„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 5. Mai 2025

Etwas von Gott (bitte im Wert von 5 Euro)

Ich hätte gern ein bisschen von Gott ... so im Wert von etwa 5 Euro. Bitte nicht so viel, dass meine Seele explodiert oder mein Schlaf gestört wird, eher was Gemütliches, wie eine Tasse warme Milch oder ein Nickerchen in der Sonne.

Ich möchte nicht so viel von Gott, dass ich einen Andersgläubigen mag oder mit einem Fremdling arbeiten muss. Ich hätte gern Ekstase, aber keine Veränderung. Ich möchte die Wärme und Geborgenheit des Mutterleibs, aber nicht eine neue Geburt. Ich möchte ein Pfund des Ewigen in einer Papiertüte zum Mitnehmen. Ich möchte etwas von Gott, so im Wert von etwa 5 Euro.

So etwa beschreibt Tim Hansel das Verlangen vieler Christen nach Gott. Übertrieben? Ich weiß nicht ...! Bildhaft? Ja! Aber übertrieben?

Wie viel von Gott möchte ich wirklich haben? Natürlich hoffe ich, dass Freude, Gesundheit (oder Heilung), Führung, Zufriedenheit, Versorgung, permanente Vergebung, ewiges Leben, tolle Freunde („Brüder und Schwestern“), Nachsicht, Verständnis und Hilfe in der Not durch die 5 Euro abgedeckt sind. Vielleicht noch der eine oder andere Bonus.

Meine größte Frage bleibt allerdings, ob Gott sich auf so einen Handel einlässt. Kann ich Gott Segnungen teilweise erhalten oder kommen sie als Paket? Kann ich mir aussuchen, was für mich „passt“, „dran ist“ und akzeptabel ist? Ich muss an  2. Timotheus 3:12 denken:

„Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“

Oder auch an Lukas 12:51-53:

Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung! Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei mit zweien und zwei mit dreien; der Vater wird mit dem Sohn entzweit sein und der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

Oder auch an Matthäus 16:24:

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!

Das mit dem Kreuz ist schon heftig; ja, das mit der Uneinigkeit in der Familie auch – und dann ist da auch noch von Verfolgung die Rede, für ... ja, tatsächlich ... für alle, die gottesfürchtig leben wollen.

Wahrscheinlich hat das der frühere Pastor Wilhelm Busch gemeint. Als er sagte „Sei ganz Sein oder lass es ganz sein!“

Gott im Wert von 5 Euro – das gibt’s nicht. Wenn ich richtig drüber nachdenke, wird mir klar, dass ich überhaupt etwas von Gott besitzen darf, ist der Tatsache geschuldet, dass Jesus ALLES für mich gegeben hat. Er hat ALLES gegeben, dass jeder, der Ihm vertraut, ewiges Leben besitzt. Ihm zu vertrauen bedeutet, unser ALLES auf Jesus zu setzen.

Das aber bringt in einer gottesfeindlichen Welt mehr mit sich als ununterbrochene Freude, Gesundheit und Annehmlichkeit. Kreuz, Unstimmigkeiten mit denen, die uns am nächsten stehen bis hin zu Verfolgung gehören zur Nachfolge dazu.

Als Jesus unterwegs war, fragte ihn jemand (Markus 10:17):

„Guter Meister, was soll ich tun, um das ewige Leben zu erben?“

Der Bericht zeigt, dass er dachte, er käme mit „5 Euro“ hin. Vielleicht war er auch bereit, etwas mehr zu aufzugeben. Aber Jesus machte ihm klar: Ohne ungeteiltes Herz geht es nicht. Das Segenspaket, das das ewige Leben beinhaltet, beinhaltet auch Aufgabe, Opfer, Verfolgung und Kreuz. Die Bibel sagt, dass Jesus ihn liebte. Aber er liebte Jesus nicht, denn es heißt (Markus 10:22): Er aber wurde traurig über dieses Wort und ging betrübt davon. 1

Gott im Wert von 5 Euro – das wird nicht funktionieren. Bei niemandem! Alles auf eine Karte setzen – das funktioniert! Risikolos, denn 2 Chronik 16:9a verspricht:

Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

1 mehr Details darüber nachzulesen in Markus 10 und Lukas 18

Sonntag, 4. Mai 2025

Uuuups! Sorry!

