„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 17. Juni 2014

Ursache und Wirkung (4)

Seit ein paar Wochen schauen wir uns Ausschnitte an aus S. Robinsons Buch „Den Preis im Gebet bezahlen“. Der heutigen Teil 4 soll mit einem Zitat des bekannten Bibelauslegers Matthew Henry beginnen. Er schrieb:

„Wenn Gott vorhat, seinem Volk große Gnade zu erweisen, 
bringt er es erst zum Beten.“

Was meinst Du – plant Gott, Dir, mir und unseren Gemeinden und Regionen große Gnade zu erweisen? Ich persönlich – und ich hoffe, Du stimmst mir zu – sage ein lautes „Ja und Amen!“ dazu. Wenn aber Matthew Henry Recht hat – und sowohl Gottes Wort wie auch die Kirchengeschichte geben ihm Recht – dann muss es mit Gebet beginnen.

Hier stellt sich dann die Frage: Wie sehr glauben und wünschen wir wirklich(!), dass Gott seinem Volk große Gnade erweisen möchte? Wie viel liegt uns daran und wie viel sind wir bereit, in Gottes Hand einzuschlagen und mitzuarbeiten? Über Gottes großes Handeln der Gnade im 18. Jahrhundert schreibt Robinson:

„Quer durch das Land wirkten Gebetsveranstaltungen netzartig für Erweckung. Die Leidenschaft für Evangelisation wuchs. Neubekehrte wurden nicht in den regulären Gottesdiensten der Gemeinden gewonnen, sondern in den Gebetstreffen. Einige fanden um 5 Uhr morgens statt, andere um Mitternacht. Einige abgefallene Christen wurden durch Träume und Visionen zurückgezogen. Manche kamen, um zu spotten, wurden aber unter der Kraft des Heiligen Geistes zu Boden geworfen. Manchmal war es laut und verwirrend, manchmal still und ernsthaft. Aber immer war das unaufhörliche Ausgießen des Heiligen Geistes da. Ganze Konfessionen verdoppelten, verdreifachten oder vervierfachten sich über die nächsten Jahre. Von England schwappte es nach Wales, Schottland, Amerika, Kanada und in einige Länder der dritten Welt.“

Beim Handeln Gottes in großer Gnade werden nicht nur Christen erneuert und neu begeistert für Gott. Wenn Gott in Macht eingreift, hat das revolutionäre Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. (Haben wir da Bedarf? JA! MEGABEDARF!) Robinson schreibt:

Der gesellschaftliche Einfluss von veränderten Leben war unglaublich. William Wilberforce, William Pitt, Edmund Burke und Charles Fox, alle von dieser neuen Bewegung angerührt, arbeiteten im Jahre 1807 unaufhörlich für die Abschaffung des Sklavenhandels. William Buxton arbeitete an der Gleichstellung aller Sklaven im britischen Reich und sah es 1834 sich erfüllen.

John Howard und Elizabeth Fry gaben ihr Leben für die radikale Reform des Gefängnissystems. Florence Nightingale gründete die moderne Krankenpflege. Ashley Cooper, der siebente Earl of Shaftesbury, kam, um die arme Arbeiterklasse zu befreien und um ihre 16-Stunden-Arbeitstage und die Arbeitsmühle der Siebentagewoche zu beenden. Er arbeitete daran, die Ausbeutung von Frauen und Kindern in den Kohlenminen und von Jungen, die als Kaminkehrer eingesetzt wurden, zu beenden. Er gründete öffentliche Parks, Gymnasien, Gärten, öffentliche Bibliotheken, Abendschulen und Gesangsvereine. (…) Die königliche Gesellschaft zur Verhütung von Tierquälerei wurde gegründet, um Tiere zu schützen. Da gab es ein erstaunliches Wachstum in den Kirchen und eine erstaunliche Veränderung in der Gesellschaft, die nur deswegen zustande kam, weil ein Mann 40 Jahre gebetet und daran gearbeitet hatte, die Gründung (Bildung) von Tausenden ähnlicher Gebetstreffen zu sehen, die alle vereint Gott um Erweckung anriefen.
Missionarische Gesellschaften wurden gegründet. William Carey war einer, der von dieser Bewegung mitgerissen wurde. Wir sprechen von ihm als dem Vater der modernen Missionen. Damals befand er sich in der Situation, Mitglied einer Leiter-Erweckungs- Gebetsgruppe zu sein, die sich schon seit zwei Jahren, 1784 – 1786, in Northampton getroffen hatte. Im Jahre 1786 teilte er seine Vision von Gottes Verlangen, die Heiden gewonnen für den Herrn zu sehen, mit. Er ging voran und gründete das, was später als die Baptist Missionary Society bekannt wurde.“

