„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Immer diese Warnungen

„Höre, mein Volk, ich will dich warnen. Israel,
wenn du mir doch gehorchtest!“ (Psalm 81:9)

Davon gibts schon viele – sehr viele! Warnungen im Wort Gottes. Manchmal Kapitelweise am Stück. Im Alten – wie im Neuen Testament.

Ist das wirklich nötig? Diese ständigen (!) Warnungen?
Ist es nicht ätzend, dasselbe immer wieder zu hören?

Manchmal reagieren wir wie jemand, dem die Eltern sagen: „Nun komm nicht mit dem Auto heim, wenn Du getrunken hast. Ruf an und wir holen dich“.  Reaktion: ‚Ach Mama, du nervst’
Oder: „Vergiss nicht, heute pünktlich heimzukommen. Wir sind bei meiner Mutter eingeladen!“ Reaktion: „Ach Frauchen, Du nervst!“

Es ist so nötig, manches immer wieder zu wiederholen, auch dann, wenn es uns nicht unbedingt passt. Jesus mag sagen: „Wendet Euch nicht ab, denn wenn ihr euch abwendet werdet ihr verlieren!“ Und wir mögen antworten: „Ach, Herr Jesus, du nervst“
Reagiert Petrus nicht so? Jesus sagt Seinen Jüngern: „Ihr werdet euch alle an mir ärgern“.
Petrus antwortet: „Ach Jesus, was sagst Du denn?  ... Ich doch nicht!“

Israel im Aten Testament und wir heute sind umgeben von einer Kultur, die mit biblischen Werten nichts anfangen kann. Dabei hat es in der Kirchengeschichte immer wieder Zeiten gegeben, in denen Gottes Maßstäbe geschätzt wurden. Nicht immer in der besten Art und Weise – aber dennoch respektiert:

-         Ehrfurcht vor Gott und vor dem Glauben stand über dem Recht, alles sagen und jeden Glaubenden beleidigen zu dürfen. Das ist heute anders!
-         Ehrfurcht vor Gott und Seinem Wort stand über dem, was Gottes Wort als unmoralische, sündige Praktiken beschreibt. Das ist heute anders!
-         Ehrfurcht vor Gott verbot die kommerzielle Nutzung von Pornographie. Heute kann man kaum ein Emailprogramm online öffnen, ohne vorher durch einen Pornodschungel zu müssen. Prostitution ist quasi legalisíert.
-         Der arbeitsfreie Sonntag, der sich an dem biblischen Ruhetag orientiert und zum Wohl des Menschen und zur Anbetung Gottes eingeführt wurde, wird jetzt zum Wohl der Wirtschaft, des Wohlstandes und der Vereine wieder geopfert.

Das sind die Gründe, warum Gott immer wieder warnen muss. Aber es gibt auch betreffs Gottes Warnungen durchaus sehr positive Aspekte.

-         Je mehr wir Gottes Güte vor Augen haben, Seiner Wunder gedenken, Seine Verheißungen nicht vergessen und Ihn und Sein Wort im Herzen halten – je weniger bedürfen wir Seiner Warnungen.
-         Wenn wir auf dem guten Weg gehen, werden uns die Warnungen gar nicht mehr stören.
-         Wenn wir auf dem guten Weg sind, dann empfinden wir die Warnungen nicht mehr als warnende Entscheidungshilfen, sondern nur noch als coole Erinnerung und Bestätigung, dass wir auf dem richtigen und heilsamen Weg sind.
 
Laß den guten Weg zur Routine werden, zu einer guten Gewohnheit, dann sind die Warnungen nur noch positive Bestätigungen des richtigen Wegs.

Dienstag, 11. Oktober 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes – T

Ist unser Herr und Gott tolerant? Manche Christen möchten das behaupten. Sicher kommt es auf die Definition von „Toleranz“ an. Gott wird das Böse niemals gut heißen oder Sein Wort ändern.

Ist Gott tierlieb? Wenn es nach der Tierschutzorganisation PETA ginge, müssten laut ihrem Verständnis alle Christen Tierschützer und Vegetarier sein.

Ist unser Herr ein Tyrann? Atheisten und Christenhasser bejahen das und würden das gerne und immer wieder zur Sprache bringen.

Wir suchen uns besser Eigenschaften und Titel, die klar durch Gottes Wort bestätigt werden.

In Johannes 14:26 (LÜ) lesen wir über einen Titel / eine Eigenschaft Gottes, die jeder von uns immer wieder nötig  hat:

Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Welch ein Segen, dass wir in dieser Welt nicht allein gelassen sind! Bis zum Rand gefüllt und überlaufend mit Leid und Schmerz braucht diese Welt den Trost Gottes. Wer den Tröster nicht hat, verzweifelt leicht am Leben. Natürlich sieht das Leiden auf jedem Kontinent anders aus, aber überlaufen tut’s überall. Danke, Herr, dass Du unser Tröster bist und tröstest!

