„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 10. Juli 2024

Pakistan, die Welt und Du

Dabei mache ich es mir zur Ehre, das Evangelium nicht dort zu verkündigen, wo der Name des Christus schon bekannt ist, damit ich nicht auf den Grund eines anderen baue, 21 sondern, wie geschrieben steht: »Die, denen nicht von ihm verkündigt worden ist, sollen es sehen, und die, welche es nicht gehört haben, sollen es verstehen«. (Römer 15:20+21)

In einer Gebetsapp war diese Woche zu lesen:

„Pakistan gehört zu den Ländern mit den am meisten vom Evangelium unerreichten Volksgruppen weltweit. Sage und schreibe 844 der 850 Völker Pakistans sind vom Evangelium unerreicht, nur 6 Völker gelten als erreicht. 97% der 244 (!) Millionen gehen einem strengen Islam nach. Aus missionarischer Sicht bräuchte es über 5100 Arbeiter für Jesus, um wirksam alle unerreichten Völker Pakistans mit dem Evangelium zu erreichen.“

Als Gebetsanliegen wurden genannt, dass der Herr viele Christen als neue Arbeiter beruft, um unter den 844 unerreichten Muslimvölkrn zu arbeiten; aber auch, dass viele Christen sich von Jesus zu Jahreseinsätzen in Pakistan oder der muslimischen Welt rufen lassen.*

Mich beschäftigen, ja bedrücken solche Zahlen immer wieder. Wie leicht ist es für absolut jeden in unserem Land, Christen zu finden, Gemeinden zu finden, eine Bibel zu finden, evangelistische Literatur oder Medien zu finden, die das Evangelium auf viele verschiedene Weise erklären. Niemand aus unserem Land kann einmal vor Gott stehen und sich beschweren, er hätte keine Chance gehabt, Jesus kennenzulernen. In Pakistan sind es 244.000.000 in 844 Völkern, die keine oder bestenfalls kaum eine Chance haben, Jesus kennenzulernen.

Was mich auch bedrückt ist die Interessenlosigkeit der „christlichen“ Welt, den unerreichten Volksgruppen das Evangelium zu bringen. Berufsausbildung, Ehe, Familie, Haus, Absicherung, Karriere, Wohlstand, Leben in Sicherheit und Hinarbeit auf den verdienten Ruhestand scheinen die Wünsche und Gedanken vieler Christen so zu beschlagnahmen, dass kein Platz mehr ist für das, wozu Gott uns beauftragt hat. Menschen mit dem Anliegen, den immer noch offenen Auftrag Jesu zu erfüllen, alle Völker mit dem Evangelium zu erreichen, sind eine Minderheit und oft „christliche Exoten.“

Woran liegt die Gleichgültigkeit in weiten Teilen der (westlichen) Christenheit? Vermutlich an den drei kleinen, unscheinbaren Buchstaben: „ICH

  • ICH brauche den „besonderen Ruf“ um ins Ausland zu gehen. (1)
  • ICH kann’s nicht so mit Spinnen und Kleintieren. (2)
  • ICH habe den Fokus auf Deutschland gelegt (3)
  • ICH habe andere Pläne für mein Leben. (4)
  • ICH muss erst noch … (5)
  • Darauf gibt Gottes Wort die Antwort:

(1)   Hier ist Dein besonderer Ruf: Jesus spricht:

Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! (Markus 16:15)

          (2) Hier ist, was Du kannst:

Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. (Philipper 4:13)

(3)   Hier ist der Fokus Gottes für die ganze Welt:

Die, denen nicht von ihm verkündigt worden ist, sollen es sehen, und die, welche es nicht gehört haben, sollen es verstehen«. (Römer 15:21)

(4)   Hier ist Gottes Plan für Dein Leben:

Denn ein Lobpreis seiner Herrlichkeit sollen wir sein – wir alle, die wir durch Christus von Hoffnung erfüllt sind! (Epheser1:12)

(5)   Hier ist die #1 für uns alle: „Erst … dann…“

Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! (Matthäus 6:33)

Bitte betrachte die heutige Andacht nicht als Anklage, sondern als Ermutigung. Vielleicht gehörst Du bereits zu denen, die die Vision und den Herzschlag Gottes teilen. Preis dem Herrn! Vielleicht arbeitest Du bereits mit daran, dass alle Welt mit dem Evangelium erreicht wird und Menschen in allen 17.316 Völkern von Jesus hören und viele gerettet werden. (Noch 7282 Völker gelten weltweit als unerreicht).

Vielleicht dürfen Dir diese Zeilen aber auch ein Ansporn sein, ob Jesu Anliegen wirklich auch Dein Herzensanliegen und Lebensziel ist. Lass Dich durch Gottes Geist motivieren, die Welt mit den Augen Jesu zu sehen.

Nutz gerne das Kontaktformular im Seitenfenster für Fragen oder Gedanken an mich. (ist nicht sichtbar und bleibt unveröffentlicht). Oder nutz die Kommentarfunktion, um öffentlich zu kommentieren.

