„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 9. April 2012

Chronologie der Auferstehungsberichte

Jesus ist auferstanden!

Ohne diese 3 Worte wäre unser Glaube sinnlos. In 1 Kor 15:13-20 heißt es:

Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden! … so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube! Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden …  so ist auch Christus nicht auferweckt worden …  so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden … dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen!
NUN ABER IST CHRISTUS AUS DEN TOTEN AUERWECKT!

Für Menschen, die Gott ablehnen, darf das nicht sein! Und darum muss man Wege finden, die Auferstehung Jesu zu diskreditieren, sie ins lächerliche zu ziehen oder anzuzweifeln. Das ist natürlich bis heute nicht gelungen! Man kann Tatsachen nicht aus der Welt schaffen!  
Ein Weg, uns die Auferstehung madig zu machen, ist, zu behaupten, dass die Bibelberichte der 4 Evangelisten unstimmig sind und sich widersprechen.

Im Folgenden soll eine aus den 4 Evangelien zusammengestellte Chronologie der Auferstehung aufgezeigt werden. Zu manchen Aussagen gibt es zusätzliche, sinnvolle Alternativen, was umso mehr belegt, dass vermeintliche „Widersprüche“ auf verschiedene Weise sinnvoll erklärbar sind.

Markus 16:1+2: Und als der Sabbat vorüber war, (Samstagabend) kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben.
Johannes 20:1: Am ersten Tag der Woche (Sonntagmorgen) aber kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab ...

Oder bei Markus: (16:2) 
aSehr früh am ersten Tag der Woche, (am Sonntag) als die Sonne aufging, (in der Morgendämmerung) kamen sie zu dem Grab.

Entweder verabredeten sich die 3 Frauen am Grab, und Maria Magdalena kam etwas früher, als es noch völlig dunkel war, während die beiden anderen Frauen kamen, als die Sonne gerade einen Silberstreifen am Horizont hervorrief, oder sie kamen zusammen, als gerade der Silberstreifen erschien. Der Morgen dämmerte, obwohl es noch finster war! Bereits auf dem Weg zum Grab kam ihnen ein Problem in den Sinn:
Markus 16:3: „Wer wälzt uns (eigentlich) den Stein von dem Eingang des Grabes?“

Außerdem war das Grab versiegelt und bewacht.
Matthäus 27:65+66 Pilatus aber sprach zu ihnen (den Pharisäern) : Ihr sollt eine Wache haben! Geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt! Da gingen sie hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache.

Das war ein Megaproblem für die Frauen. Zusätzlich hatten sie eine seltsame Erfahrung:
Auf dem Weg zum Grab machen sie eine furchterregende Erfahrung:
Matthäus 28:2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf.

Mit der Graböffnung durch den Engel war eins der Probleme der Frauen gelöst, obwohl sie es noch nicht wußten.  Der Engel hat also das Grab geöffnet.
Matthäus 28:3-4 Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot.

Das ist die Szene:  Ein offenes Grab, besinnungslose Wächter die davor rumliegen, Engel drin – jetzt kommen die Frauen an, die von alledem nichts wußten.
 
Markus 16:4 und Lukas 24:2-3 berichten:
„Als sie aufblickten, sahen sie, dass der Stein weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß.“ „Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Sie waren ratlos und überlegten, was geschehen sein konnte.“

Maria Magdalena die besondere Befreiung und Wunderwirkungen durch Jesus in ihrem Leben erfahren hatte, verlässt – wie unter Schock – die beiden anderen Frauen. Es heißt in Johannes 20:2:
Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!

Die beiden anderen Frauen bleiben ratlos im Grab – und dann werden ihnen die Augen geöffnet:
Lukas 24:4: Siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen.

Der Engel redet mit ihnen und sagt:

Matthäus 28:5: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
Markus 16:6 + Lukas 24:5-8: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten!  »Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?   Entsetzt euch nicht! ... Er ist auferweckt worden. ... Wie er gesagt hat.   Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war, und sagte: »Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen«. Da (!) erinnerten sie sich an seine Worte,

Die Engel erinnert die trauernden Frauen und ermutigt nicht nur durch die Erinnerung an Jesu Worte betreffs Auferstehung. Sie geben den Frauen außerdem einen Auftrag:
Matthäus 28:7 Geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, daß er aus den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt!

Wie reagieren die Frauen? Die Bibel beschreibt das ganze Spektrum aufgewühlter Emotionen:
Markus 16:8: „Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft. Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen, und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich.”

