„Er ist wahrhaftig auferstanden!“ (.)

Dienstag, 14. April 2026

Biographie: Dr. Eleanor Chestnut

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Das erste Mal las ich in einem Buch vor wenigen Tagen über Dr. Eleanor Chestnut. Sie wurde 1868 in Iowa / USA geboren, studierte an verschiedenen Colleges, unter anderem Medizin in Illinois und Theologie am Moody Bible Institute. Ihr Ziel war es, Missionsärztin zu werden. 1893 reiste sie mit dem amerikanischen presbyterianischen Missionswerks nach China, um dort dem Herrn zu dienen. Aus eigener Tasche kaufte sie Ziegel und Mörtel, um ein Krankenhaus aufzubauen. Allerdings brauchte das Zeit und die Not unter vielen Kranken war groß und konnte nicht immer warten. Darum führte Dr. Chestnut Operationen in ihrem Badezimmer durch; auch die Operation eines einfachen Arbeiters, dem ein Bein amputiert werden musste.

Die Berichte gehen auseinander, ob es Komplikationen mit dieser Amputation waren oder die Verbrennung eines Bettlers, der eingeliefert wurde. Jedenfalls wurde eine Hauttransplantation unumgänglich, aber es fand sich kein Spender, der bereit war für eine nötige Hautspende.

Wenige Tage später fragte ein anderer Arzt Dr. Chestnut, warum sie hinkte. „Ach, das ist nichts“, erwiderte sie, doch eine Krankenschwester erklärte später, dass die Hauttransplantation von Dr. Chestnuts selbst stammte. Unter örtlicher Betäubung war ein benötigter Hautteil entnommen worden, um das Leben des Patienten zu retten. Dem Krankenhauspersonal blieb nur das Erstaunen über ein solches Opfer. Ihnen war unverständlich, dass man so etwas für einen Fremden tat. Dr. Eleanor Chestnut verstand, bezeugte und praktizierte die Liebe Gottes, die gibt und aufgibt für Andere.

Neben ihren Tätigkeiten als Ärztin ritt sie zu umliegenden Dörfern und hielt dort Sprechstunden ab, bildete Krankenschwestern aus und setzte sich für den Bau von Schulen ein. Außerdem war sie als Übersetzerin tätig und übersetzte unter anderem das Matthäus Evangelium und ein Lehrbuch für Krankenpflege.  

Außergewöhnlich, dass eine Frau, die dem Herrn dient wie Dr. Chestnut, einer Freundin bekennt: „Ich habe nicht das Gefühl, geistlich genug zu sein, um Missionarin zu sein.“

Etwa 12 Jahre diente Dr. Chestnut als leuchtendes Beispiel christlicher Nächstenliebe und selbstloser Hingabe in China.

Aber die politische Stimmung im Land kippte. Der 1899 begonnene Boxeraufstand mit extremem Hass und diabolischer Mordwut erreichte auch Lianz-hou, wo Dr. Chestnut lebte.

Es muss in dieser Zeit gewesen sein, als die Ärztin in einem Brief in die Heimat schrieb: „Ich glaube nicht, dass wir in Gefahr sind, aber wenn doch, können wir genauso gut plötzlich im Dienst Gottes sterben wie durch eine langwierige Krankheit zu Hause.“

Im Oktober 1905, während eines heidnischen Festes, stürmte ein aufgebrachter, aufgewiegelter Mob das Krankenhaus. Das Missionspersonal flüchtete sich in ein Höhlensystem, wurde aber entdeckt und brutal ermordet; unter ihnen Dr. Eleanor Chestnut.

Dr. Chestnut gehört nicht zu den „großen Namen“ der Missionsgeschichte. Aber sie gehört zu denen, von denen die Bibel sagt:

Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt. (Hebräer 12:1)

Aus menschlicher Sicht fand Dr. Chestnuts Leben ein tragisches Ende. Aus Gottes Sicht endete es heldenhaft. Die Ethik für die Nachfolger Jesu lautet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Smiley Mudd)

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