„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 30. Mai 2024

Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi

 ... oder kurz: „Fronleichnam“, das ‚Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi’. Fronleichnam ist ein katholisches Fest, in dem die katholische Kirche die Eucharistie würdigt.

Im Jahr 1209 v. Chr. berichtet die Mystikerin Juliana von Lüttich von mehrfachen Visionen, in denen ihr offenbart worden sei, dass der Kirche Jesu ein Fest zur Verehrung der Eucharistie fehle. Im Jahr 1246 beginnt man im Bistum Lüttich, ein solches Fest zu feiern. 1264 setzt der damalige Papst, Urban IV, das Fronleichnamfest als verbindlich für die gesamte Kirche ein.

Wichtigster Teil des Festes ist die heilige Messe, deren Inhalt sich um die Bedeutung der Eucharistie dreht. Oft schließt sich eine Prozession mit Gesang, Gebet, Lesung der Evangelien und liturgischem Segen an. Dabei wird eine geweihte Hostie durch die Straßen getragen, um zu veranschaulichen, dass Christus, das „Brot des Lebens“ in der Mitte seines Volkes ist.

Evangelische und vor allem freikirchliche Christen verstehen die Eucharistie, das Abendmahl, anders. Für sie gilt:

1. Das Abendmahl hat keine sündenvergebende Wirkung. Die Bibel lehrt (Lukas 24:47):
„In seinem (Jesu) Namen soll
Buße zur Vergebung der Sünden
verkündigt werden unter allen Völkern.“ 
 
Vergebung kommt nicht durch irgendeine Liturgie, sondern durch Buße (Umkehr)
 
2. Die Elemente des Abendmahls sind nicht tatsächlich Leib und Blut Jesu, sondern Brot und Saft vom Gewächs des Weinstocks. Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:26):
Sooft ihr dieses Brot esst
und diesen Kelch trinkt,
verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 
 
Beim Abendmahl essen Christen Brot und trinken aus dem Kelch (in dem das Gewächs des Weinstocks ist - Wein oder Traubensaft). 
 
3. Das Abendmahl hat keine mystische Wirkung sondern einen Erinnerungseffekt! Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:23-25)
 
Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward,
nahm er das Brot, dankte und brach's und sprach:
Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird;
das tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl
und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut;
das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
 
Das Abendmahl erinnert uns an das, was Jesus für uns getan hat. WAS Er für uns getan hat, wird allerdings nicht wirksam durch dieses Gedenken, sondern nur durch den persönlichen Glauben des Einzelnen. 
Fazit: Auch nicht-katholische Christen feiern und schätzen das Abendmahl. Das Gedenken an das erlösende Werk Jesu am Kreuz stärkt unseren Glauben und bindet uns mehr an Jesus. Aber nicht dem Abendmahl, nicht den Elementen des Abendmahls (Brot und Wein) gebührt irgendwelche Ehre, sondern dem, an den sie uns erinnern und auf den sie hinweisen: JESUS!

Mittwoch, 29. Mai 2024

ALLES? – Wirklich?

Vergangenen Sonntag saß ich im Gottesdienst, als in der Predigt 2 Petrus 1:3 zitiert wurde:

„Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend.“

Anders ausgedrückt: Gottes Kraft hat uns ALLES geschenkt, was wir zum Leben auf der Erde, zum ewigen Leben bei Ihm und zur Nachfolge benötigen. Geschenkt ist uns das alles durch die Erkenntnis Jesu!

Gewaltig! Unfassbar! Fantastisch! … Aber stimmt das so? Als ich so dasaß und zuhörte, ging mir mein Bücherschrank durch den Kopf. Manch ein Buch steht dort seit Jahren und wartet darauf, gelesen zu werden … und es wird weiter warten. Trotzdem fällt es mir schwer, loszulassen und auszusortieren. Nicht nur die Bücher in meinem Bücherschrank fallen mir ein; auch die Kleidung in meinem Kleiderschrank. Aussortieren ist nicht mein Ding, sammeln schon eher. Und manchmal packt einen trotzdem ein Maß an Unzufriedenheit, weil man meint, das eine oder andere würde einem noch fehlen. Dabei ist es mir kein Trost, dass es den meisten anderen vermutlich ähnlich geht.