Das war ihre erste Reaktion. Erst mal weg. Erst mal durchatmen und wieder klar denken. Auffällig ist, dass sie das Ganze viel besser verarbeiten als die Wächter. Die liegen bewusstlos vor dem Grab. Die Frauen, die wesentlich mehr durchgemacht hatten als die Wächter, fürchten sich zwar – aber Matthäus 28:8 definiert ihre Furcht als Ehrfurcht in Freude:
„Und sie gingen schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden.“

Maria Magdalena, die schon vorher zu Prteus und Jophannes gelaufen war, hatte diese informiert und berichtet:
Johannes 20:2 „Sie haben den Herrn aus dem Grab genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!“ 

Petrus und Johannes machen sich sofort auf den Weg zum Grab:
Johannes 20: 3-7 Nun gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und begaben sich zu dem Grab. Die beiden liefen aber miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zum Grab, und er beugte sich hinein und sah die leinenen Tücher daliegen, ging jedoch nicht hinein. Dann kommt Simon Petrus, der ihm folgte, und geht in das Grab hinein und sieht die Tücher daliegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem besonderen Ort.

Petrus ist empfänglicher für das, was hier geschehen ist. Er erkennt, dass die Grabtücher noch in einer Art und Weise daliegen, die zeigt: der Leichnam wurde nicht ausgewickelt – sondern kam aus den Tüchern heraus ohne die Wickelform zu verletzen. Er ruft Johannes hinein:
Johannes 20:8: „Darauf ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war, und er sah und glaubte.“

Nachdem Maria Magdalena Petrus und Johannes informiert hatte: „Das Grab ist offen, der Leichnam ist weg“ – waren die beiden losgerannt. Maria hatten sie lange abgehängt. Sie kam erst am Grab an, nachdem Petrus und Johannes bereits wieder weg waren. Was sich innerhalb von wenigen Minuten liest, hat in der Realität Stunden gedauert. Maria weiß also nichts von dem, was Petrus und Johannes herausgefunden haben. Von Maria heißt es, dass sie zunächst vor dem Grab Halt macht und eine Runde weint, bevor sie dann eine Engelerscheinung hat. Die Offenbarung der Engel ist offensichtlich weniger glorreich als die Erscheinung zuvor bei den anderen beiden Frauen. Es entspannt sich ein Gespräch. Wir lesen in Joh 20:11-13:
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Wie sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab,  und sie sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen, den einen beim Haupt, den anderen zu den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und diese sprechen zu ihr: Frau, warum weinst du? “Sie haben meinen Herrn weggenommen, u. ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!“

Während sie antwortet, merkt sie, dass jemand hinter ihr steht und dreht sich um. Johannes 20:14+15 berichtet uns:
Und als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen und wußte nicht, daß es Jesus war. Jesus spricht zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen!

Und dann, an diesem Auferstehungssonntag – begegnet Jesus Maria – ruft ihren Namen, wie nur Jesus unseren Namen rufen kann. Maria erkennt Jesus und betet an:„Rabbuni – Lehrer – Meister!“

Sie erhält einen klaren Auftrag von Jesus den sie auch erfüllt:
Joh 20:17-18: Geh . ..zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Da kommt Maria Magdalena und verkündet den Jüngern, daß sie den Herrn gesehen und daß er dies zu ihr gesprochen habe.

Während Maria das Grab verlässt um nach Jesu Worten den Jüngern zu berichten, werden sich die anderen beiden Frauen gefragt haben, wo Maria Magdalena abgeblieben ist. Sie war durch das geöffnete, leere Grab so verwirrt gewesen, dass sie die beiden verlassen hatte und zu Petrus und Johannes gelaufen war. Seitdem hatten sie sie nicht mehr gesehen. Sie werden sich gefragt haben: Wo ist sie wohl – und sich auf den Weg zum Grab gemacht haben, wo sie sie zuletzt gesehen hatten. Als sie dort ankommen, ist Maria aber bereits wieder fort.

Am Grab angekommen, haben die beiden Frauen jetzt ihre Begegnung mit dem auferstandenen Jesus:
Matthäus 28:9+10  Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.

Hier hören eigentlich die Texte auf, die Bibelkritiker gegeneinander auszuspielen versuchen. Wie einfach die Evangelien aber zu harmonisieren sind, ist hoffentlich hier deutlich geworden. Als dritte Erscheinung wird in Lukas 24:34 eine Begegnung Jesu mit Petrus erwähnt. Danach folgt die Begegnung mit den Emmaus Jüngern in Lukas 24:13-33. Nachdem die Emmausjünger zur Berichterstattung am Abend in Jerusalem ankamen, waren sie gerade dabei, den Jüngern zu berichten, als Jesus ihnen allen erscheint (Lukas 24:36-43). Alle Jünger waren anwesend – außer Thomas. Eine Woche später erscheint Jesus erneut, als Thomas bei den anderen ist. Auch er kann nur anbetend erkennen: Johannes 20:24: „Mein Herr und mein Gott!“

Die letzten in den Evangelien erwähnten Erscheinungen nach der Auferstehung sind in Galiläa, am See Tiberias. Dort erscheint Jesus den Jüngern und hat ein längeres Gespräch mit Petrus. Die letzte Erscheinung ist bei der Himmelfahrt, die Jesus mit dem Missionsauftrag verbindet.
Die Auferstehung Jesu ist das größte Wunder, das Jesus getan hat, denn es zeigt Ihn als Quelle und Ursprung des Lebens, als den, der das Leben in der Hand hält.

