„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 11. Dezember 2023

Gedanken zum 2. Advent

Seit gestern sind es zwei Kerzen, die die Altäre in den Kirchen und die Adventkränze in den Häusern zieren. Mehr Licht, als noch vor einer Woche. Wir erinnern uns, dass es nicht mehr lange ist, bis wir uns an Weihnachten an das erste Kommen Jesu erinnern – und an Sein Versprechen, ein zweites Mal zu kommen … und an die vielen Hinweise darauf. 

Diese Zeichen, die (kurz) vor Seinem zweiten Kommen auftreten werden, hat Er uns beschrieben. Leider ignorieren zu viele Menschen leichtfertig diese Zeichen. Zeichen aber hat Gott uns gegeben, damit wir darauf achten und entsprechend reagieren – so, wie es die Morgan Seezigeuner taten, von denen David Sargent berichtet: 

Am 26. Dezember 2004 erlebte die Welt mit Horror die Tsunami Katastrophe in Südost-Asien. Ein Erdbeben unter dem Indischen Ozean rief eine riesige, bis zu 30 Meter hohe Flutwelle hervor, die dann über das Land in der gesamten Region hereinbrach. Der Tsunami brachte die Zerstörung bis an die 7500 km entfernte Ostküste Afrikas. Über eine Viertelmillion Menschen kamen in den wütenden Wassern und der anschließenden Verwüstung ums Leben. Ganze Inselbevölkerungen und Küstenorte wurden ausgelöscht, in manchen Fällen alle Männer, Frauen und Kinder. 

Gemäß dem AP Nachrichtendienst gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: das kleine Fischervolk der Morgan Seezigeuner. Sie verbringen einen guten Teil des Jahres auf ihren Fischerbooten und fischen zwischen Indien, Indonesien und Thailand. Jedes Jahr im Dezember, zwischen den Fangzeiten, leben sie in kleinen Strohhütten am Strand von Thailand. In jenem Dezember lebten sie direkt in der Bahn der Tsunami - Katastrophe. Doch jedes einzelne Mitglied des Stammes überlebt, während die meisten ihrer Nachbarn in den tobenden Wasser verschwanden. 

Warum? Der Stammesführer erklärt: "Seit Generationen haben uns unsere Väter gewarnt und gesagt: Wenn das Wasser plötzlich schnell zurückgeht, wird es auch schnell und in gleicher Menge zurückkehren." 

Am 26. Dezember, als das Meer plötzlich abfloss, liefen viele der Nachbarn mit Körben zum Strand um gestrandeten Fisch aufzulesen. Nicht so die Morgan Seezigeuner. Der Chef befahl seinem Stamm, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, nämlich in die Berge und damit in Sicherheit. Als der Tsunami kam, blieb der gesamte Stamm verschont. 

Es gibt einen weiteren Fall von außergewöhnlicher ja, globaler Proportion, der zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt auftreten wird: die Rückkehr Jesu! 

Niemand, nur der Himmel allein weiß genau, wann Jesus zurückkehren wird. Unerwartet wird dieser "Tag des Herrn" sein wie ein "Dieb in der Nacht". Dieser Advent könnte jeden Augenblick kommen! Der Schlüssel ist, bereit zu sein! 

Wenn Jesus kommt, wird Er die Welt in Gerechtigkeit richten (Apostelgeschichte 17:31). Diejenigen, die Jesu Angebot des Heils angenommen haben, werden in den Himmel aufgenommen. Wer Jesus und Sein Angebot abgelehnt hat, wird ins ewige Feuer gehen, das für Satan und seine Engel  vorbereitet wurde. So erklärt es die Bibel! 

Jesu zweiter Advent sein zweites Kommen wird kommen, aber wir können darauf vorbereitet sein. Jesus wird alle retten, die an Ihn glauben (Apostelgeschichte 16:30-31) alle, die sich von ihren Sünden abwenden (Apostelgeschichte 17:30-31), Ihn als ihren Herrn bekennen und Ihm nachfolgen. Für jeden, der bereit ist für Jesu zweiten Advent, müssen die Zeichen der Zeit nicht erschreckend sein, sondern eher ein herrlicher Klang, dass Jesus bald kommt. Bist du bereit?

Sonntag, 10. Dezember 2023

Herzliche Einladung zum 2. Adventsgottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Lukas 1:39-45

 39 Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und reiste rasch in das Bergland, in eine Stadt in Juda,
40 und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
41 Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt
42 und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!
43 Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
44 Denn siehe, sowie der Klang deines Grußes in mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
45 Und glückselig ist, die geglaubt hat; denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:
Anbetung - Gottes Wort Gebet 
Gemeinschaft - Gemeinsames Mittagessen
 
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich Willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Die größte Tragik von Weihnachten ist nicht die Vermarktung,
nicht der Klimbim, auch nicht die heidnischen Einflüsse.
Die größte Tragik von Weihnachten ist,
dass der RETTER geboren ist, und NIEMAND merkt es!
(Unbekannt)

Samstag, 9. Dezember 2023

"Wenn ... was dann?"

Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut
und dessen Zuversicht der Herr geworden ist!
(Jeremia 17:7)

Bildquelle: HIER
Die hypothetische Frage wird oft gestellt: „Wenn Gott Dich heute in die Ewigkeit rufen würde, und Du kämst hinein in Seinen Thronsaal und würdest von Gott gefragt: „Warum sollte ich Dich in den Himmel lassen?“ – was wäre Deine Antwort?

Viele Menschen werden sich auf ihre Religion berufen. Ich bin Moslem ... ich bin Jude ... Hindu ... Christ ... Und Gott wird sagen: Dann vertraust Du ja menschlichen Religionsgründern oder irdischer Mitgliedschaft. Das reicht weder für meinen Segen noch für einen Platz in meinem Himmel.

Andere werden sagen: Ich bin getauft, beschnitten, konfirmiert, religiös getraut und beerdigt worden. Das sollte mich qualifizieren. Aber Gott wird sagen: Wo nimmst Du denn das her? Das reicht weder für meinen Segen noch für einen Platz in meinem Himmel.

Andere werden sagen: Meine guten Werke überwiegen meine bösen. Ich habe gespendet ... hab im Chor gesungen ... hab sonntags den Gottesdienst besucht ... Und Gott wird sagen: Dann hast du dich ja ordentlich angestrengt. Aber du hast dir selbst vertraut. Das reicht weder für meinen Segen noch für einen Platz in meinem Himmel.

Vielleicht werden sogar manche kommen und antworten: Ich hab bei einem Gottesdienst die Hand gehoben und ein Gebet nachgesprochen. Und Gott mag sagen: Das hab ich sehr wohl mitgekriegt. Aber du wolltest nur eine schnelle, einfache Vergebung ... eine Formel ... Vergebung ohne Nachfolge. Worte ohne Glauben retten nicht.

Worauf sollten wir denn vertrauen? Gott selbst gibt durch Jeremia 17:7 die Antwort:

Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut
und dessen Zuversicht der Herr geworden ist!

Das klingt so einfach: Dem Herrn vertrauen. Nicht einer Religion ... nicht einer Kirche ... nicht anderen Menschen ... und vor allen Dingen nicht mir selbst ... meiner Kraft ... meinen guten Werken ... meinem frommen Lebensstil. Das alles ist sinnloses, trügerisches Vertrauen. 

Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut
und dessen Zuversicht der Herr geworden ist!

Das bedeutet, mit der Erkenntnis zu Gott zu kommen: Ich habe in meinem Leben viel vermurkst und eine Mauer der Sünde aufgebaut, die mir den Weg in den Himmel versperrt. Ich bin ohne menschl. Hoffnung auf Vergebung, habe nichts zu bringen habe und nichts in die Waagschale zu werden habe, das mich irgendwie besser machen könnte. Meine einzige Hoffnung ist Gottes Gnade der Vergebung. Ich komme zu Gott mit leeren Händen. Ich muss Ihn nicht überzeugen, nicht umstimmen und nicht überreden. Ich muss Ihm bekennen, dass mir meine Sünden aufrichtig leid tun.

Und schließlich muss ich zu Ihm kommen auf dem Weg, den ER gewählt hat, nicht dem Weg, den ich für am Besten halte. Nirgends klarer als im NT hat Gott uns Seinen Weg offenbart:

Jesus spricht: Ich bin der Weg (...) niemand kommt zum Vater als nur durch mich! (Johannes 14:6)

Jesus zerbricht die Mauer der Sünde zwischen Dir und Gott.

Ohne dieses Vertrauen in Gottes Weg: JESUS – wirst Du Gottes Segen nicht empfangen, Gottes Nähe nicht erfahren und die ewige Herrlichkeit im Himmel nicht erreichen können.

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht,
Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.
(Johannes 1:12)
 
Ein Video zu Thema findest Du im Seitenfenster unter dem Thema: "6000 Punkte für den Himmel"

Freitag, 8. Dezember 2023

Von Totos Dummheit lernen

Ernste und einladende Worte finden wir am Ende von Jeremias Predigt in Jeremia 17:

Die Sünde Judas ist aufgeschrieben mit eisernem Griffel und eingegraben mit diamantener Spitze auf die Tafel ihres Herzens und auf die Hörner eurer Altäre — wie sie an ihre Kinder gedenken, so auch an ihre Altäre und ihre Astarten bei den grünen Bäumen auf den hohen Hügeln. (...) So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom Herrn weicht! (...) Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Zuversicht der Herr geworden ist! (Verse 1,2,5,7)

Diamantspitzen gehören zu den härtesten Sptzen in der Industrie. Wenn Gott sagt, dass Sünde mit Diamantspitze eingegraben ist, dann bedeutet das: Es ist unauslöschliche Sünde. Unauslöschlich ist Sünde immer dann, wenn sie festgehalten wird. In seinem Buch „Unter dem Buyubaum“ erzählt Paul White die Geschichte von Toto, dem Affen.

