Wir alle kennen die Werbung: Da steht der 45 Jährige, tiefe
Geheimratsecken, gequält und bedrückt in die Kamera schauend, alles auf
einem schlecht belichteten Bild. Rechts daneben die (vielleicht) selbe
Person, selbstbewusst, ohne Geheimratsecken auf einem gut belichteten
Foto. Eins war vorher, eins nachher. Ein paar Seiten weiter ein
ähnliches Bild. Eine korpulente Person, schlechte Haltung,
übergewichtig. Rechts daneben: Dieselbe (?) Person, gerade
Körperhaltung, gesunde Figur. Vorher - Nachher! Und in einer anderen
Zeitung scheint das Bild links eine Müllhalde darzustellen, rechts ein
Blumenbeet. Der neue Dünger hat gewirkt. Vorher - Nachher. So könnte man
fortfahren. In all diesen Fällen: Wer würde sich wohl wünschen, von
"Nachher" zurückzukehren zum "Vorher"? Natürlich niemand!
Vorher - Nachher! So könnte man auch das zweite Kapitel des
Epheserbriefes überschreiben. Zunächst wird unsere "Vorher" Situation
beschrieben. Da heißt es ganz ungeschminkt:
Vorher: Tot in Sünden, Kinder des Zorns, ohne Christus, ohne
himmlisches Bürgerrecht, ohne Teilhabe an den Verheißungen, ohne
Hoffnung und ohne Gott!
Nachher: in Christus, nahe gebracht, im Frieden mit Gott und
miteinander, Teilhaber an den Verheißungen, Heiligung, in Gottes Nähe,
gereinigt, befreit und geheiligt durch Jesu Blut und mit Zugang zum
himmlischen Vater.
Wer würde sich wohl wünschen, von "Nachher" zurückzukehren zum "Vorher"?
Natürlich niemand! Und doch leben so viele Gotteskinder oft eher im
Vorher als im Nachher. Und dafür gibt es eine Erklärung: unsere
geistliche Staatsbürgerschaft.
In Epheser 2:19 sagt Paulus allen Jesusjüngern:
"So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen!"
Der Apostel Petrus hingegen ruft in 1 Petrus 2:11 allen Gläubigen zu:
"Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge…"
Fremdlinge oder nicht? Gäste oder nicht? Bürgerrecht oder nicht?
Jesusjünger sind "Gäste" auf Erden (Petrus) - und haben "Heimrecht" im
Himmel! (Paulus). Das Wichtige dabei ist: Eine doppelte
Staatsbürgerschaft gibt es nicht! Natürlich kann man versuchen, so zu
leben, als hätte man eine doppelte Staatsbürgerschaft. Man hat den "Pass
des Heils" irgendwo in einer Tasche des Herzens, lebt aber als ob die
Erde das zuhause wäre. Man ist auf der Pilgerreise in ein herrliches
Jenseits, lebt aber so, als ob das Diesseits mehr Freude schenken kann,
als das Ziel, auf das wir uns freuen und wo unser Herr auf uns wartet.
Und was ist die Folge? Ein lauwarmes Christsein. Ein Mensch, der alle
Vorzüge des "Nachher" erhalten hat, und im "Vorher" leben möchte. Das
aber funktioniert nicht. Heiß oder kalt - Ja! Ganze Sache? Ja! Aber
doppelte geistliche Staatsbürgerschaft - das gibt's nicht! Jeder Versuch
muss scheitern.
Darum wollen wir zu Herzen nehmen und uns freuen an dem, was Paulus uns zuruft:
"Ihr seid nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen" (Epheser 2:19)
Diese eine geistliche Staatsbürgerschaft reicht, zum Leben und zum Sterben! (Whg.v.7/10)
Montag, 28. Januar 2013
Sonntag, 27. Januar 2013
Herzliche Einladung zu unserem Gottesdienst
Heute wieder mit Sonntagszitat:
1 Hört dieses Wort, das der Herr gegen euch gesprochen hat, ihr Kinder Israels, gegen das ganze Geschlecht, das ich aus dem Land Ägypten heraufgeführt habe!