Ohne Auferstehung fehlt jegliche Hoffnung.
Durch die Auferstehung haben Du und ich heute Zugang zu Vergebung, ewigem Leben, Freude, Friede, Zuflucht, Hoffnung, Hilfe im Alltag, Trost, und viel, viel mehr!

Jesus ist auferstanden! 
Daran rüttelt niemand!
Das widerlegt niemand!
Das erschüttert niemand!
Das ändert niemand!
Jesus ist auferstanden!  Preis dem Herrn! Jesus lebt!

Sonntag, 8. April 2012

JESUS LEBT!

Er ist der Erste und Letzte, der Anfang und das Ende!
Er ist der Erhalter der Schöpfung und der Schöpfer von allem!
Er ist der Architekt des Universums und der Manager aller Zeiten.

Er war schon immer, Er ist immer, und Er wird es immer sein ...
Unbeweglich, unverändert, unbesiegt und nie unvollendet!

Er wurde verletzt und bringt Heilung!
Er wurde durchbohrt und lindert Schmerzen!
Er wurde verfolgt und bringt Freiheit!
Er war tot und bringt Leben!
Er ist auferstanden und bringt Kraft!
Er regiert und bringt Frieden!

Die Welt kann Ihn nicht verstehen,
Die Armeen können Ihn nicht besiegen,
Die Schulen können Ihn nicht erklären,
Die Führer und können Ihn nicht ignorieren Sie.

Herodes konnte Ihn nicht töten,
Die Pharisäer konnten Ihn nicht verwirren,
und das Volk konnte ihn nicht halten!

Nero konnte Ihn nicht vernichten,
Hitler konnte Ihn nicht zum Schweigen bringen,
Das New Age kann Ihn nicht ersetzen,
Richard Dawkins kann Ihn nicht wegerklären!

Er ist Licht, Liebe, Leben und Herr.
Er ist die Güte, Freundlichkeit, Sanftmütigkeit und Gott.
Er ist heilig, gerecht, stark, mächtig und rein.

Seine Wege sind richtig, Sein Wort ist ewig,
Sein Wille ändert sich nicht, und Seine Gedanken sind bei mir.

Er ist mein Erlöser, Er ist mein Heiland,
Er ist mein Führer, und Er ist mein Frieden!
Er ist meine Freude, Er ist mein Trost,
Er ist mein Herr, und Er regiert mein Leben!

Ich diene Ihm, weil Sein Band die Liebe ist,
Seine Last ist leicht, und Sein Ziel für mich ist ein Leben in Fülle.

Ich folge ihm, weil Er die Weisheit der Weisen ist,
die Macht der Mächtigen, der Alte an Tagen,
der Herrscher über Herrscher, der Führer aller Führer,
der Wächter der Überwinder
und der souveräne Herr über alles das war und ist und kommen wird.

Ist das schon eeindruckend? achte erst mal auf die Ausmaße:
Sein Ziel ist eine Beziehung mit mir!
Er wird mich nie verlassen, mich nie aufgeben,
mich niemals in die Irre führen, mich nie vergessen, 

mich nie übersehen,
und nie meinen Termin mit Ihm aus Seinem Kalender ausstreichen!

Wenn ich falle, hebt Er mich auf!
Wenn ich versage, vergibt Er!
Wenn ich schwach bin, ist Er stark!
Wenn ich verloren bin, Er ist der Weg!
Wenn ich mich fürchte, Er ist mein Mut!
Wenn ich stolpere, stützt Er mich!
Wenn ich verletzt bin, heilt Er mich!
Wenn ich zerbrochen bin, macht Er mich ganz!
Wenn ich blind bin, führt Er mich!
Wenn ich hungrig bin, speist Er mich!

Wenn ich angefochten werde, ist Er bei mir!
Wenn ich angegriffen werde, schirmt Er mich!
Wenn ich Probleme habe, tröstet Er mich!
Wenn ich Verlust erfahre, kümmert Er Sich um mich!
Wenn ich den Tod vor Augen habe, trägt Er mich heim!

Er ist alles
für jeden, jederorts, jederzeit, und auf jedem Weg. 

Er ist Gott,
Er ist treu.
Ich bin Sein, und Er ist mein!

