„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 9. Februar 2015

Vorbilder

Israel hatte die Wunder und Liebe Gottes erfahren wie kein anderes Volk. Und dennoch …
… dennoch verließen sie Ihn. Warum nur?
… dennoch fielen sie in gräulichsten Götzendienst. Warum?
… dennoch blieben sie dem guten Allmächtigen nicht treu. Warum?

Der Prophet Jeremia gibt die Antwort in Jeremia 9:13. Er sagte, das Volk lebte …
  „wie ihre Väter sie gelehrt haben.“

 Das war der springende Punkt! Gott hatte Seinem Volk aufgetragen, mit ihren Kindern fleißig und ohne Unterlass über Gott und Seine Wege zu reden: morgens beim Aufstehen, abends beim Schlafengehen, beim Spazierengehen – immer. Mit anderen Worten: Die Furcht und ein Gott wohlgefälliges Leben sollte den Kindern durch die Eltern vermittelt werden. Oder, wie es unsere Lokalzeitung vergangene Woche formulierte: „Kinder kopieren Verhalten der Eltern“

Die Götzen sind heute andere. Keiner hat heute einen Baalaltar oder einen Astarteschrein im Garten. Der Bibellehrer Wiesbe nennt die Götzen der heutigen Menschen beim Namen:

Was auch immer wir anbeten und wem anders wir auch immer dienen als dem wahren und lebendigen Gott, ist ein Götze, sei es ein luxuriöses Haus oder Auto, das neuste Zubehör für eine Stereoanlage, ein Boot, eine Bibliothek, ein Freund oder eine Freundin, unsere Kinder, eine Karriere oder ein Bankkonto. Das, worauf ich meine Aufmerksamkeit und Zuneigung richte, und dem ich zu opfern gewillt bin, das ist mein Gott, und wenn es nicht Jesus Christus ist, dann ist es ein Götze.“ (Zitat Ende)

Gott sagt: Die Kinder lernen von ihren Eltern. Jeremia sagt in Kapitel 7:18 (NLÜ)
 Die Kinder sammeln Holz, 
die Väter bauen damit die Scheiterhaufen für das Opferfeuer,
 und die Frauen kneten den Teig, 
um Kuchen für die Himmelskönigin zu backen.

Erschreckende Worte. Die Alten lebten den Jungen vor, wie man den Götzen ihrer Zeit diente. Und die Alten lebten den Jungen vor, dass der lebendige Gott nicht so wichtig war.

Solche Verse gehören zu den herausforderndsten für uns Väter oder auch Groß-väter. (Und ich meine, dass sich die Mütter nicht ausklinken müssen). Was – von Jesus – sehen unsere Kinder in uns. Welches Vorbild geben wir als bekennende Christen nicht nur unseren eigenen Nachkommen, sondern der nächsten Generation unseres Volkes. Was leben wir unseren Kindern vor? Was leben wir unseren Enkeln vor?

Die Israeliten schickten ihre Kinder Holz sammeln, damit die Alten ihren Götzen opfern konnten. Und die Kinder gewannen die Götzen ihrer Eltern lieb. Ein Artikel unserer Lokalzeitung schrieb kürzlich über das Fernseh- und Internetverhalten unserer Kinder: „Sie kopieren den ungesunden Lebensstil ihrer Eltern.“ Und ich frage mich: Erkennt die nachfolgende Generation in meinem Leben, dass Gott wichtiger ist als der Fernseher, … dass Er mehr Zeit verdient als der Computer? Bin ich von Gott und Seinem Werk so begeistert, dass die Begeisterung überspringt auf meine Kinder, oder steckt sie nur meine Begeisterung für Fußball, Computer und Autos an?

Die Kinder zu Jeremias Zeit folgten den Wegen ihrer Eltern – was die Liebe zu den Götzen anging und was die Gleichgültigkeit gegenüber dem lebendigen Gott anging 

Möge der Herr schenken, das Sein Volk heute sich unterscheidet von den Menschen damals.
... das unsere Kinder und Kindeskinder nicht den modernen Götzendienst von uns lernen.
... nicht die Liebe zum Auto ... zum Haus ... zum Fußball ... zur Absicherung ... zum Erfolg ... zum Ruhm ... zu sich selbst ...