Dass Gott in unserem Leben involviert ist zeigt uns Jesaja 64:7, wo der Prophet anbetet:

Nun aber bist du, Herr, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände.  

Das Werk Seiner Hände – Du und ich das Werk Seiner Hände! Das ist eine starke Aussage. Und immer noch arbeitet der Herr an uns. Als Töpfer ist er noch nicht fertig, etwas Herrliches zu Seiner Ehre aus uns zu machen. Als Töpfer besitzt Er beides: das Recht und das Geschick, das Beste aus unserem Leben zu machen. Danke, Herr, dass Du mich in Deinen Händen hältst und formst. Mach aus mir ein Gefäß zu Deiner Ehre!

Eng verknüpft mit dem geduldigen Wirken Gottes an uns als Töpfer ist Seine Eigenschaft der Treue, die uns in 2 Timotheus 2:13 bezeugt wird:

Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen.

Dieser Vers geht über unser menschliches Begreifen hinaus. Kann man sich an die Aussage dieses Verses gewöhnen? Nicht „falls“, sondern „wenn“ wir untreu sind, bleibt Er treu. Ungezählte Male hätte Gott Grund genug gehabt, einen jeden von uns wegzuschicken, auszustreichen, unter Sein Gericht zu stellen und zu verbannen. Er tut es nicht sondern bleibt treu trotz unserer Untreue. Was für ein Gott! Danke, Herr, für Deine übermenschliche Treue. Hilf mir, Deine Treue nicht billig und gering zu schätzen, sondern auch Dir treu zu folgen.  

Schließlich ein Gedanke auf etwas anderer Ebene, erwähnt in 4. Mose 18:20, wo wir lesen:

Und der HERR sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben, auch kein Teil unter ihnen haben; denn ich bin dein Teil und dein Erbe inmitten der Kinder Israels!

Wenn der Herr unser „Teil“ ist, dann hat Er sich uns gegeben. Er ist unser „Besitzanteil“. Wir „besitzen“ einen Anteil an Ihm. Wir tragen Seinen Namen, Sein Siegel, Kindschaft – wir gehören Ihm und Er gehört uns. Danke, treuer Herr, dass ich Dein Eigentum bin, dass Du (zu) mir gehörst und ich Anteil habe an Deinem Reich, Deinen Verheißungen und Deinen Segnungen!

Neue Serie: In weniger als 2 Monaten schließen wir die Serie "Namen, Titel und Eigenschaften Gottes von A-Z" ab. Falls Interesse besteht, soll dienstags eine neue Serie starten mit dem Titel: "Fragen zur Bibel / Fragen zum Glauben". Den Inhalt sollen die Leser bestimmen.
Zur Beantwortung der Fragen wird natürlich etwas Vorlauf benötigt. Es wird auch keine lange, theologische Abhandlung der Fragen sein, und ob alle Fragen eine Antwort finden, muss offen bleiben. Immerhin lässt die Bibel auch Fragen offen. Aber ab heute können Fagen zur Bibel oder Fragen zum Glauben schriftlich über das Kontaktformular im Seitenfenster zugesandt werden. Ab Ende November / Dezember würde dann die neue Serie beginnen.

Montag, 10. Oktober 2022

„Freund, da wächst Gras auf Deinem Pfad!“

In einem alten Andachtsbuch war folgendes zu lesen:

In einem Landesteil Afrikas waren die ersten Christen für ihr eifriges Gebet bekannt. Ja, jeder der Gläubigen hatte seinen kleinen, privaten Gebetsort außerhalb des Dorfes wohin sie sich zurückzogen, um mit Gott im Gebet allein zu sein. Die Dorfbewohner erreichten ihren kleinen Gebetsort über ihre eigenen Trampelpfade durch den Busch.

Wenn Grass über einen Pfad zu wachsen begann, war es offensichtlich, dass die Person, der dieser Pfad gehörte, nicht mehr eifrig war im Gebet. Da diese Christen sich umeinander kümmerten und um das geistliche Wohl des anderen besorgt waren, entwickelte sich ein einzigartiger Brauch. Wenn irgendjemand einen überwachsenen Gebetspfad sah, würde er oder sie zum Eigentümer dieses Pfades gehen und ihn liebevoll warnen: „Freund, da wächst Gras auf Deinem Pfad!
 
Die Christen in Afrika hatten es richtig erkannt: Gebet ist kein Ehrenamt. Gebet ist Auftrag.  Im Evangelium des Lukas nimmt Jesus sich extra Zeit, um Seinen Jüngern das klar zu machen.

