„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 1. Dezember 2025

Gedanken zum 1. Advent

Und der Engel sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, 
die dem ganzen Volk widerfahren soll 
… der Heiland … Christus … der Herr!
(Die Bibel: Lukas 2:10 u.11)

Gestern haben wir den 1. Advent gefeiert. Heute einige Gedanken dazu. Aber warum „Vorsicht, Spurgeon!“? Nun, die folgenden Gedanken sind eine freie, auszugsweise Übersetzung aus Spurgeons Predigt: „Freude, zu Betlehem geboren“  Spurgeon ist dafür bekannt, dass er sagt, was er denkt und nicht zurückhält.  Genau das machte ihn zu einem großen Prediger, mächtig von Gott gebraucht.
 

Aus seiner Predigt kommen diese Gedanken zum ersten Advent: 

Lass Christus regieren, und die Menschen werden ihre Bögen und Speere zerbrechen und ihre Kriegswagen verbrennen. Es ist Freude für alle Völker, dass Christus geboren ist, der Friedefürst, der König, der in Gerechtigkeit regiert.  … Aber die größte Freude gilt denen, die Christus als Retter kennen. … Lasst mich jedem von euch ein paar persönliche Fragen stellen. Sind deine Sünden vergeben um Jesu Willen? Ist der Kopf der Schlange in deiner Seele zertreten? Regiert [Jesus] in heiligender Kraft über deine Natur. Dann hast du die Freude, die für alle Menschen ist, in ihrer reinsten Form. 
 
Und, ihr Lieben, je mehr Ihr Euch Christus, dem Herrn unterordnet, je besser Ihr Ihn kennt und Ihm ähnlich werdet, je vollkommener wird eure Freude werden.
 
 Freude an der Oberfläche ist für solche, die leben, wo der Retter verkündigt wird. Aber die wahren Tiefen, die großen, unaussprechlichen Tiefen heiliger Freude, die mit Entzücken glitzern und funkeln, die sind für solche, die den Retter kennen, dem Gesalbten gehorchen und die mit dem Herrn selbst Gemeinschaft haben. Der glücklichste Mensch ist der christusähnlichste Mensch. 
 
Ich wünschte, dass einige Christen christlicher wären: sie sind Christen und noch was anderes; es wäre viel besser, sie wären nur Christen. Vielleicht kennst du die Legende – oder möglicherweise die wahre Geschichte, die Augustinus zum Leben brachte. 
 
Augustinus träumte, dass er starb und an die Himmelspforten kam. Der Hüter der Pforte fragte ihn: „Wer bist du?“ Und er antwortete: „Christianus sum,“ - Ich bin Christ. Aber der Hüter antwortete: 
 
„Nein, du bist kein Christ. Du bist ein Ciceronianer, denn deine Gedanken und Studien sind hauptsächlich auf den Werken Cicerons und der Klassiker aufgebaut und du hast die Werke Jesu vernachlässigt. Hier [im Himmel] beurteilen wir Menschen nach dem, worin ihre Gedanken sich am meisten vertieft haben. Du wirst als Ciceronianer beurteilt, nicht als Christ.”  
 
Als Augustinus erwachte, legte er die klassischen Werke, die er studiert hatte, beiseite, ebenso wie die Gelehrsamkeit, nach der er sich ausgestreckt hatte und beschloss: „Ich werde Christ und Theologe sein.“ 
 
Von der Zeit an richtete  er seine Gedanken auf das Wort Gottes, und seine Feder und Zunge dem Unterrichten anderer in der Wahrheit.  
 
Oh, ich möchte nicht, dass von irgendjemand von euch gesagt wird: „Na ja, er ist irgendwo Christ, aber ist viel eher ein Geschäftsmann, der hinter dem Geld her ist.“ Ich möchte nicht, dass gesagt wird: „Na ja, er ist ein Christusgläubiger, aber weit mehr ist er Politiker.“ „Na ja, vielleicht ist er ein Christ, aber wenn er redet, ist er wesentlich mehr zu Hause auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Landwirtschaft, des Maschinenbaus, der Pferde, des Bergbaus, der Schifffahrt, der Unterhaltung.
 