Amos 3:1-8:
1 Hört dieses Wort, das der Herr gegen euch gesprochen hat, ihr Kinder Israels, gegen das ganze Geschlecht, das ich aus dem Land Ägypten heraufgeführt habe!
2 Es lautet so: Nur euch habe ich ersehen von allen Geschlechtern der Erde, darum will ich auch alle eure Missetaten an euch heimsuchen.
3 Gehen auch zwei miteinander, ohne daß sie übereingekommen sind?
4 Brüllt der Löwe im Wald, wenn er keinen Raub hat? Läßt der junge Löwe aus seiner Höhle die Stimme erschallen, wenn er nichts erwischt hat?
5 Gerät auch ein Vogel in die Falle am Boden, wenn ihm kein Köder gelegt worden ist? Schnellt wohl die Falle vom Erdboden empor, obwohl sie gar nichts gefangen hat?
6 Kann man in das Horn stoßen in der Stadt, ohne daß das Volk erschrickt? Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht gewirkt hat?
7 Nein, Gott, der Herr, tut nichts, ohne daß er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.
8 Der Löwe brüllt; wer sollte sich nicht fürchten? Gott, der Herr, redet; wer sollte nicht weissagen?
3 Gehen auch zwei miteinander, ohne daß sie übereingekommen sind?
4 Brüllt der Löwe im Wald, wenn er keinen Raub hat? Läßt der junge Löwe aus seiner Höhle die Stimme erschallen, wenn er nichts erwischt hat?
5 Gerät auch ein Vogel in die Falle am Boden, wenn ihm kein Köder gelegt worden ist? Schnellt wohl die Falle vom Erdboden empor, obwohl sie gar nichts gefangen hat?
6 Kann man in das Horn stoßen in der Stadt, ohne daß das Volk erschrickt? Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht gewirkt hat?
7 Nein, Gott, der Herr, tut nichts, ohne daß er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.
8 Der Löwe brüllt; wer sollte sich nicht fürchten? Gott, der Herr, redet; wer sollte nicht weissagen?
Herzliche
Einladung zum Gottesdienst
Gottes Wort hören!
Singen (oder zuhören)!
Jesus kennenlernen! Gemeinschaft haben!
Im Glauben wachsen!
Gemeinsam zu Mittag essen!
Im Glauben wachsen!
Gemeinsam zu Mittag essen!
Wir freuen uns auf Deinen Besuch!
Calvary Chapel Freier Grund
Am hohen Rain 20
57290 Neunkirchen-Zeppenfeld
Beginn: 10:30 Uhr
SONNTAGSZITAT:Beginn: 10:30 Uhr
„Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung
und nichts eher als eine Wohltat.“
„Laß einen jeden sein, wer er ist,
so bleibst du auch wohl, wer du bist.“
(beide Zitate: Dr. Martin Luther)Samstag, 26. Januar 2013
Gottes Wort kennt zwar keine Grenzen, aber …
Es ist eine tolle und spannende Sache, wie Gott Sein Wort in
schwierigen Gebieten unters Volk bringt. So wird berichtet, dass Krieg und
Verfolgung in Afghanistan Tausende von Afghanen ins Ausland vertrieben hat.
Christliche Afghanen helfen jetzt in 8 Ländern bei der Herstellung von Radioprogrammen
für ihre Landsleute, die noch in ihrem Heimatland leben. Solche, die sich für
den Glauben an Jesus entscheiden, werden per SMS mit Bibelstellen versorgt,
damit sie wachsen können.
In anderen Ländern sind allein durch Verkündigung und Jüngerschaftsschulung über Radio Gemeinden entstanden. Bei unserem Besuch in der Türkei sehen wir immer wieder Hochhäuser, übersät mit Satellitenschüsseln, über die auch christliche Sender in diesem islamischen Land empfangen werden können. Die Live-Verkündigung des Evangeliums in der Türkei ist zum Teil lebensgefährlich. Durch Fernsehen können viele erreicht werden.
In anderen Ländern sind allein durch Verkündigung und Jüngerschaftsschulung über Radio Gemeinden entstanden. Bei unserem Besuch in der Türkei sehen wir immer wieder Hochhäuser, übersät mit Satellitenschüsseln, über die auch christliche Sender in diesem islamischen Land empfangen werden können. Die Live-Verkündigung des Evangeliums in der Türkei ist zum Teil lebensgefährlich. Durch Fernsehen können viele erreicht werden.