 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis,
um ihnen zu zeigen, daß es nötig ist,
allezeit zu beten und nicht nachlässig zu werden.
(Lukas 18:1)

Sie hatten allerdings noch etwas erkannt: Gebet ist keine Zwangsarbeit, Gebet ist Freude – zumindest dem, der betet. Das bezeugt auch der Apostel Paulus, der schreibt:

Ich bete immer für euch und tue es mit frohem Herzen.
(Philipper 1:4)

Der Gebetspfad des Paulus war immer frei von Gras und anderem Wildwuchs. Auch ich möchte mich von den afrikanischen Geschwistern fragen lassen: „Wächst da Gras auf meinem Gebetspfad?“

Gleichzeitig möchte ich die Frage an Dich weitergeben. Wie schaut Dein Gebetspfad aus? Gut genutzt und frei von Gras?  Manch einer sagt sich: Beten habe ich nie gelernt. Ich ermutige Dich: Lern es mit anderen. Lerne es diese Woche in der Gebetsstunde Deiner Gemeinde. Setz’ Dich einfach dazu; höre zu; bete im Herzen mit und beginne so, das Beten zu lernen. Wenn in Deiner Gemeinde keine Gebetsstunde angeboten wird, bitte jemanden, mit Dir zu beten.

Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist
und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet
für alle Heiligen.
 (Epheser 6:18)

Sonntag, 9. Oktober 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Hast Du je die Geschichte über den Mann gehört, der für einen Tag Präsident der Vereinigten Staaten wurde? Die Legende erzählt, dass Präsident James Polk (1795-1849) seinen letzten Tag als Präsident am 3. März 1849 verbrachte. Um Mitternacht war Polk nicht mehr im Amt.

Sein Nachfolger, General Zachary Taylor, ein überzeugter Kirchengänger, soll sich allerdings geweigert haben, am 4. März 1849 vereidigt zu werden. Grund: Der 4. März 1849 war ein Sonntag. Taylor sagte: „In die Kirche zu gehen hatte eine höhere Priorität als Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Seine Amtseinführung verschob er auf Montag, den 5. März.

US-Senator David Atchison aus Missouri wurde daraufhin einen Tag lang Präsident pro tempore (amtierend) der USA.

Kann man sich etwas Wichtigeres vorstellen, als Staatsoberhaupt seines Landes zu werden? Zachary Taylor konnte es: Er ging in die Kirche.  Wie gesagt – so erzählt es die Legende.

Keine Legende sondern Tatsache ist, dass unzählige Christen aus weit weniger wichtigen Gründen die Gottesdienste ihrer Gemeinde versäumen. Klar, manchmal verhindert uns Krankheit, seltener das Wetter. Es gibt Gründe, die einen den Gottesdienst verpassen lassen.

Besuchst Du heute – besuchst Du regelmäßig – die Gemeinschaft der Heiligen? Auch auf die Gefahr hin, gesetzlich zu klingen, möchte ich uns alle daran erinnern, dass es tatsächlich einen „Tag des Herrn(Offenbarung 1:10) gibt. An diesem Tag „sollen wir unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern einander ermutigen und ermahnen, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! (Hebräer 10:25)

Wer natürlich nur aus Druck und Tradition am Gottesdienst teilnimmt, hat den Segen der „Gemeinschaft der Heiligen“ nicht begriffen. Denn es geht nicht um das Absitzen einer Veranstaltung, sondern um Gemeinschaft – mit Jesus in der Mitte! Es geht um gemeinsames Anbeten unseres gemeinsamen Retters, dem gemeinsamen Hören und Lernen von Gottes Wort, dem Austausch, dem gegenseitigen Dienen. Manches davon scheint, als könne man das auch alleine irgendwann mit Jesus genießen. Aber es fehlt das Entscheidende des Gottesdienstes: die Gemeinschaft und das gegenseitige Dienen.

Liebe Geschwister, lasst Euch von nichts abhalten, regelmäßig an den Gottesdiensten Eurer Gemeinden teilzunehmen. Gottesdienste sind keine kirchliche Erfindung, sondern eine Einrichtung, mit der Gott Seine Kinder beschenkt hat und durch die Er sie mit Standhaftigkeit und Wachstum segnen möchte.

Wenn Du zu keiner Gemeinde gehörst, in der Jesus Mittelpunk ist und in der die Bibel als Gottes Wort verkündigt wird, laden wir Dich herzlich ein.

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zu gemeinsamem Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Das Neue Testament schlägt uns keine Abkürzung vor, 
auf denen wir in der Heiligung wachsen können, 
sondern fordert uns einfach wiederholt auf, 
die altmodischen, altehrwürdigen Mittel des Bibellesens 
und des Nachsinnens (Ps 1,2; Mt 4,4; Joh 17,17), 
des Gebets (Eph 6,18; Phil 4,6), des Gottesdienstes (Eph 5,18-20), 
des evangelistischen Zeugnisses (Mt 28,19-20), 
der christlichen Gemeinschaft (Hebr 10,24-25) 
und der Selbstdisziplin oder Selbstkontrolle (Gal 5,23; Tit 1,8) 
zu gebrauchen. "
(Wayne Grudem)