Sondern dass wir durch unser Reden bezeugen, dass wir Gott dienen und durch unser Leben unterstreichen, was wir sagen. Mögen wir unseren Kindern durch unser Vorbild helfen, ihre Prioritäten richtig zu setzen: Gott zu gefallen!

Sonntag, 8. Februar 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext: 
Jeremia 11:1-23

1 Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging, lautete folgendermaßen:
2 »Hört auf die Worte dieses Bundes und redet zu den Männern von Juda und den Einwohnern von Jerusalem!
3 Und du sollst zu ihnen sprechen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Verflucht ist der Mann, der nicht hört auf die Worte dieses Bundes,
4 die ich euren Vätern geboten habe zu der Zeit, als ich sie aus dem Land Ägypten führte, aus dem Eisenschmelzofen, indem ich sprach: Hört auf meine Stimme und tut diese [Worte], ganz wie ich es euch gebiete, so sollt ihr mein Volk sein, und ich will euer Gott sein,
5 damit ich den Eid aufrechterhalte, den ich euren Vätern geschworen habe, ihnen ein Land zu geben, in dem Milch und Honig fließt, wie es heute der Fall ist!« Da antwortete ich und sprach: So sei es, Herr!
6 Darauf sprach der Herr zu mir: Verkündige alle diese Worte in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems und sprich: Hört auf die Worte dieses Bundes und tut sie!
7 Denn ich habe euren Vätern eindringlich bezeugt von dem Tag an, als ich sie aus dem Land Ägypten heraufführte, bis zu diesem Tag, indem ich mich früh aufmachte und es [immer wieder] bezeugte und sprach: »Hört auf meine Stimme!«
8 Aber sie haben nicht darauf gehört; sie haben mir kein Gehör geschenkt, sondern jeder von ihnen wandelte nach dem Starrsinn seines bösen Herzens; darum brachte ich alle Worte dieses Bundes über sie, die zu halten ich ihnen befohlen habe, die sie aber nicht gehalten haben.
9 Und der Herr sprach zu mir: Es besteht eine Verschwörung unter den Männern von Juda und unter den Bewohnern von Jerusalem.
10 Sie sind zu den Sünden ihrer Vorväter zurückgekehrt, die sich geweigert haben, meinen Worten zu gehorchen; sie selbst sind auch fremden Göttern nachgefolgt und haben ihnen gedient. Das Haus Israel und das Haus Juda haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe!
11 Darum, so spricht der Herr: Siehe, ich will ein Unheil über sie bringen, dem sie nicht werden entfliehen können; und wenn sie dann zu mir schreien, werde ich sie nicht erhören.
12 Dann werden die Städte Judas und die Bewohner Jerusalems hingehen und die Götter anrufen, denen sie geräuchert haben, aber sie werden sie zur Zeit ihres Unheils keineswegs erretten können.
13 Denn so viele Städte du hast, Juda, so viele Götter hast du auch, und so viele Straßen es in Jerusalem gibt, so viele Altäre habt ihr der Schande errichtet, Altäre, um dem Baal zu räuchern!
14 Du aber sollst für dieses Volk nicht beten und für sie weder Flehen noch Fürbitte erheben, denn ich werde keineswegs erhören zu der Zeit, wenn sie wegen ihres Unheils zu mir rufen werden.
15 Was geschieht meinem Geliebten in meinem Haus? Es werden von den Großen gegen ihn böse Anschläge geschmiedet. – Wird das heilige [Opfer-]Fleisch etwa deine Bosheit von dir wegnehmen? Dann kannst du ja frohlocken!
16 »Einen grünen Ölbaum mit schöner, wohlgestalteter Frucht« hat dich der Herr genannt. Mit mächtigem Brausen legt er nun Feuer an ihn, und seine Äste krachen.
17 Denn der Herr der Heerscharen, der dich pflanzte, hat dir Unheil angedroht wegen der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses Juda, die sie verübt haben, um mich zu erzürnen, indem sie dem Baal räucherten.
18 Und der Herr hat mich dies wissen lassen, so daß ich es erkannte; damals hast du mir ihr Treiben offenbart.
19 Ich aber war wie ein zahmes Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wußte nicht, daß sie solche Anschläge gegen mich schmiedeten: »Laßt uns den Baum samt seiner Frucht verderben und ihn aus dem Land der Lebendigen ausrotten, daß nicht mehr an seinen Namen gedacht werde!«
20 Aber du, o Herr der Heerscharen, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst: Laß mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Rechtssache anvertraut!
21 Darum, so spricht der Herr über die Männer von Anatot, die dir nach dem Leben trachten und sagen: »Du sollst uns nicht mehr im Namen des Herrn weissagen, sonst mußt du durch unsere Hand sterben!«
22 Darum, so spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich will sie heimsuchen; die jungen Männer sollen durchs Schwert umkommen, und ihre Söhne und Töchter sollen vor Hunger sterben,
23 und es soll ihnen kein Überrest verbleiben; denn ich will Unheil über die Männer von Anatot bringen im Jahr ihrer Heimsuchung!


Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 
Anbetung
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen

Beginn: 10:30 Uhr 

 
Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund

Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)  
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:
 "Die Menschen werden leicht Verächter der Güte Gottes, 
solange sie des göttlichen Gerichtes nicht innewerden." 
(Johann Albrecht Bengel)

Bei einem Waldbrand gibt es immer eine Stelle, 
die das Feuer nicht mehr erreicht: 
den Platz, den das Feuer schon ausgebrannt hat. 
Golgatha ist die Stelle, 
wo das Feuer vom Gericht Gottes über unsere Sünde 
schon ganz erloschen ist. 
(Corrie ten Boom)

Samstag, 7. Februar 2015

Abtreibung (4)

Hier im Himmel (Fortsetzung vom Tagebuch eines Ungeborenen)

Jetzt bin ich im Himmel und sitze auf Jesu Schoß. Er liebt mich und ist mir ganz nah. Ich wäre so gerne Dein kleines Mädchen gewesen und verstehe eigentlich nicht so richtig, was passiert ist.


Ich war so aufgeregt, als ich feststellte, dass ich zu existieren begann. Ich befand mich in einem dunkeln, aber wohligen Raum. Ich merkte, dass ich Finger und Zehen hatte. Ich war schon ziemlich weit entwickelt, wenn auch noch nicht bereit, meine Umgebung zu verlassen. Die meiste Zeit verbrachte ich damit, nachzudenken und zu schlafen. Schon zu Anfang an fühlte ich mich ganz tief mit Dir verbunden.

Manchmal hörte ich Dich weinen und habe mit Dir geweint. Manchmal hast Du geschrieen oder sehr laut gesprochen und dann geweint. Und ich hörte, wie Papa zurück schrie. Ich war traurig und hoffte, es würde Dir bald besser gehen. Ich habe mich gefragt, warum Du wohl soviel weinen musstest, einmal hast du den ganzen Tag geweint. Es tat mir in der Seele weh. Ich konnte mir nicht vorstellen, was Dich so unglücklich machte.

