„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 6. Januar 2026

Biografien - Hattie Rice

Kostbar ist in den Augen des Herrn 
der Tod seiner Getreuen.
(Psalm 116:15)

Biographien gehören zu meiner Lieblingslektüre. Gerade lese ich das Buch „By Their Blood“ von James & Marti Hefley, ein Buch über Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts. Absolut herausfordernd, für Jesus zu leben.

Das Buch beginnt mit der Verfolgung während des Boxer-Aufstands um 1900 in China. Der Geheimbund der „Boxer“ rebellierte durch Mord und Folter gegen die westlichen Mächte und Japan. Besonders ausländische Missionare und chinesische Christen litten unter den Gräueltaten der Aufständischen. Quellen berichten von über 500 westlichen Missionaren, Eltern, Kinder und über 30.000 einheimischen Christen, die oft auf brutalste Art und Weise starben.

Trotz der Thematik schätze ich das Buch als Glaubensstärkung und positive Herausforderung, Jesus von Herzen zu folgen. Menschen haben um Jesu willen und in Seiner Kraft das Evangelium bezeugt und viele Tausende für Jesus gewonnen. An den nächsten Dienstagen sollen an dieser Stelle einige Biografien von Menschen zu lesen sein, die für Jesus gelebt und Ihm gedient haben. Nicht immer stammen diese Biografien aus der Verfolgung der Gemeinde Jesu. Auch andere Nachfolger Jesu sollen hier erwähnt werden.

Hattie Rice (1858-1900)
Hattie Rice wurde im Jahr 1858 geboren, fand mit 15 Jahren zu Jesus als ihrem Retter und nahm im Alter von 30 Jahren an einer Konferenz teil, auf der der China Missionar Hudson Taylor sprach. Hier rief Gott sie in Seinen Dienst.

4 Jahre später machte sie sich auf nach China, arbeitete dort in einer Opium-Entzugsklinik, gemeinsam mit Mary Huston, die zu ihrer engsten Freundin wurde, im Leben und im Sterben.

Am 12. Juli 1900 dehydrierte Rice auf der Flucht vor den Boxern und brach zusammen. Grausame Folter begann; ein Priester verkündete, dass die Götter sie am Leben lassen würden. Dann trugen Männer sie auf einer Trage zurück zu den anderen Missionaren, wo sie kurze Zeit später starb.

Über Hattie Rice und Mary Huston sagte man später: „Sie hatten nichts aus China empfangen und alles gegeben.“ Ein Kollege schrieb über sie:

„Ihre ruhige Sanftmut beeindruckte mich als etwas Außergewöhnliches, und als ich sie näher kennenlernte, stellte ich fest, dass sie jemand war, der wirklich mit Gott wandelte und ihn in allen Dingen verherrlichen wollte. Wie sehr sie den Herrn liebte und ihm vertraute! Es war für mich immer eine große Erbauung, auch nur für kurze Zeit in ihrer Gesellschaft zu sein.“

Faszinierend ist die Tatsache, dass manche Missionare China selbst trotz Todesgefahr nicht verließen. Gottes Ruf, ihre Liebe zu Ihm und ihr Herzensanliegen für die Verlorenen ließ sie ihren Weg gehen. Ihr Vorbild ermutigt, uns selbst zu hinterfragen: „Welche Kosten bin ich bereit, zu zahlen? Ist Jesus wirklich mein Alles wert, mein Leben ... und meinen Tod? Wie weit geht meine Liebe für Jesus? In Theorie oder in Praxis?“

Kostbar ist in den Augen des Herrn 
der Tod seiner Getreuen.
(Psalm 116:15)

Verwendete Quellen hier und hier.

Montag, 5. Januar 2026

First things first – Das Wichtigste zuerst!

Diese Redewendung kam mir kürzlich morgens in den Sinn, als ich die Geschichte von Noah las (1 Mose 6-9). Die Bauzeit des Kolosses „Arche“ dauerte irgendwo zwischen 100 und 120 Jahren. Da so kurz nach dem Sündenfall (1 Mose 3) das Lebensalter der Menschen noch deutlich höher lag, war das eine durchaus überschaubare Zeit – und dennoch eine (heute) gefühlte Ewigkeit. Als das Rettungsschiff endlich fertig war, ging es los. Über ein Jahr lebte Noah mit seiner Familie und unzähligen Tieren in der Arche, bevor er hinausging. Und jetzt kommt’s:

Noahs erste Handlung wird in 1 Mose 8:18-20 beschrieben:

So ging Noah hinaus samt seinen Söhnen und seiner Frau und den Frauen seiner Söhne. 19 Alle Tiere, alles Gewürm und alle Vögel, alles, was sich regt auf der Erde nach seinen Gattungen, das verließ die Arche. 20 Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar.

