geblieben, / sein Geruch veränderte sich nicht.
12 "Deshalb ist jetzt der Tag nicht mehr fern", spricht Jahwe, / "da schicke ich ihm Kellermeister. / Diese füllen Moab um. / Sie leeren seine Fässer aus / und zerschlagen seine Krüge.
13 Von Kemosch, seinem Gott, wird Moab bitter enttäuscht, / wie Israel von dem Stierbild in Bet-El, auf das es sich verließ."
14 Wie könnt ihr sagen: "Wir sind Helden, / Männer, zum Kampf geboren"?
15 Moab ist verwüstet, / seine Städte wurden erstürmt, / und seine besten jungen Männer / wurden zur Schlachtbank geführt. / Das sagt der König. / Er heißt "Jahwe, der allmächtige Gott".
16 Moabs Untergang steht nahe bevor, / sein Unglück kommt sehr schnell herbei.
17 Sprecht ihm euer Beileid aus, / ihr Nachbarn und alle Bekannten, und klagt: / "Wie schnell zerbrachen ihm Ruhm und Macht!"
18 Steig herab von deinem Ehrenplatz / und setz dich in den Staub, / du Einwohnerin, Tochter von Dibon! / Denn Moabs Verwüster kommt auch gegen dich, / und wird deine Festungen zerstören.
19 Stellt euch an die Straße / und schaut, was da kommt, / ihr Leute von Aroer! / Fragt die Flüchtlinge, / sprecht die Entkommenen an! / Fragt: "Was ist passiert?"
20 Sie werden euch sagen: "Mit Moab ist es aus! / Es ist schmachvoll zerbrochen. / Heult und schreit um Hilfe! / Sagt auch den Leuten am Arnonfluss: / 'Moab ist vernichtet!'"
21 Das Strafgericht kam über das Hochland, / über Holon, Jahaz und Mefaat,
22 über Dibon, Nebo und Bet-Diblatajim,
23 über Kirjatajim, Bet-Gamul und Bet-Meon,
24 über Kerijot und Bozra und alle Städte Moabs, / die fernen und die nahen.
25 "Die stolze Macht Moabs brach ab wie ein Horn, / seine Kraft ist gebrochen wie ein Arm", spricht Jahwe.
26 Macht Moab betrunken – denn gegen Jahwe spielte es sich auf –, damit es hinklatscht in sein Erbrochenes / und selber zum Gelächter wird!
27 Oder diente Israel dir nicht zum Gespött? / Hast du es denn beim Diebstahl erwischt, / dass du spöttisch den Kopf geschüttelt hast, / sooft du von ihm sprachst?
28 Verlasst die Städte und wohnt in den Felsen, / ihr Bewohner von Moab! / Macht es wie die Tauben, die nisten / an den Wänden der offenen Schlucht.
29 Wir haben gehört von Moabs Stolz – denn stolz ist es über jedes Maß –, von seinem Hochmut, seinem Geltungsdrang / und seiner Überheblichkeit.
30 "Auch mir ist seine Überheblichkeit bekannt", spricht Jahwe, / "und sein unaufrichtiges Geschwätz, / das seinen Taten nicht entspricht."
31 Darum klage ich laut über Moab, / ich schreie um Hilfe für dieses Volk. / Ja, man stöhnt über Kir-Heres.
32 Und mehr als über Jaser / weine ich über dich, / du Weinstock von Sibma. / Deine Ranken reichten bis ans Meer, / bis ans Meer von Jaser. / Doch über Sommerobst und Weinernte kam der Verwüster. 33 Verschwunden sind Freude und Jubelgeschrei / aus dem Garten und dem ganzen Land. / Kein Traubensaft fließt in die Fässer, / kein Winzer keltert, / der laute Ruf ist kein Jubelruf mehr.
34 In Heschbon rufen die Menschen um Hilfe, man hört sie bis Elale und Jahaz. Man klagt von Zoar bis nach Horonajim, ja, bis nach Eglat-Schelischija, denn auch das Wasser der Oase von Nimrim wird zur Wüste werden.
35 "So beende ich in Moab", spricht Jahwe, "den Aufstieg zur Opferhöhe und den Götzendienst."
36 Mein Herz ist tief erschüttert um Moab, es klagt wie eine Trauerflöte um die Leute von Kir-Heres. Sie haben alles verloren, was sie besaßen.
37 Jeder Kopf ist kahl vor Trauer, und jeder Bart ist geschoren. Alle Hände sind blutig geritzt, der Trauersack ist angezogen.
38 Über allen Dachterrassen Moabs und auf allen Plätzen hört man es klagen. "Ich habe Moab zerschlagen wie ein Gefäß, das keiner mehr will", spricht Jahwe.
39 Ach, wie ist Moab zerbrochen! Wie hat es sich schmachvoll zur Flucht gewandt. So ist es allen seinen Nachbarn zum Gespött und zum Entsetzen geworden.
40 Denn so spricht Jahwe:
"Seht! Wie ein Adler schießt er heran, / breitet seine Flügel gegen Moab aus. /
41 Genommen ist die Stadt, / die Festung ist erobert. / Die tapferen Männer bekommen Angst / wie eine Frau in den Wehen.
42 Moab wird als Volk vernichtet, / weil es sich gegen Jahwe erhob.
43 Grauen und Grube und Garn über dich, / Bewohner von Moab", spricht Jahwe.
44 "Wer vor dem Grauen flieht, / fällt in die Grube. / Und wer es schafft herauszukommen, / verfängt sich im Netz. / Denn ich bringe über sie / das Jahr ihrer Abrechnung", / spricht Jahwe.
45 Erschöpfte Flüchtlinge / suchen in Heschbon Schutz. / Doch Feuer geht von Heschbon aus, / eine Flamme schlägt aus Sihons Palast. / Sie hat die Schläfen Moabs versengt, / den Scheitel der lärmenden Schreier.
46 Weh dir Moab! / Du bist verloren, Volk des Kemosch, / denn deine Söhne kommen in Gefangenschaft, / deine Töchter in die Verbannung.
47 "Doch am Ende der bestimmten Zeit / wende ich Moabs Schicksal", spricht Jahwe. Bis hierher geht das Gerichtswort über Moab.
 
