Biographien gehören zu meiner Lieblingslektüre. Gerade lese ich das Buch „By Their Blood“ von James & Marti Hefley, ein Buch über Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts. Absolut herausfordernd, für Jesus zu leben.
Das Buch beginnt mit der Verfolgung während des Boxer-Aufstands um 1900 in China. Der Geheimbund der „Boxer“ rebellierte durch Mord und Folter gegen die westlichen Mächte und Japan. Besonders ausländische Missionare und chinesische Christen litten unter den Gräueltaten der Aufständischen. Quellen berichten von über 500 westlichen Missionaren, Eltern, Kinder und über 30.000 einheimischen Christen, die oft auf brutalste Art und Weise starben.
Trotz der Thematik schätze ich das Buch als Glaubensstärkung und positive Herausforderung, Jesus von Herzen zu folgen. Menschen haben um Jesu willen und in Seiner Kraft das Evangelium bezeugt und viele Tausende für Jesus gewonnen. An den nächsten Dienstagen sollen an dieser Stelle einige Biografien von Menschen zu lesen sein, die für Jesus gelebt und Ihm gedient haben. Nicht immer stammen diese Biografien aus der Verfolgung der Gemeinde Jesu. Auch andere Nachfolger Jesu sollen hier erwähnt werden.
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| Hattie Rice (1858-1900) |
4 Jahre später machte sie sich auf nach China, arbeitete dort in einer Opium-Entzugsklinik, gemeinsam mit Mary Huston, die zu ihrer engsten Freundin wurde, im Leben und im Sterben.
Am 12. Juli 1900 dehydrierte Rice auf der Flucht vor den Boxern und brach zusammen. Grausame Folter begann; ein Priester verkündete, dass die Götter sie am Leben lassen würden. Dann trugen Männer sie auf einer Trage zurück zu den anderen Missionaren, wo sie kurze Zeit später starb.
Über Hattie Rice und Mary Huston sagte man später: „Sie hatten nichts aus China empfangen und alles gegeben.“ Ein Kollege schrieb über sie:
„Ihre ruhige Sanftmut beeindruckte mich als etwas Außergewöhnliches, und als ich sie näher kennenlernte, stellte ich fest, dass sie jemand war, der wirklich mit Gott wandelte und ihn in allen Dingen verherrlichen wollte. Wie sehr sie den Herrn liebte und ihm vertraute! Es war für mich immer eine große Erbauung, auch nur für kurze Zeit in ihrer Gesellschaft zu sein.“
Faszinierend ist die Tatsache, dass manche Missionare China selbst trotz Todesgefahr nicht verließen. Gottes Ruf, ihre Liebe zu Ihm und ihr Herzensanliegen für die Verlorenen ließ sie ihren Weg gehen. Ihr Vorbild ermutigt, uns selbst zu hinterfragen: „Welche Kosten bin ich bereit, zu zahlen? Ist Jesus wirklich mein Alles wert, mein Leben ... und meinen Tod? Wie weit geht meine Liebe für Jesus? In Theorie oder in Praxis?“

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