„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 10. März 2025

„Warte Berg, du sollst mir eine Burg werden!“

Mit einer Gruppe von Bibelschülern fuhren wir zur Besichtigung der Wartburg in Eisenach. Beeindruckend war's! Nicht nur die Tatsache, dass Luther hier Zuflucht fand und das gesamte Neue Testament in nur zehn Monaten in die deutsche Sprache übersetzte. Auch die Tatsache der Entstehung dieser eindrucksvollen Burg war imponierend.

Erbauer der Burg ist Ludwig der Springer aus Franken. Auf einer Jagd soll ihm das 400 Meter hoch liegende Felsplateau in Thüringen aufgefallen sein. Voll Begeisterung rief er daraufhin aus: "Warte Berg, du sollst mir eine Burg werden!"

Als ob der Bau mittelalterlicher Burgen nicht schon Mühe und Kosten genug beinhaltet hätte, gab es hier noch ein weiteres Problem. Ludwig der Springer war von Franken und damit nicht Besitzer des Felsplateaus. Um dieses Problem zu lösen, ließ er Erde aus seinem eigenen Territorium auf dem Berg schaffen, um die Burg anschließend darauf zu errichten. Vor dem Kaiser konnte er dann bei seiner Ehre schwören, die Wartburg auf eigenem Grund und Boden erbaut zu haben.

Ich will nicht sagen: "Ehrbar!", aber "Faszinierend!" Als ich Einzelheiten dieser Geschichte erfuhr, kam mir sofort Kaleb in den Sinn. In Josua 14:12 sagt er zu seinem Freund Josua:

"Und nun gib mir dieses Gebirge, von dem der HERR an jenem Tag geredet hat!"

Wie Ludwig der Springer hatte auch Kaleb einen Berg vor Augen. Während der Berg in Thüringen unbewohnt war, war der in Kanaan von einer Rasse bewohnt, die als Riesen bezeichnet wurden. Ludwig der Springer karrte Erde aus Franken, um das Gebiet, auf dem die Wartburg stand, sein Eigen nennen zu können. Kaleb musst es im Kampf erobern - und tat das. Denn er verließ sich auf ein Versprechen Gottes. "Gott hat gesagt … und darum gib mir diesen Berg!" "Warte Gebirge, du sollst mir Heimat werden!" oder: "Wartet, ihr Gewaltigen, ihr sollt mir untertan werden!" Diese Einstellung gefällt mir: "Gott hat es verheißen - und darum fordere ich es!"

Wir alle kennen solche Gebirge? Scheinbar nur granitharter Felsen. Trocken. Gigantisch emporragend. Ohne alle Farbe. Ohne Lebenszeichen. Bewohnt nur von Riesen!

Gerne würde ich sagen: Kopf hoch und durch. Gott wird's schon machen! Aber das klingt hohl. Falls unser Berg auf einem Gebiet steht, das Gott uns klar verheißen hat, dann gilt es, uns an Seine Verheißungen zu klammern und in Anspruch zu nehmen, was Er uns gegeben hat. Wenn wir allerdings keine eindeutige Verheißung haben, gilt es, nahe bei Jesus - und im festen Vertrauen auf Ihn weiterzugehen. Wir sind Überwinder in Ihm. Wir haben den Sieg in Ihm. Er wird uns führen und uns nie alleine kämpfen lassen.

Noch ein Nachschlag:
Ludwig der Springer "besiegte" den Berg, auf dem die Wartburg heute steht. An dieser Stelle übersetzte Martin Luther die Bibel in unsere Sprache. All das kam nicht ohne Mühe, aber welch gewaltiger Segen ging - und geht bis heute daraus hervor.

Kaleb besiegte die Riesen im Gebirge um Hebron. Anschließend wurde Hebron eine Freistadt, die für viele Verfolgte und ihre Familien zur Rettung wurde. All das kam nicht ohne Kampf, aber welch ein segensreiches Ergebnis ging daraus hervor.