An genau diesem Tag passierte etwas ganz schreckliches. Ein gemeines Monster kam in diesen warmen, bequemen Ort, an dem ich mich befand. Ich hatte schreckliche Angst und begann zu schreien, aber es kam kein Laut über meine Lippen. Das Monster kam immer näher und näher und ich schrie immer wieder: " Mami, Mami, hilf mir bitte, hilf mir! "

Entsetzliche Angst war alles, was ich fühlte. Ich schrie und schrie, bis ich nicht mehr konnte. Dann riss das Monster mir den Arm aus. Es tat so weh, ein unbeschreiblicher Schmerz. Und es hörte gar nicht auf. Oh wie ich bettelte, es möge aufhören! Voller Entsetzen schrie ich, als das unerbittliche Monster mir ein Bein ausriss. Trotz unsäglicher Schmerzen wusste ich, dass ich im Sterben lag. Ich wusste, dass ich nie Dein Gesicht sehen oder von Dir hören würde, wie sehr Du mich liebst. Ich wollte alle Deine Tränen versiegen lassen und hatte so viele Pläne, Dich glücklich zu machen - nun konnte ich das nicht mehr, meine Träume wurden zerschlagen.

Obwohl ich schreckliche Schmerzen und Angst hatte, spürte ich vor allem mein Herz brechen. Mehr als alles andere wollte ich Deine Tochter sein. Doch nun war es vergebens, denn ich starb einen qualvollen Tod. Ich konnte nur ahnen, was für schlimme Dinge sie Dir angetan hatten. Bevor ich ging, wollte ich Dir sagen, dass ich Dich liebe, aber ich kannte die Worte nicht, die Du verstehen konntest. Und bald darauf hatte ich auch nicht mehr den Atem, um sie auszusprechen. Ich war tot. Ich fühlte, wie ich in die Höhe stieg. Ich wurde von einem riesigen Engel zu einem großen, wunderschönen Ort hinaufgetragen. Ich weinte noch immer, aber der körperliche Schmerz war verschwunden. Der Engel brachte mich zu Jesus und setzte mich auf seinen Schoß. Jesus sagte mir, dass er mich liebt und dass Gott mein Vater ist.

Da war ich glücklich. Ich frage ihn, was denn dieses Ding war, das mich getötet hatte. Er antwortete: " Abtreibung. Es tut mir so leid, mein Kind, denn ich weiß, wie sich das anfühlt. " Ich weiß nicht, was Abtreibung ist; vermutlich ist das der Name des Monsters.

Ich schreibe, um Dir zu sagen, dass ich Dich liebe und wie gerne ich Dein kleines Mädchen gewesen wäre. Ich habe mit aller Kraft versucht, zu leben. Ich wollte leben. Den Willen hatte ich, aber ich konnte nicht, das Monster war zu stark. Es war unmöglich zu leben. Ich wollte nur, dass Du weißt, dass ich es versucht habe, bei Dir zu bleiben. Ich wollte nicht sterben. Also, Mami, bitte hüte Dich vor diesem Monster Abtreibung. Mami, ich liebe Dich und will auf keinen Fall, dass Du dieselben Schmerzen durchmachen musst, wie ich.
Bitte pass auf Dich auf!

In Liebe, Dein Baby

http://www.erdbeerlounge.de/erdbeertalk/Hier-im-Himmel-fortsetzung-von-Tagebuch-eines-ungeborenen-Kindes-_t194805s

Freitag, 6. Februar 2015

Abtreibung (3)

Tagebuch eines Ungeborenen (Autor unbekannt)

3.Oktober
Heute hat ein Leben begonnen. Vater und Mutter wissen es noch nicht. Ich bin kleiner als ein Stecknadelkopf, und doch bin ich schon ein selbständiges Wesen. Alle meine körperlichen und seelischen Anlagen sind bereits festgelegt. Zum Beispiel werde ich die Augen von meinem Vater und das lockige Haar von meiner Mutter haben. Auch das ist entschieden: Ich werde ein Mädchen sein...

19. Oktober
Meine erste Blut und Gefäßwandzellen, meine ersten Adern entstehen. Da meine Organe noch nicht voll ausgebildet sind, muss mich Mutter durch ihr Blut in Stoffwechsel und Kreislauf unterstützen. Wenn ich geboren bin, brauche ich dann nur noch die erste Zeit ihre Milch.

23.Oktober
Mein Mund öffnet sich nach außen. Übers Jahr werde ich schon lächeln, wen die Eltern sich über mein Bettchen beugen. Mein erstes Wort wird "Mama" sein...

