„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Elchbullen

National Geographic, eine bekannte amerikanische Monatszeitschrift, veröffentlichte einen Bericht über die Elche Alaskas. Während der Paarungszeit im Herbst gibt es heftige Führungskämpfe unter den Elchbullen. Mit ihren mächtigen Geweihen gehen sie aufeinander los, oft bis eins der Geweihe – ihre einzige Waffe – knirschend zerstört wird. Das beendet den Kampf und spricht den Sieg dem schwereren Elch zu, mit dem größeren und stärkeren Geweih. Gewonnen wird der Kampf allerdings nicht wirklich im Herbst, sondern im Sommer. Im Sommer fressen die Elche ohne Pause. Das Tier, das die beste Diät findet für das Wachstum des Geweihs, wird zum Schwergewicht im Kampf. Wer auf gute Nahrung verzichtet, hat ein schwächeres Geweih und ein geringeres Körpergewicht. Die Niederlage ist vorprogrammiert.

Satan wird auch jeden Jünger Jesu zum Kampf herausfordern. Gott macht es sehr deutlich, dass wir in einem Kampf stehen. Der Feind sucht sich einen für ihn günstigen Zeitpunkt, um anzugreifen. Mit welchem Ergebnis? Viel hängt von der Zeit ab, bevor der Kampf beginnt.

Der Herr hat uns erwählt, Überwinder zu sein. In Römer 6:37 heißt es:

Aber in dem allem überwinden wir weit 
durch den, der uns geliebt hat.

Jesus ist auf unserer Seite, was uns nicht davon entbindet, auf der Hut und vorbereitet zu sein. Wenn wir reichlich die geistliche Nahrung des Wortes Gottes zu uns nehmen, Gemeinschaft mit anderen suchen und im Gebet feststehen, werden wir überwinden, wozu wir erwählt sind.

Mut, Vertrauen und Erkenntnis für die kommenden Kämpfe entwickeln sich am besten, bevor sie benötigt werden.

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel
und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.
Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk.
Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
(Apostelgeschichte 2:42+47)

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Das Kamel und das Nadelöhr

Eins der Jesusworte, über dass sich die Gelehrten mit am meisten den Kopf zerbrechen ist das Wort aus Markus 10:25:  

Es ist leichter, daß ein Kamel durch das Nadelöhr geht,
als daß ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.

Jesus sagt dieses Wort um zu bestätigen, dass Er nichts zurücknimmt von dem, was Er zuvor gesagt hat: Für Reiche ist der Weg ins Himmelreich schwerer als für andere.

Man hat versucht, dieses Jesuswort zu erklären oder auch wegzuerklären:

Manche lehren, dass Jesus ein kleines Tor in der Jerusalemer Stadtmauer gemeint hat, das als “das Nadelöhr” bekannt gewesen sein soll. Man behauptet, das Tor war so niedrig, dass ein Kamel nur auf den Knien und ohne Lasten da hindurch konnte. Ein rutschendes, robbendes, kniendes Kamel - ich möchte es gesehen haben! Es keine Beweise, dass ein solches Tor überhaupt existierte.

Andere erklären, dass das Wort für „Kamel“ ganz ähnlich ist wie das Wort für Seil. Es war nur ein unterschiedlicher Buchstabe, der falsch abgeschrieben wurde. Aber wo wollen wir beginnen und wo aufhören mit der Erklärung von schwierigen Bibelstellen durch Abschreibfehler? Ein gefährliches Unternehmen.

Dann gibt es solche, denen ich mich anschließe, die davon ausgehen, daß Jesus tatsächlich ein Nadelöhr und ein Kamel meinte und damit klar machte: Niemand kann sich selbst retten.

Jesus bringt durch dieses Wort zwei Wahrheiten zum Ausdruck:
  1. Niemand kann es aus eigenem Bemühen ins Himmelreich schaffen
  2. Für Reiche ist es nochmal besonders schwer.
 Aber – und hier nimmt sogar diese ernste Lehre Jesu eine durchaus positive Wende:
 
Bei Gott sind alle Dinge möglich. (Markus 10:27)

Gott kann! Gott kann Menschen die Augen öffnen, dass Jesus mehr wert ist als die Güter dieser Welt. Jesus kann Menschen die Bereitschaft schenken, diese Erkenntnis in die Tat umzusetzen. Bis in unsere Zeit hat es Menschen gegeben, die Reichtum – oder Erfolg, der zum Reichtum geführt hätte, um Jesu willen aufgegeben haben – und die unglaublich gesegnet wurden.