In viele Länder muss das Wort Gottes, Grundlage allen
rettenden Glaubens, hineingeschmuggelt werden. Besonders bekannt dürften die
Geschichten von Bruder Andrew sein, dem Gründer von „Open Doors“. Jahrelang
schmuggelte er in seinem VW Käfer Bibeln hinter den Eisernen Vorhang.
Zu Beginn der 80ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts
sehnen sich Chinas Christen aus den Hauskirchen nach Bibeln. „Eine Million Bibeln“ ist ihre Bitte. Im
Vertrauen auf Gott startete Open Doors die größte Bibelschmuggelaktion aller
Zeiten. In nur einer Nacht des Jahres 1981 wurden 1 Million Bibeln an den Augen der chinesischen Kriegsmarine
vorbei nach China transportiert, wo Christen sie in Empfang nahmen. Millionen Menschen
kamen zum Glauben.
Gottes Wort kennt keine Grenzen!
Während in vielen Ländern Gottes Wort verboten und rar ist, haben
wir bei uns freien Zugang zu einer langen Liste von Bibelübersetzungen,
Kommentaren, Predigten und Büchern über die Bibel. Vielleicht auch dadurch, dass
sie so einfach zu bekommen ist, kennen viele Zeitgenossen die Bibel heute nicht
mehr. Zu ihnen müssen wir Gottes Wort anders „schmuggeln“. WIR sind zunächst
Gottes Botschaft an sie. Wir sind Sein Mund und Seine Worte. Und durch uns
können sie hingeführt werden an Sein geschriebenes Wort.
Hier mein Vorschlag: Denk doch mal kurz nach, schick ein
Gebet nach oben – und ruf jemanden an, den Du morgen zum Gottesdienst einlädst.
Besser noch: hol jemanden ab oder verabredet Euch und geht zusammen.
Gottes Wort kennt zwar keine Grenzen, aber wo „das Angebot
groß und der Markt gesättigt“ ist, da bauen viele Menschen künstliche Grenzen
auf, Mauern gegenüber Gott und Seinem Wort. Du kannst mit Deinem Gott über (diese)
Mauern springen. Gott bringt Dich rüber, gebraucht Dich – aber springen
solltest Du schon!
Noch keine Gemeinde, in der Du zu Hause bist? Herzliche
Einladung
Calvary Chapel Freier
Grund
Am hohen Rain 20
57290
Neunkirchen-Zeppenfeld
Beginn: 10:30 Uhr
Freitag, 25. Januar 2013
Wie uns Probleme helfen können
Wir haben uns in den vergangenen zwei Tagen
über Leiden und Probleme Gedanken gemacht. Abschließen möchten wir diese
Miniserie mit der Überlegung eines unbekannten Autors beenden. Leiden und
Probleme können tatsächlich sinnvoll sein und zur Ehre Jesu beitragen.
Wie können Probleme und Leid helfen?
1. Probleme öffnen oft größere Möglichkeiten
2. Probleme können unsere geistliche Reife fördern (Ps 105:16)
3. Probleme beweisen, unsere Integrität (1 Pe 3:15)
4. Probleme schaffen ein Bewusstsein der Abhängigkeit
5. Probleme bereiten unsere Herzen für den Dienst vor
(Wir werden einfühlsamer)