Toto liebte Erdnüsse über alles. Die Jäger wussten das und stellten eine Dose mit frischen Erdnüssen auf eine Urwaldlichtung. In der Dosenöffnung war aber nur ein kleines Loch, durch das sich gerade mal eine kleine Affenhand hineinzwängen konnte. Dann warteten die Jäger am Rande der Lichtung. Tatsächlich sammelten sich nach einer Weile die ganze Familie der Urwaldtiere im Wald – mit Blick auf die Lichtung und die Dose. Man beriet sich miteinander. Irgendwann konnte Toto dem Duft der frischen Erdnüsse nicht mehr widerstehen, lief auf die Lichtung und hin zu der Dose. Flugs zwängte er seine Hand hinein, grabschte eine Handvoll Nüsse und wollte die Faust aus der Dose ziehen. Aber eine Faust mit Erdnüssen passte nicht mehr durch das kleine Loch.

Als die Jäger kamen, riefen alle Tiere des Urwaldes Toto zu: Lass die Nüsse fallen und lauf weg. Aber Toto liebte die Nüsse und kam mit der Hand nicht aus der Dose heraus. Die Jäger kamen, fingen ihn, steckten ihn in einen Sack und trugen ihn fort. Seine Liebe zu den Erdnüssen war größer als die Furcht vor den Folgen.

Unauslöschlich ist Sünde immer da, wo man an ihr festhält. Das taten die Menschen zur Zeit Jeremias. Vers 2 beschreibt es eindrücklich: Sie hingen gedanklich und emotional so an der Sünde, wie Eltern an ihren Kindern hängen. Wer an der Sünde festhält, sich gedanklich oder emotional an sie bindet und nicht bereit ist, sie loszulassen, ist gefangen und wird die Folgen tragen müssen. Selbst die Unauslöschbarkeit unserer Sünde können wir niemand anderem in die Schuhe schieben als nur uns selbst.

Dennoch hat Gott uns einen klaren Weg aufgezeigt, wie wir die Sünde und ihre Folgen loswerden können. Keine – KEINE – Sünde muss unausgelöscht bleiben. Jede Sünde kann vergeben werden, wenn die Entscheidung dazu in diesem Leben fällt. Wenn die Ewigkeit uns eingeholt hat, ist ein Loslassen nicht mehr möglich. Gott ruft uns in Sprüche 28:13 zu:

Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen,
wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen.

Das ist so einfach, dass es jeder verstehen kann. Versteck Deine Sünde nicht. Bekenne sie (zumindest Jesus selbst) und lass sie los! Gottes Barmherzigkeit ist Dir 100% gewiss!

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen,
so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt
und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
(1 Johannes 1:9)

Donnerstag, 7. Dezember 2023

Trost!

Advent- und Weihnachtszeit! Für die einen freudige Erwartung – für die anderen die schlimmste Zeit des Jahres. Die einen sehen das Licht – die anderen die Dunkelheit! Die einen leben in Hoffnung und Zuversicht – die anderen in Schwermut und Trostlosigkeit. Und man sage nicht: Die Christen gehören immer zu den Ersteren. Gewiss nicht!

Der gottesfürchtige König Hiskia lag todkrank im Bett und wartete auf den Tod. Nachdem Gott ihn geheilt hatte, komponierte er ein Dankeslied, in dem er aber auch seine Gefühle beschreibt, als er noch keinen Zuspruch der Heilung hatte. In Jesaja 38:17 lesen wir:

Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück.

Vielleicht liest heute der eine oder andere diese Zeilen und klagt mit Hiskia: „Ja, auch mir ist es um Trost sehr bange! Ich brauche Trost, kann ihn aber nicht finden!

Unser Gott ist ein Gott des Trostes!

Vom Vater im Himmel heißt es in 2. Korinther 1:3: Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,

Von Jesus, dem Sohn Gottes, heißt es in 2. Korinther 1:5: Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus.

