„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 9. Juli 2014

Gott hört - und handelt!

In einer der letzten HMK Zeitschriften (Link hier) berichtet Friedhelm Appel von einer ihm bekannten, gläubigen Krankenschwester, die in einem Seniorenheim tätig ist. Ihre Erfahrung ist, dass viele Menschen im Alter nachdenklich werden. Sie prüfen ihre bisherigen Werte und forschen, ob ihre Lebenswerte für gute Tage auch in den schwachen Tagen des Alters tragfähig sind. Und so kommt es immer wieder zu Fragen der Senioren/innen an die Krankenschwester, die zu Gesprächen führen über Jesus, das Leben nach dem Tod und der Bitte um Gebet. Das aber ist in unserem Land nicht mehr so einfach.

Ungeschriebene Gesetze, manchmal auch geschriebene, verbieten das Gespräch über den Glauben und das Gebet für andere. Appel schreibt: „Man kann am Arbeitsplatz über alles Mögliche reden: Kochrezepte, Filme oder Fußball. Aber als die Krankenschwester über den Glauben sprach und auch mit Heimbewohnern beten wollte, da wurde ihr das verboten und eine Abmahnung angedroht.“

Aber Gott hört und sieht sowohl die Hindernisse für unser Zeugnis als auch die Herzen, die sich nach Antworten und Halt sehnen. Das Problem im Seniorenheim löst der Herr, indem ein anderer Christ von der Heimleitung offiziell als Seelsorger anerkannt wird. Hand in Hand können dann die Krankenschwester und der Seelsorger für Jesus arbeiten.

Was für eine herrliche Illustration der Tatsache, dass Gott hört. Er erhört ausgesprochenes Gebet (wie es die Krankenschwester sicher getan hat) und Er erhört die unausgesprochenen Schreie der Herzen (der Senioren). Gott hört – und handelt. Der Christin wurde zunächst ein Hindernis in den Weg gelegt. Aber in Gottes Wort heißt es (Psalm 18:30):

Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen
und mit meinem Gott über Mauern springen.

Was sind die Mauern in Deinem Leben? Was ist die Mauer, die Dir heute am meisten Sorge macht? „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ ruft Gott Dir zu (Ps 50:15).

Geh Deinen Weg mit Jesus – und Du wirst vor Mauern stehen.
Rufe Jesus an in der Not und Er wird Dir helfen!
Mit Deinem Gott kannst Du über Mauern springen!
Gott hört - und handelt!

Dienstag, 8. Juli 2014

Blockaden

Und Jesus ging in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und er stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer. Und er ließ nicht zu, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug. (Markus 11:15+16)

Der Tempelbezirk bestand aus verschiedenen Bereichen. Zum Judentum übergetretene Heiden durften zwar nicht in den Vorhof der Juden, aber sie durften den Gott Israels suchen und anbeten im Vorhof der Heiden. Nur konnten sie nicht – denn der war belegt von jüdischen Händlern und Geldwechslern, die diesen Vorhof, der ja „nur“ für die Heiden war, fürs Geschäft belegten.

Genau darum geht Jesus auf die Barikaden. Der Vorhof der Heiden, eine Gebetsstätte für gläubig gewordene Fremdlinge, war zu einem jüdischen Basar geworden. Die einen kauften, andere verkauften, wechselten Geld oder nutzten den Vorhof als Abkürzung, um ihre Lasten irgendwohin zu tragen. Das durfte nicht sein. Bethaus sollte Bethaus sein!

Immer wieder finden wir in der Bibel, dass der Platz oder die Stunde des Gebets belegt wurde von etwas anderem. Hier in Markus 11 weicht der Platz des Gebets dem Platz des Geschäfts. 
Aber es war nicht immer nur der Basar, der das Gebet verhinderte.

In Matthäus 26:40 ist Jesus mit 3 Jüngern im Garten Gethsemane. Er hatte gehofft, die 3 würden ihm in der Stunde größter Versuchung beistehen. Aber ... wir kennen die Geschichte. Es heißt:

Und er kam zu seinen Jüngern 
und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: 
Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?