25. Oktober
Mein Herz hat zu schlagen begonnen. Es wird pausenlos seinen Dienst tun, ohne je auszuruhen, bis an mein Lebensende. Es ist ein großes Wunder!

2. November
Meine Arme und Beine beginnen zu wachsen. Allerdings, bis sie fertig ausgebildet und dann so richtig brauchbar sein werden, das wird, auch wenn ich schon geboren bin, noch eine gute Weile dauern...

12. November
Jetzt beginnen aus meinen Händen die Finger zu sprießen. Mit ihnen werde ich mir die Welt erobern und mit meinen Mitmenschen Freundschaft schließen...

20. November
Heute hat meine Mutter vom Arzt erfahren, dass sie mich unter dem Herzen trägt. Wie gross muss ihre Freude sein?

25. November
Jetzt könnte man es mir schon ansehen, dass ich ein Mädchen sein werde. Sicher denken meine Eltern darüber nach, wie ich heißen soll. Könnte ich es doch schon erfahren!

28. November
Meine sämtlichen Organe sind voll ausgebildet. Ich bin sehr viel größer geworden.

10. Dezember
Ich bekomme Haare und Augenbrauen. Wie wird sich meine Mutter freuen über ihr blondes Töchterlein!

13. Dezember
Bald werde ich sehen könne, Meine Augen sind nur mehr durch eine Naht verschlossen. Licht, Farbe, Blumen ? es muss herrlich sein! Am meisten freue ich mich darauf, meine Mutter zu sehen ? Wenn es nicht solange dauern würde! Noch über 6 Monate...

24. Dezember
Mein Herz ist voll ausgebildet. Es soll Bébies geben, die mit einem kranken Herzen zur Welt kommen. Dann werden ungeheure Anstrengungen gemacht, um sie durch eine Operation zu retten. Gott sei Dank, mein Herz ist gesund, ich werde ein kräftiges Menschenkind sein. Alle werden sich freuen.

28. Dezember
Heute hat meine Mutter mich abgetrieben.*

Du hast mich geschaffen - meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast - das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter3, da war ich dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben - noch bevor einer von ihnen begann! (Psalm 139:13-16)

(Morgen: Hier im Himmel (Fortsetzung von Tagebuch eines Ungeborenen und vorerst letzter Beitrag zum Thema)

Donnerstag, 5. Februar 2015

Abtreibung (2)

Im vergangnen Jahr verloren ca 100 000 Babys offiziell ihr Leben, bevor sie es auf der Welt beginnen konnten. 273 pro Tag, über 11 pro Stunde. Wenn Du diese Seite gelesen hast, ist ein weiteres Baby hinzu gekommen. Das sind die offiziellen Zahlen. Die Dunkelziffer liegt höher.

Was veranlasst Frauen und Männer, sich für eine Abtreibung zu entscheiden? Oft heißt es, Vergewaltigungsopfer müssten das Recht auf Abtreibung haben. Tatsache ist: Nur 0.01% aller Abtreibungen im vergangenen Jahr sind durch Vergewaltigung begründet (kriminologische Indikation). Eine medizinische Indikation war die Begründung in 2,99% aller Fälle. Das bedeutet, dass Gefahr besteht für eine seelische oder körperliche Beeinträchtigung der Mutter. In 97% aller Fälle wurde abgetrieben ohne stichhaltige Begründung. Man unterzog sich der Pflichtberatung und ließ die Abtreibung von einem Arzt vornehmen.

Juristisch gesehen ist eine Abtreibung rechtswidrig, aber straffrei. (Darüber möchte ich mich jetzt nicht auslassen, frage mich allerdings, warum diese Art der Straffreiheit bei der Tötung von Leben im Mutterleib angewendet wird, bei der Tötung außerhalb des Mutterleibs jedoch nicht.) Lediglich medizinische und kriminologische Indikation sind nicht als rechtswidrig eingestuft, was im letzten Jahr ganze 3% aller Abtreibungen betraf.

