„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 16. November 2015

Konkurrenzlos wichtig!

Diese Aussage fiel mir auf, als ich im Zug zwischen München und Frankfurt durch alte Zeitschriften stöberte, die ich bisher noch nicht gelesen hatte. „Jesus ist mir konkurrenzlos wichtig geworden!“ – So lautet die Aussage im Ganzen. Wie viele Menschen diesen Satz wohl so unterschreiben könnten? Könntest Du es? Ich?  

Zugegeben, wenn es um das ewige Leben geht, um eine Abladestelle für unsere Schuld, um eine Anlaufstelle für unsere Gebetsanliegen, um eine Anlegestelle in Zeiten der Überarbeitung und des Stresses, dann – ja, doch! -  Dann ist mir Jesus konkurrenzlos wichtig! Keiner wie Er. Keiner beschenkt wie Er! Keiner erhört wie Er! Keiner vergibt wie Er. Keiner ist Freund wie Er! Interessant wird es, wenn es nicht um „geistliches“ Gedankengut geht, nicht um ewiges Leben, Bedürfnisse oder Schuld. Da entbrennt doch der eine oder andere Konkurrenzkampf.

Der Kaufmann in Matthäus 13:45 + 46 stand auch in einem Konkurrenzkampf. Es heißt:

Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, 
der schöne Perlen suchte.
Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, 
verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. 

Dieser Mann hat seine Entscheidung bestimmt nicht leichtfertig getroffen. Er hatte gefunden, geprüft, gehandelt - und gewonnen! Diese Perle war es wert. Alles, was er hatte. ALLES, was er hatte. Wenn er nur diese Perle besitzen könnte, dann hätte er alles, was er wollte und alles, was er bräuchte.

In Psalm 73 bringt Asaph genau diese Erfahrung zum Ausdruck. Zunächst schaut er auf Gesundheit, Ehre, Reichtum, Glück und hundert andere Dinge im Leben, die wie eine Seifenblase vergehen können. Und es verlangt ihn nach diesen Dingen – bis er ihre Unzuverlässigkeit und Vergänglichkeit sieht. Dann ruft er aus:

Wen habe ich im Himmel außer dir? 
Und neben dir begehre ich nichts auf Erden!
Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich
meines Herzens Fels und mein Teil.

Du, Gott, bist die Perle, die mehr wert ist als alles andere auf Erden. Du, Herr, bist konkurrenzlos, nicht nur, wenn es um ewiges Leben, Gebet und neue Kraft geht. Du stehst ohne Konkurrenz, wenn es um Gesundheit, Ehre, Reichtum, Glück und hundert andere Dinge auf Erden geht. NICHTS auf der Erde ist mir lieber als Du, o Herr. Du bist das Opfer meiner Gesundheit wert. Du bist das Opfer meines persönlichen Rufes wert. Du bist das Opfer meines Wohlstandes wert. Du bist das Opfer meines persönlichen Glücks wert, meiner Zeit, meiner sozialen Kontakte, meines Schlafes – Du bist es wert! Denn was immer auf dem Altar der herzlichen Hingabe auf Erden geopfert wird, wird mit überirdischem Segen auf Erden und im Himmel vergolten! So hast Du, Jesus, es versprochen:

Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: 
Es ist niemand, der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau
oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, 
der es nicht vielfältig wieder empfinge in dieser Zeit 
und in der zukünftigen Weltzeit das ewige Leben! (Lukas 18:29+30; Schl.) 

Jesus, konkurrenzlos wichtig, im säkularen wie im geistlichen, in den irdischen Dingen wie in den himmlischen, im Überleben auf Erden wie im Leben für die Ewigkeit. Jesus konkurrenzlos wichtig! (w)