Hier sind Ort und Zeit des Gebets nicht dem Basar zum Opfer gefallen, sondern dem Schlaf. Ich muss bekennen, dass ich mit Scham über die Gemeinde in Südkorea gelesen habe. Die Gemeinde in Südkorea gehört zu den evangelikalsten Gemeinden in ganz Asien. Sie haben die frühere buddhistische Kultur Koreas beeinflusst. Korea ist die zweitstärkste sendende Gemeinde in der Welt. Wie kommt das? Nun, Koreas Gemeinde ist dafür bekannt, eine betende Gemeinde zu sein. Es heißt:

In Korea ist es für viele Gemeindemitglieder normal, früh ins Bett zu gehen, so dass sie um 4 Uhr aufstehen können, um am gemeinsamen Gebet teilzunehmen. Oft werden Freitagnächte durchgebetet.

In Markus 11 fällt das Gebet dem Geschäft zum Opfer, in Matthäus 26 dem Schlaf und in Apostelgeschichte 16 lesen wir von einem ganz anderen Phänomen. Da heißt es bei Paulus’ Ankunft in Philippi:

“Und am Sabbattag gingen wir vor die Stadt hinaus,
an den Fluß, wo man zu beten pflegte;
und wir setzten uns und redeten zu den Frauen,
die zusammengekommen waren.“

Hier war der Platz des gemeinsamen Gebets und Treffens zu einem Frauenkreis geworden. Wo waren die Männer?

Bibelstellen wie diese erinnern mich jedes Mal neu, wie angefochten meine persönliche Gebetszeit ist und wie angefochten die Gebetszeit der Gemeinde ist. Alle Hindernisse kann man (könnte ich jedenfalls) so klug, wohllautend und sinnvoll begründen und entschuldigen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich im Himmel ein einziges Wort der Erklärung rausbringen werde. Bestenfalls werden es Worte des herzlichen Bedauerns sein.

Vielmehr möchte ich mich von Jesus einladen lassen, die Blockaden hinter mir zu lassen und Seine Einladung anzunehmen (Markus 6:31):

Und er sprach zu ihnen: Kommt ihr allein abseits
an einen einsamen Ort und ruht ein wenig!

Montag, 7. Juli 2014

Golfbälle und ein Krug Wasser

Folgende Kurzgeschichte fiel mir kürzlich in die Finger. Ich gebe sie hier sinngemäß weiter.

Der Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Dann fragte er die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.

Als Nächstes nahm der Professor einen Behälter mit kleinen Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er rüttelte sachte den Topf und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten stimmten zu.

Der Professor nahm als Nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Als er erneut fragte, ob der Topf nun voll sei, wiederholten die Studenten ihr einstimmiges "ja". Da holte der Professor einen Krug mit Wasser unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

"Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, "ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch ausgefüllt wäre. Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort, "hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle.“

Eine tolle Weisheit und eine einleuchtende Illustration! Für uns Jesusjünger müsste noch eine weitere Kategorie am Anfang geschaffen werden. Vielleicht ein Handball, der den „Topf des Lebens“ schon deutlich ausfüllt, bevor dann die Golfbälle, die wichtigen Dinge des Lebens hinzu kommen.

In unserem Leben als Jesusjünger gibt es nur eine #1: Jesus. Jesus sagt in Matthäus 10:37:

“Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,
der ist meiner nicht wert;
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,
der ist meiner nicht wert.“

Wenn wir unser Leben investieren in die wichtigen Dinge des Lebens, werden wir keinen Platz mehr haben für die Hauptsache unseres Lebens: Jesus. Jesus den Hauptinhalt unseres Lebens sein zu lassen, bringt weder Unordnung noch Verlust in unser Leben, sondern – im Gegenteil – Ordnung und Gewinn. Wenn Jesus unser Leben ausfüllt, weist Er allem anderen den perfekten Platz an. Unordnung und Verlust kommen nicht, wenn Jesus die Hauptsache ist, sondern wenn Er als Hauptinhalt unseres Lebens verdrängt wird.

Viele Kleinigkeiten und Ablenkungen können Ihm den Platz streitig machen. Am gefährlichsten sind die guten Dinge des Lebens, wie jemand es richtig ausdrückte: Die größte Gefahr für das Beste im Leben ist das Gute im Leben. Lass Jesus Dein Leben ausfüllen – und alle anderen Bereiche erhalten ihren legitimen Platz.

