"… soll niemand drin wohnen als Jesus allein! Amen!"
Kürzlich hörte ich ein Bekehrungszeugnis, in dem die Person erklärte: "Das war das Gebet, durch das ich Christ wurde."
Ein
Formgebet. Ein auswendig gelerntes Gebet. Ein Gebet, das zumindest in
der Vergangenheit tausende von Kindern so oder ähnlich vor sich hin
sagen, ohne die Bedeutung zu verstehen. Ein Gebet, das man gedankenlos
herunterleiern könnte, wenn man es wollte. Auch ich habe dieses Gebet
als Kind so oft gesprochen - allerdings genauso gedankenlos wie ich
viele andere auswendig gelernte Gebete gesprochen habe.
Nachdem
ich dann eine Entscheidung für Jesus getroffen hatte, lernte ich mehr
und mehr, "frei" zu beten. So "frei", dass ich mich innerlich den
Gebeten gegenüber verschloss, die "auswendig gelernt" waren -
einschließlich dem Vater Unser. Ich war einfach "zu cool", was
Vorgekautes nachzuplappern, zu kritisch, etwas, das Millionen
von Menschen runterrasseln, als legitim zu akzeptieren, wenn es von
Herzen kommt.
GOTT SEI DANK, DASS ER HERZEN VERÄNDERT!
Mittlerweile
hat Gott mich eines Besseren belehrt. Sein Mustergebet MUSS zwar nicht
wort-wörtlich nachgesprochen werden, wer das aber grundsätzlich
verachtet, steht nicht mehr auf dem Boden der Schrift. Tatsache ist,
dass wir ein ganzes Buch im Alten Testament finden, das durchaus als
Gebetsbuch durchgehen könnte: Die Psalmen. Und welch ein Segen, diese
Juwelen im Wort Gottes nicht nur zu lesen, sondern laut und von Herzen
nachzubeten.
Ich schäme mich nicht zu bezeugen, dass der Herr
mich gesegnet hat durch Gebete, in die Er andere geführt hat, die dann
aufgeschrieben und veröffentlicht wurden. Ob es Gebete der Anbetung
waren, der Hingabe, der geistlichen Kampfführung oder für Erweckung -
solche Gebete von Herzen mitzubeten hat mich oft mit hinein genommen in
die Gegenwart Gottes. Um ehrlich zu sein - das geschieht nicht häufig,
aber immer wieder mal. Gottes Geist weht eben nicht nur WO er will,
sondern auch WIE er will!
Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man sich hasst;
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. (Franz v. Assis; 1181-1226)
Donnerstag, 13. März 2025
Ich bin klein, mein Herz mach rein ...
Mittwoch, 12. März 2025
Perlen
Elisabeth Elliot war die Ehefrau des 1956 in Ecuador ermordeten Missionars, Jim Elliot. Die Ermordung ihres Mannes schlug zu jener Zeit hohe Wellen und ist bis heute Inhalt vieler Predigten.
Elisabeth Elliot führte die Missionsarbeit ihres ermordeten Mannes unter den Auca Indianern fort. Später widmete sie sich der Schriftstellerei (über 20 Bücher) und war eine begnadete Rednerin auf Konferenzen und anderen Veranstaltungen.
Aus ihrer Feder stammen die folgenden Zeilen:
Wusstest du schon.... Eine Auster, die in
keiner Weise verwundet wurde, bringt keine Perlen hervor? Eine Perle ist eine
geheilte Wunde.
Bildquelle: FB
Perlen sind ein Produkt von Schmerzen, die Folge einer fremden oder unerwünschten Substanz, die in die Austern gelangt, wie z. B. ein Parasit oder ein Sandkorn. Das Innere einer Austernschale ist eine glänzende Substanz namens „nacre” (dt: Perlmutt)
Wenn ein Sandkorn eintritt, gehen die Nakerzellen an die Arbeit und bedecken das Sandkorn mit Schichten und immer mehr Schichten, um den wehrlosen Körper vor der Auster zu schützen. In der Folge entsteht eine schöne Perle! Je mehr Perlen, desto wertvoller...
Gott lässt Schmerz niemals ohne Zweck zu. Was ist, wenn dein größter Dienst für andere aus deinem größten Schmerz hervorgeht? Die harten Dinge, die wir jetzt durchmachen, sind wirklich nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die später in uns offenbart werden wird.
Elliots letzter Gedanke baut auf auf den Versen des Apostel Paulus, der schreibt (Römer 8:17-18):
Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden. Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.