C.T. Studd gehörte dazu: 1879 begann Studds einzigartige Karriere als britischer Kricketspieler. Er wurde der beste Kricketspieler Englands aller Zeiten, wird auch als „Michael Jordan des Kricket“ bezeichnet (f. die Fussballspieler: der Ronaldo oder Haarland des Kricket) Bis heute halten manche Studd für den Weltbesten des Krickets. Weltkarriere, Ruhm und Geld waren ihm vorherbestimmt. Er lernte den Wert Jesu kennen, gab alles auf, wurde Missionar in China, Indien und Afrika, gründete die Missionsgesellschaft WEC und arbeitete bis zu seinem Tod für Jesus. Seine Einstellung bringt er mit den Worten auf den Punkt:
Wenn Jesus Christus Gott ist – und für mich gestorben ist, dann kann es kein Opfer geben, das für mich zu groß wäre, es Ihm zu bringen!
 
Hudson Taylor kam aus einer gut situierten Fam. in England, studierte Medizin, arbeitete aber sein Leben lang für Jesus, ohne materielle Absicherung.

William Carey hätte es als Botaniker, Professor, Menschenrechtler, Sprachforscher zu etwas bringen können und sich unter die Reichen – die Erfolg-Reichen mischen können. Aber er hatte ein anderes Motto. Sein Motto war: „Erwarte Großes von Gott und unternimm Großes für Gott!“ 

Auch unbekannte Personen erfuhren diese Wahrheit: Wer Jesu Wert erkennt und Ihn an erste Stelle setzt, wird und bleibt gesegnet!

Robert Chapman war reich und hatte einen vielversprechenden Beruf als Anwalt. Mit 30 Jahren bekehrte er sich, hängte seinen Beruf an den Nagel, gab seinen gesamten Besitz auf und begann, Gott zu dienen. Wer ihn kannte, kannte ihn als „den Mann Gottes“. Bis ins Ausland hinterließ er Segensspuren.

John Sung, chinesischer Christ schloss 5 Jahre Studium in den USA mit Bachelor, Master und Doktortiteln ab. Er war ein Chemieexperte und verbrannte nach seiner Bekehrung alle theologisch liberale Literatur. Auf seinem Heimweg nach China warf er seine gesamten Diplomas und Ausbildungsnachweise über Bord, ausgenommen die Doktorarbeit, die er seinem Vater zeigen wollte, der gegen ein Studium gewesen war. In der chinesischen Erweckung nahm John Sung eine Führungsrolle ein.

Das setzt sich fort bis in unsere Tage: George Verwer – unser Zeitgenosse – Gründer von OM, gab bisweilen nicht 10% seines Einkommens, sondern 80% und lebte von den restlichen 20. Nicht, weil er so viel hatte und es sich leisten konnte, sondern weil er gerne gab und die Erfahrung machte, die schon Hudson Taylor formulierte: „Gottes Werk nach Gottes Willen getan wird nie Gottes Unterstützung vermissen.“

Diese alle brauchten nicht als „Kamel durchs Nadelöhr“. Für sie stellte sich dieses Problem nicht. Sie hatten den Wert ihres Retters erkannt und es fiel ihnen nicht schwer, alles andere aufzugeben, um diesen Schatz zu erhalten.

Dienstag, 25. Oktober 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes – V

Auch zum Buchstaben „V“ gibt es eine Vielzahl von Namen, Titeln und Eigenschaften. Dabei wollen wir wie gewohnt nur solche nennen, die klar im Wort Gottes genannt werden. Darum fallen Handlungen wie „Gott vergibt, verheißt, versöhnt“ etc. weg. All das tut Er und Er ist „vergebend“ und „versöhnend“ etc.. Aber weil es nicht explizit als Eigenschaft oder Titel erwähnt wird, werden wir uns auch auf einige der vielen anderen Namen und Wesenszüge konzentrieren. Unser Herr ist …

vertrauenswürdig!
In Psalm 111:7 (NLB) lesen wir: Alles, was er tut, ist gerecht und gut, und alle seine Gebote sind vertrauenswürdig.

Bei unserem Gott kommen wir zur Ruhe. Allah nimmt in den Himmel, wen er will und wirft in die Hölle, wen er will. Wissen kann man nicht, wo man landen wird. 300.000.000 Götter im Hinduismus sind eine riesige Zahl, um auch nur einen Bruchteil davon zu kennen. Der Buddhismus hat – streng genommen – gar keinen Gott, an den man sich wenden kann.