Wenn Du in an diesem Tag oder in dieser Woche vor einem Berg - oder gar einem Gebirge stehst, dann bleib nahe bei Jesus. Nimm in Anspruch, was Er Dir verheißen hat und halte fest an der Tatsache, dass auch du in Ihm und durch Ihn ein Überwinder bist, der den Sieg hat.

Sonntag, 9. März 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Apostelgeschichte 4:32-37

32 Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.
33 Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen.
34 Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
35 und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war.
36 Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte (das heißt übersetzt: »Sohn des Trostes«), ein Levit, aus Zypern gebürtig,
37 besaß einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.
!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

 Anbetung - Gebet
Gemeinschaft - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Wir tun zu wenig, wenn wir nur beten
oder gar verbindliche Zusagen im Glauben machen
bzw. Gelübde ablegen.
Wir müssen den Herrn auch so lieben,
dass großzügiges Geben
zu seinem normalen und freudigen Bestandteil unseres Lebens wird.

(Warren Wiersbe)

Samstag, 8. März 2025

Warum erst jetzt?

Gestern haben wir nachgedacht, warum Israel Jericho erst 13 mal umrunden musste, bevor die Mauern fielen. Gott hätte es durchaus auch ohne die Umrundungen geschafft. Der Sieg kam sowieso von und durch Ihn.

Im nächsten Kapitel – Josua 7 – stellt sich (mir zumindest) eine weitere Frage. (Josua 7:1-5 + 8:1):

Josua 7:1: Aber die Kinder Israels vergriffen sich an dem Gebannten; denn Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda, nahm etwas von dem Gebannten. Da entbrannte der Zorn des HERRN über die Kinder Israels. 2 Und Josua sandte Männer aus von Jericho nach Ai, das bei Beth-Awen liegt, östlich von Bethel, und er sprach zu ihnen: Geht hinauf und kundschaftet das Land aus! Und die Männer gingen hinauf und kundschafteten Ai aus. 3 Und als sie wieder zu Josua kamen, sprachen sie zu ihm: Lass nicht das ganze Volk hinaufziehen; etwa zwei- oder dreitausend Mann sollen hinaufziehen und Ai schlagen; bemühe nicht das ganze Volk, dahin zu gehen, denn sie sind wenige! 4 So zogen vom Volk etwa 3 000 Mann hinauf; aber sie flohen vor den Männern von Ai. 5 Und die Männer von Ai erschlugen etwa 36 Mann von ihnen und jagten ihnen nach vom Stadttor bis nach Sebarim und schlugen sie am Abhang. Da wurde das Herz des Volkes verzagt und zerfloss wie Wasser. (...)  Josua 8:1 Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und sei nicht verzagt! Nimm alles Kriegsvolk mit dir und mache dich auf und ziehe hinauf nach Ai! Siehe, ich habe den König von Ai in deine Hand gegeben samt seinem Volk und seiner Stadt und seinem Land.

Kriegsbeute in Jericho sollte es für das Volk nicht geben. Einer der Soldaten, namens Achan, dachte allerdings, eine kleine, heimliche Übertretung dieses Gebotes sei nicht so dramatisch und bediente sich an dem, was er in Jericho fand und für wertvoll hielt. Niemand sah es – außer Gott! Aber der reagiert nicht sofort. Warum nicht? Er hätte doch ... und die unerwartete Niederlage gegen Ai wäre nicht geschehen ... und die 36 Männer Israels hätten nicht sterben müssen .... und ihre Familien hätten nicht trauern müssen ... und das Herz (der Mut) des Volkes hätte nicht zerfließen müssen.

