Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut! (1 Petrus 4:12+13)
Im 19. Jahrhundert waren armenische Christen unter türkisch-muslimischen Regierung massiven Verfolgungen ausgesetzt. 1856 fiel das Verbot für Muslime auf, Christen zu werden. Doch schon acht Jahre später begannen die Verhaftungen der konvertierten Muslime.
Zwischen 1895 -1896 töteten Regierungssoldaten bis zu 100.000 armenische Zivilisten in dem Versuch, jeden armenischen Christen innerhalb der Türkei zu töten. Anwälte, Ärzte, Geistliche und andere Intellektuelle wurden des politischen Umsturzversuchs beschuldigt. Viele starben unter Folter.
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„Hast du Schmerzen?“,
fragte eine Krankenschwester, als sie ankam.
„Nein“, antwortete
sie, „aber ich habe die Bedeutung des
Kreuzes gelernt.“
Die Krankenschwester hielt sie für geistig verwirrt und befragte sie weiter. Das junge Mädchen zog das einzige Kleidungsstück, das sie trug, herunter und entblößte eine nackte Schulter. Tief in ihr Fleisch eingebrannt, war die Form eines Kreuzes.
„Ich wurde zusammen mit anderen in meinem Dorf gefangen genommen. Man fragte mich: ‚Mohammed oder Christus?‘ Ich sagte: ‚Christus, immer Christus.‘ Sieben Tage lang stellten sie mir dieselbe Frage, und jeden Tag, wenn ich ‚Christus‘ sagte, wurde ein Teil dieses Kreuzes in meine Schulter eingebrannt. „Am siebten Tag sagten sie: ‚Wenn du morgen ‚Mohammed‘ sagst, lebst du. Wenn nicht, stirbst du.‘ Dann hörten wir, dass die Amerikaner in der Nähe waren, und einige von uns flohen. So habe ich die Bedeutung des Kreuzes gelernt.“
Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes;
... nicht befremden ... nicht als etwas Seltsames, Überraschendes einordnen. Oha! Tun wir das nicht alle? Immer wieder? Sobald jemand spottet, lacht oder wir wegen unserem herrlichen Glauben ins Abseits gestellt werden, befremdet uns das Verhalten der Welt. Obwohl Jesus selbst deutlich warnte (Johannes 15:20):
„Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen“.
Unser Leben als Christen, als Nachfolger Jesu, als Licht in der Dunkelheit, als Salz in der Wunde der Welt – unser Leben ist ein Leben im Kampf. Verfolgung, Schmähung und Benachteiligung sollte uns nicht verwundern. Die Abwesenheit davon sollte uns dankbar stimmen. Vielleicht ist es eine Zeit der besonderen Gnade Gottes. Und es sollte uns nachdenklich stimmen. John MacArthur sagte einmal: „Wenn du gar keine Verfolgung erfährst, wissen die Leute vielleicht nicht, dass du Christ bist.“
... sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut!
Freut euch! Freut euch? – Ja, Freut euch! Das ist eher unbegreiflich, wenn es einem gut geht. Aber das Zeugnis Tausender Christen ermutigt uns: Es ist möglich. Jesus geht mit uns durchs Feuer. Im Feuer lernen wir die Bedeutung des Kreuzes. Im Feuer machen wir die Erfahrung, dass Jesus der Vierte ist, der uns nie verlässt! (Daniel 3:25)
Zusammengetragen aus dem exzellenten Buch „By Their Blood” von James und Marti Hefley und einer Predigt von C. Philip Green

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