Gottes Kraft hat uns ALLES geschenkt, was wir zum Leben auf der Erde, zum ewigen Leben bei Ihm und zur Nachfolge benötigen. Geschenkt ist uns das alles durch die Erkenntnis Jesu!

Der Vers aus 2. Petrus 1:3 erinnert und ermutigt uns, neu unseren Blick auf Jesus zu richten und Ihn besser und intensiver zu erkennen. Wer erkennt, was er in Jesus besitzt, kann umgehend aufhören zu klagen.

Und was ist mit den Notwendigkeiten des Lebens, mit Essen, Trinken oder Kleidung? In der Bergpredigt erwähnt Jesus genau diese Punkte und lehrt in Matthäus 6:31-33:

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? 32 Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.

Um die Notwendigkeiten des Lebens sollen wir uns nicht sorgen – d.h., nicht darüber verzweifeln. Wir dürfen vertrauen und Gott handeln lassen. Natürlich kommt sofort die Frage auf: „Was aber ist mit den Christen, die hungern … und solchen auf der Flucht, mit nur den Kleidern, die sie am Leib tragen?“

Wir dürfen Gott auch vertrauen und Ihn handeln lassen, wenn unser Leben von Krankheit gezeichnet ist. Ist natürlich leicht gesagt, wenn man größtenteils gesund und relativ schmerzfrei ist. Und die Frage kommt auf: „Was aber ist mit den Christen, die chronisch krank und in Schmerzen sind?“

Heute wollen wir uns auf die Aussage aus 2 Petrus 1:3 beschränken:

„Seine göttliche Kraft hat uns alles geschenkt, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend.“

Lass Dich ermutigen, Deine Lebensphilosophie neu zu überdenken. Stimmt sie mit 2. Petrus 1:3 überein, danke Gott dafür. Danke Ihm, dass Du zufrieden bist, alles hast, was Du zum Leben und Sterben brauchst und erfreu Dich an Jesus.

Trifft das so nicht auf Dich zu, strebe dahin, Jesus besser zu erkennen. Je mehr Du Ihn erkennst, Seine Macht, Seine Liebe, Seine Fürsorge, Seine Möglichkeiten, Seine Verheißungen …! Je mehr Du Ihn erkennst, wirst Du auch erkennen, dass Du durch Ihn alles hast, was Du zum Leben und Sterben brauchst!

Übermorgen ein paar Gedanken zu den obigen Fragen: „Was aber ist mit den Christen …“

Dienstag, 28. Mai 2024

Ein besonderer Vers aus dem Judasbrief

Der Schreiber des Judasbriefs war ein Halbbruder Jesu. Wie seine Brüder kam er erst spät zum Glauben. Als er seinen Brief schrieb, stand die Gemeinde Jesu an mehreren Fronten im geistlichen Kampf. Kaiser Nero hasste Christen und wollte sie vernichten. In der heidnischen Umgebung galten Jünger Jesu immer noch als Minderheit, die im Teich der Heiden angelte. Aus den eigenen Reihen kamen Lehrer mit Sonderlehren und angeblichem Geheimwissen (Gnostik); Lehrer, die Jesu Gottheit leugneten und Spaltung unter Christen verursachten. Vor diesen Irrlehrern warnt Judas die Gemeinde mit ernsten Worten und ermahnt sie, für den reinen Glauben zu kämpfen. Von den Irrlehrern schreibt er in den Versen 4-19 u.a. dass sie:

Vers 4: schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind … Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.

Vers 10: Lästerer sind, die, wie unvernünftige Tiere, ihrem inneren Trieb folgen und so in ihr eigenes Verderben laufen.

Vers 12: Schandflecken sind und Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt

Vers 13: wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.

Vers 16: Unzufriedene, die mit ihrem Geschick hadern und dabei nach ihren Lüsten wandeln

und übertriebene Worte reden

Vers 18: Spötter, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln

Vers 19: solche, welche Trennungen verursachen, Menschen, die den Geist nicht haben.

Man könnte meinen, Judas beschreibt unsere Zeit. Gottlose – Menschen, die Gottes Existenz leugnen, von Toleranz reden, selbst aber intolerant sind, deren Frucht (Ergebnisse im Leben und Handeln) nicht existent ist. Menschen, deren Philosophie und Irrsternen gleich ist, die in die Finsternis und Leere führen. Ihr Bemühen und Handeln ist gezeichnet von Unmoral, Lust, Unzufriedenheit und Spaltungen.

