„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 25. September 2024

Tick…Tack ...

Gleich mehrere Gruppen und Interpreten haben Lieder gesungen in denen die biblisch anmutende Zeile vorkam: „Time is ticking away“ – übersetzt etwa: „Die Zeit läuft ab“. Hier wird der Gedanke vermittelt, dass die Uhr mit jeder Sekunde weiterläuft. Jede Sekunde ist unwiederbringlich. Jede „getickte Sekunde“ ist unveränderbar Vergangenheit. Sie ist nicht zurückzuholen, sie ist nicht zu korrigieren, nicht zu löschen oder auch nur zu ersetzen. Wir können ihr nichts hinzufügen und ihr nichts wegnehmen. Ein seltsamer Gedanke. Bereits Mose schreibt in Psalm 90:12:

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.

Ja, mit jeder Sekunde nähern wir uns unweigerlich diesem Punkt, und die Frage stellt sich: Habe ich entsprechend gelebt? In Epheser 5:15+16 ruft Gott uns durch Paulus dazu auf:

Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; 16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.

Das geht natürlich nur mit der Zeit, die uns noch zur Verfügung steht: Jetzt, heute, (vielleicht) morgen, (vielleicht) übermorgen etc.

Meine Gedanken gehen zurück zum gestrigen Tag – meine Begegnungen, meine Worte, mein Handeln. Der Tag ist vorüber, unwiederbringlich, ohne Korrekturmöglichkeit! Und ich frage mich: Habe ich mein Bestes für Jesus getan?“ Edwin Young schrieb 1924 folgendes Lied (auszugsweise):

Ich frage mich, habe ich mein Bestes für Jesus getan, der am grausamen Kreuz starb? Habe ich mich genug um andere gekümmert, oder habe ich sie allein sterben lassen? Ich hätte einem Wanderer zum Erlöser verhelfen können, den Samen des kostbaren Lebens hätte ich säen können.

Im Refrain lautet die Frage: Wie viele Verlorene habe ich aufgerichtet? Wie viele Gefangen habe ich befreit? Ich frage mich, habe ich mein Bestes für Jesus getan, wobei er doch so viel für mich getan hat?

Hört sich fast so antik an, dass die Fragen manche nicht mehr zu berühren vermögen. Aber die Frage bleibt: Habe ich mein Bestes für Jesus gegeben – oder nur meine zweite (dritte … vierte …) Wahl? Wenn ich mit dem Psalmisten in Psalm 31:16 mit Überzeugung sagen kann:

In deiner Hand steht meine Zeit!

dann dürfen die Sekunden gerne ticken. Dann ist mein Leben recht gelebt.

Zum Schluss: Die vergangenen Sekunden, Stunden, Tage und Jahre können nicht ungeschehen gemacht werden. ABER: Ihre Erinnerung im Himmel kann ausgelöscht werden. Wir müssen keine Lasten der Vergangenheit in unserer Seele mit herumschleppen. Jesus verspricht (Jesaja 43:35):

Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!

Ungeschehen können wir Episoden der Vergangenheit nicht machen. Aber Wir können ihre ewigen Konsequenzen vermeiden. Jesus vergibt Sünden, Übertretungen der Vergangenheit und hilft uns, verändert, motiviert und durch Seine Kraft gestärkt in die Zukunft zu gehen.

Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; 16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. (Epheser 5:15+16)

Dienstag, 24. September 2024

Die Könige Judas – Ahas

König Ahas steht für Schrecken, Hartherzigkeit, Blindheit und Brutalität. Wer sich das Leben dieses Königs ansieht, kann nur verständnislos den Kopf schütteln. Sein Großvater Asarja und sein Vater Jotam waren Gott wohlgefällige Könige. Ur- und Ur-Ur-Großvater (Amazja und Joas) waren zwar halbherzig, aber nicht gottlos. Ahas hatte gute Voraussetzungen, ein König des Segens für das Volk Gottes zu werden. Mit 20 Jahren aber bestieg er den Thron seines Vaters und führte Juda zielstrebig und bewusst in den schlimmsten Götzendienst.

Zu seiner Zeit zog der König von Syrien gemeinsam mit dem König von Israel (Nordreich) gegen Juda. In höchster Bedrängnis spricht Gott in Seiner Gnade dem gottlosen Ahas zu (Jesaja 7:4):

Hüte dich und sei ruhig; fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbrandstummeln, vor der Zornglut Rezins und der Aramäer und des Sohnes Remaljas!

