Meine Heimatgemeinde befindet sich in dem kleinen Ort Neunkirchen im Stadtteil Zeppenfeld. Der Stadtteil hat 3362 Einwohner. An evangelischen christlichen Gruppen gibt es die evangelische Kirche, die landeskirchliche Gemeinschaft, den CVJM und die Calvary Chapel.
Wieviel Christen gibt es wohl in Zeppenfeld? Zu unserer Gemeinde kommen sonntags ca 70 Erwachsene zum Gottesdienst. Nicht alle kommen aus Zeppenfeld, aber alle sind - zumindest wenn sie im Ort sind - ein Zeugnis. Wie viele Mitglieder CVJM, Gemeinschaft und Kirche zusammen haben, weiß ich nicht. Ist es zu hoch gegriffen, von 1700 "Christen" zu reden? Das würde dem bundesdeutschen Durchschnitt gar nicht so fremd sein. Ok, dazugezählt sind die Karteileichen. 1700 "Christen" - das wären 50% aller im Ort, oder eben einer von zweien. Und wie viele davon könnte man als wiedergeboren bezeichnen? Ist 300 - 330 eine faire Schätzung? Das wären immer noch 10%, also einer in 10.
Und wie viele von den 3362 hätte ungehinderten und leichten Zugang zum Evangelium? Ausnahmslos alle! 100% der Bevölkerung. In Neunkirchen im Buchladen gibt es Bibeln zu kaufen, Mindestens vier verschiedene christliche Gruppen verkündigen die Botschaft von Jesus, durch Radio und Fernsehen haben sie Zugang, und … und … und.
Folgende Information war kürzlich in der Zeitschrift "Global" zu lesen, die von der Organisation OM veröffentlicht wird:
"Denn es gibt von zehn Millionen Menschen (in Tunesien) nur 1000 Tunesier, die Jesus nachfolgen - das sind 0,001 Prozent der Bevölkerung. In Spanien haben 90% aller Städte und Dörfer keine evangelikale Gemeinde. In Frankreich und Italien ist der Islam die am schnellsten wachsende Religion. Montenegro hat nur drei evangelikale Gemeinden und weniger als 150 Gläubige"
Immer wieder höre ich den Satz: "In Deutschland gibt es noch so viel zu tun!" Und immer wieder stimme ich zu! Und ich arbeite weiter hier in Deutschland, wo der Herr mich hingepflanzt hat. Aber unsere Vision muss über unsere Grenzen hinaus gehen, ja, unsere Einbindung in den Auftrag Gottes muss über unsere Grenzen hinausgehen. Unsere Augen dürfen nicht an einem Fleck hängen bleiben, sondern müssen das ganze Erntefeld sehen. Verhältnismäßigkeit muss beachtet werden. Die Not ist groß bei uns! Aber die Not ist größer, wo Christus weniger bekannt ist. Die Bedürfnisse sind groß bei uns, aber die Bedürfnisse sind riesig, wo es an Arbeitern und Möglichkeiten fehlt. In Tunesien ist es 1 in 10,000 der Jesus kennt. In Zeppenfeld ist es (geschätzt) 1 in 10. Sollten wir da den Rest der Welt vergessen? Jesus sagt uns:
"Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!" (Lukas 10:2)
Wäre das nicht ein guter Punkt, an dem wir beginnen könnten? Bitten, dass der Herr Arbeiter sendet nach Tunesien, nach Indien, Nepal und die anderen unterversorgten bedürftigen Länder? Das wäre ein guter Anfang, dafür regelmäßig zu beten. Allerdings hat Jesus nach diesem Satz seine Rede nicht beendet. Gleich im nächsten Vers (3) fährt er fort:
"Geht hin!"
Auch das sollten wir in Erwägung ziehen. Also: "Betet und geht!" Wahrscheinlich bewusst in dieser Reihenfolge. "Ja, Herr! Beides!"
Freitag, 6. August 2010
Mittwoch, 4. August 2010
Sex oder Gebet?
In der 2009 Heiligabend Ausgabe der Zeitung "Die Zeit" schrieb Patrik Schwarz im Leitartikel auf Seite 1:
"Sogar den meisten Christen fällt es leichter, über Sex zu reden als über das Beten."