Mein Vater im Himmel kann den Vater dieser Welt verprügeln.
Wenn Du Dich also wunderst,
warum ich mich so sicher fühle,
versteh’ Folgendes ...

Er sagte es, und so ist es.
Gott hat die Kontrolle,
Ich bin auf Seiner Seite, und das bedeutet:
Meiner Seele geht es gut.

Jeder Tag ist ein Segen, denn GOTT hat die Kontrolle!

JESUS LEBT! ER IST AUFERSTANDEN! HALLELUJAH!

By: Georgy; Quelle: www.turnbacktogod.com (Übersetzung und Anpassung in Eigenregie)

Samstag, 7. April 2012

Wo war Jesus am Karsamstag?

Wo war Jesus in der Zeit zwischen Seinem Sterben und vor Seinem Auferstehen? In Kürze: Ich weiß es nicht. Dabei ich bin in guter Gesellschaft, denn meine Nachforschungen ergaben, dass Theologen und Ausleger in ihren Kommentaren bekennen: Es ist nicht 100% sicher, wo Jesus war und eine glasklare Antwort gibt uns die Bibel nicht. Dennoch gibt es relativ viele Bibelstellen, die Andeutungen machen und Schlüsse zulassen. Im Folgenden Auszüge aus einigen der wichtigsten Bibelstellen zu diesem Thema:

Epheser 4:8-10
„Darum heißt es: »Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben«. Das Wort aber: »Er ist hinaufgestiegen«, was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde?

Luke 16:22+26
„Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. … Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, so dass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen.“

1 Peter 3:18-20.
„Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben...“

Psalm 16:10-11
„denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer die Verwesung sieht.“

Luke 23:43
„Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“

Allein die Verse füllen die Hälfte der normalen Blog-Länge. Darum hier nur eine kurze Erklärung, die denen helfen soll, die sich mit dem Thema näher beschäftigen möchten. Wo war Jesus zwischen Tod und Auferstehung?

  • Sein Leib war im Grab! (Matthäus 27:60)
  • Sein Geist stieg hinab zu den Niederungen der Erde! (Epheser 4:9)
  • Die Niederungen der Erde bezeichnen das Totenreich, in das Jesus ging (Psalm 16:10; Apostelgeschichte 2:27)
  • Totenreich (Hebräisch: Sheol, griechisch Hades) bezeichnet den Ort der Verstorbenen und wird als zweigeteilt beschrieben. (Lukas 16:22+26) In dem einen Teil (nicht die Hölle) leiden bereits alle, die ohne Glauben gestorben sind. In dem anderen Teil, auch „Abrahams Schoß“ und „Paradies“ genannt, werden die getragen, die im Glauben gestorben sind. Eine unüberbrückbare Kluft trennt beide Plätze.
  • Am Kreuz verspricht Jesus dem sterbenden Verbrecher, der an ihn glaubt, noch am selben Tag mit ihm im Paradies zu sein (Lukas 23:43). Jesus ging also nach seinem Tod ins Totenreich, genauer: ins Paradies, in den Teil, in dem sich die gläubig Gestorbenen aufhielten. Was tat er dort?
  • Er proklamierte seinen Sieg den Seelen der Verstorbenen. Den ungläubig Verstorbenen zum Gericht, den gläubig Verstorbenen zum Heil und um sie hinaus zu führen, mitzunehmen zu sich in die Höhe. (Epheser 4:8).
Das Totenreich ist nicht die Hölle. Das Totenreich ist ein zeitlicher Platz. Die Hölle ist ein ewiger Platz, der erst bevölkert wird nach dem Gericht von Offenbarung 20.

Das Totenreich ist auch nicht ein Platz für eine „zweite Gelegenheit.“ Jesus hat dort nicht evangelisiert, sondern seinen Sieg „Es ist vollbracht“ proklamiert!

Zusammenfassend stellt mich diese Antwort zufrieden:
Nach seinem Tod ging Jesus ins Totenreich. Den ungläubig Gestorbenen proklamierte Er Seinen Sieg. Die gläubig Gestorbenen nahm er mit „in die Höhe.“ Der Teil des Totenreiches, in dem sich die Seelen der Geretteten aufhielten ist demnach heute leer. Sie sind bei Jesus. Der Teil, in dem sich die Seelen der ungläubig Verstorbenen befinden, wird aufgelöst am Tag des Gerichts (Offenbarung 20).

In allem ist die Hauptfrage nicht: Wo war Jesus damals zwischen Karfreitag und Auferstehungssonntag? Die Hauptfrage ist: Wo stehst Du heute in Deiner Beziehung mit Jesus? Heute sitzt Er zur Rechten des Vaters, diejenigen erwartend, die heute an Ihn glauben.               (Whg.v.23.4.11)

Freitag, 6. April 2012

Bezahlt!

