„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 19. Juli 2011

Noch eine teuflische Strategie

Gestern stand im Blog eine fiktive Geschichte, die die Strategie des Teufels illustrierte, uns beschäftigt und abgelenkt zu halten. Vermutlich hat keiner der gestrigen Leser die Geschichte wegstecken können, ohne sich nicht hier oder da angesprochen zu fühlen.

Aber Gottes Gegenspieler hat nicht nur eine Strategie. Wie jeder General, hat er verschiedene Möglichkeiten auf Lager, die er – je nach Bedarf – einsetzen kann. Die folgende fiktive Geschichte (Verfasser unbekannt) beschreibt eine weitere teuflische Strategie:

„Einmal berief Satan am Ende des Geschäftsjahres eine Versammlung ein, um die Bilanzen des Jahres zu prüfen. Er war nicht zufrieden und wollte wissen, welche neuen Strategien man anwenden könne, um Erfolg dabei zu garantieren, die Herzen der Menschen von ihrem Schöpfer abzuwenden. Den Menschen Ablenkung im Gebet und in der Meditation zu senden kam noch vor Versuchungen zu Habsucht und Lust. Die Musikindustrie zu infiltrieren und korrupieren vergrößerte ihre Zahl. Die Entwicklung einer Multimillionen-Dollar Pornografieindustrie brachte auch große Erträge.“

Bis hierher ähnelt und erinnert die Geschichte der teuflischen Strategie von gestern. Der Schluss aber nimmt eine andere Wende. Lies weiter!

Satan war immer noch nicht zufrieden, bis ihm ein Vorschlag vorgetragen wurde. „Wir müssen die Menschen der Welt davon überzeugen, dass sie viel Zeit haben!“

Viel Zeit!  Nicht nur einen gefüllten Zeitplan. Auch „viel Zeit“ ist eine beliebte Strategie des Feindes, der der Vater der Lüge ist. Gottes Wort sagt uns:

Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß, dass er nur eine kurze Zeit hat.  (Offenbarung 12,12)
Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. (Römer 13:12)

Wer von uns erwartet nicht, den kommenden Morgen zu erleben – die kommende Woche – den nächsten Monat? Die meisten von uns ewarten, noch viele Jahre hier auf Erden zu leben. Warum also der Stress?

Satans Strategie ist es, uns die Dringlichkeit des täglichen Gehorsams und des täglichen Lebens für Jesus vergessen zu lassen. Das Zeugnis kann warten, der Dienst für den Herrn, der Telefonanruf, der Besuch, die Hilfestellung,m der Brief und ebenso der Bruch mit der Sünde.
Mein Leben will ich ganz für Jesus leben, will anfangen, Mission zu unterstützen, den Zehnten zu geben,  in der Gemeinde mitzuarbeiten, mehr zu beten, Stille Zeit zu machen – aber erst wenn das andere erledigt ist. Es ist ja noch Zeit.

Demgegenüber sagt uns Gott in Epheser 5:16:  „Kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.“

Und Römer 13:11 sagt: Die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.

Lasst uns darum nicht auf die Strategien des Feindes hereinfallen, der uns entweder verführen will, unseren Zeitkalender zu überfüllen und unsere Gedanken zu besetzen – oder der uns in eine teuflische Schläfrigkeit einlullt und uns einflüstert: „Du hast doch noch Zeit“

Die Zeit, mit aller Kraft und Aufmerksamkeit Gott zu dienen, ist heute!

Montag, 18. Juli 2011

Eine teuflische Strategie

Der Teufel berief eine weltweite Konferenz. In seiner Eröffnungsrede sprach er zu seinen dunklen Engeln:

"Wir können die Christen nicht abhalten, in die Kirche zu gehen. Wir können sie auch nicht abhalten ihre Bibel zu lesen und die Wahrheit zu erfahren. Wir können sie nicht einmal davon abhalten, eine tiefe, geborgene Beziehung zu Christus zu erfahren. Wenn sie die Verbindung zu Jesus bekommen, verlieren wir jegliche Gewalt über sie. So lasst sie in ihre Kirchen gehen, lasst sie ihren Lebensstil beibehalten, aber klaut ihre Zeit, damit sie die Beziehung zu IHM nicht pflegen können. Das ist es, was ich will - ihr Engel. Lenkt sie ab von dem sicheren Halt ihres Erlösers und der Erhaltung dieses täglich, belebenden Kontaktes."