Nein, nein, du wirst niemals die Fülle von Freuden kennen, die Jesus der Seele bringt – nur, wenn du durch die Kraft des Heiligen Geistes den Herrn, deinen Meister, zu deinem Ein und Alles machst; wenn du Ihn zum Brunnen deiner intensivsten Freude machst. „Er ist mein Retter, mein Christus, mein Herr,“ das sollte dein lautester Ruhm sein. Dann wirst Du die Freude kennen, die das Lied der Engel den Menschen ankündigen.“ (Spurgeon)
 
 Und der Engel sprach zu ihnen: 
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, 
die dem ganzen Volk widerfahren soll 
… der Heiland … Christus … der Herr!
(Die Bibel: Lukas 2:10 u.11)

Sonntag, 30. November 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Lukas 1:46-55
 
46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn,
47 und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter,
48 dass er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter!
49 Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name;
50 und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten.
51 Er tut Mächtiges mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens.
52 Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen.
53 Hungrige sättigt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer fort.
54 Er nimmt sich seines Knechtes Israel an, um an seine Barmherzigkeit zu gedenken,
55 wie er es unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinem Samen, auf ewig!!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung - Gebet
Predigt - 
Gemeinschaft
Heute offizielles Mittagessen! 

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Gott kommt nicht am Sonntagmorgen zu uns, 
um uns am Sonntagnachmittag wieder zu verlassen.

Gott ist uns am Montag genauso nah wie am Sonntag.

Im Büro genauso wie im Gottesdienst

(Max Lucado)

 

Samstag, 29. November 2025

Lohnt es sich?

Ich saß im Flughafen und las. Flughäfen, Bahnfahrten, Autofahrten (als Beifahrer!) - das sind mir liebe Gelegenheiten, all die Zeitschriften durchzuschauen, die noch ungelesen auf meinem Schreibtisch liegen. Diesmal war es die "Global" Monatszeitschrift von OM.

Symbolbild
Ein Bild erfasst meine Aufmerksamkeit. Im Artikel wird darüber geschrieben. Eine junge Kurzzeitmissionarin verbringt einige Zeit in Chile und schreibt über ihre Arbeit. Sie schreibt auch über die Begebenheit, die auf dem Bild abgebildet ist. Liebevoll drückt sie ein chilenisches Waisen. Kommunikation ist schwierig zwischen den Beiden. Der Missionarin steht die Liebe Jesu und die Freude im Gesicht geschrieben. Im Gesicht des kleinen Mädchens entdecke ich Freude, Zufriedenheit und den Wunsch, nicht mehr loslassen zu müssen.

Der Gedanke, der mir sofort kommt, ist die Frage: "Lohnt es sich?" "Lohnt sich eine kurze Umarmung im Namen Jesu? Lohnt sich ein freundliches Lächeln, ein tröstendes Wort?" Und es dauert nicht lange, bis sich die Überzeugung formt: "Ja, es lohnt sich! Im Namen Jesu lohnt es sich!" In Matthäus 25:40 sagt uns Jesus selbst:

"Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." 

Und in Matthäus 10:42 heißt es:

"Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren!"

Nicht jedes Mal haben wir die Möglichkeit, mit dem Mund Jesus zu bekennen. Aber immer haben wir die Möglichkeit, durch unser Leben für Jesus zu leuchten und ein wenig Seiner Liebe weiterzugeben. Und es ist nicht umsonst!

Diener Gottes – die eher unbekannten ...

Abraham, Mose, David, Jesaja, Johannes (mehrere davon), Petrus, Paulus und Timotheus – die kennen wir alle. Menschen, die die Welt veränderten – gut vielleicht nicht die ganze Welt. Aber es sind bekannte Namen, durch die Gott viel bewegen konnte. Und die Namen außerbiblischer Diener Gottes sind ja auch durch die Kirchengeschichte hindurch in Erinnerung geblieben: Augustinus, John Calvin, Martin Luther, Corrie ten Boom, Mutter Teresa, Elisabeth Elliot, Catherine Booth oder Billy Graham.