JEREMIA 49
 

Botschaft gegen Ammon

1 Über die Ammoniter. So spricht Jahwe: "Hat Israel denn keine Söhne, / besitzt es keine Erben? / Warum nahm ihr König Gad in Besitz? / Warum hat sein Volk dessen Städte besetzt?

2 Darum seht, es kommen Tage", spricht Jahwe, / "da lasse ich den Kriegslärm dröhnen / gegen Rabba in Ammon. / Es soll zu einem Schutthaufen werden, / und seine Tochterstädte gehören den Flammen. / Dann wird Israel die beerben, / die an sein Erbe wollten", / spricht Jahwe.

3 Heule, Heschbon, / denn verwüstet ist Ai. / Schreit, ihr Töchter von Rabba, / und zieht den Trauersack an! / Rennt klagend in den Mauern umher, / denn der König geht in die Gefangenschaft, / die Priester und die Oberen dazu.

4 Was rühmst du dich deiner fruchtbaren Täler, du abtrünnige Tochter? Du vertraust auf deine Schätze und sagst: "Wer kommt schon gegen mich an?"

5 "Pass auf! Ich bringe Schrecken von allen Seiten über dich", spricht Jahwe, der Herr, der allmächtige Gott. "Ihr sollt vertrieben werden, und zwar jeder für sich. Niemand wird die Flüchtigen sammeln.

6 Doch später wende ich das Schicksal der Ammoniter", spricht Jahwe.



Botschaft gegen Edom

7 Über Edom. So spricht Jahwe, der allmächtige Gott: "Ist keine Weisheit mehr in Teman? / Fällt den Klugen dort nichts mehr ein? / Ist ihr Verstand denn verrostet?

8 Flieht, kehrt um, / verkriecht euch in die Höhlen, / ihr Bewohner von Dedan! / Jetzt rechne ich mit Esau ab / und lasse sein Verhängnis über ihn kommen.

9 Wenn Winzer über dich kommen, / lassen sie nichts für die Nachlese übrig; / sind es Diebe in der Nacht, / zerstören sie nach Herzenslust.

10 Denn ich holte Esau aus dem Versteck, / ich gab seine Schlupfwinkel preis; / er kann sich nicht mehr verstecken. / Vernichtet wird seine Nachkommenschaft, / auch Brüder und Nachbarn gibt es nicht mehr.

11 Überlass mir deine Waisen, ich sorge für sie; / deine Witwen können mir vertrauen!"

12 Denn so spricht Jahwe: "Seht! Die nicht verurteilt waren, mussten den Becher austrinken. Und da solltest ausgerechnet du verschont bleiben? Nein, du kommst nicht ungestraft davon, du musst ihn leeren!

13 Denn ich habe bei mir selbst geschworen", spricht Jahwe, "dass Bozra zu einem Bild des Grauens werden soll, zum Gegenstand des Spotts, zum Inbegriff der Verwüstung, zum Anlass eines Fluchs, zum ewigen Trümmerhaufen."

14 Ich erhielt die Botschaft von Jahwe: / Ein Bote ist zu den Völkern gesandt: / "Sammelt euch und zieht gegen Edom, / tretet an zum Kampf!"

15 "Ja, ich mache dich klein unter den Völkern, / lasse dich von den Menschen verachten!

16 Deine Furcht erweckende Macht / und dein Übermut verführten dich. / Ja, du wohnst in Felsenklüften, / hältst die hohen Berge besetzt. / Und baust du dein Nest so hoch wie der Adler, / ich stürze dich dennoch hinab!", spricht Jahwe.

17 "Edom wird zu einem Ort des Grauens werden. Wer an ihm vorüberzieht, erschrickt und schüttelt über seine Wunden den Kopf.

18 Wie nach dem Untergang von Sodom und Gomorra und ihren Nachbarstädten", spricht Jahwe, "wird niemand mehr in Edom wohnen. Kein Mensch wird sich dort aufhalten.

19 Seht, wie ein Löwe komme ich aus dem Jordandickicht zum immergrünen Weideplatz. Ich jage sie plötzlich davon und setze meinen Erwählten dort ein. Denn wer ist mir gleich und wer lädt mich vor Gericht? Und welcher Hirt könnte sich mir widersetzen?"

20 Darum hört, was Jahwe über Edom beschlossen hat, was er über die Bewohner von Teman denkt:

Wie eine Herde schleppt man sie fort, / selbst die Kinder und die Schwachen. / Ihr eigenes Land ist entsetzt über sie.