6. Probleme lassen Charakter und Hoffnung wachsen
7. Probleme offenbaren die Kraft Jesu
8. Probleme offenbaren die Herrlichkeit Gottes
9. Probleme zeigen, , was der Glaube vermag
10. Probleme lehren uns, solche in Schwierigkeiten trösten
11. Probleme liefern den Beweis des Glaubens
12. Probleme ermöglichen es uns, für die Sache Christi zu leiden
13. Probleme dämpfen den Stolz
14. Leiden kann wegen der Sünde eines Anderen kommen
15. Leiden kommen, weil wir Teil eines gefallenen Menschheit sind
16. Leiden kommen, weil wir ernten, was wir säen
17. Leiden kommen als Mittel der Disziplin (Erziehung)
18. Leiden sind im Plan der Souveränität Gottes
19. Leiden kommen, weil unser Feind uns leiden lassen will.
20. Leiden kommen manchmal und die Gründe sind nur Gott bekannt.
(Eigenübersetzung)
6. Probleme lassen Charakter und Hoffnung wachsen
7. Probleme offenbaren die Kraft Jesu
8. Probleme offenbaren die Herrlichkeit Gottes
9. Probleme zeigen, , was der Glaube vermag
10. Probleme lehren uns, solche in Schwierigkeiten trösten
11. Probleme liefern den Beweis des Glaubens
12. Probleme ermöglichen es uns, für die Sache Christi zu leiden
13. Probleme dämpfen den Stolz
14. Leiden kann wegen der Sünde eines Anderen kommen
15. Leiden kommen, weil wir Teil eines gefallenen Menschheit sind
16. Leiden kommen, weil wir ernten, was wir säen
17. Leiden kommen als Mittel der Disziplin (Erziehung)
18. Leiden sind im Plan der Souveränität Gottes
19. Leiden kommen, weil unser Feind uns leiden lassen will.
20. Leiden kommen manchmal und die Gründe sind nur Gott bekannt.
(Eigenübersetzung)
Vielleicht helfen Dir diese Gedanken, solltest Du gerade durch Zeiten des Leidens gehen oder Dich mit Problemen beschäftigst.
Donnerstag, 24. Januar 2013
Die Frage nach dem Warum des Leidens (2)
DIE LANGE STILLE
Gestern haben wir festgestellt, dass es auf die Leidfrage keine alle-zufriedenstellende-Einzelantwort gibt. Allerdings gibt es Denkansätze. Gestern haben wir auf die Frage „Wie kann man trotz Leid an Gott glauben?“ mit einer Gegenfrage reagiert: „Wie können Menschen trotz Tod in Gaskammern noch an Gott festhalten und Ihn preisen?“
Gestern haben wir festgestellt, dass es auf die Leidfrage keine alle-zufriedenstellende-Einzelantwort gibt. Allerdings gibt es Denkansätze. Gestern haben wir auf die Frage „Wie kann man trotz Leid an Gott glauben?“ mit einer Gegenfrage reagiert: „Wie können Menschen trotz Tod in Gaskammern noch an Gott festhalten und Ihn preisen?“
In dem kurzen Schauspiel „Die lange
Stille“ geht es um Gott auf der Anklagebank. Wieder nicht die erhoffte,
allgemeingültige Einzelantwort, aber mit Sicherheit Gedankenfutter.
„Millionen von Menschen trafen sich am
Ende der Zeit vor Gottes Thron. Die meisten wichen vor dem strahlend-hellen
Licht zurück. Manche Gruppen jedoch in den vorderen Reihen sprachen
miteinander, nicht beschämt, sondern voller Kampfeslust.
"Kann Gott uns richten? Was weiß der schon von Leiden?" schnauzte eine junge Brünette und krempelte den Ärmel hoch, der eine eintätowierte Nummer aus einem Konzentrationslager zum Vorschein brachte. "Wir haben Terror... Schläge … Folter und Tod ausgehalten!"
In einer anderen Gruppe zog ein ein schwarzer Junge seinen Kragen herunter und entblößte eine hässliche Seilbrandwunde. "Gehängt für kein anderes Verbrechen, außer: schwarz zu sein"
In einer weiteren Gruppe war eine schwangere Schülerin mit mürrischen Augen. "Warum sollte ich leiden?" schnippte sie "Es war doch nicht meine Schuld!"
"Kann Gott uns richten? Was weiß der schon von Leiden?" schnauzte eine junge Brünette und krempelte den Ärmel hoch, der eine eintätowierte Nummer aus einem Konzentrationslager zum Vorschein brachte. "Wir haben Terror... Schläge … Folter und Tod ausgehalten!"
In einer anderen Gruppe zog ein ein schwarzer Junge seinen Kragen herunter und entblößte eine hässliche Seilbrandwunde. "Gehängt für kein anderes Verbrechen, außer: schwarz zu sein"
In einer weiteren Gruppe war eine schwangere Schülerin mit mürrischen Augen. "Warum sollte ich leiden?" schnippte sie "Es war doch nicht meine Schuld!"