Schwarz meint, dass zu dem Wenigen, das den Leuten heute noch peinlich ist, der Satz gehört: "Ich bete". Im Folgenden zeigt er auf, dass Gebet öfter praktiziert wird, als man im allgemeinen meint und keineswegs etwas Abartiges ist. Ein interessanter Artikel, den man unter http://www.zeit.de/2009/53/01-Glaube nachlesen kann.
Was natürlich ins Auge fällt ist der oben zitierte, provokative Satz. Stimmt er wirklich? Wenn er so nicht stimmt, bewegen wir uns darauf zu? Wenn ja, woran liegt das? Es kann verschiedene Gründe dafür geben:
"Herr, stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen!" (Psalm 141:3)
und mit Timotheus möchte ich mir sagen lassen:
"Schäm dich also nicht, dich in aller Öffentlichkeit zu unserem Herrn Jesus Christus zu bekennen." (2. Timotheus 1:8)
"Sogar den meisten Christen fällt es leichter, über Sex zu reden als über das Beten."
Schwarz meint, dass zu dem Wenigen, das den Leuten heute noch peinlich ist, der Satz gehört: "Ich bete". Im Folgenden zeigt er auf, dass Gebet öfter praktiziert wird, als man im allgemeinen meint und keineswegs etwas Abartiges ist. Ein interessanter Artikel, den man unter http://www.zeit.de/2009/53/01-Glaube nachlesen kann.
Was natürlich ins Auge fällt ist der oben zitierte, provokative Satz. Stimmt er wirklich? Wenn er so nicht stimmt, bewegen wir uns darauf zu? Wenn ja, woran liegt das? Es kann verschiedene Gründe dafür geben:
- Wir sind so sehr mit dem Leben in dieser Welt verbunden, dass es uns in allem geprägt hat, auch in den Themen, über die wir mit Leichtigkeit reden.
- Wir haben den Blick Gottes dafür verloren, was in der Öffentlichkeit besprochen werden sollte und was nicht.
- Wir sind uns nicht der Tatsache bewusst, dass Sex ein Geschenk Gottes für die Ehe ist. Darum fachsimpeln oder scherzen wir darüber mit einer Leichtigkeit, die dieses Gottesgeschenk verunglimpft und den Schöpfer verspottet.
- Wir schwimmen mit dem Strom. Das ist (fast) immer das Einfachste.
- Wir beten nicht! Wer nicht betet, hat zu dem Thema wohl auch nichts Bedeutungsvolles zu sagen. Also verlagert man das Thema auf ein Gebiet, wo jeder mitreden kann, selbst, wenn oft auch hier nicht viel von Bedeutung gesagt wird.
"Herr, stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen!" (Psalm 141:3)
und mit Timotheus möchte ich mir sagen lassen:
"Schäm dich also nicht, dich in aller Öffentlichkeit zu unserem Herrn Jesus Christus zu bekennen." (2. Timotheus 1:8)
Montag, 2. August 2010
Aufwärmen - gut oder schlecht?
Im letzten Beitrag wurde von Pastor Wilhelm Busch erwähnt, wie er zustimmte, dass wir Christen einfach verrückt sind. Heute geht es wieder um Aussagen von Wilhelm Busch, aber einem anderen. Es geht um Wilhelm Busch, den humoristischen Dichter, unter anderem durch seine Bubengeschichte "Max und Moritz" bekannt. Und wer kennt sie nicht, die beiden Jungen, deren böse Streiche sie schließlich teuer zu stehen kamen. In ihrem zweiten Streich klauen sie einer Witwe ihre Brathühner aus dem Ofen, als diese sich gerade im Keller Sauerkraut holt. Nach guter Wilhelm Busch Dichtmanier heißt es:
Der letzte Satz hat es mir angetan. Kürzlich las ich ihn in einem völlig anderen Zusammenhang! Es ging um die Ehe. (Wer dies aber liest und noch Single ist, wird trotzdem was lernen. Also bitte weiterlesen!)
