„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 9. Mai 2022

Ein ehrliches Bekenntnis

Was haben Mose, Elia, Ruth, David, Jeremia, Esther und Hannah (7 Personen aus dem AT) gemeinsam mit Maria, Petrus, Paulus, Priscilla, Lydia, Timotheus und Johannes (7 Personen aus dem NT)? Zur selben Riege gehören Augustinus, John Wyclif, Martin Luther, John Calvin, Johannes Huss, John Wesley, William Booth, Catherine Booth, Mathilda Wrede, Dwight L. Moody, Charles Finney, Reuben A Torrey, Amy Carmichael, Gladys Aylward, Luis Palau, Francis Schaeffer, Reinhard Bonnke, Billy und Ruth Graham und viele andere Frauen und Männer der alten und neuen Kirchengeschichte – bis heute. Was haben sie alle gemeinsam?

Gemeinsam haben sie, dass sie wiedergeboren sind und ihre Namen bekannt und berühmt sind in aller Welt. Sie alle haben Großes geleistet im Reich Gottes. Sie alle haben zahllose Seelen für Jesus gerettet, Menschenleben gerettet, verlorene Söhne und Töchter zu Jesus zurückgeführt.

Gemeinsam ist ihnen ebenfalls, dass sie für Millionen Christen auf der Welt zum Vorbild und Ansporn geworden sind. Sie werden bewundert, ihre Bücher – oder Bücher über ihr Leben und Werk – werden gelesen und immer wieder neue geschrieben.

Was dabei manchmal vergessen wird ist die Tatsache, dass jeder Einzelne von ihnen – und jeder Einzelne von uns heute – zu seiner Rettung nichts vorzubringen hat. Egal, wie viele Seelen wir zu Jesus geführt haben, wie viel Gutes oder Lebensrettendes wir getan haben in Seinem Namen oder wie viel wir über Ihn geredet und gesungen haben – was unsere ewige Errettung angeht, stehen wir alle auf derselben Stufe – auf der Stufe der „erretteten Sünder" – gereinigt und erlöst aus Gnade. Paulus hätte es kaum treffender ausdrücken können als in Epheser 2:8-10:

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. 10 Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Nicht, dass wir uns nicht über diejenigen freuen sollen, die der Herr uns als Vorbilder gegeben hat. Im Gegenteil. Wir sollen einander ermutigen und anspornen. Aber keiner von uns (oder von ihnen) hat irgendetwas zu seinem Heil beigetragen. Das kommt allein durch Jesus, unseren Erlöser. Niemand von uns ist minderwertig oder unbrauchbar für das Werk Jesu.  Wer sich vorbehaltlos Ihm hingibt, den wird Er gebrauchen. Bei den meisten, die Jesus für Sein Reich einsetzt, entsteht am Ende kein Buch und keine niedergeschriebene Biographie. Aber bei allen entsteht herrliche Frucht für Jesus für die Ewigkeit. Klaus Fischer hat darüber nachgedacht und ist zu einem „ehrlichen Bekenntnis“ gekommen:

Ein ehrliches Bekenntnis

Im Glauben wollt‘ ich hoch hinaus
und eilte oft von Haus zu Haus.
Ich teilte stets Traktat
e aus
im Stadtpark und im Krankenhaus.

Ich duldete stets Spott und Hohn
und gebe seit der Jugend schon
den Zehnten her von meinem Lohn
für Pastor, Tochter, Frau und Sohn.

Auch wenn es dunkel um mich her,
mir wurde nie mein Herze schwer.
Hatt‘ ich kein Geld zum Spenden mehr,
gab ich den Knopf vom Mantel her.

So tat ich stets das Beste nur,
doch eitel war ich keine Spur.
War weder arrogant noch stur
und sah wohl zwanzigmal „Ben Hur“.

Hab missioniert von Köln bis Kiel
und sprach – mit äußerst viel Gefühl –
Gebete voller Charme und Stil,
was unserm Pastor stets gefiel.