Warum wartet Gott mit der Offenbarung von Achans Sünde, bis Israel eine Schlacht verlor? Auch hier müssen wir sagen:

  1. Die Bibel sagt es nicht!
  2. Man darf überlegen!

Kann es sein, dass Gott in Seiner Gnade Achan die Möglichkeit zur Umkehr geben wollte? Achan wartete ja bis zuletzt. Er trat nicht etwa vor und bekannte freiwillig. Erst als es keinen Ausweg mehr gab.

Kann es sein, dass Gott dem Volk deutlich machen wollte, dass die Sünde eines Einzelnen die Situation Vieler negativ beeinflussen kann? Wenn Menschen sündigen, sind es oft viele Weitere, denen damit geschadet wird – nicht nur dem Sünder.

Kann es sein, dass Gott Seinem Volk deutlich machen wollte, dass auch kleine Sünden große Folgen haben? Achan hatte ja nicht massenhaft Güter auf seinem Viehwagen abtransportiert. Es war eine so kleine Beute, dass er sie in seinem Zelt vergraben konnte. Aber ob die Sünde „groß“ oder „klein“ ist, „Der Lohn der Sünde ist der Tod!“ (Römer 6:23a)

Was immer der Grund war, warum Gott Achans Sünde nicht gleich offenbarte – Er tat es zur rechten Zeit und kam damit zu Seinem Ziel.

Gott kommt immer zu Seinem Ziel. Und wenn wir auf Seinen Wegen gehen, wird es eine weitaus angenehmere Reise werden und Gott viel Ehre bringen!

Freitag, 7. März 2025

Warum 13 mal?

Als ich heute morgen durch mein Bibelprogramm hörte, ging es unter anderem um die Einnahme Jerichos. Das waren schon seltsame Anweisungen Gottes an Josua (Josua 6:2-5):

2 Und der HERR sprach zu Josua: Siehe, ich habe Jericho samt seinem König und den tapferen Kriegern in deine Hand gegeben. 3 Darum sollt ihr um die Stadt ziehen, alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum. So sollst du es sechs Tage lang tun. 4 Und sieben Priester sollen sieben Hörner des Halljahres vor der Lade hertragen; und am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen, und die Priester sollen in die Schopharhörner stoßen. 5 Und es soll geschehen, wenn man das Horn des Halljahres bläst und ihr den Ton des Schopharhornes hört, so soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Dann werden die Stadtmauern in sich zusammenstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin!

Das war ja keine Kriegsroutine. Das hatte es bis dahin noch nie gegeben. Der Herr gibt Josua auch keine Erklärung für diese seltsame Taktik. Und Er hätte es gewiss auch einfacher und schneller arrangieren können. In 2 Chronik 20 stehen die Sänger Israels an der Front und loben den Herrn während Josaphat und das Volk zusehen, wie sich Israels Feinde gegenseitig zerfleischen. Warum lässt Gott das Kriegsvolk in Jericho zuerst 13 mal um die Stadt ziehen?

  1. Die Bibel sagt es nicht!
  2. Man darf überlegen!

Manchmal scheint es, dass Gott verschiedene Wege geht, damit wir nicht meinen, es sei nur ein bestimmter Weg, wie Gott handelt oder handeln kann. Menschen kommen auf verschiedene Art und Weise zum Glauben. Menschen werden auf verschiedene Art und Weise geheilt. Manche gar nicht – und doch begegnet Gott ihnen und sie Gott in ihrer Krankheit.

Manchmal handelt Gott auch in seltsamer Weise – nicht um unseretwillen, sondern um der anderen Willen. Hat das 13malige Umrunden den Menschen in Jericho wachsende Angst eingeflößt? Oder hat es sie zu Lachkrämpfen bewogen? Wir wissen es nicht. Aber vermutlich haben sie sich jeden Tag mehr gewundert (oder amüsiert), was die Juden da im Schilde führten. Es wird zumindest König und Armee verwirrt haben.

Die leidige „Warum?“ Frage. Keine verwerfliche Frage! Auch keine Frage, auf die es immer eine Antwort gibt. Aber manchmal gibt es mögliche Antworten, wie wir oben sehen können. Und mögliche Antworten sind immer Antworten, in denen wir Gott Gott sein lassen müssen.

