„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 13. Juni 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch der Sprüche

Wie im Buch der Psalmen ist es auch im Buch der Sprüche schwer, „den“ besonderen Vers zu finden. Zu viele Verse zu zu vielen Themen. Einer besser und wichtiger als der andre. Darum müssen wir uns auch im Buch der Sprüche für einen von vielen „besonderen“ Versen entscheiden. Heute fällt die Entscheidung für Sprüche 18:1. Es ist ein Vers, der im Individualismus unserer Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt und der hier in verschiedenen Versionen zitiert werden soll, um die Bandbreite seiner Aussage zu zeigen.

Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und wehrt sich gegen alles, was heilsam ist. (Schachter)

Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und widersetzt sich allem, was gut ist. (Luther)

Wer andere Menschen meidet, denkt nur an sich und seine Wünsche; er wehrt sich gegen alles, was ihn zur Einsicht bringen soll. (Hoffnung für Alle)

Wer sich absondert, trachtet nach einem Gelüst; gegen alle Einsicht geht er heftig an. (Elberfelder)

In den letzten Jahren hat dieser Vers an Aktualität zugenommen. Die Pandemie hat so manche  Gemeinde gespalten und ungezählte Kleingruppen geschaffen, die sich in Interessengruppen von ihren Gemeinden abgespalten haben. Manche haben als Splittergemeinden zusammen gefunden, manche haben jede Verbindlichkeit aufgegeben und sind in Livestreams hängengeblieben oder haben die Nachfolge komplett aufgegeben.

Gottes Wort erklärt die Motivation und Herzenseinstellung hinter solchen Abspaltungen: das Trachten nach den eigenen Lüsten. Das „nur an sich denken“ und das „über alles andere Stellen“ der eigenen Wünsche.

Gottes Wort warnt auch vor den schlimmen Folgen der Absonderung: Ein aktives Angehen gegen das, was heilsam ist. Offensichtlich ist damit die Gemeinschaft der Heiligen genannt. Die Gemeinschaft der Heiligen ist heilsam, denn dort ist Jesus zu Hause. Dort wird die Heilsalbe des Wortes Gottes aufgetragen. Dort werden die Gaben des Heiligen Geistes zum gemeinsamen Nutzen praktiziert. Dort wird mir gedient, damit ich heile und wachse und dort diene ich, damit andere heilen und wachsen. Wer sich aber absondert, trennt sich aktiv von dem, was Gott zu unserer Heilung bestimmt und eingerichtet hat.

Gottes Handeln durch die Gemeinde ist in Gottes Wort so klar als Gottes Weg beschrieben, dass ein Abtun oder eine Neudefinition der „Gemeinde“ offensichtlich ein „Angehen gegen alle Einsicht“ ist. Immer wieder hört man die Argumente: „Wo zwei oder drei im Namen Jesu beisammen sind … da ist Gemeinde.“ Das aber lehrt die Bibel nicht! Die Bibel spricht vom Leib Jesu, der an der Liebe zueinander erkannt wird – nicht an der Absonderung voneinander.

Und so soll heute Sprüche 18:1 unser besonderer Vers aus dem Buch der Sprüche sein:

Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und wehrt sich gegen alles, was heilsam ist.

Als neutestamentliches Gegenstück würden – zumindest teilweise – die Verse aus Hebräer 10:25 und Johannes 13:35 in Frage kommen:

„Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, wie es sich einige angewöhnt haben. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr kommt.“ … „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“

Montag, 12. Juni 2023

Das Negative

 
Es ist schon interessant. Wenn wir an verschiedene Bibelstellen denken – oder an verschiedene Personen in der Bibel – dann fällt uns oft (nicht immer) zunächst das Negative auf.