21 Vom Dröhnen ihres Falls erbebt die Erde. / Noch am Schilfmeer hört man ihr Geschrei.

22 Seht! Wie ein Adler schießt er heran, / breitet seine Flügel gegen Bozra aus. / Und tapfere Männer bekommen Angst an jenem Tag, / wie eine Frau in den Wehen.



Botschaft gegen Damaskus

23 Über Damaskus. "Bestürzt sind Hamat und Arpad. / Sie erhielten eine schlimme Nachricht, / und sie vergehen vor Angst. / Auch an der Küste ist man sehr besorgt. / Niemand kommt mehr zur Ruhe. 24 Damaskus ist mutlos geworden, / es wendet sich zur Flucht. / Panik ist in der Stadt. / Von Angst und Wehen sind sie gepackt / wie eine gebärende Frau.

25 Man hätte sie verlassen sollen, / die Stadt des Ruhmes, / die Burg meiner Freude.

26 Darum werden ihre jungen Männer / auf ihren Plätzen fallen. / Alle Krieger kommen um an jenem Tag", / spricht Jahwe, der allmächtige Gott.

27 "Ich lege ein Feuer / an die Mauern von Damaskus; / es verzehrt die Paläste Ben-Hadads."



Botschaft gegen arabische Stämme

28 Über die Beduinen von Kedar und die Königreiche von Hazor, die König Nebukadnezzar von Babylon schlug. So spricht Jahwe: "Auf, zieht gegen Kedar! / Bezwingt die Beduinen im Osten!"

29 Man raubt ihre Zelte und Herden, / ihre Decken und den Hausrat. / Auch ihre Kamele nimmt man mit / und ruft dabei: "Schrecken überall!"

30 "Flieht! Bringt euch schnell in Sicherheit! Haltet euch in Höhlen versteckt, Bewohner von Hazor", spricht Jahwe. "Denn König Nebukadnezzar von Babylon hat es auf euch abgesehen. Sein Plan gegen euch steht fest!"

31 Denn Jahwe hat gesprochen: "Auf, zieht gegen das sorglose Volk, das in Sicherheit wohnt! Es lebt allein und hat weder Tore noch Riegel.

32 Nun werden ihre Kamele zur Beute, und alle ihre Herden werden geraubt. Ich werde die mit den gestutzten Schläfenlocken in alle Himmelsrichtungen zerstreuen und lasse von allen Seiten her das Verderben über sie kommen.

33 In Hazor werden dann nur noch Schakale leben, es wird für immer eine Wüste sein. Niemand wird sich mehr dort niederlassen, und kein Mensch wird dort wohnen bleiben."



Botschaft gegen Elam

34 Es war am Anfang der Regierungszeit des Königs Zidkija von Juda, als Jeremia ein Wort Jahwes gegen Elam empfing.

35 So spricht Jahwe, der allmächtige Gott: "Passt auf! Ich zerbreche Elams Bogen, seine stärkste Waffe.

36 Aus allen Himmelsrichtungen lasse ich Stürme gegen Elam los und zerstreue es in alle Winde. Dann wird es kein Volk mehr geben, in dem man nicht auf versprengte Elamiter stößt.

37 Ich werde Elam vor seinen Todfeinden mutlos machen und bringe Unheil über sie, meinen glühenden Zorn", spricht Jahwe. "Ich verfolge sie mit dem Schwert, bis sie vernichtet sind.

38 Ich werde den König und seine Oberen von dort verschwinden lassen und meinen eigenen Thron errichten", spricht Jahwe.

39 "Doch am Ende der bestimmten Zeit wende ich das Schicksal Elams", spricht Jahwe.
-
Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
Quelle: HIER

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
(parallel Kindergottesdienst)
Anbetungszeit
Predigt
Einladung zum Mittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 
 57290 Neunkirchen-Zentrum
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)  
Sonntagszitat: 
Freude ist ein herrliches Gefühl. 
Wenn sie da ist, kann so ziemlich alles andere fehlen. 
Aber ohne Freude nützt auch der größte Luxus nichts.

(Hanna Ahrens)
 
Die Stunden, die wir mit Gott verbringen, 
sind der Brunnen, aus dem unsere Heiligung fließt 
– und unsere Freude.
(Randy Alcorn)

Samstag, 5. Dezember 2015

2. Advent

Ab morgen werden es zwei Kerzen sein, die die Altäre in den Kirchen und die Adventkränze in den Häusern zieren. Mehr Licht, als noch vor einer Woche. Wir erinnern uns, dass es nicht mehr lange ist, bis wir uns an Weihnachten an das erste Kommen Jesu erinnern – und an Sein Versprechen, ein zweites Mal zu kommen … und an die vielen Hinweise darauf. Diese Zeichen, die (kurz) vor Seinem zweiten Kommen auftreten werden, hat Er uns beschrieben. Leider ignorieren zu viele Menschen leichtfertig diese Zeichen. Zeichen aber hat Gott uns gegeben, damit wir darauf achten und entsprechend reagieren – so, wie es die Morgan Seezigeuner taten, von denen David Sargent berichtet:

Am 26. Dezember 2004 erlebte die Welt mit Horror die Tsunami Katastrophe in Südost-Asien. Ein Erdbeben unter dem Indischen Ozean rief eine riesige, bis zu 30 Meter hohe Flutwelle hervor, die dann über das Land in der gesamten Region hereinbrach. Der Tsunami brachte die Zerstörung bis an die 7500 km entfernte Ostküste Afrikas. Über eine Viertelmillion Menschen kamen in den wütenden Wassern und der anschließenden Verwüstung ums Leben. Ganze Inselbevölkerungen und Küstenorte wurden ausgelöscht, in manchen Fällen alle Männer, Frauen und Kinder.