 Morgen geht's hier frisch weiter!

Bis morgen!

Samstag, 3. Mai 2025

Gottes Farbtupfer

Schon vor fast 50 Jahren hat es mir Spaß gemacht, durch Werbeprospekte von Blumengeschäften zu blättern. Die Farbenpracht und Vielfalt war atemberaubend. Manchmal habe ich ein Blumenbild ausgeschnitten und damit die Rückseite eines Briefumschlags beklebt, damit sich jeder daran freuen konnte.

Jetzt, wo der Frühling sich mit aller Pracht entfaltet, bin ich ähnlich begeistert. Der verschmutzte Schnee war gestern. Er hat den Weg frei gemacht für etwas Neues, das lange Zeit verborgen war: Knospen, Sprosse und zarte Blüten. Oft sind es die weißen Schneeglöckchen, die zuerst ihre Blüte zeigen, gefolgt von den Winterlingen und Märzbechern. Farbtupfer Gottes in einer oft (noch) grauen Natur. Sie trotzen Frost, Regen und Sturm. Sie erfreuen das Auge und das Herz.


Farbtupfer Gottes! Wie sehnt sich unsere Seele danach! Nicht nur im Winter. Trauer, schwerwiegende Nöte, Stress, Zukunftsängste, zwischenmenschliche Probleme - man könnte vieles nennen, das der Seele einen Grauschleier verleiht. Aber auch für unsere Seele hat Gottes Farbpalette genügend Vorrat. In der Bibel lesen wir in Galatter 5:22:


„Die Frucht des Geistes
(Gottes) ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“

Das sind die Farbtupfer, nach denen sich unser Herz sehnt. Gott möchte unser Leben damit erfreuen. Wenn wir mit Jesus durch den Tag gehen, auch die grauen Stunden, wäscht Er den Schmutz von gestern und macht den Weg frei für Gottes Farbe in unserem Leben.

Ich wünsche uns allen heute ganz viele Farbtupfer Gottes in unserem Leben!

Freitag, 2. Mai 2025

Man sollte doch meinen ...

Hier (auszugsweise) die Situation:

Nach ewig-langer Achterbahnfahrt, in der es mehr bergab als bergauf ging, wird das Volk Israel in die 70-jährige Gefangenschaft geführt! Tempel, Stadt und Stadtmauer werden pulverisiert, das Volk praktisch ausgelöscht. Es hätte das Abschlusskapitel der Geschichte Israels sein können. ABER: Gott hatte verheißen, sie nach 70 Jahren wieder zurückzuführen in ihr Land. Und was Gott verheißt, das tut er auch; IMMER!

Israel – o Wunder – erhält die Erlaubnis des Besatzerkönigs, in Ihr Land zurückzukehren. Sie erhalten – o Wunder – auch noch Mittel zum Wiederaufbau des Tempels aus dem königlichen Schatz! Nach ca 100 Jahren – o Wunder – steht der Tempel, stehen ihre Häuser und steht die Schutzmauer um ihre Hauptstadt. Wie gesagt, dies ist nur eine auszugsweise Beschreibung der vielen Wunder, die Israel allein in jener Zeit erlebte. Trotzdem war nicht alles im grünen Bereich.

Man sollte meinen, nach diesen vielen Wundern müsste das Volk Gottes doch für ihren Herrn brennen, dankbar, hingegeben und abgesondert sein. Pustekuchen! Durch den Propheten Maleachi erfahren wir mehr. Er schreibt in Kapitel 1:2:

»Ich habe euch geliebt«, spricht der Herr. Aber ihr fragt: »Worin hast du uns geliebt?«

Dieser Vers hat fast Schockwirkung, denn Israel hatte ja nicht nur in den vergangenen hundert Jahren Gottes liebende Fürsorge erfahren, sondern durch ihre ganze Geschichte als Volk Gottes hindurch.

