„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 4. Oktober 2011

Wirksame Schuldenberatung!

Vergangene Woche war wieder mal so ein Artikel in unserer Tageszeitung der mich frustriert und an die Grenze zum Unmut bringt. Schlagzeile: Pro Kopf 24,904 € Schulden - NEIN! Die hab’ ich nicht. Mein ganzes Leben lang habe ich mich erfolgreich bemüht, ohne Schulden und Kredite auszukommen, habe mir gewissen Luxus verwehrt und nicht über meine Verhältnisse gelebt. Jetzt sagt mir meine Zeitung, dass ich mit 24,904 Euro verschuldet bin. Tendenz steigend. Der Frust steigt auch mit dem Wissen, dass ich nichts dagegen tun kann. Irgendwo beruhige ich mich mit dem Gedanken, dass dies ja auf jeden Bürger zutrifft und nur ein rechnerisches Umlegen unserer Gesamtschuldenlast ist.

Hier und da habe ich Freunde, die nicht nur rechnerische Schulden haben, sondern tatsächliche. Sie sind dabei, diesen und jenen Kredit abzuzahlen oder beschäftigen sich sogar mit Schuldenberatung oder Privatinsolvenz. Sie sehnen sich nach einem Neuanfang!

Viele, die diese Zeilen lesen, kümmert weder die „Pro-Kopf“ Angabe noch benötigen sie eine Schuldenberatung für eine tatsächlich zu zahlende Schuldenlast. Es geht ihnen (finanziell) gut!

Trotzdem hat jeder Bundesbürger – ob er sich so fühlt oder nicht – Schulden, die bezahlt werden müssen. Manche sind sich dessen bewusst, nehmen Schuldenberatung in Anspruch und erfahren Schuldbefreiung. Andere wiederum ignorieren die Tatsache, warten bis zum Zahltag und müssen die Konsequenzen tragen. Offensichtlich geht es nicht um Finanzen.

Gottes Wort sagt uns in Römer 3:23:
„Alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes!“

Leid, Not, Lieblosigkeit, Konflikte, Unbarmherzigkeit, Mord und Todschlag – all das sind Auswirkungen menschlicher Schuld. Ursprünglich nicht von Gott gewollt, aber von uns gewählt. Jetzt trägt der Mensch die Konsequenzen seiner Wahl. Viele haben sich daran gewöhnt und versuchen, mit ihrer Schuld zu leben. Andere empfinden das Leben als Last und sehnen sich nach einer effektiven Schuldenberatung. Die gute Nachricht: Die bietet Gott an!

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht,
dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt
von jeder Ungerechtigkeit. (1 Johannes 1:9)

Es ist ganz legitim, das Wort Sünde als Schuld zu verstehen. Wer unter seiner Vergangenheit leidet, dem bietet Gott einen Neuanfang an. Als Jesus am Kreuz starb, war das nicht nur einfach ein Sterben. Es war Zahltag für Deine und meine Schuld. Er hat gezahlt, was Du Dir zu Schulden hast kommen lassen – und Dir damit das Recht gegeben, neu anzufangen und den Weg im Leben zu gehen, der in die Herrlichkeit des Himmels führt. Dass das funktioniert, haben unzählige Menschen erfahren, auch Menschen wie David. VIEL hatte er auf dem Kerbholz. Ehebruch und Mord gehörten zu dem Schlimmsten. Aber er nahm die Schuldenberatung Gottes rechtzeitig an, erfuhr einen Neuanfang und schreibt:

Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle,
die auf ihn trauen, werden frei von Schuld. (Psalm 34:23)

Brauchst Du diese Art Schuldenberatung? Wende Dich an Jesus. Einfach mal mit Ihm reden, auch wenn Du’s noch nie gemacht hast und Dir blöd dabei vorkommst. – Oder kennst Du jemanden, der diese Schuldenberatung nötig hat? Schick ihm doch den Link dieser Seite.