Sonntag, 15. November 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss
 
Predigttext heute: Jeremia 42+43
 
42:1 Da kamen alle Offiziere, auch Johanan Ben-Kareach und Jesanja Ben-Hoschaja und das ganze Volk vom Kleinsten bis zum Größten
2 zum Propheten Jeremia. Sie baten ihn: "Wir flehen dich an: Bete für uns zu Jahwe, deinem Gott! Bete für den Rest dieses Volkes, denn du siehst, wie wenige von uns übrig geblieben sind!
3 Bitte Jahwe, deinen Gott, dass er uns sagt, wohin wir gehen und was wir tun sollen!"
4 Jeremia antwortete ihnen: "Ich habe es gehört und will eure Bitte vor Jahwe, euren Gott, bringen, so wie ihr es gesagt habt. Und ich verspreche, dass ich euch alles mitteilen werde, was Jahwe euch antwortet; ich werde euch nichts verschweigen."
5 Sie versicherten ihm: "Jahwe soll als wahrhaftiger und zuverlässiger Zeuge gegen uns auftreten, wenn wir uns nicht genau nach dem richten, was Jahwe, dein Gott, uns durch dich sagen lässt.
6 Egal, ob es uns gut oder schlecht erscheint, wir wollen auf Jahwe, unseren Gott, hören, zu dem wir dich senden. Denn wenn wir auf Jahwe, unseren Gott, hören, wird es uns gut gehen."
7 Zehn Tage später kam das Wort Jahwes zu Jeremia.
8 Da rief er Johanan Ben-Kareach, die Offiziere und das ganze Volk vom Kleinsten bis zum Größten zusammen
9 und sagte zu ihnen: "So spricht Jahwe, der Gott Israels, zu dem ihr mich mit eurem Anliegen geschickt habt:
10 Wenn ihr in diesem Land wohnen bleibt, werde ich euch aufbauen und nicht abreißen, euch einpflanzen und nicht ausreißen. Denn das Unglück, das ich über euch hereinbrechen ließ, tut mir weh.
11 Ihr habt jetzt Angst vor dem König von Babylon, aber ihr müsst euch nicht vor ihm fürchten", spricht Jahwe, "denn ich bin bei euch und werde euch aus seiner Hand retten.
12 Ich bringe ihn dazu, dass er Erbarmen mit euch hat und euch in eurem Land bleiben lässt.  
13 Wenn ihr aber sagt: 'Nein, wir wollen nicht in diesem Land bleiben!', wenn ihr nicht auf Jahwe, euren Gott, hört
14 und sagt: 'Nein, wir wollen nach Ägypten ziehen und dort bleiben, wo wir nichts mehr vom Krieg sehen, keine Alarmsignale hören und nicht hungern müssen!' –
15 Dann höre das Wort Jahwes, Rest von Juda: So spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels: Wenn ihr wirklich darauf besteht, nach Ägypten auszuwandern,
16 dann wird euch das Schwert, das ihr fürchtet, dort in Ägypten erreichen. Der Hunger, der euch Angst macht, wird dort in Ägypten hinter euch her sein und ihr werdet dort sterben.
17 Alle Männer, die sich entschlossen haben, nach Ägypten auszuwandern, werden dort durch Schwert, Hunger und Pest sterben. Keiner wird dem Unheil entkommen, das ich über sie bringen werde.
18 Denn so spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels: Genauso wie mein wütender Zorn die Bewohner Jerusalems getroffen hat, wird er auch über euch kommen, wenn ihr nach Ägypten zieht. Ihr werdet dort zum Fluch werden und zu einem Bild des Entsetzens. Man wird euer Schicksal zur Verwünschung und Beschimpfung benutzen. Und dieses Land werdet ihr nie wieder sehen."
19 "Jahwe hat zu euch gesprochen, Rest von Juda! Zieht nicht nach Ägypten! Ihr sollt genau wissen, dass ich euch heute gewarnt habe.
20 Ihr setzt nur euer Leben aufs Spiel! Erst schickt ihr mich zu Jahwe, eurem Gott, und sagt: 'Bete für uns zu Jahwe, unserem Gott, und teile uns dann alles mit, was er gesagt hat. Wir werden uns danach richten!'
21 Heute habe ich euch den Bescheid gegeben, aber ihr wollt nicht hören, was Jahwe, euer Gott, euch durch mich sagen lässt.
22 Jetzt sollt ihr wissen, dass ihr in dem Land, in das ihr auswandern wollt, durch Schwert, Hunger und Pest sterben werdet."