Das alles kennzeichnet unsere Welt. Leugnung der Existenz Gottes, Gott-lose „Wissenschaft“, Verwischung der Gott gegebenen Sexualität auf (fast) allen Gebieten, Mord an Wehrlosen, und in alledem Hass, Unzufriedenheit und schreiende Intoleranz. Unsere Zeit! 2024!

ABER: Diese Verse sind nicht unsere besonderen Verse für heute! Sie stellen nur den Kontrast her zu dem besonderen Vers, den Gott uns in Judas, Vers 20 zuruft:

Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist.

Wenn man die Fußnote einbaut, kann man den Vers auch folgendermaßen lesen:

Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf dem Glaubensgut, das den Gläubigen in den heiligen Schriften der Apostel überliefert wurde und betet im Heiligen Geist.

Oder, wie es die NLB übersetzt:

Ihr dagegen, liebe Freunde, sollt euer Leben auf dem Fundament eures heiligen Glaubens aufbauen. Bleibt im Gebet und lasst euch darin vom Heiligen Geist leiten.

DAS ist heute unser besondere Vers aus dem Judasbrief. Im Umfeld einer Jesus ablehnenden, Gott feindselig gesonnenen Welt halten wir fest an der Grundlage, die Gott uns in Seinem Wort gegeben hat.

Unser Glaube steht und besteht auf dem Fundament, das Gott selbst gelegt und uns in der Bibel offenbart hat. Egal welcher Bereich angezweifelt, verlästert oder angegriffen wird: das Glaubensgut, das Gott uns durch Seine Apostel und Propheten überliefert hat, ist uns eine gesunde Nahrung. Sein Wort ist uns eine Quelle frischen Wassers. Wer darauf baut und daran festhält, besteht. Wer diese Grundlage verlässt, fällt!

Und lasst uns nicht vergessen, zusammenzustehen auf dieser Grundlage und einander erbauen und ermutigen, wie Vers 20 uns auffordert. Es ist für viele schwer genug, mit anderen gemeinsam festzuhalten an Gottes Wahrheit und Maßstab. Wie viel schwerer, wenn wir alleine stehen. Aber niemand muss alleine stehen! Judas ermutigt uns:

Ihr aber, Geliebte, erbaut euch …

In stürmischen Zeiten haben wir ein sicheres und festes Fundament: Gottes Wort! Lasst uns einander erbauen, stützen und Mut machen, gegen den Strom zu schwimmen!

Montag, 27. Mai 2024

Wie geistlich bist Du eigentlich?

Wow? Was für eine Frage. Und wer will das schon beantworten können? Gibt es ein Maß, mit dem man geistliche Reife messen kann? Kürzlich – ich glaube, es war auf einer meiner längeren Autofahrten – hörte ich mir eine Predigt an, mit folgender Aussage: 

„Geistliche Reife wird daran gemessen was es braucht, um Deine Freude zu stehlen“

Fand ich gut, den Satz, und hab ihn dann beim nächsten Halt auch gleich aufgeschrieben. Natürlich ist das nicht der einzige Maßstab. Aber ich meine, es ist ein möglicher Maßstab.

Und ich frage mich: Ja, was braucht es, um mir die Freude zu rauben? Ein verdorbenes Essen? Ein unfreundliches Wort? Einen Regentag? Einen dösigen Autofahrer vor mir oder einen Drängler hinter mir? Eine verpasste Geschäftschance? Steigen- oder Fallen der Zinsen? Oder hier der ganz große Freudenkiller für viele: politische Entscheidungen unserer (oder auch nicht unserer) Politiker?