"Wie sollen wir das tun?" riefen seine Engel.

"Haltet sie mit den unwichtigen Dingen des Lebens beschäftigt und erfindet unzählige Möglichkeiten, um ihre Gedanken damit voll auszufüllen!" antwortete er "Lenkt ihre Gedanken aufs "Haben-wollen" - kaufen, kaufen, kaufen und Schulden machen! Redet den Ehefrauen ein, für viele Stunden berufstätig zu sein. Die Ehemänner sollen 6-7 Tage in der Woche arbeiten, am Besten 10-12 Stunden pro Tag, so dass sie sich ihren luxuriösen aber leeren Lebensstil leisten können!

Haltet sie davon ab, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Sobald ihre Familien zerbrochen sind, wird auch ihr Heim keine Zuflucht mehr bieten, von dem Stress der Arbeit auszuruhen. Übersättigt ihre Gedanken, dass sie die Stimme des Hirten nicht hören können. Bringt sie dazu, während des Autofahrens ständig Musik spielen zu lassen. Lasst kontinuierlich den Fernseher, Videorecorder, CD-Player und den Computer in ihren Wohnungen laufen. Sorgt dafür, dass ständig Musik spielt, die unsere Ziele verfolgt ... in jedem Laden und Restaurant der Welt. Das wird ihre Gedanken und ihren Geist blockieren und die Gemeinschaft mit Christus brechen.

Deckt den Frühstückstisch mit Zeitungen. Beschwert ihre Gedanken 24 Stunden am Tag mit Nachrichten. Überschwemmt die Momente, in denen sie unterwegs sind mit Reklametafeln. Überflutet ihre Briefkästen mit fetten Katalogen, Lottowerbung, Wurfsendungen und Werbebroschüren, die kostenlose Produkte anbieten, mit Service und falschen Hoffnungen. Bringt schlanke, schöne Models auf den Titelseiten, dass die Ehemänner glauben werden, äußere Schönheit sei das Wichtigste. Sie werden unzufrieden werden mit ihren Frauen. Ha! Das wird die Familien schnell zerstören! Besonders füllt ihre Freizeit : Lasst es sie übertreiben! Lasst sie vom Wochenende erschöpft, unruhig und unvorbereitet in die neue Woche gehen.

Sie sollen nicht in die Natur gehen. Sie könnten über Gottes Wunder nachdenken.... Schickt sie statt dessen in Vergnügungsparks, Sportveranstaltungen, Konzerte und Kinos. Haltet sie ständig beschäftigt, beschäftigt, beschäftigt.

Wenn sie sich zum geistlichen Austausch treffen, verwickelt sie in Klatsch und Tratsch, dass sie mit schlechtem Gewissen und unguten Gefühlen wieder nach Hause gehen. Los geht's!

Lasst sie missionarisch tätig sein, beschäftigt sie jedoch so mit ihren guten Anliegen, dass sie nicht dazukommen, die Kraft bei Jesus zu suchen. Und schon werden sie aus eigener Kraft arbeiten, ihre Gesundheit und Familien opfern für die wichtige Sache. Es wird funktionieren! Es wird funktionieren!"

Es war eine gelungene Konferenz. Die dunklen Engel gingen brennend an ihre Aufgabe, den Christen überall die Normalität der geschäftigen Eile und des vollen Terminkalenders in ihr Herz zu pflanzen.

(Verfasser unbekannt. Etwas verkürzte Wiedergabe)

Sonntag, 17. Juli 2011

Auszüge des heutigen Predigttextes (Jesajabuch)

1 Und nun, so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.

2Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen.

3 Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter! Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Saba an deiner Stelle. 

4 Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet, und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben.


