„Er ist wahrhaftig auferstanden!“ (.)

Mittwoch, 15. April 2026

Einschleimer

Immer wieder stelle ich beim Lesen und Hören der Bibel fest, wie viele Einschleimer es zu allen Zeiten gab.

Simei hatte David auf dessen Flucht vor Absalom verflucht und mit Steinen beworfen. Nachdem die Gefahr für David vorbei war, kommt er auf Knien zu David gekrochen und schleimt sich mit unterwürfigen Worten bei ihm ein. (2 Samuel 19)

Ahitofel, ein guter Ratgeber Davids schleimt sich bei Absalom ein, als der kurzfristig den Thron seines Vaters David eroberte (2 Samuel 16)

Jakob sagt zu seinem gefürchteten Bruder Esau: „Ich habe ja doch dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht Gottes sieht.“ (1 Mose 33:10)

Im Neuen Testament findet sich ähnliches Gebaren, wenn man manche Worte der Gegner Jesu liest, die Ihn fangen wollten oder Worte der Gegner des Paulus, die ihn vor Königen und Gouverneuren verklagten.

Einschleimereien – Schmeichelworte, die Zuhören, Gunst und wohlwollendes Handeln bewirken sollen, obwohl es eigentlich unverdient ist.

Als ich morgens über ein oder zwei dieser Stellen nachdachte, erfreute ich mich an dem Gedanken, dass es keiner Einschleimerei und keiner Schmeichelworte bedarf, um vor den Thron des Allmächtigen zu kommen und vor den Thron des Lammes, den Thron Jesu. Wer immer – unabhängig von Rasse, Alter, Geschlecht, Hautfarbe, politischer Einstellung oder Herzenszustand – wer immer durch den persönlichen Glauben an Jesus zu einem Kind Gottes geworden ist, darf mit Freimütigkeit vor den Thron der Gnade kommen, seinen Dank, sein Lob und seine Anliegen vor Gott ausbreiten und versichert sein, dass er gehört wurde und Gott sich kümmern wird.

  • Gott spricht alle Sprachen! Es gibt keine Sprache der Welt, die Gott bevorzugt!
  • Gott kennt alle Herzen! Es gibt kein Herz auf der Erde, dessen Tiefen Er nicht kennen würde.
  • Gott versteht alle unsere Gedanken! Es gibt kein Gebet, dessen Anliegen Er nicht versteht.
  • Gott liebt alle Menschen! Es gibt keine Person auf der Erde, der Er nicht gerne helfen würde.
  • Liturgie mag vielleicht für manch einen eine Stütze sein – aber sie ist nicht verpflichtend!
  • Vorformulierte Gebete können in schweren Zeiten eine Hilfe sein – aber nur vorübergehend.
  • Wir dürfen mit Gott reden, wie ein Kind, das gerade mit dem Sprechen beginnt.
  • Uns fehlen die Worte? Kein Problem! Er kennt unsere Herzen, bevor wir den Mund öffnen: Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüsstest. (Psalm 139:4)

Wenn Mose wirklich stotterte, oder einen anderen Sprachfehler hatte, wie manche aufgrund von 2 Mose 3 annehmen, dann tat das keinen Abbruch an seiner überaus flüssigen Kommunikation mit Gott.

Echtes Gebet – so zeigt es uns die Bibel – besteht nicht aus wohlgeformten Worten oder Einschleimerei bei Gott, sondern aus Worten, die aus der Tiefe des Herzens kommen – ehrlich und ungeschönt.

Vertraue auf ihn allezeit,
o Volk, schüttet euer Herz vor ihm aus!
Gott ist unsere Zuflucht.

(Psalm 62:9)

Das ist eins unserer vielen Vorrechte als Kinder Gottes!

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