… und hilft das alles auch nicht viel:
Aus Gnade komm ich doch ans Ziel!
(aus: Klaus Fischer: „Sie nannten ihn Klaus“)

Sonntag, 8. Mai 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Ruth 2:1-23:

1 Nun hatte Naemi einen Verwandten ihres Mannes, der war ein sehr angesehener Mann aus dem Geschlecht Elimelechs, und sein Name war Boas.
2 Ruth aber, die Moabiterin, sprach zu Naemi: Lass mich doch aufs Feld hinausgehen und Ähren auflesen bei dem, in dessen Augen ich Gnade finde! Da sprach sie zu ihr: Geh hin, meine Tochter!
3 Und so ging sie hin, kam und las Ähren auf dem Feld hinter den Schnittern her. Es traf sich aber, dass jenes Stück Feld dem Boas gehörte, der aus dem Geschlecht Elimelechs war.
4 Und siehe, Boas kam von Bethlehem her und sprach zu den Schnittern: Der HERR sei mit euch! Und sie antworteten ihm: Der HERR segne dich!
5 Und Boas fragte seinen Knecht, der über die Schnitter bestellt war: Zu wem gehört diese junge Frau?
6 Und der Knecht, der über die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach: Das ist die moabitische junge Frau, die mit Naemi aus dem Gebiet von Moab zurückgekommen ist.
7 Und sie hat gesagt: Lass mich doch auflesen und zwischen den Garben sammeln hinter den Schnittern her! Und sie kam und blieb vom Morgen an bis jetzt; sie bleibt nicht lange zu Hause sitzen!
8 Da sprach Boas zu Ruth: Hörst du, meine Tochter? Du sollst auf keinen anderen Acker gehen, um aufzulesen; und begib dich auch nicht weg von hier, sondern halte dich da zu meinen Mägden.
9 Dein Auge sei auf das Feld gerichtet, wo sie schneiden, und geh hinter ihnen her! Habe ich nicht den Knechten geboten, dass dich niemand antasten soll? Und wenn du Durst hast, so geh hin zu den Gefäßen und trinke von dem, was die Knechte schöpfen!
10 Da fiel sie auf ihr Angesicht und neigte sich zur Erde und sprach: Warum habe ich vor deinen Augen Gnade gefunden, dass du dich um mich kümmerst, da ich doch eine Fremde bin?
11 Da antwortete Boas und sprach zu ihr: Es ist mir alles erzählt worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines Mannes, wie du deinen Vater und deine Mutter und dein Heimatland verlassen hast und zu einem Volk gezogen bist, das du zuvor nicht kanntest.
12 Der HERR vergelte dir deine Tat, und dir werde voller Lohn zuteil von dem HERRN, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um Zuflucht zu suchen unter seinen Flügeln!
13 Und sie sprach: Mein Herr, lass mich Gnade finden vor deinen Augen; denn du hast mich getröstet und deiner Magd freundlich zugesprochen, obwohl ich doch nicht [einmal] wie eine deiner Mägde bin!
14 Und zur Essenszeit sprach Boas zu ihr: Komm her und iss von dem Brot und tunke deinen Bissen in den Essig ! Und sie setzte sich neben die Schnitter. Er aber gab ihr geröstetes Korn, und sie aß und wurde satt und ließ übrig.
15 Und als sie wieder aufstand, um Ähren aufzulesen, gebot Boas seinen Knechten und sprach: Lasst sie auch zwischen den Garben auflesen und tut ihr nichts zuleide!
16 Und ihr sollt auch aus den Ähren-Bündeln etwas für sie herausziehen und es liegen lassen, damit sie es auflesen kann, und ihr sollt sie deswegen nicht schelten!
17 So las sie auf dem Feld bis zum Abend; und als sie ausgeklopft hatte, was sie aufgelesen hatte, war es etwa ein Epha Gerste.
18 Und sie hob es auf und trug es in die Stadt; und ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte; dazu zog sie heraus, was sie übrig gelassen hatte, nachdem sie satt geworden war, und gab es ihr.
19 Und ihre Schwiegermutter sprach zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der sich um dich gekümmert hat! Da sagte sie ihrer Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet hatte, und sprach: Der Mann, bei dem ich heute gearbeitet habe, heißt Boas!
20
Da sprach Naemi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von dem HERRN, der seine Gnade den Lebendigen und den Toten nicht entzogen hat! Und Naemi sagte ihr: Der Mann ist mit uns nahe verwandt, er gehört zu unseren Lösern.
21 Und Ruth, die Moabiterin, sprach: Er sagte auch das zu mir: Du sollst dich zu meinen Knechten halten, bis sie mit meiner ganzen Ernte fertig sind!
22 Und Naemi sprach zu ihrer Schwiegertochter Ruth: Es ist gut, meine Tochter, wenn du mit seinen Mägden ausgehst und man dich nicht auf einem anderen Acker belästigt!
23 So hielt sie sich bei der Ährenlese zu den Mägden des Boas, bis die Gersten- und Weizenernte vollendet war. Und sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter..