Komm, begegne Gott: 10:30 Uhr – CCFG 
Am hohen Rain 20, 57290 Neunkirchen-Zeppenfeld
Anbetung, Lehre, Begrüßung des neuen Jugendpastors, 
 Gebet, Abendmahl, Gottes Gegenwart
 
 Blog morgen: Eine teuflische Strategie

Samstag, 16. Juli 2011

Wo scharf geschossen wird

Es ist interessant, wie oft wir vergessen, dass wir in einem geistlichen Kampf stehen. Ich will ehrlich sein: Mein erster Gedanke, wenn ich mich morgens aus dem Bett quäle ist nicht so sehr: „Sieh zu, dass du deine Waffenrüstung anziehst. Der Teufel ist schon lange wach!“ sondern eher: „Sieh zu dass du an die Kaffeemaschine kommst und das Ding zum Laufen bringst!“  Die Tatsache stimmt jedoch, dass der Teufel schon lange wach ist. Und er weiß, wie er mich / uns zu Fall bringen kann. In 1 Petrus 5:8 warnt uns der Herr:

Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, 
 geht umher wie ein brüllender Löwe 
und sucht, wen er verschlingen kann.

Der Teufel sucht, aber es ist auch richtig, dass er seine Prioritäten setzt. Jemand hat gesagt:

Satan verschwendet seine Munition nicht auf Namenschristen oder schlafende Christen. Er zielt mit seinen Kanonen auf diejenigen, die die Pforten der Hölle erstürmen.

Interessant: Sowohl der Herr, als auch der Teufel durchforsten die Erde nach solchen, die brauchbar sind. In 2 Chronik 9:16 heißt es:

Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen, 
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

Gott durchforstet die Erde nach solchen, derern Herz ungeteilt auf Ihn gerichtet ist und die dadurch brauchbar sind zum Einsatz an den Pforten der Hölle. Er will sie segnen.
Satan sucht dieselben Leute. Er will sie zerstören. Für ihn sind sie brauchbar als Zielscheibe für seine feurigen Pfeile oder als Opfer, die er erschrecken kann.

Allein die schlafenden Christen scheinen nicht gesucht zu werden. Warum eigentlich nicht? Vielleicht gibt es so viele davon, dass man sie nicht zu suchen braucht. Es gibt sie an jeder Straßenecke, an jedem Arbeitsplatz, in jeder Schule und in allen Gemeinden. Sie sind relativ uninteressant. Sicher, Satan wird versuchen, sie weiterhin schlafend zu halten. Gott wird versuchen, zu ihnen durchzudringen. Aber sie sind nicht „aktiv“ – weder eine Gefahr für die Pforten der Hölle, noch ein wirksames Werkzeug in Gottes Hand.

Josua wußte, was Kampf bedeutet. Er wußte, was Leben für Gott bedeutet. Aber er ruft und bekennt: (Josua 24:15)

Wählt euch heute, wem ihr dienen wollt! 
Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.

Satan schießt scharf – mit feurigen Pfeilen. Er schießt auf solche, die nicht schlafen, sondern die ihr Herz ungeteilt auf Jesus gerichtet haben. Er schießt auf solche, die Jesus im Dienst vor den Pforten der Hölle dienen. Aber Jesus hat sich verpflichtet, sich gerade an denen mächtig zu erweisen. Es sind Seine „Überwinderkinder“, auf die Satan zielt und für deren Rettung sich Jesus verbürgt hat.

Raus aus dem geistlichen Schlaf! Hinein in den ungeteilten Dienst für Jesus! Das ist der sicherste Ort auf Erden!

Freitag, 15. Juli 2011

Was ist mir Jesus wirklich wert?

Heute morgen habe ich für die Menschen auf der indonesischen Insel Bali gebetet. Eine Insel, die zu 90% vom Hinduismus dominiert ist. Dann gibt es 7% islamische Bevölkerung und ganze 1,5% Christen (aller Schattierungen).   Ein Gebetsanliegen im Buch liest sich:

„Es gibt nur wenige balinesische Christen. Die Kosten der Jüngerschaft sind hoch und wer sich für Jesus entscheidet, erfährt oft Ausschluß, Verfolgung, finanziellen Verlust – bis hin zu Enterbungen und dem Entzug von Landbesitz. Das alles als Folge des Bruchs mit der Familie und den traditionellen Wegen (als Folge der Bekehrung).