43:1 Als Jeremia dem Volk alles ausgerichtet hatte, was Jahwe, ihr Gott, ihm aufgetragen hatte, und zwar alle seine Worte,
2 da sagten Asarja Ben-Hoschaja und Johanan Ben-Kareach und alle überheblichen Männer: "Du lügst! Jahwe, unser Gott, spricht nicht durch dich! Er kann nicht gesagt haben, dass wir nicht nach Ägypten auswandern sollen!
3 Baruch Ben-Nerija hat dich gegen uns aufgehetzt. Er will, dass wir den Chaldäern in die Hände fallen, damit sie uns umbringen oder uns nach Babylonien verschleppen." 4 So hörten Johanan Ben-Kareach, die Offiziere und das ganze Volk nicht auf den Befehl Jahwes, im Land Juda zu bleiben.
5 Unter der Führung von Johanan und den anderen Offizieren machten sich alle auf den Weg: die Leute aus Juda, die in die Nachbarländer geflohen und dann zurückgekehrt waren,
6 die Männer, Frauen und Kinder, die Königstöchter und alle übrigen Leute, die Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, bei Gedalja Ben-Ahikam, dem Enkel Schafans, zurückgelassen hatte. Auch Jeremia und Baruch nahmen sie mit.
7 Sie zogen nach Ägypten, weil sie nicht auf die Anordnung Jahwes hören wollten. So kamen sie nach Tachpanhes.
8 In Tachpanhes kam das Wort Jahwes zu Jeremia:
9 "Nimm einige große Steine und vergrabe sie vor den Augen jüdischer Männer in die Sandbettung der Ziegelterrasse am Eingang zum Palast des Pharao.
10 Dann sag zu ihnen: 'So spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels: Passt auf! Ich werde meinen Diener Nebukadnezzar, den König von Babylon, hierher holen. Über diesen Steinen hier, die ich vergraben habe, werde ich ihn seinen Thron stellen lassen. Und darüber wird er sein Prunkzelt spannen.
11 Ja, er wird in Ägypten einfallen und es besiegen. Wer dann für den Tod bestimmt ist, wird sterben, wer für die Gefangenschaft bestimmt ist, wird in die Verbannung müssen, und wer für das Schwert bestimmt ist, verfällt dem Schwert.
12 Ich werde Feuer an die Tempel der ägyptischen Götter legen. Nebukadnezzar wird sie niederbrennen und wegschaffen. Wie ein Hirt sein Gewand entlaust, wird er Ägypten von seinen Göttern entlausen. Dann zieht er sich unbehelligt wieder zurück.
13 Auch die Obelisken, die spitzen Säulen von Hierapolis, wird er zertrümmern, wenn er die Häuser der Götter Ägyptens verbrennt.'"

Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.  
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen. 
Quelle: HIER
  
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
(parallel Kindergottesdienst) 
Anbetungszeit 
Predigt
Abendmahl (Teilnahme freiwillig)
Einladung zum Mittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst 
Beginn: 10:30 Uhr 
 
Calvary Chapel Freier Grund  
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)   
57290 Neunkirchen-Zentrum 
 
Sonntagszitat:
 “Wenn wir das Evangelium predigen, 
sind wir die wirksamsten Instrumente 
im Kampf gegen den Terrorismus in der Welt. 
Weil Menschen, die Vergebung erfahen haben, 
veränderte Menschen sind 
und andere nicht einfach in die Luft jagen."
(Bruder Andrew)
 
"Vertrauen bedeutet heute die mutige Gewissheit, 
dass trotz Leid und Bösem, 
trotz Terrorismus und persönlichen Konflikten 
der Plan Gottes durch Jesus Christus nicht scheitern kann."
 (Brennan Manning)


Samstag, 14. November 2015

Mangel an Glauben oder Mangel an Liebe?

Der englische Philosoph, David Hume, lebte von 1711-1776. Von ihm heißt es, dass er nicht an Gott glaubte.  Allerdings besuchte er gelegentlich das Haus von Bekannten und traf dort wiederholt auf Kirchenvorsteher. Die Treffen dauerten nie lange, denn der Kirchenvorsteher stand auf und verließ demonstrativ den Raum, sobald der ungläubige Philosoph das Zimmer betrat.

