„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 20. Mai 2025

(Mein) Gebetsleben

Ich kämpfe in meinem Gebetsleben. Aber ich gebe den Kampf nicht auf! Und ich höre von anderen, denen es ebenso geht. Gleichzeitig frage ich mich immer wieder, warum das so ist. Natürlich kenne ich die generelle Antwort: „Gebet ist Kampf!“ ... „Satan fürchtet Gebet!“ ... „Gebet ist das Herzstück aller Arbeit im Reich Gottes!“  

Wir wissen es also. Wenn wir das aber wissen, wenn wir wissen, dass ohne Gebet nichts läuft, warum wird dann nicht mehr, intensiver, glaubensvoller gebetet? Warum ist die Gebetsstunde in aller Regel die am schlechtesten besuchte Gemeindestunde – wenn es überhaupt noch eine Gebetsstunde gibt? Ehrlich – wo ist der Knick in unserem Denken? Mir kommen verschiedene Möglichkeiten in den Sinn:

-        Wir meinen, dass wir am Gebet sparen können, wenn wir nur hart genug arbeiten.

-        Wir meinen, dass andere schon genug beten und konzentrieren uns auf andere Dienste.

-        Wir sind nicht endgültig überzeugt, dass Gebet unerlässlich ist für Frucht im Dienst.

-        Wir scheuen den Kampf im Gebet oder erkennen erst gar nicht, dass das, was uns vom Gebet abhält, der eigentliche Kampf ist. Und was hält uns ab? Darunter fallen:

  • Ø    Müdigkeit
  • Ø    Desinteresse, Gleichgültigkeit
  • Ø    Unglaube, Zweifel
  • Ø    Überbeschäftigung, „keine Zeit“, Termine
  • Ø    Zwischenmenschliche Beziehungen
  • Ø    Lustlosigkeit
  • Ø    Fernsehabend
  • Ø   und so viele andere Dinge

Richtig ist, dass jeder Christ auch seine Zeiten der Regeneration benötigt. Dafür allerdings das Gebet fallen zu lassen ist kontraproduktiv, denn zum einen wird ein nötiger Kampf nicht gekämpft, und zum anderen gebraucht Gott gerade den Gebetskampf nicht selten zu unserer geistlichen Stärkung.

Dass sich das Evangelium in den ersten Jahrhunderten so rapide ausbreitete, ist sicher der Leidensbereitschaft und dem ständigen Gebet der ersten Christen zuzuschreiben. Das geschah sowohl im persönlichen Gebetskämmerchen, als auch in Gemeinschaft. Lass die folgenden Bibelverse zu Dir reden:

(Kornelius) war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete ohne Unterlass zu Gott. (Apostelgeschichte 10:2)

So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht; von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn zu Gott gebetet. (Apostelgeschichte 12:5)

Denn Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem Geist diene durch das Evangelium von seinem Sohn, dass ich ohne Unterlass euer gedenke. (Römer 1:9)

Wir danken Gott immer wieder für euch alle und beten ständig für euch. (1 Thessalonicher 1:2)

Darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Wort Gottes, der in euch wirkt, die ihr glaubt. (1 Thessalonicher 2:13)

Betet ohne Unterlass! (1 Thessalonicher 5:17)

Ich danke Gott, dem ich diene von meinen Vorfahren her mit reinem Gewissen, wenn ich ohne Unterlass deiner gedenke in meinem Gebet, Tag und Nacht. (2. Timotheus 1:3)

Ich wünsche uns allen gewaltiges Wachstum in unserem Gebetsleben und herrliche Gebetserfahrungen mit Jesus!

Montag, 19. Mai 2025

Heute, 19.5.25 - 19:30 Uhr

 CCFG MÄNNERABEND

Heute, 19:30 Uhr
Bitzegarten 5 / Neunkirchen
Herzlich Willkommen!

Heiß oder kalt

Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. (Offenbarung 3:14+15)

Pastor D.J. Castilleja erzählt, wie er an einem Tag sein mexikanisches Lieblingsrestaurant anvisiert „Ich konnte es kaum erwarten, dorthin zu kommen. Mein Magen knurrte und mir lief das Wasser im Mund zusammen. Ich setzte mich in meine Lieblingsnische und bestellte mein mexikanisches Lieblingsgericht.

Minuten später wurde es gebracht: Käse-Enchiladas mit Bohnen und Reis.
Ich konnte mich nicht zurückhalten. Der Duft des klebrigen Käses strömte mir förmlich entgegen. Ich konnte nicht länger warten.

Ich nahm Messer und Gabel, schnitt ein riesiges Stück ab und steckte es mir schnell in den Mund. Ich spuckte den Bissen ebenso schnell wieder aus! Die Enchiladas waren innen eiskalt. Wie konnte das sein, dass der Käse außen schön heiß, innen aber eiskalt war?

Außen heiß, innen kalt ... warm! Geht es uns nicht oft ähnlich? Wir sitzen oder stehen im Gottesdienst, singen mit, beten Gott an und wirken dabei zumindest ganz geistlich. Aber innerlich fühlt sich alles ganz anders an, eher distanziert, nicht heiß, auch nicht wirklich eisig – eben warm.

Gott möchte, dass wir das eine oder das andere sind: heiß oder kalt. Wenn uns warm ist, fehlt oft die Leidenschaft. Wir sind müde, teilnahmslos, gleichgültig. „Warm“ in der Nachfolge Jesu ist nicht wirklich gut. Kalt oder heiß – klare Kante, positiv extrem, voll für Jesus!

Paulus war so ein Mensch. Kann sich jemand den Apostel als teilnahmslos, warm, gleichgültig vorstellen? Der brannte für Jesus! Vom ersten Atemzug als Jünger Jesu bis zu seinem letzten lebte er für Seinen Herrn. Schlussendlich gab er sein Leben für Jesus.