In 1 Mose 3 steht verständlicherweise der Sündenfall im Vordergrund. Das Schlimmste, das auf der Erde passiert ist. Die Mutter aller schlimmen Ereignisse bis heute. Aber tatsächlich findet sich etwas so gewaltig Gutes im selben Kapitel, dass es das Negative übertrumpft. In 1 Mose 3:15 wird berichtet, wie Gott zur Schlange, zu Satan, sagt:

Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

In Vers 21 lesen wir:

Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.

Das sind zwei Verse, die etwas Gewaltiges andeuten: Satans Macht wird besiegt werden und ein Blutopfer wird die Folgen der Sünde bedecken.

Wir sollten – nein, wir dürfen diese Verse nicht überlesen. Tatsächlich sind das die Verse, an denen wir uns festhalten können und dürfen. Dass der Sündenfall geschehen ist, stellen wir Tag für Tag fest, sowohl in der Welt wie auch in unserem Leben. Aber während das eine deprimierende Erinnerung ist, dürfen wir nicht die Verse und die Botschaft überlesen, die alles ändern kann. Jesus hat Satan besiegt und unsere Schuld vergeben – so die neutestamentliche Auflösung von 1 Mose 3:15+21.

Hier noch ein ähnlicher Gedankengang aus dem Neuen Testament. Eine der bekanntesten Episoden aus dem Leben des Petrus ist sein Fischzug. Mindestens ebenso populär, vielleicht noch populärer, ist sein Versagen, als er Jesus verleugnet. Natürlich macht uns der Bericht über sein Versagen und Jesu Reaktion darauf (nach Seiner Auferstehung) Mut. Aber die beiden Beispiele aus dem Alten und Neuen Testament machen doch deutlich, wie leicht es uns fällt, einseitig fast immer das Negative zu betonen.

In unserem Alltag geht es uns mitunter nicht viel besser. Die Aussage: „Für jeden Kritikpunkt sollten wir 10 Komplimente machen“ hat schon was für sich. Wir finden das Haar in der Suppe und an einem schönen Tag kann uns eine kurze Begegnung alles verderben. In Prediger 10:1 werden wir belehrt:

Tote Fliegen bewirken, dass das Öl des Salbenbereiters stinkt und verdirbt; ein wenig Torheit wiegt schwerer als Weisheit und Ehre!

Schade! Eine einzige tote Fliege kann das ganze Öl verderben. Ein einziger Satz von uns kann den Tag unseres Nächsten verderben. Und ein einziger Satz unseres Nächsten kann unseren Tag verderben. Aber hier endet die Anwendung. Ja, das kann passieren. Aber es muss nicht passieren!

So wie wir in 1 Mose 3 des Problems Lösung erkennen – und uns darüber freuen dürfen, und so wie wir bei Petrus nicht nur das Versagen, sondern auch viele positive Beispiele finden, so können wir uns auch im Alltag wappnen, nicht bei dem Negativen hängen zu bleiben – bei dem Satz, den uns jemand an den Kopf geknallt hat, bei dem Versagen, das uns wieder mal zu Fall gebracht hat, bei dem Missgeschick, dass sich mal wiedereingestellt hat. All das muss uns nicht den ganzen Tag hinterherlaufen. All das muss nicht unsere Gedanken gefangen nehmen und uns belasten. Philipper 4:8 nennt das Gegenmittel zum Gift des Negativismus:

„Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“

Nicht auf das Negative fokussieren, sondern auf das, was gerecht, rein und lobenswert ist. Sicher, wenn es Sünde ist, sollen wir es bekennen – und dann dürfen wir die Sünde vergessen und uns über die Vergebung Jesu freuen. Sind es negative Dinge, die wir erfahren, erfahren haben oder die uns angetan wurden, dürfen wir sie Jesus (auch immer wieder) nennen, sie hinter uns lassen und uns auf das konzentrieren, was wahrhaftig, ehrbar und liebenswert ist.

 Sicher kein einfach anzuwendendes Gegenmittel, aber ein wirksames!