Ist Aufwärmen nun gut oder schlecht? - Kommt ganz drauf an, was aufgewärmt wird. Ein aufgebackenes Brötchen kann man noch vertragen. Sauerkraut offensichtlich auch. Solche Art Lebensmittel kann man beruhigt aufwärmen. Aber es gibt auch Nahrungsmittel und Nichtnahrungsmittel, die man NICHT aufwärmen sollte. Darunter fallen Verfehlungen und Streitigkeiten von gestern. Und jetzt kriegen einige sicher Herzklopfen, denn was bei Witwe Bolte aufs Sauerkraut zutraf, trifft bei vielen Menschen auf Streitigkeiten zu:
Wie oft halten wir fest an Verfehlungen anderer uns gegenüber (nicht beachtend, dass auch wir gefehlt haben). Wie oft wärmen wir Streit, Argumente und den Müll von gestern wieder auf, weil wir es versäumt haben, sie früh genug zu entsorgen. Wer aber seinen Müll nicht regelmäßig entsorgt, der hat sich irgendwann eingemüllt und bei dem stinkts ganz gehörig. Gelegentlich liest man dann in der Zeitung, dass solche eingemüllten Leute von Rettungskräften befreit werden müssen. - Das geistlich anzuwenden, überlasse ich jedem selbst! Die Lösung zum Problem dieses gefährlichen Aufwärmens ist ganz einfach. Der Herr sagt uns in Epheser 4:26:
Tja, so einfach ist das. Abends den "Müll" raus bringen. Mit meinem Nächsten reden, mit meinem Ehepartner reden oder beten, ein Anruf, eine ehrliche Mail - einfach den Müll raus bringen, bevor die Sonne untergeht. Dann entstehen auch keine Müllberge, über die ich irgendwann nicht mehr hinwegblicken kann. ABER: Wenn die bereits da sind:
Schwärm nicht länger für Aufgewärmtes! Schmeiß den Müll raus und erlebe neue Frische!
Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller,
Dass sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.
Dass sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.
Der letzte Satz hat es mir angetan. Kürzlich las ich ihn in einem völlig anderen Zusammenhang! Es ging um die Ehe. (Wer dies aber liest und noch Single ist, wird trotzdem was lernen. Also bitte weiterlesen!)
Ist Aufwärmen nun gut oder schlecht? - Kommt ganz drauf an, was aufgewärmt wird. Ein aufgebackenes Brötchen kann man noch vertragen. Sauerkraut offensichtlich auch. Solche Art Lebensmittel kann man beruhigt aufwärmen. Aber es gibt auch Nahrungsmittel und Nichtnahrungsmittel, die man NICHT aufwärmen sollte. Darunter fallen Verfehlungen und Streitigkeiten von gestern. Und jetzt kriegen einige sicher Herzklopfen, denn was bei Witwe Bolte aufs Sauerkraut zutraf, trifft bei vielen Menschen auf Streitigkeiten zu:
Wofür man besonders schwärmt, wenn sie wieder aufgewärmt.
Wie oft halten wir fest an Verfehlungen anderer uns gegenüber (nicht beachtend, dass auch wir gefehlt haben). Wie oft wärmen wir Streit, Argumente und den Müll von gestern wieder auf, weil wir es versäumt haben, sie früh genug zu entsorgen. Wer aber seinen Müll nicht regelmäßig entsorgt, der hat sich irgendwann eingemüllt und bei dem stinkts ganz gehörig. Gelegentlich liest man dann in der Zeitung, dass solche eingemüllten Leute von Rettungskräften befreit werden müssen. - Das geistlich anzuwenden, überlasse ich jedem selbst! Die Lösung zum Problem dieses gefährlichen Aufwärmens ist ganz einfach. Der Herr sagt uns in Epheser 4:26:
"Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid", und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.
Tja, so einfach ist das. Abends den "Müll" raus bringen. Mit meinem Nächsten reden, mit meinem Ehepartner reden oder beten, ein Anruf, eine ehrliche Mail - einfach den Müll raus bringen, bevor die Sonne untergeht. Dann entstehen auch keine Müllberge, über die ich irgendwann nicht mehr hinwegblicken kann. ABER: Wenn die bereits da sind:
- und ich immer wieder aufwärme, was längst entsorgt sein sollte
- und es an mir klebt und ich es irgendwie nicht mehr loswerde
- und es sich eingenistet und eingebrannt hat
Schwärm nicht länger für Aufgewärmtes! Schmeiß den Müll raus und erlebe neue Frische!