In seinem Buch „Dunkler als Finsternis heller als Licht“* schreibt Hans-Peter Royer von einer imaginären Unterhaltung zwischen Satan und Jesus, die etwa so verlaufen sein könnte:

Eines Tages hatten Satan und Jesus eine Unterhaltung. Satan kam gerade vom Garten Eden zurück. Er war hämisch und prahlerisch und sagte zu Jesus: „Ja, ich habe gerade die ganze Welt voller Menschen gefangen.  Ich setzte meine Falle und verwendete einen Köder, von dem ich wusste: Sie können ihm nicht widerstehen. Ich hab sie alle erwischt!“
„Was wirst du mit ihnen tun?“  fragte Jesus.
Satan antwortete: „Ich werde richtig Spaß haben mit denen! Ich werde sie lehren, wie man heiratet und sich voneinander scheidet, wie man sich hasst und gegenseitig missbraucht, wie man trinkt und flucht. Ich werde sie lehren, wie man Schusswaffen und Bomben erfindet und sich gegenseitig umbringt. Ich werde Spaß haben!“
„Und was wirst du tun, wenn du damit fertig bist?“,  fragte Jesus.
„Ich werde sie töten!“, tönte Satan stolz.
„Wie viel möchtest Du für die Menschen?“, fragte Jesus.
„Nein, vergiss es“ antwortete Satan, „ sie sind zu nichts gut. Sie würden dich sowieso nur missbrauchen und hassen. Sie würden dich anspucken, dich verfluchen und dich töten! Du möchtest diese Menschen nicht wirklich!“
„Wie viel?“ fragte Jesus ein zweites Mal.
Satan schaute auf Jesus und sagte höhnisch: „ Alle deine Tränen und dein ganzes Blut!“
Jesus sagte: „Abgemacht!“ Und bezahlte den Preis.

Eine ganze Reihe Lektionen, auf die diese kurze, fiktive Unterhaltung hinweist:
-         Satan meint es nie gut mit uns, so gut seine Köder auch aussehen mögen. Er ist und bleibt der Durcheinanderbringer, Lügner und Mörder.
-         Wir sind Gefangene Satans, egal, ob wir das so ausdrücken oder nicht. Satan steht für alles Schlechte und für Feindschaft gegen Gott. Und genau da hat er auch uns hingebracht. (Schaut Euch die Welt doch an!)
-         Wir haben uns so an die Lektionen gewöhnt, die Satan uns beigebracht hat, dass wir sie als „den Normalzustand“ betrachten; im Sinne von „So ist die Welt nun mal“, anstatt sie als seine Kriegspläne gegenüber Gottes heilsamen Prinzipien zu erkennen.
-         Satan weiß viel und kennt uns Menschen und unsere Verdorbenheit besser, als wir uns selbst kennen. ABER: Er hat keine Ahnung von der unermesslichen Liebe Jesu, die er völlig unterschätzt.
-         Jesus war bereit, alles zu geben. Nicht weniger als alles! Nicht einen Deut weniger als absolut alles. Und Er war nicht nur bereit dazu – Er hat tatsächlich ALLES gegeben!
-         Satan hat kläglich verloren! Jesus hat glorreich gesiegt!
-         Der Preis ist bezahlt! Der Preis für Dich! Für Deine Freiheit! Zur Vergebung Deiner Sünden! Zur Veränderung Deiner Situation! Zum Eintritt in Jesu ewige Herrlichkeit! 

Der Preis ist bezahlt! Der Preis liegt bereit! Nichts Kleingedrucktes, keine Bedingungen! Geh, hol ihn Dir ab! Wo? Bei Jesus!  Wie?

„Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig!“ „Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden!“ „Wie viele Ihn aber aufnahmen, denen gab Er das Recht, Gottes Kinder zu heißen, denen, die an Seinen Namen glauben!“ (Apg 16:31; Rö 10:13; Joh 1:12)

Nichts tun – glauben! Nichts erarbeiten – Jesus vertrauen! Nicht den eigenen Weg der Sünde, der Rebellion, der Gleichgültigkeit, des Hasses, der Lieblosigkeit – der Zerstörung – weitergehen, sondern auf den Weg Jesu wechseln und Ihm nachfolgen. So einfach ist das, denn Er hat den Preis für Dich bezahlt.

Morgen: "Wo war Jesus am Karsamstag?"
*Verlag: Scm Hänssler; Auflage: 1., Aufl. (4. August 2010)

Donnerstag, 5. April 2012

Dein Kuss für Jesus

Ein Kuss ist eine persönliche Sache – zumindest in unserer Kultur. In der Regel dient er als Ausdruck der Liebe, der Intimität, der Verbundenheit. Bereits im europäischen Ausland (wenn man die Türkei dazuzählen möchte) ist ein Kuss schon nicht mehr so persönlich. Männer begrüßen sich mit einem Kuss auf die Wange, ebenso Frauen unter sich.

