„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 16. Oktober 2023

Eleanore Roosevelts Gebet

In den USA finden regelmäßige Gebetsfrühstücke statt, zu dem jährlich über 3000 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet werden. Vor einigen Jahren zitierte der damalige Präsident Obama, das Gebet der Ehefrau des ehemaligen US Präsidenten, Franklin D. Roosevelt. Sie hatte einst gebetet: „Lass unsere Aufgaben zu groß für uns sein, so dass sie uns zu Dir hintreiben, zu Deiner Stärke.“

Dann fügte Obama – sicherlich mit einem Augenzwinkern – hinzu: „Ich habe mich manchmal gefragt, ob Gott dieses Gebet nicht ein wenig zu wörtlich genommen hat.“

Im Zusammenhang gelesen, machte Eleanore Roosevelt noch weitere Aussagen in ihrem Gebet:
“Vater, der du eine Unruhe in unsere Herzen gelegt hast, die uns alle auf die Suche schickt nach dem, was wir nie vollständig finden werden – verhindere, dass wir mit dem zufrieden sind, was wir aus dem Leben machen. Ziehe uns weg von einer Grundzufriedenheit und richte unsere Augen auf ferne Ziele. Lass unsere Aufgaben zu groß für uns sein, so dass sie uns zu Dir hintreiben, zu Deiner Stärke. Befreie uns von Sorgen und Selbstmitleid. Zeige uns das Gute, das uns verborgen ist und das Gute, das in der Welt versteckt liegt. (...) Rette uns von uns selbst und gib uns eine Vision für eine neue Welt.“ (Eigenübersetzung)

Egal, wie man das Gebet dieser Präsidentengattin verstehen möchte, trifft es doch einen Nerv in allen, die Jesus lieben und Sein Reich kommen sehen möchten. Sie betet: 
  • „Verhindere, dass wir mit dem zufrieden sind, was wir aus dem Leben machen.“ 
Das ist ein durchaus biblischer Wunsch. Hätte der reiche Kornbauer das von Herzen gebetet, wäre er nicht als Narr bezeichnet worden. Und ich stelle mich darunter und frage: Was habe ich aus meinem Leben gemacht, oder was mache ich aus meinem Leben? Ist meine Zufriedenheit gegründet in Jesus oder in dem, was ich aus meinem Leben mache?
  • Ziehe uns weg von einer Grundzufriedenheit und richte unsere Augen auf ferne Ziele.
Auch hier sehe ich eine Übereinstimmung mit Gottes Wort und Willen. Bin ich zufrieden mit meinem geistlichen Zustand oder habe ich den gesegneten Hunger (nicht Appetit, sondern Hunger) nach Seiner Barmherzigkeit? Solcher Hunger soll nach Gottes Verheißung in Matthäus 5:6 gestillt werden. Habe ich Gott geschenkte Fernziele in meiner Jesus-Nachfolge und bin ich bereit, alles aufzugeben, um diese Gott geschenkten Fernziele zu erreichen?
  • Lass unsere Aufgaben zu groß für uns sein, so dass sie uns zu Dir hintreiben, zu Deiner Stärke.
Das ist mit Sicherheit ein Gebet im Willen Gottes. Er ruft uns in Sacharja 4:6 zu: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der Herr der Heerscharen.”
Kleine Ziele, überschaubare Aufgaben – die gehen wir auch ohne Gebet und Gottvertrauen an. Folge: sie verdorren und bleiben fruchtlos – auch wenn wir’s nicht wahrhaben wollen. Die Frucht mag aussehen wie Weizen – ist aber nur Unkraut. Es sind die wahrhaft göttlichen Aufgaben, die uns auf unsere Knie und in die Arme Gottes treiben. William Carey hatte das verstanden, als er sagte: „Erwarte große Dinge von Gott, wage große Dinge für Gott!“
  • Befreie uns von Sorgen und Selbstmitleid.
Biblisch! Unbedingt biblisch! Sind es nicht in der Regel Sorgen und Selbstmitleid, die uns davon abhalten, Großes von Gott zu erwarten und Gott um Aufgaben zu bitten, zu groß für uns aber immer noch klein für Ihn? Sorgen, dass wir es nicht schaffen oder blöd dastehen ... Selbstmitleid, dass wir irgendwo zurückschrauben, aufgeben müssen, um Gott und Seinem Reich die Priorität in unserem Leben einzuräumen, die Er von uns fordert. Herr, befreie uns von Sorgen und Selbstmitleid.
  • Und schließlich: Rette uns von uns selbst und gib uns eine Vision für eine neue Welt.“
Sollte das unser Herzengebet werden, kann man nur warnen. Vorsicht! Die Erhörung dieses Gebets wird Leben auf den Kopf stellen. Wenn der Herr uns von uns selbst rettet, wird ER durch uns zum Vorschein kommen. Und wenn der Herr uns eine Vision für Seine neue Welt gibt ... kaum auszudenken. Was machen wir dann in dieser vergänglichen Welt mit unserem Geld ... mit unserer Zeit ... mit unserer Kraft ... mit unseren Fähigkeiten ...? Wofür atmen wir dann in dieser Welt ein und anschließend wieder aus? Wofür legen wir uns abends ins Bett und stehen morgens auf? Für die Vision, die Er uns gegeben hat von Seiner neuen Welt.