Samstag, 31. Juli 2010
Gestern Narr - heute verrückt!
Der letzte Eintrag hat uns (hoffentlich) nachdenklich gemacht, wessen "Narren" wir gewillt sind zu sein. Am wenigsten närrisch schein es mir, ein "Narr um Jesu Willen" zu sein.
Ich kann leider keine Bestätigung für meine Vermutung finden, dass es der Ruhrpott Pfarrer Wilhelm Busch war, dem eines Tage die Worte entgegengeschleudert wurden: "Ihr Christen seid doch allesamt verrückt!" Wilhelm Busch konnte so ein Kompliment allerdings nicht aus der Bahn werfen. Der Pfarrer war das raue Klima der Bergbaukumpels gewöhnt und antwortete nur erfreut: "Genau! Genau! Verrückt aus der Finsternis ins Licht!"
Diese Schlagfertigkeit wünsche ich mir auch! Die milde Antwort auf eine beleidigende Aussage hat mich begleitet seit meiner Jugendzeit, in der ich von diesem Gespräch zum ersten Mal hörte. Und ja, ich bekenne:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen - und verrückt bin ich auch …"
… aus der Finsternis ins Licht!
… aus dem Tod zum Leben!
… aus der Macht Satans unter die größere Macht Jesu!
… aus Sünde und Schuld in die Vergebung durch Jesus!
… aus Gebundenheit in die Freiheit!
… aus der Gottesferne in die Nähe Gottes!
… aus dem Vorhof der Heiden hinein ins Allerheiligste!
… aus der Kälte in die Wärme!
… aus Hass und Unversöhnlichkeit in die Liebe und Vergebung!
Danke Jesus!
"Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert.
Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. (Epheser 2:1-6; HfA)
Ich kann leider keine Bestätigung für meine Vermutung finden, dass es der Ruhrpott Pfarrer Wilhelm Busch war, dem eines Tage die Worte entgegengeschleudert wurden: "Ihr Christen seid doch allesamt verrückt!" Wilhelm Busch konnte so ein Kompliment allerdings nicht aus der Bahn werfen. Der Pfarrer war das raue Klima der Bergbaukumpels gewöhnt und antwortete nur erfreut: "Genau! Genau! Verrückt aus der Finsternis ins Licht!"
Diese Schlagfertigkeit wünsche ich mir auch! Die milde Antwort auf eine beleidigende Aussage hat mich begleitet seit meiner Jugendzeit, in der ich von diesem Gespräch zum ersten Mal hörte. Und ja, ich bekenne:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen - und verrückt bin ich auch …"
… aus der Finsternis ins Licht!
… aus dem Tod zum Leben!
… aus der Macht Satans unter die größere Macht Jesu!
… aus Sünde und Schuld in die Vergebung durch Jesus!
… aus Gebundenheit in die Freiheit!
… aus der Gottesferne in die Nähe Gottes!
… aus dem Vorhof der Heiden hinein ins Allerheiligste!
… aus der Kälte in die Wärme!
… aus Hass und Unversöhnlichkeit in die Liebe und Vergebung!
Danke Jesus!
"Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert.
Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. (Epheser 2:1-6; HfA)
Donnerstag, 29. Juli 2010
Wessen Narr bist Du?
Während einer großen Evangelistenkonferenz in Amsterdam lief ein Mann durch die Straßen mit einem Klappschild, das seine Brust und seinen Rücken bedeckte. Wer ihm entgegenkam, las zunächst das Bekenntnis: "Ich bin ein Narr um Christi Willen!" Viele gingen vorbei, grinsend, tuschelnd und verwundert. Sicher ist auch die eine oder andere abfällige Bemerkung gefallen. Wer sich dann kopfschüttelnd noch einmal nach diesem "Narren" umsah, las auf dem Schild, das über den Rücken hing: "Wessen Narr bist Du?"
In 1 Korinther 4:10 sagt Paulus:
"Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet."
