„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 28. März 2023

Ein besonderer Vers aus dem 2. Samuelbuch


5 Wellen, die den Tod bringen, brachen über mich herein.
Fluten, die Verderben bringen, erschreckten mich.
6 Mit Stricken der Unterwelt war ich gefesselt.
In Fangnetze des Todes war ich geraten.
7 In meiner höchsten Not rief ich den Herrn.
Ja, ich schrie zu meinem Gott.
Er hörte mein Rufen in seinem Palast.
Mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
(2.Samuel 22:5-7 / Basis Bibel)

Eigentlich ist es ja das Ziel der Dienstagsandacht, einen bestimmten, „besonderen“ Vers aus einem Bibelbuch zu zitieren und darüber nachzudenken. Aber lies noch einmal Vs 5 oder 6. Die schreien doch nach einer Auflösung, oder? Liest man aber nur Vs 7, geht fast ganz verloren, in welch einer ‚höchsten Not‘ sich David tatsächlich befand.

Manch einer mag es als ‚höchste Not‘ empfinden, im Supermarkt an der Kasse festzustellen, dass er seinen Geldbeutel vergessen hat. Eines andern ‚höchste Not‘ ist, dass er für ein Vorstellungsgespräch die falsche Krawatte gewählt hat. Davids ‚höchste Nöte‘ waren von einem ganz anderen Kaliber!

Daniel musste in seiner Not dem Tod ins Auge sehen. Nicht nur einmal. Die Todesgefahr brach immer wellenmäßig über ihn herein. Kaum konnte er zwischendurch mal Luft schnappen. Davids Worte sind nicht eine poetische Komposition. Diese verderblichen Fluten machten ihm reale Angst. Sie machten ihn vielleicht sogar klaustrophobisch, denn er beschreibt seine Empfindungen, als sei er mit Stricken der Unterwelt gebunden, im Netz des Todes, dessen Wellen ihn überspülen.

Kennst Du solche oder ähnliche Situationen? Mit dem Rücken zur Wand? Ohne erkennbaren Ausweg? Ohne erkennbare Hilfe? Du sitzt in einem tiefen, dunklen Loch, starr mit Angst, Trauer, Hoffnungslosigkeit oder einem ähnlichen Gefühl, das Dich gelähmt zurücklässt. Fluten des Verderbens … Stricke des Todes … Fesseln der Unterwelt ... Fangnetze …

Und Du weißt nicht mal, wen Du jetzt noch kontaktieren kannst … oder möchtest.

David saß mindestens ebenso tief drin. Er lebte mit dem Tod vor Augen – keine Art Tod, die man sich wünscht. Dann – in der höchsten Not, als er merkte, dass er aus dem Fangnetz in den Fluten untergehen würde heißt es:

7In meiner höchsten Not rief ich den Herrn.
Ja, ich schrie zu meinem Gott.
Er hörte mein Rufen in seinem Palast.
Mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
(2.Samuel 22:7 / Basis Bibel)

David rief, dann schrie er; aber wichtiger noch, ja, ausschlaggebend: Sein Ruf erreichte den Palast Gottes und damit Gottes Ohr.

Sei heute ermutigt, Deine ‚höchsten Nöte‘ in den Palast Gottes zu bringen – egal ob es um die falsche Krawatte, einen verpasster Termin oder eine bodenlose Hoffnungslosigkeit geht. Lass sie an Gottes Ohr dringen. Er hört und wird handeln!

17Er streckte seine Hand aus von der Höhe
und ergriff mich, er zog mich aus großen Wassern;
18er rettete mich von meinem mächtigen Feind,
von meinen Hassern, die mir zu stark waren.
19Sie hatten mich überfallen zur Zeit meines Unglücks;
aber der Herr wurde mir zur Stütze.

(2 Samuel 22:17-19)
 
Hinweis: Nicht vergessen: Morgen Abend ein besonderer, übergemeindlicher "Gehet hin ...!" Missionsabend in der CCFG (Bitzegarten 5, 57290 Neunkirchen). Open Doors wird einen Abend der Informaton, Anbetung und des Gebets gestalten. Bring gerne Deine Freunde mit, Deinen Hauskreis oder Deine Gemeinde.

Montag, 27. März 2023

Jesus lässt sich nicht passend machen!

Wer hat euch bezaubert,
denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war
als der Gekreuzigte?“

(Galater 3:1)

Ein herrlicher Vers, der uns das Herz des Apostel Paulus öffnet. Sein Ziel, sein Wunsch und seine Gabe waren es, ein Bild von Jesus zu malen. Heute fügen sich seine Zeilen nahtlos ein in die übrigen Offenbarungen Gottes in der Bibel. Die Bibel malt uns ein Bild von Jesus, das uns die Sprache verschlägt, wann immer wir es erkennen.

