„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 17. Februar 2015

Funktionierender Glaube!

(Da funktionierender Glaube und wirksames Gebet untrennbar miteinander verbunden sind, soll dieser Eintrag die wöchentliche Gebetsandacht ausfüllen.) 

Funktionierenden Glauben wünschen wir uns alle! Nicht nur wir Christen – den wünschen sich auch Menschen anderer Religionen und solche, die in Sekten gefangen sind. Die Bibel spricht viel von Glauben. „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen,“ sagt Hebräer 11:6 und fügt hinzu, dass jeder, der zu Gott kommen will, dies nur auf der Grundlage des Glaubens tun kann. Nun, wer sich auf Gott einläßt und beginnt, Ihn zu suchen, mit Ihm zu reden oder Ihm zu gefallen, der besitzt bereits ein Maß an Glauben, sonst würde er sich gar nicht zu Ihm aufmachen.

Der sprichwörtliche „Glaube, der Berge versetzt“ ist ein Begriff, der aus der Bibel stammt. In Matthäus 17:20 sagt Jesus:

„Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.“

Das nenne ich funktionierenden Glauben – aber der muss wachsen. Bei mir scheint das recht lange zu dauern. Hab' bisher noch keinen Berg versetzt! Allerdings las ich heute ein Zitat, das mich ermutigt hat.

Donald Grey Barnhouse lebte von 1895 bis 1960 und war ein Theologe, Pastor, Autor und Konferenzredner rund um den Globus. In den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war er einer der Pioniere der christlichen Radioarbeit, außerdem rief er die Zeitschrift „Eternity Magazine“ ins Leben. Ein Mann des Glaubens. Was hat er zum Thema Glauben zu sagen? Ein nachdenkenswertes Zitat von ihm lautet:

"Wahrer Glaube handelt auf der Grundlage übernatürlicher Tatsachen
–        und erhält übernatürliche Resultate.“

Das Zitat hat es in sich! Übernatürliche Tatsachen sind die Wahrheiten, die die Bibel uns mitteilt: Wahrheiten über Gott, Sein Wesen, Seine Allmacht, Seine Absichten – und dazu die vielen Verheißungen / Versprehungen die Er uns gibt. Auf der Grundlage zu handeln bedeutet: auf übernatürlicher Grundlage zu handeln. Das dabei übernatürliche Resultate rauskommen, braucht nicht mehr erläutert zu werden.

Darin möchte ich wachsen – auf der Grundlage des Wortes Gottes zu denken, zu handeln, zu beten, zu glauben und zu erwarten. Wie oft treffen wir Entscheidungen auf der Grundlage des Verstandes, des Gefühls, der vorhandenen Mitarbeiter, der prognostizierten Wirtschaftsentwicklung, der vorhandenen Kraft, der momentanen Begeisterung und anderer Faktoren. Vieles davon kann durchaus Wegweiser Gottes sein – muss es aber nicht. Begründeter Glaube hält sich an Jesus fest, selbst wenn es sinnlos scheint, denn Glaube stützt sich auf die übernatürlichen Tatsachen, nicht die natürlichen Überlegungen von Menschen.

Und dann nimmt der Glaube dankbar aus Gottes Hand, was Gott dem Glaubenden zugedacht hat. (w)

Montag, 16. Februar 2015

Geistesgaben

Ich glaube, dass die Gaben des Heiligen Geistes, die im Neuen Testament beschrieben werden, wichtig und biblisch sind. Ich bete darum, dass der Herr Seine Gaben in solche Herzen ausgießt, die demütig genug sind, sie zu empfangen und zu Seiner Ehre einzusetzen. Es verlangt mich danach, Auswirkungen der Gaben der Heilung zu sehen, ebenso wie die Gabe der Erkenntnis, die Gabe der Wunderwirkungen und die anderen geistlichen Gaben.