Dann kam der Tag, an dem der Hume auf Zack war und den Kirchenvorsteher am Rockärmel festhielt. “Wohin so schnell, mein Freund? Wir sollten uns allmählich aneinander gewöhnen; denn wir werden noch lange Zeit beieinander sein müssen. Wir kommen nämlich beide an denselben Ort, an den Ort der Verdammnis, ich wegen Mangel an Glauben und du wegen Mangel an Liebe.”

Autsch! Und doch nachvollziehbar, oder?

Tatsache ist, dass Glaubenslose nicht im Himmel zu finden sein werden. Hebräer 11:6 erklärt:

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen;
denn wer zu Gott kommt, muß glauben, daß er ist,
und daß er die belohnen wird, welche ihn suchen.“

Jesus öffnet den Himmel – den Glaubenden.

Aber was ist mit den Lieblosen? Auch betreffs der Lieblosen gibt es einige erschreckende Bibelworte. Zunächst einmal sagt uns Gott (Römer 5:5), dass jeder Christ lieben kann, weil er Gottes Liebe in sich trägt:

„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“

Auch die Verse aus 1 Korinther 13:1-3 lassen aufhorchen:

Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, 
aber keine Liebe hätte,
so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste
und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße,
so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte,
so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe,
damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte,
so nützte es mir nichts!“

Eigentlich stehen hier schon einige ernste Beschreibungen über Lieblose: „tönendes Erz“ … „nichts sein“ … „nichts nütze“.  Aber die Theologen unter uns kennen schon die Schleichwege, diese ernsten Worte irgendwie zu entkräften. Das dürfte schwerer fallen, wenn wir Gottes Worte an uns durch Johannes hinzuziehen (1 Johannes 4:8):

 Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“

Nicht zu lieben, bedeutet, Gott nicht zu kennen. Wer Gott kennt, liebt!
Nachdenkenswert, wie viel Wahrheit in Humes Worten wohl steckte.

„Herr, lehre uns, einander zu lieben mit Deiner Liebe,
damit jeder sieht, dass wir Deine Jünger sind.“

Freitag, 13. November 2015

Bulimie

Lebensberichte von Menschen, denen Jesus in Macht begegnet ist tun mir immer gut. Sie erinnern mich daran, dass Jesus derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Was Er für andere Menschen getan hat, dass kann Er auch für Dich und mich tun. Hier das Zeugnis von Amy Woods, über die ich heute im Internet las. (Quelle: HIER)

„Als Teenager habe ich oft noch nachts Fitnessübungen gemacht. Ich wollte unbedingt so aussehen, wie die anderen Mädchen in der Highschool und im Cheerleaderteam. Auch später, als ich geheiratet habe, war ich wie besessen von dem Gedanken, schlank zu sein. Ich wollte die perfekte Ehefrau darstellen.

Ich aß immer nur winzige Mengen und schluckte die Bissen oft auch nicht runter, sondern spuckte sie später in den Müll. Aber eigentlich aß ich gerne. Und dann kam mir die Idee, dass ich ja alles voll Appetit essen konnte, wenn ich mich später übergeben würde.
Etwa sechs Monate nach unserer Hochzeit erbrach ich das erste Mal willentlich.

SÜCHTIG NACH PERFEKTION

Am Anfang machte ich das nicht oft. Doch die Versuchung dünner zu werden, war so groß, dass ich mich immer wieder übergab. Schließlich erbrach ich jeden Tag. Am Ende sogar mehrmals täglich. Mein Mann arbeitete tagsüber und so konnte ich meine Essstörung leicht vor ihm verbergen. Ich wurde richtig gut im Lügen, um meinen Gewichtsverlust zu erklären. Doch andere bemerkten, dass ich für meine Größe zu dünn war und mein Gesicht immer mehr einfiel.

Meine Sucht zog sich über elf Ehejahre und drei Schwangerschaften hin. Es war wie eine Droge. Ich wollte es nicht, aber ich konnte nichts dagegen tun. Ich war süchtig danach, mager zu sein und die Kontrolle zu haben. 

KEHRTWENDE

Eines Tages sah ich meinen Kindern beim Spielen im Garten zu und da betete ich zum ersten Mal: «Gott, ich weiß nicht, was mir fehlt, aber ich bekomme das einfach nicht hin.» Und plötzlich liefen vor meinen Augen verschiedene Situationen meines Lebens ab. Es war wie ein kleiner Film.