Was aber ist mit Deinem Namen, oder mit meinem?

Gute Nachricht: Die gehen nicht verloren!!! Auch zu biblischen Zeiten gab es Männer und Frauen Gottes, die zwar im Wort Gottes erwähnt werden, aber kaum einem Leser in Erinnerung geblieben ist. Und doch waren sie Diener des Allmächtigen. Hier einige Beispiele:

Jabez: Sein Name versteckt sich in einer ganzen Reihe von Kapiteln mit (fast) ausschließlich Namensaufzählungen. Aber bei Jabez finden wir einen Zusatz: „Und Jabez rief zu dem Gott Israels und sprach: O dass du mich reichlich segnen und meine Grenze erweitern wolltest und deine Hand mit mir wäre und du mich vor dem Übel bewahrtest, damit mich kein Schmerz trifft! Und Gott ließ kommen, was er gebeten hatte.“ Nur hier erwähnt – als Mann des erhörlichen Gebets!

Simeon: Auch den Namen tragen verschiedene Personen der Bibel. In Lukas 2 wird der alte Simeon als frommer Mann beschrieben, der auf das Kommen des Messias wartete. Er erlebte Jesu Kommen und sprach prophetisch über Ihn. Mehr lesen wir über diesen Simeon nicht.

Ananias: wird nur Apostelgeschichte 9 erwähnt. Aber was für ein gewaltiger und brauchbarer Diener Jesu ist er! Er ist der erste Christ, dem der frischbekehrte und neu erblindete Paulus begegnet. Er betet – und der Apostel der Heiden wird geheilt!

Epaphroditus: Nur im Philipperbrief erwähnt, da aber beschreibt Paulus ihn als meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, der auch euer Gesandter ist und Diener meiner Not. Was für ein unbekannter, aber gesegneter Diener!

Agabus war ein Prophet, dessen Name gerade 2x in der Bibel erwähnt wir. Seine prophetische Ankündigung einer Hungersnot und seine Prophetie über das Leiden des Paulus erfüllten sich.

Phoebe: Sie wird sogar von Paulus in Römer 16:1 als Dienerin Jesu empfohlen: Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä ist, damit ihr sie aufnehmt im Herrn, wie es sich für Heilige geziemt, und ihr in allen Dingen beisteht, in denen sie euch braucht; denn auch sie ist vielen ein Beistand gewesen, auch mir selbst. Was für ein herrliches Zeugnis einer Dienerin Jesu, die nur hier erwähnt wird. 

Mnason: Schon mal von ihm gehört? Er war alt, aber er diente dem Herrn als Gastgeber für Paulus ein Gastgeber für Paulus und sein Team auf dem Weg nach Jerusalem. Nur ein Vers in Gottes Wort erwähnt ihn und hebt seinen Dienst hervor: Es gingen aber auch etliche Jünger aus Cäsarea mit uns, die brachten uns zu einem gewissen Mnason aus Zypern, einem alten Jünger, bei dem wir als Gäste wohnen sollten. (Apostelgeschichte 21:16)

Solltest Du Dich je fragen, „was Du mit Deiner kleinen Kraft schon bewirken kannst“, dann erinnere Dich an die „unbekannten“ Diener Gottes. Nicht eine große Kraft ist ausschlaggebend, nicht ein großer Name, große Gaben oder ein großer Dienst. Wichtig ist ein Herz, das Jesus hingegeben ist und Ihm dient. Dann wird Jesus in und durch Deine Schwachheit wirken.

Wenn Du noch Zeit hast, lies noch das nette Lied durch, das das Duett Arno & Andreas vor vielen Jahrzehnten gesungen haben. Passt genau zu diesen Gedanken und ... vielleicht auch zu Deinem Leben.

