„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 7. März 2024

Wie wichtig ist Gebet?

Bevor Du heute weiterliest, gibt Dir mal eine Antwort auf diese Frage. Wie wichtig ist Gebet? Wie wichtig ist Dir Gebet? Spiegelt sich Deine Antwort in Deinem geistlichen Leben wider?

Ich las die Geschichte eines Schiffes, das mitten im Sturm sank. Voll Verzweiflung rief der Kapitän rief der Besatzung zu: „Weiß hier jemand, wie man betet?“ Ein Mann trat vor und sagte: „Ja, Kapitän, ich weiß, wie man betet.“Wunderbar!“ antwortete der Kommandant des Schiffes. „Sie beten, während der Rest von uns Schwimmwesten anzieht – uns fehlt nämlich eine.

Manch einer hat eben dieses Verständnis: Gebet ist der letzte Ausweg für solche, die daran glauben, die letzte Lösung, wenn alles Menschenmögliche entfällt.

Die begnadeten Prediger, Charles Spurgeon und Murray waren da ganz anderer Meinung. Gott nutzte ihre Predigten im 19. Jahrhundert, um Tausende von Menschen zum Glauben und Heil durch Jesus zu rufen. Aber Charles Spurgeon, auch als „Fürst der Prediger“ bezeichnet, sagte selbst einmal: „Ich würde lieber einem Mann das Beten beibringen als zehn Männern das Predigen. Warum? Er hatte doch die Erfahrung, was eine gesalbte Predigt für Gottes Reich zu bewirken vermag. Spurgeon wusste aber auch, dass es nicht seine Predigten waren, die die Menschen zu Christus führten. Es war Gott, der die Menschen als Antwort auf sein Gebet zu sich zog.

Andrew Murray, ein weiterer großer Prediger des 19. Jahrhunderts, drückte es so aus: „Der Mann, der die christliche Kirche zum Beten mobilisiert, wird den größten Beitrag zur Weltevangelisierung in der Geschichte leisten.

Der Apostel Paulus fordert die Gemeinde in Thessaloniki nicht nur auf, im Gebet zu bleiben. Er praktiziert es auch selbst. In 1 Thessalonicher 5:16-18 schreibt er:

Freut euch allezeit! 17 Betet ohne Unterlass! 18 Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

Und an Timotheus schreibt er in 2 Timotheus 1:3:

Ich danke Gott, dem ich von den Vorfahren her mit reinem Gewissen diene, wenn ich unablässig an dich gedenke in meinen Gebeten Tag und Nacht,

Um zu den Fragen vom Anfang zurückzukommen: Wie wichtig ist Gebet? Wie wichtig ist Dir Gebet? Spiegelt sich Deine Antwort in Deinem geistlichen Leben wider?Gebet ist sicherlich das Fach in der geistlichen Lebensschule, das mich am meisten fasziniert, aber in dem ich gleichzeitig am weitesten hinterherhinke. Ich weiß viel, hab viel gelesen und verstehe auch relativ viel (bei Weitem nicht alles!). Aber ich möchte lernen; umsetzen, praktizieren. Ich weiß und glaube an die Bedeutung und absolute Notwendigkeit des Gebets. Darum möchte ich wachsen und auch im Gebet dem Vorbild Jesu und dem Vorbild derer folgen, die bereits einige Klassen in der geistlichen Lebensschule über mir sind.

Kommst Du mit?

Herzliche Einladung zu unserem Frühgebet; 6:00 – 7:00 Uhr. Anbetung, Gebet, Kaffee. Anschließend gemeinsames Frühstück (wer bleiben kann).

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

jeden Freitag, 6:00 - 7:00 Uhr

Mittwoch, 6. März 2024

Königliches Lösegeld

Vom englischen König Richard I., auch bekannt als Richard Löwenherz, wird erzählt, dass er sich auf einem der Kreuzzüge mit seinen Mitstreitern zerstritt, darunter auch Herzog Leopold V. von Österreich. Als Richard I auf seinem Rückweg durch Europa zog, nahm ihn Leopold V. in Österreich gefangen. Gemeinsam mit dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches forderte er ein gigantisches Lösegeld für Richards Freilassung. Der Preis lag bei über 100.000 Mark, was über 23 Tonnen Silber entsprach. Das war eine enorme Forderung.

Die Menschen in England liebten ihren König. Viele Adlige spendeten ein Vermögen für Richards Freilassung. Eine Sondersteuer wurde eingeführt und Richards Mutter versilberte sämtliche Ländereien Richards und ebenso Kirchenschätze, um das Lösegeld zahlen zu können. Nach 13 Monaten war das Geld gesammelt und König Richard kehrte nach England zurück. Man kann hier buchstäblich von einem „königlichen Lösegeld“ sprechen!

Von einer anderen Art wertvollen Lösegeldes wird ebenfalls zur Zeit der Kreuzzüge berichtet. Demnach wurde der normannische Lord Grimbald de Pauncefort von einem Volksstamm auf der arabischen Halbinsel gefangen genommen. Als der türkische Prinz dort nach seiner Lösegeldforderung gefragt wurde, verlangte er die abgetrennte Hand von Paunceforts junger Braut Eleanor. In einem enorm mutigen Akt des Mutes und der Opferbereitschaft ließ sich die junge Frau ihre linke Hand amputieren und schickte sie los, als Lösegeld für ihren Mann.

Noch gewaltiger – tatsächlich unfassbar gewaltig – ist ein noch viel höheres Lösegeld, das über 1000 Jahre zuvor bezahlt wurde. Es war weit mehr als ein „königliches Lösegeld“, denn selbst ein König damals (oder heute) hätte es nicht bezahlen können. Es musste ein König aus einer anderen Welt kommen – König Jesus, über den es in 1. Timotheus 2:6 heißt:

Er hat sein Leben als Lösegeld hingegeben, um uns alle aus der Gewalt des Bösen zu befreien. Diese Botschaft soll nun verkündet werden, denn die Zeit, die Gott festgelegt hat, ist gekommen.

Jesus selbst: Schöpfer, ewiger Gott, himmlischer König und Herrscher – wurde Mensch und gab sich als Lösegeld für uns. Er wurde zum Preis, der notwendig war, um uns zu reinigen, Leben zu schenken und uns zu Gottes Kindern zu machen. Himmlisches Lösegeld!

Das in seiner Fülle zu begreifen ist wohl Zukunftsmusik. Wenn wir einmal bei Ihm in Seiner Herrlichkeit sein werden – wenn wir Seine Schönheit und Gottheit sehen werden – wenn wir Seine Liebe noch viel intensiver schmecken werden als jetzt – wenn uns Seine Größe und Heiligkeit die Sprache verschlagen wird – dann werden wir vermutlich etwas mehr von dem unbeschreiblichen Wert begreifen und erkennen, der Sein Leben als Lösegeld gewesen ist.

​Bis dahin bleibt uns, Ihm immer wieder neu zu danken für den Preis, den Er bezahlt hat und uns Tag für Tag ganz in Seine Nachfolge zu stellen.