„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Sonntag, 20. November 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigtthema:
Vom Alten ins Neue Testament

 Römer 15:4: Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.

1. Korinther 10:11: All diese Ereignisse, die ihnen widerfuhren, dienen uns als Beispiel. Sie wurden für uns, die wir am Ende der Zeiten leben, als Warnung aufgeschrieben.

Maleachi 3:22-24: Gedenkt an das Gesetz Moses, meines Knechtes, das ich ihm auf dem Horeb für ganz Israel befohlen habe, an die Satzungen und Rechte! Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt; und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!

Johannes 1:15-18: Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als ich. Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zu gemeinsamem Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Das Neue Testament ist im Alten verhüllt, 
das Alte im Neuen enthüllt."
(Augustinus)
 
Wir verstehen das Neue Testament nur dann richtig, 
wenn wir es aus der Perspektive
des Alten Testaments heraus lesen.  
(Guido Baldes)

Samstag, 19. November 2022

Christlich oder Christ?

Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein. (Lukas 14:26+27)

Heftige Worte! Ganz heftige Worte! Und wir können sie erklären oder auch wegerklären, abmildern … oder annehmen. Die Annahme des Wortes Gottes kennzeichnet den Jünger Jesu. Das Ausweichen oder Einweichen des Wortes Gottes kennzeichnet die Zerstörer.

Viele Menschen, die sich zu „Jesu Jüngern“ zählen, entpuppen sich als Trittbrettfahrer, die schnell abspringen, wenn es zu heiß wird, wenn die Nachfolge zu konkret wird, wenn sie meinen, sie müssten mehr in ihre Nachfolge „reinstecken“ als sie „rauskriegen“.

Der Bibellehrer Thomas L. Constable schreibt dazu:

Neugier ist eine Sache, aber Jüngerschaft ist eine andere. Es gab viele Leute, die Jesus begleiteten, die Ihm aber nicht wirklich folgten um von Ihm zu lernen. Sie wollte einfach von Seinem Dienst profitieren.

Ein anderer Bibellehrer, William Barclay berichtet von einem großen Gelehrten, der sich mit jemandem über einen jüngeren Mann unterhielt:

"Jemand sagt, dass er einer Ihrer Studenten war.“
„Vielleicht war er anwesend in meinen Vorlesungen, aber er war keiner meiner Studenten.'

Es ist ein himmelweiter Unterschied – fährt Barclay fort – zwischen der Teilnahme an Vorlesungen einerseits und dem Studium anderseits. Es ist eine der größten Schwächen der Gemeinde Jesu, dass es innerhalb der Gemeinde so viele distanzierte Begleiter Jesu gibt und so wenig echte Jünger.

Jesus warnt auch an anderer Stelle vor Mitläufertum und Selbsttäuschung. In Matthäus 7:22+23 lehrt Er:

 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

Schlimm! Die hatten ja schon was geliefert … auf die Beine gestellt … vorzuweisen … oder wie immer wir es nennen wollten, und Jesus muss ihnen sagen: „Ich habe euch nie gekannt!“ Das waren keine „abgefallenen Jünger“, die Jesus mal gekannt hatten und Ihm einmal bekannt gewesen waren. Er hatte sie nie gekannt. Sie hatten nie dazugehört. Begleiter waren sie gewesen, hatten sich eine Weile dazugesellt. Aber ihr Kreuz hatten sie nie auf sich genommen, ihre eigene „Welt“ hatten sie nie hintenangestellt, ihre Rechte nie aufgegeben um Jesu willen, Ihn nie von ganzem Herzen, ganzer Seele und mit ganzem Denken geliebt und ihren Nächsten auch nicht. Vielleicht mit halber Kraft, vielleicht mit etwas weniger oder sogar mit etwas mehr – aber nie ganz. Ihre Merkmale der Jüngerschaft waren die, die sie sich selbst schufen und die sie akzeptierten.

Wie herrlich demgegenüber die Merkmale der ersten wahren Jünger in der Apostelgeschichte. Sie machten ihre Jüngerschaft nicht daran fest, dass sie Dämonen ausgetrieben oder Wunder vollbracht hatten. Ihr Zeichen wahrer Jüngerschaft war ein selbstloses Leben mit Ihrem Retter und miteinander.

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden. (Apostelgeschichte 2:42+47)

Freitag, 18. November 2022

Diejenigen, die an euch arbeiten …

Es war irgendwann im Jahr 2020. In meiner Stillen Zeit las ich den Vers aus 1.Thessalonicher 5:12, wo es heißt:

Wir bitten euch aber, ihr Brüder, dass ihr diejenigen anerkennt, die an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch ermahnen.

Ich kam ins Nachdenken und in Gedanken überflog ich mein Leben. Gott erinnerte mich an viele, durch die der Herr im Laufe meines Lebens besonders deutlich Seine Spuren hinterlassen hat. Darunter war mein geistlicher Vater, der mich als Kind zu Jesus geführt hatte und mein zweiter geistlicher Vater, durch den ich als Jugendlicher eine neue Hinwendung zu Jesus vollzog. Aber auch gute Freunde und Mentoren, durch die Gott mich besonders geformt hatte waren dabei. Ich hatte den starken Eindruck, dass der Herr mir auftrug, mich bei 11 Männern Gottes dafür zu bedanken, dass sie sich vom Herrn – bewusst oder unbewusst – in meinem Leben hatten gebrauchen lassen. Ich bin überzeugt, dass ohne sie einiges anders gelaufen wäre in meiner Vergangenheit.

Der Gedanke an diesen Auftrag Gottes an mich ließ mich nicht los, auch wenn es ein Jahr oder länger dauerte, bis ich mich hingesetzt habe, um diese Briefe zu schreiben. Außerdem musste ich erst verschiedene Adressen herausfinden, da der Kontakt zu manchen dieser Männer Jahrzehnte zurücklag. Für mich war es aber eine Freude, mich zu erinnern, wie und durch wen Gott in meinem Leben gewirkt hat. Für die Empfänger war es (hoffentlich) eine Ermutigung, dass sie ein Werkzeug waren in Gottes Hand.

Wir bitten euch aber, ihr Brüder, anerkennet diejenigen, welche an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch ermahnen. (1 Thessalonicher 5:12)

Wie anerkennst Du diejenigen, die Gott in Deinem Leben gebraucht hat, um Dich zu sich zu ziehen oder Dich zu formen? Lass Dich durch 1 Thessalonicher 5:12 motivieren, den oder die zu ermutigen, die Gott gebraucht hat, Dich zu sich zu ziehen. Es wird sowohl im Schreiber des Briefes, wie auch im Empfänger ein dankbares Herz bewirken.