Wahrscheinlich könnte man 1000 Gründe finden, die unsere Freude zerstören können. Allerdings … Moment mal – dann haben wir die falsche Freude als Grundlage. Denn die echte, die tragende Freude, die kriegt niemand so leicht gelöscht. Vieles kann man uns zerstören, wegnehmen, vermasseln, verderben  – und dadurch unsere Freude rauben. Aber die Freude am Herrn – die ist unzerstörbar. Darum sagt uns auch Nehemia 8:10:
 
„Die Freude am HERRN ist eure Stärke!“

Wenn die Freude am Herrn das tragende Fundament ist für all die anderen verschiedenen Dinge im Leben, die uns Freude machen, dann sollten wir eigentlich nie ohne Freude sein. Und wir sollten nie ohne ein ausreichendes Maß an Stärke sein, weil die von der Freude am Herrn kommt. Und damit wird auch das Zitat als richtig belegt:  „Geistliche Reife wird daran gemessen was es braucht, um Deine Freude zu stehlen“

Wenn es nicht viel braucht, um Deine Freude zu rauben – wenn es nicht viel braucht, um dich missmutig zu machen, Deinen Frieden zu zerstören, Dir Schimpfen und Klagen zu entlocken, dann muss man davon ausgehen, dass das Fundament der Freude am Herrn abwesend oder sehr dünnhäutig ist. Wo aber keine Freude am Herrn ist, fehlt auch die Stärke. Denn geistliche Stärke (und damit geistliche Reife) kommt durch Freude am Herrn!

Darum die Frage: Wie geistlich bist Du? Solltest Du beim Lesen festgestellt haben, dass es Dir an Freude am Herrn mangelt – und solltest Du nicht wissen, wie Du zu dieser Freude am Herrn kommen kannst, schreib mir einfach mal wolfgang.jung(at)ccfg.de  und ich schicke Dir einige Unterlagen, die mir helfen, mich am Herrn zu freuen.

Sonntag, 26. Mai 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Johannes 17:11-17

11 Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir!
12 Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verloren gegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde.
13 Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.
14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.
15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.
17 Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.

Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

In notwendigen Dingen: Einheit. 
In fraglichen Dingen: Freiheit. 
In allen Dingen: Liebe.
(Augustinus)

Samstag, 25. Mai 2024

1 Korinther 9:19-23 ... und Du!

Letztes Jahr war eine Kurzgeschichte – oder war es ein Bericht? – von Jude Seddon auf Facebook zu lesen. Der Bericht erinnert mich an die Worte des Paulus in 1 Korinther 9:19-23:

Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um desto mehr Menschen zu gewinnen. 20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz, damit ich die unter dem Gesetz gewinne; 21 denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz — obwohl ich vor Gott nicht ohne Gesetz bin, sondern Christus gesetzmäßig unterworfen – , damit ich die gewinne, die ohne Gesetz sind. 22 Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. 23 All das tue ich, um Gottes gute Botschaft zu verbreiten, damit auch ich Anteil an ihrem Segen erhalte.

Wie könnte das Anliegen des Paulus in Deiner Gemeinde und Deinem Leben umgesetzt werden? Hier der oben erwähnte Bericht :

Quelle: FB
Sein Name ist Bill. Er hat eine wilde Frisur, trägt ein T-Shirt mit Löchern, Jeans und keine Schuhe. Das war im wahrsten Sinne des Wortes seine Garderobe während seiner gesamten vier Studienjahre. Er ist brillant, irgendwie rätselhaft und sehr, sehr klug.

Während seines Studiums wurde er Christ. Auf der anderen Straßenseite des Unigeländes befindet sich eine sehr ordentliche, konservative Kirchengemeinde. Sie möchten einen Dienst für die Studenten aufbauen, sind sich aber nicht sicher, wie sie vorgehen sollen.

Eines Tages beschließt Bill, dort zum Gottesdienst zu gehen. Er kommt in Jeans, T-Shirt, ohne Schuhe und mit wilder Frisur, als der Gottesdienst bereits begonnen hat. So geht Bill den Gang entlang und sucht nach einem freien Stuhl. Die Kirche ist völlig überfüllt und er findet keinen Sitzplatz mehr. Mittlerweile sehen die Leute bereits ein wenig unbehaglich aus, aber niemand sagt etwas.

Bill kommt immer näher zur Kanzel. Als ihm klar wird, dass es keine Sitzplätze mehr gibt, hockt er sich einfach auf den Teppich. Obwohl dieses Verhalten in einem Studentengottesdienst durchaus akzeptabel ist, war so etwas in dieser Kirche noch nie zuvor passiert! Jetzt sind die Leute echt verkrampft. Es ist mucksmäuschenstill!