Es gibt eine weitere geistliche Gabe, um deren Ausgießung ich den Herrn immer wieder mal bitte. Ich sehne mich danach, eine globale Ausgießung dieser Gabe des Heiligen Geistes zu sehen. Diese Geistesgabe, an die ich denke, wird von vielen als "nicht ganz so wichtig" eingestuft. Dies umso mehr, weil diese Gabe nicht so sichtbare Auswirkungen hat wie die Gabe der Heilung und nicht so hörbare Auswirkungen wie die Gabe der Zungenrede. Die Gabe, an die ich denke wird leicht übersehen, gering geachtet oder gar verachtet. Aber unsere Welt würde anders aussehen - besonders würden unsere Gemeinden anders aussehen - wenn Gottes Kinder diesen Schatz wertschätzen und sich danach ausstrecken würden. Ich rede von der Gabe der Barmherzigkeit.

Vielleicht meinen wir, dass doch eigentlich jeder Gläubige diese Gabe besitzt. Aber das entspricht nicht den Tatsachen. Richtig ist, dass wir alle dazu aufgerufen sind, hilfsbereit, rücksichtsvoll und liebevoll zu sein. Aber eine Person mit der Gabe der Barmherzigkeit hat ein höheres Maß an Mitgefühl, Sanftmut, Sympathie und Hilfsbereitschaft. Eine Person mit der Gabe der Barmherzigkeit bringt das Mitleid, die Sanftmut und Liebe Jesu mit besonderer Intensität zu denen, die verletzt und bedürftig sind. Sie tun, was sie tun im Namen Jesu, um Ihn zu verherrlichen.
  • Sie sehen - und empfinden - für den Fremden in ihrer Nachbarschaft, der mit Einsamkeit und Heimweh kämpft.
  • Sie sehen - und empfinden - den Arbeitslosen, der sich immer wieder vergeblich abmüht, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.
  • Sie sehen - und empfinden - für die, die von Kollegen, Nachbarn oder selbst von Glaubensgeschwistern missverstanden und gerichtet werden.
  • Sie sehen - und empfinden - für solche, die gemieden werden aus Gründen, zu denen sie sich nicht einmal äußern konnten.
  • Sie sehen - und empfinden - für die unverheiratete Mutter, die versucht, ihr Kind zu erziehen, den Lebensunterhalt zu verdienen und den Haushalt zu erledigen.
  • Sie sehen - und empfinden - für andere Nachfolger Jesu, die geistlich missbraucht und verletzt wurden von denen, die Vorbilder hätten sein sollen.
  • Sie sehen - und empfinden - für die Süchtigen … die Hoffnungslosen … die Hungrigen und Durstigen … das Mädchen, dass an den emotionalen Nachbeben einer Abtreibung leidet … oder die Millionen, die von Tragödien betroffen sind, die unseren Globus regelmäßig heimsuchen.
Wir brauchen eine ganze Armee von Jesus - Nachfolgern, die zum Vater im Himmel schreien, dass Er sie mit der Geistesgabe der Barmherzigkeit ausrüstet. Es ist keine spektakuläre Gabe. Sie wird oft im Verborgenen praktiziert, irgendwo in einer schmutzigen Ecke der Welt, in einem versteckten Raum, zu unmenschlichen Tageszeiten - und oft ohne Anerkennung. Manchmal wird die Ausübung dieser Gabe unsere Herzen schwer machen und unsere Hände schmutzig, denn es ist eine zeitaufwendige und praktische Gabe. Aber unsere Welt und unsere Gemeinden schreien nach Menschen, die diese Gabe haben und praktizieren. (w)

Sonntag, 15. Februar 2015

Herzliche Einladung zu einem Überraschungsgottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Eigentlich steht an dieser Stelle immer der Predigttext. Aber den kenne ich für heute selbst noch nicht. Unser Gottesdienst ist als Überraschungsgottesdienst angekündigt. Nicht, weil ich mich selbst und andere überraschen möchte, was das heutige Thema ist, sondern weil wir Prediger und Anbetungsteam von auswärts eingeladen haben. Der Predigttext ist also noch unbekannt - ABER: Es wird gut!!! Gott will uns alle überraschen. Komm! Du bist herzlich eingeladen. 