Noahs erste Handlung war ein Opfer für den Herrn – Dank, Anbetung, Hingabe!

Dieser Gedanke beschäftigte mich. Nicht eine Morgenwanderung auf der neuen, grünen Erde, nicht der Bau einer Hütte, das Pflügen eines Feldes oder sonstige Arbeiten, die im Leben eines Menschen täglich anfallen. Seine erste Handlung, seine ersten Gedanken, seine erste Hinwendung auf der neuen Erde war zu Gott, der ihn und seine Familie errettet hatte.

Beim Nachdenken darüber fielen mir weitere Beispiele von Menschen ein, die in ähnlichen Situationen ähnlich handelten:

In Esra 3:2 heißt es: „Und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und seine Brüder, die Priester, und Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und seine Brüder, machten sich auf und bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer darauf darzubringen, wie es geschrieben steht im Gesetz Moses, des Mannes Gottes.“ Der Priester Esra und das aus Babylon zurückgekehrte Volk, begannen mit dem Tempelbau in der zerstörten Stadt Jerusalem erst, nachdem sie dem Herrn einen Altar bauten und Brandopfer dargebracht hatten.

In Psalm 5:4 erklärt David: „Herr, in der Frühe wirst du meine Stimme hören; in der Frühe werde ich dir zu Befehl sein und Ausschau halten.“

In Markus 1:35 heißt es über Jesus: „Und frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus und ging fort an einen einsamen Ort und betete dort.“

Und so gäbe es zahllose weitere Beispiele dafür, das Wichtigste – Zeit mit dem Herrn – zur Priorität zu machen. Ich selbst bin ein Freund und Verfechter der „Zeit mit dem Herrn“ am Morgen. Ich meine, es gibt viele gute, biblische Ermutigungen dafür. Trotzdem vertrete ich diese Zeit des Tages nicht mit pharisäischer Gesetzlichkeit. Allerdings gilt das Prioritätenprinzip auch für solche, die den Herrn bevorzugt am Abend suchen. Die einen müssen darauf achten, den Abend nicht zu spät werden zu lassen, damit es morgens mit der Zeit am Altar Gottes klappt. Die anderen müssen darauf achten, dass der Abend nicht mit Fußball, Film oder Freunden zugepackt wird und dem Herrn nur 3 Minuten „geopfert“ werden, bevor das Licht ausgemacht wird.

Das alles ist tatsächlich ganz und gar eine Frage der Prioritäten. Noahs, Esras, Davids und Jesu Priorität war die tägliche Zeit am Altar Gottes. Da gab es nichts dran zu rütteln. Alles andere musste anstehen.

Jesus selbst lehrte diese Notwendigkeit – und gleichzeitig den Segen – der Prioritätensetzung:

“Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“ (Matthäus 6:33)

Die Freude dieser Erfahrung wünsche ich uns allen in diesem Jahr!

Sonntag, 4. Januar 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Offenbarung 21:1-7
 
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr.
2 Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.
3 Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst!
7 Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein..
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung - Gebet 
Predigt - Gemeinschaft

Heute kein gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Ich hab nun 28 Jahr, seit ich Doktor geworden bin, 
stetig in der Biblia gelesen und daraus geprediget, 
doch bin ich ihrer nicht mächtig 
und find´ noch alle Tage etwas Neues drinnen.
(Dr. Martin Luther)

Samstag, 3. Januar 2026

James and Mary Calvert

Bildquelle: Wikipedia
James Calvert wurde heute vor 113 Jahren in England geboren. Sein Name dürfte den wenigsten Lesern bekannt sein. Verständlich! 

„Du wirst dein Leben und das Leben deiner Begleiter verlieren, wenn du unter solche Wilden gehst.“

Diesen Satz hörte Calvert vom Kapitän des Schiffes, das ihn, seine Frau und sein kleines Team zu den Kannibalen der Fidji Inseln gebracht hatte. Calverts nüchterne und mutige Antwort: „Wir starben, bevor wir hierherkamen.“

James Calvert wurde am 3. Januar 1813 in England geboren. Mit 18 Jahren wandte sich Calvert der methodistischen Bewegung zu und wurde für Jesus aktiv. Am 22. März 1838 heiratete er Mary Fowler Calvert und wurde kurz darauf mit John Hunt und Thomas Jagger als Missionar zu den Kannibalen auf den Fidjiinseln ausgesandt

Die Stammesführer der Inseln sahen Missionare als Bedrohung ihrer Autorität an. Darum war ihre Aufnahme gemischt. Die Unterstützung aus der Heimat war spärlich, die Nahrung einseitig, die Gesundheit oft angegriffen. In alledem war ihm seine Frau Mary eine treue Hilfe und Gefährtin, die seine Dienste mit ganzer Hingabe unterstütze.