Die Entscheidungen, die Er trifft, sind immer richtig!
Die Wege, die Er führt, sind immer gut!
Und die Fragen, die Er offen lässt, sind immer nebensächlich!

Erscheinen meines Gottes Wege mir seltsam rätselhaft und schwer,
und gehn die Wünsche, die ich hege, still unter in der Sorgen Meer,
will traurig schwer der Tag verrinnen, der mir nur Schmerz und Qual gebracht,

dann will ich mich auf eins besinnen, dass Gott nie einen Fehler macht.

Donnerstag, 6. März 2025

Nix Neues unter der Sonne

Es berührt immer wieder, zu sehen, wie Jesus gerade denen nachgeht, die von den meisten anderen aufgegeben sind. Auf youtube ist der Videoclip "Healing Rain" von Michael W. Smith zu sehen. Inhaltlich geht es darum, dass der Regen der Gnade Gottes sich nähert. Die Verlorenen und Gefundenen werden erreicht, Tränen weggewaschen. Heilender Regen kommt. Der Menschensohn kann den Aussätzigen aufstehen lassen … usw. Sie alle strecken sich aus nach dem heilenden Regen Gottes.

Was drängt sich auf? Lukas 5:31! Dort sagt Jesus:

"Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken." (Schl)

Wir haben so viele "Kranke" um uns herum! Nicht nur Obdachlose, Drogenabhängige und alkoholabhängige Geschäftsleute. Die auch, ganz gewiss! Und dazu die Menschen am Existenzminimum, die chronisch Kranken, die Trauernden, die Ratlosen, die Prostituierten, die überforderten Alleinerziehenden, die sich nach Arbeit sehnenden Arbeitslosen, die Vergessenen, die Überlasteten, die Einsamen, die …

Jesus sagt:

"Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken." (Lk 5:31)

Und

"Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist".
(Lk 19:10)

So viele "Kranke" und Verlorene. Und die anderen (auch Kranke, aber sie meinen, sie seien gesund) - die stehen rum und schauen sich die Leute unbeteiligt an, die im Regen der heilenden Gnade Gottes stehen.

Mir kommt ein anderer Vers in den Sinn. Auch in dem Zusammenhang geht es um Gesunde und Kranke. Nachdem alle möglichen "Eingeladenen" die Einladung Jesu gleichgültig ablehnten, schickte der Herr seine Jünger zu anderen. In Matthäus 22:9 sagt Jesus:

"Deshalb geht hinaus an die Straßenecken und ladet jeden ein, dem ihr begegnet." (NL)

Das eine tun und das andere nicht lassen. Vielleicht befindet sich unter den Gleichgültigen ja noch jemand, dem der letzte Anstupser fehlt - die wollen wir anstupsen! Ansonsten wollen wir in die Richtung blicken, in die Jesus blickt: zu den Kranken, den Verlorenen und den Verzweifelten. Die wissen eher, dass sie den heilenden Regen der Gnade Gottes nötig haben.

Das Lied "Healing Rain" findest Du im Seitenfenster!

Mittwoch, 5. März 2025

Der Hohn des Aschermittwoch

Das war's für diese Saison. Karneval ohne Grenzen, Spaß ohne Kontrolle, Ironie ohne Ende, Gottesbezüge ohne Ehrfurcht, Sünde ohne Gewissen, Kriminalität ohne ...  Du denkst, ich übertreibe? Lies die Zeitung! Detektive haben Hochkonjunktur! Der Gebrauch von K-o Tropfen nimmt zu und damit die Zahl der Missbräuche und Vergewaltigungen. Ehen werden in Massen gebrochen (Zitat: Mein Partner, der hat da volles Verständnis. Der sagt immer: Viel Spaß, du kommst wieder!) und die Menge ergötzt sich an Zynismus und Sarkasmus. Gott wird gelästert, das Heilige mit Füßen getreten und wer nicht mitmacht, wird als Spießer belächelt. Gut, dann bin ich ein Spießer – aber ein stolzer!