Um doch ein Wort aus der Bibel denen mitzugeben, die diesen Blog lesen und nicht kommen können, möchte ich einige Verse aus 1. Korinther hier abdrucken. Mir ist bewusst, dass Valentinstag gestern war. Aber Gottes Wort über die Liebe gilt alle Tage:

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht,
die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, 
sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
Die Liebe hört niemals auf
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1 Korinther 13:4-8a+13)

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 
Anbetung (Überraschungsgäste)
Predigt (Überraschungsgast)
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst

Auf Wunsch Gebet

Einladung zum Mittagessen


Beginn: 10:30 Uhr 

 

Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund


Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)  

57290 Neunkirchen-Zentrum
 
Sonntagszitat:


 "Es bedeutet mir sehr viel zu spüren, dass Gott mich liebt 
und mir immer wieder Kraft gibt. 
Die Beziehung zu Gott und seine unfassbare Liebe 
sind das Wichtigste in meinem Leben." 
(David Alaba, Spieler des FC Bayern München)

"Lasst uns nie vergessen, 
dass unsere Empfindungen über Sonntage 
ein sicherer Test des Zustandes unserer Seelen sind. 
Der Mensch, der kein Vergnügen daran finden kann, 
Gott einen Tag in der Woche zu geben, 
ist offensichtlich unpassend für den Himmel."
(John Charles Ryle)

Samstag, 14. Februar 2015

Valentinstag!

Ich geb’ zu: Manches, das eigentlich nicht zu übersehen ist, geht an mir vorbei. Vielleicht war das früher auch so mit dem Valentinstheater – ups – Valentinstag. Tatsache ist, dass ich lange Zeit nur einen Valentin kannte. Von dem hörte ich als junger Erwachsener, als ich in München wohnte. Sein Name war Karl Valentin und er war ein bayrischer Komiker.

Erst Jahre später, nachdem wir als Familie auf den Philippinen lebten, wurde ich mit der Tradition des Valentinstags bekannt. Ich hab mich dran gewöhnt.

Der Valentinstags wird auf die Sage von Valentin von Terni zurückgeführt. Valentin lebte im 3. Jahrhundert nach Christus und war Bischof von Terni, einer Stadt in Italien. Laut der Legende hatte der Bischof einige Verliebte christlich getraut. Unter ihnen waren Soldaten, die gemäß kaiserlichem Befehl der damaligen Zeit unverheiratet bleiben mussten. Auch hatte Valentin den frisch verheirateten Paaren Blumen aus dem eigenen Garten geschenkt. Nach der Überlieferung standen Ehen, die unter seinem Segen geschlossen wurden, unter einem guten Stern. Es war Kaiser Claudius II., der Bischof Valentins Märtyrertod befahl. Am 14. Februar 269 wurde er wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.   

So, jetzt wissen wir, woher der Brauch des Valentinstags kommt. Es ist der Tag der Liebenden. Man verschenkt am 14. Februar eine Rose, einen Kuss, eine Liebeserklärung oder ein Geschenk.Vielleicht auch alle vier!

Nur ist das immer so eine Sache mit diesen Eintagsfliegen. Anstatt seine Liebe gleichmäßig übers Jahr zu pflegen, konzentriert man sich auf einen Tag im Jahr, den man dann ganz romantisch verbringt – den Rest des Jahres lebt man wieder auf Sparflamme. Liebe aber muss genährt und gepflegt werden.

Gott IST Liebe. Liebe in Person. Gott schenkt Liebe, entfacht Liebe ganz neu, befähigt zu lieben, liebt selbst und definiert Liebe. Ja, ER definiert, was Liebe ist. Hier einige machtvolle Verse über die Liebe aus Seinem Mund. Wenn wir – weil es ja nun mal Gottes Worte sind, danach streben, auf diese Weise zu lieben, dann hat jede Beziehung eine Chance.

*Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
*Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
*Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben,
sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn 
zur Versöhnung für unsre Sünden.
*Denn so hat Gott die Welt geliebt, 
dass er seinen eingeborenen Sohn gab, 
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, 
sondern ewiges Leben hat.
*Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, 
daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
*Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, 
dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. 
Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
*Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander lieben sollt, 
damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. 
Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, 
wenn ihr Liebe untereinander habt.
*In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; 
in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor!
 (1 Johannes 4:8, 16, 10; Johannes 3:16; Römer 5:8; 1 Johannes 3:1; Johannes 13:34+35; Römer 12:10)

Freitag, 13. Februar 2015

Paraskavedekatriaphobie & Triskaidekaphobie - Freitag, der 13.

Endlich noch mal Freitag - und endlich noch mal der 13.!

Paraskavedekatriaphobie ist die Furcht vor dem Rüsttag vor dem Sabbat. Triskaidekaphobie wird die abergläubische Angst  vor der Zahl dreizehn genannt. (treiskaídeka = „dreizehn“; phobos = „Furcht“)  (aus: Wikipedia) 

Nicht überall gilt die 13 als Unglückszahl. Im Gegenteil, in manchen Völkern ist sie eine ausgesprochen willkommene Glückszahl.

Fast tragisch, dass Christen für die Entstehung der Unglückskonstellation verantwortlich sein sollen.  Nach christlicher Überlieferung ist Freitag der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, und beim letzten Abendmahl war der Verräter Judas der 13. im Bunde. Die Kombination dieser beiden Negative, Freitag und die Zahl 13, soll Unglück heraufbeschwören.

In unserer aufgeklärten(?) Welt sind es allerdings die Christen, die diesen Unsinn ablehnen und belächeln. Im säkularen Bereich misst man diesem mystischen Humbug viel mehr Gewicht bei. Fällt der 13. zum Beispiel auf einen Freitag, muss man an dem Tag mit bis zu 5% mehr Krankmeldungen rechnen. Manche Hochhäuser zählen ihre Etagen … 11 … 12 … 14 …und in manchen Hotelzimmern fehlt die Zimmernummer 13. Ich selbst bin wiederholt in Flugzeugen geflogen, in denen die Monteure die Sitzreihe 13 „vergessen“ hatten.

Interessanterweise haben Versicherungen in der Vergangenheit wesentlich weniger Schadensmeldungen verzeichnet als an anderen Tagen. Auch der ADAC hat an einem Freitag, dem 13. weniger Unfälle gezählt als an einem anderen Tag.

Christen sind Menschen, die Jesus nachfolgen, Jünger! Jünger Jesu wissen: Jesus geht voran und führt seine Kinder auf guten Wegen. Er bildet die Nachhut und hält uns den Rücken frei. Er hat Seine Hand auf uns gelegt und schützt uns vor den Angriffen des Bösen. Er ist der Fels, auf dem wir stehen. Nie führt Er uns in die Irre. Und führt Er uns tatsächlich mal auf Wegen, die wir nicht verstehen, ist Er absolut vertrauenswürdig, wenn Er uns versichert: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ (Römer 8:28)

Wenn Freitag wirklich der Todestag Jesu war, dann sollten wir ihn feiern, denn Sein Tod war stellvertretend für uns und „durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53:5) Wenn die Zahl 13 wirklich eine Bedeutung für Christen hat, dann sollte sie uns erfreuen und uns erinnern an die Beschreibung der Liebe im 13. Kapitel des Korintherbriefes: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Korinther 13:13)

Angst vor Freitag? Angst vor dem Dreizehnten? – Völlig überflüssig, wenn Jesus die Nr.1 ist! (ww)

Donnerstag, 12. Februar 2015

Jeremias 4. Predigt (1. Teil)

Wer heute die Götzen heidnischer Religionen als falsch bezeichnet und dazu aufruft, sich von ihnen zu trennen, muss damit rechnen, zum Abschuss freigegeben zu werden. Genau das aber war Jeremias Botschaft.