Ich sah eine Begebenheit, als ich noch klein war und in meiner Familie gesagt wurde: «Wenn man fett ist, ist man nicht liebenswert.» Ich beobachtete andere Ausschnitte aus meiner Jugend, in denen mir Freunde sagten, dass sie mich mochten, weil ich hübsch oder weil ich schlank war. Und ich glaubte ihnen. Oder ein Arzt, der mir sagte, dass ich nur ein Kilo entfernt bin vom Übergewicht. Das stimmte nicht, aber ich glaubte es ihm. Nach jedem Ausschnitt aus meinem Leben, sagte mir Gott, wie sehr er mich liebt und dass ich Lügen geglaubt hatte.

Am Ende sah ich mich mit meinen Kindern in einem sinkenden Boot. Und Gott sagte zu mir: «Du reisst deine Kinder da mit rein!» In diesem Moment wusste ich, dass ich nicht mehr länger so leben konnte und dass ich das nicht aus eigener Kraft schaffen würde. Gott musste mir helfen. Zum ersten Mal erkannte ich die Wahrheit und das veränderte mich. Seitdem habe ich mich nie wieder willentlich erbrochen.

DIE FAKTEN AUF DEN TISCH

Ich nahm meinen Mut zusammen und erzählte meinem Mann alles. Er reagierte voller Liebe und Unterstützung, ohne jede Verurteilung. Aber natürlich war er traurig. Dass ich jahrelang Lügen geglaubt habe, obwohl er mich immer attraktiv gefunden hatte.

Heute möchte ich meiner Familie weitergeben, dass jeder seinen Wert in Jesus Christus hat. Ich möchte, dass meine Kinder wissen, wie es mir jahrelang ging. Wie Gott mich gerettet hat. Und das ich das nicht aus eigener Kraft geschafft hätte. Ich konnte nichts gegen die Sucht tun, Jesus hat es getan. Nichts ist für ihn zu schwer. Man ist nie so weit weg, als dass Gott nicht mehr da wäre. Ich wünsche mir, dass meine Kinder die wahre Freude finden, die man nur von Gott bekommen kann.

Das Zeugnis der christlichen Sängerin, Deborah Rosenkranz, zum selben Thema als Video im Seitenfenster.

Donnerstag, 12. November 2015

Fritz Kreisler: Nur eine schmale Spur

Der berühmte österreichische Komponist und Violinist, Fritz Kreisler, sagte einmal: "Eng ist der Weg, der zum Leben als Geiger führt. Stunde um Stunde, Tag für Tag und Woche für Woche habe ich seit Jahren mit meiner Geige gelebt. Es gab so viele Dinge, die ich gerne tun wollte aber aufgeben musste. Es gab so viele Orte, die ich gerne besucht hätte, deren Besuch ich aber aufgeben musste, wenn ich Meister der Geige werden wollte. Die Straße, auf der ich reiste, war nur eine schmale Spur und der Weg war hart."

Ähnliches habe ich von anderen großem Musikern gehört. Ihr Leben war die Musik, ihr Instrument oder ihre Kompositionen. Bei anderen Künstlern ist es oft nicht anders.

Paulus sagte ganz Ähnliches. In 2 Timotheus 2:4-8 heißt es:

Wer Kriegsdienst tut, verstrickt sich nicht in Geschäfte des Lebensunterhalts, damit er dem gefällt, der ihn in Dienst gestellt hat. Und wenn sich auch jemand an Wettkämpfen beteiligt, so empfängt er doch nicht den Siegeskranz, wenn er nicht nach den Regeln kämpft. Der Ackersmann, der sich mit der Arbeit müht, hat den ersten Anspruch auf die Früchte. Bedenke die Dinge, die ich sage; und der Herr gebe dir in allem Verständnis! Halte im Gedächtnis Jesus Christus, aus dem Samen Davids, der aus den Toten auferstanden ist nach meinem Evangelium.