Gemäß dem AP Nachrichtendienst gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: das kleine Fischervolk der  Morgan Seezigeuner. Sie verbringen einen guten Teil des Jahres auf ihren Fischerbooten und fischen zwischen Indien, Indonesien und Thailand. Jedes Jahr im Dezember, zwischen den Fangzeiten, leben sie in kleinen Strohhütten am Strand von Thailand. In jenem Dezember lebten sie direkt in der Bahn der Tsunami -Katastrophe. Doch jedes einzelne Mitglied des Stammes überlebt, während die meisten ihrer Nachbarn in den tobenden Wasser verschwanden.

Warum? Der Stammesführer erklärt: "Seit Generationen haben uns unsere Väter gewarnt und gesagt: Wenn das Wasser plötzlich schnell zurückgeht, wird es auch schnell und in gleicher Menge zurückkehren."

Am 26. Dezember, als das Meer plötzlich abfloss, liefen viele der Nachbarn mit Körben zum Strand um gestrandeten Fisch aufzulesen. Nicht so die Morgan Seezigeuner. Der Chef befahl seinem Stamm, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, nämlich in die Berge und damit in Sicherheit. Als der Tsunami kam, blieb der gesamte Stamm verschont.

Es gibt einen weiteren Fall von außergewöhnlicher – ja, globaler Proportion, der zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt auftreten wird: die Rückkehr Jesu!

Niemand, nur der Himmel allein weiß genau, wann Jesus zurückkehren wird. Dieser "Tag des Herrn" wird unerwartet sein "wie ein Dieb in der Nacht". Dieser „Advent“ könnte jeden Augenblick kommen! Der Schlüssel ist, bereit zu sein!

Wenn Jesus kommt, wird Er die Welt in Gerechtigkeit richten (Apostelgeschichte 17:31). Diejenigen, die Jesu Angebot des Heils angenommen haben, werden in den Himmel aufgenommen. Wer Jesus und Sein Angebot abgelehnt hat, wird ins ewige Feuer gehen, das für Satan und seine Engel  vorbereitet wurde. So erklärt es die Bibel!

Jesu zweiter Advent – sein zweites Kommen – wird kommen, aber wir können darauf vorbereitet sein. Jesus wird alle retten, die an Ihn glauben (Apostelgeschichte 16:30-31) alle, die sich von ihren Sünden abwenden (Apostelgeschichte 17:30-31), Ihn als ihren Herrn bekennen und Ihm nachfolgen. Für jeden, der bereit ist für Jesu zweiten Advent, müssen die Zeichen der Zeit nicht erschreckend sein, sondern eher ein herrlicher Klang, dass Jesus bald kommt. Bist du bereit?

Freitag, 4. Dezember 2015

Guten Appetit!

Der alte Indianer sass mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Es war bereits dunkel und das Feuer knisterte, während die Flammen in den Himmel züngelten.

N ach einer Weile brach der Alte das Schweigens: "Weisst du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen. Einer ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere aber ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

Der Junge hörte aufmerksam zu, bevor er fragte: "Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?" "Der Wolf, den ich füttere," lautete die Antwort!
(Quelle unbekannt)

Eigentlich müsste sich jeder mit den inneren Kämpfen des alten Indianers identifizieren können. Wer kennt nicht den Kampf gegen den eigenen „inneren Schweinehund“? Den Kampf gegen Gefühle der Bitterkeit, der Rachsucht, der Lust, der Unaufrichtigkeit und dergleichen. Und wer kennt nicht das Verlangen, im Geist der Nächstenliebe, der Versöhnung und Freundlichkeit zu handeln? Selbst der Apostel Paulus gibt diesen Kampf zu. Im Römerbrief, Kapitel 7,19:

Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.

Paulus bleibt nicht in diesem Dilemma stecken. Die Frage: „Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes?“ beantwortet er in Römer 7:25 mit den Worten:

Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.

Die entscheidenden Worte sind: DURCH JESUS!

Mit dem Fleisch, „dem bösen Wolf“ werden wir zu tun haben, solange wir leben. Aber dieser „böse Wolf“ hat nichts mehr zu bestellen, seit Jesus in unserem Leben Einzug gehalten hat. Der Böse ist entmachtet! Es ist nun an uns, ihn auszuhungern, zu schwächen und ihn nicht weiter zu füttern. Das Fleisch, den „bösen Wolf“ auszuhungern geht am besten dann, wenn wir den Geist nähren. Auch dazu gbit uns Paulus eine Hilfestellung in Philipper 4:8:

Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar,
was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend,
was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, 
darauf seid bedacht!

Guten Appetit!

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Gott versus Wissenschaft

Heute wird’s ein klein wenig länger. Auf verschiedenen Internetseiten findet sich das Gespräch eines Professors mit einem seiner Studenten. (aus dem Englischen übersetzt)
Sicher lässt sich die ein oder andere Argumentation hinterfragen. Dennoch ist es schön zu lesen, wie scheinbar harten, atheistischen Argumenten begegnet werden kann.