Vom Geist Gottes heißt es in Johannes 14:26: Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Der dreieinige Gott ist ein Gott, der den Trostbedürftigen Trost zuspricht. Lass Dich heute durch diese Verse trösten (oder tröste andere durch sie):

Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. (Psalm 73:26)

Seine Wege habe ich gesehen; dennoch will ich es heilen und es leiten und ihm und seinen Trauernden mit Tröstungen vergelten. (Jesaja 57:18)

Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten; ja, in Jerusalem sollt ihr getröstet werden! (Jesaja 66:13)

Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden! (Matthäus 5:4)

So ermutigt und tröstet einander, wie ihr es ja auch bisher getan habt. (1 Thessalonicher 5:11)

Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und unser Gott und Vater, der uns geliebt hat und uns einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung gegeben hat durch Gnade, er tröste eure Herzen und stärke euch in jedem guten Wort und Werk! (2. Thessalonicher 2:16+17)

Ja, sei getröstet durch den dreieinigen Gott und gestärkt durch Ihn zu jedem guten Werk!

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Der Nikolaus

Zwei Erinnerungen kommen mir in den Sinn, wenn ich an den 6.12. – den Nikolaustag in meiner Kindheit denke.

Die erste ist ein schwarz-weiß Foto, auf dem ich (ca. 3 J.) bei meiner Mutter auf dem Schoß sitze, Augen aufgerissen – mit dem Nikolaus vor mir stehend. Gewöhnlich kam er mit einem nicht so kleinen Buch, in dem allerhand Gutes und Böses aufgeschrieben war.

Die zweite Erinnerung datiert ca 6 Jahre später: Vielleicht waren es 17 Uhr. Jedenfalls war es bereits dunkel, und ich spielte mit einigen anderen Kindern Fangen. Ohne auf den Verkehr zu achten, laufe ich über die Straße – direkt vor ein Auto. Die Polizei kam, ein Krankenauto wurde nicht gerufen, da nicht viel passiert war. Meine Eltern wurden informiert, holten mich ab und wir alle saßen geschockt und schweigend um den Abendbrottisch. Irgendwann sagte dann der Vater: „Heute wird der Nikolaus wohl nicht mehr kommen …“

Alle anderen Ernnerungen drehen sich eher um Tüten mit Süßigkeiten und Nüssen – dazu die Tatsache, daß ich zwar öfters ermahnt, aber nie in den Sack gesteckt und abtransportiert wurde.  Geschenke mit Obst und Plätzchen gab es immer! Eine nette Tradition! Immer mir gutem Ausgang!

Zu verdanken haben wir diese Tradition vornehmlich einem Mann, der – wäre er heute geboren – ein Türke wäre und in einer türkischen Kirche arbeiten würde. Nikolaus, Bischof von Myra. Um seine Person ranken sich unzählige Legenden, Mischungen von Wahrheit und Erfindung. Möglicherweise im Jahr 270 wurde Nikolaus geboren. Gestorben soll er an einem 6. Dezember sein irgendwann zwischen den Jahren 345 und 351. Daher das Datum des 6. Dezembers! Die Tatsache, dass Bischof Nikolaus ein geistliches Amt begleitete zeigt, dass ihm der Glaube an Gott etwas bedeutete.

In Lukas 19 vergleicht sich Jesus mit einem Edelmann, der sein Volk eine Weile verläßt, seine Knechte ruft, ihnen Geld anvertraut und zu ihnen sagt:

Handelt damit, bis ich wiederkomme! (Vs 13)

Wahrscheinlich hat Nikolaus von Myra nach dieser Devise gelebt. Viel Gutes wird über ihn berichtet – auch im Zusammenhang mit Kindern. Eine Legende besagt, dass ein verarmter Vater seine drei Töchter zu schamvollen Dingen auf die Strasse schicken wollte, weil er selbst zu wenig besaß, um sie gut zu verheiraten. Nikolaus erfährt von der Notlage und wirft in den nächsten 3 Nächten 3 Klumpen Gold in die zum Trocknen aufgehängten Socken.

In einer anderen Legende wird berichtet, dass Piraten alle Getreideschiffe gekapert hatten und sie nur gegen Lösegeld der Stadt Myra freigeben wollten. Die Stadt war vom Hungertod bedroht, konnte aber nicht genügend Lösegeld auftreiben. Daraufhin verlangten die Seeräuber die Kinder der Stadt als Sklaven. Nikolaus opferte den gesamten Kirchenschatz und die Seeräuber gaben sich zufrieden und zogen ab. Kein Wunder, dass St. Nikolaus zum Schutzheiligen der Kinder erklärt wurde.

Sicher kann man aus diesen Legenden seine Schlüsse ziehen. Wichtiger aber noch ist, dass wir – wie vielleicht Nikolaus von Myra – uns die Worte Jesu zur Devise machen:

Handelt, bis ich wiederkomme! (Lukas 19: 13)

Jesus hat uns viel, sehr viel anvertraut. Gesundheit, Freiheit, Gaben, Finanzen, Talente, Beziehungen und so viel mehr. Lasst uns damit handeln und Gutes tun, bis Er wiederkommt. Der Advent erinnert uns daran, dass das schon sehr bald sein kann. Vielleicht sogar heute!

Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden
denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, 
wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:9)