„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Trotzdem

Als ich meine heutigen 2 Kapitel durch die Bibel hörte, fielen mir einige Personen auf, andere kamen mir in den Sinn – alle mit ähnlichen Erfahrungen. Und es ist zu vermuten, dass auch unsere Erfahrungen den ihren ähneln.

Als Jesus in Johannes 2 auf der Hochzeit in Kana von Seiner Mutter angesprochen wurde, dass kein Wein mehr da sei, erwidert Er zunächst: Was hat das mit mir und dir zu tun?  Meine Zeit ist noch nicht gekommen. Anschließend geht Er auf ihre Bitte ein und macht Wasser zu Wein.

Als ein müder Petrus in Lukas 5 mit seinen Fischerkollegen nach einer erfolglosen Fangnacht ans Ufer zurückkehrt, schickt Jesus ihn wieder raus mit den Worten: Fahre hinaus auf die Tiefe, und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter!  Petrus erklärt dem Nicht-Fischer Jesus: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen.“ Er bringt quasi zum Ausdruck: Herr, es hat keinen Zweck!  Aber irgendwas drängt ihn, auf Jesus zu hören und er fügt hinzu: „Auf dein Wort will ich das Netz auswerfen!“ Das Ergebnis: „Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische; und ihr Netz begann zu reißen.“

Johannes berichtet im ersten Kapitel von Nathanael, ein scheinbar frommer Jude. Als er von Jesus hörte, war seine erste Reaktion: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?Jesus ist nicht enttäuscht oder gar beleidigt! Er begegnet Nathanael mit einem Kompliment, indem Er sagt: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist!Nathanael ist so überrascht, dass er schlussendlich zu dem Bekenntnis kommt: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!

In Markus 7 wird uns von einer verzweifelten Heidin (Nichtjüdin) berichtet, die Jesus bittet, ihre dämonisierte Tochter zu befreien. Jesus antwortet ihr: „Lass zuvor die Kinder satt werden! Denn es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hündlein hinwirft!“ Einen Moment später lobt Jesus ihre Worte und ihren Glauben und befreit die Tochter von ihren Dämonen.

Vier Beispiele. Zweimal hätte Jesus die Reaktionen von Menschen als Kritik oder Verachtung betrachten können. Zweimal hätten Seine Gegenüber Seine Worte als verletzend oder ablehnend interpretieren können. In allen vier Beispielen kümmert sich Jesus um die Anliegen, Leiden, Bedürfnisse Seiner Gegenüber – auch wenn es erst nicht danach aussah.

Geht es uns nicht oft ähnlich?

Du hast um Vergebung Deiner Sünde gebetet – fühlst Dich aber nicht danach. Jesus hat trotzdem vergeben!

Eine andere Person hat um Jesu Gegenwart in Krankheit und Leid gebetet. Du hast vielleicht Heilung oder Linderung erwartet. Beides ist nicht eingetroffen. Jesus hat trotzdem geholfen. Er hat Dir Kraft geschenkt und Dich durchgetragen. In Ihm hast Du das Auge im Sturm gefunden.

Oder Du wurdest durch den Strudel der Depressionen immer tiefer gezogen bis hinein in die schlimmsten Gedanken. Du hast zum Herrn geschrien. Die Qualen der Seele wurden nicht schlagartig beendet, aber Jesus ist in Deine Dunkelheit gekommen, hat Dich bewahrt und gehalten.

Vielleicht ist es auch eine andere Situation in Deinem Leben, in der Du erfahren durftest oder darfst, dass Jesus Dich sieht und hört. Auch, wenn Seine Antwort manchmal abweisend scheint, hört Er doch genau zu und handelt in Deinem besten Interesse. Auch wenn Du meinst, Du hättest es Dir mit Ihm verscherzt (durch Sünde, Gleichgültigkeit, Herzenskälte …), hört, sieht und liebt Er Dich und geht nicht mit Dir um nach Deinem Versagen, sondern nach Seiner großen Gnade, wie die oben erwähnten Beispiele zeigen.

Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden
und uns nicht vergolten nach unseren Missetaten.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten.
(Psalm 103:10+11)

Dienstag, 10. Oktober 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch des Propheten Haggai

Fast zwei Jahrzehnte war Israel bereits zurück aus der babylonischen Gefangenschaft. Der Herr hatte ihr Weinen im Exil gehört und ihre Sehnsucht gesehen. Unter Serubabel hatte Er Sein Volk wieder zurückgeführt in ihr Land. Welch ein Segen, was für eine Freude. Und kaum waren sie zurück in Jerusalem, da beschlossen sie, das Haus des Herrn, den Tempel, wieder aufzubauen. Begeisterung … Dankbarkeit … Opferbereitschaft!