Die Bibel beschreibt uns Jesus. Er ist der Schöpfer, der Ewige, der Kommende, der von Anfang an Angekündigte. Er ist der Gerechtigkeit Fordernde und der die Gerechtigkeit Erfüllende. Er ist der Heilige und der Heiligende, der Hirte, Helfer und Heiler; ebenso, wie Er der Löwe, Herrscher und der Gebieter ist. Er ist Richter und Anwalt. Er ist der Unveränderliche!

Das Bild, das die Bibel uns von Jesus malt, ist das Bild des großen, unveränderlichen Jesus. Jesus passt nicht in unser kleines Muster. Wollen wir Ihm folgen, müssen wir in Seins passen.

Jeden Tag kommen Menschen zum Glauben an Jesus. So scheint es jedenfalls auf den ersten Blick. Eigentlich gehören Glauben und Nachfolge zusammen. Eine Entscheidung für Jesus, die keine Nachfolge nach sich zieht, geht biblisch nicht als Entscheidung durch.

Um ihrer Entscheidung für Jesus „Nachfolge“ folgen zu lassen, haben viele Menschen den Begriff „Nachfolge“ - und damit Jesus selbst - neu definiert. Das funktioniert ganz einfach: Man muss lediglich die biblische Beschreibung von „Nachfolge“ neu interpretieren, umdeuten oder aufweichen – und schon kann man eine „Entscheidung“ ohne Nachfolge haben. Leider ist das heute oft (nicht immer) die Regel. Machen wir einen simplen, kurzen Test:

„So kann auch keiner von euch mein Jünger sein,
der nicht allem entsagt, was er hat.“ (Lukas 14:33)

Allem entsagen. Was ist unsere Definition von „allem“? Wie viele Christen kennen wir, die Jüngerschaft so praktizieren?

„Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt
und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ (Markus 16:15)

In alle Welt. Was ist unsere Definition von „alle Welt“? Wie viele Gemeinden kennen wir, die sich das auf ihre Fahnen geschrieben haben? Wie viele Christen, die auf einen „Ruf“ in eine bestimmte Ausbildung oder an einen bestimmten Wohnort genauso bestehen würden, wie sie auf einen „Ruf“ in die Mission bestehen?

Betet ohne Unterlass! (1 Thessalonicher 5:17)
Macht nicht gemeinsame Sache mit Ungläubigen.“ (2 Kor 6:14)
Jeder, der an Christus Jesus glaubt und ein Leben zur Ehre Gottes führen will, wird Verfolgung erleben.“ (2 Timotheus 3:12)

Alle diese Verse und viele, viele andere sind Verse der Nachfolge. Klare Verse, es sei denn, sie sind unbequem. Dann sind sie nicht mehr so klar und müssen „erklärt“ werden. Wenn dann die Klarheit wegerklärt ist, reflektiert das natürlich auf den, der die Verse offenbart hat, Jesus. Jesus aber ist nicht anpassungsfähig und Sein Wort nicht biegsam. Wer Jesus annimmt, wie die Bibel ihn uns vor Augen malt, wird Ihm nachfolgen, egal, was seine Freunde oder seine Kultur von ihm fordern. Menschen und Kulturen verändern sich, Jesus und Sein Wort bleiben. Wer Ihm wirklich nachfolgt, wird im wahrsten Sinne des Wortes Wunder erleben.

Sonntag, 26. März 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluß

Ist der Gottesdienst denn so wichtig? 

Der biblische Gottesdienst hat heute tausendfache Konkurrenz und macht mehr Verluste als Gewinne. An anderer Stelle wurden einige der Konkurrenten namentlich erwähnt. Aber ist es wirklich egal, ob wir den Gottesdienst gemäß der Bibel zu einem wöchentlichen Teil unseres Lebens machen, oder ob wir uns immer wieder Ausnahmen genehmigen (wir wollen ja auch nicht "gesetzlich" werden).