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Möglichkeit zum Mittagessen

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:

"Wenn wir in der Mitte des Tunnels sind, 
dann möchte Gott, dass wir durchgehen 
und dass wir nicht wieder zum Eingang zurück rennen."
(Richard J. Foster)

Samstag, 7. Mai 2022

Gottes Bodenpersonal

Kürzlich stand ich in einer Menschenschlange am Büffet und wartete darauf, an die Reihe zu kommen. Ich kam mit einer Person ins Gespräch, die seit 2 Jahrzehnten keine Kirche mehr von innen gesehen hatte. Diese Person war als Teenager in ihrer Jugendgruppe gemobbt und übergangen worden. Also hatte sie allen den Rücken zugekehrt – einschließlich Gott.

Vor längerer Zeit unterhielt ich mich mit einer Person, die wegen den seltsamen Wegen ihres Kindes in der Gemeinde schief angesehen wurde. Immer wieder sollte diese Person den Mitmenschen „Rede und Antwort“ stehen. Sie wurde dessen müde und zog sich zurück.

In Kontakt bin ich mit einer weiteren Person, die während ihres Studiums so von ihrer Gemeinde unter Druck gesetzt wurde, dass sie alle Freude am Glauben verlor. Mittlerweile hat sie sich von der Gemeinschaft mit anderen Christen zurückgezogen.

Es schmerzt mich, wenn ich solche Geschichten höre. Mehr als einem dieser lieben Mitmenschen habe ich empfohlen, nicht den Glauben an den Nagel zu hängen, weil Gottes Bodenpersonal sich nicht perfekt verhalten hat. Das war schon immer so und ist bis heute so geblieben. Kürzlich fand ich eine interessante Auflistung:

  • Wer hat Abel getötet? - Sein Bruder.
  • Wer hat Josef verkauft? - Seine Brüder.
  • Wer hat Jeftah vertrieben? - Seine Brüder.
  • Wer war eifersüchtig auf David? - Sein Bruder.
  • Wer war nicht glücklich über die Rückkehr des verlorenen Sohnes? - Sein Bruder.

So oft beschreibt die Bibel, wie Brüder einander das Leben schwergemacht haben. Und unter den Schwestern war auch nicht immer heile Welt (Rahel & Lea; Maria & Martha …). Unter Brüdern und Schwestern finden wir (leider) Verrat und Misshandlung, Neid und andere des Herrn unwürdige Verhaltensweisen.

Dennoch …

Gott kommt zu Seinem Ziel. Er hat Seine Kinder gesegnet, bewahrt und wieder aufgerichtet. Wenn Menschen ihnen den Rücken kehrten, wandte sich Gott ihnen zu. Wenn Menschen ihnen Türen verschlossen, machte Gott ihnen neue auf. Wenn Menschen sie verwarfen, nahm Gott sie auf.

Der Weg der Gemeinde Jesu ist ein Weg der Demut und ein Weg in den Fußstapfen Jesu. Jesus erklärt Seinen Jüngern in Matthäus 10:25 und Johannes 15:20:

Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr seine Hausgenossen! (…) Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch achthaben.

Aber gleichzeitig verspricht Er ihnen in Johannes 12:24:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.