 

Bin kein Genie wie Einstein,

werde nie auf dem Mond spazieren gehen.

Habe keine Stimme wie der Opernstar Caruso,

und in der Uno stand ich nie am Rednerpult.

Mein Kopf wird nie auf Briefmarken erscheinen,

keine Straße je nach mir benannt.

Es wird keine Fernsehserie in acht Folgen von mir geben,

und bei der Wahl zum Papst war ich bisher nicht im Gespräch.


Ich bin nur einer von Millionen im Telefonbuch,
ABER ICH BIN EIN DIENER DES SCHÖPFERS DIESER WELT.

Ich werde keinen Klassiker schreiben,

kein Herz verpflanzen,

nie in der Bundesliga Torschütze sein,

nie mit Bud Spencer Schlägereien provozieren.

Für einen Dressman habe ich nicht das Gesicht.

Ich habe kein Konto wie Onasis.

Im Buch der Rekorde kommt mein Name nicht vor.

Ich habe kein Interesse an Affären und Intrigen,

und so kam die Bildzeitung bisher ohne mich aus.


Ich bin nur einer von Millionen im Telefonbuch,
ABER ICH BIN EIN DIENER DES SCHÖPFERS DIESER WELT.

Ich jette nicht zu Firmenkonferenzen,

poker nicht mit Ölscheichs um die Zukunft der Welt.

Mit meiner Logik könnt ich nie den Schachweltmeister schlagen.

Und was ich male, bringt am Kunstmarkt keine Mark.

Ich bin nur einer von Millionen im Telefonbuch,
ABER ICH BIN EIN DIENER DES SCHÖPFERS DIESER WELT. 

Donnerstag, 27. November 2025

Gebote ... Verbote .... Gesetze ... Regeln ...

Gebote ... Verbote .... Gesetze ... für viele scheint die Bibel voll davon. Tatsächlich zählen die Gelehrten 613 Gesetze im Gesetz des Mose, die es zu halten gilt. Diese 613 Gesetze teilen sich in 365 Verbote und 248 Gebote. Glück gehabt; als neutestamentliche Christen stehen wir nicht mehr unter dem Gesetz des Mose ... oder besser: unter den 613 Gesetzen. Allerdings ...

Eine Gemeinde in Hamburg scheint die Gesetze im Neuen Testament gezählt zu haben und kommt auf eine Zahl jenseits der Tausend! 😒 Und jetzt? Wie gehen wir damit um? Wo fangen wir an? Welche Prioritäten gibt es, wenn überhaupt?

Diese Frage scheint schon bei den Schriftgelehrten zu Jesu Zeiten aktuell gewesen zu sein. Einer von ihnen kommt zu Jesus, fragt, und erhält prompt eine himmlische Antwort (Markus 12:28-31):

Welches ist das erste Gebot unter allen? 29 Jesus aber antwortete ihm: Das erste Gebot unter allen ist: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein; 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft!« Dies ist das erste Gebot. 31 Und das zweite ist ihm vergleichbar, nämlich dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Größer als diese ist kein anderes Gebot.

Neben dem zentralen und wichtigsten Glaubensbekenntnis Israels (Schma Israel: „Höre Israel! Der Ewige, unser Gott, der Ewige ist eins.”) nennt Jesus die Liebe zu Gott als das erste und höchste Gebot.

Liebe zu Gott – von ganzem Herzen, ganzer Seele, mit dem ganzen Denken und ganzer Kraft! Was bedeutet das? Wie geht das? Wenn Jesus geantwortet hätte: "Das Abendopfer ... das Erntedankfest oder den Zehnten geben ..." - das wäre einfacher gewesen. Da weiß man was, wann und wo zu tun ist. Aber „Gott lieben“? Liebe ich Ihn? Liebe ich Gott? Liebe ich Jesus? Ich möchte ehrlich sein. Ich vermute, vielmehr, ich weiß: Bei mir ist noch Luft nach oben. Viel Luft! Aber warum? Warum stelle ich die Fragen: Liebe ich Gott? Was bedeutet das? Wie geht das? Warum fällt es so schwer, Jesus zu lieben?