Hunderte solcher Gruppen verstreuten
sich in der Ebene vor Gottes Thron. Jede hatte andere Beschwerden für das Leid und das Böse, das Er
auf Seiner Erde geduldet hatte.
Wie glücklich konnte Gott sein, in der Herrlichkeit und im Licht des Himmels zu leben, wo es kein Weinen, keine Furcht, keinen Hass und keinen Hunger gab. Was wusste Gott schon von all dem, was der Mensch gezwungen war, auf Erden zu erdulden? „Gott lebt ein sehr behütetes Leben!“, so sagten sie.
Und so sandte jede dieser Gruppen einen ausgewählten Führer, der das größte Leid erlitten hatte. Ein Jude, ein Afro-Amerikaner, jemand aus Hiroshima, eine Person, die durch Arthritis furchtbar entstellt war, ein Contergan geschädigtes Kind und andere. In der Mitte der Ebene trafen sie sich und berieten sich miteinander. Zum Schluss waren sie bereit, ihren Plan zu präsentieren. Es war ein ziemlich kluger Plan.
Bevor Gott sie würde richten können, sollte Er zuerst erdulden, was sie erduldet hatten.Ihr Urteil lautete: Gott sollte auf die Erde kommen und hier als Mensch leben.
“Lasst Ihn als Jude geboren werden und mit Zweifel, ob er ein ehelich gezeugtes Kind ist. Gebt Ihm eine Arbeit so schwer, dass sogar seine Familie ihn für verrückt hält, wenn er sie anpackt. Lasst Ihn durch Seine besten Freunde verraten werden, lasst Ihn aufgrund von fabrizierten Anschuldigungen angeklagt, von einem voreingenommenen Gericht verhört und von einem feigen Richter verurteil werden. Dann soll Er gefoltert werden und zum Schluss lasst ihn fühlen was es bedeutet, völlig alleine zu sein. Dann lasst ihn so sterben, dass niemand Seinen Tod bezweifeln kann. Lasst eine ganze Menschenmenge Seinen Tod bezeugen!
Wie glücklich konnte Gott sein, in der Herrlichkeit und im Licht des Himmels zu leben, wo es kein Weinen, keine Furcht, keinen Hass und keinen Hunger gab. Was wusste Gott schon von all dem, was der Mensch gezwungen war, auf Erden zu erdulden? „Gott lebt ein sehr behütetes Leben!“, so sagten sie.
Und so sandte jede dieser Gruppen einen ausgewählten Führer, der das größte Leid erlitten hatte. Ein Jude, ein Afro-Amerikaner, jemand aus Hiroshima, eine Person, die durch Arthritis furchtbar entstellt war, ein Contergan geschädigtes Kind und andere. In der Mitte der Ebene trafen sie sich und berieten sich miteinander. Zum Schluss waren sie bereit, ihren Plan zu präsentieren. Es war ein ziemlich kluger Plan.
Bevor Gott sie würde richten können, sollte Er zuerst erdulden, was sie erduldet hatten.Ihr Urteil lautete: Gott sollte auf die Erde kommen und hier als Mensch leben.
“Lasst Ihn als Jude geboren werden und mit Zweifel, ob er ein ehelich gezeugtes Kind ist. Gebt Ihm eine Arbeit so schwer, dass sogar seine Familie ihn für verrückt hält, wenn er sie anpackt. Lasst Ihn durch Seine besten Freunde verraten werden, lasst Ihn aufgrund von fabrizierten Anschuldigungen angeklagt, von einem voreingenommenen Gericht verhört und von einem feigen Richter verurteil werden. Dann soll Er gefoltert werden und zum Schluss lasst ihn fühlen was es bedeutet, völlig alleine zu sein. Dann lasst ihn so sterben, dass niemand Seinen Tod bezweifeln kann. Lasst eine ganze Menschenmenge Seinen Tod bezeugen!
Nachdem jeder Gruppenleiter seinen Vorschlag
gemacht hatte, ging ein zustimmendes Raunen durch die Menge.
Als der letzte Ankläger geendet hatte entstand
es sehr lange Stille. Niemand sagte ein Wort. Niemand rührte sich.