Ob Eleanore Roosevelt das alles so gemeint hat, muss unbeantwortet bleiben. Aber Du ... und ich? Sind wir bereit, diese biblisch korrekten Gebete mitzubeten und darauf zu hoffen, dass Gott sie erhört und unser Leben umkrempelt?

Bete! Bete die Aussagen von Eleanore Roosevelt und schütte Dein Herz vor Gott aus! Bete alleine und bete mit anderen. Suche Gott – und Du wirst Ihn finden! (Jeremia 29:13)

Sonntag, 15. Oktober 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Römer 10:13-15 und Römer 15:20+21

 Römer 10:13:denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.
14 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?
15 Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!«

Römer 15:20: Dabei mache ich es mir zur Ehre, das Evangelium nicht dort zu verkündigen, wo der Name des Christus schon bekannt ist, damit ich nicht auf den Grund eines anderen baue,
21 sondern, wie geschrieben steht: »Die, denen nicht von ihm verkündigt worden ist, sollen es sehen, und die, welche es nicht gehört haben, sollen es verstehen«.

Anbetung - Aussendung
Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
(Abendmahl auf den 22.10. verschoben)
Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Mission ist nicht die Aufgabe einer Gemeinde, 
sondern ihr Wesen."
(Arno Backhaus)

Samstag, 14. Oktober 2023

Die "Welt"

Es ist nicht mit Sicherheit feststellbar, wer folgende Worte gesagt hat. Möglicherweise war es Smith Wigglesworth, der britische Evangelist und Heilungsprediger um die Jahreswende vom 19. Ins 20. Jahrhundert.

Als Nachfolger Christi bist Du in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. Es sollte Dir keine Freude bereiten, Dich den Gepflogenheiten und Trends dieser Welt anzupassen. Gott ruft Dich dazu auf, anders zu sein. Geh also aus ihrer Mitte heraus, trenne dich von der Welt. Sei das Licht, zu dem Gott Dich berufen hat. „Werde nüchtern, wie Du solltest, und hör auf zu sündigen; denn einige haben keine Kenntnis von Gott. Ich sage das zu Deiner Schande.“ (vgl. 1 Korinther 15:34)

Immer, wenn ich solche Zitate lese, werde ich an „früher“ erinnert. Das waren die Worte mahnender Prediger, die mit lauter Stimme und ermahnendem Zeigefinger auf der Kanzel standen und vor der „Welt“ warnten. An Beispielen fehlte es in ihren Predigten auch nicht.