Der Professor gab seinen Studenten folgenden Rat mit auf den Weg:
„Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. ... Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."

Und wenn wir als Gotteskinder dann noch Jesus mit ins Boot nehmen, illustriert diese Geschichte perfekt den Vers aus Matthäus 6:33:

Wenn ihr für ihn lebt
und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht,
wird er euch jeden Tag geben,
was ihr braucht.

Sonntag, 6. Juli 2014

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute: Markus 11:27 - 12:12

27 Und sie kamen wiederum nach Jerusalem. Und als er im Tempel umherging, traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm
28 und sprachen zu ihm: In welcher Vollmacht tust du dies? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben, dies zu tun?
29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen; wenn ihr mir antwortet, so will ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich dies tue.
30 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir!
31 Und sie überlegten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
32 Wenn wir aber sagen: Von Menschen — da fürchteten sie das Volk; denn alle meinten, daß Johannes wirklich ein Prophet gewesen war.
33 Und sie antworten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht! Da erwiderte Jesus und sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue!

1 Und er fing an, in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Wachtturm und verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes.
2 Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern [seinen Anteil] von der Frucht des Weinberges empfange.
3 Die aber ergriffen ihn, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort.
4 Und wiederum sandte er einen anderen Knecht zu ihnen; und den steinigten sie, schlugen ihn auf den Kopf und schickten ihn entehrt fort.
5 Und er sandte wiederum einen anderen, den töteten sie, und noch viele andere; die einen schlugen sie, die anderen töteten sie.
6 Nun hatte er noch einen einzigen Sohn, seinen geliebten; den sandte er zuletzt auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen!
7 Jene Weingärtner aber sprachen untereinander: Das ist der Erbe! Kommt, laßt uns ihn töten, so wird das Erbgut uns gehören!
8 Und sie ergriffen ihn, töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus.
9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben!
10 Habt ihr nicht auch dieses Schriftwort gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.
11 Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen«?
12 Da suchten sie ihn zu ergreifen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie erkannten, daß er das Gleichnis gegen sie gesagt hatte. Und sie ließen ab von ihm und gingen davon.


Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Singen & Hören!
Seelsorge (Angebot)
persönliches Gebet! (Angebot)
Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr   
Herzlich willkommen! Bring Freunde mit!
Wir freuen uns auf Dich!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum
 
Sonntagszitat:
 
"Der größte Fehler ist, NICHTS zu tun, 
weil Du denkst, Du kannst nur wenig tun." (Zig Ziglar)
 
Vielleicht lernen wir einander besser kennen, 
wenn die Nebel sich aufgelöst haben; 
aber ich glaube wir lernen Gott am besten 
in den Nebeln und Stürmen 
und in dem Glutofen der Trübsal kennen. (C.T.Studd)

Samstag, 5. Juli 2014

Lass Jesus nicht Teil Deines Lebens sein!

Woraus besteht unser Leben? Was macht unser Leben aus? Unsere Tage, unsere Wochen, Monate und Jahre?

Eine Synthese aus 2 Foren ergibt in etwa folgendes Bild für einen erwachsenen Menschen: Sein Leben verbringt ein Mensch zu …
  • 33% - mit Schlafen
  • 31% - mit Arbeit, Arbeitsvorbereitung oder Arbeitsplanung
  • 17% - mit Internet, Fernsehen, Videospielen
    4%   - mit Hygiene, Kämmen, Anziehen
  • 5%   - mit Essen und Trinken
    10% - mit anderen Freizeitbeschäftigungen
Bleibt da Zeit für Jesus? Zumindest bei uns als Christen sollte doch eigentlich noch eine Kategorie hinzukommen, die einige der oben genannten Kategorien übertreffen sollte: unser geistliches Leben. Also, rechnen wir mal: Die persönliche, tägliche Andacht (Bibellesen und Gebet), Sonntagsgottesdienst, Vorbereitung für einen regelmäßigen Dienst – aber wo soll die Zeit herkommen? Vielleicht opfern wir Ihm eine Stunde Fernsehen in der Woche, schlafen 20 Minuten weniger und spenden einen großzügigen Teil der 10% Freizeit. Wäre das was? Dann wäre Jesus Teil meines Lebens. Ich glaube, dass Jesus dankend ablehnen wird.