* Eine Webseite mit interessanten Angeboten für Kurz- und Jahreseinsätze wurde gelistet:  https://frontiers.de/kurzeinsatz (copy & paste)

Dienstag, 9. Juli 2024

Die Könige Judas - Rehabeam (4)

Sein Opa war David – DER David! Der größte, bekannteste, gesegnetste König Israels. Der König, der Verheißungen empfing, die sogar über seine Lebenszeit hinausreichen sollten; Verheißungen, die sich noch in Zukunft erfüllen werden. Gott gab Rehabeams Großvater eine Bezeichnung, die in der ganzen Bibel einzigartig und nur für einen Menschen gebraucht wird: Rehabeams Großvater David war „ein Mann nach dem Herzen Gottes!“

Der „Mann nach dem Herzen Gottes“ hatte einen Sohn – Salomo – von dem es heißt, dass er der weiseste Mensch aller Zeiten war. Vermutlich war er von Kindheit an mit den Offenbarungen Gottes vertraut. Sein Anfang war phänomenal – sein Ende erschütternd.

Wie schön wäre es, wenn wir uns heute mit Rehabeam, Davids Enkel und Salomos Sohn, beschäftigen könnten als einem guten, gottesfürchtigen König, dem 4. König Judas. Aber Rehabeam, der Sohn Salomos und einer ammonitischen Frau, folgte weder der Gottesfurcht Davids, noch der Weisheit Salomos (zu Beginn von dessen Herrschaft).

Nachdem er zum König gekrönt war, kam das Volk mit einer wichtigen Bitte zu ihm und es heißt von Rehabeam (1 Könige 12:6):

Da hielt der König Rehabeam einen Rat mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: Wie ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten sollen?

Grundsätzlich nicht falsch, sich den Rat anderer anzuhören. Aber Rehabeam gefiel der Rat der Berater seines Vaters nicht. Also fragte er andere – Jüngere, die Menschen seines Alters –  und hoffte, dass sie ihm eine gefälligere Antwort geben würden. Sie taten es. Rehabeams Problem: Er fragte Gott nicht! Er verließ den Gott seines Vaters und Opas als den besten Ratgeber, den ein Mensch haben kann. Folge:10 der 12 Stämme Israels verweigerten ihm die Nachfolge. Rehabeam und seine Nachkommen regierten nur noch über 2 Stämme, in Folge als „Juda“ bezeichnet. Unter Rehabeams Herrschaft vertiefte Juda den Weg der Unmoral und des Abfalls von Gott. Tempelhurerei und Götzendienst nahmen ihren Lauf. Rehabeams 17jährige Königsherrschaft ist weit mehr gezeichnet von Gottlosigkeit als von Gottesfurcht.

Dennoch wird er nicht unter die ganz gottlosen, sondern unter die wankelmütigen Könige gezählt. Dies dürfte eine Folge davon gewesen sein, dass die levitischen Priester aus dem Nordreich (die abgefallenen  10 Stämme) dort aus ihren Ämtern abgesetzt wurden – und jetzt nach Juda ins Südreich kamen. Diesen Priestern folgten auch viele gläubige Juden, die den gravierenden Götzendienst im Nordreich verabscheuten. In 2 Chronik 11:16-17 heißt es:

Jenen Leviten aber folgten aus allen Stämmen Israels die, denen es am Herzen lag, den Herrn, den Gott Israels, zu suchen; diese kamen nach Jerusalem, um dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, zu opfern. Diese stärkten das Königreich Juda und ermutigten Rehabeam, den Sohn Salomos, drei Jahre lang; denn sie wandelten drei Jahre lang auf dem Weg Davids und Salomos.

Es gab weit gottlosere Könige im Südreich Juda. Allerdings leitete Rehabeam die Spaltung ein, suchte nicht mehr den Rat Gottes, und stärkte den Götzendienst, der unter seinem Vater Salomo begonnen hatte. Trotzdem hatte Rehabeam noch „eine Antenne“ für das, was Recht und gut war, wie aus 2 Chronik 11 hervorgeht.

Möge der Herr auch unsere „Antenne“ bewahren, unsere Sensibilität Ihm gegenüber. Der beste Weg ist es immer, an Jesus festzuhalten, auf gute Ratgeber zu hören, Gott in allen Entscheidungen zu suchen und alles gottlose aus unserem Leben zu verbannen.

Wenn es aber dazu kommt, dass unsere Engstirnigkeit und Hartherzigkeit uns in die Irre führt, dann möge der Herr uns die Sensibilität erhalten – oder wieder neu schenken – auf Ihn zu hören. Dann wollen wir uns durch das geistliche Leben anderer nicht abschrecken, sondern anstecken und ermutigen lassen, auch selbst wieder die guten und heilsamen Wege Gottes zu suchen. Nicht nur drei Jahre lang – wie es im Fall Rehabeams war, sondern bis zum Ende unseres Lebens.