Zur gleichen Zeit bemerkt der Pastor, dass ganz hinten in der Kirche ein Diakon langsam auf Bill zugeht. Er ist in seinen Achtzigern, hat silbergraue Haare und trägt einen dreiteiligen Anzug – ein frommer Mann, sehr elegant, sehr würdevoll und sehr höflich. Er geht mit einem Stock und als er auf den Studenten zugeht, denken alle, dass man ihm nicht die Schuld für das geben kann, was er tun wird. Wie kann man von einem Mann seines Alters und seiner Herkunft erwarten, dass er einen Studenten auf dem Teppich akzeptiert?

Es dauert lange, bis der Mann bei Bill ankommt. Im Gemeindesaal hört man nur das Klicken des Gehstocks des alten Mannes. Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Der Pastor bringt kein weiteres Wort hervor, kann seine Rede nicht fortsetzen, bis der Diakon tut, was er tun muss.

Alle sehen, wie der alte Mann seinen Stock auf den Boden fallen lässt. Mit großer Mühe lässt er sich nieder, setzt sich neben Bill und leistet ihm dort Gesellschaft, damit er nicht allein ist. Emotionen pur im Gemeindesaal! Als der Pastor Kraft und Worte wiederfindet, sagt er: „An das, was ich predigen werde, wird sich niemand erinnern. Was Ihr aber gerade gesehen haben, werdet Ihr nie vergessen.“

„Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette.“

Lasst uns den Herrn bitten, uns zu helfen, über unseren eigenen Schatten zu springen. Lasst uns – wo immer möglich – allen alles werden, um sie für Jesus und das ewige Leben zu gewinnen!

Freitag, 24. Mai 2024

Eine neue Religion benötigt?

Martina Merckel-Braun berichtet in einem ihrer Bücher von dem bekannten französischen Politiker Charles Maurice de Talleyrand, der von 1754 bis 1838 lebte. Dieser Mann bekam eines Tages Besuch von einem Philosophen, der versucht hatte, eine neue Religion zu gründen. Diese sollte natürlich weit besser werden, als der christliche Glaube. Das war dem Mann jedoch nicht recht geglückt, und nun klagte er bei Talleyrand über seinen Misserfolg und bat ihn um einen guten Rat.

„Ja, es ist wirklich nicht leicht, eine neue Religion zu gründen“, befand der Staatsmann. Er wisse auch nicht recht, was er ihm raten solle. „Aber eine Methode könnten Sie zumindest mal ausprobieren,“, meinte er schließlich. „Ich empfehle Ihnen, sich kreuzigen zu lassen und am dritten Tag danach wieder aufzuerstehen.“

  • Das Grab Mohammeds findet man heute in Medina.
  • Buddhas Grab soll sich irgendwo in Nordindien befinden.
  • Nach der Bibel besitzt Mose kein Grab. Man richtete ihm aber in der judäischen Wüste eine Grabstätte her.
  • Konfuzius liegt auf dem Friedhof seiner Sippe  in Qufu / China begraben.
  • Jesus … ja, wo liegt der eigentlich begraben?

Alle Religionsstifter wurden geboren und sind gestorben. Auch, um ihre Philosophien und Religionen wach zu halten, sind viele ihrer Grabstätten zu Kult- und Pilgerstätten geworden. Und ja – auch das Grab Jesu ist zu einem Touristenort geworden. Trotzdem ist es ein Ort anderer Art, denn … DAS GRAB JESU IST OFFEN UND LEER!

Was für ein gewaltiger Unterschied zwischen den Religionsstiftern der Welt und Jesus, dem menschgewordenen Sohn Gottes. Kein anderer hat den letzten Feind, den schrecklichsten Feind besiegt – außer Jesus! Er allein hat den Tod besiegt. In Epheser 4:10 schreibt Paulus:

Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.

  • Hinabgestiegen aus dem Himmel auf die Erde.
  • Hinabgestiegen aus der Herrlichkeit in unseren Dreck.
  • Hinabgestiegen vom Kreuz ins Totenreich (1 Petrus 3:18-22)

Und dann:

  • Auferstanden aus den Toten (Römer 14:9)
  • Hinaufgestiegen in den Himmel, von wo Er kam und kommen wird (Johannes 3:13)
  • Den ewigen Sieg errungen über den schmerzhaften Stachel des Todes! (1 Korinther 15:54-56)
  • Jesu Grab ist leer!