Mach Jesus nicht Teil Deines Lebens! Jesus verdient es nicht, ein Puzzleteilchen im großen Ganzen Deines Lebens zu sein. Er verdient mehr! Er verdient nicht einen Teil Deiner Kraft, einen Teil Deiner Finanzen oder einen Teil Deiner Freizeit. Jesus verdient mehr! Wer Jesus kennt, der bekennt mit Paulus (Philipper 1:21):

Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn. 

In 2. Chronik 16:9 sagt Gott, dass eine solche Einstellung Seinen vollen Segen nach sich zieht:

Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

Den vollen Segen der Kraft Gottes erfahren nicht solche, die zurückhalten und Jesus großzügigerweise auch eine Rolle im Film ihres Lebens spielen lassen. Segen erfahren die, deren Herz ungeteilt auf Ihn gerichtet ist, solche, für die Jesus alles bedeutet im Leben oder im Tod. Solche, die wie Paulus in Römer 14:8 ausrufen:

Leben wir, so leben wir dem Herrn;
sterben wir, so sterben wir dem Herrn.
Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass jemand, der 8 Stunden Schlaf braucht, diesen auf 6½ Stunden reduzieren muss, oder wir uns alle einen Halbtagsjob suchen sollten. Nein! Es bedeutet schlicht und einfach, dass alles, was immer wir auch tun,  zur Ehre des Herrn tun sollen. In allen Teilbereichen unsres Lebens spielt und regiert Er mit.

Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen! (Kolosser 3:23)

Lass Jesus nicht nur Teil Deines Lebens sein. Lass Ihn Dein Leben sein! (W)

Freitag, 4. Juli 2014

Lauwarm

"Heiß oder Kalt“ – so hieß eines meiner Lieblingslieder Ende der 70ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Gesungen wurde das Lied von Lilly, die zur Jesus People Musikszene gehörte. (Neu eingestellt zum Anhören im Seitenfenster)
Im Lied geht es um den Vers aus Offenbarung 3:15, wo es heißt:

Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist.
Ach, dass du kalt oder heiß wärst!

„Du musst kalt oder heiß sein,“ singt Lilly. „denn der Herr mag kein Zwielicht und auch keine lauwarmen Seelen.“

Naja, Recht muss man ihr für diese Aussagen geben, denn immerhin gründet sich das Lied auf den zitierten Vers aus der Offenbarung und den Folgevers 16:

So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß,
werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.

Uhhh! Das ist ziemlich radikal. Kalt ist ok! Heiß ist auch ok! Aber lauwarm ist zum …! Mir geht das so mit lauwarmen Kaffee. Gott geht das so mit Seelen.

Erklärungsansätze sind unterschiedlich. Die einen sagen sich: Na ja, ich bin ein lauer Christ aber irgendwie wird Gott mich ja nicht wegwerfen. Wird schon irgendwie passen. Gefährlich!

Andere machen ganz akrobatische Auslegungen, um sich zu beruhigen, dass sie ja nicht gemeint sein können. In seinem Buch: „Mein Leben als Volltreffer“ schreibt Francis Chan zu dem Thema: „Gott sagt hier, dass er die Lauen aus seinem Mund ausspeien wird, und das ist ein drastischer Unterschied dazu, wenn Gott dich annimmt und im Himmel willkommen heißt. Die Lauwarmen müssen noch errettet werden. Wie können wir nur behaupten, dass ein lauwarmer Christ errettet ist?“ (Seite 169)

Ich meine, dies ist ein legitimer Auslegungsansatz. Die Bibel sagt, dass Jesusjünger an ihrer Frucht erkannt werden können. In ihren Worten, Taten, Einstellungen, Überzeugungen, Zielen bringen sie das hervor, was die Bibel als Frucht bezeichnet. Sie setzen sich durch Andersartigkeit vom Rest der Gesellschaft ab. Nicht im negativen Sinn. Statt zu fluchen, segnen sie. Statt übel zu reden bringen ihre Worte Heilung. Statt zu Hassen lieben sie – einander und ihre Feinde. Sie setzen sich also nicht durch Negatives, sondern durch Positives ab. Durch einen radikalen Lebenswandel, der auffällt. Eben: heiß oder kalt!