Denn plötzlich wurde allen klar:
Denn plötzlich wurde allen klar:
Gott hatte Seine Strafe
bereits abgesessen!
Daher musste er in
allem seinen Brüdern gleich werden,
damit er barmherzig würde und ein treuer
Hoherpriester vor Gott,
zu sühnen die Sünden des Volkes. (Hebräer 2:17)
Darum hat auch Jesus,
damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut,
damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut,
gelitten draußen vor dem Tor. (Hebräer 13:12)
Mittwoch, 23. Januar 2013
Die Frage nach dem Warum des Leidens
Immer wieder wird uns von Atheisten
oder Gottesgegnern die Frage gestellt, warum Gott so viele Leiden zulässt.
Diese Frage lässt sich nicht in einem Satz beantworten, schon allein deshalb
nicht, weil nicht alle Antworten – deren es viele gibt – auf alle Situationen
zutreffen. Darum kann auch nicht in einem Blog eine allgemeingültige Antwort
gegeben werden. Andererseits sollen heute und morgen Ansätze zum Nachdenken
aufgezeigt werden.
Am 19. August 2012 predigte Dr.
Heinrich Christian Rust in der Braunschweiger Friedenskirche über den Text aus
2 Korinther 4:5-12. In seiner Predigt erzählte er von Professor Helmut Thielecke,
der von einem Stundenten gefragt wurde:
„Können
Sie, Herr Professor, uns sagen, wie man angesichts von Auschwitz, von Bergen
–Belsen, von Buchenau heute überhaupt noch an einen allmächtigen Gott glauben und
„Hallelujah“ singen kann?“ – Es entstand eine große Stille im Audimax.
Professor Thielicke räusperte sich und sagte dann entschlossen: „ Das ist eine wichtige und bedrängende
Frage. Ich habe keine Antwort darauf, die meinen und Ihren Intellekt befriedigt
. Aber ich kenne eine Frage, die mich noch mehr umtreibt. „ Können Sie mir
sagen, wie es dazu kommen konnte, dass in den Konzentrationslagern, in
Auschwitz, in Bergen-Belsen und in Buchenau immer noch Menschen waren, die
selbst in den Gaskammern noch das „Halleluja“ gesungen haben?“
Während dies keine Antwort auf die „Warum?“ Frage ist, entkräftet
es den Angriff der Gottesleugner. Die Geschichte bezeugt, dass selbst die
Leidenden und Todgeweihten diese Frage nicht stellen, sondern mitten im Leid Den
preisen, Den andere ohne Leid hinterfragen.
Als Christen haben wir nicht alle Antworten auf alle Fragen.
Manchmal haben wir Antworten, aber haben sie nicht parat. Manchmal kennen wir
die existierenden Antworten nur nicht.
Solche Beispiele ermutigen uns allerdings, nicht frustriert zu
reagieren oder in die Zweifel der Gottesleugner einzustimmen. Anstatt uns durch
das von Menschen verschuldete und erzeugte Leid von Gott abzuwenden, dürfen wir
Mut und Hoffnung schöpfen durch Geschwister, die selbst im Todeskampf mit
Freuden und starkem Glauben ihrem Gott und unserem Gott entgegen gegangen sind.
Dienstag, 22. Januar 2013
Inbrünstiges Gebet!
Gestern, im Blog über die Tragödie der Unerreichten, wurde
K.P. Yohannan mit den Worten zitiert: „Wann
hast du zum letzten Mal mit Inbrunst und
unter Tränen für die verlorenen Menschen gebetet?"
Angekündigt war für heute ein Post über inbrünstiges
Gebet.
Vor Jahren nahm ich an einer Konferenz teil, in der eine alte,
erfahrene Missionarin erklärte: „Moslems
gewinnt man durch Gebet, am besten scheint das Gebet unter Tränen zu sein!“
Dann fügte sie selbstkritisch und lächelnd hinzu: „Das lässt sich natürlich nicht produzieren“
Inbrünstiges Gebet muss auch nicht auf tränenreiches Gebet
begrenzt werden. Von Jesus heißt es, dass sein Schweiß während seines
Gebetskampfes wie Blutstropfen wurde, ein Phänomen, das in extremen
Stresssituationen und unter Todesangst aufkommen kann und als Hämhidrose
(Blutschweiß) bekannt ist.