Sonntag, 11. Juni 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext:
2 Könige 4:8-37 und 2 Könige 8:1-6

8 Und es geschah eines Tages, dass Elisa nach Schunem ging. Dort wohnte eine vornehme Frau, und die nötigte ihn, bei ihr zu essen. So oft er nun vorbeikam, kehrte er dort ein, um zu essen.
9 Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe doch, ich erkenne, dass dies ein heiliger Mann Gottes ist, der immer bei uns vorbeikommt.
10 Lass uns doch ein kleines gemauertes Obergemach errichten und für ihn ein Bett sowie Tisch, Stuhl und Leuchter hineinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt!
11 Es geschah nun eines Tages, dass er dort hinkam, und er kehrte in das Obergemach ein und legte sich darin hin.
12 Und er sprach zu seinem Burschen Gehasi: Rufe diese Schunamitin! Da rief er sie, und sie trat vor ihn hin.
13 Und er sprach zu ihm: Sage ihr doch: Siehe, du hast unsertwegen so viel Sorge gehabt; was kann ich für dich tun? Hast du etwas, weswegen ich mit dem König oder mit dem Heerführer für dich reden sollte? Sie sprach: Ich wohne ja mitten unter meinem Volk!
14 Er sprach: Was könnte man für sie tun? Gehasi sprach: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt!
15 Da sagte er: Rufe sie! Und als er sie rief, trat sie unter die Tür.
16 Und er sprach: Um dieselbe Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn ans Herz drücken! Sie sprach: Ach nein, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht!
17 Aber die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit im nächsten Jahr, so wie Elisa ihr verheißen hatte.
18 Als aber der Knabe heranwuchs, geschah es eines Tages, dass er zu seinem Vater, zu den Schnittern hinausging.
19 Da sprach er zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Jener aber befahl einem Knecht: Trage ihn zu seiner Mutter!
20 Der hob ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er saß auf ihrem Schoß bis zum Mittag, dann starb er.
21 Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, schloss hinter ihm zu und ging hinaus;
22 und sie rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den Knechten und eine Eselin, ich will schnell zu dem Mann Gottes gehen, aber [bald] wiederkommen!
23 Er sprach: Warum gehst du heute zu ihm? Es ist doch weder Neumond noch Sabbat! Sie sprach: Lebe wohl!
24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knecht: Treibe das Tier immerzu an und halte mich nicht auf beim Reiten, es sei denn, dass ich es sage!
25 So ging sie denn und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Als aber der Mann Gottes sie aus einiger Entfernung sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: Sieh dort die Schunamitin!
26 Nun laufe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut? Sie sprach: Jawohl!
27 Als sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, umfasste sie seine Füße; da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach: Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der HERR hat es mir verborgen und es mich nicht wissen lassen!
28 Sie aber sprach: Habe ich denn von meinem Herrn einen Sohn erbeten? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht täuschen?
29 Da sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin! Wenn dir jemand begegnet, so grüße ihn nicht, und grüßt dich jemand, so antworte ihm nicht, und lege meinen Stab auf das Angesicht des Knaben!
30 Aber die Mutter des Knaben sprach: So wahr der HERR lebt und so wahr deine Seele lebt, ich lasse nicht von dir! Da machte er sich auf und folgte ihr.
31 Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte dem Knaben den Stab auf das Angesicht; aber da war keine Stimme und kein Aufmerken. Und er kehrte um, ihm entgegen, und berichtete es ihm und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht!
32 Als nun Elisa in das Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett.
33 Und er ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu dem HERRN.
34 Dann stieg er hinauf und legte sich auf das Kind, und er legte seinen Mund auf den Mund des Kindes und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über es, dass der Leib des Kindes warm wurde.
35 Danach stand er auf und ging im Haus einmal hierhin, einmal dorthin; dann stieg er wieder hinauf und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal; danach tat der Knabe die Augen auf.
36 Und er rief Gehasi und sprach: Rufe die Schunamitin! Da rief er sie, und als sie zu ihm hereinkam, sprach er: Da nimm deinen Sohn!
37 Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen und neigte sich zur Erde, und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.