Die ätzende Frage, die sich dann jeweils stellt ist: „Was ist die ‚Welt‘? Was muss ich tun oder aufgeben, um mich von der ‚Welt‘ fernzuhalten?

Vermutlich würde es bereits helfen, die Frage anders zu stellen; etwa so:

„Was kann ich tun, um Jesus näher zu sein?“
„Was kann ich tun, um Jesus besser in meinem Umfeld zu repräsentieren?“
„Was kann ich tun, um weniger von Jesu abzulenken und mehr auf Ihn hinzuweisen?“
„Was kann ich tun, damit ich selbst abnehme und Jesus zunimmt?“

Der große Unterschied ist, dass es in der ätzenden Frage um mich, mir und mein geht, in den Alternativfragen aber um Jesus. Das wiederum offenbart, um wen es mir wirklich geht: um ich, mich, mir und meine Selbstverwirklichung und meine Rechte – oder um Jesus?

Wer verstanden hat, was Jesus für uns getan hat, ist von Herzen bestrebt, auf Ihn hinzuweisen, für Ihn zu leuchten und niemandem ein Hindernis zu sein, Jesus zu erkennen. Dieser Wunsch wird mich automatisch fern halten von dem, was von Jesus ablenkt und wird mich sensibel machen für die Leitung des Heiligen Geistes. Natürlich werde ich dann auf das eine oder andere verzichten und mich von der einen oder anderen Sache fernhalten. Aber nicht mit Verlust, sondern mit zeitlichem und ewigem Gewinn.

Möge der Herr Dir und mir die Kraft dazu schenken.  

Gebet: „Herr, ich möchte für Dich leuchten und in dieser Welt das göttliche Salz in der Suppe sein. Obwohl die Herrlichkeit bei Dir herrlicher ist als alle irdische Herrlichkeit, bitte Dich nicht, dass Du mich aus der Welt herausholst. Ich bitte Dich vielmehr, dass Du die „Welt“, die noch in meinem Herzen ist, aus meinem Leben herausholst und den leer gewordenen Platz füllst mit Deinem Heiligen Geist, der meinem Leben Freude und Leuchtkraft schenken kann. Amen!“

 Lasst euch nicht irreführen:
Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!
1 Korinther 15:33

Freitag, 13. Oktober 2023

Wenn Menschen gottlos werden ...

Von dem französischen Dichter, Antoine de Saint-Exupéry, stammen folgende Worte:

Wenn Menschen gottlos werden, dann sind . . . 

... Regierungen ratlos,
... Lügen grenzenlos,
... Schulden zahllos,
... Besprechungen ergebnislos,
... dann ist Aufklärung hirnlos,
... sind Politiker charakterlos,
... Christen gebetslos,
... Kirchen kraftlos,
... Völker friedlos,
... Sitten zügellos,
... Mode schamlos,
... Verbrechen maßlos,
... Konferenzen endlos,
... Aussichten trostlos.“

Hat er nicht recht? Das fällt einem vielleicht gar nicht so sehr auf, wenn die Zeiten einfach sind und die Sonne scheint. Aber in unseren Tagen scheint man jeden einzelnen Punkt nachvollziehen und mit aktuellen Beispielen belegen zu können.

Was aber, wenn Menschen ihre Gottlosigkeit aufgeben? Was, wenn Menschen ihre Beziehung zu Gott erneuern und ihren Glauben vertiefen? Man kann die Liste durchgehen und sehen, was das rauskommt. Auch die Bibel spricht zu dieser Frage. In 5 Mose 4:6 heißt es über Gottes Wort:

„Haltet euch an diese Gebote, und befolgt sie;
dann werden die anderen Völker sehen,
wie weise und klug ihr seid.
Wenn sie von euren Gesetzen hören, werden sie sagen:
"Dieses große Volk besitzt Weisheit und Verstand!"