Kürzlich hörte ich einen interessanten Gedanken zu dieser Frage: Vielleicht umgeben mich zu viele Ablenkungen, die mit der Liebe zu Jesus konkurrieren. Ablenkungen hat es natürlich schon immer gegeben. In 2 Timotheus 4:10 schreibt Paulus:

Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit lieb gewonnen hat

In Lukas 15 erzählt Jesus von einem jungen Mann, der in die Welt zog, um sein Geld und sein Leben mit Frauen und Freunden zu vergeuden.

An Timotheus (2 Timotheus 3:2-4) schreibt Paulus, dass die Menschen sich immer mehr dahin entwickeln, sich selbst und ihr Geld zu lieben, überheblich und anmaßend zu sein, das Vergnügen mehr zu lieben als Gott – und dabei noch fromm scheinen.

Zweifellos sind wir mittlerweile da angekommen. Die Ablenkungen von allem, was mit Jesus, Nachfolge und unserem Glauben zu tun hat, sind nicht mehr aufzählbar. Wir können unsere Tage, unsere Abende und all unsere Freizeit füllen, ohne einen Gedanken an Gott zu verlieren. Wer keine festen, regelmäßigen Zeiten mit und für Gott einplant, steht in großer Gefahr, gar keine Zeit mit Ihm zu verbringen – oder bestenfalls kurze Alibizeiten. Gott von ganzem Herzen, ganzer Seele, mit dem ganzen Denken und mit ganzer Kraft zu lieben sieht anders aus.

Ich möchte ganz neu die geheimen Ablenkungsmanöver Satans in meinem Leben identifizieren und abstellen. Das wird der Liebe zu Jesus auf jeden Fall guttun!

So wichtig ist es Gott mit dieser Liebe zu Ihm (5 Mose 6:4-9):

4 Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! 5 Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, 7 und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst; 8 und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein; 9 und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

Mittwoch, 26. November 2025

Schäm Dich ruhig!

Scham ist ein kostbares Gut, das uns immer mehr verloren geht. Was vor 100 Jahren undenkbar war, war vor 50 Jahren normal. Was vor 50 Jahren undenkbar war, war vor 25 Jahren Standard. Was vor 25 Jahren illegal war, ist heute erlaubt. Was man vor 10 Jahren noch nicht wagte, wird heute provokativ vermarktet. Und das auf allen Ebenen: Privat, in den Medien und im öffentlichen Leben. Scham wird nicht nur abgebaut, Scham wird verlacht und teilweise als schädlich bezeichnet.

Dabei geht es nicht nur um Scham in moralischen Fragen. Da ist der Verfall seit einem halben Jahrhundert rasant. Es geht um Scham allgemein.

Wikipedia definiert Scham unter anderem mit einem "Gefühl der Verlegenheit oder Bloßstellung, das sowohl durch Verletzung der Intimsphäre auftreten als auch auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben."

Verständlicherweise, wo soziale Erwartungen und Normen abgebaut werden, werden auch bestimmte Handlungen nicht länger als "unehrenhaft, unanständig oder erfolglos" definiert. Das Gefühl der Verlegenheit oder Bloßstellung verblasst.

Scham ist unangenehm, peinlich. Scham hilft dem Menschen, bestimmte Handlungsweisen zu überdenken, zu vermeiden oder zu ändern. Scham ist biblisch!

Durch Jeremia sagt Gott über sein Volk:

"Schämen sollten sie sich, weil sie Gräuel verübt haben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen! spricht der Herr."  (Jeremia 6:15)

Demnach hat es schon früher einmal eine Zeit gegeben, in der Gott seinem Volk vorwarf: "Sie wissen nicht mehr, was ‚sich schämen' heißt."  Das war kein Kompliment! Gott hat damit nicht gemeint, dass sie endlich die Zwänge der Gesellschaft abgelegt und zur Freiheit durchgebrochen waren. Im Gegenteil! Die Gott-gegebene Scham, das Gefühl der Verlegenheit, der Bloßstellung durch Handlungen, die Gottes Wort entgegenstanden, war verloren gegangen. Das bezeichnet Gott nicht als einen lobenswerten Weg der Freiheit, sondern einen gefährlichen Weg, vor dem gewarnt werden musste. "Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen!"