2 Könige 8:1 Und Elisa redete mit der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, und sprach: Mache dich auf und geh hin mit deinen Hausgenossen und halte dich in der Fremde auf, wo du kannst! Denn der HERR hat eine Hungersnot herbeigerufen. Und sie kommt auch in das Land, sieben Jahre lang!
2 Und die Frau machte sich auf und machte es so, wie der Mann Gottes sagte, und zog hin mit ihren Hausgenossen und hielt sich sieben Jahre lang im Land der Philister auf.
3 Als nun die sieben Jahre vorbei waren, kam die Frau wieder aus dem Land der Philister, und sie ging hin, um den König anzurufen wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder.
4 Der König aber redete eben mit Gehasi, dem Knecht des Mannes Gottes, und sprach: Erzähle mir doch alle die großen Taten, die Elisa getan hat!
5 Und es geschah, während er dem König erzählte, wie jener einen Toten lebendig gemacht hatte, siehe, da kam eben die Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, dazu und rief den König an wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder. Da sprach Gehasi: Mein Herr und König, dies ist die Frau, und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat!
6 Da fragte der König die Frau, und sie erzählte es ihm. Da gab ihr der König einen Kämmerer mit und sprach: Verschaffe ihr alles wieder, was ihr gehört; dazu allen Ertrag der Felder seit der Zeit, da sie das Land verlassen hat, bis jetzt!

Anbetung - Zeugnis 
Predig - Gebet 
Gemeinschaft
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Jesus kommt nie zu spät, er kommt spätestens pünktlich."
(unbekannt)

Samstag, 10. Juni 2023

Morgen ist Sonntag ...

Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel
und brachen das Brot (hin und her) in den Häusern,
nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens.

(Apostelgeschichte 2:46)

„Jeden Tag“ … und wieder dieses Wort „beständig“. Sie blieben beständigjeden Tag in Gemeinschaft – hin und her in den Häusern. Sicher: die Umstände andere heute. Außerdem:

ð Wer damals reisender Händler war, der konnte auch damals nicht an täglichen Treffen teilnehmen.

ð Wer 6-7 Kinder hatte, konnte sich nicht jeden Abend mit Geschwistern treffen.

ð Vermutlich hat manch ein Bauer, dessen Kuh gerade kalbte, auch mal ein abendliches Treffen ausfallen lassen.

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D
as ist nicht der Punkt! Der Punkt ist, dass Gotteskinder Familie sind: – Brüder und  Schwestern, die einander lieben und deren Gemeinschaft miteinander in der Gegenwart Gottes etwas ganz Besonderes ist und wichtig zu unserem Wachstum.

Vor Jahren hatte ein Bekannter von mir Fußballtickets seiner Firma für ein Fußballderby bekommen und mich eingeladen, mitzufahren. Ich sagte danke und fuhr mit, ausgerüstet mit Schal und Mütze in den Farben meines Vereins. Das Spiel fand allerdings im Stadion der gegnerischen Mannschaft statt. Hundertschaften der Polizei eskortierten viele Fans der Gastmannschaft zu ihrem eigenen Schutz.

Da wir Karten für die Tribüne hatten, waren wir in einem Bereich, in dem es etwas gesitteter zuging. Als wir allerdings ins Stadion hineingingen, wurden wir aus den oberen Rängen wüst beschimpft.

Meine Vereinsfarben erregten den Zorn anderer Fans. Ich war froh, dass ich in Gemeinschaft mit anderen war. Während des Spiels waren wir zwar definitiv in der Minderheit und von Anhängern des gegnerischen Vereins umgeben, aber hier und da saßen auch Fans mit meinen Farben – und so haben wir uns gegenseitig ermutigt.

Als Gotteskinder tragen wir die Vereinsfarben Jesu: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Die passen aber nicht in das Stadion dieser Welt.