Manche der heutigen gesellschaftlichen Übel sind den damaligen sehr ähnlich. Andere sind dazugekommen. Die christlichen Gemeinden und Kirchen brauchen dringend ein Aufwachen, Belebung der Rückfälligen und neue Begegnungen mit Gott. Gott möchte dies schenken. Matthew Henry hat uns bereits erinnert, wie Gott damit beginnt:

„Wenn Gott vorhat, seinem Volk große Gnade zu erweisen, 
bringt er es erst zum Beten.“

* Quelle: Stuart Robinson –  Den Preis im Gebet bezahlen – Einleitung zum Buch: S 5-6; © Stuart Robinson

Montag, 16. Juni 2014

Blitzinfo - HEUTE - Public Viewing

Das angebotene "Public Viewing", HEUTE, Montagabend: 18:00 Uhr mit anschließendem Grillen wird zwar während dem Männerabend stattfinden, ist aber zu einem Männer- und Frauenabend umfunktioniert. Ladies - Ihr seid willkommen!

Von Mäusen und Löwen

Ein Prinzip, das uns irgendwann in der Erziehung unserer Kinder wichtig wurde, lautete: „Such Dir die Schlachten aus, die Du kämpfen willst.“

Manche Eltern führen jeden Tag einen Krieg mit ihren Teenage-Kindern, als ginge es an jedem Tag um die alles entscheidende Schlacht. Und an jedem Tag steht die Tatsache fest: Es ist mit Sicherheit nicht die alles entscheidende Schlacht. Und so werden die Waffen geschliffen, die Kanonen geladen und der Kampf gekämpft, als wäre es der letzte.

Wir haben gelernt (manchmal mit Schmerzen), manche Schlachten nicht zu kämpfen, um in entscheidenden Situationen Kraft und Autorität zu haben. In kleinen Angelegenheiten kann man schon mal Wunden akzeptieren, ist dafür aber in entscheidenden Zeiten gewappnet.  

Jetzt fand ich ein ähnliches Prinzip im geistlichen Leben erwähnt. Da hieß es: „Es ist erstaunlich, wie wir uns auf etwas konzentrieren können, das belanglos ist und dabei vernachlässigen wir die wichtigsten Dinge im Leben. Wir müssen es lernen, uns unsere Schlachten besser auszusuchen.“  Dann schließt der Abschnitt mit einem Zitat des Evangelisten, Leonard Ravenhill: „Viele von uns jagen nach Mäusen, während Löwen das Land vernichten!“

Im Umgang mit meinen Mitmenschen möchte ich mir die Schlachten aussuchen, die gekämpft werden müssen. Gleichzeitig möchte ich im geistlichen Leben nicht auf Mäusejagd gehen, wenn Löwen viel größere Zerstörung anrichten.

Was Mäuse und was Löwen sind, dass mag bei uns allen etwas verschieden sein. Erst heute erzählte mir ein Freund, dass bei ihm eine geplante Operation verschoben werden musste, weil eine dringend notwendigere vorgezogen werden musste. Auch in unserem geistlichen Leben mag es Schwächen, Hindernisse und sogar Sünden geben, die wir an Jesus abgeben müssen. Aber auch da mag es Mäuse und Löwen geben. Ein impulsiver Mensch, dem in Ungeduld und Zorn immer mal wieder seine Hand ausrutscht und der sein Gegenüber schlägt, hat da sicher einen „Löwen“ zu bezwingen, der Vorrang hat vor der „Maus“ des Schimpfens im Straßenverkehr. Wer chronisch bitter und unversöhnlich ist, hat ein Problem, das er ernsthaft angehen muss, auch wenn es kleiner Probleme im Leben gibt, die ebenfalls verschwinden sollten.