Calvert war ein fleißiger und erfolgreicher Student der Fidjisprache. Innerhalb kurzer Zeit beherrschte er die Sprache der Einheimischen, was ihm sicherlich einige Türen öffnete in der anstrengenden Arbeit unter den Kannibalen.

1882 musste er seine liebe Mary zu Grabe tragen. Zu der Zeit war das Alte Testament bereits durch David Hazelwoods übersetzt und durch Calverts Einsatz waren Tausende von Kopien gedruckt worden.

König Thakombau von Fidji
Calvert wurde in den 1860ger Jahren zu einem politischen Experten und brachte viele Streitigkeiten und Konflikte zu einer friedlichen Lösung. Durch seinen Dienst wurde der gefürchtete König von Fidji gläubig und wandte sich als Folge von der Vielehe ab.

Am 8 März 1892, 10 Jahre nach dem Tod seiner Frau, ging auch James Calvert heim in die Ewigkeit. Ein Leben im Dienst für Jesus unter den unerreichten Völkern der Welt.

Sein Name – heute vielen unbekannt – ist bekannt im Himmel. Sein Einsatz für Jesus hat viel Ewigkeitsfrucht bewirkt, möglich durch die Einstellung

„Wir starben, bevor wir hierherkamen.“

Für unser aller Leben – ob in Deutschland oder sonst wo auf der Welt gilt das eine:

Denn leben wir, so leben wir dem Herrn,
und sterben wir, so sterben wir dem Herrn;
ob wir nun leben oder sterben,
wir gehören dem Herrn.

(Römer 14:8)

Wenn wir das beherzigen, wird es noch viele „James und Mary Calverts“ geben. Der Herr segne Dich!

Freitag, 2. Januar 2026

Zuversichtlich ins neue Jahr!

Euch allen ein gesegnetes 2026!

In London gibt es den Garrick Club – einen Club für Schauspieler, Künstler und Schriftsteller. Dort waren auch der Dramatiker Frederick Lonsdale und der britische Schauspieler, Symour Hicks, Mitglieder.

Lonsdale lag im Streit mit einem weiteren Mitglied des Clubs. Sie stritten ständig und kamen nie dazu, ihre alte Freundschaft wieder zu erneuern. Am Silvesterabend geht Symore Hicks zu auf seinen Kollegen Lonsdale zu und fordert ihn auf, sich doch mit dem Anderen zu versöhnen. Hicks sagte:

„Es ist doch wirklich unhöflich, zu einem solchen Zeitpunkt so kalt und unfreundlich zu sein. Geh jetzt zu ihm hin und wünsche ihm ein frohes neues Jahr.“

Tatsächlich: Lonsdale steht auf, geht quer durch den Raum zu seinem Gegner und spricht mit ihm. Er sagt: “Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr!” – Aber nur ein einziges!”

Allen Lesern wünsche ich an dieser Stelle ein frohes und gesegnetes Neues Jahr – und nicht nur eins. Ich wünsche Euch noch viele gesegnete und gute Jahre mit Jesus!

Keiner von uns kann in die Zukunft sehen. Jeder von uns hat Vorstellungen, was uns in diesem Jahr Freude machen wird, jeder weiß aber auch, dass es nicht nur Freudentage geben wird.

Auch der Apostel Paulus kannte die Licht- und Schattenseiten des Lebens – vielleicht besser als wir. Paulus kannte überschwängliche Freude im Herrn, aber er schreibt auch von seinen Nöten. Trotzdem glaube ich, dass Paulus jedes Jahr als frohes, neues Jahr erfuhr. In 2 Korinther 6:10 bezeugt er:

Unser Herz ist voll Leid, 
und doch erleben wir ständig neue Freude.
Wir sind arm, aber wir machen andere reich.
Wir besitzen nichts und haben doch alles.