Und Sprüche 14:34 fügt hinzu:

„Gerechtigkeit erhöht ein Volk;
aber die Sünde ist der Leute Verderben.“

Auf unser Volk haben wir nur einen begrenzten Einfluss. Unser Leben aber können wir gestalten, wie wir möchten. Hier haben wir die Wahl, durch zunehmende Distanz zu Jesus immer ratloser, charakterloser, gebetsloser, kraftloser, friedloser, zügelloser, schamloser und trostloser zu werden, oder die Nähe Jesu mit mehr Intensität zu suchen und das Gegenteil zu erfahren.
 

Wer sich für Letzteres entscheidet, schließt sich denen an, deren Leben erfüllt ist. Erfüllt von Jesus, Seiner Stärke, die durch Freude an Ihm kommt.

Herrliches Leben mit Jesus! Herrliche Nähe bei Ihm!

Donnerstag, 12. Oktober 2023

Von Satan, Sieg, Siegern und Dir ...

Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1 Johannes 3:8

War es vor ein oder zwei Wochen? Pastor Andrew lehrte durch 1 Johannes 3 und mir fiel eine Aussage ins Ohr, die sich vermutlich auf Vers 8 bezog.

Jesus kam, um die Werke des Teufels zu zerstören!

Der Sohn Gottes erschien, um den Sohn der Hölle zu besiegen.

Der Schöpfer wurde Mensch um seinem rebellierenden Geschöpf, Satan, die Macht zu nehmen.

Das scheint so etwas wie ein Lieblingsthema von Johannes zu sein. Ein Triumphruf, ein Siegesschrei: Er hat gesiegt! Jesus hat gesiegt.

In Kapitel 5 erwähnt er diesen Sieg über den Fürsten der Finsternis noch einmal:

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Johannes 5:4)

Unser Glaube – JESUS – ist es, der Sünde, Hölle, Tod und Teufel besiegt hat, und wer wiedergeboren ist durch den Glauben an Jesus, darf auch in diesem Sieg leben. In Vers 5 heißt es weiter:  

Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? (1. Johannes 5:4)

Du, Gotteskind, Jünger, Jüngerin Jesu, hast in Jesus die Welt überwunden. Du bist nicht mehr Teil der (gottlosen) Welt, sondern Teil der Familie Gottes. Du bist nicht mehr Finsternis, sondern Licht! Jesus, der Löwe von Juda hat überwunden und in Ihm überwindest auch Du.

Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen! (Offenbarung 5:5)

Jetzt stöhnt natürlich jeder, der sich nach diesem Überwinderleben sehnt und feststellt: Viel zu oft überwinde ich eben nicht! Recht hast Du! Viel zu oft versagen wir, straucheln und fallen. Aber während der geistlose Mensch oder oberflächliche Christ sich um sein Straucheln gar nicht kümmert und es ihn weder traurig macht noch schmerzt, trägt derjenige, der sich nach Überwinden sehnt, sein Versagen immer wieder zu Jesus. Der Prophet Jesaja prophezeit:

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. 30 Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; 31 aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40:29-31)

In Pastor Andrew’s Bibelstunde fiel der markante Satz: Ein Feind, der an sich selbst zweifelt, ist ein besiegbarer Feind. 

Satan hat jeden Grund, an sich selbst zu zweifeln. Er IST besiegt (Vergangenheit)! Wir sind es, die sich immer wieder diese Tatsache vor Augen halten müssen. Und wie machen wir das? 3 Möglichkeiten wurden erwähnt:

  1. Wenn wir im Gebet Gottes Sieg preisen, geben wir Gott die Ehre, erinnern uns an Jesu Werk und fassen neuen Mut.
  2. Wenn wir Bibelverse über den Sieg Jesu zitieren – im Gebet, im Lied oder einfach so, wird Jesus erhöht und Satan gedemütigt.
  3. Dazu dürfen wir Satan an Seine Zukunft erinnern, wie jemand sagte:

Wenn Satan Dich an Deine Vergangenheit erinnert, erinnere Du ihn an seine Zukunft!

Aber in dem allem überwinden wir weit
durch Jesus, der uns geliebt hat.
(nach Rö 8,37)