Anders kann man sich auch die Apostel Johannes oder Petrus nicht vorstellen. Auch nicht Timotheus, Silas oder Aquilla und Priscilla, Lydia oder Phoebe. Sie alle lebten ihr Leben mit und für Jesus.

Und obwohl sie es aus Dankbarkeit taten, wussten sie gleichzeitig, dass ein Leben, das an Jesus „ausverkauft“ ist, reichen Lohn empfängt. Paulus bezeugt das in 2 Timotheus 4:7+8:

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. 8 Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.

Sonntag, 18. Mai 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Johannes 10:16; Lukas 4:43; Römer 15:21
(Heute 3 Verse zum Abschluss der Andachtswoche über Schafe und Hirte)

Lukas 4:43:
Er aber sprach zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen; denn dazu bin ich gesandt.

Johannes 10:16:
Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein.

Römer 15:21:
»Die, denen nicht von ihm verkündigt worden ist, sollen es sehen, und die, welche es nicht gehört haben, sollen es verstehen«.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

 Anbetung - Gebet - Predigt
Abendmahl - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

„Unerreichte Völker sind aus gutem Grund unerreicht.
Sie sind schwer, schwierig und gefährlich zu erreichen.
Alle, die leicht zu erreichen sind, sind schon vergeben.“
(David Platt)

Der Geist Christi ist der Geist der Mission. 
Je näher wir ihm kommen, 
desto intensiver werden wir missionarisch.

Samstag, 17. Mai 2025

Die wandernden Schafe

Lange fiel es mir gar nicht auf. Eigentlich hätte ich es längst bemerkt haben sollen, ja, müssen! Wie konnte ich es nur übersehen? Wie konnte ich es nicht gemerkt haben? Sie waren weg!

In meinem ersten Büro als Pastor schaute ich jeden Tag aus dem Fenster. Monatelang habe ich mich an dem Blick erfreut. Im Winter, im Frühling und auch noch im Sommer. Dann fiel mir auf, dass das Gras immer länger wurde, dachte aber nicht so weit, mich zu fragen, woran das wohl lag. Die Schafe waren weg! Tagaus, tagein habe ich sie grasen sehen, hab beobachtet, wie sie durch den Schnee hindurch ihr Futter fanden oder wie sie im Frühsommer geschoren wurden und zunächst wie ein nacktes Häufchen Elend aussahen. Jetzt waren sie weg. Na ja, der Nachbar hat hoffentlich gewusst, wo sie waren. Darum brauchte ich mich nicht zu kümmern.

Mir kommen andere Schafe und eine andere Herde in den Sinn. Mit-Schafe, die auch zur Herde des Guten Hirten, Jesus, gehören. Monatelang, jahrelang sind sie mit uns in derselben Herde. Wir freuen uns aneinander, wärmen einander, nähren uns miteinander, sind zufrieden miteinander und folgen dem Guten Hirten miteinander. Und dann wird in der Herde plötzlich etwas anders. Ja, etwas wird anders - aber wir denken nicht so weit, uns zu fragen, was es ist. Wir haben ja noch Futter, Wasser, Sonne und Unterkunft und auch der Gute Hirte ist noch da. Also nehmen wir die Veränderung nur im Unterbewusstsein wahr und fragen uns nicht weiter, woran die Veränderung liegt. Und dann trifft es uns eines Tages wie ein Blitz: Einige Schafe sind weggewandert!

Zunächst waren sie nur noch sporadisch mitgezogen; hatten andere Weide gefunden. Nicht mehr bei der Herde, nicht mehr die gute Weide, die der Gute Hirte selbst ausgesucht hatte, nicht mehr das frische, lebensspendende Quellwasser, nicht mehr die sicheren Plätze, wo man unter Seiner Obhut ruhen konnte - aber eben "andere" Weide. Weder nahrhaft, noch schmackhaft - anders eben. Und dann waren sie eines Tages ganz weggeblieben. Es gab so viel Neues zu sehen auf der anderen Wiese. Und die Herde schien sie ja eh nicht zu vermissen. Niemand drängte sie liebevoll, sich zur Herde zu halten. Niemand erinnerte sie, wie gut der Gute Hirte wirklich war und wie nötig zum Überleben. Ja, die Stimme des Guten Hirte, der ihren Namen kannte, rief sie in ihren Herzen. Aber der Herde fiel ihr Fehlen kaum auf.

Ich danke Jesus, meinem Herrn, dass Er mir immer wieder nachgegangen ist, wenn ich eigene Wege gegangen bin. Der Gute Hirte kümmert sich! Ich danke Ihm auch für seine Kinder, meine Mit-Schafe, die mir in Seinem Namen nachgegangen sind, die meine gefährlichen Alleingänge gemerkt, und sich aufgemacht haben, mich zur Herde zurückzubringen.

Dass der Gute Hirte uns doch die Augen öffne und uns erinnert an die, die eigene, gefährliche Wege gehen. Dass der Gute Hirte uns doch merken und fragen lässt, warum plötzlich etwas "anders" ist als bisher. Der Gute Hirte geht dem verlorenen Schaf nach. Aber Seine Füße, Lippen und Hände sind oftmals wir. Uns schickt Er hinterher, um Seine Liebe, Seine Geduld und Seine Fürsorge zum Ausdruck zu bringen. Wir sind es, die in Seinem Namen besuchen, telefonieren, Mails schreiben, praktische Hilfe leisten, ermahnen und ermutigen. Du und ich!

"Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen …" (Jakobus 1:27)

 "Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!" (Matthäus 25:40)  

"Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst! Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!" (Galater 6:1-2)