Zur Zeit der Bibel war beides üblich: Der Kuss aus Liebe und der Kuss als Gruß. Jesus empfing beides. In Lukas 7:38 kommt eine stadtbekannte Sünderin zu Jesus und wir lesen:

„sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe.“ 

Diese Tat der Verbundenheit bezeichnet Jesus später vorbildlich. Bereits im Alten Testament heißt es in Psalm 2:12:

„Küsst den Sohn, damit er nicht zornig wird 
und ihr nicht umkommt auf dem Weg; 
denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! 
Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“

Das Wort, übersetzt mit „küsst“ ist ein Begriff aus dem Bereich der Anbetung und fordert auf, sich zu unterwerfen, zu beugen und die Füße eines mächtigen, siegreichen Königs zu küssen. Wir werden aufgefordert, den Sohn anzubeten, zu lieben, uns in Ihm zu freuen. Ein Kuss ist ein angemessenes Zeichen dafür.

Aber die Bibel spricht auch von einem anderen Kuss, der als „Judaskuss“ oder „Verräterkuss“ in die Geschichte eingegangen ist. Judas war ein Heuchler. Sein Kuss sollte eine Täuschung sein. Er sollte Jesus Achtung vortäuschen, ihn aber in Wahrheit ans Messer liefern.

Welche Art Kuss erhält Jesus von Dir? Nein, Du wirst ihn wahrscheinlich nicht verraten, nicht um Geld verkaufen oder ihn bewusst dem Spott Seiner Feinde ausliefern. Aber kann es sein, dass Du Jesus, Dir selbst und den anderen etwas vorspielst? Du spielst Achtung für Jesus, Liebe für Jesus, Hingabe, Dienst und Interesse an Ihm vor. Alle anderen denken, Du bist einer von ihnen, eifrig und brennend für Jesus. Und Du weißt in Deinem Herzen: Alles Show! Ein Judaskuss – der das eine vorgibt und das andere in Wirklichkeit ist.

Ist Dein Kuss, Deine Liebe, Deine Lieder, Deine Hingabe für Jesus authentisch und von Herzen – oder ist es ein Judaskuss?

Ich für meinen Teil entscheide mich – besonders in Anbetracht der Passion Jesu - für den Kuss aus Psalm 2:12. Ein Kuss herzlicher Hingabe, freudiger Unterordnung unter einen mächtigen, siegreichen König. Ein Kuss echter Anbetung! Dabei muss und will ich mich prüfen, dass das Herz offen ist vor Gott und nicht etwas nach außen vorspielt, was innen fehlt.

Was ist Dein Kuss für Jesus?                                    (Whg.v.21.4.11)

Mittwoch, 4. April 2012

Lass Jesus Deine Füße waschen

Ich gebe zu: Obwohl ich die Erfahrung gerne einmal machen möchte, habe ich bisher noch nie an einer Fußwaschung teilgenommen. Sie wird ja in einigen Gemeinden und Kirchen noch praktiziert, besonders in der Karwoche. Was ich aber gehört und in Filmen gesehen habe, sind Fußwaschungen, die in Gemeindehäusern stattfinden. Alle Füße, die dann gewaschen werden, wurden (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) gut und gründlich zu Hause geschruppt. Zehennägel geschnitten und gesäubert. Frische Socken und saubere Schuhe haben den Schmutz auf dem Weg zum Gemeindehaus abgehalten. Es wäre ja auch zu peinlich, würde dem Fußwascher ein schmutziger oder entzündeter Zehennagel auffallen oder gar Schweißgeruch in die Nase steigen.

Als Jesus sein Obergewand auszog, sich die Schürze umband und sich vor seine Jünger kniete, um ihnen die Füße zu waschen, waren das Füße von Männern, die den ganzen Tag unterwegs gewesen waren. Möglicherweise hatten sie vorher ein rituelles Bad genommen, da das Passah nahte. Aber (im heutigen Sinne) sauber, waren die Füße mit Sicherheit nicht, als Jesus sie wusch!

Stell Dir vor, Du wärest unter den Zwölfen gewesen – mit staubig-schmutzigen Füßen, müden Füßen, vielleicht wunden Füßen – und der Meister hätte vor Dir gekniet, wie er vor den Jüngern gekniet hat (oder so ähnlich). Also ich für meinen Teil kann Petrus bestens verstehen.