Lasst uns also durch dick und dünn unseren Weg mit Jesus fortsetzen. Und lasst uns Bodenpersonal unseres Herrn Jesus sein, das andere auf dem Weg des Glaubens ermutigt. Oder – wie es ein Freund von mir oft ausdrückt: Lasst uns Wegweiser für Jesus sein nicht Weg-weiser von Ihm.

Zu unserem Gottesdienst am morgigen Sonntag laden wir herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 15
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

Freitag, 6. Mai 2022

Die Bibel???

Benjamin Franklin war einer der Gründerväter der USA und von 1776-1785 der erste Botschafter der USA in Frankreich. Dort hörte er, wie französische Intellektuelle unaufhörlich über die Bibel lästerten. Sie sei ohne Stil geschrieben und unwürdig, gelesen zu werden. Franklin war selbst wohl kein überzeugter Christ, aber er war aufgewachsen und gelehrt worden, dass die Bibel ein Werk hervorragender Literatur sei.

Er war überzeugt, dass diese Intellektuellen selbst keine Ahnung v. der Bibel hatten u. beschloss, ihnen einen Streich zu spielen. Er schrieb das bibl. Buch Ruth ab und ersetzte alle Namen durch französische. Dann erklärte er vor versammelter französischer Mannschaft:

Übrigens, meine Herren, ich las kürzlich eine faszinierende Liebesgeschichte und möchte sie Ihnen heute Abend gerne vorlesen.

Dann las er ihnen das von Hand abgeschriebene Buch Ruth vor. Als er die 4 kurzen Kapitel gelesen hatte – so heißt es – waren die Intellektuellen außer sich.

 Wie bewegend – diese Liebesgeschichte!“ sagte der eine. „Wie schlicht und elegant im Stil“ sagte der andere und sie fragten: „Wo haben Sie diesen Edelstein der Literatur gefunden? Das muss veröffentlicht werden!

Franklin soll geantwortet haben, „Meine Herren, diese Liebesgeschichte ist bereits veröffentlicht. Sie ist in der Bibel nachzulesen, dem Buch, das Sie so verachten.

An dem Abend gab es sicher einige verschämt errötete Gesichter. Der Spott jedenfalls soll daraufhin verstummt sein.

Es ist interessant, wie viele Menschen sich im Strom der Bibelkritiker mittreiben lassen, ohne auch nur eine Stunde selbst in der Bibel gelesen zu haben … geschweige denn, sich mal wirklich ernsthaft mit der Bibel beschäftigt zu haben. Man spricht einfach nach, was andere auch nachsprechen und fühlt sich dabei aufgeklärt und wissenschaftlich.

Der Schreiber des 119 Psalms hat andere Erfahrungen gemacht. Er hat sich intensiv mit dem Wort Gottes auseinandergesetzt und gemerkt: Je mehr er sich in dieses Buch vertieft, umso mehr fasziniert es ihn. Er schreibt:

14 Ich freue mich an dem Weg, den deine Zeugnisse weisen, wie über lauter Reichtümer.

16 Ich habe meine Lust an deinen Anweisungen; dein Wort vergesse ich nicht.

18 Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!

20 Meine Seele verzehrt sich vor Sehnsucht nach deinen Bestimmungen allezeit.

24 Ja, deine Zeugnisse sind meine Freude; sie sind meine Ratgeber.

In 152 weiteren Versen kann man viele ähnliche Schriftstellen des Experten finden. Er hat sich mit dem Wort Gottes auseinandergesetzt und beschreibt das Ergebnis: durchweg positiv und begeistert.

Niemand, der sich auf Gottes Wort verlässt muss sich dessen schämen oder es aus Scham geheim halten. Wer darin liest, wird früher oder später erkennen, dass es ein machtvolles Wort ist, das Leben und Situationen verändert.

Ich freue mich über kurze, praktische, lebensnahe Zeugnisse von Lesern, denen Gottes Wort Hilfe, Wegweisung, Trost oder irgendwie anders zum Segen geworden ist. Bitte schreibt mir über das Kontaktformlar im Seitenfenster. Zur Veröffentlichung hier im Blog werden nur Initialen des Vor- und Nachnamens aufgeführt.