Montag, 3. Oktober 2011

Update - Pastor Youcef Nadarkhani (3.10.2011)

Verschiedene Webseiten rufen dazu auf, nicht in der Unterstützung von Pastor Youcef  Nadarkhani nachzulassen. Berichte über eine mündliche Benachrichtigung der Aufhebung Todesurteils seien möglicherweise eine bewusst gesteuerte Irreführung der internationalen Gemeinschaft. Das iranische Regime spürt den Druck der Aktionen, der Presse, der Politik –
vor allem aber der Gebete.

Die Menschenrechtsorganisation „Christliche Solidarität International“ mahnt: Bis dass ein schriftliches Urteil bestätigt und von verlässlichen Quellen bestätigt wurde, dürfen wir den Druck auf das iranische Regime nicht aufgeben. Beständige Beobachtung und internationaler Druck sind unerlässlich. Das Leben dieses Mannes ist weiterhin in höchstem Maße gefährdet.

Im Rasht selbst wartet man immer noch auf das schriftliche Urteil, das sich auf die Verhandlungen der vergangenen Woche gründet. Vereinzelte unbestätigte Berichte sagen, dass das Schicksal von Pastor Youcef jetzt in den Händen von Ayatollah Ghorbani liegt, dem örtlichen religiösen Leiter.

Gut zu wissen, dass dem nicht so ist. Das Schicksal von jedem Kind Gottes, auch von Pastor Youcef, liegt in der Hand unseres himmlischen Vaters, der sagt:

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Groschen? Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. (Matthäus 10:28-31)

Hauptquellen

Endlich ohne Mauer – Endlich Einheit!

3. Oktober 1990 –  0:00 Uhr / Mitternacht – die Bundesflagge wird gehisst – die Freiheitsglocke wird geläutet. Nur kurz später verkündet der Bundespräsident vor einer ungezählten Menge die vollendete Einheit Deutschlands. Ein äußerst bewegender Moment in der Geschichte unseres Landes. Endlich ohne Mauer -  endlich Einheit!

Seither hat die Vereinigung von Ost und West mehrere Stadien durchlaufen. Anfänglicher Euphorie folgte Ernüchterung; dann bis heute steigende Zufriedenheit über die Einheit des lange durch die Mauer geteilten Landes. Der heutige Tag gedenkt dieser Einheit und feiert sie.

Deutschland ist nicht das einzige Land, das nach langer Teilung zur Wiedervereinigung fand. 1976 wurden Nord- und Südvietnam vereint. 1990 vereinigten sich der Norden und Süden Jemens zur „Republik Jemens“. Andere Länder wiederum warten bis heute auf eine gemeinsame Zukunft, wie es z.B. bei Nord- und Südkorea der Fall ist.

All diese Beispiele zeigen, wie willkommen wiedergewonnene Einheit ist. In echter Einheit schwingt Harmonie, Frieden und Sicherheit mit. Natürlich kann Einheit auch erzwungen werden und dann nach hinten losgehen. Der Evangelist Moody erklärt, dass es verschiedene Wege gibt, vereint zu werden: man kann zusammenfrieren oder zusammenschmelzen.

In der Bibel offenbart der Herr, dass Ihm die Einheit Seines Volkes ein größeres Anliegen ist, als Seinem Volk selbst. Jesus ringt im Gebet mit Seinem himmlischen Vater:

„Ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.“ (Johannes 17:11,20-23)

Einigkeit untereinander, wie Jesus und der Vater eins gewesen sind. Das bedeutet nicht, dass wir alle immer eine Meinung haben müssen. Nein! Es bedeutet, dass die Liebe Jesu uns befähigt, über Nebensächlichkeiten hinweg zu blicken und sich zu freuen an dem gemeinsamen Herrn und Seinem Heil. Es bedeutet nicht, dass Gottes Volk alle Projekte gemeinsam durchführen muss und alle Gemeinden sich zu einer Mega-Mega-Gemeinde vereinen sollten. Nein! Es bedeutet, dass wir in Liebe miteinander umgehen, nicht in Konkurrenz; dass wir einander aufbauen, nicht niederreißen. Weder offen, noch versteckt.