Mit seiner Predigt stand Jeremia ziemlich alleine auf einer Seite – fast das gesamte Volk einschließlich ihrer Leiter auf der anderen. Jeremia war Sprachrohr für Gottes heiliges Wort - aber ein ganzes Volk hörte lieber auf das unheilige Geschwätz falscher Propheten und gottloser religiöser Leiter. Der Philosoph R.W. Emerson beschreibt Jeremias Einstellung treffend: „Wer ein Mann sein will, muss ein Nonkonformist sein!“ In heutigem Deutsch: „Wer für seine Überzeugung stehen will, der darf sich nicht anpassen!“ 

Jeremia musste immer wieder bereit sein, allein zu stehen, sich nicht anzupassen und sich für Gott zu entscheiden. Was für eine vorbildliche Herausforderung an alle, die sich zu Gott bekennen.

Jeremias vierte Predigt beginnt mit der Aufforderung: Hört! Er sagt:

Vs 2: Hört auf die Worte dieses Bundes
Vs 3: Verflucht ist der Mann, der nicht hört auf die Worte dieses Bundes

Hier wird etwas deutlich von der Radikalität Gottes: Da gibt es Segen oder Fluch, heiß oder kalt; Gehorsam oder Ungehorsam; Glauben an den einen wahren Gott oder Unglauben, Nachfolge oder Stillstand - ganz oder gar nicht! Das sind keine populären Aussagen, die Jeremia in den Mund nehmen musste, aber er konnte nichts anderes predigen als das, womit Gott ihn beauftragte. Natürlich wollten seine Hörer das nicht hören. Sie suchten nach einem Mittelweg; irgendetwas zwischen Gehorsam und Sünde, zwischen dem wahren Gott und toten Götzen. Irgendetwas Halbes zwischen ganz oder gar nicht. Aber sie fanden nichts.

Als nächstes wunderten sie sich dann, wenn Gott tatsächlich zu dem stand, was Er gesagt hatte. Wären sie Ihm von Herzen gefolgt, hätte Er sie im Überfluss gesegnet. Da sie aber nur halbherzig folgten, stellten sie sich selbst unter das angekündigte Gericht. Ihre Entscheidung! Das hatten sie nicht erwartetund wunderten sich jetzt, wie ein guter, barmherziger Gott solch ein Gericht ausüben kann. – Hätten sie zugehört, hätten sie’s gewusst. Dann hätten sie den andern Weg gewählt und hätten sich über Quantität und Qualität des göttlichen Segens gewundert. 

Schließlich schreien sie zu Gott – und der erhört sie nicht mehr. Auch das muss die Menschen verwundert haben. Aber Jeremia zeigt auf, dass Gott keine Gebete erhört, die aus harten Herzen kommen. Wer nur zu Gott schreit, weil es ihm dreckig geht, ohne seine Wege zu ändern, muss nicht auf Gebetserhörung hoffen. Der Psalmist erkennt das, wenn er in Ps 66:18 schreibt: ‚Hätte ich Böses vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht erhört’

Jeremia macht deutlich: Die Gebete waren nur ein Versuch: Man schreit zu Gott – und wenn Gott nicht antwortet, geht man zu den Göttern zurück, anstatt von Herzen umzukehren.

Jeremia hat eine ernste Botschaft, die er an das Volk richtet. Es bringt ihm Hass, Gefängnis und Todesdrohungen ein. Seine Einstellung darf auch uns heute beeinflussen. Jeremia betet:

“Aber du, o Herr der Heerscharen, du gerechter Richter,
der du Nieren und Herzen prüfst: Laß mich deine Rache an ihnen sehen;
denn dir habe ich meine Rechtssache anvertraut!“

Lasst uns, wie unser biblisches Vorbild, das Wort Gottes mit Liebe und Klarheit verkündigen. Dass das den Zorn derer auf sich zieht, die anders denken und nicht hören wollen – den Zorn der Politiker und Religiösen (von den anderen ganz zu schweigen) – damit müssen wir rechnen.

