Am 23. Dezember 1925 wurde Mavis Pate in Louisiana / USA geboren. Ihre Ausbildung zur Krankenschwester erhielt sie an der Northwestern State University in, Louisiana. Zunächst arbeitete sie unter anderem als leitende Operationsschwester im Charity Hospital in Shreveport, aber auch auf dem Krankenhausschiff SS Hope. Später führte ihr Weg mit der Mission der Southern Baptist über Dienststationen im heutigen Bangladesch und Thailand nach Gaza, wo der Herr sie besonders unter den 360.000 palästinensischen Flüchtlingen gebrauchte. Sie besuchte Familien zu Hause und in den Camps und bezeugte ihnen die Liebe Jesu. Zu jener Zeit lebte und arbeitete sie gemeinsam mit anderen Missionaren an einem der gefährlichsten Orte der Welt.
In einem ihrer Briefe nach Hause nannte sie als Gebetsanliegen: dass wir alle Jesu Willen hingegeben sind, als Seine Werkzeuge bereit in seiner Hand, Kanäle Seiner Segnungen und eher Christus ähnlich als den Menschen.
Am Sonntag, dem 16. Januar 1972 schloss sie sich nach dem Gottesdienst in der Kirche des Baptistenkrankenhauses einem Missionar und seinen drei Kindern, an, die von Gaza zur israelischen Grenze unterwegs waren. Sie wollte nach Tel Aviv, um Sauerstoffflaschen für das Krankenhaus in Gaza füllen zu lassen. Um 17:45 Uhr war es bereits dunkel. Ed Nicholas saß am Steuer, Mavis auf dem Beifahrersitz und die drei Töchter des Missionars saßen hinten. Nach wenigen Minuten geriet ihr Auto unter Beschuss. Über 50 Schüsse trafen das Fahrzeug und die Insassen. Ed wurde von einer Kugel getroffen, fuhr aber weiter. Mavis wurde schwer verletzt Trotz aller Bemühungen der Ärzte überlebte sie den Angriff nur drei Stunden.
Acht Jahre Gaza – und das Ergebnis? Im Buch „By Their Blood” berichtet Dr. Merrill D. Moore von 2 Palästinensern. Einer wurde – noch zu Lebzeiten von Mavis Pate – wegen akuter Blinddarmentzündung im Gaza Krankenhaus behandelt. Kurz nach seiner Entlassung wurde er wieder eingeliefert. Beim Bau einer Bombe waren ihm mehrere Finger abgerissen worden und seine Augen waren zerstört. Blind und mit nicht viel mehr als fingerlosen Klauen weigerte er sich bis zuletzt, auf die Botschaft der Liebe Jesu zu reagieren. Sein Herz war vom Hass zersetzt!
Anders erging es einem anderen jungen Mann. Ein weniger tragischer Unfall hatte seine Fingerkuppe abgetrennt und die Haut seines Fingers zerstört. Auch er wurde liebevoll behandelt und entlassen.
Zwei Jahre später kam ein junger Mann zu Dr. Moore. Es war der junge Palästinenser mit der abgetrennten Fingerkuppe. Während seiner Behandlung zuvor hatte der junge Mann etwas im Leben des Pflegepersonals gesehen, das in ihm den Wunsch erweckte, Krankenpfleger zu werden. Während seiner Ausbildung kam er durch den Dienst von Mavis Pate und einem anderen Missionar zum rettenden Glauben an Jesus. Nach dem Tod der Missionarin wurde er zu einem der besten Absolventen des Krankenhauses, im pflegerischen Bereich und im Zeugnis für Jesus!
Beliebt bei ihren Mitmenschen und hingegeben an ihren Erlöser, Jesus, starb Mavis Pate im Alter von nur 46 Jahren am 16. Januar 1972. Acht Jahre treuer Dienst für Jesus an einem der gefährlichsten Orte der Welt.
„Sie, deren die Welt nicht wert war, (...) haben das Verheißene nicht erlangt, weil Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden. (aus Hebr 11:38-49)

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