„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 16. Juli 2024

Die Könige Judas - Abija

Und der Abstieg geht weiter. David, der Mann nach dem Herzen Gottes … Salomo, der weiseste Mensch aller Zeiten, den aber sein ungehorsames Herz von Gott entfremdete … Rehabeam, der zumindest für einige Jahre der geistlichen Leitung der levitischen Priester folgte, die aus dem Nordreich Israels ausgewandert waren … und jetzt Abija, der erste der König Judas, der wirklich als durchweg gottlos bezeichnet werden muss.

Auffallend ist, dass gleich zu Beginn des Berichtes über ihn seine kurze, nur 3-jährige Amtszeit erwähnt wird. Das Studium der Könige Judas lässt eine Regel (mit Ausnahmen) erkennen: Wer dem Herrn folgte, blieb länger im Amt als solche, die Ihn verwarfen. In 1 Könige 15:3 heißt es über ihn:

Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die dieser vor ihm getan hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.

Interessant ist hier die Aussage „nicht ungeteilt“. Es muss noch irgendetwas bei ihm hängen geblieben sein, in einem Eckchen seines Herzens, in dem er wusste, dass der Gott Israels der eine und der wahre Gott ist. Denn auch als er gegen den gottlosen König des Nordreichs, Jerobeam, in den Krieg zieht, erklärt Abija in seiner Kampfesrede (2 Chronik 13:10-12):

Unser Gott aber ist der Herr, und wir haben ihn nicht verlassen; und als Priester dienen dem Herrn die Söhne Aarons, und die Leviten verrichten den Dienst, 11 und sie lassen dem Herrn jeden Morgen und jeden Abend Brandopfer in Rauch aufgehen, dazu das wohlriechende Räucherwerk, und besorgen die Zurichtung des Brotes auf dem reinen Tisch und den goldenen Leuchter mit seinen Lampen, dass sie alle Abend angezündet werden. Denn wir befolgen die Vorschriften des Herrn, unseres Gottes; ihr aber habt ihn verlassen! 12 Und siehe, Gott ist mit uns an unserer Spitze und seine Priester und die Lärmtrompeten, um gegen euch Lärm zu blasen. Ihr Kinder Israels, kämpft nicht gegen den Herrn, den Gott eurer Väter, denn es wird euch nicht gelingen!

Leider stimmten seine Worte und seine Taten nicht überein. War seine Rede vielleicht nur polemisch, ohne innere Überzeugung? Könnte so sein, denn was er zu seinen Feinden sagt, setzt er in seinem eigenen Leben nicht um. Sein Name „Abija“ hat die Bedeutung. „Mein Vater ist Jahwe“ oder auch „Anbeter Jahwes“. Aber seine Anbetung galt nicht dem Gott Israels, sondern den Götzen seines Vaters Rehabeam.

Ein kurzes, gottloses Leben mit pseudo-frommen Eindrücken – so könnte man das Leben Abijas beschreiben. So könnte man leider auch das Leben vieler beschreiben, die heute den Namen Gottes in den Mund nehmen, sich vielleicht sogar nach Ihm benennen, aber in ihrem Herzen und Handeln weit von Ihm entfernt sind. Ihr Leben bezeugt, dass sie – wie Abija – Gott nur aus der Geschichte, aber nicht persönlich kennen.

Richtigkeiten über unseren Glauben zu kennen, mit Tatsachen über Jesus vertraut zu sein, die richtigen, frommen Worte zur rechten Zeit zu sprechen, unterzeichnete Dokumente abgeheftet zu haben – all das kann die persönliche Beziehung mit Jesus nicht ersetzen. Wo der Glaube nur äußerlich aufgetragen wird, aber innerlich keine Veränderung schafft, da ist der Mensch auf den Wegen Abijas – mit frommem Anschein und geistlich totem Herzen.

Frag Dich heute mal, wie echt, verinnerlicht und real Dein Glaube und Deine Verbindung mit Jesus ist. Kennst Du IHN und kennt ER Dich? Seid Ihr durch den Glauben miteinander verbunden?

Hier findest Du mehr über die persönliche Glaubensbeziehung mit Jesus.
Oder schreib mir Deine Erfahrungen oder Fragen über das Kontaktformular im Seitenfenster. (Wird nicht veröffentlicht!)

Montag, 15. Juli 2024

HEUTE! -

Einladung zum Männerabend @ Calvary Chapel Freier Grund
19:30 Uhr mit Anbetung, Andacht, Abendessen & Gemeinschaft

Leben nach dem Tod?