Es soll hier keine Rangliste für Sünden erstellt werden, auch wenn die Bibel deutlich macht, dass verschiedene Sünden verschiedene Schweregrade mit sich bringen. Jede Sünde oder Schwäche sollte zum Herrn gebracht und an Ihn abgegeben werden. Aber, wie Leonard Ravenhill es andeutet: wir sollten nicht den kleinen Mäusen nachjagen und unsere ganzen Kräfte in sie investieren, wenn Löwen viel schlimmere Schäden anrichten.

Was Deinen Umgang mit Gott angeht: Bring Ihm Deine Lasten, ganz wichtig: die großen, schweren Lasten – und auch die kleinen.
Und was deinen Umgang mit deinen Mitmenschen und Mitchristen angeht: Lass Dich nicht auf Schlachten ein, die nicht gekämpft werden müssen.

„Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe!
Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.“ (1 Petrus 4:8)

Sonntag, 15. Juni 2014

Bitzinfo - Public Viewing!

Wie heute morgen im Gottesdienst angekündigt, wird das angebotene "Public Viewing" Montagabend: 18:00 Uhr mit anschließendem Grillen zwar während dem Männerabend stattfinden, aber zu einem Männer- und Frauenabend umfunktioniert. Ladies - Ihr seid willkommen!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

Der heutige Predigttext: Markus 11:15-18+22-24
 
15 Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und er stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer.
16 Und er ließ nicht zu, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug.
17 Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!
18 Und die Schriftgelehrten und die obersten Priester hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten ihn, weil die ganze Volksmenge über seine Lehre staunte.
(...) 
22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!
23 Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer! und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, daß das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteil werden, was immer er sagt.
24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, daß ihr es empfangt, so wird es euch zuteil werden!  
 
GOTTESDIENST: 10:30 Uhr
im Bitzegarten!
FEIER MIT UNS!

Wir singen, beten, hören auf Gottes Wort
 Wir haben Gemeinschaft
und anschließend  
ein gemeinsames Mittagessen
 
Wir laden alle herzlich ein!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

Sonntagszitat
"Man muss beten, als ob alles Arbeiten nichts nützt 
und arbeiten, als ob alles Beten nichts nützt." 
(Martin Luther)

Samstag, 14. Juni 2014

Ich bin auf der Suche nach der vollkommenen Gemeinde

Diesen Artikel (kursiv) las ich vor einigen Tagen. (Quelle HIER) er stammt aus der Feder von Kenny Burchard und wurde mit Genehmigung übersetzt und benutzt)

"Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der der PASTOR freundlich ist, verständnisvoll, lustig, immer ansprechbar, relevant, liebenswürdig, fürsorglich und gastfreundlich. Seine Predigten sind immer ansprechend, leicht zu verstehen, voll biblisch, eine Freude zu hören, nie zu lang (oder zu kurz), immer überführend, wenn es um die Sünden anderer geht aber sehr verständnisvoll, wenn es um mich und meine „Schwachheiten“ geht.

Man kann jederzeit für einen Besuch in seinem Büro vorbeikommen – kurz oder lang. Er hat immer Zeit für jeden und erledigt immer noch alles, egal wie viele Leute seine persönliche Aufmerksamkeit erfordern, egal, was die Not ist und egal, zu welcher Größe die Gemeinde wächst und egal, was in seiner eigenen Familie los ist. Er ist einfach ein guter Pastor. Wäre er es nicht, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der die MUSIK modern, aber trotzdem traditionell ist, Voller Energie, aber andächtig. Vom Geist geleitet, aber würdig, voll auf die Jugend ausgerichtet, aber ansprechend für die Älteren; von der Lehre her tiefgehend, aber vom Text her nicht steif. Begleitet von vielen Instrumenten, aber nicht so bühnenhaft, mit exzellenter Vorstellung, aber nicht so vorstellungsmäßig; viel Zeit sollte denen gegeben werden, die sich in der Anbetung verlieren möchten, aber nicht zu viel Zeit, damit man noch das Wort Gottes genießen kann. Wenn die Musik diese Kriterien nicht erfüllt, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der die RÄUMLICHKEITEN erreichbar sind, zentral gelegen und sichtbar mit vielen Parkplätzen. Immer sauber. Große Damentoiletten, große, großzügige und gut ausgestattete Gruppenräume. Eine große Küche und ein großer Gemeinschaftssaal. Eine gut gepflegte Außenanlage. Für viele verschiedene Anlässe nutzbar, aber deutlich erkennbar als Ort der Anbetung. Essen und Getränke dürfen überall gegessen werden, aber um alles wird sich gekümmert und alles wird sauber und ordentlich gehalten. Wäre das nicht so, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der das PROGRAMM während der Woche gefüllt ist mit interessanten Angeboten, für den Fall, dass ich freie Zeit habe und teilnehmen oder mitarbeiten kann. Aber es gibt nie irgendwelchen Druck, sich einzubringen – alles wird halt immer angeboten, wenn ich es gerade brauche. Verschiedene Seminare werden für jedes Alter angeboten, aber ich werde nie gebeten, zu lehren. Man nimmt Rücksicht auf meinen vollen Alltag, bietet aber dennoch ein endloses Menü von Aktivitäten an.