Wie Christen heute, wurde auch der Apostel Paulus von seinen Zeitgenossen angegriffen für die Wahrheiten, für die er stand. Wie wir heute, so wurde er schon damals als Narr, als Verrückter bezeichnet. Das Lustige dabei ist die Tatsache, dass Paulus dies zu etwas Positivem macht. Nicht mehr nur "Narr", sondern "Narr um Jesu Willen!"
Und die Fragen, die unser Zeitgenosse in Amsterdam stellte, ist natürlich angebracht. Wer für Jesus lebt, sein Leben in den Dienst Jesu stellt (nicht nur als Vollzeitler), wer sich dem Ziel hingibt, zur Ehre Gottes zu leben, der ist in den Augen der Welt ein Narr. Dafür zu leben lohnt sich (angeblich) nicht. Für Geld zu leben (selbst in Zeiten der Finanzkrisen), scheint vernünftiger zu sein. Für ein langes Leben zu leben (obwohl es doch niemand ewig festhalten kann), scheint weiser zu sein. Für Vergnügen zu leben (das in jedem Fall zeitlich begrenzt ist), scheint lohnenswert zu sein. Für eine gesicherte Existenz zu leben (was, bitte, ist eigentlich noch sicher?), scheint sinnvoll zu sein.
Die Frage dabei ist nicht, ob ich mich als Christ über Geld, langes Leben, Vergnügen oder eine gesicherte Existenz freuen darf oder nicht. Auch nicht, ob diese Dinge grundsätzlich gut oder schlecht sind. Die Frage ist: Wofür lebe ich? Lebe ich fürs Diesseits oder für Jesus? Erhoffe ich mir Lebenssinn und Erfüllung durch Diesseitiges oder durch Jesus? Wo hinein investiere ich mein Leben? Ich für meinen Teil möchte vorsichtig, aber bestimmt bekennen:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen!"
Wessen Narr bist Du?
In 1 Korinther 4:10 sagt Paulus:
"Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet."
Wie Christen heute, wurde auch der Apostel Paulus von seinen Zeitgenossen angegriffen für die Wahrheiten, für die er stand. Wie wir heute, so wurde er schon damals als Narr, als Verrückter bezeichnet. Das Lustige dabei ist die Tatsache, dass Paulus dies zu etwas Positivem macht. Nicht mehr nur "Narr", sondern "Narr um Jesu Willen!"
Und die Fragen, die unser Zeitgenosse in Amsterdam stellte, ist natürlich angebracht. Wer für Jesus lebt, sein Leben in den Dienst Jesu stellt (nicht nur als Vollzeitler), wer sich dem Ziel hingibt, zur Ehre Gottes zu leben, der ist in den Augen der Welt ein Narr. Dafür zu leben lohnt sich (angeblich) nicht. Für Geld zu leben (selbst in Zeiten der Finanzkrisen), scheint vernünftiger zu sein. Für ein langes Leben zu leben (obwohl es doch niemand ewig festhalten kann), scheint weiser zu sein. Für Vergnügen zu leben (das in jedem Fall zeitlich begrenzt ist), scheint lohnenswert zu sein. Für eine gesicherte Existenz zu leben (was, bitte, ist eigentlich noch sicher?), scheint sinnvoll zu sein.
Die Frage dabei ist nicht, ob ich mich als Christ über Geld, langes Leben, Vergnügen oder eine gesicherte Existenz freuen darf oder nicht. Auch nicht, ob diese Dinge grundsätzlich gut oder schlecht sind. Die Frage ist: Wofür lebe ich? Lebe ich fürs Diesseits oder für Jesus? Erhoffe ich mir Lebenssinn und Erfüllung durch Diesseitiges oder durch Jesus? Wo hinein investiere ich mein Leben? Ich für meinen Teil möchte vorsichtig, aber bestimmt bekennen:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen!"
Wessen Narr bist Du?
Dienstag, 27. Juli 2010
Wie oft trainieren?
Kürzlich fing ich folgenden Satz auf:
"Wir trainieren hier jeden Tag. Das alles für einen Tag, um dann an der Spitze zu stehen."