"Lassen Sie mich das Problem erklären, das die Wissenschaft mit der Religion hat."

Der Professor für Philosophie, ein Atheist, steht vor seiner Klasse und bittet dann einen seiner neuen Studenten aufzustehen.

»Sind Sie ein Christ?"

"Ja, Herr Professor", sagt der Student.

"Sie glauben also an Gott?"

"Absolut. "

"Ist Gott gut?"

"Klar! Gott ist gut. "

"Ist Gott allmächtig? Kann Gott alles tun? "

"Ja"

"Sind Sie gut oder böse?"

"Die Bibel sagt: Ich bin böse."

Der Professor grinst wissend. "Aha! Die Bibel!" Er hält für einen Augenblick inne. "Hier ist etwas für Sie: Sagen wir, dort ist eine kranke Person und Sie können sie heilen. Wür­den Sie ihm helfen? Würden Sie es versuchen?"

"Ja, würde ich!"

"Also sind Sie gut ...!'

"Das würde ich nicht sagen."

"Aber warum nicht? Sie würden helfen, einem kranken und verstümmelten Menschen, wenn man das könnte. Die meisten von uns würden, wenn wir könnten. Aber Gott nicht. "

Der Student antwortet nicht, der Professor fährt fort: "Er weiß es nicht, nicht wahr? Mein Bruder war ein Christ, er ist an Krebs gestorben, obwohl er zu Jesus gebetet hat, um ihn zu heilen. Wie gut ist dieser Jesus? Können Sie das beantworten? "

Der Schüler schweigt.
"Das können Sie nicht, nicht wahr?", sagt der Professor. Er nimmt einen Schluck Wasser aus dem Glas auf seinem Schreib­tisch, um dem Studenten Zeit zum Überlegen zu geben. "Lassen Sie uns von vorne anfangen, junger Mann. Ist Gott gut? "

'Äh .. ja "
, sagt der Student.

"Ist Satan gut?

Ohne zu zögern antwortet der Student: "Nein!"

"Und woher kommt Satan?"

Der Student stockt. "Von Gott"

"Das ist richtig. Gott erschuf Satan, richtig? Sagen Sie mir, gibt es das Böse in dieser Welt? "

"Ja, Herr Professor."

"Das Böse ist überall, nicht wahr? Und Gott hat alles gemacht, oder?"

"Ja"

"Wer hat das Böse geschaffen?"
Der Professor fährt fort: "Wenn Gott alles geschaffen hat, dann schuf Gott auch das Böse, denn das Böse exi­stiert, und gemäß dem Prinzip, dass unsere Werke definieren, wer wir sind, ist Gott böse."

Auch hier hat der Student keine Antwort. "Gibt es Krankheit? Unmoral? Hass? Hässlichkeit? Alle diese schrecklichen Dinge, gibt es sie in dieser Welt? "

Der Student windet sich auf den Füßen. "Ja."

"Also, wer hat sie erschaffen?

Der Student antwortet wieder nicht, der Professor wiederholt seine Frage. "Wer schuf sie?" Es gibt immer noch keine Antwort. Plötzlich unterbricht der Dozent seinen Schritt vor der Klasse. Die Klasse ist hypnotisiert. "Sag mir," fährt er fort zu einem anderen Schüler. "Glaubst du an Jesus Christus, Sohn?"

Die Stimme des Studenten reißt ab. "Ja, Herr Professor, ich glaube."

Der alte Mann hält seinen Schritt an. "Die Wissen­schaft sagt, Sie haben fünf Sinne, die Welt um Sie herum zu identifizieren und zu beobachten. Haben Sie Jesus schon einmal gesehen? "

"Nein, ich habe ihn nie gesehen. "

"Dann sagen Sie uns, ob Sie Jesus je gehört haben?"

"Nein, Herr Professor, habe ich nicht."

"Haben Sie jemals Jesus gefühlt, geschmeckt oder gerochen? Hatten Sie jemals eine sinnliche Wahrnehmung von Jesus Christus, oder Gott?"
"Nein, Herr Professor, ich fürchte, das habe ich nicht."

"Aber Sie glauben immer noch an ihn?"

"Ja"

"Nach den Regeln des empirischen, überprüf­ba­ren, nachweisbaren Protokolls, sagt die Wissen­schaft, deinen Gott, gibt es nicht ... Was sagen Sie dazu, mein Sohn? "

"Nichts", antwortet der Student . "Ich habe nur meinen Glauben."

"Ja, der Glaube," wiederholt der Professor. "Und das ist das Problem, das die Wissenschaft mit Gott hat. Es gibt keine Beweise, nur den Glauben. "

Der Schüler steht für einen Augenblick still, bevor er eine eigene Frage stellt: "Herr Professor, gibt es so etwas wie Wärme? "

"Ja."

"Und gibt es so etwas wie Kälte?"

"Ja, mein Sohn, Kälte gibt es auch."

"Nein, Herr Professor, die gibt es nicht."

Der Professor wendet sein Gesicht zum Schüler, offensichtlich interessiert. Der Raum wird plötzlich ganz still. Der Schüler fängt an, zu erklären.