Sonntagsgottesdienste sind nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang. Nie fängt man zu spät an, schließt aber immer mindestens fünf Minuten früher ab. Meine Kinder werden unterrichtet, aber nie von mir. Wäre es nicht so, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der die GEMEINDEGLIEDER immer freundlich sind, immer lächeln, immer das Richtige tun und sagen, immer helfen, immer dienen, sich immer freiwillig melden für was immer die Gemeinde benötigt. Immer kümmern sie sich um mich, auch wenn ich gar nicht meine Nöte preisgebe. Sie wissen einfach, was ich benötige und sind immer zur Stelle, sich darum zu kümmern. Und so sollte es auch sein. Sie sind Glieder der idealen Gemeinde. Sie geben, sie dienen. Sie haben nie eine neative Einstellung und behandeln mich immer, wie Christus es tun würde. Und wenn sie es nicht tun würden, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der BESUCHER willkommen sind. Die Gemeinde, nach der ich Ausschau halte, akzeptiert jeden so, wie er ist, hat aber unumstößliche Werte, was richtig und falsch ist.

Zu alledem ist die Gemeinde, die ich suche, gut finanziert, hat alles, was sie für den Dienst braucht, für jeden, der kommt, mit was für einer Not auch immer, groß oder klein. Sie erfüllt meine Erwartungen, was immer ich benötige. Aber sie fragt ihre Gemeindeglieder nie, das finanziell mitzutragen, was sie tun. Denn: in der idealen Gemeinde geht es ja nicht nur um Geld. Und sollten sie beginnen, mich zu fragen, würde ich dort nicht hingehen. Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich halte weiterhin Ausschau nach der idealen Gemeinde. Ich bin bisher bereits in einigen gewesen. Anfangs sieht alles ganz ideal aus – zumindest bei den meisten. Aber es scheint, ich kann keine ideale Gemeinde finden, egal, wie intensiv ich suche. Die Gemeinden hier in der Umgebung sind weit davon entfernt, eine ideale Gemeinde zu sein. Jeder Pastor hat mich schlussendlich enttäuscht. Ich mag die Musik in einigen Gemeinden, aber meine Kinder nicht – oder umgekehrt. Einige von ihnen sind sehr schön eingerichtet, aber sie haben immer noch Hypotheken.

In der idealen Gemeinde werden die Rechnungen immer bezahlt, ohne um Finanzen zu bitten. Wir wollen eine schöne Gemeinde, die nicht unser Geld für die Stühle verwendet, auf denen wir sitzen, für das Dach über unserem Kopf, die Belüftung oder die Heizung, die uns dienen, das Wasser zum Spülen oder Händewaschen. Wir wollen nicht für den Teppich zahlen, über den wir in den Saal zum Gottesdienst hineinspaziert sind. Wir wollen auch unser hart verdientes Geld nicht ausgeben, um für einen Parkplatz zu zahlen. Natürlich erwarten wir schon einen Parkplatz, sollten wir mal kommen können.

Die meisten Gemeinden bieten nicht das an, was wir wirklich möchten. Einige haben uns vorgeschlagen, dass wir diese Aktivitäten beginnen und anbieten. Entschuldige bitte? Wären sie die idealen Gemeinden, würden sie schon daran gedacht haben. Stimmt doch, oder? Diese Gemeinden verstehen nicht, wie beschäftigt die Menschen in diesen Tagen sind.