Weder / noch – wischi /waschi – vielleicht / oder-auch-nicht – das ist lauwarm, nichts Halbes und nichts Ganzes, unentschlossen. Das ist nicht das Merkmal eines Christen. Wer verstanden hat, was es bedeutet, dass Jesus uns liebt, was es für Jesus bedeutet hat und was es für uns bedeutet – der wird und kann nicht lauwarm bleiben; der folgt Jesus nach! Der ist heiß oder kalt: 100%!

Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. 
Ach, dass du kalt oder heiß wärst!
So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, 
werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. (Offenbarung 3:15-16)

Diese Verse hat Gott nicht geoffenbart, um uns Angst zu machen. Wir werden angehalten, unser Herz zu prüfen. Schlägt es ungeteilt – 100% – für Jesus, oder ist es lauwarm? Ein lauwarmes Herz ist in einem brandgefährlichen Zustand. Aber das kann sich in dem Moment ändern, in dem ich mein Leben zu 100% in Jesu Hände legen. Wer das tut, wird erstaunt sein, wie viel er bisher verpasst hat! (W)

Donnerstag, 3. Juli 2014

Gottes Arbeit oder unsere Arbeit?

Auch Menschen, die Gott in seinen „Vollzeit-“ Dienst beruft, sind Menschen, die kämpfen. Oft kämpfen Evangelisten, Missionare, Verwalter in christlichen Werken, Pastoren, Radio-oder Literaturmissionare und andere mit all den Versuchungen und Anfechtungen, mit denen jeder andere Christ auch zu kämpfen hat. Ja, auch mit Ärger am Arbeitsplatz, finanziellen Nöten oder zwischenmenschlichen Beziehungen.

Allerdings kämpfen sie zusätzlich und überdurchschnittlich oft in weiteren Kämpfen. Fehlende, messbare Arbeitsresultate, die ständige Frage: Was möchte mein Arbeitgeber (im Himmel) … verstehe ich Ihn recht … bin ich im Zentrum Seines Willens – dazu die Erwartungen, die rein irdisch an sie gestellt werden. Vermutlich wird sich (fast) jeder „Vollzeit-“ Arbeiter irgendwann die Frage gestellt haben: Lohnt sich der Einsatz? Lohnt sich der Kampf? Und manchmal möchten sie aufgeben. 

Meinen Zivildienst habe ich in einem Krankenhaus gemacht. Da wurden Kranke reingefahren – und gingen gesund wieder nach Hause. Während meiner Zeit als Missionar habe ich mir manchmal gewünscht, wieder im Krankenhaus zu arbeiten und am Ende einer Arbeitsperiode positive, messbare Ergebnisse zu sehen.

Während unseres Gemeindebibelstudiums fielen mir Verse 3+4 in Josua 23 auf. Da heißt es: 

Ihr aber habt alles gesehen, was der Herr, euer Gott, 
getan hat an allen diesen Völkern um euretwillen; 
denn der Herr, euer Gott, hat selbst für euch gekämpft. 
Seht, ich habe euch diese übriggebliebenen Völker 
durch das Los zugeteilt, jedem Stamm sein Erbteil, 
vom Jordan an, und alle Völker, die ich ausgerottet habe 
bis an das große Meer, wo die Sonne untergeht.

Gott hatte den Sieg gegeben – Josua hat ausgerottet. Beides gehört zusammen, beides geht Hand in Hand. Ohne dass Gott den Sieg gibt, kann Josua kämpfen, wie er will und solange er will. Andererseits: Ohne dass Josua kämpft, gewinnt der Feind.

Das ist das Geheimnis der Zusammenarbeit des allmächtigen Gottes mit dem unnötigen Menschen. Niemand – weder der „Vollzeit-“ Arbeiter noch jemand anderes muss sich einbilden, dass sie schon irgendetwas für Gott auf die Beine stellen werden, wenn sie nur lange und hart genug arbeiten. Vielleicht schafft das ein Schreiner, eine Krankenschwester oder ein erfolgreicher Verkäufer. Aber das Reich Gottes verkaufen wir nicht, wir verkündigen es. Gottes Segen ist immer ausschlaggebend.