Wir werden ausgepfiffen.  Wir jubeln Jesus zu, den die Welt ablehnt!
Wir stehen auf für die Ziele Jesu – wenn die Mehrheit sitzen bleibt.

Und irgendwann wird das anstrengend, und wir brauchen Ermutigung Wir brauchen die Bestätigung, dass wir nicht alleine sind: Gemeinschaft – so nennt es die Bibel!

Keiner kann darauf verzichten. Jeder von uns hat nur ein bestimmtes Maß an Kraft. Und wenn wir nicht in der Gemeinschaft mit anderen Gotteskindern gestärkt werden, dann werden wir schwach. Wir hören auf zu wachsen und wir übernehmen mehr und mehr die Farben des gegnerischen Teams – manchmal, ohne es zu merken (oder ohne es merken zu wollen). Die ersten Christen blieben beständig in Gemeinschaft – und das Evangelium breitete sich as und das Reich Gottes wuchs!

Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! (Hebräer 10:25)

Zu unserem Gottesdienst morgen um 10:30 Uhr laden wir herzlich ein:

 Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Herzlich Willkommen!

Freitag, 9. Juni 2023

Schlagfertigkeit

Der kleine Erich wurde von seiner Mutter zum Bäcker geschickt, um einen Laib Brot für 1,55 Euro zu kaufen. Während der Bäcker das Brot in eine Tüte packte, bemerkte der Junge, dass das Brot recht klein aussah und fragte vorsichtig: Ist der Laib Brot nicht etwas zu klein für 1,55? Du wirst weniger tragen müssen“, meinte der Bäcker. Der Junge legte € 1,30 in Kleingeld auf die Theke. Da fehlen 25 Cent“, so der Bäcker. Das stimmt“, antwortete der Junge schlagfertig. Du wirst weniger zu zählen haben.

Immer wieder meinten auch die Menschen zur Zeit Jesu, sie könnten Jesus austricksen mit ihren Fragen und Kommentaren. „Müssen wir dem Kaiser Steuer zahlen?“ fragten die einen. „Darf sich ein Mann aus jedem beliebigen Grund von seiner Frau trennen?“ wollten andere wissen. Aber Jesus war schlagfertig. Freundlich, aber schlagfertig!

Eines Tages kam ein ganz Schlauer. Vom ihm heißt es in Lukas 10:25:

Und siehe, ein Gesetzesgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?

Offensichtlich hatte er gehofft, Jesus würde eine falsche Antwort geben. Aber Jesus „bestand“ die Prüfung, indem Er den Fragesteller seine eigene Frage beantworten ließ (Vs 27):

„Er aber antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!«

Dann aber dachte der stolze Schriftgelehrte, er könne den „Dummen“ spielen und wollte Jesus erneut in Verlegenheit bringen. „Wer ist denn mein Nächster?“ fragt er ganz unschuldig.

Hätte er besser nicht gefragt. Denn jetzt kommt Jesu Antwort, auf die er vermutlich lieber verzichtet hätte. Jesus erzählt eine Geschichte von einem Mann, vermutlich ein Jude, der unter die Räuber fiel. Zwei gesetzestreue Landsleute, ein Priester und ein Levit, ließen ihn schwerverletzt liegen und brachten lieber sich selbst in Sicherheit. Dann kommt ein den Juden verhasster und verachteter Samariter vorbei, der sich aufopferungsvoll und auf eigene Kosten um den Geschädigten kümmert.

Am Schluss der Geschichte fragt Jesus seinen Gegenüber: Von dem Priester , dem Leviten und dem Samariter – wer war dem Überfallenen der Nächste?  Der Gesetzeslehrer, der Samariter verachtete, konnte nicht mal antworten: „Der Nächste war der Samariter.“ Das Wort „Samariter“ war wohl zu unrein für ihn und so antwortet er: „Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat!