Das sind einige Fakten.*  Fakt ist ebenfalls, dass viele Mediziner heute ausdrücklich und wiederholt zu Abtreibungen behinderter Kinder raten, weil Ärzte Eltern nicht ausreichend auf die Möglichkeit der Abtreibung hingewiesen hatten, und dann zu Unterhaltszahlungen verurteilt wurden.

All das ist schrecklich! Es ist tragisch und man kann dankbar sein für verschiedene, oft christliche Organisationen, die sich gegen Abtreibungen stark machen. Allerdings gilt es, wie bei vielem im Leben, sich nicht nur gegen etwas Verwerfliches stark zu machen,  sondern sich gleichzeitig für eine gute Alternative einzusetzen.

Als Jesusjünger dürfen wir hier nicht untätig bleiben. Von Papst Pius XII stammen die Worte: „Wenn gute Menschen nichts tun, wächst das Böse!“  Das Minimum sollte sein, dass wir bekannt sind als solche, die Jesus und unseren Nächsten lieben, als solche, die Sünder, Kranke und Verzweifelte mit DEM in Verbindung bringen können, der helfen kann. Und ER kann helfen. Er kann helfen, wenn es noch nicht zu spät ist und Er kann auch dann helfen, wenn es (scheinbar) zu spät ist. Und er hilft durch uns: Seine Liebe durch uns an die Betroffenen, Seine Worte durch uns an die Ratsuchenden, Sein Weg der Vergebung durch uns an die schuldig Gewordenen, Seine praktischen Taten der Fürsorge durch uns an die in Not Geratenen. Lasst uns die Hände Jesu, Seine Ohren und Seine Worte sein.

"Denn der HERR, dein Gott,  ist ein barmherziger Gott; 
Er wird dich nicht verlassen." (5. Mose 4, 31)

 Hilfreiche Webseiten:

Mittwoch, 4. Februar 2015

Abtreibung (1)

In einigen Einträgen soll’s um das Thema „Abtreibung“ gehen, hoffentlich nachdenkenswert und abwechslungsreich genug um jeden Tag den Blog zu lesen.

In einem Forum las ich folgenden Satz: „Ich wünschte, meine Mutter hätte abgetrieben. Sie hat mir immer nur Vorwürfe gemacht, dass ich ihr Leben zerstört hätte. Sie hat mich oft nächtelang allein gelassen. Wenn ich mit einem Problem zu ihr kam schrie sie mich nur an. Ich leide heute unter Magersucht und Depressionen und würde mir wünschen ich wäre abgetrieben worden, damit ich nicht diese Schmerzen fühlen muss.“

Dass Menschen, die so aufwachsen, eine andere Einstellung zum Leben haben, ist sehr traurig, aber irgendwo verständlich. Umso wichtiger, früh anzusetzen beim Einsatz für das Leben und gegen Abtreibung. Die Lebenden mit dem Lebendigen, dem liebenden, helfenden und tröstenden Gott bekannt zu machen, ist sicher die beste und schönste Vorbeugung gegen Abtreibung.

Wer nie in die Enge getrieben wurde, weiß nicht, wie es sich anfühlt, in der Enge zu sitzen. Aus diesem Grund geht es in den nächsten Tagen weder um eine Verurteilung, noch darum, irgend jemandem ein schlechtes Gewissen zu machen. Worum es geht ist: Zum Nachdenken und Helfen anzuregen und Hoffnung zu machen.