Paulus nennt drei Beispiele:
  • Wer als Kämpfer erfolgreich sein möchte, muss durch eine harte Ausbildung und wissen, worauf er sich im Leben konzentrieren möchte.
  • Wer als Athlet erfolgreich sein möchte, muss alle Regeln kennen, trainieren und hart sein gegen sich selbst.
  • Der Landwirt, der eine Ernte einfahren möchte, muss früh aufstehen und oft bis in den Abend hinein wirken.
Erfolg, Frucht, Überwinden – all das bedarf der Disziplin. Bereit sein, nicht so Wichtiges für das Wichtige zu opfern, das Gute aufzugeben für das Beste. Als Christ bedeutet das: zu Bedenken! Es bedeutet: Jesus Christus im Gedächtnis zu behalten.

Ich darf auf Jesus blicken, auf Sein Opfer, Seine Auferstehung, Sein Leben und Seine Kraft. Ich schließe mit den Worten des Violinisten Fritz Kreisler, dem ich die Worte eines Christen in den Mund lege:

"Eng ist der Weg eines Jüngers Jesu, der Weg des Überwindens. Stunde um Stunde, Tag für Tag und Woche für Woche habe ich seit Jahren mit und für Jesus gelebt. Es gab so viele Dinge, die ich gerne tun wollte aber aufgegeben habe. Es gab so viele Orte, die ich gerne besucht hätte, deren Besuch ich aber um Jesu willen gerne aufgegeben habe, da ich Frucht bringen, Überwinden und siegreich sein wollte. Die Straße, auf der ich reise, ist nur eine schmale Spur und der Weg ist hart – aber allein hier habe ich Leben im Überfluss." (w)

Mittwoch, 11. November 2015

Nicht vergeblich!

Mit fast 44 Jahren holte sich die Eisschnellläuferin, Claudia Pechstein, vor weniger als zwei Wochen den 27. Titel ihrer Karriere. Sie hat es in ihrem Sportlerleben nicht leicht gehabt. Im Jahr 2009 kämpfte sie um ihre Rehabilitation von Dopingvorwürfen als Eisschnellläuferin. Eine Verhandlung jagte die andere, eine Instanz die nächste. Manchmal dachte man, der Schlussstrich sei unter ihre Karriere gezogen, dann taten sich wieder mehrere neue Möglichkeiten des Weiterkämpfens auf. Das Wort "Resignation" oder "Aufgeben" scheint in Claudia Pechsteins Vokabular nicht zu existieren. Und all ihr Kämpfen um Rehabilitation und Titel war nicht vergeblich. Irgendwo beneidenswert.

Wofür kämpfte diese junge Frau so unermüdlich? Sie würde uns sichere mehrere Gründe nennen, zum Beispiel, um ihren guten Ruf, um Rehabilitation, um die Erlaubnis, wieder an Wettkämpfen teil zu nehmen und für Gerechtigkeit. Alles noble Ziele, für die sich der Einsatz lohnt.

Ich werde erinnert an Elia, der nach einem gewaltigen geistlichen Kampf (den er erfolgreich gewann) in eine tiefe Depression fällt und aufgeben möchte. Müde betet er zum Herrn: 

"Es ist genug! So nimm nun, Herr, mein Leben, 
denn ich bin nicht besser als meine Väter!" (1 Könige 19:4)

Dem Propheten Jona geht es ganz ähnlich. Auch er betet nach einem großen Sieg:

"So nimm nun, Herr, meine Seele von mir; 
denn ich möchte lieber tot sein als leben." (Jona 4:3)

Immer wieder hat es Menschen gegeben, die in Verzweiflung aufgegeben haben. Und bei vielen Schicksalen fällt es nicht schwer, mitzufühlen. Aufgegeben, weil die Krankheit als unheilbar gilt. Aufgeben wegen Überforderung. Aufgegeben, weil alle mich verlassen haben. Aufgegeben, weil die Enttäuschung unerträglich ist. Aufgegeben, weil das Erlebnis zu traumatisch war. Aufgegeben, weil man einfach kein Licht im langen Tunnel sieht.