"Sie können eine Menge von Wärme haben, auch mehr Wärme, Super-Wärme-, Mega-Hitze, unbegrenzte Wärme, Weißglut, ein wenig Wärme und keine Wärme, aber wir haben nichts was "Kälte" ist. Wir können selbst bis -273 Grad C unter Null gehen, was keine Wärme ist, die absolute Kälte - aber wir können nicht tiefer gehen. Es gibt nicht so etwas wie kalt, sonst wären wir in der Lage, kälter als die tiefste Temperatur -273 Grad zu gehen. Jeder Körper oder jedes Objekt weiß, wenn er Energie hat oder überträgt. Der absolute Nullpunkt (-273 C) ist das völlige Fehlen von Wärme. Sehen Sie, Herr Professor, Kälte ist nur ein Wort, das wir verwenden, um die Abwesenheit von Wärme zu beschreiben. Wir können Kälte nicht messen. Hitze können wir in thermischen Einheiten messen, da Wärme Energie ist. Kälte ist nicht das Gegenteil von Wärme, mein Herr, nur die Abwesenheit davon. "

Stille im Raum. Ein Stift fällt irgendwo in der Klasse, es klingt wie ein Hammer.

"Was ist Dunkelheit, Herr Professor. Gibt es so etwas wie Dunkelheit? "

"Ja",
der Professor antwortet ohne zu zögern. "Was ist Nacht, wenn es nicht Finsternis ist?"

"Sie irren sich wieder, Sir. Dunkelheit ist nichts, es ist die Abwesenheit von etwas. Sie können wenig Licht haben, normales Licht, helles Licht, Blinklicht, aber wenn sie kein Licht haben, haben Sie nichts, und das heißt Dunkelheit, nicht wahr? Das ist der Sinn, den wir verwenden, um den Begriff zu definieren. In Wirklichkeit existiert Dunkel­heit nicht. Wenn es so wäre, würden Sie in der Lage sein, Dunkelheit dunkler zu machen, nicht wahr? "

Der Professor beginnt den Schüler vor ihm anzulächeln. Dies wird ein gutes Semester. "Also, was meinen Sie, junger Mann?"

"Ja, Herr Professor. Mein Punkt ist, dass Ihre phi­losophische Grundvoraussetzung von Anfang an fehlerhaft ist, und deshalb auch Ihre Schlussfolgerung."

Der Professor kann seine Überraschung diesmal nicht verbergen. "Fehlerhaft? Können Sie erklären, wieso?"

"Sie arbeiten unter der Voraussetzung der Dualität," erklärt der Student. "Sie argumentieren, dass es ein Leben gibt, und dann ist da noch der Tod, ein guter Gott und ein schlechter Gott. Sie betrachten das Konzept von Gott als etwas Begrenztes, et­was, was wir messen können. Herr Professor, die Wis­sen­schaft kann nicht einmal einen Gedanken erklä­ren. Wir nutzen Elektrizität und Magnetismus, aber beides wurde noch nie gesehen, geschweige denn richtig verstanden. Tod als das Gegenteil von Leben zu betrachten, bedeutet Unkenntnis der Tatsache, dass der Tod nicht ein inhaltliches Ding ist, das vorhanden ist. Der Tod ist nicht das Gegenteil von Leben, nur die Abwesenheit davon.
Sagen Sie, Herr Professor: Lehren Sie Ihre Studentinnen und Studenten, dass sie sich aus einem Affen entwickelt haben?"

"Wenn Sie sich auf den natürlichen evolutionären Prozess beziehen, junger Mann, ja, natürlich."

"Haben Sie schon einmal "Entwicklung" mit eigenen Augen beobachtet, Herr Professor?"

Der Professor beginnt den Kopf zu schütteln, immer noch lächelnd, als er erkennt, wie die Argumentation verläuft. Garantiert, ein sehr gutes Semester!

"Da niemand jemals den Prozess der Evolution in Aktion beobachtet hat, kann niemand beweisen, dass dieser Prozess ein ständiges Be­stre­ben ist. Unterrichten Sie nicht Ihre Überzeu­gung, Herr Professor? Damit sind Sie jetzt nicht mehr Wissen­schaft­ler, sondern ein Prediger, oder?"

Die Klasse ist in Aufruhr. Der Student schweigt, bis sich die Unruhe gelegt hat.

"Um mit dem Punkt fortzufahren, den Sie vorher mit dem anderen Schüler hatten, lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben, was ich meine." Der Schüler blickt in die Runde. "Gibt es jemanden in der Klas­se, der jemals das Gehirn des Professors gese­hen hat?" Die Klasse bricht in Gelächter aus.
"Ist hier jemand, der schon einmal das Gehirn des Professors gehört, gefühlt, berührt oder gerochen hat? Niemand rührt sich. Also, nach den anerkannten Regeln des empirischen, stabilen, nachweisbaren Protokolls, sagt die Wissenschaft, dass Sie kein Gehirn haben, bei allem Respekt, Herr Professor. Also, wenn die Wissenschaft sagt, Sie haben kein Hirn, wie können wir Ihren Vorträgen vertrauen, Herr Professor?"

Jetzt wird es still. Der Professor starrt den Studenten an, sein Gesicht ist nicht deutbar. Endlich, nach einer scheinbaren Ewigkeit, antwortet der alte Mann: "Ich vermute Sie müssen es glauben."