Was Jesus gegenüber Petrus zum Ausdruck bringt ist die Tatsache, dass er bereits gewaschen ist, dass er als Jünger gilt, „zu Jesus zugehörig.“ Jesus erkannte den kindlichen Glauben im Herzen seines Jüngers und – vorausschauend aufs Kreuz – bezeichnet ihn als „gewaschen.“  Jesus hat nicht nur den Dreck seiner Füße weggespült, sondern erklärte auch sein Herz rein. Lüge, Hass, Bitterkeit, unreine Gedanken, Wütausbrüche, Ehekrach, Zorn … alles, was sich über viele Jahre in Petrus` Herz angesammelt hatte, war vergeben worden.

Nicht die paar Schmutzkrümel zwischen den Zehen sind das Problem. Die sind nicht wirklich peinlich. Peinlich ist der große Schmutz. Der, den man nicht sieht, der sich im Herzen ansetzt.

Wer zu Jesus gehört, lernt in dieser Fußwaschung mindestens drei große Lektionen:
  1. Wer zu Jesus gehört, dessen Sünden sind vergeben. Wir mögen ignorant sein diesbezüglich, aber Jesus hat uns gereinigt! „O Gnade Gottes, wunderbar!“
  2. Wer zu Jesus gehört, dem möchte der Herr täglich Reinigung schenken von den Verfehlungen eines jeden Tages. Die täglich erfahrene „Gnade um Gnade!“
  3. Wer zu Jesus gehört ist berufen und beauftragt, dem Beispiel Jesu zu folgen: dem Beispiel der Demut, dem Beispiel des Dienens (selbst wenn es sich um stinkende, wunde oder müder Füße handelt) – und dem Beispiel der Vergebung, Tag um Tag!
 „Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, dass auch ihr tut, wie ich euch getan habe.“ (Johannes 13:15) (Whg.v.19.4.11)

Dienstag, 3. April 2012

Vom guten Minimum zum besseren Maximum #2

Gestern ging es um eine gute, Gott wohlgefällige Startposition. Wir hatten diese Startposition als ein wünschenswertes Minimum bezeichnet. Israel wollte von Gott hören und wollte Ihm in allem Gehorsam sein. Auf solcher Einstellung liegt Gottes Verheißung:

„Es ist alles gut, was sie geredet haben. O wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote allezeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich!  
(5 Mose 5:28+29)

Dazu kam es nicht! Israel fehlte die permanente Begegnung mit Gott – und alles, was wichtig war, verblasste. Statt heiliger Ehrfurcht war es Angst, die sie veranlasste, Mose zu bitten:

Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird; und du sollst uns alles sagen, was der Herr, unser Gott, zu dir reden wird. (5 Mose 5:27)

Das hätte ihnen nicht zum Fallstrick werden müssen. Ihre Bitte war nicht sündig. Gott geht darauf ein und sagt zu Mose:

„Geh hin und sage ihnen: Kehrt heim in eure Zelte! Du aber sollst hier bei mir stehen bleiben!“ (5 Mose 5:30+31)

Während Israels Einstellung als Minimum – als erster Schritt – wünschenswert ist, wünsche ich uns eigentlich mehr als das Minimum. Wer möchte schon gerne am Minimum leben:
-         mit nur noch 1 Scheibe Brot im Haus?
-         mit nur noch 1 Euro Sparguthaben?
-         mit nur einem Satz Wechselwäsche

Am Minimum leben lässt uns überleben, aber nicht aufleben. Und die Geschichte Israels zeigt: Leben am Minimum ist lebensgefährlich!

Israel „durfte“ heim in ihre Zelte. Aber Mose durfte noch bei Gott stehen bleiben!

Ich möchte bei Gott stehen bleiben!  -  vor Ihm stehen bleiben!
Ich möchte mich beständig in Seiner Gegenwart aufhalten!
Ich möchte Seine Stimme hören!
Ich möchte meine Ehrfurcht vor Ihm nicht verlieren!

Das war Israels Fehlentscheidung: Sie waren zufrieden mit dem Minimum und schickten Mose vor. Das ist nicht schlecht, nicht falsch und nicht sündig! Aber das Leben am Minimum ist riskant. Für uns Jesusjünger noch viel mehr, denn wir haben ja eine viel persönlichere Verbindung mit Gott durch Jesus.

Lasst uns nicht zufrieden sein mit einem geistlichen Leben am Minimum. Im Gegenteil: Lasst uns die permanente Begegnung mit Jesus suchen. Lasst uns keine Angst haben vor Gott, aber wachsen in der Ehrfurcht Gottes. Je mehr DAS geschieht, umso leichter fällt es uns, nach Gottes Willen zu leben.