Und die meisten Menschen in den Gemeinden hier in der Gegend sind nicht sonderlich freundlich. Wir müssen immer noch die wirklich freundliche Gemeinde finden. Die meisten von ihnen sind entweder zu tot oder zu verrückt für unseren Geschmack. Sie sind entweder zu klein oder zu groß oder zu beschäftigt oder zu schlicht oder zu geistlich oder nicht geistlich genug.

Es frustriert, die ideale Gemeinde zu suchen, aber ich bin mir sicher, dass ich eines Tages eine finden werde. Ich bin sicher, meine Liste der Ideale trifft genau den Punkt. Diese Punkte werde ich nie zur Debatte stellen. Ich weiß nur, dass es dem Herrn sicher nicht gefallen würde, wenn ich nach irgendetwas anderem Ausschau halten würde als der idealen Gemeinde."


Soweit der Artikel von Kenny Burchard. Leider können auch wir keine ideale Gemeinde anbieten. Wer aber eine Gemeinde sucht, in der Gottes Wort gelehrt, von Herzen gesungen, Gemeinschaft gepflegt, Besucher gerne gesehen und Jesus geliebt wird – den laden wir gerne zu uns ein.

CCFG - Morgen, Sonntag, 10:30 Uhr: Bitzegarten 5, 
57290 Neunkirchen (hinter der Volksbank)

Freitag, 13. Juni 2014

Paraskavedekatriaphobie & Triskaidekaphobie - Freitag, der 13.

Paraskavedekatriaphobie ist die Furcht vor dem Rüsttag vor dem Sabbat. Triskaidekaphobie wird die abergläubische Angst  vor der Zahl dreizehn genannt. (treiskaídeka = „dreizehn“; phobos = „Furcht“)  (aus: Wikipedia) 

Nicht überall gilt die 13 als Unglückszahl. Im Gegenteil, in manchen Völkern ist sie eine ausgesprochen willkommene Glückszahl.

Fast tragisch, dass Christen für die Entstehung der Unglückskonstellation verantwortlich sein sollen.  Nach christlicher Überlieferung ist Freitag der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, und beim letzten Abendmahl war der Verräter Judas der 13. im Bunde. Die Kombination dieser beiden Negative, Freitag und die Zahl 13, soll Unglück heraufbeschwören.

In unserer aufgeklärten(?) Welt sind es allerdings die Christen, die diesen Unsinn ablehnen und belächeln. Im säkularen Bereich misst man diesem mystischen Humbug viel mehr Gewicht bei. Fällt der 13. zum Beispiel auf einen Freitag, muss man an dem Tag mit bis zu 5% mehr Krankmeldungen rechnen. Manche Hochhäuser zählen ihre Etagen … 11 … 12 … 14 …und in manchen Hotelzimmern fehlt die Zimmernummer 13. Ich selbst bin wiederholt in Flugzeugen geflogen, in denen die Monteure die Sitzreihe 13 „vergessen“ hatten.

Interessanterweise haben Versicherungen in der Vergangenheit wesentlich weniger Schadensmeldungen verzeichnet als an anderen Tagen. Auch der ADAC hat an einem Freitag, dem 13. weniger Unfälle gezählt als an einem anderen Tag.

Christen sind Menschen, die Jesus nachfolgen, Jünger! Jünger Jesu wissen: Jesus geht voran und führt seine Kinder auf guten Wegen. Er bildet die Nachhut und hält uns den Rücken frei. Er hat Seine Hand auf uns gelegt und schützt uns vor den Angriffen des Bösen. Er ist der Fels, auf dem wir stehen. Nie führt Er uns in die Irre. Und führt Er uns tatsächlich mal auf Wegen, die wir nicht verstehen, ist Er absolut vertrauenswürdig, wenn Er uns versichert: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ (Römer 8:28)

Wenn Freitag wirklich der Todestag Jesu war, dann sollten wir ihn feiern, denn Sein Tod war stellvertretend für uns und „durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53:5) Wenn die Zahl 13 wirklich eine Bedeutung für Christen hat, dann sollte sie uns erfreuen und uns erinnern an die Beschreibung der Liebe im 13. Kapitel des Korintherbriefes: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Korinther 13:13)