Paulus scheint im Großen und Ganzen ein rundum zufriedener Zeitgenosse gewesen zu sein. Wenn ihm am Silvesterabend jemand ein „frohes Neues“ gewünscht hat, dann hat er wahrscheinlich etwas gesagt wie: „Werd' ich haben! Verlass Dich drauf!“

Paulus hatte an die Korinthergemeinde geschrieben: (2 Korinther 3:18)

Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht
die Herrlichkeit des Herrn an und wir werden so
verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern.

Das war für Paulus gegeben: zunehmende Veränderung in Jesu Bild.

„Wir werden verwandelt in sein Bild
von einer Herrlichkeit zur andern!“

Wenn Paulus ins neue Jahr ging, hatte auch er Nöte und Charakterschwächen, die er mitnahm. Aber er wusste: Jesus will mir Wachstum und Veränderung geben. Ihm ist nichts unmöglich.Paulus wusste: „Gott arbeitet an mir. Ich werde verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern!“

Gelöst und zuversichtlich! Auch wir können entspannt und zuversichtlich ins neue Jahr gehen, denn auch uns gilt die Zusage, an die Paulus die Korinther erinnert:

„Gott arbeitet an uns und möchte uns verwandeln
in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern!"

Ich freue mich auch in diesem Jahr über Zeugnisse, wie der Herr Euch durch diese Seite gesegnet hat. Gerne auch über die Kommentarfunktion (öffentlich) oder das Kontaktformular (wird nicht veröffentlicht) im Seitenfenster!

Donnerstag, 1. Januar 2026

Trailer 2026

Es ist und bleibt interessant, am Ende eines Jahres zurückzuspulen und sich zu erinnern, was 12 Monate zuvor von Menschen prophezeit wurde. Für das gerade vergangene Jahr 2025 waren es Vorhersagen wie:

ð katastrophale Naturereignisse, darunter der Ausbruch ruhender Vulkane.

ð Massive Überschwemmungen und ein Erdbeben an der Westküste der USA.

ð Ein Konflikt in Europa wird zur Zerstörung der Bevölkerung des Kontinents führen.

ð Instabile Märkte, die zum Wertverlust von Gold und Silber führen können

ð Eine neue große Seuche

ð Ein Erstkontakt von Aliens mit der Erde

ð Die 8. Formel 1 Weltmeisterschaft für Lewis Hamilton

Genug davon! Nichts von alledem hat sich bewahrheitet! Es ist nutzlos, sich auf die Vorhersagen und Prophezeiungen von Menschen zu verlassen, die nicht mal lückenlos aufzeigen können, was bereits geschehen ist. Wie viel weniger können sie zuverlässige Aussagen machen über das, was morgen geschieht?

Im krassen Gegensatz dazu stehen Gottes Prophezeiungen und Vorhersagen, die seltsamerweise trotz 100%iger Zuverlässigkeit von den meisten Menschen nicht mal beachtet werden.

Der Wissenschaftler und Informatiker, Werner Gitt, schreibt von weit über 3000 bereits erfüllten Prophezeiungen der Bibel: Darunter sehr viele, die sich nachprüfbar auf das Erdenleben Jesu beziehen – auf Seine Geburt, seinen Geburtsort, die Verfolgung gleich nach Seiner Geburt, Seine Wundertaten, Seine Lehre, Seine Nachfolger, Details über Sein Sterben, Seine Grablegung und Seine Auferstehung. Allerdings gibt es auch zahllose andre Prophetien, die sich nicht mit dem Erdenleben Jesu beschäftigen. Dazu gehören die erstaunlichen und bereits erfüllten Vorhersage von Israels Zerstreuung in alle Welt und seine erneute Sammlung aus aller Welt nach jahrhundertelanger (fast 2 Jahrtausende) Versenkung. Das war 1948.

Auch vorhergesagt wurde die Reihenfolge von mehreren Weltreichen – zum Teil bis hin zur Vorhersage der Regenten mit Namensnennung. Die Bibel enthält Tausende von Prophetien, die sich bereits genau erfüllt haben. Die Begründung für die Zuverlässigkeit biblischer Prophetien finden wir in 2. Petrus 1:21:

„Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“

Das Menschenunmögliche vollbrachte Gott. Er steht über der Zeit, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gott kennt unser gestern, unser morgen, übermorgen und unsere nächsten Jahre. Er ist der Herr aller Zeiten! Er ist der Herr dieses neuen Jahres, 2026. Seiner Zusage aus dem Alten Testament gibt Er solche Priorität, dass Er sie im Neuen Testament noch einmal wiederholt (5 Mose 4:31; Josua 1:5; Hebräer 13:5). Diese Zusage gilt uns allen, die wir Ihm vertrauen und folgen:

Er hat gesagt: "Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“

Lasst uns mit dieser göttlichen Zusage ins Jahr 2026 gehen. Mag kommen, was will: Jesus ist dabei!

