„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 14. März 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch Ruth

Das ganze Buch Ruth ist ein besonderes Buch. Es ist die Geschichte einiger Menschen aus dem Volk Israel und einer Heidin, die sich dem Volk und dem Gott Israels angeschlossen hat. Außerdem ist eine Liebesgeschichte in den Text hineingeflossen.

Da es sich um ein kurzes Buch handelt mit nur 4 Kapiteln, ist die Auswahl an „besonderen“ Versen nicht zu groß. Definitiv im Rennen ist Aussage von Ruth in Ruth 1:16+17, als sie zu ihrer Schwiegermutter sagt:

„Dringe nicht in mich, dass ich dich verlassen und mich von dir abwenden soll! Denn wo du hingehst, da will ich auch hingehen, und wo du bleibst, da will ich auch bleiben; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott! 17 Wo du stirbst, da sterbe auch ich, und dort will ich begraben werden; der Herr tue mir dies und das und noch mehr, wenn nicht der Tod allein uns scheiden soll!“

Ein herrliches Vorbild für eine Herzenseinstellung, die auch wir Christen übernehmen sollten. Auch die Aussage in Ruth 4:14 ist bemerkenswert, als jüdische Frauen zu Noemi sagen:  

„Da sprachen die Frauen zu Naemi: Gepriesen sei der Herr, der dir zu dieser Zeit einen Löser nicht versagt hat! Sein Name werde gerühmt in Israel!“

Wir dürfen gerne in ihr Lob einstimmen und sagen: „Gepriesen sei der Herr, der uns den Erlöser nicht versagt hat! Jesu Name werde gerühmt in Ewigkeit!“

Aber der besondere Vers soll heute ein Vers sein, der zwischen den beiden Kapiteln liegt. In Ruth 2:12, als Boas, ihr zukünftiger Ehemann sie zum ersten Mal anspricht und sagt:

Der Herr vergelte dir deine Tat,
und dir werde voller Lohn zuteil von dem Herrn,
dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist,
um Zuflucht zu suchen unter seinen Flügeln!

 Vergeltung vom Herrn – aber positiv. Lohn vom Herrn für Ruth, die Zuflucht gesucht hat unter Seinen Flügeln, in Seinem Schutz und fortan Ihm und den Seinen gedient hat.

„Dir werde voller Lohn zuteil von dem Herrn!“ Das hat sich voll erfüllt! Ruth fand im fremden Land einen neuen Ehemann, nachdem ihr erster verstorben war. Sie fand einen „Löser“, wodurch ihre Schwiegermutter Versorgung und inneren Frieden fand. Der größte Segen war sicherlich, dass Ruth eine der Vorfahren Jesu werden durfte und Urgroßmutter Davids.

Wer zu dem Herrn kommt und unter Seinen Flügeln Zuflucht sucht, dem wird voller Lohn vom Herrn zuteil. Hat je ein Mensch sein Herz, sein Leben und seine Kraft Jesus geschenkt ohne (positive) göttliche Vergeltung; ohne vollen Lohn zu empfangen?

Es beginnt mit dem Empfang der Vergebung, mit dem Geschenk eines neuen Lebens, eines ewigen Lebens in der ewigen Herrlichkeit Gottes. Ewiges Leben, das hier bereits beginnt und in der Ewigkeit in ein Leben mündet ohne Leid, Schmerz, Tränen und Tod. Bereits jetzt haben wir Zugang zu einem Gott, dem nichts unmöglich ist, haben einen Freund, treuer als jeder menschliche Freund, einen Tröster in Not, einen Beistand in Zeiten von Schmerz und Leid. Wir haben einen Gott, der mit uns redet, Fragen beantwortet, Leitung schenkt, versorgt, erfreut, aufrichtet, immer wieder vergibt, wenn wir stolpern und fallen und uns nie – NIE! – verlässt. Was für ein Segen; was für ein Lohn; was für Verheißungen!

Weil auch wir einen Retter haben, der alle sieht und segnet, die Ihm von Herzen nachfolgen, darum soll unser heutiger besonderer Vers aus dem Buch Ruth lauten:

„Dir werde voller Lohn zuteil von dem Herrn!“

Montag, 13. März 2023

Tragische Gleichgültigkeit

Am vorletzten Sonntag im Gottesdienst (und vor einer Woche hier im Blog) haben wir einen Blick auf Belsazar geworfen, den Enkel Nebukadnezzars. Er sah die Schrift an der Wand, durch die Gott ihm mitteilte: „Ich habe Dich gezählt, gewogen und für zu leicht befunden!“

Zu lange war Belsazar gleichgültig Gott gegenüber gewesen. Er muss die Gottesbegegnungen seines Großvaters gekannt haben. Aber es kümmerte ihn nicht! Er muss die Warnungen Gottes gekannt haben, dass das babylonische Reich besiegt werden wird (Daniel 2). Aber es kümmerte ihn nicht. Als er mit seinen 1000 Großen ein opulates Saufgelage veranstaltete, standen die Meder und Perser bereits vor den Toren der Hauptstadt. Aber es kümmerte ihn nicht. Dann war es zu spät!