"Nun, Sie akzeptieren, dass es der Glaube ist, und in der Tat gibt es den Glauben im Leben," spricht der Schüler weiter. "Nun, Herr Professor, gibt es so etwas wie das Böse?" Der Professor antwortet, jetzt unsicher: "Natürlich gibt es das. Wir se­hen es jeden Tag. Es ist in den täglichen Bei­spielen der Unmenschlichkeit des Men­schen zum Menschen. Es liegt in der Vielzahl von Kri­minalität und Gewalt überall auf der Welt. Diese Erscheinungen sind nichts anderes als das Böse."

Jetzt antwortete der Student: "Das Böse existiert nicht, oder zumindest nicht für sich. Das Böse ist einfach die Abwesenheit Gottes. Es ist wie Dunkelheit und Kälte, ein Wort, das der Mensch geschaffen hat, um die Abwesenheit Gottes zu beschreiben. Gott hat es nicht geschaffen, das Böse. Das Böse ist das Ergebnis von dem, was passiert, wenn der Mensch nicht die Liebe Gottes in seinem Her­zen trägt. Es ist wie die Kälte, wenn es keine Wärme oder die Dunkelheit, wenn es kein Licht gibt. "

Der Professor setzte sich.

Nachtrag: Der Student soll Albert Einstein gewesen sein, der im Jahr 1921 das Buch mit dem Titel schrieb: „Gott gegen Wissenschaft“

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Stärken und Trösten

„Und wir sandten Timotheus, unseren Bruder, 
der Gottes Diener und unser Mitarbeiter ist
am Evangelium von Christus, damit er euch stärke 
und euch tröste in eurem Glauben.“ 
(1 Thessalonicher 3:2)
Timotheus war ein Diener Jesu mit gutem Zeugnis! Paulus sendet ihn mit einem ganz konkreten Anliegen nach Thessalonich: Er soll die Geschwister dort stärken und trösten.

Dazu ist jeder Diener Jesu berufen. Das sollen wir alle, ohne Ausnahme, füreinander zu tun: einander stärken und trösten. Wenn Du Nachfolger Jesu bist, darfst Du andere stärken und trösten. Selbst dann, wenn Paulus selbst nicht anwesend war, war es sein Anliegen, die Christen zu stärken und zu trösten. 

Zu den Thessalonichern sendet er Timotheus, zu den Ephesern schickt er Tychikus, damit er ihre Herzen tröste. Von den Geschwistern in Philippi u. Rom erhofft sich Paulus Erquickung für sich selbst. Es ist Geben und Nehmen – und dazu sind wir berufen: einander zu stärken und zu trösten.

Man stelle sich vor, das würden wir alle tun! Was wären wir für ein starker und getrösteter Haufen! Und wie soll das gehen? Nun, Gott hat Seiner Gemeinde durch Seinen Heiligen Geist Gaben gegeben, mit denen wir einander dienen sollen, um einander zu ermutigen. Aber nicht nur durch ungewöhnliche Gaben sollen wir einander stärken und trösten. 

Auch durch Zeugnisse über unser Gott–Erleben im Alltag: ... wie Gott ein Gebet erhört hat ... wie und was Gott zu uns gesprochen hat durch Sein Wort ... Bibelverse, die uns bewegen; die wir weitergeben möchten ... Erlebnisse mit Gott im Alltag. All das dürfen wir bezeugen, um Jesus die Ehre zu geben und einander zu stärken und zu trösten.

Manchmal – nein, oft – hindert uns die Furcht vor Menschen, das zu tun, was Gott möchte. Wir halten unseren Beitrag für zu unwichtig, unser Zeugnis für zu unwesentlich, unseren Eindruck für zu unverständlich – und sind lieber still. Dadurch lassen wir die Stimme Gottes, die Er durch uns hörbar machen möchte, verstummen. 

Lass Dich nicht durch Menschenfurcht hindern, Jesus zu ehren Ihm und zu dienen. Vielleicht möchte der Herr, dass Du heute jemanden anrufst, einen Bibelvers per SMS oder Mail verschickst, für oder sogar mit jemandem betest oder jemanden durch einen Eindruck ermutigst, den Du vom Herrn empfangen hast. Sträube Dich nicht. Wir sind berufen, einander zu stärken und zu trösten. 

Einander stärken und trösten – das geschieht nicht nur innerhalb eines Gemeindehauses, sondern überall, wo Christen einander begegnen. Aber es geschieht auch, wenn Christen zu ihren Treffen zusammenkommen. Und über diese Zusammenkünfte sagt Gott unter anderm:

Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas:
einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede, eine Offenbarung,
eine Auslegung; alles lasst zur Erbauung geschehen!“ (1 Korinther 14:26)

Das möchten wir heute Abend tun. Jesus loben, Sein Wort hören, einander stärken und trösten – und auf diese Weise einander ermutigen. Alle, die Jesus lieben, sind herzlich eingeladen.

Das Wort des Christus wohne reichlich in euch;
in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig!
Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern
singt Gott in euren Herzen in Gnade! (Kolosser 3:16)

Dienstag, 1. Dezember 2015

Gott gibt nicht immer so, wie wir es erbitten

Nachdenkenswerte Worte, die ein unbekannter Autor niederschrieb. Aber so wahr! Sie können uns korrigieren, aber auch ermutigen. Denn sie zeigen, dass Gott uns manchmal ganz anderes gibt als wir es erbitten – mit dem einen Ziel: uns zu stärken, zu segnen und im Glauben erwachsen werden zu lassen.