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Zwischenruf: Mai Thi Nguyen-Kims „Meinung“

Sie ist durch verschiedene Sendungen im Fernsehen gut bekannt. Als Moderatorin, Autorin, YouTuberin, Chemikerin, Kommentatorin, Wissenschaftsjournalistin und vieles mehr hat sich die Tochter vietnamesischer Eltern in Deutschland einen Namen gemacht. Ihr sympathisches und fachlich oft fundiertes Auftreten hat ihr viele Fans gebracht. Was allerdings am 29.12.2025 im Internet zu lesen war, hat dann doch mehr als ein Stirnrunzeln hervorgerufen.

Unter der Überschrift "Die christliche Idee einer kleinen Kernfamilie ist fehlerhaft" wird ihr die Frage gestellt: „Sie sind Mutter zweier Kinder. Wie gelingt Ihnen und Ihrem Ehemann die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?“  Sofort beginnt sie mit einer negativen Aussage über das, was sie (fälschlicherweise) als „christliche Idee einer kleinen Kernfamilie“ bezeichnet.

Ihre Antwort beginnt mit: „Meiner Meinung nach ist die christliche Idee einer kleinen Kernfamilie, bestehend aus Mutter, Vater und Kindern, fehlerhaft. Insofern halte ich das Sprichwort "Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen" für absolut korrekt. Ich für meinen Teil habe das große Glück, ein solches Dorf in Form meines Partners, meiner Eltern und auch einer guten Kita um mich herum wissen zu dürfen.“ 

Wieso Frau Nguyen-Kim meint, deren Eltern aus dem buddhistischen Vietnam kommen,  dass eine kleine Kernfamilie aus Vater, Mutter und Kindern eine „christliche Idee“ sind, bleibt ein Geheimnis. Warum sie überhaupt Bezug nimmt auf christliches Gedankengut, bleibt ein noch größeres Geheimnis. Sie hat sich nie zum christlichen Glauben bekannt, bezeichnet sich selbst als Agnostikerin* und versteht die Existenz Gottes als eine Frage des Glaubens. In der an sie gerichteten Frage wird keine religiöse Meinung erfragt.

Ist also die Idee einer „kleinen Kernfamilie“ eine „christliche“ Idee? Nein! Das Gegenteil ist eher der Fall. Große Familien werden in der Bibel als Segen beschrieben (Psalm 107:38; Psalm 127:3+5; 1 Mose 28:3; 1 Chronik 28:5; Galater 4:27 u.v.a.) Frau Nguyen-Kim nennt als Gegenpol zur ‚kleinen, christlichen Kernfamilie‘ ihren Partner, ihre Eltern und eine gute Kita. Das bedarf keines ausführlichen Kommentars. Auch Christen haben Ehepartner, Eltern und, in vielen Fällen, eine gute Kita. Dazu haben fast alle Christen eine Gemeinde mit zusätzlichem, altersgerechten Kinderprogramm während der Gottesdienste und weiteren Angeboten unter der Woche. 

Diese Zeilen wenden sich nicht gegen Frau Nguyen-Kim generell. Ihrer inkorrekten Meinung über die „kleine Kernfamilie“ als „christliche Idee“ muss allerdings widersprochen werden.

Wir lassen die Doktoren und Doktorinnen der Chemie gerne über Chemie lehren.
Aber wer sich als Agnostiker bezeichnet, darf die Definition von „christlichen Werten“ gerne den Christen überlassen.
Mit anderen Worten: „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ 

* Agnostiker legen sich bei der Frage nach der Existenz Gottes nicht fest, da sie diese für unbeweisbar halten. Statt einer positiven oder negativen Haltung zur Existenz Gottes sagt der Agnostiker: ‚Man kann es nicht wissen, darum weiß ich es nicht.'

Vorsätze

Und? Wie hältst Du es mit Vorsätzen? Ich kenne solche, die vehement dagegen sind. Für sie sind Vorsätze Quatsch, gesetzlich, kindisch ... oder sonst was. Akzeptiert! Nicht jeder muss die gleiche Meinung haben! – Andere finden Vorsätze hilfreich. Man muss ja nichts übertreiben. Näme ich mir vor, jeden Tag einen Bibelvers zu lernen, wäre das zum Scheitern verurteilt. Jede Woche einen – würde (bei mir) auch nicht funktionieren. Aber vielleicht monatlich einen – das wären zwar nur 12 im Jahr, aber am 31.12.2026 hätte ich 12 Verse mehr im Herzen als heute. Vielleicht einen Versuch wert.