Geh nicht zurück in Dein Zelt. Zieh Dich nicht von Gott zurück. Verzichte nicht auf die persönliche, tägliche Begegnung mit Ihm. Gemeinde ist gut und wichtig! Gemeinschaft mit andern genauso. Bücher neben der Bibel können sehr hilfreich sein. Aber leb nicht am Minimum. Das ist zu riskant. Setz Dich täglich der persönlichen Begegnung mit Jesus aus, Seiner Herrlichkeit und Seiner Heiligkeit.

Der letzte Vers ans Volk in Kap 5 ist nicht Warnung sondern Ansporn:

Wandelt in allen Wegen, die euch der Herr, euer Gott, geboten hat, und ihr werdet lebten und es wird euch gut gehen und ihr werdet lange bleiben in dem Land, das ihr besitzen werdet!

Das ist nicht Leben im oder am Minimum – Das ist Leben in Fülle!

Montag, 2. April 2012

Vom guten Minimum zum besseren Maximum (#1)

Um die 120 Jahre ist Mose alt. In seinem letzten Treffen mit Israel erinnert er sie an Gottes Führung, Seine Gnade, Gebote und die vielen Begegnungen, die Israel mit seinem Gott hatte:

„Von Angesicht zu Angesicht hat der Herr auf dem Berg mit euch geredet, mitten aus dem Feuer. Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem Herrn und euch, um euch die Worte des Herrn zu verkündigen; denn ihr habt euch vor dem Feuer gefürchtet und seid nicht auf den Berg gegangen.“ (5 Mose 5:4+5)

Das war am Sinai gewesen. Das Ganze war höchst eindrucksvoll. Der ganze Berg rauchte, weil Gott im Feuer auf ihn herabkam. Rauch stieg auf wie Rauch eines Schmelzofens; der ganze Berg erbebte heftig; Hörnerschall erklang, wurde immer stärker. In all das mischte sich Gottes gewaltige Stimme. Eine Ehrfurcht gebietende Situation!

Jetzt wird Mose auf den Berg gerufen. Gott redet mit Ihm und schickt ihn mit einer Botschaft zum Volk zurück. Danach offenbart Er die 10 Gebote direkt an Israel. Donner, Blitze, Feuer, Rauch, Bergbeben, Trompetenschall – und dies alles übertönend: Die Stimme Gottes. GEWALTIG  Und wie reagiert Israel?

Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet und der Berg im Feuer brannte, da tratet ihr zu mir … und ihr spracht: Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen … Und nun, warum sollen wir sterben? … Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird; und du sollst uns alles sagen, was der Herr, unser Gott, zu dir reden wird; und wir wollen darauf hören und es tun! (5 Mose 5:23-27)
Bereits vorher hatten sie erklärt: „Alles was der Herr gesagt hat, willen wir tun!“(2 Mose 19:8)

Eigentlich wünsche ich uns diese Einstellung. Nicht, dass es nichts Besseres gäbe. (bitte morgen weiter lesen) Aber solch eine Einstellung als Minimum, Startbasis – als ersten Schritt! Das wäre gar nicht so schlecht. Auch Gott gefällt diese grundsätzliche Einstellung Seines Volkes  (5 Mose 5:29):

Wenn sie immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten
Und meine Gebote zu halten, ginge es ihnen gut und ihren Kindern

Dazu ist es nie gekommen! Tragisch! Hätte Israel Gott mal weiter reden lassen. Hätten sie sich mal weiter seiner Herrlichkeit und Heiligkeit ausgesetzt! Nun ruft Gott Mose auf den Berg und redet dort mit ihm. Der Eindruck der Heiligkeit beim Volk Gottes aber verblasst und sie versinken in grober Unzucht und Götzendienst. Wie konnte das geschehen?

Was Israel fehlte, war die permanente Begegnung mit Gott.
  • Die Erfahrung Seiner Herrlichkeit und Heiligkeit – verblasste!
  • Die Gefährlichkeit der Sünde – verblasste!
  • Die Dringlichkeit des Gehorsams verlor sich!
  • Die Wirkung der Warnung des Fluches – verblasste!
  • Und genauso Verheißung und Glück des beispiellosen Segens!
Die permanente Gottesbegegnung fehlte  – und alles verblasste, was mit Gott zusammenhing.

Wir brauchen die permanente Begegnung mit dem heiligen Gott, sonst verblasst alles, was wichtig ist im Leben.

Was Gott gefällt ist Israels Erfahrung der Gottesfurcht, ihr Verlangen, Seine Gedanken zu kennen und Ihr Vorsatz, sie zu tun.

Du möchtest Gottes Wohlgefallen, Seinen Segen für Dich und Deine Kinder? Israels erste Einstellung zu Hören und zu tun ist ein guter erster Schritt. Aber es ist das Minimum. Bleib nicht dahinter zurück. Über eine noch bessere Einstellung wird es morgen gehen.