Ein Mann forderte seinen Freund zu einem ganztägigen Holzhack-Wettstreit heraus. Der Herausforderer arbeitete und hackte ausgesprochen hart. Nur für eine kurze Mittagspause unterbrach er seine Arbeit. Der andere Mann hielt ein gemütliches Mittagessen machte mehrere Pausen und verärgerte seinen Herausforderer, als er am Ende des Tages die Wette gewonnen hatte.  "Das verstehe ich nicht", sagte der Erste. "Jedes Mal wenn ich nachgeschaut habe, hast Du eine Pause gemacht – und trotzdem gewonnen." "Richtig – aber Du hast nicht bemerkt", sagte der Gewinner, "dass ich bei jeder Pause meine Axt geschärft habe.“
 
Wer seine Axt nicht regelmäßig schärft, denkt bis zum Schluss, er wäre am gewinnen, nur um Ende festzustellen, dass er verloren hat. Wer nicht regelmäßig isst, wird krank. Möge der Herr uns allen immer wieder das Herz füllen mit Liebe zu Ihm. Wer Ihn liebt, fragt sich nicht, ob der Gottesdienst besucht werden muss. DAS wäre gesetzlich! Wer Jesus liebt, liebt es auch, das gemeinsam mit anderen zum Ausdruck zu bringen.

Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst: 
wie ich einherzog in großer Schar, 
mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken 
in der Schar derer, die da feiern. (Psalm 42:5)
Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: 
dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang, 
zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn
und seinen Tempel zu betrachten. (Psalm 27:4)

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 (parallel Kindergottesdienst) 
Anbetungszeit   
 Predigt  
Einladung zum Mittagessen @ CCFG  
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Beginn: 10:30 Uhr    

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum    
Sonntagszitat:

"Der Gottesdienst ist und bleibt das Herzstück 
unseres christlichen Glaubens. 
So wichtig alle Akademien sind: 
Wo nicht das Leben in der Gemeinde 
mit dem Gottesdienst lebendig ist, 
dort ist alle Arbeit sinnlos. 
Der Gottesdienst ist kein Erbauungsstündchen, 
sondern Lob, Preis und Anbetung des lebendigen Gottes. 
(Otto Wassermann)

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Predigttext:
Daniel 7:7-28

7 Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, ein viertes Tier, furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen; es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner.
8 Während ich achtgab auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen denselben auf, und drei der vorherigen Hörner wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete.
9 Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer.
10 Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden geöffnet.
11 Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte; ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde.
12 Auch den übrigen Tieren wurde die Herrschaft weggenommen; und ihre Lebensdauer wurde ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.
13 Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.
14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.
15 Ich, Daniel, wurde deshalb in meinem Geist zutiefst beunruhigt, und die Gesichte meines Hauptes ängstigten mich.
16 Ich näherte mich einem der Umstehenden und erbat von ihm sichere Auskunft über das alles. Der redete mit mir und verkündete mir die Bedeutung der Dinge:
17 »Jene großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten, dass vier Könige sich aus der Erde erheben werden;
18 aber die Heiligen des Allerhöchsten werden die Königsherrschaft empfangen, und sie werden die Königsherrschaft bis in Ewigkeit behalten, ja, bis in alle Ewigkeit!«
19 Hierauf wünschte ich sichere Auskunft über das vierte Tier, das sich von allen anderen unterschied, das so furchterregend war und eiserne Zähne und eherne Klauen hatte, das fraß und zermalmte und das Übrige mit seinen Füßen zertrat;
20 auch über die zehn Hörner auf seinem Kopf und über das andere Horn, das emporstieg und vor dem drei ausfielen; nämlich jenes Horn, welches Augen hatte und ein Maul, das große Dinge redete, und das so viel größer aussah als seine Gefährten.
21 Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand,
22 bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab und die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nahmen.
23 Er sprach: »Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird; das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden, und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen.
24 Und die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden; und ein anderer wird nach ihnen aufkommen, der wird verschieden sein von seinen Vorgängern und wird drei Könige erniedrigen.
25 Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.
26 Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten.
27 Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden; sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen!«
28 Dies ist der Schluss der Rede. Mich, Daniel, erschreckten meine Gedanken sehr, und mein Gesicht verfärbte sich; aber die Sache behielt ich in meinem Herzen.

Anbetung - Predigt 
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Das Königreich Gottes ist das einzige Königreich, 
das unsere Mühe wirklich wert ist. 
Alle anderen Königreiche werden früher oder später 
verfallen und vergehen."
(J.C.Ryle)

Samstag, 25. März 2023

Achtung: Zeitumstellung


Warum küsst Du?

Einen Kuss ... sieht man heute an jeder Straßenecke und unnatürlich oft in jedem Film. Welches ist eigentlich der schönste Kuss? Das kommt sicher drauf an, wen man wann und wo fragt. Mittlerweile bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass einer der schönsten Küsse ein richtig Nasser auf die Wange ist – und zwar vom 2-jährigen Enkelchen mit strahlenden Augen. Daran erinnert man sich gerne zurück. Auch die Bibel redet vielfach vom Küssen.