Seit Jahren gehe ich (erfolgreich) mit dem Vorsatz ins neue Jahr: „Keine Tageszeitung, bevor ich nicht die Bibel gelesen habe.“  Gesetzlich? Nicht im Geringsten! Hat ja niemand angeordnet, sondern es ist eine persönliche Entscheidung. Ähnlich, wie der Wecker manchem morgens hilft, sich zu disziplinieren und aufzustehen. Ebenso hilft mir mein Vorsatz, das Wichtigste zur Hauptsache zu machen und die Nebensache hinten anzustellen.

Kürzlich las ich eine lustige, aber nachdenkenswerte Liste. Sie ist lustig, weil man sich durchaus in den „Erklärungen“ wiederfinden kann. Dabei klingt alles so logisch und nachvollziehbar. Hier ist die Liste, überschrieben mit: „Vorsätze eines Rückfälligen“

JANUAR: Ich nehme mir hiermit vor, ab diesem Jahr zur Kirche zu gehen. Aber ich beginne erst im Februar damit. Erst müssen mal Ferien und Urlaub vorüber sein. Die sind immer recht anstrengend, wie jeder weiß.
FEBRUAR: Das Wetter ist schrecklich. Ich fange an, wenn es etwas wärmer wird. Ich hab einfach zu dünnes Blut in dieser Jahreszeit.
MÄRZ: Gehe grade durch ständige Krankheit und Erkältungen. Ich muss mich von all diesen Viren fernhalten. Man muss da echt vorsichtig sein.
APRIL: Ostern! Diese Menschenmengen. Man kriegt nicht mal mehr einen gescheiten Platz. Aber mich wird sowieso niemand vermissen. Es sähe zudem blöd aus, wenn ich nur an Ostern auftauchen würde.
MAI: Den ganzen Winter über hab ich kaum das Haus verlassen. Jetzt wird das Wetter endlich besser ... außerdem ist es die Zeit verschiedener Familientreffen.
JUNI: Ich werde warten, bis unser Baby etwas älter ist. Wie in aller Welt können Eltern ihre gerade mal zwei Wochen alten Babys in den Gottesdienst mitbringen und dann nie einen Sonntag verpassen?
JULI: Mann, ist das Wetter toll!!! Wir haben ja immer noch die Hütte am See und das Boot, das wir sonntags nutzen dürfen.
AUGUST: Der Pastor macht Urlaub. Er wird es nie rauskriegen, wenn ich jetzt nicht da bin. Die Gastredner hab ich eh nie gemocht. Aber wenn der Pastor dann zurück ist, dann ...
SEPTEMBER: Schulanfang. Also Ferien und Urlaub haben mich total zurückgeworfen in meiner Arbeit. Muss unbedingt noch mal Oma besuchen, bevor der Winter kommt.
OKTOBER: Die Blätter sehen sowas von herrlich aus. Ich kann Gott ja genauso gut im Freien anbeten; im Winter sitzen die Kinder dann sowieso wieder den ganzen Tag im Haus.
NOVEMBER: Mein Herz fließt über mit Dankbarkeit. Die letzten Möglichkeiten, noch ein paar Besuche zu machen, bevor es auf den Straßen glatt wird.
DEZEMBER: Was für ein Irrenhaus. Sobald diese Stresszeit vorbei ist, werde ich beginnen, mit meiner Familie zur Kirche zu gehen. Wir werden gleich am ersten Sonntag des neuen Jahres damit beginnen. Für das neue Jahr nehme ich mir vor ...

Lustig, oder? Oder vielleicht eher nachdenkenswert? Ich wünsche uns allen, dass wir die Niederlagen, Ausreden und Verfehlungen von 2025 hinter uns lassen können. Freut Euch an den Begegnungen und Erfahrungen mit Gott im vergangenen Jahr. Vertraut Jesu Einladung und Seiner Gnade. Gebt Ihm im neuen Jahr alle Zeit in Eurem Leben, die Er möchte. Wer Jesus so an erste Stelle setzt, wird es niemals bereuen, sondern am 31.12.2026 mit Freude und Dankbarkeit zurückblicken.