Auch von David Brainerd, dem Indianermissionar, wird inbrünstiges Gebet berichtet. Oft rang er im Wald, mitten im Winter, stundenlang mit Gott im Gebet.
Wenn er zum Ende kam, hatte die Intensität seines Gebets den Schnee um ihn
herum zum Schmelzen gebracht.
Alles etwas extrem, nicht wahr? Interessant ist, dass die Gebete
solcher Extrembeter scheinbar oft effektiver waren als die Gebete der
Durchschnittsbeter heute.
Von David Wilkerson, der die Teen Challenge Arbeit unter den
Drogenabhängigen und Mördergangs in New York gründete, wird berichtet, dass
sich ein junger Mann zum Dienst bewarb. Wilkerson fragte ihn, wieviel Zeit er
im Gebet verbringe. Der junge Student meinte, etwa 20 Minuten täglich.
Wilkerson sagte ihm: "Gehen Sie heim, junger Mann. Gehen Sie für einen
Monat zurück und beten Sie jeden Tag zwei Stunden. Wenn Sie das getan haben,
kommen Sie wieder. Dann kann ich eventuell erwägen, Sie auf die Straßen loszulassen,
in denen Mord, Unzucht, Gewalt und jede Art von Gefahr lauert. Wenn ich Sie
jetzt, mit nur 20 Minuten Gebet täglich, losschicken würde, bedeutete das,
einen Soldaten ohne Waffen in den Kampf zu schicken, und Sie würden zu Tode
kommen."
Braucht es 2 Stunden Gebet, um gerettet zu werden? NEIN! Braucht es 2 Stunden Gebet, damit Gott mich liebt? NEIN! Aber, wie jemand schrieb: Auf der Ebene einminütiger Konversation mit Gott werden wir kein "Gut gemacht, Du guter, treuer Knecht" hören. Und ganz sicher werden wir mit dieser Art Gebetsleben nicht durchhalten in den harten, rauen Gebieten, in denen Jesus noch nicht bekannt ist und angebetet wird.
Braucht es 2 Stunden Gebet, um gerettet zu werden? NEIN! Braucht es 2 Stunden Gebet, damit Gott mich liebt? NEIN! Aber, wie jemand schrieb: Auf der Ebene einminütiger Konversation mit Gott werden wir kein "Gut gemacht, Du guter, treuer Knecht" hören. Und ganz sicher werden wir mit dieser Art Gebetsleben nicht durchhalten in den harten, rauen Gebieten, in denen Jesus noch nicht bekannt ist und angebetet wird.
Die Frage, die sich (fast) allen stellen wird ist: Wie komme
ich dahin? Was kann ich tun, damit mein Gebet inbrünstig wird, damit ich
Gefallen finde an dem, woran Gott Gefallen findet? Ein Teil der Antwort liegt in
dem Vers, der bereits gestern erwähnt wurde. Jesus sagt:
Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich
selbst
und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge
mir nach. (Lukas 9:23)
Gott arbeitet an uns. Er "beamt" uns nicht in den Zustand,
in den wir hineinwachsen sollen. Wenn wir den Weg der Nachfolge beschreiten, sammeln
wir unzählige, wertvolle Erfahrungen und Gott formt uns mit jedem Schritt mehr
in das Bild Seines Sohnes. Du möchtest es lernen, inbrünstig und erhörlich zu beten? BETE und verbringe Zeit
mit Jesus! Das ist die Antwort! Bete alleine. Fang nicht mit 2 Stunden an, aber
belass es auch nicht bei 2 Minuten. Bete mit anderen. Besuche Gebetskreise, den
Deiner Gemeinde, vielleicht auch die anderer Gemeinden. Beteilige Dich an
übergemeindlichen Gebetskreisen. Was immer Du tust: Bete und verbringe Zeit mit
Jesus. Zeit, die mit Jesus verbracht wird, schürt das Feuer der Liebe zu Jesus.
Zeit, die Jesus gehört und ihm vorenthalten wird, ist Wasser auf die Flamme.