Verlust der Scham über unser Abweichen von den Maßstäben Gottes ist gefährlich. "Schämen sollen sie sich", sagt Gott. Scham, gegründet auf dem Wort Gottes, ist Gott-geschenkt und Gott-gewollt. DIESE Scham abzulegen, auch wenn die Welt uns dazu drängt, wird für unseren Glauben tödlich sein. 

Dienstag, 25. November 2025

Psalm 97:6-8

Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit. 7 Schämen müssen sich alle, die den Götzenbildern dienen und sich wegen der nichtigen Götzen rühmen; vor Ihm werfen sich alle Götter nieder. 8 Zion hört es und ist froh; und die Töchter Judas frohlocken um deiner Gerichte willen, o Herr. (Psalm 97:6-8)

Es ist nicht so, als ob Gott sich versteckt hätte. Gottes Wort sagt (hier nur eine kleine Auswahl von Versen):

Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände. (Psalm 19:2)

Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit. (Psalm 97:6)

Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, von Gott nichts gewusst zu haben. (Römer 1:20)

Gott hat sich bezeugt, auf mindestens dreifache Weise: Die Schöpfung, unser Gewissen und Sein Wort, die Bibel. Allerdings hat unsere menschliche Herzenshärtigkeit schlimme Folgen:

21 Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. (...) 24 Darum hat sie Gott auch dahingegeben (...) 25 sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. (aus Römer 1:21,24,25)

Eigentlich hätten es die Menschen zu jeder Zeit erkennen müssen, statt dem Unglauben oder dem Götzendienst zu verfallen:

Als Gott Israel durch 10 Plagen aus Ägypten befreite, zeigte Er durch jede Plage Seine Macht und Seinen Sieg über einen anderen der vielen Götter Ägyptens. Aber die Ägypter wollten nicht sehen und verstehen und rannten mit offenen Augen blind in den Tod.

In 1 Samuel 5 wird berichtet, dass die Philister die Bundeslade Gottes triumphierend als Siegesbeute in den Tempel ihres Götzens Dagon stellten. In zwei aufeinanderfolgenden Nächten fiel der Götze um und lag am Morgen auf seinem Angesicht vor der Lade Gottes. Wer würde diesen Hinweis Gottes nicht verstehen?

In 1 Könige 19 schreien die Baalpriester zu ihrem Gott, opfern ihm, ritzen sich blutig und bewirken absolut nichts. Baal hört nicht, antwortet nicht, existiert nicht. Aber das scheinen die Götzendiener nicht zu erkennen. Auch nicht, als der Gott Israels auf das schlichte, aber glaubensstarke Gebet des Propheten Elia genau das tut, worum die Baalpriester ihren toten Götzen auch gebeten hatten.

Schließlich Jesus: Er wirkte in Vollmacht gegen die unsichtbare Welt Satans und seiner Dämonen. Jesus befahl, und die Dämonen mussten gehorchen. Aber die Pharisäer spotteten: Er steht mit den Obersten der Dämonen im Bunde. Sie wollten nicht glauben, was offensichtlich war.

Gottes Schöpfung und die Unfähigkeit toter Götzen lässt all diejenigen jubeln, die mit Jesus, dem lebendigen Gott verbunden sind. Wir haben einen Herrn und König, einen Gott, der sieht, hört, handelt und hilft. Halleluja!

Montag, 24. November 2025

Sorry!

Gestern wurde versehentlich 2 Einträge eingestellt. Schaut einfach nach, ob Ihr beide gelesen habt. Vielleicht ist ja noch was Neues dabei. Ansonsten gibts morgen wieder was Neues.