Da Gott die Herzen der Menschen kennt, gebot Er Ahas, ein Zeichen von Gott für Seine Zusage zu fordern. Der heuchlerische König versteckt seinen Unglauben hinter der pseudo-frommen Aussage (Jesaja 7:12): Ich will nichts erbitten, damit ich den Herrn nicht versuche! Den hatte er schon genug versucht durch seine Gottlosigkeit. Gott gibt daraufhin ein Zeichen, das als (mittlerweile erfüllte) Prophetie der Jungfrauengeburt Jesu in die Geschichte eingegangen ist.

Ahas machte keine Anstalten, Gottes Gnade zu würdigen und zu Ihm umzukehren. Im Gegenteil: Statt Gottes Zusage zu vertrauen, vertraut er lieber fremden Nationen. Er beraubt den Tempelschatz des Gottes Israels und bezahlte mit dem Gold für die Hilfe des assyrischen Königs. König Ahas treibt es immer schlimmer: seinen eigenen Sohn bringt er als Feueropfer den Götzen dar, opfert den Gräueln der Heidenvölker und führt das Volk Gottes ins Verderben, statt in nationalen Frieden.

Als das Nordreich Israel, das Nachbar- und Bruderland in die Hände der Assyrer fällt, lernt Ahas nichts daraus. Statt sich neu dem Gott Judas hinzugeben und auf die Stimme der Gott gesandten Propheten Jesaja und Micha zu hören, vertieft er sich immer mehr in die Anbetung toter Götzen. „Er reizte den Herrn, den Gott seiner Väter, zum Zorn“, heißt es in 2 Chronik 28:25. Als er schließlich stirbt, wird er zwar in Jerusalem, nicht aber in den Königsgräbern begraben. Das dürfte sein kleinstes Problem sein!

König Ahas ist ein mahnendes Beispiel, dass gläubige Vorfahren kein gesegnetes Leben garantieren. Wer die Stimme Gottes ignoriert – und die hatte Ahas in den Personen der Propheten um sich – der verzichtet auf Gottes Segen. Wer sich lieber toten Götzen anvertraut, der muss nicht mit der Gegenwart Gottes rechnen. Wer das, was dem Herrn gehört, an die Feinde des Herrn verschleudert, muss sich nicht auf die Fürsorge Gottes verlassen.

Wir dürfen Gott von Herzen dankbar sein für Sein Wort, das ungeschönt die Geschichte aufzeigt, wie sie sich abgespielt hat – auch die Geschichte Seines Volkes, Seiner Kinder, Seiner Gemeinde. Und wir dürfen auch von diesen Negativbeispielen lernen und uns sagen:

Ich möchte den Fußstapfen meiner gläubigen Vorfahren folgen, auch, wenn ihr weg nicht immer einfach war und selten bejubelt wurde.

Ich möchte dem Herrn und Seinem Wort vertrauen; dann ist der Segen des Himmels gewiss.

Alles was nach Götzen riecht, antik oder modern, soll keinen Platz in meinem Leben finden. Meine GANZE Hingabe soll Jesus gehören. Ich möchte mein Leben beenden – nicht wie Ahab, sondern wie David: mit Zuversicht und im Glauben an meinen König der Könige!

Montag, 23. September 2024

Der "Geist des Gebets ..."?

Gibt es den? Oder ist das nur so eine Redensart? So heißt es in einem alten Lied: „Wach auf du Geist der ersten Zeugen…“ – aber einen biblischen Begriff vom „Geist der ersten Zeugen“ gibt es nicht. In der christlichen Umgangssprache reden manche vom „Geist des Unglaubens“ oder vom „Geist der Rebellion“. Diese negativen Begriffe finden sich nicht in der Bibel, ebenso wenig wie der positive Begriff vom „Geist der Hingabe“ oder dem „Geist der Demut“. Wie aber sieht es aus mit dem „Geist des Gebets“? Gibt es den? Und wenn es ihn gibt – möchte ich ihn … oder habe ich ihn bereits?