Heute gibt es viele Bücher über den Himmel. Vor fast einem Vierteljahrhundert gab es bereits einmal einen Boom von Schriften und Büchern über Nahtod und Nahtoderfahrungen. Dann wurde es etwas ruhiger bis in die letzten Jahre. Jetzt ist der Büchermarkt – auch der christliche – gut bestückt mit z.T. zweifelhaften Erfahrungsberichten und Spekulationsschriften. Daneben gibt es allerdings auch empfehlenswerte, biblisch-fundierte Ausarbeitungen über den Himmel und die Ewigkeit.

Vor einigen Jahren war im Internet zu lesen, dass Forscher jetzt glauben, das gefunden zu haben, was sie lange Zeit abgelehnt – Christen aber schon immer verkündigt haben: Es gibt Leben nach dem Tod. Forschungen zitieren Patienten, die nach ihrem klinischen Tod über außerkörperliche Wahrnehmungen berichten, die sie von Friede und Stille über Blitze bis hin zu Angst beschrieben. Die Möglichkeit von Einbildung und Halluzinationen werden in dieser Untersuchung ausgeschlossen.

Sofort werden die ersten Pläne kund, ewige Gesundheit, ewige Jugend und ewiges (irdisches) Leben zu „schaffen“. Schon bieten die ersten Institute das Langzeiteinfrieren menschlicher Körper an – selbstverständlich für teures Geld. Dabei werden die ethischen Fragen geschickt umgangen, indem man das Tieffrieren eines Körpers vergleicht mit medizinischen Maßnahmen, die man ja auch zum Wohl des Menschen einsetzt, oder mit „lediglich einer alternativen Form der Bestattung.“

„Der Tod kann und darf nicht das Ende sein“, sagt der 75-jährige wissenschaftliche Sprecher eines Vereins, der sich „ewiges Leben“ durch (oder nach) dem Tode wünscht.

Hätte man früher auf Gottes Wort gehört, hätte man schon früher gewusst, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Würde der 75-jährige Sprecher des Vereins jetzt aus der Vergangenheit lernen und sich durch den Schöpfer allen Lebens belehren lassen, würde er erfahren, dass der Tod nicht das Ende ist und ihm eine Ewigkeit garantiert ist. Ob diese Ewigkeit allerdings herrlich oder schrecklich ist, das bleibt unserer Entscheidung überlassen.

Es verwundert schon, dass man nach Jahrzehnten der Ablehnung biblischer Aussagen plötzlich zu dem Schluss kommt: Die Bibel hat doch recht (obwohl man das natürlich nicht so formulieren würde) – nur um dann fortzufahren: aber glauben werden wir trotzdem nicht.

Hier einige der jahrtausendealten Aussagen der Bibel zu Leben und Tod, Leben nach dem Tod und ewigem Leben. Man sollte sie nicht einfach ignorieren, denn die Tage werden kommen, an denen man auch hier zugeben muss: Ja, jetzt erkennen wir, dass die Aussagen der Wahrheit entsprechen. Dann wird nur keine Zeit mehr sein, zu reagieren.

Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande. (Daniel 12,2)

Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben. (Matthäus 25,46)

Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden; die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts. (Johannes 5,28+29)

Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. (nach Hebräer 9,27)
 
Anstatt also sich einfrieren zu lassen für ein paar hundert Jahren und auf ein mysteriöses ewiges Leben zu warten, sollten wir vielmehr dem Aufruf Gottes durch den Propheten Amos folgen:
 
  „Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen!“ (Amos 4:12)

Und wie? Auch darauf antwortet uns Gott, der uns ewiges Leben in Seiner Herrlichkeit und Gegenwart schenken möchte:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.“ (Johannes 5:24)

Weitere Fragen? Einfach über das Kontaktformular im Seitenfenster. Gerne senden wir auch ein kostenloses Johannesevangelium zu!

Sonntag, 14. Juli 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Josua 1:6-9


6 Sei stark und mutig! Denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, von dem ich ihren Vätern geschworen habe, dass ich es ihnen gebe.
7 Sei du nur stark und sehr mutig, und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst!
8 Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!
9 Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!

 Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Lass dich nicht ängstigen, nichts dich erschrecken.
Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe.
Wer Gott hat, das hat alles. Gott allein genügt.

(Teresa von Avila)

Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern
der Kraft
und der Liebe
und der Besonnenheit.