Am Montag war in der Blog-Zitatsammlung ein Satz von Thomas von Kempen zu lesen, der als Geistlicher im 15. Jahrhundert lebte. Er sagte:
Wenn Du nicht bereit bist, Widerwärtigkeiten zu erdulden, wie willst Du ein Freund Jesu sein?

Und heute Morgen las ich in Markus die klaren Worte Jesu:

Und er rief die Volksmenge samt seinen Jüngern zu sich und sprach zu ihnen: Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten. Denn was wird es einem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert? Oder was kann ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. (Markus 8:34-38)

Die Frage, die sich mir heute morgen stellte war die: Wäre ich in Bali geboren, wie wäre mein Leben verlaufen? Wie wäre meine Entscheidung betreffs Jesus ausgefallen im Hinblick auf einen Rausschmiss zu Hause, wie auch im Verwandten- und Freundeskreis, möglicherweise von Frau und Kindern? Ebenso dem Verlust von Arbeitsplatz, finanzieller Absicherung, Enteignung und Enterbung? Wäre mir der Glaube das wert gewesen? Die Antwort ist einfach zu geben – nach 43 Jahren als Christ, hier an meinem Schreibtisch mit angenehmer Anbetungsmusik im Hintergrund und allen Sicherheiten, die nötig sind: „Klar: ganz viel ist mir Jesus wert! Mein ein und alles!“
Schwerer wirds bereits, wenn ich vor die Türe meines Büros trete und  Kontakt habe mit Nachbarn und Fremden. Die nächste Stufe kommt, wenn ich mich frage: Wann habe ich eigentlich das letzte Mal ein Traktat weitergegeben oder mit jemanden über Jesus gesprochen?

Und schließlich die Frage (um es mit Jesu Worten auszudrücken): Ich lebe inmitten einer ehebrecherischen und sündigen Generation, deren Wertmassstäbe, Ziele, Moral, Redeweisen, zwischenmenschlicher Umgang, Ethik usw. sich in vielem nicht mit Jesus, Seinen Worten, Seinem Wesen und Seinem Willen deckt. Wie verhalte ich mich? Schäme ich mich, anders zu sein? Schäme ich mich, durch Andersartigkeit aufzufallen? Bin ich einfach still, wenn ich Position beziehen sollte?

Das Gebet für meine (mir unbekannten) Freunde in Bali gebündelt mit den Versen in Markus 8 hat mich neu ins Nachdenken gebracht. Was ist mir Jesus wert? Manchen Menschen ist Er es wert, für Ihn ausgegrenzt zu werden. Anderern ist Er es wert, alles zu verlieren, von reich zu arm, von angesehen zu verachtet zu wechseln. Manchen ist Er es wert, den Rest des Lebens in Lagern oder Anstalten zu verbringen. Was ist mir Jesus wirklich wert. „Alles!“ ist schnell gesagt. Was sagt mein Leben?

Donnerstag, 14. Juli 2011

4 Euro gegen Einsamkeit

8 Jahre lang lag sie tot in ihrem Schlafzimmer, bevor sie entdeckt wurde – Vor einigen Tagen konnte man in unserer Lokalzeitung lesen, dass eine Seniorin nach 8 Jahren Funkstille gefunden wurde. Im Laufe der Jahre waren Wasser und Strom in ihrer Wohnung wegen unbezahlter Rechnungen abgestellt worden. Eine Ausrede hatten Nachbarn auch parat: „Man kann wohl kaum etwas machen, wenn die Leute wie Einsiedler leben.“  Von ihren Verwandten isoliert war die Frau vermutlich seit einem Familienstreit. Offensichtlich wurde sie nicht vermisst. Wie groß muss die Einsamkeit der Frau gewesen sein, die in diesem Jahr 87 Jahre alt geworden wäre?

Wir brauchen die Einsamkeit nicht unter den Toten zu suchen. Einsamkeit ist ein Problem der Wohlstandsgesellschaft. Eine amerikanische Versicherungsgesellschaft berichtete, dass die einsamsten Menschen Amerikas Hochschulstudenten sind. Das überrascht! Die nächste Gruppe ist die der Geschiedenen, gefolgt von Sozialhilfeempfängern, ledigen Müttern, Studenten vom Land, Hausfrauen und den Alten.