Elisabeth Elliot schreibt nicht als Person, die das Leid der anderen von außen betrachtet. Sie selbst ist durch viel Leid gegangen. Auch andere bekannte Christen haben große Leiderfahrungen machen müssen und sind gerade dadurch zum Segen für Tausende geworden. Zu ihnen gehören Corrie ten Boom, Joni Eareckson Tada und viele andere. Perlen, die durch Leid entstanden.
Solche Erkenntnis beendet nicht unbedingt das Leid, durch das manch einer gerade durch muss. Aber es mag helfen, dem Herrn zu vertrauen, nach vorne zu sehen und in Jesu Plan neue Hoffnung zu finden.
Dienstag, 11. März 2025
Gottes weißes Haar
Ein kleines Mädchen sitzt in der Küche
und sieht seiner Mutter beim Abwaschen zu.
Dabei
bemerkt sie mehrere weiße Haarsträhnen bei ihrer Mutter, die im Kontrast zu
ihrem braunen Haar stehen. Sie
schaut ihre Mutter an und fragt neugierig: 
Bildquelle HIER
„Warum sind manche deiner Haare weiß, Mama?“ worauf ihre Mutter antwortet: „Jedes Mal, wenn du etwas falsch machst und mich zum Weinen bringst oder unglücklich machst, wird eines meiner Haare weiß.“
Das kleine Mädchen denkt eine Weile über diese Erkenntnis nach und fragt dann erstaunt: „Mama, wie kommt es, dass Omas Haare alle weiß sind?“
Schrecklich die Antwort der Mutter, herrlich die erneute Frage der Tochter! Wenn unsere Sünden Gottes Haar grau oder weiß würden werden lassen, dann wäre Offenbarung 1:14 ein nachvollziehbarer Vers, denn da heißt es über Jesus:
Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee; und seine Augen waren wie eine Feuerflamme,
Der Grund für die Beschreibung Jesu mit weißem Haar ist allerdings nicht, dass wir Ihm so viel Not gemacht haben, dass Er darum ergraute oder Seine Haare weiß wurden. Jesus hat unsere Sünden ans Kreuz getragen. Sie sind weg! Sie sind Geschichte! Die Schuld ist bezahlt!
Offenbarung 1:14 ist eingebettet in eine Beschreibung der Heiligkeit, Herrlichkeit und Erhabenheit Jesu. Nichts und Niemand ist Ihm gleich. Wenn die weißen Haare etwas symbolisieren, dann viel eher die Weisheit, die unendliche Allwissenheit und Erhabenheit Jesu.
Ich werde erinnert an einen meiner Lieblingsverse im Alten Testament: 5 Mose 33:27:
Eine Zuflucht ist dir der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme. Er hat den Feind vor dir her gejagt und zu dir gesagt: Vertilge!« (Schlachter & Elberfelder Übersetzung)
Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Er hat vor dir her deinen Feind vertrieben und geboten: Vertilge! (Luther 1984)
Der ewige Gott ist eure Zuflucht und unter euch sind seine ewigen Arme. Er vertreibt eure Feinde vor euch und hat euch befohlen: ›Vernichtet sie!‹ (Neues Leben Bibel)
All diese Übersetzungen vermitteln: Gott ist von Ewigkeit her. Er war, als es noch keine Zeit gab. Der Bezug auf Sein Alter (was wir oft mit weißen Haaren verbinden) bringt zum Ausdruck: Er besitzt und bringt mit sich die Weisheit aller Ewigkeiten. Er ist der, der alle Antworten hat, der darum unsere Zuflucht ist und aller Ehre und Anbetung würdig ist.
Nein, unsere Sünden machen Gottes Haare nicht weiß. Vielleicht traurig? Aber nicht weiß vor Gram und Sorgen. Für unsere Sünden hat Er selbst bezahlt und lädt uns ein, sie bei Ihm abzugeben, dort zu lassen und dann mit Ihm weiter zu gehen.
Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme, wie von einer Posaune, 11 die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte!, und: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden, die in Asia sind: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamus und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea! Der erhöhte Herr Jesus Christus. 12 Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter, 13 und mitten unter den sieben Leuchtern Einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. 14 Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee; und seine Augen waren wie eine Feuerflamme, 15 und seine Füße wie schimmerndes Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser. 16 Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft. 17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18a und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen!