Aber wie soll das gehen? In seinem Buch „Gottes Nähe suchen“ schreibt A.W. Tozer:

Ist Ihnen je aufgefallen, dass hundert Klaviere, die alle nach der gleichen Stimmgabel gestimmt werden, automatisch aufeinander abgestimmt sind? Sie sind alle dadurch eins, dass sie nicht aufeinander, sondern nach einem anderen Standard gestimmt wurden, vor dem sich jeder beugen muss. Wenn so hundert Gläubige zusammen sind und alle auf Jesus schauen, sind sie im Herzen einander näher, als sie sein würden, wenn sie ihre Augen von Jesus wegnehmen würden, um selbst für eine engere Gemeinschaft zu streben.

So einleuchtend! So biblisch! So einfach. Und das Ergebnis:
Endlich ohne Mauer - endlich Einheit!

Sonntag, 2. Oktober 2011

Heute schon gesündigt?

Der (moderne) Cowboy war mit seinem Kleintransporter auf der unbefestigten Straße unterwegs. Der Hund saß hinten auf der Ladefläche, das treue Pferd war im Anhänger. Eine Kurve – ein paar Kilometer zu schnell – ein wenig zu viel Schotter – und es kam zu einem folgenschweren Unfall.

Nur kurze Zeit später kommt ein berittener Polizist an die Unfallstelle. Als großer Tierliebhaber sieht er zuerst das Pferd. Als er die Schwere der Verletzung erkennt, zieht er den Revolver und gibt schweren Herzens den Gnadenschuss.  Als nächstes inspiziert er die Unfallszene und entdeckt den Hund, der in den letzten Zügen liegt. Da ihm das Gewinsel des Hundes sehr zu Herzen ging, erlöste er auch dieses Tier von seinen Leiden.

Erst jetzt entdeckt er den Cowboy, der irgendwo im Feld liegt, blutend und mit mehrfachen Knochenbrüchen. „Hey, alles in Ordnung?“ ruft der Polizist hinüber. Der Cowboy schaut sich den rauchenden Revolver an und erwidert schnell: „Ich hab mich nie besser gefühlt!“

Wie oft in unserem Leben denken wir, wir hätten jedes Recht, zu klagen und zu jammern. Selbst der Erntedanktag hält uns nicht davon ab. Und dann machen wir von diesem Recht Gebrauch – und vergessen, dass die Mehrheit der Menschen noch viel – VIEL – mehr Grund zum Jammern hätte – es aber nicht tun! Sie sind zufriedener als wir (Deutschen), die wir  als Weltmeister des Jammerns auf hohem Niveau bekannt sind. Ja, Jammern können wir: Über unsere Gebrechen – und wenn wir keine haben, dann über die der Anderen. Über das Essen, die Versicherung, den Autofahrer vor uns, die Steuern, die Nachbarn und wenn uns mal nichts mehr einfällt, dann über die Politik.

Undankbarkeit ist Sünde! Die Bibel sagt, wir sollen dankbar sein in allem und für alles!

Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes
in Christus Jesus für euch. (1 Thessalonicher 5:18)

Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, 
im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Epheser 5:20)

Murren ist Sünde! Gottes Wort sagt, wir sollen NICHT Murren.
Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel! (Philipper 2:14)

Das heißt nicht, dass wir alles tatenlos und wortlos akzeptieren. Christen legen nicht die Hände in den Schoss im Angesicht von Unrecht und Not. Aber weder Undankbarkeit, noch Jammern noch Murren oder Argumentieren ist die uns von Gott gegebene Lösung.

Handeln, Trösten, Lieben, Aufbauen – das ist der Weg, den Jesus uns vorangegangen ist. Und das hat Er ohne große Worte getan. Sein Handeln war oft die Predigt, die Er gepredigt hat.

Heute schon gesündigt? – Heute schon gemurrt oder Gott den legitimen Dank vorenthalten, dessen Er würdig ist? Hier ist die einfache Lösung:
-         Bekenne Dein Jammern, Murren und Klagen dem Herrn. Er vergibt gerne!
-         Beginne, Deinen Mund zum Danken zu gebrauchen und lass Deine Hände handeln!