Während der 40-jährigen Wüstenwanderung hatte er sie TÄGLICH mit Brot versorgt und immer wieder mit zusätzlicher Nahrung und Wasser. Ihre Kleidung hatte sich nicht abgenutzt, Er hatte sie bewahrt und geführt. Im Land Kanaan hatte er sie durch die Wirren der Richterzeit nie aufgegeben, während der Zeit der Könige – auch der gottlosen Könige - hatte er immer wieder seien Treue bezeugt. Und auch ihren Götzendienst, der schlimmer war als der ihrer heidnischen Lehrherren, hatte Gott ihnen vergeben. Er hatte ihnen Seine Liebe überdeutlich erwiesen. Und sie fragen ihn: »Worin hast du uns geliebt?«

Man sollte doch meinen, sie hätten mehr als genügend Beweise der Liebe ihres Gottes erfahren. Aber die Worte sind gesprochen, die Frage ist gestellt. »Worin hast du uns geliebt?«

So etwas darf man doch nicht sagen, oder? Und denken? Darf man so etwas denken? Kann man es verhindern, so etwas zu denken?

Zunächst einmal ist es bei Gott gleich, ob wir es denken oder aussprechen. Psalm 139: 4 sagt:

„Das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge – siehe, HERR, du weißt es genau.“

Zum anderen sollten wir uns unseren Fragen stellen. Und die haben wir doch, oder?

»Worin hast du uns geliebt?«

Gott, wenn du mich wirklich liebst, warum sind die Dinge dann momentan so, wie sie sind? Warum muss ich dann durch all das durch, wo ich durch muss? Warum fühle und sehe ich nichts von deiner Liebe?

Die Zusammenfassung der Antwort Gottes an sein geliebtes Volk (ja, Gott geht tatsächlich in Liebe auf diese provokative Frage ein und beantwortet sie) – Gottes Antwort ist folgende:

  1. Ich habe dich aus all den Völkern erwählt. Ich habe dich gewollt und geliebt!
  2. Ich habe mich um dich gekümmert und bin dir immer treu geblieben. Durch dick und dünn bin ich mit dir gegangen und bereue es nicht, mich für dich entschieden zu haben.
Im NT haben wir viele Parallelverse, die uns erlauben, dieses Prinzip Gottes auch auf uns heute anzuwenden, wenn wir an Gottes Liebe zweifeln:
  • Römer 11:29: Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.
  • Hebräer 13:5: Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.
  • Matthäus 28:20: Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Erde.
Gott fordert Israel auf: mach doch die Augen auf und erkenn die Zeichen meiner Liebe! Auch wir dürfen uns umschauen und erkennen, wie Gott uns liebt und trägt
  • Ist die Freiheit, in der wir als Gotteskinder leben, nicht ein Riesenbeweis seiner Liebe?
  • Ist die Tatsache, dass wir am Leben sind und die Tatsache relativer Gesundheit (oder eines funktionierenden Gesundheitswesens) nicht ein Beweis der Liebe Gottes?
  • Ist die Tatsache, dass wir Familie, Freunde & Geschwister haben nicht ein Beweis der Liebe Gottes? (Wie viele Ex-Moslems /-Hindus oder – Buddhisten haben mit ihrer Hinwendung zu Jesus alle sozialen Kontakte verloren?!)
All das – und vieles andere - soll uns Gottes Liebe zeigen.

Und selbst, wenn diese Dinge genommen werden (viele Christen haben diese Vorrechte nicht) - selbst dann haben wir Grund, uns an Gottes Liebe zu erfreuen, denn als Christen LEBEN wir nicht nur anders als solche, die Jesus nicht kennen - wir STERBEN auch anders! In Römer 14:8 schreibt Paulus:

„Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.“
  • wir haben eine lebendige Hoffnung
  • wir haben eine herrliche Zukunft
  • wir haben ein himmlisches Zuhause, wo wir erwartet werden
Danke, Herr, für Deine ewige Liebe!