Nein, niemand braucht eine neue Religion, erst recht nicht, wenn man „Religion“ als „Weg des Menschen zu Gott“ definiert. Jesus hat sich aufgemacht, hat die Türe zu Gott aufgestoßen. Er IST der Weg zu Gott!

Auferstanden aus des Grabes Nacht, 
Jesus hat uns helles Licht gebracht.
Freude bricht durch alle Dunkelheit: Jesus lebt in Ewigkeit!

Und wir werden mit ihm leben in der Herrlichkeit, bei ihm allein;
was kann es noch Schön´res geben, 
als Freunde des Herrn schon hier zu sein.

Jesus lebt, er hat am Kreuz gesiegt, 
jede Macht ihm bald zu Füßen liegt.
Singen werden wir es allezeit: Jesus lebt in Ewigkeit!

Und wir werden mit ihm leben in der Herrlichkeit, bei ihm allein;
was kann es noch Schön´res geben, 
als Freunde des Herrn schon hier zu sein.
(Text: Manfred Paul Melodie: Hildor Janz)

Donnerstag, 23. Mai 2024

Funktionierender Glaube

Den wünschen wir uns alle! Nicht nur wir Christen – den wünschen sich auch Menschen anderer Religionen und solche, die in Sekten gefangen sind. Die Bibel spricht viel von Glauben. „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen“, sagt Hebräer 11:6 und fügt hinzu, dass jeder, der zu Gott kommen will, dies nur auf der Grundlage des Glaubens tun kann. Nun, wer sich auf Gott einlässt und beginnt, Ihn zu suchen, mit Ihm zu reden oder Ihm zu gefallen, der besitzt bereits ein Maß an Glauben, sonst würde er sich gar nicht zu Ihm aufmachen.

Der sprichwörtliche „Glaube, der Berge versetzt“ ist ein Begriff, der aus der Bibel stammt. In Matthäus 17:20 sagt Jesus:

„Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: 'Hebe dich weg von hier dorthin!', und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.“

Das nenne ich funktionierenden Glauben – aber der muss wachsen. Bei mir scheint das recht lange zu dauern. Hab' bisher noch keinen Berg versetzt! Allerdings las ich heute ein Zitat, das mich ermutigt hat.

Donald Grey Barnhouse lebte von 1895 bis 1960 und war ein Theologe, Pastor, Autor und Konferenzredner rund um den Globus. In den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war er einer der Pioniere der christlichen Radioarbeit, außerdem rief er die Zeitschrift „Eternity Magazine“ ins Leben. Ein Mann des Glaubens. Was hat er zum Thema Glauben zu sagen? Ein nachdenkenswertes Zitat von ihm lautet:

"Wahrer Glaube handelt auf der Grundlage übernatürlicher Tatsachen
  und erhält übernatürliche Resultate.“

Das Zitat hat es in sich! Übernatürliche Tatsachen sind die Wahrheiten, die die Bibel uns mitteilt: Wahrheiten über Gott, Sein Wesen, Seine Allmacht, Seine Absichten – und dazu die vielen Verheißungen / Versprechungen, die Er uns gibt. Auf der Grundlage zu handeln bedeutet: auf übernatürlicher Grundlage zu handeln. Dass dabei übernatürliche Resultate herauskommen, braucht nicht mehr erläutert zu werden.

Darin möchte ich wachsen – auf der Grundlage des Wortes Gottes zu denken, zu handeln, zu beten, zu glauben und zu erwarten. Wie oft treffen wir Entscheidungen auf der Grundlage des Verstandes, des Gefühls, der vorhandenen Mitarbeiter, der prognostizierten Wirtschaftsentwicklung, der vorhandenen Kraft, der momentanen Begeisterung und anderer Faktoren. Vieles davon kann durchaus Wegweiser Gottes sein – muss es aber nicht. Begründeter Glaube hält sich an Jesus fest, selbst wenn es sinnlos scheint, denn Glaube stützt sich auf die übernatürlichen Tatsachen, nicht die natürlichen Überlegungen von Menschen.

Und dann nimmt der Glaube dankbar aus Gottes Hand, was Gott dem Glaubenden zugedacht hat.