Aber in unseren Herrn, in Seine Gebote und Seine Verheißungen dürfen wir vertrauen. Zu 100%!  So verspricht uns Sein Wort, dass Jesus nicht nur der Anfänger unseres Glaubens ist, der das gute Werk in uns begonnen hat, sondern auch der Vollender. Das ist uns verheißen und darauf dürfen wir vertrauen, denn Er ist vertrauenswürdig. Hebräer 12:2 fordert uns auf, hinzuschauen …

auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.

Jesus, der Anfänger und Vollender unseres Glaubens hat gemeinsam mit dem Vater den Thron im Himmel eingenommen, von wo aus er regiert, lenkt, leitet, erhört – und sich die ganze Zeit mit Seinem himmlischen Vater unterhält – auch über Dich und mich. Was für ein vollkommener Plan! Was für ein vollkommenes Handeln! Was für ein vollkommener Gott!

Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er. (5. Mose 32:4)

Aber der Titel (mit „V“), der uns allen vermutlich zuerst in Bezug auf Gott in den Sinn gekommen ist, ist der Begriff des Vaters. (Oder?) Und da finden wir eine überwältigende Zahl von Erwähnungen. Jemand hat gezählt, dass Gott im Alten Testament 14x, im Neuen Testament 180x als Vater bezeichnet wird. Gott unser Vater! Und als ob das nicht genug wäre, listet die Bibel noch viele Einzelheiten über unseren himmlischen Vater. Wie viele Menschen mussten ohne Vater aufwachsen und haben sich ihr Leben lang nach einem Vater gesehnt. Gott ist der Vater der Waisen.

Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott, der in seinem Heiligtum wohnt (Psalm 68:8)

Wie viele haben nur einen schlimmen oder gar grausamen irdischen Vater gekannt. Manche wollen mit allem was sich „Vater“ nennt gar nichts mehr zu tun haben.  

Aber der himmlische Vater ist das absolute Vater-Ideal. Er ist der Vater, den irdische Väter sich zum Vorbild nehmen sollten (und es viel zu oft nicht – oder gar nie) tun.

Unser himmlischer Vater kümmert sich! Matthäus 6:26:

Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

Unser himmlischer Vater ist gerecht; von A-Z gerecht.

Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. (Johannes 17:25)

Und weil unser himmlischer Vater gerecht ist und sich um uns kümmert, gibt es nichts, wovor wir Angst haben müssten. Da ist nichts Kleingedrucktes, da ist nichts versteckt. Unser himmlischer Vater lebt in Heiligkeit, in Herrlichkeit – im Licht. Darum wird Er auch als solcher bezeichnet (Johannes 17:11 und Jakobus 1:17):

Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir!

Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis. (LÜ)

Es gibt weitere „V“ Titel und Eigenschaften. Mögen die, die heute hier gelistet sind, unsere Herzen erfreuen und zum Nachdenken und zur Anbetung bewegen.

Montag, 24. Oktober 2022

Herr ich preise Dich …

… für Deine Hand über mir

… für Deine Gnade, die sich nach mir ausstreckt

… für Dein Öl, das mich salbt und bevollmächtigt

… für Deinen Geist, der mir Leben schenkt

… für Deine Treue, die mich nicht lässt

… für Deine Augen, die über mir wachen

… für Deine Freude, die mir Lebensmut schenkt

… für Deine Hand, die mich führt

… für Deine Züchtigung, die mich korrigiert

… für Deine Liebe, die mich formt

… für Deine Geduld, die mich festhält

… für Deinen Frieden, der mir die Angst nimmt

… für Deine Freundlichkeit, die mir Geborgenheit schenkt

… für Deine Güte, die jeden Morgen neu ist

… für Dein Wort, das mich Dich erkennen lässt



Herr, ich preise Dich, dass ich zu denen gehören darf,
die Dich kennen und preisen können!

Sonntag, 23. Oktober 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigttext:
Kolosser 4:2-4

2 Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung.
3 Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessentwillen ich auch gefesselt bin,
4 damit ich es so offenbar mache, wie ich reden soll.

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zu gemeinsamem Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Ich sehe in der Bibel eine so enge Verbindung 
zwischen Gebet und Lobpreis, 
dass ich nicht wage, etwas ein wahres Gebet zu nennen, 
in dem Dankbarkeit keinen Platz findet." 
(John Charles Ryle)