Argumentieren wir nicht auch manchmal mit Jesus? Nicht offen, aber im Herzen. „Soll ich diese Sache jetzt wirklich tun?“ „Muss ich mich wirklich davon fernhalten?“ „Ist dieses oder jenes nicht extrem?“ – Vielfach sind es nur Ausreden, Entschuldigungen, wie bei dem Gesetzeslehrer. Aber Jesus hat Seine Art, Seine Schlagfertigkeit, die richtigen Worte. Jesus hat Seinen Heiligen Geist, der uns führt und zieht und bremst. Wenn wir auf Jesus hören und der Leitung Seines Geistes folgen, sind das nicht immer die Wege oder Antworten, die wir uns gewünscht hätten, aber immer die Wege und Antworten, die uns am Ende glücklich machen.

Gottesdienst am kommenden Sonntag findet trotz der Gemeindefreizeit wie immer statt: 10:30 Uhr @ CCFG / Neunkirchen

Donnerstag, 8. Juni 2023

Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi

 ... oder kurz: „Fronleichnam“, das ‚Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi’. Fronleichnam ist ein katholisches Fest, in dem die katholische Kirche die Eucharistie würdigt.

Im Jahr 1209 v. Chr. berichtet die Mystikerin Juliana von Lüttich von mehrfachen Visionen, in denen ihr offenbart worden sei, dass der Kirche Jesu ein Fest zur Verehrung der Eucharistie fehle. Im Jahr 1246 beginnt man im Bistum Lüttich, ein solches Fest zu feiern. 1264 setzt der damalige Papst, Urban IV, das Fronleichnamfest als verbindlich für die gesamte Kirche ein.

Wichtigster Teil des Festes ist die heilige Messe, deren Inhalt sich um die Bedeutung der Eucharistie dreht. Oft schließt sich eine Prozession mit Gesang, Gebet, Lesung der Evangelien und liturgischem Segen an. Dabei wird eine geweihte Hostie durch die Straßen getragen, um zu veranschaulichen, dass Christus, das „Brot des Lebens“ in der Mitte seines Volkes ist.

Evangelische und vor allem freikirchliche Christen verstehen die Eucharistie, das Abendmahl, anders. Für sie gilt:

1. Das Abendmahl hat keine sündenvergebende Wirkung. Die Bibel lehrt (Lukas 24:47):
„In seinem (Jesu) Namen soll
Buße zur Vergebung der Sünden
verkündigt werden unter allen Völkern.“ 
 
Vergebung kommt nicht durch irgendeine Liturgie, sondern durch Buße (Umkehr)
 
2. Die Elemente des Abendmahls sind nicht tatsächlich Leib und Blut Jesu, sondern Brot und Saft vom Gewächs des Weinstocks. Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:26):
Sooft ihr dieses Brot esst
und diesen Kelch trinkt,
verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 
 
Beim Abendmahl essen Christen Brot und trinken aus dem Kelch (in dem das Gewächs des Weinstocks ist - Wein oder Traubensaft). 
 
3. Das Abendmahl hat keine mystische Wirkung sondern einen Erinnerungseffekt! Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:23-25)
 
Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward,
nahm er das Brot, dankte und brach's und sprach:
Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird;
das tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl
und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut;
das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
 
Das Abendmahl erinnert uns an das, was Jesus für uns getan hat. WAS Er für uns getan hat, wird allerdings nicht wirksam durch dieses Gedenken, sondern nur durch den persönlichen Glauben des Einzelnen. 
Fazit: Auch nicht-katholische Christen feiern und schätzen das Abendmahl. Das Gedenken an das erlösende Werk Jesu am Kreuz stärkt unseren Glauben und bindet uns mehr an Jesus. Aber nicht dem Abendmahl, nicht den Elementen des Abendmahls (Brot und Wein) gebührt irgendwelche Ehre, sondern dem, an den sie uns erinnern und auf den sie hinweisen: JESUS!
 
Gottesdienst am kommenden Sonntag findet trotz der Gemeindefreizeit wie immer statt: 10:30 Uhr @ CCFG / Neunkirchen