Es war ein Eiskunstläufer, der diese Aussage machte. Täglich musste er trainieren. Tägliches Trainieren brachte ließ ihn gut werden in seinem Fach und machte ihn zu einem Gewinner. Seine Aussage erinnerte mich an das Gespräch zwischen einem Pianisten und einem Bewunderer. Der Fan fragte den Meister, wie oft er denn übe? "Täglich!" kam die Antwort. Jeden Tag mehrere Stunden. "Und wenn Sie einen Tag ausfallen lassen?" war die nächste Frage? "Dann merke ich es am nächsten Tag?" "Und zwei Tage ohne Übung?" - "Dann merkt es meine Frau!" "Und wenn sie drei Tage nicht üben?" - "Dann merken es meine Fans!" antwortete der Meister.
Regelmäßigkeit ist entscheidend. Nicht nur im Eiskunstlauf und Klavierspielen. Regelmäßigkeit ist auch entscheidend im geistlichen Leben. Als Christen leben wir in Gemeinschaft mit unserem Herrn, Jesus. Er möchte uns einsetzen für Seine herrlichen, göttlichen Ziele. Er möchte unser Leben erfüllen und bereichern. In Johannes 10:10 sagt uns Jesus:
"Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben."
In diesem Überfluss zu leben ist nur im Plan Gottes möglich. Um im Plan Gottes zu leben braucht es Regelmäßigkeit. Ein Tag ohne innige Gemeinschaft mit Jesus - und wir merken es. Einige Tage ohne innige Gemeinschaft mit Ihm, und unsere Geschwister merken es. Wirklich! Längere Zeit ohne innige Gemeinschaft mit Ihm - und die Menschen um uns herum, denen wir Salz und Licht sein sollen, merken es. Besser ist, wir trainieren jeden Tag, damit wir all das sind, was Jesus für uns im Sinn hat. Ihm bringt es Ehre, uns Sein Leben im Überfluss.
"Wir trainieren hier jeden Tag. Das alles für einen Tag, um dann an der Spitze zu stehen."
Es war ein Eiskunstläufer, der diese Aussage machte. Täglich musste er trainieren. Tägliches Trainieren brachte ließ ihn gut werden in seinem Fach und machte ihn zu einem Gewinner. Seine Aussage erinnerte mich an das Gespräch zwischen einem Pianisten und einem Bewunderer. Der Fan fragte den Meister, wie oft er denn übe? "Täglich!" kam die Antwort. Jeden Tag mehrere Stunden. "Und wenn Sie einen Tag ausfallen lassen?" war die nächste Frage? "Dann merke ich es am nächsten Tag?" "Und zwei Tage ohne Übung?" - "Dann merkt es meine Frau!" "Und wenn sie drei Tage nicht üben?" - "Dann merken es meine Fans!" antwortete der Meister.
Regelmäßigkeit ist entscheidend. Nicht nur im Eiskunstlauf und Klavierspielen. Regelmäßigkeit ist auch entscheidend im geistlichen Leben. Als Christen leben wir in Gemeinschaft mit unserem Herrn, Jesus. Er möchte uns einsetzen für Seine herrlichen, göttlichen Ziele. Er möchte unser Leben erfüllen und bereichern. In Johannes 10:10 sagt uns Jesus:
"Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben."
In diesem Überfluss zu leben ist nur im Plan Gottes möglich. Um im Plan Gottes zu leben braucht es Regelmäßigkeit. Ein Tag ohne innige Gemeinschaft mit Jesus - und wir merken es. Einige Tage ohne innige Gemeinschaft mit Ihm, und unsere Geschwister merken es. Wirklich! Längere Zeit ohne innige Gemeinschaft mit Ihm - und die Menschen um uns herum, denen wir Salz und Licht sein sollen, merken es. Besser ist, wir trainieren jeden Tag, damit wir all das sind, was Jesus für uns im Sinn hat. Ihm bringt es Ehre, uns Sein Leben im Überfluss.
Samstag, 24. Juli 2010
Still ist's im Jemen!
Kaum etwas Neues hört man aus dem Jemen. Man muss schon fast zu Google News gehen, um irgendetwas zu finden. Und was man liest, ist nicht wirklich neu. Da geht es um Kriege, Terroristen, das Al-Kaida Netzwerk und Entführungen.
Halt! Da war doch was. Da war doch wer. Ach ja, einige Tote bei einer Entführung. Und die deutsche Familie Hentschel. Die Eltern sind immer noch verschollen, das jüngste Kind auch. Zwei Kleinkinder wurden vor ein paar Wochen befreit. Aber still ist's geworden!