Als Judas mit seiner Mannschaft im Garten Getsemane ankommt, hatte er den Feinden Jesu gesagt:

Der, den ich küssen werde, der ist's; 
den ergreift und führt ihn sicher ab!“ (Markus 14:44)

Und dann kam Judas und küsste Jesus. Solch ein Kuss ist bis heute in vielen Kulturen des Mittleren und Nahen Ostens ein Zeichen der Ehrerbietung und Freundschaft. Dieser Kuss war es nicht. Dieser Kuss ging als Judaskuss, als Verräterkuss, in die Geschichte ein.

Das Gegenstück davon ist der Kuss einer stadtbekannte Sünderin, die zu Jesus kommt. Es heißt in Lukas 7:38:

Sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an,
seine Füße mit Tränen zu benetzen; 
und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, 
küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe.“ 

Das war ein anderer Kuss. Eine Tat der Demut, der Verbundenheit und der Ehrerbietung, die Jesus später als vorbildlich bezeichnet.

Von einer dritten Art Kuss lesen wir in Psalm 2:12. Hier wird ein Wort mit „küsst“ übersetzt, das aus dem Bereich der Anbetung kommt und auffordert, sich zu unterwerfen, zu beugen und die Füße eines mächtigen, siegreichen Königs zu küssen.

Gottes Wort fordert uns auf, Jesus, den Sohn Gottes, zu lieben und uns in Ihm zu freuen. Ein Kuss – wahre, herzliche Anbetung – ist ein angemessenes Zeichen dafür.

Da ist also der Judaskuss – ODER: der Kuss herzlicher Verbundenheit
Heuchelei und Täuschung – ODER: echte Hingabe und Anbetung.

Auch wir werden von Zeit zu Zeit versucht, den Judaskuss zu praktizieren. Dann spielen wir Jesus, uns selbst oder den Anderen etwas vor, was nicht stattfindet. Wir ‚spielen’ Achtung für Jesus, Liebe zu Jesus, Hingabe an Jesus, Dienst für Jesus und Interesse an Ihm.  Die Andern denken wir seien einer von ihnen aber in unserem Herzen wissen wir: Alles Show! Ein Judaskuss – der eine Einstellung  vorgibt – aber eine ganz andere entspricht der Wirklichkeit.

Ich für meinen Teil möchte mich abstoßen lassen von dem heuchlerischen Judaskuss und mich für Anbetung und herzliche Hingabe entscheiden. Ich wähle die freudige Unterordnung unter einen mächtigen, liebenswerten Erlöser.

Warum küsst Du?

Freitag, 24. März 2023

Keine Rechnung offen

In seinem Buch „Folge mir nach“, auf das ich kürzlich schon einmal Bezug genommen habe, schreibt David Platt über einen Engländer, der genug Geld hatte, um sich einen Rolls-Royce zu kaufen. Niemals und unter keinen Umständen würde das Auto jemals eine Panne haben – so behauptete damals die Werbung. Dementsprechend teuer war das „unkaputtbare“ Auto.

Eine ganze Zeit lang fuhr der Mann und erfreute sich an der Qualität des Wagens – bis dass er eines Tages auf der Straße liegen blieb. Der Besitzer war überrascht wie er empört war und meldete sich sofort beim Händler. Er berief sich auf die vollmundige Rolls-Royce Werbung, dass das Auto lebenslang ohne Pannen fahren würde. „Jetzt bin ich gerade weit weg von zu Hause und kann keinen Meter mehr fahren!“ beschwerte sich der Besitzer.

Unmittelbar nach dem Anruf startete ein Hubschrauber, der einen Techniker zu dem liegengebliebenen Fahrzeug flog. Nachdem alles repariert war, konnte der Besitzer seine Reise fortsetzen. Dabei schossen ihm Unsummen durch den Kopf, die die Werkstatt wohl jetzt von ihm fordern würde. Der Einsatz musste seinen Preis wert gewesen sein. - Der Autobesitzer wartete mehrere Wochen auf die Rechnung, die allerdings nicht kam. Darum griff er eines Tages zum Telefon und rief die Werkstatt an. „Ich möchte für die Reparatur vor einigen Wochen die Kostenbegleichen, um dies abzuschließen“, meldete er sich.  

„Mein Herr, wir haben keinerlei Unterlagen darüber, dass an Ihrem Auto je eine Reparatur vorgenommen wurde. Es tut uns leid!“ kam die Antwort der Mitarbeiterin des Werkes.