Der Prophet Sacharja macht eine interessante Aussage in seinem zwölften Kapitel in Vs 10, wo es heißt:

„Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem
will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, 
und sie werden auf mich sehen,
den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen,
wie man klagt um den eingeborenen Sohn, 
und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen,
wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen.“

Es gibt ihn also tatsächlich, den Geist des Gebets. Und man kann ihn tatsächlich ‚nicht’ haben. Wer ihn nicht hat, dem fehlt offenbar der erkennende Blick auf Jesus. Den Juden ist er verheißen, dieser „Geist des Gebets“ und wenn der Herr ihn ausgießen wird, wird Gewaltiges im Volk Gottes geschehen. Wenn der Geist des Gebets gekommen ist, werden die Augen auf Jesus gerichtet. Sie werden Ihn sehen. Mehr als das: Sie werden Ihn erkennen! Mehr als das: Ihre Emotionen geraten ganz gewaltig in Wallung und ihr Gebet wird begleitet sein von Tränen, Klagen, Selbsterkenntnis und einer nationalen Umkehr (siehe die folgenden Verse in Sacharja 12).

Der „Geist des Gebets“ – der scheint sich dadurch bemerkbar zu machen, dass er die Menschen ins Gebet drängt. Wenn es der „Geist des Gebets ist“, der drängt, dann scheint Widerstand zwecklos – na ja, dann scheint Widerstand unerwünscht, gebrochen, abwesend. Und es scheint, dass der "Geist des Gebets" Gefallen daran hat, solchen zu begegnen, die nicht nur alleine, sondern gemeinsam dafür offen sind. Sacharja 12:10 redet von den Bewohnern Jerusalems. Das war eine ganze Stadt – vermutlich repräsentativ genannt für eine ganze Nation. In 2 Chronik 7:14 scheint es auch ein ganzes Volk zu sein, dem Gott begegnen möchte. Gott verspricht:

[Wenn] mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, 
sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht 
und kehren um von ihren bösen Wegen,
so will ich es vom Himmel her hören 
und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.

Auf den „Geist des Gebets“ muss niemand warten. Einfach mal anfangen:

Am 23. September 1857 um 12 Uhr mittags war Jeremiah C. Lanphier bereit zu beten. Er hatte in seiner Stadt zu Mittagpausengebeten eingeladen: mittwochs, von 12-13 Uhr. Die ersten 30 Minuten blieb er allein. Um 12.30 Uhr erschien die erste Person. 4 weitere folgten und das erste Treffen wurde mit nur 6 Personen um 13 Uhr beendet. Am darauf folgenden Mittwoch ... waren es schon vierzig Beter. Eine Woche später entschloss man sich, die Gebetstreffen täglich zu halten. Nach einem halben Jahr versammelten sich in New York zehntausend Geschäftsleute zum Gebet, und innerhalb von zwei Jahren schloss sich eine Million Bekehrter den Kirchen in Amerika an. ...


Das ist der „Geist des Gebets“, der Herzen, Städte oder ganze Nationen entzünden kann! 
Warum nicht die nächste Gebetsstunde Deiner Gemeinde besuchen und dem "Geist des Gebets" persönlich begegnen?

Sonntag, 22. September 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Prediger 3:1-8, 16+17

1 Alles hat seine bestimmte Stunde, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit:
2 Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und das Gepflanzte ausreißen hat seine Zeit;
3 Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Zerstören hat seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit;
4 Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit;
5 Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit;
6 Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit;
7 Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;
8 Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit.

16 Und weiter sah ich unter der Sonne: An der Stätte des Gerichts, da herrschte Ungerechtigkeit; ja, Ungerechtigkeit herrschte an der Stätte des Rechts.
17 Da sprach ich in meinem Herzen: Gott wird den Gerechten wie den Gottlosen richten; denn er hat dort eine Zeit bestimmt für jedes Vorhaben und für jedes Werk!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

Anbetung - Gebet
Gemeinschaft - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Es gehört für mich zu den erhabensten Gedanken: Der Schöpfer und der Mann am Kreuz ist ein und dieselbe Person! Was hat diesen Herrn aller Herren und König aller Könige nur dazu bewogen, für mich ans Kreuz zu gehen? Mein Verstand kann dies nicht ausloten, aber Johannes 3,16 gibt mir die Antwort: Es ist seine grenzenlose Liebe, die alles für mich tat, damit ich nicht verloren gehe. (Werner Gitt)

Ich will die Herrlichkeit des Gesetzes und der Propheten nicht mindern, im Gegenteil: Ich lobe sie, weil sie Christus ankündigen. Daher, wenn ich Mose und die Propheten lese, ist meine Absicht, nicht bei ihnen stehen zu bleiben, sondern durch sie zu Christus zu gelangen. (Hieronymus)