Allein die Tatsache steht: Aufgeben ist keine Lösung. Auch auf die Gefahr hin, dass viele die Geschichte kennen, möchte ich sie trotzdem noch einmal erzählen - die Geschichte der zwei Frösche, die auf einem Bauernhof vor lauter Neugierde der Versuchung nicht widerstehen können, in einen Eimer zu springen. Leider stellte sich heraus, dass das keine so gute Idee war, denn der Eimer war halb gefüllt mit Milch. Da schwammen die Frösche nun in Milch, konnten aber nicht mehr aus dem Eimer springen, da die Wände zu hoch und zu glatt waren. Der Tod schien vorprogrammiert. Der eine der beiden Frösche war verzweifelt. "Wir müssen sterben", jammerte er "hier kommen wir nie wieder heraus." Und er hörte auf zu Schwimmen, da alles ja doch keinen Sinn mehr hatte. Der Frosch ertrank in der Milch. Der andere Frosch aber sagte sich: "Ich gebe zu, die Sache sieht nicht gut aus. Aber aufgeben werde ich deshalb noch lange nicht. Ich bin ein guter Schwimmer! Ich schwimme, so lange ich kann."

Und so stieß der Frosch kräftig mit seinen Hinterbeinen und schwamm im Eimer herum. Immer weiter. Er schwamm und schwamm und schwamm. Und wenn er müde wurde, munterte er sich selbst immer wieder auf. Tapfer schwamm er immer weiter. Und irgendwann spürte er unter seinen Füßen eine feste Masse. Ja tatsächlich - da war keine Milch mehr unter ihm, sondern eine feste Masse. Durch das Treten hatte der die Milch zu Butter geschlagen! Nun konnte er aus dem Eimer in die Freiheit springen. Sein Durchhalten, sein Kämpfen war nicht vergeblich!

Auch als Christen sind wir manchmal versucht, alles hinzuwerfen und aufzugeben. Vielleicht nicht den Glauben selbst, aber die Hingabe, den Dienst, den Einsatz im Gebet, unser Zeugnis, die Gemeinschaft, den Kampf gegen die Sünde - weil wir meinen, es sei vergeblich. Als der erste Frosch aufgab, war alles verloren. Der zweite machte weiter - ohne zu wissen, was geschehen würde - und gewann!

Christen machen nicht weiter ohne zu wissen, was geschehen wird. Der Herr selbst verspricht uns:

"Darum, meine lieben Brüder, seid fest, 
unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, 
weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn."   
(1 Korinther 15:58) 

Das säkulare Gegenstück zu diesem Bibelvers wäre: "Wer aufgibt, gewinnt nie!  Wer gewinnt, gibt nie auf!"

Gib nicht auf! Als Jesusjünger hast Du jemanden, Jesus Christus, der Dir immer wieder Kraft und Mut geben möchte, weiterzumachen. Reich Ihm die Hand! Sein Weg führt immer zum Sieg! Leben und Dienst für Ihn ist nie vergeblich!

Herzliche Einladung zur Bibelstunde heute Abend. "NICHT VERGEBLICH!" - darum geht es, wenn wir heute Abend in 2 Thessalonicher 2:1-12 lesen. Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 10. November 2015

Gott braucht nicht viele Worte

Kennst du das? Du bist in einem angeregten Gespräch mit deinem Gegenüber. Du hast deine Sichtweise, die andere Person hat ihre. Du machst – wie du meinst - mit überzeugenden Worten deine Position klar. Und dann kommt die „Predigt“ vom Gegenüber. Lang! Immer neue Wiederholungen. Manchmal neu formuliert, manchmal wortwörtlich kopiert. Du hast deinen Gegenüber längst verstanden, aber immer wieder hörst du dieselben Argumente. Es  ist ermüdend und trotzdem nicht überzeugend.

Als Israel vor dem Roten Meer stand und maulte, das Meer vor sich, die feindlichen Armeen hinter sich, da brauchte Gott nicht viele Worte.

“Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein!” (2 Mose 14:14)

Das war Gottes Zusage, eingekleidet in Zuspruch und der Aufforderung, ihm zu vertrauen. Viel gesagt mit wenigen Worten. Gott braucht nicht mehr. ER IST GOTT! Er ist der, der spricht – und es geschieht!