In Portugtal gibt es die Geschichte von einem Kloster, das in 1000m Höhe an einer Felsklippe gebaut wurde. Es konnte nur durch eine angsteinflößende Fahrt in einem schwingendem Korb den Berg hinauf erreicht werden. Der schwere Korb wurde mit einem einzigen Seil von kräftigen Männern gezogen, die dabei ordentlich ins Schwitzen kamen. Ein Tourist besuchte das Kloster und wurde auf halber Strecke zur Klippe nervös, als er bemerkte, wie ausgefranzt und alt das Seil war.

„Wie oft wechselst ihr denn das Seil?“ fragte er den Mönch, der mit ihm im Korb stand und hoffte auf eine beruhigende Antwort. Der Mönch antwortete gelassen: „Immer wenn es reißt!“

Das schien auch König Belsazars Einstellung gewesen zu sein: Solange die Meder und Perser vor der Stadt stehen und nicht in der Stadt – solange brauche ich mich nicht zu kümmern.

Und er kümmerte sich nicht … bis es zu spät war. Ähnlich, wie der Pharao zur Zeit Moses. Immer wieder gab Gott ihm die Möglichkeit zur Umkehr, immer wieder verhärtete er sein Herz – bis es schließlich so hart war, dass es zu spät für jegliche Umkehr war.

„Ich habe Dich gezählt, gewogen und für zu leicht befunden!“ – so Gottes Worte an den König. Gnadenzeit verpasst.  Das hört sich ziemlich radikal und gnadenlos an, oder? Gab es nicht immer noch ein Hintertürchen für die Gnade Gottes?

ð Als Kain Abel erschlug, kennzeichnete Gott den Mörder, damit niemand ihn erschlug. Das war doch Gnade!

ð Als Gott die Sündflut schickte, gewährte Er während der 120jährigen Bauzeit 120 Jahre Gnade zur Umkehr.

ð Als Israel den Götzen diente, warnte Gott sie über viele hundert Jahre durch viele Propheten und bot Gnade statt Gericht für den Fall der Umkehr an.

ð Als Daniel Nebukadnezar in Kapitel 4 prophezeit, dass der König 7 Jahre lang wahnsinnig sein würde, schenkte Gott Nebukadnezar tatsächlich ein ganzes Jahr Bedenkzeit, um sich zu besinnen und zu ändern – was er nicht tat und darum kam Gottes Gericht über ihn.

Abr Belsazar hatte alle Warnungen Gottes ignoriert. Er hatte sich sicher gefühlt und über den allmächtigen Gott erhoben, Ihn herausgefordert und gelästert.

Wir alle kennt das Verkehrsschild: Sackgasse. Manchmal hängt darunter ein Schild: Keine Wendemöglichkeit

Daniels Botschaft an Belsazar lautet schlicht und einfach: Die Zeit der Gnade Gottes für Dich ist abgelaufen. Du bist in eine Sackgasse gefahren; es gibt für Dich keine Wendemöglichkeit mehr.

Vielleicht sind das die Gedanken, die Gott heute Morgen für den einen oder anderen unter uns hat. Ich hoffe nicht! Ich wünsche es nicht. Vielleicht soll uns Belsazar auch nur Warnung und Augenöffner für die Wahrheit sein: Es gibt tatsächlich ein „Zu spät!“ 

ð Es gibt ein ‚zu spät‘ für Umkehr und Bekehrung

ð Es gibt ein ‚zu spät‘ für den Gehorsamsschritt, den Gott heute von uns fordert.

ð Es gibt ein ‚zu spät‘ für Maßnahmen, die ich heute für Jesus ergreifen sollte. Wenn ich das Säen verpasse, gibt’s auch keine Ernte!

Mögen wir schnell sein, den Segen Gottes zu ergreifen, der in Nachfolge und Gehorsam liegt.