Lasst uns dennoch die Wahrheit in Liebe und mit der Barmherzigkeit Gottes verkündigen. Und gleichzeitig den Gegenwind akzeptieren und mit Jeremia beten:

Herr der Engelheere, du gerechter Richter,
dir vertrauen wir unsere Sache an!“

Eine ausführliche Predigt zum Thema ist noch einige Tage im Seitenfenster zu finden!

Mittwoch, 11. Februar 2015

Der Prophet Hosea

Wer das Buch Hosea einmal in einem Rutsch liest, erhält einen Eindruck von dem, was Gott durch Leben und Botschaft des Propheten kommuniziert.

Gottes Propheten hatten einen hohen, noblen und göttlichen Auftrag. Sie hatten den wichtigsten und edelsten Ruf, den man sich vorstellen kann: Gottes Stimme zu sein, durch die Er Menschen und die Welt verändern wollte. Aber Gottes Propheten hatten kein einfaches Leben.

Jeremia war es verwehrt, zu heiraten. Er hatte keine Frau und keine Kinder.
Hesekiel war verheiratet, aber seine Frau starb als Zeichen und Illustration für Israel.
Hosea war verheiratet mit ... einer Nutte!

Nicht etwa, dass Hosea ein Hurer war. Er hatte sogar im Auftrag Gottes gehandelt, als er Gomer und ihre unehelichen Kinder kaufte und heiratete. Wie muss Hosea sich gefühlt haben? Aber zunächst schien alles gut zu gehen. Hosea und Gomer hatten drei gemeinsame Kinder. Alle drei erhielten Namen, die eine Botschaft Gottes an Israel darstellten.

Klingt nach einer positiven Entwicklung: Eine Hure wird freigekauft, nicht von irgendjemand, sondern von einem Propheten Gottes. Sie tritt ein in einen festen Ehebund, wird versorgt, wird schwanger, hat Familie, Sicherheit, ein normales Leben in einer frommen Familie und darf sich dort um ihre aufwachsenden Kinder kümmern. 
Dann geschieht es ...:

In Hosea 2:7 ruft Gott aus:
„(Sie) hat sich mit fremden Männern eingelassen. Sie ging mit ihnen ins Bett und dachte: 'Es lohnt sich, bei meinen Liebhabern zu bleiben, denn sie geben mir, was ich brauche: Brot und Wasser, Wolle und Flachs, Öl und Wein.'“

Rückfall ... Abfall ...Verfall ... Es fehlen die Worte. Hoseas Ehe zerbricht. Seine Frau verlässt ihn. Die Mutter seiner Kinder geht zurück auf den Strich, zurück zum Markt, wo sie ihren Leib für Geld an ihre Liebhaber verkauft. Sie gibt ihren Mann auf ... ihre erfahrene Wiederherstellung ... ihre Kinder ... ihr geregeltes Leben ... ihre Reinheit ... ihre Beziehung zu Gott. WIE KANN SIE SO ETWAS TUN? Wie kann sie sich und anderen so schaden? Wie kann sie dem, der sie aus dem Sumpf und dem Laster der Prostitution herausgeholt – herausgeliebt – hat, so brutal den Rücken kehren. Ohne Rücksicht auf Gefühle und Verluste?

Die Geschichte des Propheten Hosea mit seiner Frau Gomer ist die Geschichte Gottes mit Seinem Volk: aus purer Gnade erwählt – aus Liebe gerettet – aus dem schlimmsten Schlamm, der „schlammigen Grube“ herausgeholt – gewaschen – gereinigt – einen neuen Start geschenkt, „von Neuem geboren“ – in ein heilsames Familienumfeld gestellt ... eine endlos fortsetzbare Liste der Wohltaten Gottes.