Warum eigentlich so still? Wie hatte die Presse geschimpft! Wie hatte sie alle Überzeugungschristen als Fundamentalisten und missionswütig verrissen. Wie hatten sie sich im Namen der Demokratie dem Islam angebiedert. Wie hatte man die Fakten verzerrt, bzw. schlichtweg gelogen. Für die Durchschnittspresse war die Entführung und Ermordung von Christen ein gefundenes Fressen. Das die Christen den Ärmsten im Jemen medizinisch halfen, dass sie in ihrer Stadt beliebt waren, dass sie nicht die Missionskeule schwangen sondern sich kulturell vorbildlich verhielten - all das blieb weithin unerwähnt. Erwähnt und kritisiert wurde lediglich ihr Glaube und die Tatsache ihrer Anwesenheit im Jemen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass man kaum etwas Kritisches gelesen hat über den 32jährigen deutschen "Objektschützer," der im Dienst einer privaten US Sicherheitsfirma tätig war und Anfang Juli in Afghanistan erschossen wurde. Er hatte keinen religiösen Hintergrund!
Auch die Entführung von deutschen Seeleuten Anfang Juli vor der Küste Nigerias hat kaum kritische Kommentare entlockt, obwohl das ganze Gebiet für Überfälle und Entführungen von Ausländern bekannt ist.
Von den Opfern unter den Soldaten der Bundeswehr, vornehmlich in Afghanistan, braucht man nicht zu schreiben. Die Parteien der Opposition erheben pflichtgemäß ihre Stimmen für einige Tage. Dann wird es wieder ruhig.
Den mit Abstand meisten Lärm verursachen die Christen. Im Gegensatz zu sensationslüsternen, gut bezahlten und gut versicherten Journalisten sind sie unterwegs für die Menschenrechte, um Hilfe für Leib und Seele in ein Land zu bringen, in dem die Hoffnung gestorben ist. Mittlerweile hat die Presse sich abreagiert. Aber im Untergrund schwelt es noch. Sollten die noch verschollenen Entführten wieder auftauchen - tot oder lebendig - dann wird es wieder ein Festschmaus werden und alles was geschrieben wurde, wird man wiederholen. Die Stille ist vorübergehend.
Als Jünger Jesu sollten wir uns weder einschüchtern lassen, noch unser Vertrauen wegwerfen. Unserem Vorbild, Jesus, ging es keinen Deut besser. Wenn die Medien sich auch momentan ausgetobt haben und stille geworden sind - warum erheben wir nicht unsere Stimme zu Gott, dem Allmächtigen. Er weiß, wo unsere Geschwister sich befinden, ob auf Erden oder bereits in Seiner Gegenwart.
Halt! Da war doch was. Da war doch wer. Ach ja, einige Tote bei einer Entführung. Und die deutsche Familie Hentschel. Die Eltern sind immer noch verschollen, das jüngste Kind auch. Zwei Kleinkinder wurden vor ein paar Wochen befreit. Aber still ist's geworden!
Warum eigentlich so still? Wie hatte die Presse geschimpft! Wie hatte sie alle Überzeugungschristen als Fundamentalisten und missionswütig verrissen. Wie hatten sie sich im Namen der Demokratie dem Islam angebiedert. Wie hatte man die Fakten verzerrt, bzw. schlichtweg gelogen. Für die Durchschnittspresse war die Entführung und Ermordung von Christen ein gefundenes Fressen. Das die Christen den Ärmsten im Jemen medizinisch halfen, dass sie in ihrer Stadt beliebt waren, dass sie nicht die Missionskeule schwangen sondern sich kulturell vorbildlich verhielten - all das blieb weithin unerwähnt. Erwähnt und kritisiert wurde lediglich ihr Glaube und die Tatsache ihrer Anwesenheit im Jemen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass man kaum etwas Kritisches gelesen hat über den 32jährigen deutschen "Objektschützer," der im Dienst einer privaten US Sicherheitsfirma tätig war und Anfang Juli in Afghanistan erschossen wurde. Er hatte keinen religiösen Hintergrund!