Sicher ist diese Untersuchung nicht 1:1 auf unser Land übertragbar. Ähnlich wird es aber auch bei uns sein. Offensichtlich zieht sich das Problem der Einsamkeit durch fast alle Bevölkerungsgruppen und muss auch da als gegeben gelten, wo man es nicht vermutet.

Charles Swindoll illustriert, wie einsam Menschen sein können. Er berichtet von einer Zeitungsanzeige in Kansas, in der jemand anbietet: „Ich werde Ihnen 30 Minuten zuhören, ohne einen Kommentar, für nur 4 Euro.“

Swindoll bestätigt, dass sich die Anzeige wie ein Scherz anhört, aber völlig ernst gemeint war. Rief jemand an? Und ob! Es dauerte nicht lange, bis diese Person 10 bis 20 Anrufe pro Tag erhielt. Die Einsamkeit war so schneidend, dass einige bereit waren, alles für eine halbe Stunde in Gemeinschaft zu versuchen.

Wenn Einsamkeit immer sichtbar wäre, sähe alles anders aus. Lachen ist keine Garantie. Schon Salomo wusste:

Auch hinter einem Lachen kann sich ein trauriges Herz verbergen
und das Lachen vergeht und der Kummer bleibt. (Sprüche 14:13)

Sicher werden wir alle heute Menschen begegnen, hinter deren froher Fassade sich ein trauriges Herz verbirgt. In den meisten Fällen wird es kaum oder gar nicht sichtbar werden. Das Äußere mag lachen, während das Innere weint. Das Herz mag schreien, aber es wird ein stummer Schrei sein.

Großzügig Liebe verteilen – kann das ein Angebot der Hilfe sein? Ein freundliches Wort, ein Kompliment, eine Aufmerksamkeit, eine gemeinsame Tasse Kaffee, eine Umarmung, ein Telefonanruf, ein gemeinsames Gebet. Es gibt so viele Möglichkeiten! Einige werden es ablehnen. Sie lassen niemanden an sich ran. Andere werden es ignorieren. Ihr Bedarf an Liebe und Aufmerksamkeit ist scheinbar gesättigt. Aber für andere wird es ein Schritt in Richtung Heilwerden sein, Balsam für die Emotionen, Medizin für die Seele.

Gott ist verschwenderisch mit Seiner Liebe zu uns, damit wir uns ihrer erfreuen können und sie dann großzügig an andere weitergeben können. Auch heute.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Kurz- oder Langzeitmissionare?

In den letzten 30 Jahren hat eine Form der Mission ihre Feuertaufe erlebt und bestanden: Kurzzeiteinsätze! Darunter versteht man zeitlich begrenzte Einsätze mit einer Dauer von 6 Monaten bis 2 Jahren. Kurzeinsätze haben viele Menschen motiviert, ihr Leben ganz für Jesus zu leben – im In- und Ausland. Kurzeinsätze ermöglichen, ein Land anzuschauen, dort um Gottes Wegweisung zu bitten und denen, die dort bereits für Jesus wirken, tatkräftig zu helfen. Kurzzeiteinsätze sind ein großer Segen für den Teilnehmer, die Menschen vor Ort und das Werk des Herrn. Ohne Langzeitverpflichtung kann der Auftrag Jesu in dieser Welt jedoch nicht erfüllt werden.

Der Herr sucht Menschen, die nach einem Kurzteinsatz oder auch ohne, bereit sind, ihr Leben einzusetzen für Jesus unter Unerreichten. Blickt man zurück, muss man zugeben: Es gab eine Zeit, in der Kurzeinsätze weniger ratsam waren. Das war die Zeit, in der man nicht in Europa ins Flugzeug stieg, um 15 Stunden später in Asien oder Afrika auszusteigen, sondern man nahm eine 6 monatige Schifffahrt in Kauf.  Briefe waren wochenlang unterwegs. Handys, Email und Skype gab es nicht. Wichtige Kommunikation geschah bestenfalls durch Telegramme. Reisen in die Heimat waren ungeplant und selten. Was die Verpflichtung zur Langzeitmission – koste es was es will, der Herr ist es wert! – wohl mit am meisten illustriert, ist die Tatsache, dass viele Missionare früherer Generationen ihren Sarg mit auf die Reise nahmen. Sie waren sich bewußt, dass Klima, Krankheit, Feindseligkeiten oder andere Faktoren einen hohen Preis forderten, den sie bereit waren, für Jesus zu zahlen.