Psalm 127:1 bestätigt genau diese Wahrheit. Da heißt es:

Wenn der Herr nicht das Haus baut, 
dann arbeiten umsonst, die daran bauen;

Wir sollen bauen und müssen bauen, aber der Herr muss es vollbringen. Paulus lehrt dasselbe in 1 Korinther 3:6-7, wo er schreibt:

Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, 
Gott aber hat das Gedeihen gegeben. 
So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, 
noch der, welcher begießt, 
sondern Gott, der das Gedeihen gibt.

Es ist nicht falsch, eine Last zu haben für das Werk des Herrn. Paulus schreibt von der Sorge, die er empfindet für alle Gemeinden. Wichtig ist, dass wir Sorgen, Frust, scheinbare Rückschritte, langsames Wachstum und Enttäuschungen die normal sind im Leben für Jesus – nicht selber tragen, sondern abgeben und uns daran festhalten, dass unser Werk im Herrn nicht vergeblich ist, wenn wir nicht ermatten.

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, 
nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, 
weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!  
(1 Kor 15:58)

Mittwoch, 2. Juli 2014

X-treme

Xtreme Technologies ist eine Firma, die sich mit extremem UV Licht beschäftigt
Xtreme Sound ist ein Musiklabel
Xtreme Event Services ist eine Eventagentur zur Gestaltung verschiedener Feiern und Partys
Xtreme Sports sind Sportarten der Rubrik: „Superlative“
... und die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Alle diese Extreme sind ok, gut, akzeptabel, cool, verständlich, nachvollziehbar, anziehend, attraktiv.

Xtreme gibt es auch, ohne, dass sie den Namen „xtreme“ tragen. Viele Gruppen und Bewegungen haben eine Lobby, die sich „xtreme“ für ihre Ziele einsetzen. Obwohl das nicht immer Ziele sind, die von der breiten Öffentlichkeit mitgetragen werden, werden diese Ziele und der „xtreme“ Einsatz für diese Ziele toleriert und akzeptiert.

Was den christlichen Glauben angeht, die persönliche Beziehung zu Jesus und die Nachfolge gemäß Seinem Wort, da bekommt „xtreme“ schnell eine andere Bedeutung verpasst. Da ist „xtreme“ dann schlecht, radikal und fundamentalistisch. Da wir Christen das natürlich nicht sein wollen, meiden wir oft diese Begriffe. Ich möchte sie nicht länger meiden! Ich möchte „xtreme“ sein, wenn es um die Nachfolge Jesu geht. Wohlgemerkt: positiv „xtreme“, nachvollziehbar „xtreme“ und attraktiv „xtreme“.

Jesus sagt in Johannes 12:24+25:
“Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt haßt, wird es zum ewigen Leben bewahren.“
Das ist „xtreme“ – aber danach will ich leben.

In Matthäus 5:44 heißt es:
„Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen.“
Das ist „xtreme“ – aber danach will ich streben.

Matthäus 7:12 fordert auf:
“Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“
Auch „xtreme“ – und auch nachahmenswert!

In 2 Korinther 9:7 heißt es:
„Jeder (gebe), wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!“
Ups! DAS ist „xtreme“ – aber scheinbar das Richtige.

In Markus 8:34 lehrt Jesus:
„Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“
Sehr „xtreme“ – aber genau das, was ich eigentlich möchte.

Und dann Gottes Wort in 2 Timotheus 4:2:

“Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“

Das ist nicht nur in meinem Empfinden „xtreme“, sondern auch im Empfinden der „Zuhörer“.
 
Macht nichts! Ich möchte biblische „Xtreme“ nicht länger meiden. Denn das ist der gesunde Weg eines jeden Jüngers Jesu. Entweder „Nachfolge Xtreme“ oder „Nachfolge-aus-der-Ferne“ (Markus 14:54) Ich wähle Ersteres und will mich in aller „Nachfolge Xtreme“ daran erinnern, dass „Nächstenliebe Xtreme“ einen wichtigen Bestandteil bildet.