Und wenn Dein Klagen Deine eigene Situation betrifft, dann erinnere Dich an den Cowboy. 90% der Menschheit hat es nicht einmal so gut, wie Du es trotz allem immer noch hast!

Hier noch ein Zitat zum Schmunzeln:

Beschwer’ dich nicht und jammer nicht ständig über Deine Probleme.
80% der Leute interessiert das nicht – und der Rest denkt, dass Du es verdient hast!

Samstag, 1. Oktober 2011

Pastor Youcef Nadarkhani – 1. Oktober 2011

Hier eine Zusammenfassung neuer Informationen von heute.

Die u.a. Quelle zitiert die iranische FARS News Agency. Dort wird behauptet, dass die eigentlichen Anschuldigungen gegen Pastor Nadarkhani „Vergewaltigung und Erpressung“ lauten. Allerdings verzichtet die halboffizielle Nachrichtenagentur auf jede weitere Erläuterung. (Link 1)
Bekannt sind solche fabrizierten Anschuldigungen aus anderen totalitären Staaten, (nicht nur islamischen) in denen Christen wegen ihrem Glauben vor Gericht gezerrt werden. Nichts Neues unter der Sonne

Dieselbe Quelle bestätigt ebenfalls, dass in vier Gerichtsverhandlungen seit vegangenem Sonntag Pastor Youcef seinem Glauben nicht abgesagt hat. Er hat sich zu seinem Christsein bekannt und gleichzeitig die Prophetenschaft Mohammeds verneint.

Nadarkhanis Anwalt erwähnte, dass der Prozess trotz Aufrechterhaltung des Todesurteils noch immer schwebend ist und dass er Nadarkhani eine 95% Chance auf Überleben einräumt. Unter anderem wurden Dokumente von schiitischen Führern (eine Glaubensrichting im Islam) vorgelegt, die eine Todesstrafe im Fall des Pastors für unangemessen halten.

Eine weitere Quelle (Link 2) bringt zum Ausdruck, dass die iranische Regierung den Druck der Evangelikalen in aller Welt spürt. Der Vorwurf ist, dass dies alles ein politisches Phänomen ist, in dem das imperialistische System Feindschaft zwischen Islam und Christentum schaffen möchte. 

Hier denken betende und handelnde Christen natürlich anders. Betende Christen beten nicht gegen ein politisches System, kämpfen nicht gegen eine Religion und säen keine Feindschaft gegen eine andere Religion. Sie richten sich an Gott, kämpfen gegen geistliche Mächte (nicht Fleisch und Blut)  und sind Boten für den Frieden, Friedensstifter!

In der christlichen Nachrichtenagentur Australiens, „Christian Today Australia“ ist heute zu lesen, dass eine schriftliche Bestätigung des Todesurteilsnoch aussteht. Der Anwalt des verurteilten Pastors hat allerdings auch keine Aufhebung des Urteils erhalten. Nach seinen Worten hängt das Leben seines Mandanten immer noch sehr in der Schwebe. Er fordert auf, bis zum Erhalt eines schriftlichen Urteils nicht mit allen möglichen Aktionen aufzuhören. (Link 3)

An Unterschriftsaktionen und Petitionen kann immer noch teilgenommen werden unter: (Link 4)

Unsere Hauptaktion: HALTET AN AM GEBET!

Auf alle mögliche Weise ...

Die letzte Ausgabe von „DMG informiert“ habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Höchst interessante Berichte und packende Gebetserhörungen. In mehreren Artikeln ging es um Kommunikation. Im Leitartikel weist Monika Mench darauf hin, dass weltweit 67 Millionen Kinder keine Schulbildung haben. Die globale Finanzkrise erreicht auch Entwicklungsländer, und führt dazu, dass Kinder aus der Schule abgemeldet werden. Geht es so weiter, steigert sich bis 2015 die Zahl der Kinder, die weder lesen noch schreiben können auf 72 Millionen. Vor drei Jahren waren 796 Millionen Erwachsene Analphabeten (17% der erwachsenen Weltbevölkerung); zwei Drittel davon Frauen. (Monatszeitschrift der Deutschen Missionsgemeinschaft)

Wie verkündigt man diesen Menschen das Evangelium? Sicher nicht durch Verteilen von Bibeln, Traktaten oder Bibelfernkursen.