Eine herrliche Illustration für das, was Jesus für uns getan hat. Er hat uns ein „unkaputtbares“ Heil erworben. Er hat uns ein neues Leben, ein neues Herz geschenkt. Und ja, Pannen passieren, wir bleiben irgendwo liegen, unfähig und kraftlos, weiterzugehen. Aber Jesus hat bezahlt. Jesus hat garantiert. Er vergibt, stellt wieder her und schenkt neue Kraft. Und die Worte aus dem Mund des himmlischen Vaters sind:

„Mir ist nicht bekannt, dass in deinem Leben jemals etwas nicht in Ordnung gewesen wäre.“

Danke, Jesus!

Clock, Conversion, Time Change 

Achtung: Zeitumstellung am Sonntag!

Donnerstag, 23. März 2023

Hilft Gott immer?

In meiner Stillen Zeit heute Morgen las ich in einem OPEN DOORS Rundschreiben von „Schwester Dreamer“. Sie schrieb einen Satz in ihrem Zeugnis, der im Gegensatz steht zu dem, was viele Christen bewusst oder unbewusst glauben.

Alle Träume, die „Schwester Dreamer“ in ihrer Kindheit und Jugend hatte, wurden nicht erfüllt. Als junge Frau floh sie mit ihrer Mutter vor der schrecklichen Hungersnot aus Nordkorea. Ihre Mutter schaffte es nicht, sie selbst fand Christen im Nachbarland, die sie mit Jesus bekannt machten. Dann schreibt „Schwester Dreamer“: 

„In dem Moment, in dem das Evangelium in mein Leben trat, folgten Schwierigkeiten!“

Wie bitte? Ist es nicht genau das Gegenteil, das wir den Menschen verkündigen? „Komm zu Jesus und alles wird gut! … Komm zu Jesus und Er nimmt alle Deine Lasten fort! … Bring Deine Probleme zu Jesus und Er wird sie alle lösen! …“

Solche Aussagen sind nicht zu 100% falsch, aber sie können doch gewaltig irreführend sein. Für Menschen in Ländern, wo der Glaube an Jesus verboten ist, beginnen die mitunter größten Probleme mit ihrer Hinwendung zu Jesus. Während der gute Hirte, Jesus,keins Seiner Schafe aus den Augen lässt, sie führt und versorgt, schützt Er sie nicht vor allem, was in einer gefallenen Welt auf sie zukommt. Allerdings wird Er sie nie verlassen oder vernachlässigen – auch nicht in größter Not. Nicht mal im Tal des Todesschatten! Nicht mal im Angesicht ihrer Feinde! Aber auch die Feinde oder den Tod wird der gute Hirte nicht immer verhindern. Und es ist durchaus möglich – nicht nur in Ländern der Verfolgung – dass in dem Moment, in dem das Evangelium in unser Leben tritt, Schwierigkeiten folgen werden!“

Halleluja! Jesus HAT uns den Himmel versprochen – allerdings nicht auf der Erde! Auf der Erde tun wir gut daran, ganz in der Nähe des guten Hirten zu bleiben. Das bringt uns nicht nur Schutz und Trost, sondern auch die unzerbrechliche Zuversicht, dass alles himmlisch enden wird.

"Schwester Dreamer“ wurde eine Weile gejagt, war auf der Flucht und wurde vollständig von einer lebensgefährlichen Krankheit geheilt. Jesus gebrauchte scheinbar beides: Gebet und Behandlung! Heute lebt sie in einem sicheren Land und hat das große Verlangen, eines Tages als Botschafterin Jesu in ihr Heimatland zurückzukehren.

Hilft Gott immer? „Schwester Dreamer“ erlebte dramatisches in ihrem Leben. Vieles war zunächst nicht als Gottes Handeln und Gottes Weg erkennbar. Heute bezeugt sie:

„Jesus führte mich nach China“

„Er selbst offenbarte sich mir“

„Er nahm mich unter Seine Fittiche“

„Er nährte mich“

„Er tröstete mich“

„Er ließ mich innerlich durch Sein Wort wachsen“

Wir müssen es lernen, zurückzuschauen und Gottes gnädige Hand in den Stürmen unseres Lebens zu erkennen. Wir müssen es auch lernen, im Glauben auf Gottes gnädige Hand nach vorne zu schauen und Ihm zu vertrauen. Immerhin verspricht der Herr allen Seinen Kindern:

Und wir wissen, dass für die,
die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören,
alles zum Guten führt.

(Römer 8:28 / NLB)