Offensichtlich sind die Zukunftsaussichten eines Ungeborenen immer hypothetisch. Was nach einem gesunden Kind aussieht, das in ein einladendes Umfeld hineingeboren wird kann genauso daneben gehen wie das Gegenteil. So wird von einem Medizinprofessor berichtet, der eine Anfrage an seine Studenten stellte: „Was würden Sie tun in dem Fall, in dem ein syphiliskranker Vater und eine tuberkulosekranke Mutter ihr 5. Kind erwarten? Ihr erstes Kind ist blind, das 2. starb, ihr 3. Kind ist taub, das 4. teilt die Tuberkulose der Mutter.“ Nachdem die Entscheidung der Studenten für eine Abtreibung gefallen ist, meint der Professor: Gratuliere! Sie haben soeben Beethoven ermordet.“  

Wie gesagt: Die Zukunftsaussichten eines Ungeborenen sind immer hypothetisch. Das Leben der Menschen ist in Gottes Hand. Er gibt Leben und Er hat das Recht, es wieder zu nehmen.

Aber Er schenkt auch Vergebung, Heilung und Neuanfang – jedem, der Ihn darum bittet!

„Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht?
Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde.“ (Jesaja 43:19)

Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung;
das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2 Korinther 5:17 (w)

Dienstag, 3. Februar 2015

Sung & Lloyd-Jones

Noch einmal möchte ich zurückkommen auf einen Artikel von Benedikt Peters über das Gebet. (Quelle)  In den vergangenen beiden Beiträgen ging es um den „Betenden Hyde“ und um den indischen Christen, Bakht Singh. Heute ein paar mutmachende Zeilen über zwei weitere Christen. Nie sollten wir Menschen bewundern. Wir sollten immer aufblicken zu Jesus. Er macht normale Menschen wie uns zu Menschen, die Er gewaltig gebrauchen kann. Und immer spielt Gebet dabei eine Rolle. Peters schreibt:

John Sung war der große Evangelist der Erweckung 1927–1937 in China. Tausende und Abertausende kamen in den 13 Jahren seines Wirkens in China zum Glauben. Über ihn schrieb der Missionar Boon Mark, der ihn während zweier Evangelisationen aus der Nähe kennengelernt hatte: „Er redet wenig, er predigt mehr, aber am meisten betet er“ (Lyall, S. 168)

Martyn Lloyd-Jones war der vielleicht größte Verkündiger und Evangelist Großbritanniens im 20. Jahrhundert. Man kann mit einem gewissen Recht sagen, er sei für die englischsprachige Welt in seinem Jahrhundert das gewesen, was Spurgeon für das 19. war. Über ihn sagte seine Frau Bethan einmal: „Niemand wird meinen Mann wirklich verstehen, ehe er begriffen hat, dass er zu allererst ein Mann des Gebets ist, erst dann ein Evangelist.“

1974 sagte M. Lloyd-Jones während einer Pastorenkonferenz in Bala (Wales): „Die beiden größten Zusammenkünfte meines Lebens waren beides Gebetsversammlungen. Um alles in der Welt würde ich sie nicht verpasst haben wollen.“

Manche Leser werden durch solche Zeilen frustriert. Sie sagen sich: „Dahin komme ich nie. Das waren so besondere Menschen, dass man ihre Geistlichkeit nie erreichen kann.“

Nun, auch John Sung und Martyn Lloyd-Jones waren verlorene Sünder, die sich aus der Finsternis zum Licht bekehrt haben. Und dann sind sie Jesus nachgefolgt, haben die Nachfolge und den Glauben „eingeübt“ und haben es gelernt, mit ihrem Gott im  Himmel zu kommunizieren. Und der kommuniziert zurück (wie Er das eben tut, wenn Seine Kinder mit Ihm reden).

John Sung: „Am meisten betet er.“
Martyn Lloyd-Jones:” Zu allererst ist er ein Mann des Gebets, erst dann ein Evangelist.“

Mach mit! Bete mit! Bete alleine! Bete mit anderen! Bete! Gott hat Großes vor!