Donnerstag, 1. Mai 2025

Tag der Arbeit

Verflucht sei, wer das Werk des Herrn lässig treibt
(Jeremia 48:10a / SchlÜ)
Verflucht sei, wer meinen Auftrag nachlässig ausführt!
(Jeremia 48:10a / HfA)

Wie hat er sich wohl gefühlt – jener Christ in Prag, der im Herbst 1968 dem jungen Jan Palach versprach, ihm ein Neues Testament vorbeizubringen. Sie hatten miteinander geredet. Jan Palach schien am Evangelium interessiert zu sein und nahm das Angebot gerne an.


Jan Palach wurde am 11. August 1948 in Prag geboren. Er studierte an der Karlsuniversität in seiner Heimatstadt. Im Herbst `68 hörte er das Evangelium und wartete auf ein Neues Testament. Am 16. Januar 1969 übergoss er sich mit Benzin und zündete sich aus Protest gegen den Einmarsch der Sowjetunion und die Niederschlagung des Prager Frühlings an. 3 Tage später starb er in einem Krankenhaus.

Und der junge Christ, der das NT versprochen hatte? Er war voller guter Absichten, ließ aber Wochen verstreichen, bevor er das Neue Testament überhaupt besorgte. Dann schob er es immer wieder auf, es vorbeizubringen. Wer will diesen Mann verurteilen? Ich kann es nicht, weil mich die Situation zu sehr an Begebenheiten aus meinem Leben und Umfeld erinnert. Aber man kann es auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Immerhin sagt der Herr durch Jeremia auch zu uns:

Verflucht sei, wer meinen Auftrag nachlässig ausführt!
(Jeremia 48:10a / HfA)  

Der Bibellehrer, William MacDonald, schreibt zu diesem Vers:

Das Werk des Herrn ist so wichtig, dringend, erhaben und ehrfurchtgebietend, dass ein Fluch auf jedem liegt, der es nachlässig tut. Gott, der das Beste will und auch verdient, kann Faulheit, Zögern, Halbherzigkeit und schlampige Methoden nicht ertragen. Wenn wir an die unendlich wichtigen Dinge denken, um die es geht, wundert uns das nicht. 

Gute Vorsätze sind nicht genug. Es wird oft gesagt, dass die Straßen der Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert sind. Aber durch sie wird die Arbeit nicht getan. Sie müssen in Taten umgesetzt werden. Im folgenden einige Möglichkeiten, wie das geschehen kann:

  1. Lehnen wir es niemals ab, wenn der Herr uns deutlich macht, eine x-beliebige Tat oder einen Dienst für Ihn zu tun. Wenn Er Herr ist, haben wir ihm ohne Wenn und Aber zu gehorchen.
  2. Schieben wir die Sache niemals auf. Verzögerungen sind tödlich. Sie rauben anderen Hilfe und Segen und erfüllen uns mit Schuld und Gewissensbissen.
  3. Tun wir es sorgfältig. „Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue mit deiner Kraft“ (Prediger 9,10). Wenn es überhaupt zu tun wert ist, dann ist es auch wert, gut getan zu werden.

Schließlich: Tun wir es zur Ehre Gottes. „Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes“ (1. Korinther 10,31).

Amy Carmichael (1867-1951, englische Indienmissionarin und Dichterin) war erfüllt mit der Gesinnung: „Die Gelübde Gottes sind auf mir. Ich kann mich nicht aufhalten, mit Schatten zu spielen oder irdische Blumen zu pflücken, bis ich mein Werk getan und darüber Rechenschaft abgelegt habe.“


1. Mai – Tag der Arbeit. Und während wir uns für gute Arbeitsbedingungen einsetzen und viele sogar an ihrem freien Tag dafür auf die Straße gehen, demonstrieren und kämpfen, lasst uns als Christen jeden Tag mit Eifer für Jesus unser Bestes geben. Lasst uns nicht müde – und nicht abgelenkt werden – weder durch Corona, noch durch Dinge, die uns nicht passen, noch durch Ersatz, den wir leicht finden, um den Dienst für den Herrn zu ersetzen. Lasst uns das Werk des Herrn nicht lässig –  sondern eifrig treiben und Seinen Auftrag nicht vernachlässigen.

Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr,
wenn er kommt, bei der Arbeit finden wird.
(Matthäus 24:46)

Mittwoch, 30. April 2025

Dämonenaustreibung / Exorzismus

Das ist heute der Stoff, aus dem die Horrorfilme gemacht sind. Immer noch populär sind ‚Rosemarys Baby’ und ‚Der Exorzist,’ Filme die über 40 Jahre alt sind. Auch heute wird  diese Thematik immer wieder in Filmen und Dokus aufgegriffen. Aber gerade dadurch wird das, was Gottes Feind in Menschen anrichtet, in das Reich der Unwirklichkeit und der Phantasie gedrängt. Eine gelungene Masche des Bösen. Der will ja gar nicht, dass Menschen mit der Realität einer „bösen Existenz,“ eines Satans oder gar Dämonen rechnen. Es ist Gottes Gegenspieler oft ganz recht, dass er als unerkannter Feind agieren kann.

Wenn Jesus allerdings die Bühne betritt, wird mit offenen Karten gespielt, wie wir lesen:

„Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geist,
 der schrie und sprach: Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, 
Jesus, du Nazarener? 
Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: 
der Heilige Gottes!“ (Markus 1:23-24)

Da war ein Mensch, ein religiöser Mensch, ein Mensch, der sich zumindest rein statistisch zum Volk Gottes zählte. Er traf sich mit Gleichgesinnten, besuchte die wöchentlichen Gottesdienste und war wahrscheinlich als „einer der unseren“ akzeptiert. Aber als er Jesus begegnete, wurde klar, dass er „einen unreinen Geist hatte.“ Dieser unreine Geist kannte ein paar Fakten von Jesus besser als der menschliche „Gastgeber.“ Der unreine Geist wusste: Der Gegenüber war Jesus von Nazareth.  Er wusste, dass Jesus und Dämonen auf verschiedenen Seiten stehen, ohne irgendwelche Gemeinsamkeiten. Er wusste außerdem, dass Jesus Sieger sein würde. Er kam, um die Gebundenen zu befreien und die Mächte der Finsternis zu verderben. Der unreine Geist wusste: Jesus ist der Heilige Gottes, der heilige Gott!

All dieses – für ihn – schreckliche Wissen, ließ den Dämon schaudern und Schreien. Nicht immer wird hörbar geschrien. In einer Mail von früheren Kollegen las ich diese Woche, wie eine junge Frau ausrastete, weil die Stimmen in ihrem Kopf „schrien.“ Was schrien sie? Lügen! Immer nur Lügen, denn Satan ist der Vater der Lüge. Sie schreien laut oder leise, dass es keine Hoffnung gibt, dass Jesus eine Fälschung ist, dass der Sohn Gottes nicht genügend  Macht hat, zu befreien. Sie schreien zerstörerische Befehle, Gotteslästerungen oder als Wahrheiten getarnte Lügen. Wie hilflos sie sind! Jesus, der heilige Gott, durchschaut alle Lügen. Er kam, die Gebundenen zu befreien. Markus berichtet weiter in 1:25-26:
 
Aber Jesus befahl ihm und sprach: 
Verstumme und fahre aus von ihm! 
Da zerrte ihn der unreine Geist hin und her, 
schrie mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus.

Das ist unser Jesus! Wer Jesus begegnet, begegnet dem Richtigen, dem Stärkeren, dem Gewinner, dem Überwinder, dem Allmächtigen, dem Befreier, Ihm, dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden. Wer Jesus begegnet, begegnet der Gnade, der Hoffnung, der reinen Liebe, der Barmherzigkeit, der Freiheit.

Bist Du Jesus bereits begegnet? Bist Du befreit von der Macht Satans und der Sünde?
Möchtest Du Ihm begegnen? Möchtest Du frei werden von der Macht des Bösen?

Von Jesus heißt es: Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen. (Jesaja 61:1) Und Johannes bestätigt: „Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.“ (Johannes 6:36)