DER HERR wird für Sein Volk streiten! Das ist eine Tatsachenentscheidung, ein Faktum! Gott sprach dieses Versprechen aus, als das Leben Seines Volkes aufs Äußerste bedroht war. Kein Vor – kein Zurück – und kein Ausbrechen nach links oder rechts! Und mit wenigen Worten bringt Gott zum Ausdruck: „Entspannt Eich! Meine Sache!“

Wir alle brauchen diese Art göttlicher Zusage von Zeit zu Zeit. Manchmal in Zeiten der Veränderung, manchmal, wenn wir überarbeitet sind oder es im Dienst zu einem (scheinbaren) Stillstand gekommen ist. Gott sitzt immer noch im Chefsessel und hat alles unter Seiner Kontrolle. Er wird für Dich streiten und Du wirst stille sein. Damit weist uns Gott darauf hin, dass es keinen Grund zum Schreien und Lamentieren gibt. Er wird streiten – für uns! Für Dich und mich! Für unsere Sache!

Lasst uns Ihm vertrauen, egal in welchen Umständen wir uns befinden. GOTT IST FÜR UNS! (w)

Montag, 9. November 2015

Jesus kommt bald!

Gut erinnere ich mich an die Jahre in meiner Jugend, als Bücher und Artikel der Jesus People Bewegung immer wieder daran erinnerten, dass Jesus bald wiederkommen wird – dass es schon morgen sein kann. Das hat eine Erwartung und Freude in uns junge Menschen hineingepflanzt, die auch heute immer wieder auflodert, wenn ich darüber lese, dass Jesus bald wieder kommt. So geschehen heute Morgen.

In Römer 13 las ich die Verse 11-14, wo es heißt:

Und dieses sollen wir tun als solche, die die Zeit verstehen,
dass nämlich die Stunde schon da ist, 
dass wir vom Schlaf aufwachen sollten;
denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden.
Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe.
So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis 
und anlegen die Waffen des Lichts! 
Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, 
nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen,
nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; 
sondern zieht den Herrn Jesus Christus an
und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!

Der Skeptiker sagt: „So, Du hast Dich schon vor über 40 Jahren darauf gefreut. Und bis heute ist Dein Jesus nicht gekommen?“ Ich antworte: „Richtig! Wegen Dir! Schon Petrus erklärte: „Wenn manche also behaupten, Gott würde seine Zusage nicht einhalten, dann stimmt das einfach nicht. Gott kann sein Versprechen jederzeit einlösen. Aber er hat Geduld mit euch und will nicht, dass auch nur einer von euch verloren geht. Jeder soll Gelegenheit haben, zu Gott umzukehren.“

Als ich die Verse las, wurde es draußen langsam heller, eine Erinnerung dafür, dass der Tag der Wiederkunft Jesu Licht bringen wird für alle, die zu Ihm gehören. Alle seelische Dunkelheit, erzeugt durch Depressionen und Traumata wird beendet sein. Alle Dunkelheit durch Krankheit, durch Armut, durch Heimatlosigkeit, durch ‚Fremdling sein’, durch Überarbeitung, durch Hunger und Durst, durch Verfolgung, durch Anfeindung oder durch was auch immer – was immer Dunkelheit in uns erzeugt wird vom Licht Jesu verscheucht.

Dieser Zeit bin ich jetzt über 40 Jahre näher als damals. Das ist herrlich! 40 Jahre näher! Vielleicht grade noch eine Kurve, noch eine Nacht – und Er ist da. Wenn der Tag nahe war, ist jetzt die Stunde nahe. Und wie reagieren wir?

Wenn sich Besuch anmeldet – aber kein genaues Datum angibt, dann halte ich das Haus sauber und das Wohnzimmer aufgeräumt, denn der Besuch könnte ja heute kommen. Paulus fasst es in konkrete Worte:
-        Legt die Werke der Finsternis ab, legt die Waffen des Lichts an! Leb anständig wie am Tag, so dass Du Dich wegen nichts zu schämen brauchst. Leb nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, in Unzucht und Ausschweifungen. Leb nicht in Streit und Neid!
Stattdessen:
-        Lebt in allen Dingen so, dass man Euch ansieht, dass Ihr Jesus nachfolgt. Vermeidet alles, was Euch zur Sünde verführen könnte.

Macht Sinn! Ich weiß, dass Jesus bald wiederkommt. Seine Geduld und Sein Verlangen, zu retten, lässt Ihn noch ein wenig warten. Aber lange wird’s nicht mehr dauern. Ich will heute leben, wie es Ihm gefällt – und vielleicht schon morgen Ihm entgegen laufen!