Vernachlässige nicht die Gemeinschaft mit Gott. Lass Dein
Gebet mehr sein als das Tischgebet und ein Stoßgebet. Beten lernt man durch
Beten!
Montag, 21. Januar 2013
Die Tragödie und ein Lösungsansatz
In der letzten Zeitschrift 2012 der Missionsgesellschaft „Gospel
for Asia“ fragt K.P. Yohannan: Wo stehst
Du in Deinem Leben mit dem Herrn? Dabei geht Yohannan nicht oberflächlich
auf die Klischeefragen ein nach unserer „Stillen Zeit“, unserem Gemeindebesuch und
unserem Zeugnis. Er weist zu Beginn auf die Tatsache hin, dass unzählige
Menschen zu Jesus kamen mit Anliegen, ihnen zu helfen, sie zu heilen, zu
befreien und zu retten. Jesus hörte ihre Anliegen, handelte und sandte vor
Seiner Himmelfahrt seine Jünger aus, Seine Werke fortzuführen und Seinen
Auftrag zu erfüllen. Das zu tun, bedeutet allerdings, Sein Leben um Jesu willen
zu verlieren. „Als Jesus die Volkmengen sah, empfand Er
Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die
keinen Hirten haben. (Matthäus 9:36) Den Jüngern ging das zu
diesem Zeitpunkt offensichtlich nicht so. Ihre Herzen waren nicht so barmherzig
und mitleidsvoll wie das Herz Jesu. Erst später, nach Pfingsten, verstanden sie
es und waren bereit, ihre Leben für die Sache Jesu zu geben. Alle, außer
Johannes starben den Märtyrertod.
Der Artikel erwähnt eine Tragödie. Die Beschreibung durch Worte aus
Jeremiah 8:20 sind brandaktuell, wie zu der Zeit des Propheten. Auch heute
rufen über 2 Milliarden Menschen aus:
„Die Ernte ist vorüber, der Sommer ist zu Ende,
und wir sind nicht
gerettet.“
Yohannan zeigt die einzige Gebrauchsanweisung auf, die uns
helfen kann, den Auftrag zu erfüllen und die Tragödie zu beenden: Gebet! „Wann“ so fragt er „hast du zum letzten Mal mit Inbrunst und unter Tränen für die
verlorenen Menschen gebetet? Ohne eine tiefere und offensichtlichere Hingabe
zum Gebet von uns aus, wird nichts diese Tragödie verändern.“ (Morgen mehr über inbrünstiges Gebet).
Gebet als
Grundvoraussetzung ist nicht zu umgehen, nicht zu kürzen und nicht zu ersetzen.
Geschieht es, können wir Gottes Eingreifen erwarten. Geschieht es nicht müssen wir
uns sagen lassen:
„Ihr habt es nicht,
weil ihr nicht bittet.“ (Jakobus 4:2)
Nachdem das Fundament durch Gebet gelegt ist, beginnt der
Weg der Leiden. Yohannan schreibt: „Ohne
Leiden können wir den Ruf des Herrn die Verlorenen zu erreichen, nicht ausführen.
Meine Brüder und Schwestern, unsere westliche Christenheit dient praktisch voll
und ganz dem persönlichen Selbsterhalt.“ Das Kreuz auf sich zu nehmen und
zu sterben, damit Leben entsteht, das ist das Beispiel Jesu und sein Ruf an
uns.
Das sind herausfordernde Worte. Gebet und Leiden – zwei ganz
unterschiedliche Schuhe, die wir aber bereit sein müssen, zu tragen. Wenn wir
uns zu der Bereitschaft durchringen können, werden wir maßgeblich daran
mitarbeiten, dass die Tragödie der über 2 Milliarden Unerreichten geringer wird.
Wenn wir bereit sind, die Schuhe des Gebets und des Leidens zu tragen, werden
wir auch daran mitarbeiten, dass die Tragödie der zahllosen hartherzigen und
desinteressierten Erreichten um uns herum geringer wird. Jede vergangene
Erweckung seit Apostelgeschichte 2 belegt diese Tatsache.
Lasst uns zusammenstehen im Gebet, im gegenseitigen
Ermutigen, das Kreuz auf uns zu nehmen, unserem Ego zu sterben und für Jesus zu
leben!
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