Ich bat Gott um Weisheit
– und Gott gab mir Probleme zu lösen.
Ich bat um Stärke
– und Gott gab mir Schwierigkeiten, um mich stark zu machen.
Ich bat um Mut
– und Gott gab mir Gefahren, um sie zu bewältigen.
Ich bat um Liebe
– und Gott gab mir schwierige Leute, um ihnen zu helfen.
Ich bat Gott um Gunst
– und Gott gab mir Gelegenheit, mich im Alltag zu bewähren.
Ich bat um Geduld
– und Gott ließ mir im Alltag eigensinnige Menschen in die Quere meiner Laufbahn treten.
Ich bat um Demut
– und Gott schickte mir Demütigungen, 
um mich von allem Egoismus zu lösen.
Ich bat, im Geistlichen nur noch aus Gnaden leben zu können
– und Gott ließ mich ständig in mir zuschanden werden.
Ich bekam nicht, was ich wollte, 
doch bekam ich alles, was ich brauchte.
Ich lernte in allem, 
dass ich dem allweisen Gott keine Pläne mehr beilegen muss.
Mein Gebet ist erhört worden.

Wenn wir solche Gebete lesen, fragen wir uns: Will ich dann überhaupt noch beten? Die Antwort lautet: Wenn ich für Gott untypische Schnellantworten erwarte, die Er mir so gibt, wie ich sie möchte, dann kann ich das Beten sein lassen. Wenn ich aber bereit bin, Gott Gott sein zu lassen, dann sollte ich unbedingt dran bleiben. Denn Gott wird antworten – nur vielleicht anders als wir es erwarten. Aber immer zu unserem Segen und Seiner Ehre.

Bete weiter! Bete wieder!

Montag, 30. November 2015

Phan Thi Kim Phuc

Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn plötzlich besondere Personen, die man aus den Nachrichten oder aus der Geschichte kennt, über ihren Glauben an Jesus sprechen. Kürzlich las ich das Zeugnis von Kim Phuc, (Quelle hier) deren Photo 1972 um die ganze Welt ging. Hier einige Auszüge aus ihrem Zeugnis.

Kim Phuc ist das weinende Mädchen aus dem bekanntesten und schrecklichsten Foto des Vietnamkrieges. Sie wurde nach ihrer Bombardierung mit Napalm ins Krankenhaus eingeliefert, ohne Hoffnung auf Überleben. Sie wurde in 14 Monaten 17x operiert. 1982 begann sie im Alter von 19 Jahren Jesus nachzufolgen. Über ihren langen Weg zur Vergebung sagt sie:

„Gott half mir, vergeben zu lernen – die schwierigste Lektion von allen. Es geschah nicht in einem Tag und es war nicht leicht. Aber ich habe es schließlich verstanden. Vergebung machte mich frei von Hass. Ich habe immer noch viele Narben an meinem Körper und an den meisten Tagen schwere Schmerzen, aber mein Herz ist gereinigt. Napalm ist sehr gewalttätig, aber Glaube, Vergebung und Liebe sind viel stärker. Wir hätten keinen Krieg, wenn jeder lernen könnte mit wahrer Liebe, Hoffnung und Vergebung zu leben.“

Jesus verändert Menschen, die eine Revolution des Guten in Gang setzen können.

In ihrem Zeugnis berichtet Kim von ihrem glücklichen Aufwachsen in einer reichen, vietnamesischen Familie. Dann kam der 8 Juni. Sie war gerade mal 9 Jahre alt. In einem Tempel hatten sie Schutz gesucht während eines Luftangriffs – und dann brannte plötzlich alles. Der Napalm hatte eine Hitze von irgendwo zwischen 800 und 1200 Grad und fraß sich buchstäblich in sie hinein. Nur wegen dem Photo, das von ihr gemacht worden war, wurde sie gut behandelt und überlebte. Aber ein normales Leben gab es nicht mehr für sie und so entwickelte sich Bitterkeit, Wut und Hass auf alle normalen Menschen in ihrem Herzen.

Aus Propagandagründen nahm man sie aus der Schule, aber Kim kam in Kontakt mit Christen und dadurch mit Jesus Christus, der ihr Leben radikal veränderte. 10 Jahre nach dem Napalmangriff gab sie ihr Leben Jesus. Wut, Hass und Bitterkeit ersetzte Gott durch übernatürliche Liebe, durch Frieden, Weisheit, Geduld und Leidenschaft für andere. Kim bezeugt:

„Gott hat mir auch bei meiner schwersten Aufgabe geholfen: Zu vergeben. Die Vergebung hat mich vom Hass befreit. Noch immer trage ich die Wunden an meinem Körper. Noch immer habe ich starke Schmerzen. Aber mein Herz ist rein und voller Liebe und Frieden.“

Liebe ist stärker als Hass. Vergebung stärker als Bitterkeit. Vergebung setzt Frieden und Freude frei. Kim Phuc hat praktiziert und erfahren, was Jesus uns allen in Matthäus 6 lehrt:

„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Verse 14+15)

Wer mehr über Kim Phucs Leben lesen möchte, findet einen ausführlicheren Artikel HIER