Glücklicherweise erteilt der Aschermittwoch Absolution. Interessant, dass dieser Tag mehr mit dem Ende des Karneval  verbunden wird, als mit dem eigentlichen Ursprung, dem Einläuten der Fasten- und Passionszeit. Der Aschermittwoch hat seinen Namen vom Aschekreuz, das seit dem 10. Jahrhundert traditionsgemäß, entweder durch „Asche aufs Haupt“ oder durch ein Kreuz auf der Stirn vergeben wird.

Asche ist im Orient, und damit auch im biblischen Umfeld, ein Symbol der Trauer und Buße. Hiob saß in Staub und Asche (Hiob 30:19) und Ninive tat Buße in Trauer und Asche (Jona 3:6). Allerdings waren damals Asche, Staub und Sackkleidung nur äußere Zeichen eines tatsächlich innerlich ablaufenden Trauer- und Umkehrprozesses. Losgelöst von echter Trauer über Sünde und Abkehr von Gottlosigkeiten hatten diese Äußerlichkeiten absolut keine Wirkung. Reine Äußerlichkeiten konnten und können weder Gott täuschen, noch Reinigung in irgendeiner Weise bewirken. Eine begrenzt geplante Abkehr von Sünde ist überhaupt keine Abkehr von Sünde. Gott macht das in Sprüche 28:13 überaus deutlich: 
 
Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen,
wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen. 
 
Dass Aschermittwoch nichts mit Buße zu tun hat, zeigt die Tatsache, dass man es „schade“ findet, dass jetzt alles vorbei ist. Man trauert den ausgelassenen und sündigen Tagen nach. Seit 1950 treffen sich Kirche und Künstler jährlich zu einer „Standortbestimmung“ (nicht etwa zu einer gemeinsamen Umkehr zu Gott). Der „politische Aschermittwoch“ stellt den größten Hohn dar. An diesem Treffen präsentiert sich Aschermittwochbuße in „Bierzelt - Atmosphäre“, mit dem Ziel „heftiger, polemischer Attacken gegen politische Gegner“.

Soviel zu Aschermittwoch, dem Hohn der Aschermittwochbuße und der damit verbundenen Verhöhnung biblischer Werte und göttlicher Ansprüche. Kein Kreuz auf der Stirn kann Sünde ungeschehen machen!
 
Natürlich möchte ich den heutigen Eintrag nicht beenden, ohne eine tolle und befreiende Alternative aufzuzeigen. Echte Buße bewirkt tatsächlich Neuanfang. Wer erkennt, dass Gottes Gebot gebrochen wurde, und wer seine Sünde bereut, sie am liebsten ungeschehen machen würde und einen neuen Weg einschlagen möchte, der findet bei Gott eine weit offene Türe und einen Retter mit weit offenen Armen. König David hatte das erkannt, als er in Psalm 51:19 betete: 
 
„Das Opfer, das dir gefällt, ist ein zerbrochener Geist.
Ein zerknirschtes, reumütiges Herz wirst du, Gott, nicht ablehnen.“ 
 
Recht hat er gehabt, denn auch der Erfahrungsbericht aus Psalm 32:1,2+11 kommt von ihm: 
 
 Kunst, Künstlerischen, Malerei, Digital
„Ein Psalm Davids. Glücklich ist der, dessen Sünde vergeben ist und dessen Schuld zugedeckt ist. Glücklich ist der, dem der Herr die Sünden nicht anrechnet und der ein vorbildliches Leben führt! Deshalb freut euch im Herrn und seid froh, die ihr ihm gehorsam seid! Jubelt alle vor Freude, deren Herzen aufrichtig sind!