Montag, 8. Juli 2024

Gottes Hand

Und dennoch bleibe ich stets bei dir;
du hältst mich bei meiner rechten Hand.

(Psalm 73:23)

Vergangenen Mittwoch fand unser monatlicher Zeugnisabend statt. Das fortlaufende Bibelstudium fällt dann aus, die Andacht ist kürzer und jeder darf zur Ehre Jesu weitergeben, was er mit Gott erlebt hat. Es war (erneut) ein gesegneter und bewegender Abend.

Eine Person erzählte, wie sie und ihr Sohn beim Aufräumen im Garten eine Eidechse zwischen den Steinen fanden. Durch die Kälte bewegungslos (und vielleicht durch Futtermangel geschwächt) saß sie da und hoffte (vermutlich) wie ihre menschlichen Mitgeschöpfe auf mehr Sonne und wärmeres Wetter. Der Sohn hob sie vorsichtig auf, setzte sie auf den Deckel eines Behälters, der wärmer war als der kalte Boden und beobachtete, wie sich die Eidechse offensichtlich wohlfühlte. Damit sie nicht vom Deckel des Behälters herunterfiel, nahm die Mutter sie in ihre Hände. In den warmen, menschlichen Händen blühte das kleine Tierchen förmlich auf, fühlte sich wohl und erwachte zu neuem Leben. (Natürlich wurde sie wieder vorsichtig auf den Boden entlassen).

Was für ein herrliches Bild für die lebensspendenden Hände unseres himmlischen Vaters. Seine Hände haben uns zu Sich gezogen. Seine Hände umgeben und beschützen uns. Seine Hände arbeiten für uns. Alle Seine Kinder sind in Seiner Hand. In Seiner Hand sind wir in ewiger Sicherheit!

Im folgenden einige Bibelworte, die uns den Segen Seiner Hände vor Augen stellen und uns viel Grund geben Ihn zu loben und uns Seinen Händen immer wieder neu anzuvertrauen.

Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. (5 Mose 5:15)

Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht! (5 Mose 31:8)

Ja, er liebt die Völker! Alle Heiligen sind in deiner Hand. Sie werden sich setzen zu deinen Füßen und werden lernen von deinen Worten. (5 Mose 33:3)

Und du wirst eine Ehrenkrone in der Hand des Herrn sein und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes. (Jesaja 62:3)

In deiner Hand steht meine Zeit; rette mich aus der Hand meiner Feinde und von meinen Verfolgern! (Psalm 31:16)

Und der König gab ihm alles, was er erbat, weil die Hand des Herrn, seines Gottes, über ihm war. (Esra 7:6b)

Reichtum und Ehre kommen von dir! Du herrschst über alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen! (1 Chronik 29:12)

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. (…) Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir! (Jesaja 41:10+13)

Und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Was mir mein Vater gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann es aus des Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins. (Johannes 10:28-30)

Von allen Seiten umgibst du
mich und hältst deine Hand über mir.
(Psalm 139:5)

Sonntag, 7. Juli 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

5. Mose 10:18+19; 24:19-21; 26:12+13

5 Mose 10:18-19
„(Gott,) der der Waise und der Witwe Recht schafft und den Fremdling lieb hat, sodass er ihm Speise und Kleidung gibt. Und auch ihr sollt den Fremdling lieben, denn ihr seid ebenfalls Fremdlinge gewesen im Land Ägypten.“

5 Mose 24:19-21
„Wenn du auf deinem Feld geerntet und eine Garbe auf dem Feld vergessen hast, so sollst du nicht umkehren, um sie zu holen, sondern sie soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe gehören, damit dich der HERR, dein Gott, segnet in allem Werk deiner Hände. Wenn du deine Oliven abgeschlagen hast, so sollst du danach nicht die Zweige absuchen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe gehören. Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du danach nicht Nachlese halten; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe gehören.“

5 Mose 26:12+13
„Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages vollständig entrichtet hast, im dritten Jahr, dem Jahr des Zehnten, und du ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben hast, dass sie in deinen Toren essen und satt werden, dann sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: »Was geheiligt ist, habe ich aus meinem Haus entfernt und es dem Leviten gegeben, dem Fremdling, der Waise und der Witwe, nach deinem ganzen Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht übertreten, noch vergessen.”

 Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Denn es kann niemand unbarmherzig sein,
der Gottes Barmherzigkeiten recht erkennet.
(Johann Anrndt)

Wenn du dem Hungrigen dein Brot darreichst
und die gebeugte Seele sättigst,
dann wird dein Licht aufgehen in der Finsternis,
und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.
Und beständig wird der HERR dich leiten,
und er wird deine Seele sättigen an Orten der Dürre
und deine Gebeine stärken.
Dann wirst du sein wie ein bewässerter Garten
und wie ein Wasserquell, dessen Wasser nicht versiegt.

(Jesaja 58:10+11)