Angst vor Freitag? Angst vor dem Dreizehnten? – Völlig überflüssig, wenn Jesus die Nr.1 ist! (W)

Donnerstag, 12. Juni 2014

„Danke!“

Immer wieder mal laufe ich Menschen über den Weg, bei denen ich mich für ihre Hilfe, einen Dienst, eine Einladung oder ein freundliches Wort bedanke. Haben wir das nicht alle als Kinder gelernt? Zugegeben, ich war nicht immer ein guter Schüler im Lebenskurs „Gute Manieren“, und selbst die Lektionen, die ich vor Jahrzehnten mal gelernt hatte „Wie sagt man?“ – "DANKE!“ – selbst solche Lektionen bedürfen der Auffrischung.

Interessant ist, dass wir als Erwachsene unseren Kindern das „Danke“ sagen mit viel Mühe und Ausdauer beibringen. Wenn sie es dann halbwegs gemeistert haben und als Erwachsene praktizieren, ist der Dank oft ungewollt. Habt Ihr das auch schon als Reaktion auf ein ernstgemeintes „Danke“ gehört: „Ach, nicht der Rede wert.“  „Dafür brauchst Du Dich doch nicht zu bedanken“  „Ist doch selbstverständlich“  oder die ätzendste aller Reaktionen: „Dank nicht mir, dank dem Herrn.“ Ob die letzte Reaktion geistlich, supergeistlich, pseudodemütig oder einfach nur so dahergesagt ist, das muss jeder selbst beurteilen. Meine Reaktion: „Ja, dem Herrn will ich gerne auch danken – aber auch Dir!“ Oder ich sage: „Falsche Antwort! Sag einfach: Bitte, gern geschehen!“

Unseren Mitmenschen Ehre, Respekt oder Dankbarkeit zu erweisen für Gutes, das sie uns getan haben, ist durchaus biblisch. Falsche Demut nicht. Die Bibel fordert uns auf, auf das bedacht zu sein, was ehrbar, liebenswert, wohllautend, und Lobenswert ist oder was eine Tugend darstellt. (Philipper 4:8) Dankbarkeit gegenüber Gott und unseren Mitmenschen gehört wohl unbedingt dazu.

Die Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement der Technikerkrankenkasse, Claudia Fröse, hat herausgefunden, dass Arbeitnehmer mitunter schnell verunsichert werden, wenn sie nie ein Lob erhalten für ihre Leistung. Fehlende Anerkennung im Betrieb kann Arbeiter sogar krank machen. Sie hinterfragen ihre Leistung, werden unsicher und können ihr Potential schließlich gar nicht mehr abrufen.

Dann wird die Frage gestellt, wie man richtig lobt? Zwei Feststellungen seien hier erwähnt: Nicht nur einmal jährlich! Konkret! Josua gibt uns ein gutes Beispiel. Das Land westlich des Jordans ist verteilt und die 2½ Stämme Israels, die von östlich des Jordans mitgekommen waren, dürfen jetzt in ihr Ostjordanland zurück. Sie waren verpflichtet gewesen, ihren Brüdern bei der Einnahme Kanaans zu helfen. Als Josua sie verabschiedet, sagt er folgendes:

Damals rief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm Manasse zu sich, und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des Herrn, geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch geboten habe. Ihr habt eure Brüder während dieser langen Zeit nicht im Stich gelassen bis zu diesem Tag, und habt getreulich festgehalten an dem Gebot des Herrn, eures Gottes. (…) Und Josua segnete sie und entließ sie; und sie gingen zu ihren Zelten. (Josua 22:1-3+6)
Das sind Worte des Lobes, des Dankes und der anschließenden Segnung.

Es gibt andere Bibelstellen, die uns ermutigen, Dank für empfangene Wohltaten nicht mit aufgesetzter Demut abzulehnen, sondern zu akzeptieren. Wer weise ist, wird den Dank ungekürzt und ehrlich im persönlichen Gebet an Jesus weiterleiten. Das bewahrt unser Herz vor Stolz.

Wem kannst (solltest) Du heute Danke sagen?