Gottes Volk war „wie auf Wolke 7“. Jahrelang ging alles gut. Dann geschieht es! Gott erklärt: „Sie haben sich mit fremden Partnern eingelassen. Sie gingen mit ihnen ins Bett und dachten: „Es lohnt sich, bei meinen Liebhaber/innen zu bleiben, denn sie geben mir, was ich brauche“ (nach Hosea 2:7)

Das Buch Hosea erzählt die ergreifende Geschichte Gottes zu denen, die Er liebt – zu Israel, zu Dir und zu mir.

Die Geschichte hat ein „Happy end“.Zu den letzten Aussagen des Propheten gehören die Verse aus Kapitel 14:6-8:

Ich will für Israel sein wie der Tau; es soll blühen wie eine Lilie und Wurzel schlagen wie der Libanon. Seine Schößlinge sollen sich ausbreiten; es soll so schön werden wie ein Ölbaum und so guten Geruch geben wie der Libanon. Die unter seinem Schatten wohnen, sollen wiederum Getreide hervorbringen und blühen wie der Weinstock und so berühmt werden wie der Wein vom Libanon.

Dienstag, 10. Februar 2015

Unmöglich?

Es kommt mir so vor, als würde dieses Wort mehr und mehr aus unserem Wortschatz verdrängt. Forschung und Entwicklung machen vieles, ja, VIELES möglich, das man noch vor einer Generation als unmöglich bezeichnet hätte. Besuche auf dem Mond, Eine Raumsonde zum Mars (mittlerweile plant man die bemannte Raumfahrt zum Mars), Sieg über bestimmte Krankheiten, usw.

Dennoch gibt es in unserem Alltag Situationen, die uns wie unüberwindbare Berge erscheinen. Eine Sucht, die wir scheinbar unmöglich besiegen können, ein Test, den wir unter den gegebenen Umständen unmöglich bestehen können. Dann ist da die Rechnung, die wir bis zum Zahlungstermin unmöglich bezahlen können und die Krankheit, die wir unmöglich besiegen können.

Menschlich gesehen stimmt manches auch. Es gibt Unmöglichkeiten auf Erden und in unserem Leben, die es auch normalerweise immer geben wird – es sei denn, wir halten uns an Jesus. Jesus sagt: in Matthäus 28:18:
Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

Zu diesem Vers schreibt der berühmte Baptistenprediger aus dem vergangenen Jahrhundert: 

"Ihr habt einen Faktor hier, der absolut unbegrenzt ist. Was kümmern da irgendwelche anderen Faktoren in dieser Angelegenheit.  
"Ich werde tun, so viel, wie ich kann, sagen einige. 

- Das kann jeder Narr!
Wer an Christus glaubt, tut, was er nicht tun kann, unternimmt das Unmögliche und führt es aus."
 
Häufige Rückschläge und offensichtliches Versagen entmutigen nie den  echten Pionier. Gelegentliche Martyrien sind nur ein frischer Ansporn. Opposition ist ein Anreiz zu größerer Aktivität. Große Siege waren nie ohne große Opfer möglich.

In Lukas 18:27 sagt Jesus:
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.

In Lukas 1:37 hatte es bereits der Engel Gottes bezeugt:
Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

Im Alten Testament ruft Jeremia aus in 32:17: 
Ach, Herr, Herr, siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm; dir ist nichts unmöglich!

Und Gott selbst bestätigt in Jeremia Kapitel 32:27:
Siehe, ich, der Herr, bin der Gott alles Fleisches; sollte mir irgend etwas unmöglich sein?

Dem, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist und dem kein Ding unmöglich ist, dem wollen wir vertrauen; nicht auf unsere Unmöglichkeiten schauen, sondern auf Gottes Möglichkeiten. Das macht Mut zum Gebet! Und wir wollen IHM vertrauen, das Er mehr tun wird, als wir bitten und verstehen.