(2. Timotheus 1:7)

Samstag, 13. Juli 2024

Ist die Kirche ein Zoo?

Hier die amüsanten Überlegungen eines nachdenklichen Menschen, der auf die Idee kam, ob die Gemeinde Jesu nicht einem Zoo ähnelt. Er beobachtete, dachte nach und stellte schließlich mit einem Schmunzeln fest:

Manche Kirchenmitglieder sind stur wie ein Maultier, wenn es um die Arbeit in der Gemeinde geht, aber schlau wie ein Fuchs, wenn es um ihre eigenen Geschäfte geht.

Sie sind eifrig wie eine Biene, wenn es darum geht, den neuesten Klatsch zu verbreiten, aber so leise wie eine Maus, wenn es darum geht, das Evangelium Christi zu verbreiten.

Viele sind blind wie eine Fledermaus, wenn es um die Bedürfnisse anderer geht, haben aber die Augen eines Falken, um die Fehler einiger weniger zu erkennen.

Einige sind eifrig wie ein Biber, wenn es ums Grillen geht, aber faul wie ein Hund, wenn es um das Gebetstreffen geht.

Einige brüllen wie ein Löwe, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie es sich wünschen, sind aber sanft wie ein Lamm, wenn sie den Prediger der Kirche brauchen.

Einige sind laut wie eine Elster, wenn sie die Gemeinde um Rat fragen, aber schüchtern wie ein Kätzchen, wenn es darum geht, mit Verlorenen zu sprechen, und langsam wie eine Schnecke, wenn es darum geht, Abwesende und Kranke zu besuchen.

Viele sind am Samstagabend Nachteulen, aber am Sonntagmorgen „Bettwanzen“ und am Mittwochabend so rar wie Hühnerzähne.

Sicher stammen diese Zeilen irgendwo aus dem Ausland, denn sie treffen ja auf die Gemeinden in Deutschland überhaupt nicht zu … jedenfalls nicht auf unsere, auf Deine und meine, oder? 😉

Einer meiner Lieblingsverse über Gemeindeleben steht in Apostelgeschichte 2:42:

Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan. 42 Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. 43 Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel.

Immer wieder mal wurde ich während meiner aktiven Zeit als Pastor gefragt: „Was ist Deine Vision für die Gemeinde?“ Manchmal wollte ich mich innerlich schuldig und „visionslos“ fühlen wegen dieser Frage. Manch einer würde gerne die Antwort hören: Ich möchte eine Gemeinde, die die Jugend anspricht … Ich möchte eine Gemeinde, die eine tolle Anbetungsarbeit macht … Ich möchte eine Gemeinde, die der Stadt Bestes sucht und sozial-diakonisch aktiv ist … Ich möchte eine Gemeinde, die lebendig, bekannt und groß ist – am besten die größte Gemeinde am Ort … Ich möchte eine Gemeinde …

Alles prima. Aber meine Vision für Gemeinde war immer: Ich möchte eine Gemeinde, die Apostelgeschichte 2:42 praktiziert: Eine Gemeinde, in der das unverfälschte Wort Gottes gelehrt wird, in der Gemeinschaft gelebt und praktiziert wird, eine Gemeinde, in und durch die Jesus bezeugt wird (1 Korinther 11:26: Zeugnis als ein Aspekt des Brotbrechens) und eine Gemeinde, in der Beten gelernt und praktiziert wird.  Das war und ist meine Vision von Gemeinde. Die Ergebnisse einer solchen Vision – wenn praktiziert – zeigen sich u.a. in Vers 41+43.

Gemeinde Jesu ist die Gemeinschaft der Heiligen, bestimmt, zum Lob Seiner Herrlichkeit zu leben, als Licht in der Dunkelheit zu scheinen und als Salz unserer Zeit die nötige Würze zu geben. So zutreffend die Gedanken des nachdenklichen Menschen zu Anfang auch hier und da zu sein scheinen – so unzutreffend sind sie nach Aussagen des Wortes Gottes. Kein Zoo, sondern der Tempel des lebendigen Gottes – das ist Seine Gemeinde. Und so wollen wir auch leben. 

Allen Lesern ein gesegnetes Wochenende!

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt? (Gottes Wort über die Gemeinde: 1 Korinther 3:16)

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören! (Gottes Wort über den einzelnen Gläubigen: 1 Korinther 6:19+20)

Freitag, 12. Juli 2024

Täglich 54! - Täglich vierundfünfzig zu viel!

Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Sprüche 14:34)

Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! (Jesaja 5:20)

In dieser Woche wurden die neuen, erschütternden Zahlen bekannt zum Thema sexuellen Kindesmissbrauchs. Die Zahl der bekannten Fälle stieg nach Angaben des BKA von ca 15.500 (2022) auf 18.497 (2023). Diese Zahlen betreffen nur Kinder unter 14 Jahren; Jugendliche nicht mit eingerechnet. Die Dunkelziffer liegt 15-20x(!) höher, will heißen: nur jeder 15.-20. Missbrauch kommt zur Anzeige. Von diesen Anzeigen wird nur jeder 5. Fall verhandelt. Fazit: nur etwa ein Prozent der polizeilich erfassten Fälle landet vor Gericht.

Rechnerisch werden also 54 (vorwiegend) Kinder, aber auch Jugendliche in Deutschland TÄGLICH zum Opfer sexuellen Missbrauchs. Die WHO spricht von 1 bis 2 Kindern pro Schulklasse. Unfassbar!

Der Umgang unserer Bevölkerung mit Kindern, die Gott immerhin als Sein „Geschenk“ an die Eltern bezeichnet, muss uns Christen das Herz brechen.

Kinder sind ein Geschenk des Herrn, sie sind ein Lohn aus seiner Hand. (Psalm 127:3)

Natürlich stellt sich die Frage, was und wie gegen Missbrauch vorgegangen werden sollte. Gottes Wort belehrt uns mit klaren Worten:

Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Sprüche 14:34)

Eine Regierung, die nicht mehr nach den Maßstäben Gottes fragt, darf nicht auf Seinen Segen hoffen. Sie muss sich nicht wundern, wenn ihr die Probleme über den Kopf wachsen. Da sollen IP Adressen gespeichert werden, technische Fähigkeiten verbessert werden, Strafen verschärft werden. Aber die Fallzahlen schießen Jahr für Jahr weiter in die Höhe.

Es ist jedoch immer leicht, der Regierung den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben. Sprüche 14:34 spricht „vom Volk.“ Natürlich kann eine Regierung Einfluss nehmen, aber es ist „das Volk“ in dem die Sünde (des Missbrauchs) geschieht. Es ist „das Volk“, das freie Meinungsäußerung in allen Bereichen verlangt; „das Volk“, das eine absolute Zensurfreiheit des Internets fordert. Die Verbreitung von Kinderpornografie – der Herstellung und Verbreitung von Bildern und Filmen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder stieg auf 45.000 (gemeldete) Fälle, ein rasanter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Es ist „das Volk“, das seit Jahrzehnten auf die Straßen geht, um Paragrafen nach Paragrafen aufzuweichen und abzuschaffen – Paragrafen, die noch ein Maß an Moral aufrechterhalten sollten. Es ist „das Volk“, das in obszönen Paradewagen durch die Straßen zieht und Freiheiten fordert, die Lust und Unmoral fördern. Es ist „das Volk“, aus deren Mitte Menschen mit Namen und Titeln „beweisen“ sollen, dass all ihre sündigen Forderungen weder Grund sind für den Verfall der Gesellschaft, noch für das Leid anderer. Gottes Wort hat eine klare Botschaft an „das Volk“:

Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Sprüche 14:34)

Es ist an uns, den Nachfolgern Jesu, Position zu beziehen. In erster Linie nicht durch das Geschrei und die Anklagen gegen unsere Regierung! Für die sollen wir beten, wie uns der Herr in 2 Timotheus 2:1-4 auffordert:

So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, 2 für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; 3 denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Offensichtlich gilt unser Gebet für die Regierung nicht unseren eigenen persönlichen Zielen und Vorstellungen, sondern vor allem dem einen Ziel, dass wir ein ruhiges, stilles Leben führen können in äußerer Freiheit, Menschen für Jesus zu gewinnen. Es ist unsere gelebte Gottesfurcht und Ehrbarkeit, die Gott zum Segen unserer Mitmenschen und unseres Volkes gebrauchen möchte.

Zurück zu den Zahlen: Rund 18.500 Kinder im Jahr, 54 Kinder jeden Tag, die leiden und für ihr Leben gezeichnet sind. Vierundfünfzig zu viel – jeden Tag!