Sonntag, 12. März 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Predigttext:
Daniel 6:1-29

1 Und Darius, der Meder, empfing das Königreich, als er 62 Jahre alt war.
2 Darius aber befand es für gut, 120 Satrapen über das Reich zu setzen, die im ganzen Reich verteilt sein sollten,
3 und über diese drei Minister, von denen Daniel einer war; diesen sollten jene Satrapen Rechenschaft ablegen, damit der König keinen Schaden erleide.
4 Da sich nun dieser Daniel vor allen Ministern und Satrapen auszeichnete, weil ein so vortrefflicher Geist in ihm war, so nahm sich der König vor, ihn über das ganze Reich zu setzen.
5 Da suchten die Minister und Satrapen eine Anklage gegen Daniel zu finden im Hinblick auf die Regierungsgeschäfte; aber sie konnten keine Schuld oder irgendetwas Nachteiliges finden, weil er treu war und keine Nachlässigkeit noch irgendein Vergehen bei ihm gefunden werden konnte.
6 Da sprachen jene Männer: Wir werden gegen diesen Daniel keinen Anklagegrund finden, es sei denn im Gesetz seines Gottes!
7 Darauf bestürmten jene Fürsten und Satrapen den König und sprachen: König Darius, mögest du ewig leben!
8 Sämtliche Minister des Königreichs, die Vorsteher und Satrapen, die Räte und die Statthalter erachten es für ratsam, dass eine königliche Verordnung aufgestellt und ein Verbot erlassen werde, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen irgendeine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet, außer an dich allein, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll.
9 Nun, o König, erlasse das Gebot und unterschreibe das Edikt, das nicht abgeändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, welches unwiderruflich ist!
10 Daraufhin unterschrieb der König das Edikt und Verbot.
11 Als nun Daniel erfuhr, dass das Edikt unterschrieben war, ging er hinauf in sein Haus, wo er in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hin hatte, und er fiel dreimal am Tag auf die Knie nieder und betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er es zuvor immer getan hatte.
12 Da stürmten jene Männer herein und fanden Daniel bittend und flehend vor seinem Gott.
13 Sogleich erschienen sie vor dem König und brachten das königliche Verbot zur Sprache: Hast du nicht ein Verbot unterschrieben, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen von irgendeinem Gott oder Menschen etwas erbittet, außer von dir, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll? Der König antwortete und sprach: Die Sache steht fest nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unwiderruflich ist!
14 Da antworteten sie und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Weggeführten von Juda, nimmt keine Rücksicht auf dich, o König, und achtet nicht auf das Verbot, das du unterzeichnet hast, sondern er verrichtet dreimal am Tag sein Gebet!
15 Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt, und er sann darüber nach, wie er Daniel retten könnte, und gab sich bis zum Sonnenuntergang Mühe, ihn zu befreien.
16 Da bestürmten jene Männer den König und sprachen: Bedenke, o König, dass nach dem Gesetz der Meder und Perser kein Verbot und keine Verordnung, die der König aufgestellt hat, abgeändert werden darf!
17 Da befahl der König, dass man Daniel herbringe und in die Löwengrube werfe. Der König begann und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der rette dich!
18 Und man brachte einen Stein und legte ihn auf die Öffnung der Grube, und der König versah ihn mit seinem Siegel und mit dem Siegel seiner Gewaltigen, damit in der Sache Daniels nichts geändert werde.
19 Dann zog sich der König in seinen Palast zurück, und er verbrachte die Nacht fastend und ließ keine Frauen zu sich führen, und der Schlaf floh von ihm.
20 Beim Anbruch der Morgenröte aber stand der König auf und begab sich rasch zur Löwengrube.
21 Und als er sich der Grube näherte, rief er Daniel mit angstvoller Stimme. Der König begann und sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen retten können?
22 Da sprach Daniel zu dem König: O König, mögest du ewig leben!
23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mir kein Leid zufügten, weil vor ihm meine Unschuld offenbar war und ich auch dir gegenüber, o König, nichts Böses verübt habe!
24 Da wurde der König sehr froh und befahl, Daniel aus der Grube heraufzuziehen. Als man aber Daniel aus der Grube heraufgebracht hatte, fand sich keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.
25 Da befahl der König, jene Männer herbeizuholen, die Daniel verleumdet hatten. Und man warf sie in die Löwengrube, sie, ihre Kinder und Frauen; und ehe sie noch den Boden der Grube berührten, waren die Löwen schon über sie hergefallen und zermalmten ihnen alle Gebeine.
26 Darauf schrieb der König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen, die im ganzen Land wohnten: »Euer Friede nehme zu!
27 Es ist von mir ein Befehl erlassen worden, dass man sich im ganzen Bereich meiner Herrschaft vor dem Gott Daniels fürchten und scheuen soll; denn er ist der lebendige Gott, welcher in Ewigkeit bleibt, und sein Königreich wird nie zugrunde gehen, und seine Herrschaft hat kein Ende.
28 Er errettet und befreit, er tut Zeichen und Wunder am Himmel und auf Erden; er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet!«
29 Und diesem Daniel ging es von da an gut unter der Regierung des Darius und unter der Regierung Kyrus’, des Persers.
 
 
Anbetung - Predigt 
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Mit Gott leben ist keine Immunität von Schwierigkeiten, 
sondern Frieden in Schwierigkeiten"
(C.S.Lewis)

"Mit Gott im Reinen zu sein bedeutete oft, 
mit den Menschen in Schwierigkeiten zu geraten."
(A.W.Tozer)