Auch die Entführung von deutschen Seeleuten Anfang Juli vor der Küste Nigerias hat kaum kritische Kommentare entlockt, obwohl das ganze Gebiet für Überfälle und Entführungen von Ausländern bekannt ist.
Von den Opfern unter den Soldaten der Bundeswehr, vornehmlich in Afghanistan, braucht man nicht zu schreiben. Die Parteien der Opposition erheben pflichtgemäß ihre Stimmen für einige Tage. Dann wird es wieder ruhig.
Den mit Abstand meisten Lärm verursachen die Christen. Im Gegensatz zu sensationslüsternen, gut bezahlten und gut versicherten Journalisten sind sie unterwegs für die Menschenrechte, um Hilfe für Leib und Seele in ein Land zu bringen, in dem die Hoffnung gestorben ist. Mittlerweile hat die Presse sich abreagiert. Aber im Untergrund schwelt es noch. Sollten die noch verschollenen Entführten wieder auftauchen - tot oder lebendig - dann wird es wieder ein Festschmaus werden und alles was geschrieben wurde, wird man wiederholen. Die Stille ist vorübergehend.
Als Jünger Jesu sollten wir uns weder einschüchtern lassen, noch unser Vertrauen wegwerfen. Unserem Vorbild, Jesus, ging es keinen Deut besser. Wenn die Medien sich auch momentan ausgetobt haben und stille geworden sind - warum erheben wir nicht unsere Stimme zu Gott, dem Allmächtigen. Er weiß, wo unsere Geschwister sich befinden, ob auf Erden oder bereits in Seiner Gegenwart.
Gott aber, wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zuwartet mit ihnen? (Lukas 18:7)
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. (Römer 8:28)
Freitag, 23. Juli 2010
Habt Ihr eine Antwort? (2)
Bei meinem gestrigen Eintrag habe ich begonnen, laut nachzudenken und mal einige Fragen loszuwerden, auf die es keine schnelle Antwort gibt. Um den letzten Blogeintrag nicht zu sprengen, habe ich die letzten zwei Fragen für heute aufbewahrt.
Eine weitere Frage, die mich immer wieder umtreibt, ist diese:
"Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist."
Und schließlich die letzte Frage, die mir dieser Tage durch den Kopf schwirrte:
"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn."
Wie gesagt, dies sind Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Gäbe es eine einfache Antwort, sähe es auf der Welt und in unserem Land sicher anders aus. Die Bibelverse, die mir in den Sinn gekommen sind, sollen nicht als Totschläger dienen, sondern als mögliche Inspiration zum Weiterdenken.
Aber wenn jemand diese Zeilen liest (oder die gestern) und auch Antwortvorschläge machen möchte, würde ich mich über weitere Inspirationen freuen. Entweder als Kommentar im Blog oder via E-Mail an pastor@ccfg.de
Eine weitere Frage, die mich immer wieder umtreibt, ist diese:
- 4) Warum braucht es in der Mongolei nur 222 Christen, um einen Missionar zu finanzieren und auszusenden, während es in Deutschland 7226 Christen sind, die einen Missionar finanzieren. Und das auf dem Hintergrund, dass der Durschnittsmongole 455 Euro im Jahr und der Durchschnittsdeutesche 36,460 Euro im Jahr verdient.
"Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist."
Und schließlich die letzte Frage, die mir dieser Tage durch den Kopf schwirrte:
- 5) Warum leben die meisten Christen mittlerweile nicht mehr in der "christlichen" Welt, sondern in den Ländern der Zweiten und Dritten Welt, also in Asien, Afrika und Südamerika? Warum nimmt die Zahl der Christen dort zu, bei uns aber ab?
"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn."
Wie gesagt, dies sind Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Gäbe es eine einfache Antwort, sähe es auf der Welt und in unserem Land sicher anders aus. Die Bibelverse, die mir in den Sinn gekommen sind, sollen nicht als Totschläger dienen, sondern als mögliche Inspiration zum Weiterdenken.
Aber wenn jemand diese Zeilen liest (oder die gestern) und auch Antwortvorschläge machen möchte, würde ich mich über weitere Inspirationen freuen. Entweder als Kommentar im Blog oder via E-Mail an pastor@ccfg.de
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