Lasst uns beten, dass der Herr unserem Volk Gnade erweist; dass Gesetze entstehen, die unsere Kinder schützen; dass der moralische Verfall in unserem Volk gebremst wird; dass die laute Minderheit verstummen muss. Lasst uns für biblisch orientierte Politiker (gegenwärtige und zukünftige) beten – und nicht zu vergessen: alle die, die unter der gegenwärtigen untragbaren Entwicklung zu leiden haben.

Und ich befahl den Leviten, sich zu reinigen und zu kommen und die Tore zu hüten (…)  Mein Gott, gedenke mir auch dessen, und verschone mich nach deiner großen Gnade! (aus Nehemia 13:22)

Donnerstag, 11. Juli 2024

Schnappchristen

Es wurde schon dunkel, als Rolf auf der Landstraße einen kleinen Schatten nahe am Mittelstreifen entdeckte. Zunächst wollte er weiterfahren, aber dann schoss es ihm in den Kopf: das war eine Schildkröte. Getrieben, teils von Neugierde, teils von Mitleid bremste er, hielt an, stieg aus und ging die paar Meter zurück zu der Stelle, an der das hilflose Tier rücklings auf dem Panzer am Mittelstreifen lag. Rolf bückte sich, drehte die Schildkröte behutsam um und beobachtete das Tier. 

In guter Schildkrötenmanier zog diese erst mal Hals und Kopf so gut es ging unter den schützenden Panzer – aber nicht lange. Wirklich nicht lange! Es dauerte nur ein paar Sekunden, als Kopf und Hals des Tieres hervorschossen und es in die Hand des Retters biss. Augenblicklich wurde es Rolf klar, um was für eine Gattung Schildkröte es sich handeln musste. Die „Chelydra serpentina“, die Schnappschildkröte, die er soeben gerettet hatte, hatte kein Empfinden für Dank oder Rettung. Schnappschildkröten beißen eben – selbst in die Hand ihrer Retter.

Wie oft haben wir (Jesusjünger) hilflos irgendwo gelegen. Wie oft fehlte uns Rat, Mut, Beistand, Kraft, Gesundheit, Trost, Wegweisung oder etwas anderes. Und wie oft hat sich die gnädige Hand unseres Gottes nach uns ausgestreckt. Wie oft hat Jesus unsere zitternden Knie gestärkt, uns wieder auf die Beine gestellt, uns vor großer Gefahr bewahrt, sich zu uns herabgebeugt und uns aufgeholfen. 
Manchmal Er selbst – manchmal durch Seine Kinder. Und unsere Reaktion „SCHNAPP – SCHNAPP!“ 
 
Wir schnappen nach unserem gütigen Gott oder nach denen, die Er zu uns gesandt hat. Wie oft haben wir gemeint, Gott „wolle uns was“ – wenn Er uns in Wirklichkeit nur helfen wollte.

Es gibt diese schnappenden Christen – und dennoch hält Gott an, uns zu befreien und in Sicherheit zu bringen. Merkmale eines Schnappchristen sind Nörgeln statt Danken und Murren statt Loben. Wenn Nörgeln und Murren die Merkmale von Schnappchristen sind, dann scheint es deren aber viele zu geben. Leider! Und was ist das Gegenstück eines Schnappchristen? Ich denke, Psalm 107:15 gibt uns die Antwort. Da hat Gottes Volk auch Bewahrung erfahren und wir lesen:

Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern.

Schnappchrist oder Dankchrist? Murrchrist oder Frohchrist? Missmutiger Nörgelchrist oder glücklicher Lobpreischrist? Was immer Du bist – es macht einen großen Unterschied.
 
Es macht einen Unterschied in Deinem Leben. Fang an zu Loben –  und Du wirst es merken. Es macht auch einen Unterschied an Deinem Arbeitsplatz. Hör auf zu Stöhnen und zu Nörgeln – und alle werden es merken. Es macht einen Unterschied in Deiner Familie. Fang an, dankbar zu sein – und alle werden positiv überrascht sein und vieles wird sich zum Positiven verändern. Es macht einen Unterschied in Deiner Gemeinde. Hör auf zu murren und zu kritisieren – und Du hast viel mehr Kraft, Energie und himmlischen Segen, ein Segen zu sein. Nicht zuletzt macht es einen Unterschied im Reich Gottes und im Himmel. Kannst Du Dir vorstellen, dass Schnappchristen vielen Menschen den Weg zu Jesus leuchten?

Schnappchrist oder Dankchrist? In welcher Kategorie bist Du? In welcher Kategorie wirst Du heute leben?