Diesselbe Monatsausgabe berichtet über die Arbeit unter Beduinen. Diese Frage hat mich oft bewegt: Wie bringen wir Beduinen die Botschaft von Jesus; Volksgruppen, die sich ein paar Monate an einer Oase aufhalten und dann wieder weg sind. Ja, das gibt es noch! Während Lesen und Schreiben nicht die beherrschenden Kommunikationsformen unter Beduinen sind, sind Handys alltäglicher Gebrauchsgegenstand. Nicht nur Handys – Smartphones! (Nicht mal ich habe bis heute eins!) Über diese Smartphones – so der Bericht – kommt Schlechtes in die Oasen, aber auch viel Gutes. Eine biblische Hörgeschichte in mp3 Form war der Renner unter einigen der Beduinen. Per Bluetooth gelingt die Verbreitung von Handy zu Handy. In einer Kultur, in der Hören und Erzählen die vorherrschende Form der Kommunikation ist, braucht es nicht lange, bis die Geschichten verinnerlicht sind und weitererzählt werden.

Im Leitartikel schreibt Monika Mench, dass 2/3 der Weltbevölkerung die schriftliche Form der Kommunikation (Buch, Zeitschrift, etc.) nur wenig oder gar nicht gebrauchen, dass aber die Medien wie Radio, Internet, Fernsehen und Ähnliches weite Verbreitung finden.

Wenn ich so etwas lese, muss ich daran denken, dass es in den ersten Jahrhunderten keine Bibel gab, wie wir sie kennen: 66 Bücher, schön gebunden. Das meiste lief über Predigten in Gemeinden und durch persönliches Zeugnis. Erst seit Luther begann die Bibel ihren Triumphzug. Bis dahin war die geisterfüllte Predigt und das persönliche Zeugnis gefragt.

In 1. Korinther 9:19-23 schreibt Paulus beeindruckende Worte:
Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um desto mehr Menschen zu gewinnen. Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz, damit ich die unter dem Gesetz gewinne; de­nen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz – obwohl ich vor Gott nicht ohne Gesetz bin, sondern Christus gesetzmäßig unterworfen –, damit ich die gewinne, die ohne Gesetz sind. Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. Dies aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.

Die Frage ist nicht: Sollte man Internet, Handy oder mp3 zur Verkündigung nutzen, oder sollte man bei der bekannten Art der Predigt bleiben und Bibeln verschenken? Paulus hätte geantwortet: „Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette.“ Das eine tun – das andre nicht lassen. Lasst uns nicht an den Möglichkeiten vorübergehen, die Gott uns heute schenkt. Luther hat das auch nicht getan. Lasst uns auf alle Weise Jesus verkündigen – durch Predigten, alle möglichen Medien – und unser gelebtes und gesprochenes Zeugnis!

Freitag, 30. September 2011

Bin ich denen schon mal begegnet?

Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewe­sen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank gesehen, oder im Gefängnis, und sind zu dir ge­kommen? Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!
Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht!
Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Ge­ringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan! (Matthäus 25:35-45)