Montag, 10. März 2025
„Warte Berg, du sollst mir eine Burg werden!“
Erbauer der Burg ist Ludwig der Springer aus Franken. Auf einer Jagd soll ihm das 400 Meter hoch liegende Felsplateau in Thüringen aufgefallen sein. Voll Begeisterung rief er daraufhin aus: "Warte Berg, du sollst mir eine Burg werden!"
Als ob der Bau mittelalterlicher Burgen nicht schon Mühe und Kosten genug beinhaltet hätte, gab es hier noch ein weiteres Problem. Ludwig der Springer war von Franken und damit nicht Besitzer des Felsplateaus. Um dieses Problem zu lösen, ließ er Erde aus seinem eigenen Territorium auf dem Berg schaffen, um die Burg anschließend darauf zu errichten. Vor dem Kaiser konnte er dann bei seiner Ehre schwören, die Wartburg auf eigenem Grund und Boden erbaut zu haben.
Ich will nicht sagen: "Ehrbar!", aber "Faszinierend!" Als ich Einzelheiten dieser Geschichte erfuhr, kam mir sofort Kaleb in den Sinn. In Josua 14:12 sagt er zu seinem Freund Josua:
"Und nun gib mir dieses Gebirge, von dem der HERR an jenem Tag geredet hat!"
Wie Ludwig der Springer hatte auch Kaleb einen Berg vor Augen. Während der Berg in Thüringen unbewohnt war, war der in Kanaan von einer Rasse bewohnt, die als Riesen bezeichnet wurden. Ludwig der Springer karrte Erde aus Franken, um das Gebiet, auf dem die Wartburg stand, sein Eigen nennen zu können. Kaleb musst es im Kampf erobern - und tat das. Denn er verließ sich auf ein Versprechen Gottes. "Gott hat gesagt … und darum gib mir diesen Berg!" "Warte Gebirge, du sollst mir Heimat werden!" oder: "Wartet, ihr Gewaltigen, ihr sollt mir untertan werden!" Diese Einstellung gefällt mir: "Gott hat es verheißen - und darum fordere ich es!"
Wir alle kennen solche Gebirge? Scheinbar nur granitharter Felsen. Trocken. Gigantisch emporragend. Ohne alle Farbe. Ohne Lebenszeichen. Bewohnt nur von Riesen!
Gerne würde ich sagen: Kopf hoch und durch. Gott wird's schon machen! Aber das klingt hohl. Falls unser Berg auf einem Gebiet steht, das Gott uns klar verheißen hat, dann gilt es, uns an Seine Verheißungen zu klammern und in Anspruch zu nehmen, was Er uns gegeben hat. Wenn wir allerdings keine eindeutige Verheißung haben, gilt es, nahe bei Jesus - und im festen Vertrauen auf Ihn weiterzugehen. Wir sind Überwinder in Ihm. Wir haben den Sieg in Ihm. Er wird uns führen und uns nie alleine kämpfen lassen.
Noch ein Nachschlag:
Ludwig der Springer "besiegte" den Berg, auf dem die Wartburg heute steht. An dieser Stelle übersetzte Martin Luther die Bibel in unsere Sprache. All das kam nicht ohne Mühe, aber welch gewaltiger Segen ging - und geht bis heute daraus hervor.
Kaleb besiegte die Riesen im Gebirge um Hebron. Anschließend wurde Hebron eine Freistadt, die für viele Verfolgte und ihre Familien zur Rettung wurde. All das kam nicht ohne Kampf, aber welch ein segensreiches Ergebnis ging daraus hervor.
Wenn Du in an diesem Tag oder in dieser Woche vor einem Berg - oder gar einem Gebirge stehst, dann bleib nahe bei Jesus. Nimm in Anspruch, was Er Dir verheißen hat und halte fest an der Tatsache, dass auch du in Ihm und durch Ihn ein Überwinder bist, der den Sieg hat.
Sonntag, 9. März 2025
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!
Apostelgeschichte 4:32-37
32 Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.
33 Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen.
34 Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
35 und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war.
36 Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte (das heißt übersetzt: »Sohn des Trostes«), ein Levit, aus Zypern gebürtig,
37 besaß einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.!
Herzliche Einladung zum Gottesdienst:
Anbetung - Gebet
Gemeinschaft - Predigt
Gemeinsames Mittagessen
Wir freuen uns auf dich!
Sonntagszitat:
oder gar verbindliche Zusagen im Glauben machen
bzw. Gelübde ablegen.
Wir müssen den Herrn auch so lieben,
dass großzügiges Geben
zu seinem normalen und freudigen Bestandteil unseres Lebens wird.
(Warren Wiersbe)