Zeiten haben sich geändert. Wir sind dankbar für exzellente Kommunikation bis ans Ende der Erde, schnelle Reisemöglichkeiten und die Errungenschaften der modernen Medizin. Dennoch braucht es Menschen, die bereit sind, mehr als 2 Jahre, mehr als 4 Jahre – ja mehr als 10 Jahre in Gottes Werk in aller Welt zu investieren. Die heute noch vom Evangelium unerreichten Gebiete (6900 Volksgruppen, 2,8 Mrd Menschen) brauchen Jesusnachfolger, die bereit sind, einzutauchen. Menschen, die bereit sind, den Anderern „einer der ihren“ zu werden: ihre Sprache fließend zu erlernen, ihr Klima auszuhalten, ihre Kultur zu akzeptieren und verstehen zu lernen. Menschen, die bereit sind, ohne Überheblichkeit zu dienen, die ihre Staatsbürgerschaft nicht wie einen Raub festhalten, sondern bereit sind, sich zu entäußern und Knechtsgestalt anzunehmen, bereit, den höchsten Preis zu zahlen.

Richtig! Das kostet! Doch Gottes Herzensverlangen bleibt bis heute:
Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nichts gehört haben, sollen verstehen. (Jesaja 52:15 / Römer 15:21)
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Und Sein Auftrag an uns gilt bis heute: Matthäus 28:18-20: 
Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. 

Und Jesu Beispiel motiviert bis heute: Philipper 2:5-8
Ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.

Aber es lohnt sich! Was immer der Preis: ER ist würdig!
Nach diesem sah ich: Und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!  (Offenbarung 7:9-10)

Dienstag, 12. Juli 2011

Zitate zum Thema Leid (Abschluss der Miniserie)

Gottes Erweis von Macht ist nicht Leidvermeidung, sondern in dem allem bewahrt zu bleiben. (unbekannt)

Was Du im Licht als Wahrheit erkannt hast, das zweifle im Dunkeln nicht an. (unbekannt)

Leiden besteht auf Aufmerksamkeit. Gott flüstert zu uns in unseren Freuden. Er redet zu uns in unserem Gewissen, aber Er schreit in unseren Leiden: Sie sind Gottes Megaphon um eine taube Welt zu wecken. * (C.S. Lewis)

Wenn Du leidest, danke Gott. Es ist ein sicheres Zeichen, dass Du lebst. * (Elbert Hubbard)

Selbstmitleid stellt sich ein, wenn Du die Vertrautheit mit Jesus verlierst. * (Stefan Salmonsson)

Die Welt ist voller Leiden. Sie ist auch voll Überwindung von Leiden. * (Helen Keller)

Wenn Du nicht bereit bist, Widerwärtigkeiten zu erdulden, wie willst Du ein Freund Jesu sein? * (Thomas à Kempis)

Du magst nie verstehen, dass JESUS alles ist, was Du brauchst – bis JESUS alles ist, was Du hast! * (Corrie Ten Boom)

Seltsam, wie Menschen, die gemeinsam leiden, inniger verbunden sind als solche, die zufrieden sind.* (Bob Dylan)

Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. (Paulus)

Jetzt, wo meine Scheune niedergebrannt ist, kann ich den Mond sehen.* (Masahide - japanischer Poet) 

"Gott muss man in gesunden Tagen suchen, weil man in schweren oft nicht findet" (Dietrich Bonhoeffer)

Niemand, der noch nicht in der Dunkelheit gelitten hat, weiß wie herrlich und wohltuend der Morgen ist für Auge und Herz. * (Bram Stoker)

57 der 150 Texte im Buch der Psalmen reden von Kämpfen, Problemen und Negativsituationen. Sie rufen, schreien und flehen um Befreiung.* (Glenn Kaiser)

In der Welt habt Ihr Angst. Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Jesus Christus)

* Eigene Übersetzung