Das sind ernste Verse, die mich heute ins Nachdenken brachten. Zum einen habe ich mich gefragt, ob mir solche Menschen überhaupt begegnen. Hungrige? Durstige? Fremdlinge? Nackte? Kranke? Knackis? Einige Kategorien schon. Andere auch – nur: die erkenne ich nicht, weil ich blind bin oder weil ich sie nicht sehen möchte. Eine Bekannte schreibt über Beriwan, die mit ihrer Familie vor langer Zeit nach Deutschland kam, dass sie mit ihrer Großfamilie viele Jahre hier lebte. Ihr Mann hatte Deutsch gelernt, die Kinder lernten gut und brachten gute Noten aus der Schule mit nach Hause, der Haushalt war gut in Schuß, alles glänzte und jeder war glücklich. Bis dass die Familie wegen einer anderen Frau auseinanderbrach. Das Haus geht verloren, der Vater läßt nichts mehr von sich hören – nicht mal am Geburtstag seiner Kinder – Mutter und Kinder fühlen sich plötzlich fremd, verlassen und allein. – Diese Situation oder eine ähnliche findet sich so oder ähnlich garantiert auch in meiner Nachbarschaft. Aber ich sehe sie nicht. Meine Bekannte ist offen für Gottes Führung. Gott führt sie zusammen mit Beriwan und ihren Kindern und eine Freundschaft beginnt.

In diesem Fall war es eine Fremde. In anderen Fällen sind es Hungrige oder Durstige, Menschen ohne Mittel, sich ausreichend kleiden zu können oder Menschen im Gefängnis. Tatsache ist, dass sich Jesusjünger diesen Menschengruppen nicht entziehen können. Jesus sagt beides:
„Was ihr einem dieser Ge­ringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan“ ebenso wie: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

Mein Gebet ist darum: “Herr, lass mich deine geringsten Brüder und Schwestern nicht übersehen. Wer ist es heute, den du mir zeigen möchtest? Welche Gruppe ist es, die du mir langfristig besonders ans Herz legen möchtest?“ Betest Du mit?

Donnerstag, 29. September 2011

Pastor Youcef Update (29. September - 10:00 Uhr)

Pastor Youcef Nadarkhani – Der gestrige Tag:

28. 9. 2011 Pastor Youcef wurde erneut vor den Richter geführt. Zum dritten Mal verweigerte er es, seinen Glauben an Jesus zu verleugnen

Jason DeMars von Present Truth Ministries schreibt:

Als er von den Richtern zur Umkehr und Leugnung seines Glaubens aufgefordert wurde sagte Bruder Youcef: „Umkehr bedeutet umzukehren. Wohin sollte ich mich umkehren? Zur Gotteslästerung die ich vor meinem Glauben in Christus hatte?“ Die Richter antworteten: „Zu der Religion deiner Vorfahren, dem Islam.“ Bruder Youcef antwortete: „Das kann ich nicht.“ Es wird berichtet dass Youcef sehr glücklich war und sein Glauben stark.

Bruder Youcefs Mut zum Bekennen UNSERES Glaubens ist wundervoll und inspirierend. Wie viele Christen in unserem Land trauen sich nicht einmal, ihren Arbeitskollegen oder Freunden zu erzählen, dass sie Christus nachfolgen ? Youcef setzt sein ganzes Vertrauen in Gott und schwört im Angesicht des Todes nicht ab, sondern bekennt unseren Herrn Christus vor seinen weltlichen Richtern im Iran.
(von: http://www.zeltmacher-nachrichten.eu/content/iran-hinrichtung-von-youcef-nadarkhani-r%C3%BCckt-n%C3%A4her)

In einem Brief aus dem Lakin Gefängnis bestätigte Nadarkhani letzten Juni seine Entschlossenheit, seinem christlichen Glauben treu zu bleiben – selbst bis zum Tod.
„Viele versuchen, vor ihren geistlichen Tests zu fliehen,“ schrieb er und fügte hinzu: „Niemand wird durch Flucht siegreich sein; aber mit Geduld und Demut wird er fähig sein, alle Tests zu überwinden und Sieg zu erlangen“

Hoffnungsfunken:
Noch unbestätigte Berichte aus dem Iran weisen auf die Möglichkeit hin, dass das Todesurteil gegen Pastor Nadarkhani wieder gekippt werden könnte. Dies würde nicht gezwungenermaßen seine Freiheit bedeutet. (http://aclj.org/iran/breaking-christian-pastor-death-sentence-overturned)

HALTET AN AM GEBET!