Montag, 2. Februar 2015

Jeremias 3. Predigt

Der amerikanische Schriftsteller Henry David Thoreau lebte vor 200 Jahren und schrieb als 34-Jähriger in sein Tagebuch: „„Je mehr wir über die Menschen in der Antike herausfinden, desto mehr erkennen wir, dass sie wie die Leute von Heute sind.“

Ein Satz mit hohem Wahrheitsgehalt. Was Jeremia vor 2500 Jahren verkündigt hat, passt genau in unsere Zeit. Es war eine religiöse Zeit, in der die Menschen „offen“ waren für die Lehren anderer Religionen und dafür mehr als bereit waren, Kompromisse einzugehen und Abstriche zu machen von ihrem eigenen Glauben. Als Jeremia die Pseudo-Religiosität des Volkes Gottes anprangerte und sie zur Kompromisslosigkeit aufrief, liefen Politik und Religion Amok gegen ihn: „"Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns," argumentierte man fromm. Aber Gott muss ihnen sagen: Siehe, das Wort des Herrn haben sie verworfen. Und was für eine Weisheit haben sie nun?“ (Jeremia 8:8+9)

Der Theologe Warren Wiersbe sagt dazu: „Jede Theologie, die Gottes Heiligkeit klein macht und die bewusst begangene Sünden des Volkes toleriert, ist eine falsche Theologie.“

Theologische Vermischung, Kompromisse und leere, religiöse Zeremonien erreichen keine Herzen und verändern keine Leben. Aber in vielen Gemeinden sitzen heute wie damals Menschen, die Sünde und Not mitgebracht haben (so weit – so gut) die aber nichts davon an Gott abgeben, weil sie ihre Sünden und Kompromisse vielleicht sogar noch liebhaben. Sie gehen wieder so nach Hause, wie sie gekommen sind. Wer aber die Heiligkeit Gottes missachtet, sein Wort verwirft und an einem Leben im Kompromiss festhalten, der wird langsam immer härter. Jeremia beschreibt eine schreckliche Situation. Wer lange genug Gottes Werben und Einladen verwirft, wacht eines Morgens auf und hört nichts mehr. Kein Einladen mehr, kein Werben mehr. Zu spät! Was bleibt sind die verzweifelten Worte der Erkenntnis: „Die Ernte ist vorüber, der Sommer ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet!"

Zu lange hatte man sein Herz verhärtet, zu lange geglaubt, Gott würde ewig einladen und nähme es nicht so genau. Darum hat mein sein eigenes Gewissen immer wieder vergewaltigt und zum Schweigen gebracht. Bis man die Worte Jesu hören muss:

 „Wie oft habe ich (dich) sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel,
 und (du hast) nicht gewollt!“ (nach Lukas 13:34)

Gott hat sich nicht geändert! Er wirbt, Er lädt ein und Er beschenkt. Aber Er warnt auch. Er warnt, nicht leichtfertig an Kompromissen festzuhalten und sich zu verhärten. Denn niemand möchte eines Morgens aufwachen und feststellen, dass die Möglichkeit zur Umkehr vorüber ist. Wer aber bereit ist, sich auf die Verheißungen Gottes zu verlassen und Kompromisse aufzugeben, der wird in Jeremias Jubelruf in Kapitel 10:6 einstimmen:

Doch dir, o Herr, ist niemand gleich! Groß bist du,
und groß ist dein Name an Macht!

Niemand ist Gott gleich! 2 Mo 15:11 stellt die Frage:

Wer ist dir gleich, herrlich in Heiligkeit,
furchtgebietend in Ruhmestaten, Wunder vollbringend?

In Ps 86:8-10 singt der Psalmist:

Dir, Herr, ist keiner gleich unter den Göttern, und nichts gleicht deinen Werken! Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, o Herr, und deinem Namen Ehre geben; denn du bist groß und tust Wunder, du bist Gott, du allein!

Schlussendlich werden die Menschen der Vorantike – der Antike – und der Jetzt-zeit zu Jesus kommen und Ihn anbeten.
Jedes Knie wird sich beugen, jede Zunge bekennen, dass Jesus der Herr ist. Keiner ist Ihm gleich!

  • Keiner, der den Elenden aus der Hand Satans errettet!
  • Keiner, der Gefangenen befreit!
  • Keiner, der Sünde vergibt!
  • Keiner, der seinen Zorn durch Barmherzigkeit ablöst!