Leider hielt nichts davon an! Seit ihrer Rückkehr hatten sie mit Anfeindungen und Widerstand durch heidnische Nachbarn gegen den Bau des Tempels zu kämpfen. Vielleicht war es dieser Kampf, der sie zermürbte, vielleicht gewöhnten sie sich an die Tatsache, dass sie wieder zu Hause waren. Jedenfalls machte sich große Gleichgültigkeit gegenüber Gott im Volk breit.

Das wirkte sich natürlich auf den Tempelbau aus, der dann eingestellt wurde. Alles andere wurde wichtig: die eigenen Häuser, Aufbau der eigenen Existenz – an sich nichts Sündiges in sich selbst – aber es geschah auf Kosten der Sache des Herrn. Das anzuklagen und zur Umkehr aufzurufen war Gottes Auftrag an Haggai. Wahrlich keine erfreuliche Aufgabe.

In Kapitel 1 hält Gott dem Volk vor, dass es sich nicht mehr um Gottes Angelegenheiten kümmert, nur noch um die eigenen. Der Prophet ruft Gottes Volk zum Umdenken auf, ruft sie auf, ihr Handeln zu ändern. Im Fall von Gehorsam gilt ihnen die Zusage Gottes (2:4): „Sei stark … ich bin mit euch!“

Was für herrliche Worte, was für ein herrliches Versprechen, das Gott den Seinen zuruft, wenn sie nur Ihn zu ihrer #1 machen, Ihm von Herzen dienen, Ihm treu nachfolgen. Als neutestamentliche Parallele könnte man Matthäus 6:33 zitiere, wo Jesus verspricht: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“  Dabei bewegte sich das Volk in die falsche Richtung und war dabei, sich in diese Richtung festzufahren.

Auch wir sind so manches Mal in die falsche Richtung unterwegs. Wir haben Jesus zwar noch vor Augen, aber nur noch schattenhaft im Augenwinkel. Lebst Du mit einem klaren Blick auf Jesus?

So manches Mal haben wir den Lauf der Welt liebgewonnen, wie Paulus‘ Teamkollege Demas. Wir leben für uns, nicht mehr in Gemeinschaft mit dem Vater – und enden am Schweinetrog – wie der verlorene Sohn in Lukas 15.

Oder wir wissen genau, was Jesus von uns möchte, haben aber Ausreden, warum das gerade nicht geht.

Israel hatte – menschlich gesehen – nachvollziehbare Ausreden, warum sie sich um sich selbst und ihre Häuser drehten und nicht um ihren Herrn und Sein Reich. Trotzdem verspricht Gott ihnen im Fall einer Umbesinnung (Haggai 2:4): Sei stark … ich bin mit euch!“

Diese Verheißung gilt auch uns, gilt auch Dir! Sie gilt Dir, wenn Du – wie Josua – stark mit dem Herrn unterwegs bist, mit dem brennenden Verlangen, Ihm zu dienen. Jesus ruft Dir zu: Sei stark … ich bin mit euch!“

Diese Verheißung gilt Dir aber auch, wenn Dich der Herr – wie Israel zur Zeit Haggais – zum Umdenken und zu einer Neubesinnung ruft. Hör auf Sein Rufen und Dir gilt Sein Zuspruch: Sei stark … ich bin mit euch!“

Montag, 9. Oktober 2023

Angst oder Freude?


Kriege und Unruhen

Krieg in der Ukraine
Krieg in Bergkarabach
Krieg in Israel
Bürgerkriege im Kongo, Jemen, Somalia, Syrien etc. (Diese Kriege dauern schon so lange, dass wir uns dran gewöhnt haben und sie kaum noch beachten)
Chaos und Unsicherheit nach Krieg in Afghanistan
Konflikte, Bürgerkriege und Umstürze in Mali, Niger, Haiti, Nigeria, Äthiopien und viele andere Regionen

Erdbeben

Brandneu: Afghanistan
Iran
Türkei
Syrien
Marokko
… und andere

Naturkatastrophen

Massive Überflutungen in überaus zahlreichen Ländern mit vielen Toten
Massive, z.T. nie dagewesene Feuerbrände in zahlreichen Ländern
Trockenheit und Ernteverluste


Religionsfreiheit

300 Millionen Christen werden in unserer Zeit verfolgt, unterdrückt, benachteiligt, ermordet.
In verschlossenen und „offenen“ Ländern wächst der Hass auf Christen und ihre Glaubensgrundlage: die Bibel


Anderes

Anarchie in vielen Ländern
- Haiti: Kenianische Gewaltpolizei soll für Ordnung sorgen
- Schweden: Militär soll Bandengewalt bekämpfen
- Afrikanische Länder: die mörderischen Wagner Söldner sollen Regierungen helfen
- Trockenheit und Kriegstaktiken verhindern Ernte und / oder Export/Import von Grundnahrungsmittel
- Alte und neue Krankheiten
- In vielen Ländern die Demokratie in Gefahr
- Starker Moralischer Verfall und gleichzeitige Intoleranz gegenüber Andersdenkender

Wer regelmäßig Nachrichten anschaut oder liest, fragt sich momentan jeden Tag, welche neue Schauernachricht heute präsentiert wird. Menschen ohne Gott haben Angst – berechtigte Angst. Sie haben keine begründete Hoffnung auf Besserung, wenn sie Tag für Tag das Elend in der Welt sehen.

Menschen, die Jesus kennen freuen sich nicht über Not, Tod, Elend und Leiden. Im Gegenteil: sie sind bestrebt, Leiden zu lindern und Trauernden beizustehen. Aber sie handeln nicht aus Verzweiflung, nicht mit Klagen, Kleben, zornigen oder verzweifelten Weltrettungsversuchen, sondern mit dem Wissen: Es wird nicht mehr besser. Ihr Augenmerk gilt nicht der Rettung einer Welt, deren Zustand (siehe oben) immer lauter ruft: „Jesus kommt wieder! Alle Zeichen stehen auf grün! Ihr Augenmerk gilt vielmehr ihrem Herrn, Jesus. Die Zeichen, die uns zurufen, dass Er bald kommt, bewirken in Christen, dass sie sich bereit machen, Ihn zu empfangen. Gleichzeitig rufen sie ihren Mitmenschen zu: „Mach Dich bereit, Gott zu begegnen!“

Wer Jesus kennt, hat keine Angst, sondern Freude
Keine Freude über den traurigen Zustand der Welt, sondern Freude über das baldige Kommen Jesu.
Wer Jesus kennt, der wartet auf Ihn!
Wer die Geschehnisse der Welt beobachtet, erkennt, dass Er bald kommt!
Wer erkennt, dass Jesus bald kommt, beachtet Sein Wort:

Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht. (Lukas 21:28)

Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist. (1. Johannes 3:3)

Sonntag, 8. Oktober 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Philemon 8-25

8 Darum, obwohl ich in Christus volle Freiheit hätte, dir zu gebieten, was sich geziemt,
9 so will ich doch, um der Liebe willen, vielmehr eine Bitte aussprechen, in dem Zustand, in dem ich bin, nämlich als der alte Paulus, und jetzt auch ein Gefangener Jesu Christi.
10 Ich bitte dich für mein Kind, das ich in meinen Fesseln gezeugt habe, Onesimus[1],
11 der dir einst unnütz war, jetzt aber dir und mir nützlich ist. Ich sende ihn hiermit zurück;
12 du aber nimm ihn auf wie mein eigenes Herz!
13 Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle diene in den Fesseln, die ich um des Evangeliums willen trage;
14 aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun, damit deine Wohltat nicht gleichsam erzwungen, sondern freiwillig sei.

15 Denn vielleicht ist er darum auf eine kurze Zeit von dir getrennt worden, damit du ihn auf ewig besitzen sollst,
16 nicht mehr als einen Sklaven, sondern, was besser ist als ein Sklave, als einen geliebten Bruder, besonders für mich, wie viel mehr aber für dich, sowohl im Fleisch als auch im Herrn.
17 Wenn du mich nun für einen hältst, der Gemeinschaft mit dir hat, so nimm ihn auf wie mich selbst.
18 Wenn er dir aber Schaden zugefügt hat oder etwas schuldig ist, so stelle das mir in Rechnung.
19 Ich, Paulus, schreibe es eigenhändig: Ich will es erstatten! Ich will ja nicht davon reden, dass du auch dich selbst mir schuldig bist.
20 Ja, Bruder, lass mich von dir Nutzen haben im Herrn! Erquicke mein Herz im Herrn!
21 Im Vertrauen auf deinen Gehorsam schreibe ich dir, weil ich weiß, dass du noch mehr tun wirst, als ich dir sage.
22 Zugleich aber bereite mir auch eine Herberge, denn ich hoffe, dass ich euch geschenkt werde durch eure Gebete.
23 Es grüßen dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus,
24 Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter.
25 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist! Amen.

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
 Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Du sagst, dass du nicht recht beten könntest.
Ist denn kein Oh, kein Ach in deinem Herzen? 
Und gesetzt, du könntest auch dieses nicht finden, 
so sage es dann Jesus nur einfältig, 
dass du nicht könntest beten, 
dann betest du schon."
(Gerhard Tersteegen)